Ein sehr verräterisches Handy (fm:Sonstige, 5892 Wörter) | ||
Autor: dergraue | ||
Veröffentlicht: Feb 25 2025 | Gesehen / Gelesen: 8753 / 7518 [86%] | Bewertung Geschichte: 9.58 (268 Stimmen) |
Eingehende Nachrichten verraten die Ehefrau, die sich besinnt und das Glück hat, dass ihr Mann ihr verzeiht. |
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noch etwas von der Arbeit.
Und dann bemerkte ich etwas, was mich sehr schockierte.
Dazu muss ich etwas ausholen, damit man mein Erschrecken verstehen kann.
In unserem Freundeskreis gab es zu Beginn unserer Beziehung ein Ehepaar, das schon etwas länger verheiratet war und bei dem wir plötzlich eine starke Verstimmung, Veränderung feststellten. Es herrschte von einem Tag auf den anderen eine zunehmende Kälte zwischen ihnen und dann kam die Trennung. Unsere Freundin erzählte uns einmal, dass sie zufällig mitbekam, dass er ständig Nachrichten schrieb und empfing, Überstunden machte und sich angeblich mit seinen Freunden traf und spät nach Hause kam. Irgendwann hat sie dann sein Handy kontrolliert und festgestellt, dass er eine Geliebte hat und sie stellte ihn zur Rede. Ergebnis ist, dass er zu seiner Freundin zog und sie sich scheiden lassen. Als eine Reaktion auf dieses Geschehen meinte Beate, dass wir uns erlauben sollten, das Handy des Anderen einzusehen. Wir sperrten unsere Handy zu Hause nicht bzw jeder wusste, welche Sperre der Andere nutzte. Außerdem lagen unsere Handys immer im Flur auf dem Schränkchen der Garderobe oder offen auf dem Tisch.
Ich muss sagen, dass ich keinerlei Probleme damit hatte und es wirklich zur täglichen Routine wurde, beim Betreten der Wohnung, das Handy raus zu legen. So ging es schon fast seit 5 Jahren. Und dann fiel mir auf, dass das Handy meiner Frau ab und zu nicht neben meinem lag und auch sonst nirgends offen rumlag. Dieser Zustand wurde zur Gewohnheit.
Meine Bauchschmerzen nahmen zu und mir fiel jetzt auch auf, dass meine Frau oft abwesend erschien, wie aus Gedanken aufwachte, wenn ich sie ansprach und sie insgesamt kühler reagierte. Nicht mehr so oft auf mich zukam und mit mir schmuste, die Küsse zum Abschied und zur Begrüßung kürzer und kühler wurden. Da wir eigentlich immer über Alles, was uns bewegt, sprachen, fragte ich sie dazu und zum ersten Mal in unserer Ehe kanzelte sie mich von oben herab so was von ab, dass ich mich erhob und die Wohnung mit lautem Türenknallen verließ. Ich ging über zwei Stunden spazieren, aß an einer Bude etwas zu Abend, trank ein Bier und einen Kurzen und ging dann nach Hause.
Hier traf ich auf eine völlig aufgelöste Beate, die mir um den Hals fiel und sich tausend mal entschuldigte. Sie hätte Stress in der Firma und deshalb so scharf reagiert. Ich solle ihr doch glauben, dass es ihr fürchterlich leid tut und sie mich doch so lieben würde. Auch wenn ich etwas beruhigt war, blieb ein Restfunken des Misstrauens.
Und dann kam der wirkliche Hammer. Etwa drei Wochen nach dieser Auseinandersetzung wollte meine Frau mal wieder zu ihrer Frauenrunde gehen, war im Bad und machte sich fertig. Ich saß im Wohnzimmer und überlegte, was ich mit dem Abend anfangen sollte, als plötzlich ein Handy laut piepte.
Erst jetzt sah ich, dass das Handy meiner Frau auf dem Wohnzimmerschrank lag und den Eingang einer Nachricht anzeigte. Und kurz darauf noch eine. Auch wenn ich mir vormachte, dass ich nur mal nachsehen wolle, ob die Nachrichten mit dem heutigen Weiberabend zu tun haben, wusste ich in meinem Inneren, dass ich meine Frau kontrollieren wollte.
Ich öffnete das Handy und erstarrte zu einem Eisblock. Es waren beide Nachrichten von einem Robert und er schrieb, dass er sich sehr freue, sie heute wieder zu sehen und sie sehnsüchtig erwartet. In der zweiten Nachricht teilte er mit, dass er sie im Zimmer 103 des Hotels erwartet.
