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Venus und Adonis (fm:Verführung, 6372 Wörter)

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Veröffentlicht: Mar 23 2025 Gesehen / Gelesen: 1342 / 803 [60%] Bewertung Geschichte: 9.00 (11 Stimmen)
Nach der peinvollen Enthüllung ihrer heißen Liebschaft mit Mars, dem martialischen Gott des Krieges, kehrte Venus in ihr trautes Heim zurück, doch das Begehren in ihrem Herzen ließ sie neue Wege der Liebe suchen.

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Annäherungen zu erwidern. Einzig seine Männlichkeit begann sich zu regen. Vorsichtig strich Venus mit jedem einzelnen ihrer Finger über seinen sich deutlich unter dem Stoff abzeichnenden Schaft. Freudig nahm sie wahr, dass seine Erregung mit ihren Berührungen sich zu verstärken schien.

"Vertrau mir," hauchte sie und befreite Adonis von seiner Bedeckung. Sein Riemen schnellte gen Himmel. Sie überhäufte ihn mit Küssen, rutschte auf seine Lenden und öffnete ihre Schenkel. Sie begehrte, ihn aufzunehmen, sie wollte ihn tief in ihrer Weiblichkeit spüren und schob ihm ihr Becken entgegen. Adonis Prachtexemplar fand seinen Weg in Venus vor freudiger Erwartung nass triefendes Muschelchen.

Und so liebten sie sich so sanft, so unendlich süß, dass selbst die Bienen aufhörten zu summen, als wollten sie dem zarten Spiel der beiden lauschen.

Adonis" Hände waren zu Beginn zögerlich, doch Venus spürte die Kraft, die in ihm schlummerte. Sie wusste, dass er noch ungeschult war, unerfahren - aber er war jung, kraftvoll, voller Leben und Venus sah freudig einem ausschweifenden Liebesspiel entgegen.

Venus zog ihn tiefer in ihre Umarmung, führte ihn mit sanften Bewegungen, zeigte ihm die Wege der Innigkeit, ließ ihn lernen, was es hieß, nicht nur zu nehmen, sondern zu geben.

Venus löste sich von Adonis. Ihr Verlangen war groß, aber sie wollte, dass er die Initiative ergriff, sie wollte von ihm genommen werden, intensiv und unaufhörlich, das war es, was sie sich von dem jungen Waldläufer versprach. Nicht nur über Wurzeln sollte er unermüdlich springen, sondern nicht ruhen, bis sie wirklich befriedigt war. Adonis rollte sich zwischen ihre Beine, die sie bereitwillig für ihn öffnete. Seine Bewegungen wurden sicherer, fließender, und mit jeder Berührung wuchs sein Vertrauen, sein Rhythmus verschmolz mit dem ihren.

Venus ließ sich fallen, spürte, wie er sich in ihrem Innersten rieb, nahm ihn ganz auf. Ihre Lippen formten seinen Namen wie eine Danksagung, während ihr Körper ihn wieder und wieder willkommen hieß.

Er verlor sich nicht in schneller Gier, sondern bewies eine Kraft, die über bloße Leidenschaft hinausging.

Die Stunden vergingen in einem Taumel aus Verlangen und Erfüllung. Immer wieder fanden sie zueinander, ließen sich treiben in der Umarmung der Erde, bis ihre Körper von Blüten bedeckt waren, als hätte der Himmel selbst sie willkommen geheißen.

Als Adonis am Ende schwer atmend auf dem Rücken lag, sein goldenes Haar zerzaust, seine Wangen gerötet, lächelte Venus und beugte sich über ihn. Sie fuhr mit den Fingern durch sein feuchtes Haar, bewunderte ihn, diesen sterblichen Jüngling, der sie mehrfach auf den Gipfel der Lust getrieben hatte.

"Du bist ausdauernd, du bist stark, und du bist rein", hauchte sie in sein Ohr, "schon morgen möcht ich wieder bei dir sein". Und gab ihm einen Kuss auf seine Wange.

Doch das Schicksal meinte es anders. Am nächsten Tag, als Adonis auf der Jagd war, stieß er auf einen riesigen, wilden Eber. Im Kampf wurde er schwer verletzt und lag blutend am Boden, als Venus, die das Unglück in einer Vision gesehen hatte, herbeieilte.

Adonis starb und aus dem Blut, das den Boden tränkte, sprossen wunderschöne Anemonen, die den ewigen Kreislauf des Lebens und die unsterbliche Liebe symbolisierten. Venus trauerte tief um ihren geliebten Adonis, doch sie wusste, dass seine Erinnerung und die Schönheit ihrer Liebe in den Blumen weiterleben würden.

***

Antonius lehnte sich gegen das Geländer der großzügigen Terrasse und betrachtete die sanfte Abendsonne, die sich über die Dächer der Stadt schob. Seit drei Tagen wohnte er bei seinem Onkel Bert und seiner jungen Frau Vera. Es war eine seltsame, aber auch faszinierende Welt, in die er hier eingetaucht war. Vera hatte ihm den Job in der Galerie verschafft und Bert hatte ihn eingeladen, bei ihnen zu wohnen, obwohl ihm die Galerie ebenfalls ein Zimmer angeboten hatte.

Onkel Bert hatte sich nicht verändert: breit gebaut, muskulös, mit kräftigen Armen, die nach Metall und Arbeit rochen. Sein Schnauzer wippte, wenn er sprach, und seine dunklen Haare waren von kleinen silbernen Strähnen durchzogen. Seine Frau Vera war das vollständige Gegenteil - bezaubernd, mit goldenen Locken und einem Lächeln, das Antonius den Atem raubte.

