Feuriges Griechenland / Kapitel - BETA - "Ausbildung" (fm:Ältere Mann/Frau, 13095 Wörter) [12/12] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Mr_Empire | ||
| Veröffentlicht: Jan 04 2026 | Gesehen / Gelesen: 1948 / 1482 [76%] | Bewertung Teil: 9.61 (23 Stimmen) |
| Episode 1 - Der erste Arbeitstag | ||
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mahnt ihn sein Verstand, ruft ihm seine neue Rolle ins Gedächtnis: Er ist jetzt Auszubildender, ein Teil des Hotelbetriebs. Gäste sind Tabu. Pflichtgefühl und Sehnsucht ringen in ihm - jeder Schritt, den sie sich vom Wasser entfernt, verstärkt in Markus das Gefühl, etwas Entscheidendes zu verpassen und zugleich seiner Verantwortung nicht entkommen zu dürfen.
Er kann ihr Gesicht nicht erkennen, doch irgendetwas an ihr berührt ihn tief, als würde sie einen verborgenen Teil in ihm zum Leben erwecken. Ein warmer Strom durchzieht seine Brust, ein Gedanke kommt in ihm auf: Ist sie Gast im Hotel?
Sie tritt aus dem Wasser, geht über den feuchten Sand, wobei das Licht Muster auf ihre Haut malt, und verschwindet schließlich aus seinem Blickfeld. Markus bleibt zurück - nicht nur bewegt, sondern von einem Chaos der Gefühle aufgewühlt. Der Wunsch, ihr zu folgen, brennt in ihm, doch seine neue Rolle hält ihn fest. Es ist, als ob er zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der Verpflichtung zum Neubeginn hin- und hergerissen ist.
Während er regungslos dasteht, spürt Markus, wie dieser eine Augenblick in ihm nachhallt. Am liebsten würde er einfach alles vergessen und der Unbekannten nachlaufen - doch das geht nicht mehr. In einer knappen Stunde beginnt seine Ausbildung, zu der er etwas früher erscheinen will, um sein Sprachproblem etwas abzufedern. Der Gedanke, sie nie wiederzusehen, schmerzt. Gleichzeitig erkennt er, dass genau dieser Moment ihn prägen wird. Irgendwie fühlt er, dass diese Begegnung seine Einstellung zur Ausbildung verändert hat - vielleicht gibt sie ihm die Kraft, die kommenden Herausforderungen mit neuem Mut anzunehmen und seinem Platz in der neuen Welt bewusster entgegenzutreten.
Schweren Herzens löst sich Markus vom Fenster und geht ins Bad. Die kühle Feuchtigkeit des Morgens ist noch immer auf seiner Haut spürbar. Er blickt kurz in den Spiegel, fährt sich mit den Fingern durch das zerzauste Haar - eine alte Angewohnheit, wenn er nervös ist. "Bloß keinen schlechten ersten Eindruck machen", murmelt er leise zu seinem Spiegelbild. Erinnerungen an seinen ersten Schultag in Deutschland blitzen auf: Damals hatte er sein Hemd falsch geknöpft, das Lachen der anderen klingt ihm noch heute in den Ohren.
Er schaufelt sich mehrmals kaltes Wasser ins Gesicht. Das tut gut - lenkt seine Gedanken aber nicht von ihr ab. "Komm, Junge, reiß dich zusammen. Du kennst weder ihren Namen noch ihre Zimmernummer. Zudem ... ist sie jetzt ein absolutes Tabu. Und wird in spätestens ein oder zwei Wochen wieder abreisen. Verbau dir jetzt nicht noch alles", ermahnt er sich selbst. Fast automatisch beginnt er, mit dem Daumen über seine linke Handfläche zu streichen.
Er zieht sich an - schlicht, ordentlich, wie man es ihm gesagt hat: schwarze Hose, weißes Hemd, neutrale Schuhe. Er kontrolliert zweimal, ob das Namensschild richtig sitzt, dann schlüpft er in die Jacke. Er sieht aus wie jemand, der bereit ist. Doch innerlich trägt er noch das Echo jenes Moments mit sich - und weiß, dass dieser Morgen ihn begleiten wird.
"Ich bin wirklich hier. Kein Traum. Kein Rückflugticket. Das ist mein Leben jetzt." Für einen Sekundenbruchteil vermisst er das Geräusch der alten Standuhr im Haus seiner Großeltern, die sonst immer den Morgen eingeläutet hat.
Markus geht langsam den Weg entlang, seine Schritte auf dem Kies knirschen leise. Er spürt, wie sein Hemd sich an den Rücken legt - nicht vom Schweiß, sondern vom leichten Tau, der noch in der Luft hängt. Ein Rasensprenger zischt los, rhythmisch, fast hypnotisch. Er riecht Chlor, vermischt mit Lavendel aus einem Beet am Wegesrand. Als ein älterer Gärtner mit Kappe an ihm vorbeigeht, nickt dieser kurz: "Morgen, junger Mann. Erster Tag?" Markus ringt sich ein Lächeln ab. "Ja, danke. Schönes Wetter heute." Der Gärtner winkt ab, grinst: "Wird schon werden, keine Sorge." Das kurze Gespräch lockert Markus - ein kleines Stück Normalität.
Als er die Lobby betritt, umfängt ihn ein anderer Geruch: polierter Steinboden, ein Hauch von Reinigungsmittel, gemischt mit dem warmen Aroma von Croissants, die irgendwo in der Küche aufgehen. Die Klimaanlage summt leise. Stimmen aus dem Personalbereich - gedämpft, routiniert. Markus' Herz schlägt schneller. Nicht aus Angst, sondern aus Erwartung.
"Ich will das gut machen. Ich will dazugehören. Ich will... nicht auffallen. Nicht gleich." Ein älterer Ausbilder ruft im Vorbeigehen: "Die Neuen sind immer zu früh - das ist ein gutes Zeichen, Markus." Das Namensschild hat also seinen Zweck erfüllt. Markus muss lachen und merkt, wie die Anspannung ein wenig nachlässt.
Er sieht die anderen Jugendlichen, ihre Kleidung sitzt perfekt, ihre Haltung ist locker. "Die kennen das schon. Ich bin der Neue. Der, der zu früh kommt. Der mit dem Sprachproblem." Ein kurzer Moment der Unsicherheit - dann zwingt er sich zu einem Lächeln, wie er es in stressigen Situationen immer tut. Sie nicken ihm zu, betrachten ihn aufmerksam - sie kennen ihn nicht, denn die neuen Auszubildenden beginnen eigentlich erst in einem Monat.
Als die Tür hinter der Rezeption aufgeht, hört Markus das leise Quietschen der Scharniere - plötzlich scheint der Raum enger zu werden. Eine junge Frau, etwa Anfang zwanzig, tritt hindurch. Ihr schulterlanges schwarzes Haar fällt offen über ihre gebräunten Schultern und bewegt sich mit jedem Schritt federnd. Ihre sportlich-schlanke Figur unterstreicht ihre Selbstsicherheit, und Markus bemerkt, dass sie zwar nicht auffallend schön, aber auf ihre Art sehr präsent ist. Die Kleidung verrät sofort: Sie gehört ebenfalls zum Personal.
Doch dann kommt eine zweite Person herein - und Markus spürt, wie sein Herzschlag stockt. "Nicht möglich." schießt es ihm durch den Kopf, während er gegen das aufkeimende Prickeln in seinem Magen ankämpft. Es ist die Frau vom Strand, die, deren Bild sich vorhin in sein Gedächtnis gebrannt hat. Jetzt trägt sie die Arbeitskleidung, ihr Haar noch leicht feucht, als hätte sie es nur schnell trockengewischt. Ein eigenartiges Gefühl von Vertrautheit und Fremdheit zugleich überflutet ihn - sie ist keine Fremde mehr, sondern plötzlich Teil seines neuen Alltags. Markus will den Blick abwenden, doch er kann nicht; irgendetwas an ihrer Ausstrahlung hält ihn fest, als wäre sie ein Magnet.
Beide Frauen stellen sich vor die Rezeption, hinter der ein dezentes Summen von Computern und das leise Klicken einer Tastatur zu hören sind. Markus versucht krampfhaft, seine Nervosität zu verbergen; sein Herz schlägt schneller und ein leichter Schweißfilm bildet sich auf seiner Stirn, während er unbewusst an seinem Namensschild nestelt. Gedanken rasen durch seinen Kopf - er spürt, wie sein Magen sich zusammenzieht und seine Hände zittern, obwohl er sie ruhig halten will. In diesem Moment wünscht er sich, er könnte einfach unbemerkt verschwinden, doch die Blicke der beiden Frauen holen ihn zurück in die Realität.