Kurz überlegte ich, ob ich meine Frau aus dem Bad reißen sollte und sie heftig zur Rede stellen, aber dann sagte ich mir, was ändert das an der Tatsache, dass sie mich mit diesem Robert betrügt. Einfach gar Nichts. Ich stand auf, zog meinen Ehering mit einigen Schwierigkeiten vom Finger, legte das Handy auf den Tisch, darauf meinen Ring, kurz ins Schlafzimmer und eine Reisetasche zusammen geworfen. Dabei sah ich die Sachen, die sich meine Frau raus gesucht hatte. Ein Wäscheset, dass ich noch nie an meiner Frau gesehen habe, sehr sexy. Ich weis ja, dass es völliger Blödsinn war, aber ich nahm eine Schere, zerschnitt den BH und vom Slip trennte ich das Mittelteil, das eigentlich ihre Muschi bedeckten sollte, raus und legte alle Teile zu den Halterlosen.
Dann schloss ich meine Tasche, nahm aus der Geldkassette das Bargeld und verließ die Wohnung. Diesmal nahm ich mein Handy und die Autoschlüssel mit. Eigentlich wollte meine Frau ja mit dem Wagen los.
Beate
Ich hatte mich noch mal rasiert, die Muschi rasiert und geduscht, noch mal etwas eingecremt und dabei schon mal mit den Fingern ein wenig verwöhnt, die Brüste massiert und leise über die Schamlippen gestrichen. Meine Bereitschaft für Robert stieg und eigentlich freute ich mich auf den Abend mit ihm, auf den unverbindlichen Sex mit ihm, der so anders war als der Sex mit meinem Mann. Dabei dachte ich über diesen Unterschied nach und meinte festzustellen, dass es mit meinem Mann zärtlicher, einfühlsamer ist, er mehr auf mich eingeht. Eigentlich besser und es kam wieder die Frage auf, warum dann mit Robert. Wenn ich ehrlich bin, ist es das Verbotene, das Wilde, animalische und ja, auch das Gefühl des begehrt Werdens, de Ausbrechens aus dem Alltag. Nun ja, so lange mein Mann nichts davon weiß, gönn ich es mir. Nach dem Treffen mit Robert geht jeder wieder in sein Zuhause und keinem ist ein Schaden entstanden. Robert zu seiner Julia und seiner kleinen Tochter und ich zu Max.
Eigentlich müsste ich mal wieder eine schöne Nacht mit ihm, mit dem Mann, den ich doch liebe, verbringen. Aber es ist zur Zeit nicht so einfach mit ihm. Es ist, als ob er sich zurück zieht. Ob er eine Andere hat? Schon die Frage lässt meinen Puls höher schlagen. Bin ich blöd, ich will gleich zu meinem Liebhaber, will mit dem sicher auch ficken, was soll ich denn wohl sonst mit ihm machen und der Gedanke, dass mein Max mich betrügen könnte, macht mich verrückt. Wirklich blöd.
Ich nehme mir vor, den Gedanken Morgen gründlich zu verfolgen und in meinem Hinterkopf entsteht die Frage, was ich machen soll, wenn es so ist. Auf jeden Fall kratze ich der Schlampe die Augen aus. So weit bin ich mit meinen Gedanken gekommen, als ich das Set, das ich anziehen wollte, auf dem Bett sehe. Der BH in drei oder vier Teile zerschnitten und der Slip ist so hergerichtet, dass ich ihn zum Ficken nicht mehr ausziehen muss. Es ist, als ob mir jemand mit der Faust in den Magen schlägt, es mir das Herz zusammen quetscht und die Luft weg bleibt. Ich sacke zusammen und knie nackt vor unserem Bett und dann muss ich kotzen. Bis zur Toilette komme ich nicht mehr und das Bad sieht entsprechend aus. Ich schaffe es gerade noch, mir den Mund auszuspülen und einen Bademantel anzuziehen.
Mein Blick ins Wohnzimmer, in dem gerade noch mein Mann saß, lässt mich erschaudern. Auf dem Tisch liegt mein Handy und auf dem Handy der Ehering meines Mannes. Ich kann mich bald nicht mehr halten und sinke aufs Sofa. Auch wenn ich nicht weis, was mein Mann auf meinem Handy gesehen hat, ist mir klar, dass er Alles weiß, über mein Verhältnis Bescheid weiß und was am Schlimmsten ist, er ist weg. Einfach gegangen und ich sitze da und könnte vor Scham in den Boden versinken.