Als Bert sie ihm vorstellte, hatte er nur ihre Augen gesehen, sie waren wie Blitze vor dem Donnerschlag. Ein Gefühl, das er nicht zuordnen konnte - und so noch nicht erlebt hatte.

Bert musste jeden Morgen früh raus. Punkt sechs verließ er das Haus, um in seiner Schlosserei zu arbeiten. Antonius hörte noch im Halbschlaf das leise Klirren von Kaffeetassen, das dumpfe Zuschlagen der Haustür, und dann die Stille, die sich über das Haus legte.

Vera ließ ihn schlafen, die Galerie öffnete erst um zehn. Wenn sie hörte, dass er sich im Zimmer regte, klopfte sie sanft und rief: "Frühstück ist fertig!"

Heute war einer dieser Morgen, an denen Antonius sich Zeit ließ, um das Gefühl dieser neuen Umgebung aufzusaugen. Als er in die Küche kam, duftete es nach frischem Kaffee und geröstetem Brot. Vera hatte den Tisch gedeckt.

"Gut geschlafen?", fragte sie mit ihrem weichen Lächeln, während sie ihm eine dampfende Tasse hinstellte.

"Ja, danke." Antonius setzte sich und strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht. Er wusste nicht, ob es Einbildung war, aber immer, wenn Vera ihn ansah, lag ein Ausdruck in ihrem Blick, der ihn verlegen machte.

"Heute ist dein dritter Tag in der Galerie, oder?", fragte sie und reichte ihm eine Schale mit frischen Früchten.

"Ja, genau." Antonius nahm eine Erdbeere und nickte. "Es macht Spaß. Die Leute dort sind nett, und die Kunstwerke... faszinierend."

"Das freut mich." Sie lächelte und lehnte sich an die Küchenzeile. "Ich wusste, dass es etwas für dich sein könnte."

Manchmal fragte sich Antonius, ob sie ahnte, was er fühlte. Er wusste, dass nicht sein sollte, was nicht sein durfte. Aber das änderte nichts an dem Kribbeln, das er spürte, wenn sie ihm durchs Haar fuhr oder ihn mit ihrem engelsgleichen Lächeln ansah.

"Lass dir Zeit mit dem Frühstück", sagte sie und legte sanft eine Hand auf seinen Arm. Antonius sah ihr nach wie sie sich aus der Küche bewegte, ihre blonden Locken tanzten im Morgenlicht.

Antonius saß noch am Tisch und rührte versonnen in seinem Kaffee, als er leise Schritte hörte. Vera kam mit einem Lächeln auf ihn zu. In ihren Händen hielt sie eine Bürste, einen Kamm und weitere Utensilien.

"Ich will mich mal um deine wunderschönen Locken kümmern", sagte sie sanft. "Bleib sitzen und leg deinen Kopf zurück."

Antonius blinzelte überrascht, aber bevor er etwas sagen konnte, hatte Vera ihre Finger in sein Haar gelegt. Die Berührung war leicht, fast schwebend, und ein angenehmer Schauer lief ihm über den Rücken.

Er spürte ihre Hand auf seiner Schulter, während sie die Sprühflasche bediente. Mit dem Kamm glitt sie durch sein langes blondes Haar, löste behutsam kleine Knoten. Er schloss die Augen und genoss ihre Nähe. Dann nahm sie die Bürste, führte sie vorsichtig durch seine Strähnen, massierte mit den Borsten sanft seine Kopfhaut.

Antonius" Atmung wurde flacher. Es war nicht nur die Berührung - es war die Intimität des Moments, die Selbstverständlichkeit, mit der Vera ihn umhegte. Sein Hemd, das er nur schnell übergeworfen hatte, war etwas verrutscht, die oberen Knöpfe standen offen. Veras Hand glitt von seiner Schulter und suchte Halt auf seiner entblößten Brust.

Ein feiner Hauch von Wärme lag auf seiner Haut, dort, wo ihre Finger ihn berührten. Sein Herz klopfte wild, sein Körper war wie elektrisiert. Die Luft zwischen ihnen schien für einen Moment stillzustehen.

Vera lachte leise, strich mit der Bürste ein letztes Mal durch sein Haar und sagte: "So, jetzt bist du hübsch für das Orakel", Orakel war der Name seiner Galerie, oder spielte sie auf ein Ereignis in der Zukunft an?

Bevor er etwas erwidern konnte, beugte sie sich vor, drückte ihre Brüste gegen seine Schultern und gab ihm ein sanftes Küsschen auf die Wange.

Antonius Gedanken überschlugen sich. Er wollte etwas sagen, eine Reaktion zeigen, doch seine Stimme versagte. Stattdessen saß er einfach da, spürte noch immer ihre Berührung auf seiner Haut und den leichten Duft ihres Körpers.

Vera räumte die Bürste beiseite, als wäre nichts geschehen, schenkte ihm ein letztes, liebevolles Lächeln und verließ die Küche.

Antonius starrte auf den Tisch. Seine Finger griffen unbewusst nach der Stelle an seiner Wange, wohin sie ihren Kuss gehaucht hatte.

Wie sollte er diesen Tag in der Galerie überstehen, wenn sein Kopf nur mit ihr beschäftigt war?

Es zog noch sanft in seinen Haaren. Die Erinnerung an ihre Finger, die durch seine Locken geglitten waren, war greifbar, ebenso wie die Wärme ihrer Berührung, die sich von seiner Schulter über seine Brust ausgebreitet hatte. Und dann dieses Küsschen - federleicht, aber mit einer Wucht, die ihn bis ins Mark erschütterte.

Er musste sich zusammenreißen. Die Galerie wartete.