"Guten Morgen. Ich bin, wie die meisten wissen, Kassandra Georgiou und habe die Auszubildenden hier im Haus unter meiner Aufsicht. Ich kümmere mich darum, dass der Einstieg für euch möglichst reibungslos verläuft, wie irgend möglich", sagt sie mit einem aufmunternden Lächeln und einem kurzen Blick rundum, bei dem einige der Anwesenden zustimmend nicken oder Markus freundlich zulächeln. Ihre Stimme ist warm und einladend, und man spürt, dass sie ihre Rolle mit Herz ausfüllt. "Also - wenn ihr Fragen habt oder irgendwo nicht weiterkommt, gebt mir einfach Bescheid. Und gebt Markus ruhig eine helfende Hand, wenn er mal nicht weiterweiß - wir waren alle mal neu hier."
Kassandra wendet sich dann direkt an Markus, der sich verlegen am Ärmel seines Hemdes zupft und den Blick kurz senkt, bevor er schüchtern lächelt. "Du musst Markus Dreyer sein. Es freut mich, dich kennenzulernen." Ihr Lächeln ist ehrlich und vermittelt ihm das Gefühl, willkommen zu sein, während im Hintergrund ein leises Murmeln der Zustimmung aus der Gruppe zu hören ist.
Markus hört die Worte, doch sein Blick ist wie festgefroren bei Kassandra. Seine Finger tasten nervös an seinem Namensschild herum, als suchten sie Halt, während sein Herz immer schneller schlägt. Er wagt es kaum zu atmen, so sehr spürt er die Nähe der jungen Frau, deren Bild sich bereits am Strand in sein Gedächtnis gebrannt hat - der Moment, als sie aus dem Meer stieg, das Wasser auf der Haut glitzerte und sie ihm ein Lächeln schenkte, das er nicht deuten konnte. Eine leise Hoffnung breitet sich in ihm aus, auch wenn sie sich mit der alten Unsicherheit mischt.
Für einen Moment wünscht er sich, einfach unsichtbar zu werden - als könnte jeder im Raum sehen, was in ihm vorgeht. Sein Blick wandert immer wieder zu Kassandra, bleibt an einer kleinen Haarsträhne hängen, die ihr ins Gesicht gefallen ist, und er fragt sich, ob sie wohl merkt, wie sehr sie ihn aus dem Konzept bringt.
Seine Gedanken wirbeln durcheinander: Sie ist kein Gast. Sie ist... eine Kollegin. Eine Vorgesetzte sogar. Und dennoch... darf ich mich überhaupt für sie interessieren? Darf ich hoffen, dass da mehr ist? Die Fragen überschlagen sich in seinem Kopf, während seine Hände unruhig an den Manschetten seines Hemdes nesteln. Die Unsicherheit und die leise Sehnsucht ringen miteinander, und für einen Moment weiß Markus nicht, welcher Seite er nachgeben soll.
Kassandra richtet sich wieder an die Gruppe und lächelt in die Runde: "Das ist Cassiopeia - ohne sie würde hier vieles nicht so rund laufen. Eigentlich ist sie meine rechte Hand. Sie kennt hier wirklich jeden Winkel und weiß genau, wie man ein Zimmer blitzsauber bekommt und worauf wir besonders achten müssen. Deshalb habe ich mir gedacht: Wer könnte dich besser einarbeiten, Markus?"
"Hallo Markus, schön, dass du da bist", begrüßt Cassiopeia ihn herzlich und geht einen Schritt auf ihn zu. Ihre Stimme klingt offen und aufrichtig, während sie ihm ein freundliches Lächeln schenkt. "Meld dich einfach jederzeit - egal, worum es geht, wir kriegen das schon gemeinsam hin. Lieber einmal zu viel gefragt als zu wenig, das ist hier so eine Art Grundregel." Sie zwinkert ihm verschwörerisch zu, als wollte sie ihm ein kleines Stück Sicherheit mitgeben, und ihre Worte wirken alles andere als aufgesetzt. In ihrer Aufmerksamkeit steckt eine wohltuende Selbstverständlichkeit, die Markus sofort spürt und die ihn für einen Moment seine Unsicherheit vergessen lässt.
Markus spürt, wie die Anspannung in seinen Schultern nachlässt und er zum ersten Mal seit seiner Ankunft ein wenig Zuversicht empfindet. Die freundliche Art der beiden Frauen gab ihm das Gefühl, nicht ganz so fehl am Platz zu sein. Ein leises Lächeln huscht über sein Gesicht, als er den warmen Tonfall der Frauen hört. Kurz darauf beugt sich Cassiopeia ein Stück vor und legte ihm beruhigend die Hand auf den Arm, während sie ihm zuflüsterte: "Keine Sorge, das wird schon - wir helfen dir." Dieser kleine Moment der Nähe wirkt wie ein Anker und lässt Markus für einen Augenblick seine Unsicherheit vergessen.
Kassandra teilt den anderen Auszubildenden ebenfalls ihre Bereiche zu. Markus fühlt sich im Mittelpunkt, als ihr Blick in seine Richtung wandert - plötzlich ist ihm, als würde ein Scheinwerfer auf ihn gerichtet sein. Sein Herz pocht spürbar schneller, ein leichter Schweißfilm legt sich auf seine Handflächen und er muss sich zwingen, die Hände ruhig zu halten. "Gut, gibt es noch irgendwelche Fragen?" fragt Kassandra, und ihre Erwartung richtet sich spürbar auf Markus. Für einen Moment überlegt er, einen lockeren Spruch zu machen oder gar zu fragen, ob sie einen Freund hat - doch sofort schimpft er innerlich mit sich: "Reiß dich zusammen. Bloß nichts Dummes sagen. Bloß nicht auffallen." Unbewusst fährt er sich mit der Hand über den Nacken, sein Blick huscht kurz zu Boden, während die Unsicherheit seine Kehle zuschnürt und seine Stimme fast auf halbem Weg stecken bleibt. Schließlich bringt er nur ein schlichtes "Nein" heraus - sachlich, vielleicht ein wenig zu ernst, und er spürt, wie sein Gesicht dabei leicht heiß wird.
Kassandra lächelt, dieses Mal nicht wie eine strenge Vorgesetzte, sondern mit echter Zugewandtheit - als könne sie seine Nervosität spüren und ihm etwas von ihrer Ruhe leihen. Markus merkt, wie sich ein innerer Knoten langsam löst. Nicht die Aufregung, die bleibt. Aber die Angst, völlig fehl am Platz zu sein, wird leiser.
Auch in der Gruppe verändert sich die Stimmung spürbar: Ein leises, erleichtertes Lachen geht durch die Reihen, als Kassandra die Gruppe mit einem Augenzwinkern verabschiedet. Einige der Auszubildenden nicken Markus ermutigend zu oder tauschen untereinander kurze, aufmunternde Blicke aus. Ein Mädchen in der zweiten Reihe klatscht sogar leise in die Hände, während ein anderer Junge mit einem scheuen Grinsen seine Mappe noch einmal zurechtrückt. Die Nervosität ist nicht nur bei Markus zu spüren, sondern auch bei den anderen - und doch verbindet sie dieser Moment.
Mit ihrer Stimme, die wie ein Startschuss klingt, ruft Kassandra: "Auf, auf, kleine Zimmerengel - zeigt, was ihr könnt!" Nun löst sich die Gruppe langsam auf, aber einige bleiben noch stehen, um Markus freundlich zuzuwinken oder ihm ein paar aufmunternde Worte mitzugeben. Das Gemeinschaftsgefühl wächst, und Markus spürt, dass er nicht allein ist.
Als Cassiopeia vor ihm hergeht, nimmt Markus das leise, gleichmäßige Klacken ihrer Schuhe auf dem Fliesenboden wahr - jeder Schritt scheint einen eigenen Takt zu schlagen, der in der kühlen, fast klaren Luft widerhallt. Ein feiner Zitronenduft schwebt über dem Putzmittel, der sich mit dem warmen Geruch frischer Wäsche mischt. An manchen Stellen spürt Markus einen leichten Luftzug, der ihm über die Unterarme streicht und eine angenehme Gänsehaut hinterlässt. Das Licht fällt durch die Fenster und wirft geometrische Muster auf die Fliesen, als würde selbst der Boden auf den nächsten Schritt warten.
"Sie bewegt sich, als gehöre ihr der gesamte Flur", denkt Markus, "so sicher, so selbstverständlich." Er fühlt sich dagegen wie jemand, der zum ersten Mal auf einer Bühne steht, darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, während sich Unsicherheit und Neugierde in ihm abwechseln. Mehrmals ertappt er sich, wie sein Blick an Cassiopeias schwingenden Bewegungen hängenbleibt - nicht aus plumper Absicht, sondern weil ihre Selbstverständlichkeit fast ansteckend wirkt. Dennoch schämt er sich kurz, als könnte sie seine Blicke spüren.