Hatte ich wirklich gedacht, dass ich dieses Fremdgehen für immer geheim halten könnte, bin ich wirklich so bescheuert, habe ich meinen Mann für so doof gehalten, dass es nicht raus kommen wird. Ja, mein Geliebter hat doch immer wieder gemeint, dass Max etwas einfach gestrickt ist und uns schon nicht auf die Schliche kommt. Mein Gott, was bin ich doch eine einfältige Eheschlampe. Wie kann Robert nur auf diesen Gedanken, auf diese Meinung kommen, er kennt doch Max nur von meinen Erzählungen und wer kann ihn denn außer mir, nur zu dieser Meinung gebracht haben.
Ich liege auf dem Sofa und schon wieder piept das Handy. Natürlich Robert und jetzt sehe ich auch seine beiden früheren Nachrichten. Kein Wunder, dass mein Mann so reagiert hat. Beide Nachrichten sind als gelesen gekennzeichnet, also hat Max sie gelesen. Und dann noch das Set, das ich für mich raus gesucht hatte. Ich hätte auch überall lauthals verkünden können, dass ich ihn betrüge.
Ich schreibe Robert.
"Er weiß alles. Sieh zu, dass du verschwindest und komm mir nie wieder zu nahe. Ich hasse mich, dass ich mich auf dich eingelassen habe."
Mein Mann ist doch nicht doof, nein, er ist klug und jetzt bestimmt in einem genau so schlimmen Zustand wie ich. Ich hoffe nur, dass er nichts Unbedachtes tut, dass bin ich nicht wert, wirklich nicht wert. Wie konnte ich nur so blöd sein und ihn so verletzen. Ihn, den ich doch liebe und den ich wieder haben will.
Meine Tränen sind nicht mehr zu bremsen, ich heule wie ein Wasserfall. Von Geil zu zu Tode betrübt, am Boden zerstört. Mit zitternden Fingern schreibe ich meinem Mann.
"Max, ich schäme mich so, dir so Etwas angetan zu haben. Bitte komme nach Hause, verzeih mir und lass uns reden. Ich liebe dich und brauche dich bei mir. Verzeih mir. Bitte, bitte."
Was soll ich meinem Mann erzählen? Wie bin ich eigentlich in diese Situation rein gekommen.
Der junge neue persönliche Mitarbeiter des Geschäftsführers war schon ein super Typ, gut aussehend, nett und er hatte so das gewisse Etwas. Unsere Damen schwärmten von ihm und dann merkte ich, dass er sich um mich bemühte, oft bei uns im Bereich war und ich bin ehrlich, ich genoss es, wenn er mit mir sprach, mit mir flirtete.
Es wurde immer intensiver und ich wusste da auch schon, dass er ebenfalls verheiratet war, vor nicht zu langer Zeit Vater einer kleinen Tochter geworden war. Und er sprach ganz offen darüber, dass er mich super findet, sehr hübsch, sehr sexy und er gab mir sehr deutlich zu verstehen, dass er sich mehr zwischen uns erhoffe. Auf meine Bemerkung, dass er doch verheiratet wäre, meinte er nur, ja, aber seine Frau ließe ihn links liegen und habe nur noch die Tochter im Kopf.
Zu dem Zeitpunkt war ich noch nicht bereit, mit ihm ins Bett zu steigen und dann die kleine Auseinandersetzung mit Max, seine klar zu erkennende Eifersucht und mit einem Mal war mir klar, dass ich mit Robert ins Bett wollte. Nicht, weil ich ihn liebte, nein, weil ich mich plötzlich eingeengt fühlte. Ich das Gefühl hatte nicht mehr frei zu sein. Welch ein Blödsinn, ich wollte einfach nur einen andere Mann zwischen meinen Beinen, einen anderen Schwanz in meiner Fotze. So einfach und so klar hätte es mir eigentlich sein müssen, aber man macht sich ja selber etwas vor.
Und ich gab nach, ging mit Robert Essen und dann passierte auf einem Waldweg, ich war geil, er war mehr als willig und ich hielt ihm meinen Arsch hin, er leckte mich, fickte mich wie ein Stier und ich belog meinen Mann.
Aus diesem ersten Fick mit Robert wurde ein wöchentlicher, jetzt in einem Hotel und er war ein guter Hengst, so ganz anders als mein Mann, aber gut. Sicher wäre es noch schlimmer geworden, wenn er nicht verheiratet wäre. Ich glaube, ich wäre noch tiefer in den Schlamassel geraten.