Als er ankam, war kaum jemand da. Ein paar vereinzelte Besucher schlenderten durch die hallenden Räume, betrachteten die antiken Skulpturen und Gemälde, die sich alle einer vergangenen, doch in ihren Formen ewig lebendigen Schönheit widmeten.

Die Luft war erfüllt vom leichten Geruch alten Papiers, von Stein und Ölfarbe. Antonius liebte diesen Ort, und doch fühlte er sich heute entrückt, als gehöre er nicht hierher.

Langsam trug ihn sein Weg vor eines der größten und eindrucksvollsten Gemälde der Galerie. Eine Szene, die er unzählige Male betrachtet hatte, die er kannte - und die ihn heute dennoch stärker als sonst in ihren Bann zog.

Venus und Adonis.

Das Bild zeigte die Göttin der Liebe mit fließenden, goldenen Wellen, ihr Körper von ambrosischer Anmut, ihre Augen voller Sehnsucht auf den jungen Adonis gerichtet. Er saß auf einem Felsen, halb abgewandt, seine Züge waren von jugendlicher Schönheit geprägt. Sie wollte ihn halten, wollte ihn warnen, doch er - sterblich und unwissend um sein Schicksal - zog sich fort, seinem eigenen Verhängnis entgegen.

Antonius hielt inne. Seine Augen folgten den Pinselstrichen, dem sanften Verlauf der Farben, der Art, wie der Maler Venus" Haut lebendig machte. Die Locken... ihr Lächeln... Vera.

Sein Blick verschwamm. Die Linien des Gemäldes bewegten sich, veränderten sich. Er sah sich selbst, nicht mehr in der Galerie, sondern in der Antike, an einem anderen Ort. In einem Wald, zwischen rauschenden Blättern und Sonnenflecken, lief er über weiches Moos.

Und da war sie.

Sie trug ein Gewand, das im Wind flatterte, ihr Haar fiel in wilden Strähnen um ihr Gesicht. Sie sah ihn an, nicht als unnahbare Göttin, sondern als Frau, die ihn auserwählt hatte.

Er spürte ihre Finger an seinem Arm, spürte, wie sie ihn zu sich zog. Ihr Blick war fordernd, brennend, voller Verlangen - doch bevor er sich ihr hingeben konnte, löste sich das Trugbild auf.

Ein Kunde betrat den Ausstellungsraum und riss ihn aus seinem Tagtraum.

Die Wände der Galerie umgaben ihn wieder. Das Gemälde vor ihm war unverändert. Venus" Blick war auf Adonis gerichtet, voller Liebe, voller Schmerz.

Er wusste, dass er sich in einem gefährlichen Spiel befand. So wie Adonis sich nicht von der Jagd abbringen ließ, konnte er sich nicht von dieser brennenden Fantasie lösen.

***

Der Morgen war golden und sanft, als Antonius den letzten Schluck seines Kaffees nahm und sich erhob. Doch bevor er den Tisch verlassen konnte, betrat Vera die Küche. In ihren Händen hielt sie, wie am Vortag, Kamm und Bürste.

"Bleib einen Moment", sagte sie mit leiser Stimme, "alle sollen sehen, welch Adonis Du doch bist."

Hatte sie Adonis gesagt? Ein Schauer durchfuhr seinen Körper, als sie auf ihn zutrat, mit diesem sanften Lächeln, das ihn an das Gemälde in der Galerie erinnerte.

Seine Knie wurden weich. Er setzte sich, und Veras Finger tauchten in sein Haar, und als der Kamm seine Kopfhaut berührte, überrollte ihn eine Welle aus wohliger Erregung.

War es möglich, dass sie ihn heute hingebungsvoller frisierte als am Tag zuvor? Ihre Bewegungen waren langsamer, bedächtiger - beinahe liebevoll. Und ihr Duft, eine Mischung aus Jasmin und Moschus, war intensiver, berauschender. Er nahm ihm fast die Sinne.

Antonius spürte, dass er etwas tun musste, irgendetwas. Er nahm allen Mut zusammen.

"Darf ich...?" Seine Stimme war leise, fast ein Flüstern. "Darf ich mich auch um dein Haar kümmern?"

Vera schwieg einen Moment. Dann nickte sie - nicht nur zustimmend, sondern mit der Anmut einer Göttin, die einem Sterblichen eine Audienz gewährt.

Antonius hielt den Atem an. Vera öffnete bedächtig ihren Morgenmantel und ließ ihn über ihre Schultern gleiten. Ihr Haar, golden und seidig, fiel über ihren makellosen Rücken.

Mit nervösen Fingern nahm Antonius die Bürste und führte sie durch ihre Locken - von den Wurzeln bis in die Spitzen, sanft und umsichtig. Mit jeder Bewegung gewann er an Ruhe und strich gleichmäßig über die gesamte Länge ihres Haares.

Er empfand einen Zauber, dass er nicht umhinkonnte, ihren Körper zu berühren, um die Wärme ihrer Haut zu spüren. Sie war weich und schimmerte im Morgenlicht.

Vera rührte sich nicht. Sie ließ es zu.

Antonius fühlte sich wie im Rausch, gefangen in einer Welt, die nur aus ihrem Haar, ihrer Haut, ihrem Duft bestand. Doch bevor er sich zurückziehen konnte, bevor sein Verstand ihn davon abhalten konnte, glitten seine Finger von ihrer Schulter sanft über die Ansätze ihres Busens, der vom Morgenmantel gerade noch bedeckt war.

Ein kaum merkliches Beben lief durch Veras Körper.

Dann drehte sie langsam den Kopf. Ihre Blicke trafen sich. Sekunden, die sich wie eine halbe Ewigkeit anfühlten. Antonius verlor sich in der Tiefe ihrer blauen Augen, in dem Geheimnis, das sich dort verbarg.