Sie erreichen schließlich die ihnen zugeteilte Etage. Markus bemerkt, wie die Temperatur hier etwas angenehmer ist - weniger zugig, die Luft beinahe weich auf der Haut. Im Vorratsraum, in dem die kleinen Putzwägelchen und Reinigungsmittel lagern, mischen sich der Geruch von Kunststoff, Metall und ein Hauch von Lavendel - vermutlich vom Bodenreiniger. Das Licht ist hier kühler, es spiegelt sich an den Metallkanten der Regale und lässt den Raum sachlich, fast klinisch erscheinen.
"Gut, Markus, das hier ist dein Schlüssel. Damit kannst du den Vorratsraum öffnen", erklärt sie mit ruhiger Stimme und reicht ihm einen kleinen Chip samt Ausziehband. Ihre Finger streifen dabei flüchtig seine Hand, und sie lächelt aufmunternd, während sie mit einer geschmeidigen Bewegung einen Schritt zur Seite macht. "Sehr praktisch - kannst du direkt am Gürtel festmachen."
Markus nimmt den Chip entgegen. Seine Hände zittern leicht, als er den Karabinerhaken an seiner Gürtelschlaufe befestigt, und er merkt, wie seine Finger kurz aneinanderstoßen. Er spürt ein unangenehmes Kribbeln im Magen, während er sich bemüht, ruhig zu wirken. In seinem Kopf rauscht es: "Nicht blamieren. Einfach machen, als hättest du das schon hundertmal getan." Cassiopeia beobachtet ihn dabei mit einem prüfenden - aber keineswegs strengen - Blick. Ihr Blick wandert für einen Moment zu seinem Gesicht, und in ihren Augen blitzt so etwas wie Anerkennung auf, als würde sie sehen, dass er wirklich dazugehören möchte.
Sie verlassen den Vorratsraum, und wieder beobachtet Cassiopeia ihn. Sie sieht, wie er die Tür nicht nur schließt, sondern auch noch einmal prüft, ob sie wirklich verschlossen ist. Markus merkt, wie die kleinen Routinen ihm ein Gefühl von Sicherheit geben - dennoch dringt ein leiser Zweifel in seine Gedanken. Was, wenn er doch etwas vergisst? Sein Blick huscht zu Cassiopeia, die diese Geste mit einem anerkennenden Nicken quittiert.
"Und wenn ich später noch mal rein muss - muss ich den Chip einfach wieder davorhalten?", fragt Markus, und obwohl seine Stimme ruhig klingt, spürt er, wie eine unterschwellige Unsicherheit in ihm mitschwingt. Er möchte nichts falsch machen, nicht auffallen - und doch auch zeigen, dass er aufmerksam ist.
"Sehr gut aufgepasst, Markus. Gefällt mir. Zeigt mir, dass du es richtig machen willst. Gut, dann lass uns zum ersten Zimmer gehen." Cassiopeia lächelt bei ihren Worten, aber ihre Augen ruhen aufmerksam auf ihm - nicht misstrauisch, eher wohlwollend, aber forschend. Sie wirkt wie jemand, der wissen möchte, ob Markus tatsächlich zu diesem neuen Alltag gehören will.
Beim ersten Zimmer mit dem "Bitte nicht stören"-Schild bleibt Markus stehen. Der Flur ist still, nur ein leises Summen der Klimaanlage legt sich über den Raum; Für einen Moment beobachtet Markus, wie das Licht der Morgensonne Muster auf den Teppich vor der Tür malt. Er nimmt die Atmosphäre auf, versucht, sich in der Stille zu verankern, doch seine Gedanken kreisen um die richtige Vorgehensweise.
Vor der Zimmertür bleibt Cassiopeia stehen und schaut ihn an. Ihre Hand ruht locker am Türgriff, aber ihre Haltung ist aufmerksam.
"Hier dürfen wir nicht rein. Der Gast hat das durch den Türanhänger 'Bitte nicht stören' ausdrücklich klargemacht", sagt sie mit eindringlichem Ton. Während Cassiopeia spricht, wandert ihr Blick aufmerksam zu Markus; für einen Moment scheint sie zu überlegen, bevor sie ihre Worte mit einer leichten Kopfneigung unterstreicht. Ihre Augen prüfen sein Gesicht, als wolle sie festhalten, ob er die Wichtigkeit wirklich erfasst. Markus steht einen Schritt von der Tür entfernt, im Flur riecht es nach frischer Wäsche, das gedämpfte Licht lässt die Tür wie eine Grenze erscheinen. Unbewusst ballt er die Hände kurz zur Faust, lockert sie dann wieder, als würde er sich selbst beruhigen.
"Generell nicht - oder erst später?" hakt Markus sofort nach. Obwohl seine Stimme fest klingt, tobt in ihm ein Wirbel aus Unsicherheit und dem Drang, alles richtig zu machen. Cassiopeia bemerkt seine Anspannung, zögert einen Moment, bevor sie ihm mit einem kurzen, bestätigenden Nicken antwortet. Ihr Blick bleibt dabei für einen Augenblick länger an seinen Händen hängen, bevor sie sich wieder ganz Markus zuwendet.
"Gute Frage. Solange das Schild hängt, ist uns der Zutritt absolut untersagt. Und sollte es den ganzen Tag über hängen bleiben - oder solange, wie Kassandras Zimmerengel unterwegs sind - dann bleibt das Zimmer heute unberührt." Sie muss ein wenig lachen, zieht dabei die Schultern leicht hoch und ihr Blick wird für einen Moment weicher. Für einen Augenblick wirkt sie fast kumpelhaft, als wolle sie Markus durch diese kleine Geste die Unsicherheit nehmen.
Markus atmet leise aus. Ein Teil der Anspannung fällt von ihm ab, doch ein sorgsamer Rest bleibt. Gut, also einfach nichts überstürzen. Immer aufmerksam bleiben, bloß keinen Fehler machen, denkt er. Trotzdem spürt er, wie das spontane Lachen und die lockere Körpersprache seiner Kollegin etwas in ihm lösen. Sie nimmt es mit Humor. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm, wenn ich mal etwas nachfrage. Hauptsache, ich mache nichts Unüberlegtes, geht es ihm durch den Kopf. Seine Vorsicht bleibt präsent, aber die Szene fühlt sich für ihn ein wenig heller und leichter an. "Okay, ich verstehe", sagt er schließlich - beinahe ein Hauch von Zuversicht in der Stimme.
Cassiopeia hielt mitten im Schritt inne, drehte sich halb zu Markus und hob den Zeigefinger — ein fast schon gewohnter Reflex, als wolle sie ein unsichtbares Ausrufezeichen setzen. "Bevor du ein Zimmer betrittst, Markus, immer - wirklich immer - erst anklopfen." Ihre Stimme bekam diesen Tonfall, ruhig, aber mit Nachdruck. "Kein Schild bedeutet nicht automatisch: freie Bahn. Die Gäste..." Sie zögert, schob eine los Strähne hinter ihr Ohr, "...die Gäste könnten trotzdem drinnen sein. Und glaub mir, du willst niemandem begegnen, der gerade... nun ja, sagen wir, in einer ihrer persönlichen Momente ist." Sie wirft ihm einen vielsagenden Blick zu.
Markus spürte, wie sein Magen für einen Moment einen Purzelbaum schlug. Er presste den Chip in seiner Faust und zwang sich, nicht an die Szene von heute Morgen zu denken. "Ja, klar. Logisch." Er räusperte sich, seine Stimme klingt einen Hauch zu leise, fast verschwörerisch. "Ich meine, niemand steht gern plötzlich in Boxershorts vor der halben Welt, oder?" Ein schiefer, unsicherer Grinser huscht über sein Gesicht. Er bemerkt, wie Cassiopeia die Stirn leicht runzelte, so als wollte sie prüfen, ob er sich über die Sache hinwegzusetzen versuchte.
Cassiopeia deutet mit dem Kopf auf die Tür und zieht dabei leicht eine Augenbraue hoch, wie sie es immer tut, wenn sie einen Punkt betonen will. "Und Markus - was gibt's da jetzt schon wieder zu grinsen?" Ein Anflug von Strenge schwingt in ihrer Stimme mit, doch ihre Mundwinkel zucken sachte, als könne sie sich ein Schmunzeln kaum verkneifen.