Und jetzt hatte ich das Problem. Nein, ich liebte ihn nicht, ich liebte die Möglichkeit, das Ausbrechen aus dem Alltag, das Anders sein. Und jetzt sah ich auch, dass ich das Alles auch mit Max haben könnte. Ich hätte mich nur mehr um Max kümmern müssen, hätte ihm meine Fantasien, meine Wünsche nur mitteilen müssen und ich glaube, nein, ich weiß, er hätte mir meine Wünsche erfüllt, hätte mit mir Spiele gespielt und sicher einen besseren Liebhaber gegeben. Aber ich muss ja Robert nehmen und meinen Mann betrügen, ihn demütigen, seine Liebe mit Füssen treten, sein Vertrauen missbrauchen und jetzt ist er weg und ich weiß nicht, wo er ist und ob er mir noch mal verzeiht. Wie soll er verstehen, dass ich ihn liebe, wirklich liebe und mit einem anderen Kerl ins Bett steige.
Ich würde Alles tun, um ihn wieder zu bekommen, aber es wird schwer, sehr schwer.
Der nächste Tag wird besonders schwer. Max ist nicht nach Hause gekommen, hat nicht auf meine Nachricht geantwortet und als ich in der Verwaltung angerufen habe und ihn sprechen wollte, sagte mir seine Kollegin mit einen Unterton, der mir klar machte, dass sie es wusste, dass er sich krank meldet hat. Ich hätte vor Scham in den Erdboden versinken können. Und dann traf ich nach Feierabend eine meiner guten Freundinnen, hoffte auf Zuspruch und erhielt eine kalte Dusche.
"Ich wollte es nicht glauben, aber es ist wohl wirklich war. Du fickst mit dem Schönling aus der Zentrale rum, betrügst deinen Mann, der alles für dich getan hat. Du widerst mich an."
Und dann war sie weg. Recht hatte sie, wirklich Recht.
Jetzt sind schon 3 Wochen vergangen und ich habe nichts von meinem Max gehört. In der Firma ist es ein einziges Spießrutenlaufen. Ich glaube, alle wissen Bescheid und verachten mich. Ich habe nicht nur meinen Mann schamlos getrogen sondern mich auch noch in eine andere Ehe gedrängt. So sehen es zu mindestens die Meisten hier.
Was mich fast umbrachte, waren die kleinen Bemerkungen von Robert und seinen Kollegen. Der Saukerl, der mich nach seinen Worten doch so mochte, machte mich auch noch schlecht. So etwa, dass ich mich freuen könne, dass er seinen Wunderschwanz in meine ausgeleierte Punze gesteckt hat. Na ja, verdient hab ich es ja.
Als es schlimm wurde, überlegte ich, entweder zu kündigen oder den Personaler einzuschalten. Langsam war es mir egal, was man über mein Verhältnis, mein beendetes Verhältnis mit diesem Kotzbrocken dachte. Aber diese Entscheidung wurde mir abgenommen.
In Gedanken saß ich in meinem Büro, als eine junge Frau sehr stürmisch rein schneite, mich anfauchte und wissen wollte, ob ich immer noch mit ihrem Mann rum ficke. Auch wenn wir keine Freundinnen wurden, konnte ich klären, dass ich schon seit Wochen nichts mehr mit ihrem Mann hatte. Zum Abschied, der wesentlich ruhiger ablief, meinte sie nur, dass er dann schon wieder eine Andere hat und sie ihn schon ran bekommt.
Wie schlimm dieses Ranbekommen ausfiel, hätte ich nie gedacht, nie zu träumen gewagt. Er hatte wirklich eine Neue. Leider diesmal die Falsche. Gerüchteweise erfuhr ich, dass er jetzt in einer schlimmen Zwickmühle ist. Seine Frau lässt sich scheiden und die Familie seiner neuen Geliebten hat ihn einen Vergleich angeboten. Nach der Scheidung neue Ehe und absolute Treue oder ..... Und hier grinsten Alle und er sah nicht gut aus mit der bandagierten Hand.
Doch das Alles nur nebenbei. Ich war immer noch mehr als einsam. Mein Mann arbeitete wieder, hatte aber klar entschieden, dass er nicht mit mir sprechen will. Telefonate im Dienst lehnte er ab. Seine Handynummer war nicht mehr aktiv und als ich ihn einmal nach der Arbeit abfing, blaffte er mich so an, dass ich es ließ und mit einen Heulen Leine zog. Ich bin auch nie wieder dort aufgetaucht, nicht, weil ich mir zu schade war, nein, ich hätte auch auf Knien um Vergebung gebettelt. nein, weil er so was von wütend war und ich Angst hatte, dass es noch weiter eskaliert.
Eigentlich war ich darauf gefasst, dass die Scheidungspapiere zugestellt werden. Jeder Tag sah ich mit zittrigen Händen in den Postkasten. Bisher Nichts. Mir ging es schlecht. Jeden Abend, wenn ich ins Bett ging, sah ich auf sein Bett, sehnte ihn herbei und heulte. Jeden Morgen, wenn ich alleine vor meinem Kaffee saß, verfluchte ich mich und meine Geilheit.