"Vielen Dank", sagte sie leise.

Und dann, mit einer Stimme, die weicher war als jede Berührung: "Deine Hände sind so sanft wie der Tau am Morgen auf den Blättern einer Blüte, die sich öffnet, um dem Tag zu begegnen."

Antonius wusste nicht mehr, wo oben und unten war. Das Blut rauschte in seinen Ohren. Er wollte etwas sagen, wollte diesen Moment festhalten - doch Vera hatte sich bereits erhoben, den Morgenmantel wieder über die Schultern gezogen.

Als sie aus der Küche schritt, war er sich nicht sicher, ob das alles real gewesen war - oder nur ein weiterer Traum, in dem Venus ihn berührte.

Zurück in der Galerie war Antonius noch immer wie benommen. Sein Körper war anwesend, seine Hände verrichteten mechanisch die üblichen Aufgaben - ein Schild gerade rücken, einen Besucher freundlich begrüßen - doch sein Geist war woanders.

Vera hatte ihn vollends in ihren Bann gezogen.

Er sah sie, egal wohin er blickte. In den Skulpturen, in den Gemälden, in den Schattenwürfen der antiken Figuren, die hier aufgereiht standen wie stumme Zeugen einer anderen Zeit.

Die Galerie war Venus mehr als jeder anderen mythologischen Gestalt gewidmet. Ihre Schönheit prägte die Werke, ihre Anmut erfüllte die Räume, ihre Geschichte flüsterte aus jeder Ecke. Antonius musste mehr über sie erfahren.

Er zog sich in das Archiv zurück, einen kleinen, kühlen Raum voller Bücher, Kataloge und Dokumente, die sich mit der Antike befassten. Er blätterte durch kunstvoll illustrierte Bände, las Texte über Venus, sog jede Information auf, die er finden konnte.

Venus war die Göttin der Liebe, und nicht nur der sanften, hingebungsvollen Liebe, sondern auch der leidenschaftlichen und körperlichen. Sie begehrte und wurde begehrt. Männer, Sterbliche wie Götter, verfielen ihr, nicht nur, weil sie schön war, sondern weil sie ein Feuer in sich trug, das niemand unbeachtet lassen konnte.

Venus hatte einen Ehemann - den Schmied der Götter, Vulkan. Ein kräftiger, bärtiger Kerl, der im Schweiß der Arbeit lebte, ein Mann der Hände, nicht der Worte. Doch Venus ließ sich nicht von der Ehe binden. Vulkan hatte zwar die Glut in seinen Schmiedehallen beherrscht, doch nicht jene in Venus' Herz.

Ihr erster Liebhaber war Mars, heißspornig und mutig. Er verkörperte eine draufgängerische Leidenschaft, die Venus unwiderstehlich anzog. Vulkan sah sehr wohl die unverhohlene Hingebung in den Blicken, die sich Mars und Venus zuwarfen, konnte aber darüber hinaus keine Verfehlung seiner Anvertrauten festmachen.

In einem entlegenen Winkel der weitläufigen Götterpaläste, verborgen vor neugierigen Augen, lag ein geheimer Garten, der für seine betörende Schönheit und absolute Abgeschiedenheit bekannt war. Er war umgeben von hohen, dicht bewachsenen Hecken, die wie lebendige Mauern wirkten und jeden Blick fernhielten. Die Wege durch diesen Garten waren mit sanft leuchtenden, weißen Marmorplatten ausgelegt, die im Mondlicht schimmerten.

In der Mitte des Gartens ruhte ein kleiner, klarer Teich, dessen Wasser so unbewegt war, dass er wie ein Spiegel wirkte. Rund herum blühten die schönsten Blumen, deren Düfte die Luft erfüllten: Rosen mit samtigen Blütenblättern in allen Schattierungen von Rot und Rosa, Lilien, die in reinem Weiß strahlten, Jasmin, dessen zarte Blüten ein unwiderstehliches Aroma verströmten und seltene Exemplare, die nur an diesem bezaubernden Ort wuchsen.

Hier, in dieser Oase der Ruhe und Abgeschiedenheit, trafen sich Venus und Mars. Venus liebte ihr Spiegelbild auf dem runden Teich und Mars konnte seine Leidenschaft kaum zügeln, wenn er Venus" selbstverliebte Blicke in ihrem Antlitz ausmachte. Er wusste, sie begehrte als Beweis ihrer Schönheit den vollen Einsatz seiner wilden und ungestümen Manneskraft.

Der Garten war ihr Zufluchtsort, ein Ort, an dem sie ihre Verzückung und Passion ungestört ausleben konnten. Dort tauchten die beiden Liebenden unter dem Firmament der Äste und Zweige, die üppig wucherten, in eine Welt der Wollust hinab, fernab aller Sorgen und Zwietracht.

Vulkan entgingen die regelmäßigen abendlichen Abwesenheiten seiner Venus nicht. Doch es war ein unscheinbarer Hinweis, der ihm die Gewissheit über den Grund ihrer Ausflüge brachte. Eines Tages bemerkte er eine der seltenen Blumen in Venus" Haar, die nur in jenem abgelegenen Garten der Götterpaläste wuchs. Diese Blume, ein Symbol der heimlichen Liebe, war der entscheidende Fingerzeig, dass etwas im Verborgenen geschah.

Eifersucht und Besitzstandsdenken brodelten in ihm auf. Kraft seiner meisterhaft beherrschten Schmiedekünste fertigte er ein nahezu unsichtbares Netz aus feinster Metallfaser, stark genug, um selbst die mächtigsten Götter zu fesseln, und legte es in der Liebeslaube des geheimen Gartens aus, um die Turteltauben dingfest zu machen.