Markus zuckt mit den Schultern, nestelt an seiner Gürtelschlaufe. "Ach, weißt du... manchmal..." Er stockt, sein Blick weicht zur Seite, und es schiebt sich eine Erinnerung zwischen die Worte, die er aussprechen wollte. Das Bild von einer Gestalt am frühen Morgen, das Meer im Hintergrund, der Wind, der dunkle Haare - Kassandra, Kassandra - fast hätte er den Namen ausgesprochen. "...also, theoretisch, vielleicht, will ja jemand gesehen werden", murmelt er schließlich, den Rest der Wahrheit hinter einem nervösen Lachen versteckend.
Cassiopeia schnalzt mit der Zunge, und ihr prüfender Blick trift ihn wie ein sanfter Stich. "Tja, solche Momente gibt's bei uns im Haus nicht, Freundchen. Die Familie Georgiou — du weißt Bescheid — die versteht da keinen Spaß. Gäste sind wie Hochsicherheitstrakt. Fass dir das hinter die Ohren, ja?" Während sie spricht, klopft sie ihm beinahe wie zur Bestätigung ganz leicht auf den Unterarm. Markus spürt die Wärme ihrer Hand, den Nachhall in seiner Haut.
Er nickt, das Lächeln weich. Ein Schatten huscht über sein Gesicht, als würde für einen Moment etwas Unausgesprochenes zwischen ihnen stehen. "Ich weiß, Cassiopeia. Es ist nur... heute Morgen..." Er hielt inne, sein Atem stockt, und für einen Hauch einer Sekunde standen die Worte wieder auf der Schwelle. Kassandra, wie du barfuß am Ufer standest, das Wasser bis zu den Knöcheln - Doch er beißt sich auf die Lippe, zwingt sich, nicht weiterzureden. "...als ich jemanden... na ja, aus dem Meer kommen sah. War... irgendwie komisch. Hab wohl zu lange hingeschaut."
Cassiopeia erwidert nichts, aber ein winziges Lächeln, kaum wahrnehmbar, erscheint in ihren Augenwinkeln. Sie lässt ihn nicht aus den Augen, als wolle sie herausfinden, was Markus wirklich beschäftigt. Für einen Augenblick ist die Stille zwischen ihnen wie ein feiner Faden gespannt - voller Andeutungen und unausgesprochener Gedanken. Markus spürt, dass er sich mehr verraten hatte, als ihm lieb war. Doch gleichzeitig fühlt er sich - trotz aller Unsicherheit - verstanden.
Cassiopeia hebt die Hand, klopft ein paar Mal leicht an die Tür und ruft zusätzlich "Zimmerservice". Ihre Stimme klingt klar im leisen Flur. Da sich niemand meldet, hält sie ihren Chip ans Türschloss - mit einem leisen Summen öffnet sich die Tür. Sie wirft Markus einen kurzen, bestätigenden Blick zu, als wolle sie ihm stumm signalisieren, dass er alles richtig gemacht hat.
Ein Anflug von Erleichterung durchströmt Markus, als er merkt, dass Cassiopeia sein Versehen offenbar nicht bemerkt hat. Trotzdem bleibt eine leichte Nervosität zurück - was, wenn er sich noch einmal verrät? Während sie gemeinsam das Zimmer betreten, nimmt Markus einen anderen Duft wahr: benutzte Bettwäsche, ein Hauch von Parfüm, vielleicht Vanille. Die Vorhänge sind halb geöffnet, das Licht fällt weich auf das Bett, und auf dem Teppich tanzen goldene Muster der Nachmittagssonne. Markus spürt, wie seine Anspannung langsam nachlässt. Er atmet tief durch, schaut kurz zu Cassiopeia - sie nickt ihm aufmunternd zu - und denkt sich: "Ich kann das. Ich will das. Ich muss nur zuhören."
"Gut, wir fangen mit dem Bett an. Normalerweise beziehen wir es jeden zweiten Tag neu. Nur wenn es wirklich nötig ist, wechseln wir den Bezug schon am nächsten Tag", erklärt Cassiopeia und zieht die Decke weit zurück. Während sie spricht, schiebt sie beiläufig eine lose Haarsträhne hinter ihr Ohr und wirft Markus einen prüfenden Seitenblick zu. Markus spürt, wie der schwache Duft einmal benutzter Bettwäsche in seine Nase steigt; im Hintergrund dringt das leise Klappern von Geschirr aus der fernen Küche durch die Tür, und ein warmer Lichtstreifen fällt über das Kopfende auf die weißen Laken.
"Schau mal, als Erstes glätten wir das Laken, damit alles frisch aussieht. Der Gast soll nicht das Gefühl haben, in ein benutztes Bett zu steigen - ein frisches Bett sorgt direkt für einen guten ersten Eindruck."
Sie zeigt Markus mit routinierten Bewegungen, wie das Laken an den Seiten unter die Matratze geschoben und oben sorgfältig glattgestrichen wird. Dabei spürt Markus das kühle, leicht gespannte Laken unter seinen Fingern, fast wie eine dünne, glatte Haut. Er beobachtet Cassiopeias Griff und ahmt jeden Handgriff so konzentriert wie möglich nach, während ihre Finger leise auf den Matratzenrand tippen und sie ihn mit einem halben Blick prüfend beobachtet.
"Du machst das richtig gut. Sicher wirst du dich noch verbessern, aber für dein erstes Mal..." Diesmal kann sie sich ein schelmisches Grinsen nicht verkneifen.
"Ups - habe ich dich etwa gerade entjungfert?" zwinkert sie ihm zu. Markus ist im ersten Moment kurz irritiert, dann erkennt er den Humor in ihren Worten und fühlt sich prompt ein Stück willkommener. Ein nervöses, aber aufrichtiges Lachen entfährt ihm, während er sich verlegen am Kopf kratzt. Für einen Moment fühlt Markus sich ertappt, doch das warme Lächeln nimmt ihm die Unsicherheit. Er spürt, wie die Anspannung langsam von ihm abfällt und ein leiser Funken Zuversicht in ihm aufsteigt.
Ein kurzes Schweigen entsteht, in dem Cassiopeia ihn aufmerksam beobachtet. Für einen Moment treffen sich ihre Blicke, dann kehren beide mit neuem Schwung zu ihrer Aufgabe zurück. Die Atmosphäre ist nun spürbar gelöster - fast wie ein Sonnenstrahl, der durch die Wolken bricht.
"Sie spielt. Aber sie weiß genau, wo die Grenze ist."
"Ich glaube, es gibt schlechtere erste Male", erwidert Markus mit einem breiten Grinsen, seine Augen blitzen amüsiert. Für einen Moment liegt spürbare Wärme in seinem Ton, fast so, als traue er sich, ein bisschen mehr von sich zu zeigen.
Cassiopeia wirft ihm einen prüfenden Blick zu, der Schalk in ihren Augen wird von einem kurzen Innehalten abgelöst. "Hm, er ist nicht auf den Mund gefallen", denkt sie laut und ihr Mundwinkel zuckt, während sie sich unwillkürlich dabei ertappt, das Spiel zu genießen. "Ja, da könntest du recht haben." Sie spürt ein leichtes Kribbeln, das ihr durch den Bauch fährt, zwingt sich jedoch zur Professionalität. "Aber lassen wir das - wir sind hier, um zu arbeiten, nicht um zu flirten." Ihre Stimme ist dabei einen Hauch leiser als zuvor, und ein Rest eines Lächelns bleibt auf ihren Lippen zurück.
"Ganz wie du meinst, Cassiopeia. Du bist die Herrin... Chefin, meinte ich natürlich", sagt Markus mit einem schelmischen Grinsen und zwinkert dabei, während sie gemeinsam die Oberdecke aufziehen und sorgfältig glattstreichen. Cassiopeia schüttelt leicht den Kopf, spielt aber mit: "Na, wenn das so ist, dann hör gut zu, Azubi - beim Zimmerservice gibt's keine halben Sachen."
"Gut - Bett: null, Zimmerservice: eins", kommentiert sie das Ergebnis und lässt einen kleinen, zufriedenen Laut hören, während sie sich entspannt zurücklehnt und ein Lächeln über ihr Gesicht huscht. Für einen Moment genießt sie ihren kleinen Sieg, spürt die Zufriedenheit in sich aufsteigen - fast so, als hätte sie ein geheimes Punktesystem für sich selbst eingeführt.
Dann zeigt Cassiopeia ihm, wo alles hingehört. Sie tippt auf den kleinen Notizblock mit Kugelschreiber, der akkurat auf dem Schreibtisch ausgerichtet wird. "Immer parallel zur Kante, sonst stört's die Ordnungsliebhaber unter den Gästen", sagt sie augenzwinkernd. Markus nickt und murmelt: "Ordnung muss sein, sonst rebellieren die Bleistifte."