In der Firma hatte es sich langsam beruhigt. Sicher würde ich nie wieder so angesehen sein, wie vor meinem Ausrutscher, aber es ging schon. Aber auch ich hatte mich verändert, war verschlossener, hatte mich zurückgezogen, war nicht mehr so locker, so fröhlich. Nur gut, dass zwei, drei meiner Freundinnen wieder mit mir sprachen.
Es waren jetzt mehr als fünf Monate seit dem Tag meiner Entlarvung vergangen und ich sah mit Grausen auf den kommenden Dezember, die Vorweihnachtszeit und die dann folgenden Festtage. Für mich früher immer eine Zeit der Entspannung, der Vorfreude und der Ruhe. Jetzt eine Zeit der Reue, der Angst vor der Zukunft, der Leere, der Einsamkeit. Ich stürzte mich in die Arbeit, zog Aufgaben an mich, die sonst meine Mitstreiter erfüllten und blieb Abends bis mich der Wachschutz fast raus warf. Was sollte ich auch in meiner leeren, kalten Wohnung.
Dann kam Lilo, eine meiner Freundinnen zu mir und lud mich zur Geburtstagsfeier ihres Mannes ein. Sonnabend um 19 Uhr in ihrem Haus. Ich wehrte mich mit Händen und Füssen. Sie ließ Nichts gelten und bestand darauf, dass ich komme, sonst wären sie und besonders ihr Mann sehr böse. Bei meinem letzten Argument sah sie mich an und meinte dann.
"Ja, ich gehe davon aus, dass Klaus auch Max eingeladen hat und das er auch kommt. Unser Haus ist groß genug, dass ihr nicht so dicht beieinander stehen und sitzen müsst und alt genug seid ihr doch auch, dass ihr euch benehmen könnt. Verdammt, du kannst dich doch nicht immer verstecken."
Sie hat ja Recht und ihr meine größte Sorge, meine größte Angst gestehen, wollte ich nicht. Ich hatte panische Angst, dass mein Max eine Andere an seiner Seite hat. Wie schon damals, hätte ich es nicht ertragen und hatte wirklich richtig Angst davor, meinen Max in den Armen einer anderen Frau zu sehen.
Noch eine halbe Stunde vor dem Termin stand ich vor meinem Kleiderschrank und wusste nicht, was ich anziehen sollte, nein, ich wusste nicht, ob ich wirklich gehen soll. Diese Entscheidung wurde mir abgenommen, als es klingelte und meine andere Freundin mit ihrem langjährigen Freund vor der Tür stand. Wir gingen dann gemeinsam zur Feier, war ja nur ein kleiner Spaziergang.
Der Empfang war normal, ich stockte fürchterlich, als ich Max mit drei Frauen stehen sah und auch er schien zu erstarren. Die Begrüßung war sehr förmlich, sehr zurück haltend. Ich verdrückte mich zu einer anderen Gruppe und nahm mir vor, so schnell als möglich zu verschwinden.
Zur Umsetzung dieses Fluchtplanes kam es nicht mehr. Lilo und Edwina, auch eine der mir noch verbliebenen Freundinnen, nahmen mich mit einem Glas Sekt für jeden unter ihre Fittiche und schoben mich in ein ziemlich am Ende des Flurs befindliches Zimmer und kaum waren wir dort drinnen, ging die Tür schon wieder auf und Klaus und ein Freund von ihm schoben Max in den Raum. Lilo bellte.
"So, ihr Beiden, jetzt setzt euch ja an diesen Tisch und redet endlich miteinander. Wir gehen jetzt und schließen ab. Kommen in einer Stunde wieder und wenn ihr dann fertig seid, dürft ihr wieder raus. Man Gottes, sicher hat Beate Scheiße gebaut, aber ihr liebt euch doch noch immer. Bei dir, Beate, bin ich mir da ganz sicher und du, Max, hast doch auch noch starke Gefühle für deine Frau. Wir wollen Euch wieder als das Paar haben, dass ihr mal ward. Also redet miteinander."
Sie gingen und der Schlüssel drehte sich im Schloss. Wir sahen uns geschockt an, setzten uns aber doch und Max stellte nur eine Frage.
"Warum?"
Ich hatte mir so oft meine Antwort überlegt, geübt und doch konnte ich nur beichten, restlos beichten und dazwischen immer wieder versichern, dass ich ihn noch immer so liebe und ihn bitte, mir zu verzeihen und zu mir zurück zu kommen. Max hörte zu, ich sah, wie es ihn mitnahm, wie er mit sich kämpfte und doch ruhig blieb. Die Stunde war schon rum. Lilo steckte ihren Kopf in den Raum, kam kurz rein, brachte Max eine Flasche Bier und schenkte mir das Glas nach, stich mir über die Schulter und nickte.