Als die beiden Liebenden am folgenden Abend abermals in einer leidenschaftlichen Umarmung versanken, umschloss sie das Netz zunächst ganz sacht. Venus konnte ihre Arme nicht bewegen, die Ursache konnte sie nicht entdecken, aber ihre Lust steigerte sich, hatte doch Mars alle Freiheit über sie zu verfügen. Sie nahm ihre Beine in die Luft, streckte sie weit auseinander, um Mars tief in ihren Körper gleiten zu lassen. Sie stieß mit den Fersen in seine Lenden und rief im Taumel ihrer ansteigenden Lust: "Mars, nimm mich so fest, wie Du mich noch nie genommen hast."

Angespornt von Venus" Rufen bemühte er alle Reserven, die er aufzubringen vermochte. Venus war ein zartes Wesen, aber im Rausch der Gefühle, da wurde sie zur Löwin und Mars musste zusehen, wie er sie bändigen und zugleich befriedigen konnte. Feste Lendenstöße in ihr Muschelchen erfüllten sie mit Schauern der Lust und Wonne.

Nun spürte auch Mars, wie eines seiner Beine plötzlich an Beweglichkeit verlor, er dachte, es war Venus, die ihren Schenkel über seine Kniekehle gelegt hätte, denn er wusste über die Kräfte, die ihr im Liebesspiel wuchsen, dafür begehrte er sie. Mit letzter Potenz pumpte er im Taumel der Leidenschaft seinen göttlichen Samen tief in ihr himmlisches Döschen. Venus spürte, wie sein reichlich gespendeter Saft übersprudelte, und sie erreichte ebenfalls den Gipfel des Olymps, den Gipfel der Glückseligkeit.

Sie liebte es, wenn Männer, die ihr nicht widerstehen konnten, ihr den Saft des Lebens schenkten. Sie wusste, kein Mann konnte ihr ein Schauspiel darbieten, das Vergießen der Frucht seiner Lenden war immer echt, kein Mann konnte hier etwas vortäuschen. Seine Hingebung war unverfälscht.

Nun konnten sie sich gar nicht mehr regen. Venus kämpfte verzweifelt gegen die unsichtbaren Bänder an: "Irgendetwas hält uns fest, aber ich kann nichts erkennen", rief sie. Jede Bewegung verstärkte den Zug der ehernen Fessel, das Netz zog sich enger um ihre nackten Körper. Sie waren in ihrer Umarmung gefangen. Schweißperlen bildeten sich auf Mars" Stirn, und Venus" Augen spiegelten eine Mischung aus Angst und Verzweiflung wider. Sie konnten das Netz nicht sehen, aber das metallische Klirren der Maschen, die sie hielten, konnten sie hören, und ließ eine Ahnung aufkeimen, die sich in der nächsten Sekunde bewahrheitete.

Vulkan trat hinter einer alten Eiche hervor. Mars bäumte sich auf, aber seine Kräfte waren nutzlos gegen das kunstvolle Gebilde. Vulkan verschränkte die Arme und er rief die anderen Götter zusammen, um Venus und ihren Geliebten zur Schau zu stellen. "Seht her, meine Freunde!", sprach er mit einer Stimme, die vor Schmerz und Triumph bebte. "Die untreue Frau samt unrühmlichem Liebhaber gefangen in einem geschmiedeten Sack!"

Die Götter versammelten sich und betrachteten das Liebespaar in ihrer misslichen Lage. Mars versuchte, sich von Venus zu lösen, wurde allerdings von der Spannung des Netzes stets zurückgeworfen. Ihre nackten Leiber rieben aneinander. Mars" Lanze stand schon wieder halb auf und strich über Venus Muschelchen.

Antonius legte das Buch zur Seite. Sein Atem ging unregelmäßig.

War es nicht merkwürdig? Vera verließ das Haus kaum. Sie, diese Verkörperung von Schönheit und Sinnlichkeit, lebte fast zurückgezogen. War es nur aus häuslicher Treue? Oder hatte Bert sie im Haus gehalten, weil er sie bei einem Seitensprung in flagranti ertappt hatte?

Folgte Vera ihrer Leidenschaft, bis sie von einem Netz gefangen wurde? War Bert ihr Vulkan, der sie in seinem Heim einsperrte, damit sie nie wieder in Versuchung geriet?

***

Die Sonne stand blutrot über dem Horizont. Bert hatte nicht frühmorgens das Haus verlassen, sondern seine Sachen gepackt. Er musste für den Rest der Woche in eine andere Stadt, ein Reparaturauftrag wartete dort auf ihn. Mehrere Tage würde dieser voraussichtlich in Anspruch nehmen.

Bert schnappte seinen Werkzeugkoffer zu und fixierte seinen Neffen. "Ich bin auf Montage", sagte er knapp und legte seine große, schwere Hand auf Antonius' Schulter. "Pass mir auf Vera und das Haus auf."

Antonius schluckte.

"Lass sie nicht raus."

Berts Stimme klang nicht nur wie eine Anweisung - gleichzeitig wie eine Warnung. Sein Blick ruhte auf Vera, deren Gesicht sich nicht rührte, doch ihre Augen waren voller Leben.

"Mach alle Besorgungen für sie. Alles, was sie braucht, bringst du ihr."

Antonius spürte, wie sein Magen sich zusammenzog. Es musste etwas vorgefallen sein, so, wie er es vermutet hatte. Die Geschichten, die ihn im Archiv gefesselt hatten, gewannen eine prickelnde Realität. Aber es war kein Mythos. Es war hier. Jetzt.