Bei der Minibar prüft Cassiopeia jeden Flaschenverschluss und schwenkt eine kleine Flasche Orangensaft. "Hier zählt Genauigkeit. Fehlende Fläschchen merken die Gäste sofort. Und falls du dich fragst - nein, wir dürfen nichts probieren, auch wenn es noch so verlockend riecht." Markus hebt abwehrend die Hände: "Versprochen, ich bleibe standhaft!"
Dann gehen sie zu den Pflanzen am Fenster. Der Duft von frischem Basilikum und einer blühenden Jasminpflanze liegt in der Luft. Cassiopeia streicht behutsam über ein Blatt. "Da legt die Familie Georgiou großen Wert drauf. Keine unechten Pflanzen in den Zimmern. Sicher, das wäre pflegeleichter - aber sie wollen echte, duftende Pflanzen. Basilikum für Frische, Jasmin für ein bisschen Eleganz - und manchmal steht hier auch Lavendel, damit es abends noch angenehmer riecht."
Markus schnuppert neugierig und grinst: "Das riecht wirklich besser als jeder Raumspray. Ich weiß jetzt schon, warum die Gäste gern wiederkommen." Cassiopeia erwidert mit einem leisen Lachen: "Na, dann pass gut auf - vielleicht wirst du ja auch mal Pflanzenspezialist."
"Gut, dann sauge ich jetzt schnell durch und du machst das Bad. Keine Sorge - ich schau es mir danach an und korrigiere es gegebenenfalls mit dir zusammen. Ich möchte nur sehen, wie weit du allein kommst", sagt sie ruhig und nimmt sich den Staubsauger. Während sie spricht, spürt Markus einen leichten Druck - er will beweisen, dass er die Aufgabe meistern kann. Ein kurzer Blick von Cassiopeia bleibt an ihm hängen, aufmunternd und prüfend zugleich, bevor sie sich abwendet.
Markus greift zu einem Reinigungsmittel aus dem Wagen und geht ins Bad. Im Bad empfängt ihn der frische, scharfe Mentholduft, der sich kühl in der Luft hält. Das Wasser tropft leise aus dem Hahn, jeder Ton verstärkt die Stille. Der Boden fühlt sich unter seinen Schuhen nicht nur kühl, sondern fast ein wenig glatt an. Das Licht fällt durch das kleine Fenster auf die Fliesen und wirft helle Muster an die Wand - für einen Moment blinzelt Markus, als sich das Sonnenlicht auf den Armaturen spiegelt. Er bemerkt, wie sein Herz schneller schlägt, während er das Reinigungsmittel aufträgt. Kurz fragt er sich, ob Cassiopeia durch die angelehnte Tür einen prüfenden Blick auf ihn wirft, und er richtet sich noch ein wenig gerader auf. Er möchte sich keine Blöße geben, will zeigen, dass er es kann - doch gleichzeitig ist da ein kleiner Zweifel, ob sie mit seiner Arbeit zufrieden sein wird.
Nach ein paar Minuten kommt Cassiopeia am Servicewagen vorbei - ihr Blick bleibt an der fehlenden Flasche hängen, die Stirn legt sich in Falten.
"Moment - wo ist die Flasche?"
Mit schnellen Schritten und gerunzelter Stirn eilt sie ins Bad, ihre Hände ballen sich leicht zu Fäusten. Dort sieht sie Markus, der mit konzentriertem Gesichtsausdruck die Badewanne säubert.
"Halt, Markus!" ruft sie, ihre Stimme ein wenig schärfer als sonst. Sofort dreht er sich erschrocken zu ihr um. Für einen Moment spürt Markus einen Anflug von Unsicherheit, sein Herz schlägt schneller, als er ihren Blick bemerkt.
"Bin ich so schlecht?" fragt er sofort, bemüht, seine Nervosität zu überspielen.
"Nein, bist du nicht. Eher unwissend. Das Mittel, das du gerade benutzt, ist nicht für die Wanne, sondern für die Schüssel gedacht", sagt sie und deutet mit leicht erhobener Augenbraue auf die Toilette.
"Oh, entschuldige bitte", erwidert er und macht sich daran, die Schüssel zu reinigen.
"Alles gut, Markus. Dafür bin ich ja da." Als Cassiopeia ihn korrigiert, ist ihr Ton nicht genervt - sondern sachlich und ruhig. Markus spürt einen Moment lang Erleichterung. In Cassiopeias Haltung erkennt er, dass es nicht um Perfektion geht, sondern darum, die Dinge richtig zu machen und aus Fehlern zu lernen. Sie gibt ihm Sicherheit, ohne ihn unter Druck zu setzen.
Die Sonne hat sich weiter vorgearbeitet, und durch die Fenster fällt goldenes Licht auf die Fliesen. Die Luft im Flur ist wärmer geworden, als sie am Ende gemeinsam das Zimmer verlassen. Markus spürt die Müdigkeit in den Beinen - aber auch eine tiefe, ungewohnte Zufriedenheit.
Während er in den Flur hinaustritt, denkt er zurück an den Moment im Bad: Wie Cassiopeia ihn ruhig und sachlich auf seinen Fehler hingewiesen hat, ohne Vorwurf. Da wurde ihm klar, wie viel Geduld und Verständnis manchmal in kleinen Gesten steckt. Er merkt, dass Fehler gemacht werden dürfen - und dass es viel wichtiger ist, aus ihnen zu lernen, anstatt alles perfekt machen zu wollen.
"Ich habe heute etwas gelernt", durchfährt es ihn. "Nicht nur über Betten und Bäder. Sondern darüber, wie viel man über sich selbst und den Umgang mit anderen erfahren kann, wenn man offen bleibt und sich nicht von kleinen Rückschlägen entmutigen lässt."
Das Restaurant badet im goldenen Schein der Deckenlampen, die weiche, kreisförmige Lichtinseln auf die weiß gedeckten Tische zeichnen. Draußen zieht die untergehende Sonne feine Orangetöne über die Hügel, ihr letzter Glanz spiegelt sich in den Gläsern und lässt das Besteck aufblitzen. Der Duft nach gegrilltem Fisch, Rosmarin und einem Hauch frischer Zitrone legt sich wie ein unsichtbarer Schleier in die Luft, gemischt mit dem süßen Vanillearoma von der Dessertstation. Im Hintergrund verschmelzen das rhythmische Klirren von Besteck, gedämpfte Gespräche und das leise Fauchen der Espressomaschine zu einer Melodie, die alles zusammenhält.
Sofia lässt sich mit bedächtiger Eleganz auf dem gepolsterten Stuhl nieder, das Weinglas in der Hand. Sie dreht es leicht, beobachtet, wie das Licht sich in der rubinroten Flüssigkeit bricht, und inhaliert dabei den fruchtigen Duft, der sich mit dem warm-holzigen Parfüm auf ihrer Haut mischt. Sie liebt diese Momente: das vibrierende Leben um sie herum, der dezente Luxus von Stoff und Porzellan - und das Gefühl, für einen Moment alles im Griff zu haben.
Kassandra zieht an ihrem leichten Sommerkleid, das bei jeder Bewegung leise raschelt, als wollte es ihre Stimmung kommentieren. Ihr Haar duftet noch nach Meerwasser und Kokosshampoo. Sie streicht nervös eine Strähne hinters Ohr und spürt die kühle Berührung auf ihrer Haut - ein Überbleibsel des morgendlichen Bads im Meer. Es hat sie durchdrungen, belebt, aber jetzt, im Restaurant, fühlt sie sich seltsam unruhig. Ihre Gedanken springen zurück zum Strand, zur salzigen Frische auf der Haut, zum Gefühl, für einen Moment alles hinter sich zu lassen. Doch sobald das Gespräch auf Markus kommt, merkt sie, wie ihr Puls schneller schlägt. Ihre Finger spielen verstohlen mit dem Stoff ihres Kleides, während sie sich zwingt, ruhig zu antworten. Es ist nicht nur Unsicherheit, sondern auch eine vage Hoffnung, die sie nicht ganz einordnen kann - die Angst, etwas zu verpassen, gemischt mit Neugier auf das, was vielleicht noch kommt.
Cassiopeia gleitet beinahe lautlos dazu, ihr Gang federnd, als bewege sie sich durch eine andere Sphäre. Der dünne Stoff ihrer Bluse knistert leise, und als sie Platz nimmt, lässt sie die Finger einen Moment auf der Tischkante ruhen - ein fast unsichtbares Ritual, das sie seit Jahren ausführt, um sich zu zentrieren. Ihre Miene bleibt gelassen, doch in ihren Augen blitzt eine feine Wachsamkeit auf, als sie Sofia und Kassandra mustert. Während sie spricht, beobachtet sie jede Regung, jede kleine Geste ihrer Gegenüber.