"Verdammt, auf diese Idee hättet ihr aber schon früher kommen können."
Dann war sie wieder weg. Diesmal schloss sie, meine ich, nicht ab.
Wir sprachen noch eine Weile miteinander und dann hielt ich es nicht mehr aus.
"Max, bitte verzeih mir und gib mir noch mal eine Chance. Bitte komm nach Hause. Lass es uns noch mal versuchen, lass uns noch mal von vorne anfangen. Glaube mir, ich liebe dich und kann dir versichern, dass ich nicht noch mal vom richtigen Pfad abkomme."
"Beate, lass mir noch Zeit. Ich muss auch das heute Gesagte verarbeiten und ich verspreche dir, dass ich mich bei dir melde. Aber ich brauche noch Zeit."
Wir gingen gemeinsam zu den Anderen und ich reichte ihm meine Hand, die er nahm und länger als nötig hielt. Ich beugte mich zu ihm und flüsterte.
"Ich warte und hoffe, hoffe sehr."
Dann verabschiedete ich mich, drückte Lilo und Edwina und bedankte mich mit Tränen in den Augen. An diesem Abend schlief ich mit dem Kopfkissen aus Max Bett im Arm tief und fest und ohne schlechte Träume.
Es dauerte noch 10 Tage und die Vorweihnachtszeit begann. Alles wurde geschmückt, überall flimmerten die Lichter, nur bei mir wurde es immer dunkler. Max hatte sich nicht bei mir gemeldet und langsam verlor sich meine Hoffnung und es machte sich eine tiefe Resignation Platz. Was mach ich bloß, was kann ich noch machen´?
Max
Ich sitze in der kleinen möblierten Wohnung, die ich von einem Freund gemietet habe und bin eigentlich noch immer nicht in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen, Entscheidungen für mich und für die Zukunft zu definieren. In einsamen Nächten sehne ich mich nach einer Frau, eigentlich nach meiner Frau. Ja, verdammt, ich weis, dass ich sie immer noch mag, sie noch liebe. Aber jedes mal, wenn ich kurz davor bin, sie zu kontaktieren, übermannt mich die Wut.
Eigentlich wollte ich sie nicht so hart anschreien, als sie mich nach der Arbeit auflauerte und mit mir reden wollte, konnte mich aber nicht bremsen. Ich nahm mir vor, ihr beim nächsten mal ruhiger zu begegnen. Aber sie kam nie wieder.
Und dann lud mich ein Freund zu seinem Geburtstag ein. Wie ich heute weiß, hatten sie auch Beate eingeladen und fast mit Gewalt zur Feier geschleift. Und dann sah ich sie und wir beide erstarrten. Nach der Begrüßung, einer verkrampften Begrüßung, gingen wir uns aus dem Weg.
Und dann schoben mich Klaus und ein weiterer Freund mit einem Bier in der Hand in ein Zimmer und Lilo verdonnerte uns zu einem Gespräch unter vier Augen und meine Beate beichtete mir alles, ich glaube wirklich Alles. Oh, man, es war eine Beichte, die mich mächtig mitnahm, ab und zu meine Wut, meine Enttäuschung hoch steigen ließ. Ich musste über diese Dinge nachdenken und doch merkte ich, dass mir das Gespräch gut tut. Dann geht meine Frau und sagt mir, dass sie auf mich wartet und hofft, sehr hofft.
Klaus spricht mich noch mal wegen des Gespräches an und entschuldigt sich, dass sie uns gezwungen haben, aber sie sahen keine andere Möglichkeit. Ich bin und war ihnen nicht böse, nein, eigentlich dankbar. Aber mit meinen Gedanken bin ich noch nicht am Ende.
Irgendwann in der folgenden Woche habe ich einen sehr feuchten Traum. Wir laufen an einem langen Strand aus feinem Strand, haben nur wenig an und sinken in den warmen Sand und ich entblättere meine Frau Beate. Dann lieben wir uns sehr zärtlich und lange. Danach gehen wir dicht aneinander gepresst nackt ins Wasser und ich sehe ihr in die Augen und wir küssen uns lange.
Morgens wache ich auf und weiß, ich werde ihr eine Chance geben und mich noch mal auf sie einlassen. Zwei Tage später rufe ich Abends Beate an, höre regelrecht, wie ihr ein Stein vom Herzen fällt und verabrede mich mit ihr bei unserem Griechen zum Abendessen am Sonnabend.