Ihr Mann ließ sie kaum aus den Augen - außer, wenn er gezwungen war, sein Heim zu verlassen. Und nun setzte er Antonius, den er selbst ins Haus geholt hatte, an ihre Seite.

Bert nickte ihm zu und zog Vera kurz an sich. "Keine Eskapaden", murmelte er gegen ihr weich fallendes Haar. Dann schritt er zur Tür, sein massiger Körper warf einen Schatten über den Flur. Ein letzter Blick auf Antonius - prüfend, eindringlich -, dann fiel die Tür hinter ihm ins Schloss.

Stille.

Antonius fühlte, wie sich die Spannung in der Luft veränderte.

Er drehte sich langsam zu Vera um.

Sie stand da, einen Moment lang regungslos. Dann hob sie eine Hand, fuhr mit den Fingern durch sein Haar und seufzte leise.

"Es sieht so aus, als wären wir jetzt auf uns allein gestellt."

***

Auf dem Heimweg von der Galerie erledigte Antonius wie geheißen die Einkäufe, dann hielt er am Blumenladen an. Sein Blick fiel sofort auf die Anemonen, die in der Auslage standen - zart, leuchtend, von violett über purpur bis blutrot. Sieben Töpfe nahm er mit, so viele er tragen konnte.

Venus traf Adonis in der Natur, dachte Antonius. Sie liebte Blumen, liebte die Schönheit von Feld und Wald.

Mit Mühe balancierte er die Blumentöpfe nach Hause. Er stellte sie auf den Küchentisch in das letzte Licht der Abendsonne. Vera kam aus dem Flur, sah sie und hielt für einen Moment inne. Dann strahlte sie ihn an.

"Oh Antonius, die sind... wunderschön!" Sie legte eine Hand auf sein Handgelenk, ihre Augen glänzten vor Freude.

Für einen Moment wurde ihm schwindelig.

Und es war nicht nur der holzige, fruchtige Hauch, der von den Anemonen ausging. Vera empfing ihn in einem hauchdünnen Umhang, die Kontur ihres Körpers zeichnete sich gegen das Licht, das sich durch das Küchenfenster legte.

Vera beugte sich nach vorne, um sich dem anregenden Duft der Anemonen zu nähern, dabei glitt der dünne Stoff beiseite. Ihre Brüste, zwei Sommeräpfel im Garten der Hesperiden, präsentierten sich Antonius wie zum Anbeißen.

Sein Atem stockte.

Er zwang sich, die Augen auf ihr liebliches Gesicht zu richten, auf die goldenen Strähnen, die sich über ihre Schultern ergossen.

Doch seine Körperreaktion verriet ihn. Er konnte sie nicht verbergen.

Sie lächelte, bewegte sich langsam auf ihn zu, sodass er den vollen Blick auf sie richten durfte. Ihre Augen funkelten verspielt, wissend, unendlich weiblich.

Dann sagte sie leise, mit dieser Stimme, die ihn an antike Zeiten erinnerte:

"Du brauchst dich nicht zu schämen, wenn du mich anziehend findest, im Gegenteil."

Sein Herz setzte einen Schlag aus.

Vera legte eine Hand auf seine Wange. Ihr Blick wanderte über sein Gesicht, seine Augen, seine Lippen.

"Ich liebe es, wenn Männer mir zugetan sind", fuhr sie fort, "und ich liebe es noch mehr, wenn Du es bist."

Sie zog ihn zu sich und ihre weiche Hüfte berührte die harte Beule in seiner Hose. Sie nahm ihre Hände an seine kräftigen Pobacken und drückte ihn fester an ihre weiblichen Rundungen.

Das Licht des Abends fiel in goldenen Streifen auf die Anemonen und ließ sie aufleuchten, als wollten sie eine Botschaft senden.

"Danke, dass du so hingebungsvoll für mich sorgen magst", hauchte sie an seinem Ohr und deutete auf die Einkäufe, die er ebenfalls auf dem Küchentisch platziert hatte.

Antonius" Körper reagierte noch stärker. Doch Vera lächelte nur und legte eine Hand auf seine ungebändigte Männlichkeit - unverhohlen, spielerisch, verführerisch.

"Komm", sagte sie, "hilf mir, die Anemonen in mein Schlafgemach zu verbringen", und sie drückte ihm vier Töpfe, zwei links, zwei rechts in die Hände.

Antonius folgte ihr den Flur entlang.

Er folgte ihr, wie Adonis einst Venus in den blühenden Hainwäldern. Ihr Gang war bedacht, ihre Hüften schwangen verführerisch, jeder Schritt ein Versprechen.

Im Schlafgemach war das Licht sanfter, dezenter, gefiltert durch die halboffenen Vorhänge. Es fiel über ein großes Bett, dessen Laken straff gespannt waren. Auf dem Nachttisch setzte Antonius die Blümchen ab.

"Weißt du," begann Vera, während sie sich langsam zu ihm umdrehte, "die Anemone ist die Blume des Adonis. Ihr Violett, ihr Purpur, ihr Rot - ist das Blut eines Jünglings, den eine Göttin einst nicht retten konnte."

Mit sanftem Zug löste sie die Spange an ihrem Gewand, und der Stoff glitt lautlos zu Boden.

Antonius sog intensiv die Luft ein.

Im gedämpften Licht des Schlafgemachs stand sie da, makellos, wie die Göttin der Liebe selbst.

Sie trat an ihn heran, so nah, dass er ihren Atem spüren konnte.

Dann umarmte sie ihn, ihre nackte Haut glitt an seiner entlang, warm, lebendig.

Sie griff nach einer der Blüten, hielt sie zwischen zwei Fingern und strich damit über seine entblößte Brust. Die weichen Blütenblätter kitzelten seine Haut, während ihre Augen ihn durchdrangen.