"Na, gut wieder ins Arbeitsleben reingestartet?", fragt Sofia und legt unwillkürlich eine Hand an den Hals, eine Geste, mit der sie Unsicherheit überspielt. In ihrem Tonfall schwingt Wärme mit, aber auch etwas Prüfendes, als wolle sie mehr erfahren, als Worte preisgeben können.
"Ja, bin ich. Danke der Nachfrage, Mama. Das Bad im Meer war einfach herrlich und erfrischend. So hat es richtig Spaß gemacht, in den Tag zu starten", antwortet Kassandra und lächelt, doch in ihrem Blick flackert ein Schatten von Nachdenklichkeit. Sie presst die Lippen zusammen, als wolle sie noch mehr sagen, hält dann aber inne. Ihre Finger trommeln einen leisen Rhythmus auf dem Stuhlpolster - eine Angewohnheit, wenn sie sich unsicher fühlt.
Sofia beobachtet ihre Tochter liebevoll, doch ihr Lächeln wirkt einen Moment zu fest. Sie hebt das Glas, nimmt einen kleinen Schluck und mustert Kassandra mit diesem weichen, leicht prüfenden Blick, der alles sieht. "Das freut mich zu hören, mein Schatz. Und bei dir, Cassio? Gibt's bei dir auch nur Gutes zu berichten?"
"Danke, ja - alles bestens, Sofia", antwortet Cassiopeia und senkt kurz den Blick, wie um einen Gedanken zu verbergen. "Als ich ... ähm, jemanden aus dem Meer habe kommen sehen..." Sie hält inne, spielt mit der Serviette, sucht nach der richtigen Formulierung. "Schau mal einer an - dein kleines Bad ist wohl nicht ganz unbemerkt geblieben.", überlegt sie.
Kassandra spürt, wie ihre Wangen wärmer werden. Sie zieht die Schultern etwas hoch, lacht leise und greift nach ihrem Glas, als hätte sie plötzlich Durst.
"Ach, deshalb war dein Haar heute noch leicht feucht, als du mir Markus zugeteilt hast", bemerkt Cassio beiläufig, wirft Kassandra aber einen raschen, prüfenden Blick zu.
"Ja, die Zeit hat nicht mehr gereicht, um es ganz zu trocknen." Kassandra fährt sich nervös mit der Hand durchs Haar, spürt dabei die feuchte Strähne auf ihrer Haut. "Ich hoffe, es war nicht zu nass oder störend?", setzt sie hinzu und bemüht sich um einen lockeren Ton, doch ihre Stimme klingt eine Spur zu hell.
"Nein, alles gut, Kass", beruhigt Cassio sie und legt ihr kurz die Hand auf den Arm, eine kleine, aber deutliche Geste der Zuneigung. In diesem Moment denkt sie daran, wie sehr sie Markus' aufrichtige Art schätzt - seine vorsichtige Freundlichkeit, seine Bereitschaft, Fehler zuzugeben.
Kassandra lehnt sich zurück und grinst: "Apropos Markus - wie ist dein erster Eindruck von ihm?" Einen Moment lang herrscht Stille am Tisch, bevor Cassiopeia antwortet.
"Ein wirklich guter", sagt Cassiopeia überzeugt, doch ihr Blick bleibt einen Moment zu lange an Kassandra haften, als suche sie nach einer Bestätigung. "Klar, er wird sich steigern müssen. Aber für seinen ersten Tag war ich mehr als zufrieden mit ihm." In ihrem Inneren denkt sie: Er ist anders. Nicht wie die anderen. Aber sie schweigt darüber, ihren eigenen Eindruck noch sortierend.
"Das höre ich gerne. Wäre schade, wenn es hier nicht klappt und er zurück nach Deutschland müsste. Für Sven - und für ihn", erwidert Kassandra und spielt erneut am Saum ihres Kleides.
Cassiopeia beobachtet ihre langjährige Freundin genau. Ein leichtes, fast melancholisches Lächeln huscht über ihr Gesicht, als sie Kassandras Bemerkung hört. "Ich würde fast sagen: nicht nur für die beiden..." geht es ihr durch den Kopf, und sie spürt dabei ein feines Ziehen in der Brust - eine Mischung aus Sehnsucht und Vorsicht, die sie für einen Moment innehalten lässt. Doch schließlich presst sie die Lippen zusammen und behält ihre Gedanken für sich.
"Das freut mich ebenfalls zu hören. Sirius und ich haben uns bei der Auswahl wohl wieder auf unsere gute Nase verlassen können", meint Sofia und schenkt Cassiopeia einen anerkennenden, kurzen Blick.
Sie erhebt sich, streicht sich dabei fast unmerklich die Bluse glatt und sagt mit einem entschlossenen, aber warmen Unterton: "Und genau deshalb entschuldigt mich bitte - ich möchte mal nach Markus schauen."
"Du willst zu ihm gehen? Das sieht dir gar nicht ähnlich, Mama. Ich meine... so ein inniges Verhältnis zu einem deiner Angestellten?" Kassandra hebt leicht die Brauen, ihre Stimme klingt neugierig, aber auch ein wenig herausfordernd. Ihr Finger trommelt unbewusst am Glasrand.
Sofia lächelt vage, während sie an Markus denkt, und ihr Blick schweift für einen Moment ab zu den Kerzen auf dem Tisch, die das Licht in ihre Augen tanzen lassen. Ein Hauch von Unsicherheit huscht über ihr Gesicht, bevor sie wieder Fassung gewinnt. "Oh, wenn du wüsstest, wie innig unser Verhältnis ist..." geht es ihr durch den Kopf, und ein fast unmerkliches, weiches Lächeln umspielt ihre Lippen.
Mit ruhiger Stimme erwidert sie schließlich, während sie ihre Serviette zwischen den Fingern dreht: "Nun, Markus ist ja kein gewöhnlicher Auszubildender. Er ist ein Freund der Familie. Papa und ich haben ihn während seines Urlaubs besser kennengelernt. Daher ist unser Verhältnis, wie du es genannt hast, etwas inniger als zu den anderen." Während Sofia spricht, nimmt sie den dezenten Duft des Jasmins aus dem Blumenarrangement am Tisch wahr und ihr Blick bleibt kurz an Kassandras fragendem Gesicht haften, als wolle sie darin lesen, was ihre Tochter wirklich denkt.
Die Luft zwischen ihnen ist nicht nur warm, sondern beinahe elektrisch geladen; irgendwo in der Ferne klingt das leise Klirren von Besteck, und ein Windhauch trägt einen Hauch von Sommerabend und einer Spur Meersalz herein. Sofia atmet tief ein, als wollte sie die Stimmung der Szene ganz in sich aufnehmen, und für einen Moment scheint die Zeit am Tisch stillzustehen.
Sofia verlässt das Restaurant. Die Tür schwingt leise hinter ihr zu, ein sanftes "Klick", das sich in die Abendstille einfügt. Draußen ist die Luft schwer von Wärme, durchzogen vom Duft der Bougainvillea, die sich über die Pergola rankt.
Ihre Schritte auf dem Kiesweg erzeugen ein rhythmisches Knirschen, das sich mit dem Zirpen der Grillen mischt. Die Sonne brennt noch immer - nicht grell, sondern wie ein letzter Atemzug des Tages, golden und weich. Sofia atmet tief ein und spürt einen Hauch von Wehmut in der warmen Luft, als würde die Stimmung des Abends eine zarte Saite in ihr berühren.
Im Bungalow liegt noch der frische Duft von gewaschener Bettwäsche in der Luft, vermischt mit einer Spur Holzpolitur und dem markanten, aber unaufdringlichen Aroma von Svens Rasierwasser - männlich, kantig, ein bisschen wie ein Versprechen. Markus fläzt sich entspannt auf das Sofa, den Arm lässig über die Lehne geworfen. Durch die geöffneten Fenster strömt eine sanfte Brise herein, trägt den salzigen Geruch von Meer und Piniennadeln mit sich.
"Ey, Bro, ganz ehrlich, du hast mir echt verschwiegen, was für eine Wahnsinns Schwester du hast!", grinst Markus und zwinkert verschwörerisch, als würde er ein Geheimnis teilen.
Sven hebt nur leicht eine Augenbraue, seine Stimme bleibt sachlich, fast abgeklärt: "Wie meinst du das? Ich bin davon ausgegangen, dass du eher auf ältere Frauen stehst. Außerdem hast du nie gefragt, wie Kass aussieht."
"Wann habe ich das gesagt, Bro? Aber mal ehrlich - Kassandra ist echt eine besondere Frau, nicht nur wegen ihrem Aussehen. Sie hat einfach diese Ausstrahlung, die jeden Raum heller macht." meint Markus.