Die restlichen Tage vergehen nur langsam und ich bin schon eine viertel Stunde vor der Zeit vor der Gaststätte und warte voller Ungeduld auf meine Frau. Auch sie ist früher da und kommt mir zögernd entgegen. Ich begrüße sie mit einem Handkuss. Beim Eintritt ins Restaurant helfe ich Beate aus dem Mantel, rieche ihr dezentes Parfüm und sehe eine immer noch sehr schöne Frau, die dezent gekleidet ist und führe sie zu unserem Tisch in der Ecke des Gastraumes.
Wir sehen uns lange in die Augen und beginnen ein leichtes Gespräch. Beide vermeiden wir die uns wirklich interessierenden Fragen, eiern um das brennend Interessierende. Genau so lange, bis die leichte Vorspeise serviert ist und Beate es nicht mehr aushält.
"Max, spann mich nicht länger auf die Folter. Hast du entschieden, habe ich noch eine Chance?"
Beate
Er rief endlich an und bat mich um ein Date, bei unserem Griechen, am Sonnabend und ich war so was von glücklich.
Vor dem Treffen brauchte ich wohl Stunden, um mich fertig zu machen. Immer wieder wechselte ich die Kleidung. Und dann war es soweit. Mindestens 10 Minuten vor der Zeit war ich da und sah ihn vor dem Lokal stehen. Ich wäre am liebsten auf ihn zu gelaufen und hätte ihn umgerissen und mich auf ihn geworfen. Immer wieder sagte ich mir, wie konntest nur diesen Mann betrügen. Langsam ging ich auf ihn zu und begrüßte ihn. Besser wäre der Kuss auf meine Lippen gewesen, aber schon der Kuss auf meine Hand ließ mich hoffen, erzeugte in mir eine Wärme, eine Hitze.
Er benahm sich wie ein Gentleman, half mir aus dem Mantel, rückte meinen Stuhl zurecht. Ich konnte meinen Blick nicht von seinen Augen lösen und hätte mich am liebsten auf seinen Schoß gesetzt und wäre in ihn rein gekrochen. Mein Gott, wie ich diesen Mann liebe.
Ich weiß nicht, worüber wir sprachen. Es kann nur Unwichtiges gewesen sein. Und dann hielt ich es nicht mehr aus und ich fragte ihn, ob ich noch eine Chance habe und er sah mich lange schweigend an, nahm dann meine Hand und meinte leise.
"Ja, aber lass es uns ganz langsam angehen."
Ich musste mich mächtig zusammenreißen, um ihm nicht um den Hals zu fallen. Dafür zog ich seine Hand an meine Lippen und küsste sie lange.
"Ich bin so glücklich, so unheimlich glücklich. Sag mir, wie es mit uns weiter geht. Wenn du es nur willst, warte ich, warte auf dich, aber lass mich nicht alleine."
Es wurde ein schöner Abend, das Essen war gut und wir sahen uns immer wieder lange an. Beim Verlassen des Lokals half er mir in den Mantel, bot mir seinen Arm an und ich versuchte immer wieder Kontakt mit ihm herzustellen.
Auch wenn ich ihn am liebsten in mein, nein, unser Schafzimmer gezerrt hätte und ihn dort ausgesaugt hätte, ließ ich ihn das Tempo bestimmen. Auf keinen Fall wollte ich durch ein Vorpreschen das sich gerade entwickelnde Pflänzchen unserer Liebe beschädigen oder zerstören.
Er brachte mich nach Hause, nahm mich vor unserer Haustür in den Arm und küsste mich auf beide Wangen. Ich lehnte mich an ihn und flüsterte leise.
"Viel mehr, bitte viel mehr."
Er lächelte und meinte nach einem kurzen Kuss auf den Mund, einen wirklich sehr kurzen Kuss ohne Zunge.
"Lass mir Zeit."
Ich strich ihm über seine Schulter, verabschiedete mich und ging immer noch alleine in unsere Wohnung. Hinter der Wohnungstür lehnte ich mich an die Wand und weinte. Auf der einen Seite vor Glück, aber auch vor Frust, dass ich wieder alleine ins Bett musste. Und ich bin ganz ehrlich, jetzt brauchte ich wirklich bald einen Arm, einen Mann, meinen Mann, an den ich mich kuscheln konnte. Ich bin auch nur eine junge Frau mit Gefühlen und Bedürfnissen, auch Bedürfnissen nach körperlicher Liebe.
Schon am Sonntag Abend, kurz vor dem Schlafengehen, rief Max an, und wünschte mir eine gute Nacht.