"Doch wir sind füreinander bestimmt, Antonius."

Sie trat nah an ihn heran, so nah, dass er ihren Atem auf seinen Lippen spüren konnte. Ihre Hände wanderten über seine Arme, seinen Brustkorb, erkundeten ihn, als sei er ein Kunstwerk, das sie selbst erschaffen hatte.

"Du bist schöner, als du glaubst, Antonius."

Ihre Stimme war weich, aber bestimmt. Ihre Finger glitten weiter, sanft, aber fordernd bis an die Wurzel seines Geschlechts.

"Du zögerst..." Sie neigte den Kopf leicht zur Seite, musterte ihn mit dem Blick einer Frau, die angehimmelt werden wollte.

"Oder bist Du bereit, Adonis?"

Antonius schluckte. Er wusste nicht, ob es Angst war, oder Ehrfurcht, aber ein brennendes Verlangen sammelte sich in ihm wie ein Sturm über dem Meer.

Vera lächelte, trat einen Schritt zurück und setzte sich aufs Bett. Ihre Haltung war entspannt, doch in ihrem Blick lag eine Aufforderung.

"Befreie dich von allem, was uns stören könnte! Schlechte Gedanken und zu viel Textilien!"

Antonius zögernd. Er musste seine Sinne sortieren. Vera half ihm auf die Sprünge, löste seine Beinkleider und zog ihn sanft zu sich herunter. Sie erkundete seine Hüften, seine Oberschenkel. Seinen steifen Riemen nahm sie in beide Hände und strich mit festem Griff an seinem Schaft auf und ab. Adonis Männlichkeit wuchs, fast schon schmerzten seine Lenden. Die schützende Haut über seiner Lanze hatte sich zurückgezogen und Vera stülpte ihre Lippen über seine empfindlichste Stelle und ließ ihre Zunge darüber gleiten - als wollte sie ihm zeigen, dass sie ihn in jeder Hinsicht begehrte.

"Zeige mir, was Du für mich fühlst", flüsterte sie und küsste ihn auf den Mund und ihre Zungen umwanden sich und Antonius konnte von seiner eigenen Erregung schmecken. Dann wälzten sie sich durch die Laken und er lag auf Vera, die ihre Schenkel um seine Hüften presste und mit einer Hand geschickt seine Lanze in ihr hungriges Döschen bugsierte.

Antonius fühlte noch nie so warm und weich. Er bewegte sich vorsichtig auf seiner Göttin, er küsste ihre Lippen, er drang mit seiner Lanze tiefer in sie ein, er küsste ihren Hals und nahm Druck von seinen Lenden.

Und sie liebten sich zwischen den duftenden Anemonen, in den seidigen Betttüchern, die sich um ihre Körper schlangen. Vera führte ihn, nahm ihn, forderte ihn. Ihre Berührungen waren sanft, dann wieder drängend, sie seufzte seinen Namen.

Es gab keine Distanz mehr zwischen ihnen.

Es war kein schnelles, gieriges Verlangen - es war eine Hingabe, eine Verehrung. Antonius warf alle Zurückhaltung ab, seine Hände fuhren über ihre Brüste, seine Lippen erkundeten jeden Winkel ihres Körpers, so als würde er einen klassischen Tempel erforschen.

Veras Reaktionen waren langsam wie die Wellen des Meeres, die unaufhaltsam gegen den Strand rollten. Sie nahm ihn auf, empfing ihn mit einer Leidenschaft, die ihn den Verstand verlieren ließ.

Seine Zunge war zwischen ihren Beinen, sie spielte mit ihrem hauchfeinen Knöpfchen. Die See wurde stürmischer, Veras Reaktionen wurden heftiger. Antonius ließ nicht ab, er wollte jeden Quadratzentimeter ihres makellosen Körpers erkunden und seine Zunge tanzte um ihre empfindliche Rosette, die ihn an die Anemonen erinnerte, deren Blüten verstreut in ihrem Bette lagen.

Antonius vergaß alles - Onkel Bert, die Galerie, die Welt.

Die Nacht hatte Vera und Antonius in ihren Bann gezogen. Sie hatten nicht gezögert, sich in ihrem Liebesrausch zu verlieren. Ihre Körper fanden einander, fordernd, hemmungslos - als könnten sie sich nie wieder trennen. Sie liebten sie sich immer wieder, lange und intensiv.

Ermattet schliefen sie nebeneinander ein, umschlungen, bis die Sonne hoch am Himmel stand. Veras Haar zerzaust, ihr Lächeln zufrieden, ihr Körper und ihre Seele zutiefst befriedigt.

Nun saßen sie in der Küche, notdürftig bekleidet. Vera, im Nachklang der Leidenschaft, hatte sich auf Antonius' Schoß gesetzt, ihren Kopf an seine Schulter gelehnt. Er führte eine reife, saftige Erdbeere an ihre Lippen, während ihre Finger in seinen blonden Locken spielten.

Die Tür zum Schlafgemach stand offen. Die zerwühlten Laken und das Blütenmeer waren ein stummes Zeugnis dessen, was zuvor geschehen war.

Eine Tür öffnete sich mit einem Knarren. Schwere Schritte hallten im Flur.

Vera sprang auf, ihr durchscheinendes Negligé flatterte um ihren Körper wie ein Hauch von nichts und ließ wenig der nackten Wahrheit verbergen. Ihre Wangen waren gerötet, ihre Lippen leicht geschwollen von den hundert Küssen, die Antonius ihr in seiner Leidenschaft abverlangt hatte.

Antonius blieb sitzen. Jede Flucht war zwecklos.