Sven spürte ein leichtes Unbehagen bei Markus' Bemerkung, weiß aber nicht genau, warum. Vielleicht liegt es daran, wie unverblümt Markus über seine Schwester spricht - oder daran, dass Sven selbst sich über solche Themen selten Gedanken gemacht hatte.
"Hm, meinst du wirklich?" fragte Sven, bemüht, locker zu klingen, doch sein Herz schlägt schneller und er vermeidet es, seinem Freund direkt in die Augen zu sehen. Ein leichtes Ziehen spannt sich in seinem Magen an, während er sich zwingt, ruhig zu wirken.
"Klar, sie ist deine Schwester. Aber nur deine Adoptivschwester. Hast du sie nie als Frau gesehen?" Markus' Stimme klingt gleichgültig, doch ein neugieriger Unterton schwingt mit. Für einen Moment erstarrt Sven. Er spürt, wie ein unangenehmes Prickeln seinen Nacken hochkriecht, und er weicht Markus' Blick unwillkürlich aus. Das Knirschen der Kieselsteine draußen scheint für einen Moment lauter zu werden, als wolle es seine innere Unruhe widerspiegeln.
Sven runzelte die Stirn. Die Frage Trift ihn unerwartet. "Nein, habe ich nicht. Klar, ich sehe, dass sie in den letzten sechs Jahren nicht hässlich geworden ist. Aber als ich Kass kennengelernt habe, war ich zwölf und sie sechszehn. Da war sie noch lange nicht so entwickelt wie heute."
Markus öffnete gerade den Mund für eine schlagfertige Antwort, doch ein plötzliches, energisches Klopfen an der Tür lässt beide zusammenzucken. Für einen Moment herrscht gespannte Stille im Raum; draußen verstärkt sich das Zirpen der Grillen, als wolle es die aufkommende Unruhe unterstreichen.
Als Sofia eintritt, bringt sie Wärme mit sich - nicht nur körperlich, sondern emotional. Ihr Parfüm ist vertraut, beruhigend, fast wie eine Erinnerung. Markus spürt einen Moment lang, wie die Atmosphäre sich aufhellt, und freut sich innerlich über ihre herzliche Ausstrahlung.
Sofia klopft kurz, bevor sie den Türrahmen betrat. "Hallo Markus, darf ich reinkommen?"
Markus öffnet die Tür einen Spalt, sein Lächeln ist offen und herzlich. "Hallo Sofia - aber natürlich, komm gerne rein."
Während Sofia den Raum betritt und Sven entdeckt, lächelt Markus herzlich, hebt leicht die Hand als Zeichen der Begrüßung und sagt mit einem warmen Unterton: "Schau mal, wer da ist - du kennst Sven doch noch, oder?" Für einen Moment huscht ein vertrautes Leuchten in seinen Augen, als er den Blick zwischen seiner Mutter und Sven wandern lässt.
Sofia lacht und geht direkt auf ihren Sohn zu. Sie umarmt ihn kurz und herzlich. "Hallo mein Großer. Schön zu sehen, dass du dich direkt um Markus kümmerst." Sven erwidert das Lächeln seiner Mutter, fühlt sich durch die kleine Geste ihrer Nähe bestärkt.
"Aber klar, Mama. Ich bin immer für ihn da - zumindest, wenn die Arbeit es zulässt", sagt Sven und nimmt sie kurz in den Arm. In seinem Blick liegt für einen Moment etwas Nachdenkliches, als ob ihn ein Gedanke festhält, doch er lächelt und lässt sich nichts anmerken.
Sofia setzt sich aufs Sofa und schaut Markus an. Ihr Blick ruht einen Moment zu lange auf ihm, als ob sie nach Antworten sucht, die unausgesprochen zwischen ihnen hängen.
Markus hört das leise Summen der Klimaanlage, das Ticken einer Wanduhr, das entfernte Lachen eines Gastes auf der Terrasse. Er vermeidet es, Sofias Blick zu begegnen und richtet seine Augen stattdessen auf einen Punkt am Boden. Ein leises Kribbeln macht sich in seinem Magen breit - Unsicherheit mischt sich mit Vorfreude auf das, was kommen könnte.
"Und - wie geht es dir? Wie war dein erster Tag?" fragt Sofia und beugt sich mit gespannter Erwartung leicht nach vorn. In ihrer Stimme liegt Wärme, während sie Markus aufmerksam betrachtet.
"Anstrengend, aber auch interessant und lehrreich. Zumindest glaube ich das." Markus spürt, wie sein Herz schneller schlägt, als er ihren Blick für einen Moment auffängt. Er fragt sich, ob sie erkennt, wie sehr er sich bemüht, einen guten Eindruck zu hinterlassen.
"Das freut mich zu hören. Deine Sachen habe ich übrigens heute hierher gebracht. Ich hoffe, das war okay für dich?"
Markus lächelt, doch ein Hauch von Zweifel spiegelt sich in seinen Augen. Sein innerer Monolog kreist: Sie meint es nur gut, aber fühle ich mich wirklich schon angekommen? Bin ich bereit für das Neue? "Ah, ja - kein Ding."
"Gut. Denn dein erster Tag war offenbar überzeugend", beginnt Sofia. Sie legt eine kleine Pause ein, während sie Markus mit forschendem Blick mustert, ihre Augen verweilen einen Moment auf seinen Gesichtszügen, als wolle sie jede Regung einfangen.
Sven lehnt sich auf dem Sofa leicht nach vorn, seine volle Aufmerksamkeit liegt auf Sofia. In seinen Augen spiegelt sich neugieriges Interesse, er wartet gespannt auf das, was sie als Nächstes sagen wird.
Markus hingegen spürt, wie die Spannung in seinem Bauch zunimmt. Während er mit angehaltenem Atem beobachtet, wie Sofia zu sprechen ansetzt, wandert sein Blick unwillkürlich von ihr zu Sven und wieder zurück.
"Wie meinst du das?" fragt Markus, wobei seine Stimme ruhig klingen soll, doch ein Hauch von Nervosität ist nicht zu überhören. Insgeheim wünscht er sich, dass sie nur Positives zu berichten hat.
"Ganz einfach: Cassio hat mir und Kass einen positiven Eindruck von dir vermittelt", sagt sie ruhig. Während sie spricht, lächelt sie, und ein Anflug von Stolz blitzt in ihren Augen auf. Dann legt sie kurz ihre Hand auf Markus' Hand - eine leise, aber spürbare Geste von Unterstützung, die Nähe zwischen ihnen schafft. Für einen Moment nimmt Markus den leichten Druck ihrer Hand wahr, das sanfte Parfum, das in der Luft liegt, und das leise Rascheln ihres Kleides, als sie sich ihm zuwendet.
Markus atmet auf. Habe ich wirklich überzeugt, oder sagt sie das nur, um mich zu beruhigen? Er zwingt sich zu einem scherzhaften Ton: "Ah - also ein Tag zur Probe, dann zur Schlachtbank. Und dann wird überlegt, ob die Schlachtung noch zu früh ist - oder ob noch Hoffnung besteht." Beim Sprechen zuckt er mit den Schultern und wirft Sofia einen flüchtigen, fast schelmischen Blick zu.
Sofia lacht. "Selbst wenn es so wäre - Cassio hat dir Hoffnung bescheinigt. Also mach dir keine Sorgen." Ihr Ton ist weich, beruhigend.
Die drei sitzen noch eine Weile zusammen, reden über Belangloses, während die unterdrückte Spannung zwischen ihnen wie ein leiser Strom durch den Raum fließt. Markus beobachtet Sven, wie dieser sich langsam aufrichtet. In dem kurzen Moment, als Sven die Jacke über die Schulter wirft, fällt Markus der leichte Zitrusduft von Svens Aftershave auf.
Ein Anflug von Wehmut durchzieht Markus, als ihm bewusst wird, wie sehr er Svens offene, entspannte Art schätzt. Er erinnert sich daran, wie Sven beim letzten Mal mit einem Lachen eine komplizierte Situation entschärfte, und fragt sich, ob er selbst je so mühelos mit Unsicherheiten umgehen könnte. Während Sven zwinkert und Markus dabei fast unmerklich den Daumen nach oben zeigt, blitzt in seinem Blick ein Hauch von Verschworenheit auf - ein stilles Versprechen, dass das Leben außerhalb dieser vier Wände weitergeht. Markus vermutet, es muss ein Date sein - vielleicht mit Judith vom FKK-Strand, wenn er an Svens letzte Anekdoten denkt. Der Gedanke bringt ihn zum Schmunzeln, aber zugleich spürt er einen leichten Stich, als er die eigene Unsicherheit mit Svens Leichtigkeit vergleicht. Wie schafft er das nur? Einfach rausgehen und den Moment genießen. Ich wünschte, ich könnte meine Gedanken so abschütteln, einfach frei sein - ohne das ständige Grübeln.