In den nächsten zwei Wochen sahen wir uns oft, gingen auf den Weihnachtsmarkt, tranken ein Glas Punsch, schlenderten Hand in Hand durch die geschmückte Einkaufsmeile, aßen zusammen zu Abend und kamen uns wieder näher, langsam näher. Mir viel zu langsam, aber ich wollte ihn nicht verschrecken, ihn nicht bedrängen und hoffte, dass er Weihnachten zu mir in unsere Wohnung kommen würde.
Der vierte Advent kam und Max lud mich ein, ging mit mir in eine Bar und dort spielte wieder eine Live Band und es war voll, so richtig voll und es war eng, sehr eng. Eine Bombenstimmung. Ich stand vor Max, dicht vor Max und dann spürte ich zwei Hände auf meinen Hüften, die mich an ihn zogen, mich an seinen Körper drückten, sein Atem streichelte meinen Hals und ich konnte nicht anders, ich schob mein Hinterteil fest an ihn und begann mich an ihm zu reiben. Seine Hände blieben auf meinen Hüften, ich hielt es nicht mehr aus, nahm seine Hände und zog sie auf meine Brüste. Ich musste ihn einfach fühlen. Und an meinem Hinterteil wuchs etwas und ich wurde nass, geil und drehte meinen Kopf nach hinten und er küsste mich, küsste mich richtig. Mit seinen Händen packte er meine Brüste und walkte sie leise.
Heiser meinte er nur.
"Komm."
Fast fluchtartig verließen wir die Bar und rannten zu unserer Wohnung. Schon auf dem Flur verloren wir einen Großteil der Bekleidung und auf unserem Bett fielen die letzten Sachen und dann nagelte mich mein Mann auf die Matratze und schon nach wenigen tiefen Stößen schrie ich den ersten Höhepunkt raus und als er mich richtig mit seinem Samen abfüllte, kam ich noch mal und viel stärker als beim ersten Mal.
Danach lagen wir nebeneinander und streichelten und küssten uns. Viel gesprochen haben wir in dieser Nacht nicht, dafür aber viel mehr geliebt, wunderschönen stürmischen und dann wieder liebevollen, zärtlichen Sex. Irgendwann bin ich in seinen Armen eingeschlafen, vor Erschöpfung eingeschlafen.
Morgens wurde ich spät wach und mein Mann war nicht da. Panisch sprang ich auf und suchte ihn. In der ganzen Wohnung kein Max und seine Sachen waren auch weg. Meine Sachen lagen in der Küche auf einem Stuhl, ordentlich zusammengenommen. Ich musste mich setzen und fragte mich, was dass zu bedeuten hat. Kurz bevor ich anfing zu heulen, ging die Wohnungstür auf und mein Mann kam herein, umarmte mich, zog mich hoch und küsste mich heiß und langanhaltend. Die frischen Brötchen hatte er auf den Tisch geworfen.
Auf der Arbeitsplatte sitzend nahm mich mein geliebter Mann noch mal richtig ran, fickte mir bald den Verstand aus dem Kopf, wild, zügellos und doch so erfüllend.
Beim Frühstück musste ich mich ein Handtuch unter legen, so lief ich aus, so abgefüllt hatte er mich.
Wir sprachen noch einmal lange und dabei sahen wir uns immer wieder in die Augen und ich sah in seinen Augen ein Funkeln, ein Brennen und wusste, diesen Mann lässt du nie wieder gehen.
Weihnachten verbrachten wir zwar ohne Weihnachtbaum aber mit vielen Wunderkerzen in meinem Kopf, die mein Mann immer wieder in mir entzündete. Es war nur gut, dass wir zwischen den Festtagen beide frei hatten.
Silvester waren wir bei Lilo und ihrem Mann, die eine kleine Fete gaben. Ohne das wir es besprochen hatten, hielten wir uns beim Alkohol beide sehr zurück und um 2 Uhr stahlen wir uns davon. Lilo grinste und nahm mich in den Arm und meinte zu mir, dass ich mehr essen solle, sonst halte ich dieses Tempo nicht durch. Recht hat sie, ist ein Vorsatz fürs neue Jahr.
Auf unserem Teppich hat mich Max dann so tief genommen und ich bin ihm willig entgegen gekommen. Als er mir seine Sahne tief in mich spritzte, hatte ich das Gefühl, dass ich verbrenne, innerlich ein heißes loderndes Feuer gelöscht wurde und ich fiel in eine kleine Ohnmacht. Als ich wieder zu mir kam, wusste ich irgendwie, dass wir in neun Monaten eine größere Wohnung brauchen und ich nahm mir meinen Mann noch mal vor und ritt ihn in ein langes glückliches Leben. Dabei konnte ich nicht anders, ich heulte vor Glück.
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