Bert war viel früher als verabredet nach Hause gekommen und ließ den Blick über die Szene schweifen, seine Miene unbewegt, doch seine Augen blitzten. Dann schaute er Richtung Schlafzimmer. Durchwühlte Decken lagen wie Beweise eines Verbrechens auf der Matratze.

Langsam trat er hinein.

Er berührte die Laken, fuhr mit der Hand über das Kissen, als wollte er die Hitze spüren, die noch immer darin gespeichert war. Er bemerkte ebenso die Blüten, die im Bette verstreut lagen. Er kam zurück in die Küche und erblickte eine der blutroten Anemonen in Antonius" Haar.

Dann holte er aus.

Die Backpfeife traf Antonius mit der Wucht eines Schlossers, der etwas zu richten hatte. Sie ließ sein Gesicht zur Seite schnellen. Er schmeckte Kupfer.

"Dir werde ich lehren, wie man sich benimmt," grollte Bert, seine Stimme dunkel wie Donner.

Vera zuckte zusammen, halb nackt, nur in diesem verwünschten durchscheinenden Tuch, das ihre sündige Blöße mehr offenbarte als verhüllte.

"Du schamloses Flittchen!", wandte er sich Vera zu, "du nichtsnutzige, dauergeile Schlampe! Ich schufte mir den Rücken krumm und du lässt dich von diesem milchgesichtigen Jüngelchen durchvögeln wie eine rollige Katze?! Ich hoffe doch, er hat dich so hart und ausdauernd gefickt, dass deine Sucht nach Seitensprüngen ein für allemal befriedigt ist!"

"Und du weichgewaschenes Lustgör im Körper eines Jünglings!", knöpfte er sich Antonius vor, "was glaubst du eigentlich, wer du bist? Ein Gott aus dem Olymp, ein Adonis, der sich jede Frau nehmen kann? Ein geleckter Schönling, der die Hosen runterlässt und sich für unwiderstehlich hält?! Ich hoffe, das goldgelockte Mädchen hat am Ende auch schön abgespritzt, um ja nichts auszulassen!"

Bert holte erneut aus - und die zweite Ohrfeige ließ ihn beinahe vom Stuhl kippen.

Vera riss die Hände an den Mund, ihre Augen vor Sorge mit Tränen gefüllt. Doch Antonius rührte sich nicht.

Sein Gesicht pochte, sein Herz raste - doch sein Innerstes schrie nicht nach Reue. Er wusste, dass die Freuden, die er erlebt hatte, diese Schmerzen bei weitem überwogen. Ja, er würde es wieder tun.

Bert atmete schwer. Sein Brustkorb hob und senkte sich, während seine Wut sich entlud.

Dann wechselte sein Blick von Vera auf Antonius und zurück.

Und da war es - kaum merklich, doch eindeutig.

Etwas Berechnendes huschte wie ein Schatten über sein Gesicht.

Und er fuhr fort, seine Stimme ruhiger, bedächtiger - fast, als hätte er sich darauf vorbereitet. Er verschränkte die Arme vor seiner Brust.

"Ich ahnte, dass Vera einem Jüngling wie dir nicht lange widerstehen würde." Er machte eine Pause, sein Blick streifte über seine Frau, die nun mit gesenktem Kopf dastand.

"Und ich weiß um ihr übergroßes Bedürfnis, begehrt zu werden und ihren Trieb befriedigt zu bekommen."

Antonius spürte, wie ihm die Kehle trocken wurde.

"Aber," fuhr Bert fort, "einen Skandal wie den letzten, mit einem Armeeoffizier und seinen Fesselungskünsten mit einem Tarnnetz zur Steigerung des Verlangens, und den Ruf der Feuerwehr, die den Gordischen Knoten der beiden heillos verhedderten schließlich zerschlug nicht ohne die Lokalpresse über diesen delikaten Einsatz samt Fotomaterial zu informieren, wollte ich mir ersparen."

"Es ist eine Sache, wenn meine Frau ihre Bestätigung sucht. Aber ich entscheide, wenn ich denn das Haus für längere Zeit verlassen muss, wer sie ihr gibt. Und du... du warst mir von Anfang an dann doch am liebsten für diese exquisite Aufgabe."

Vera atmete hörbar ein.

Antonius wusste nicht, was er sagen sollte.

Bert hatte die Affäre als Notoperation zugelassen. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Kontrolle.

Aber nun war das Spektakel zu Ende.

"Trotzdem," sagte Bert bestimmt, "musst du das Haus verlassen."

Antonius wusste, dass es sinnlos war, zu diskutieren.

Er hatte seine Rolle gespielt. Er hatte Vera gehabt, wie keine andere Frau zuvor und vermutlich wie keine andere Frau danach. Es war einmalig, er war niemals dazu bestimmt gewesen, für immer zu bleiben.

Langsam stand er auf.

Sein Blick streifte Vera ein letztes Mal.

Ihre Lippen bebten, ihre Augen sagten so vieles - Bedauern, Verlangen, vielleicht sogar Liebe.

Aber sie wusste es genauso gut wie er.

Wie in der alten Sage war es nicht vorgesehen, dass Adonis bei Venus blieb.

Er musste gehen.

Er erhob sich, die Wangen brennend von Berts Schlägen - aber mit einer Erinnerung an Vera, die ihn für immer begleiten würde.

Bert trat zur Seite, machte den Weg frei zur Tür.

Antonius nahm einen tiefen Atemzug.

Dann trat er hinaus auf den Bürgersteig und schickte sich an, seinen Weg aufzunehmen in die Galerie, die er viel zu spät erreichen würde, aber das war ihm egal.

Hinter ihm schloss sich die Tür, die ihn für immer von seiner Venus trennen sollte.



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