Nachdem Sven gegangen ist und die Tür sanft ins Schloss fällt, bleibt eine feine Bewegung im Raum zurück, als hätte er eine Spur hinterlassen - ein leises Prickeln in der Luft. Die Stille wird für Markus fast greifbar. Als Sofia sich neben ihn setzt, bemerkt er, wie sich die Temperatur im Raum verändert: Eine kühle Brise dringt durch die offene Balkontür, während die sanfte Wärme von Sofias Nähe sich langsam ausbreitet. Die Textur ihres Kleides - weich, glatt, ein wenig rau an den Nähten - spürt er mit jeder kleinsten Bewegung. Ihr Parfum, blumig und zurückhaltend, vermischt sich mit dem Duft des Stoffs und den leisen Tönen des Raumes: das Ticken der Wanduhr, das entfernte Summen der Klimaanlage.
Markus lehnt sich kaum merklich zu ihr, und seine Gedanken geraten durcheinander. Er nimmt ihre Hände wahr - einen kurzen, federleichten Kontakt ihrer Finger an seinem Arm, fast wie ein Morsezeichen unausgesprochener Zuneigung. Ihr Blick streift ihn, verweilt einen Moment auf seinen Lippen, bevor sie verlegen wegschaut. Markus spürt sein Herz stärker schlagen; die Luft scheint dicker zu werden, als die Spannung zwischen ihnen greifbar wird.
Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern, getragen vom leisen Klang des Summens der Klimaanlage und dem sanften Duft ihres Parfums, der in der warmen, aufgeladenen Luft hängt.
"Ich habe dich vermisst." - Während sie spricht, fährt ihre Hand beinahe unmerklich über den Stoff seines Ärmels, als würde sie Halt suchen.
Markus spürt ein leichtes Ziehen in der Brust. Für einen Moment ringt er mit den Worten - er senkt den Blick, als hätte er Angst, zu viel zu zeigen. Das leise Ticken der Uhr rückt in den Vordergrund, während er ihr Geständnis erwidert.
"Ich habe dich auch vermisst", gesteht er schließlich, und seine Stimme ist ein Hauch zwischen den Geräuschen des Raumes, seinem eigenen rasenden Herzschlag und dem süßen, fast elektrischen Duft, der von Sofia ausgeht.
Markus' Gedanken rasen. Verdammt... wieso konnte ich Kassandra nicht schon vor einer Woche kennenlernen? Seit ich sie aus dem Meer steigen sah, liebe ich sie - ihr Lachen, das so wild und unberechenbar ist, hat sich tief in mein Gedächtnis gebrannt. Kassandras Lächeln brannte sich in mein Gedächtnis, während Sofias vertraute Wärme mich festhielt. Bei Sofia dagegen ist alles vertraut, ihr leiser Trost, die sanfte Art, wie sie meine Hand hält, gibt mir Halt - und doch spüre ich in ihren Armen die Schwere all der Entscheidungen, die ich treffen muss. Ich will ihr nicht wehtun. Nicht nach nur ein paar Tagen ihres Glücks. Vor allem nicht auf diese Art und Weise. Verdammt, Markus - wo hast du dich da reinmanövriert?
Sein Herz schlägt schneller, doch jeder Schlag fühlt sich wie ein Verrat an. Wie kann ich mich nach Kassandra sehnen, und gleichzeitig Sofias Nähe genießen, ihr Parfum, das mich beruhigt? Was stimmt nicht mit mir? Will ich beides - und verliere am Ende alles?
Unsicherheit und Sehnsucht mischen sich, während er Sofia sanft an sich zieht. Ihre Blicke treffen sich; die Geräusche draußen verschwinden allmählich. Nur noch das leise Rauschen des Blutes in seinen Ohren, das sanfte Rascheln des Stoffes, das rhythmische Atmen zweier Menschen, die sich kennen - und gleichzeitig nicht wissen, wie sie sich begegnen sollen. Die Welt draußen scheint weit entfernt, als sich für einen Moment alles auf diesen Raum, diesen Augenblick konzentriert.
Der Kuss gleicht keinem Sturm, sondern einem Strom - sanft und unaufhaltsam. Ihre Lippen finden einander, ihre Körper kommen einander näher, und für einen Moment scheint die äußere Welt vollkommen zur Ruhe zu kommen. Markus spürt die Wärme ihrer Haut durch den Stoff, den leichten Druck ihrer Hand auf seiner Brust, das Flattern in seiner eigenen Brust.
Bin ich feige? Schwach? Kann ich Sofia wirklich das geben, was sie verdient - wenn mein Herz in zwei Richtungen zieht?, denkt er, während er spürt, wie die innere Zerrissenheit in ihm aufsteigt und sich mit dem Verlangen mischt, das zwischen ihnen wächst.
Sofia legt ihre Hand auf seine Brust. Ihre Nähe, der Duft ihres Parfums und die feinen Geräusche im Raum - sie werden für Markus zum sicheren Anker, während seine Gedanken noch immer zwischen Zweifel und Sehnsucht pendeln.
"Ich will dich. Aber wir haben nicht viel Zeit. Es kann nur ein kurzer Moment sein - hier und jetzt", flüstert sie. Während Sofia spricht, gleitet ihr Blick unruhig zum Fenster, als würde sie hinter der Scheibe jede Bewegung draußen erwarten. Das schwache Licht der fast untergegangenen Sonne fällt durch die schmale Fensteröffnung und taucht die kleine Küche in ein warmes, fast melancholisches Orange. Die Kanten der Möbel werfen weiche Schatten, und in der Luft liegt noch ein Hauch von Bier, gemischt mit dem würzigen Duft von Sofias Parfum und dem metallischen Geruch des Spülbeckens.
Markus bemerkt, wie ihr Blick eine Spur Nervosität verrät. Er spürt sein eigenes Herz schneller schlagen, als ihm die Enge zwischen Verlangen und Sorge bewusst wird - was, wenn wirklich jemand sie entdeckt? Aber gerade dieses Risiko, das Knistern in der Luft, lässt alles noch intensiver erscheinen. Für einen flüchtigen Moment fragt er sich, wie sie wohl in ein paar Jahren auf genau diese Szene zurückblicken würden.
Sofia, die jetzt aufsteht, bewegt sich rückwärts, ihre Bewegungen leise und zielstrebig. "Komm und nimm mich", haucht sie, während sie sich die Hose öffnet. Das Geräusch des Stoffes, der über ihre Beine gleitet, mischt sich mit gedämpften Stimmen, die durch das gekippte Fenster hereinwehen. Draußen bellt ein Hund in der Ferne, und doch ist es für Markus, als würde alles verstummen, sobald sich ihre Blicke wiederfinden.
Sie sieht, wie sich seine Lust steigert. Auch wenn er versucht, es zu verbergen, indem er noch einen Moment sitzen bleibt - die Beule in seiner Hose ist zu verräterisch. Ein prickelndes Kribbeln breitet sich in ihr aus, als sie seinen Versuch bemerkt, die Situation zu überspielen; das Spiel aus Zurückhaltung und offener Begierde bringt ihr Herz aus dem Takt und verdichtet die Spannung zwischen ihnen.
"Was ist los, Liebster? Schon keine Energie mehr für mich? War der Tag so anstrengend, dass du mich nicht kurz ficken kannst?" neckt sie ihn.
"Davon kann keine Rede sein. Dich kann und werde ich immer durchziehen können", raunt Markus und erhebt sich - sehr zur Freude Sofias, deren Augen freudig aufblitzen, als sie seine Bewegung bemerkt.
Weiterhin rückwärtsgehend beginnt sie, die Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen - einen nach dem anderen. Bis beide Seiten lose an ihren Seiten hinabhängen und Markus den weißen BH sehen kann, den sie heute trägt.
"Hab ich nicht gesagt, dass mir ohne besser gefällt?", grinst sie Markus frech an.
Sofia stößt mit dem Hintern gegen die Arbeitsplatte in der kleinen Küche. Sie hat ihn absichtlich hierhergelockt - denn dieser Bereich ist durch eine kleine Ecke zusätzlich vor neugierigen Blicken geschützt. Das matte Licht der kleinen Lampe taucht die Ecke in sanfte Schatten, sodass sich der Raum gleichzeitig geborgen und geheimnisvoll anfühlt. Zwischen alten Kacheln und dem Duft nach Spülmittel wirkt dieser versteckte Platz fast wie eine eigene kleine Welt, die nur ihnen beiden gehört.
Markus erreicht sie - leider immer noch angezogen. Deshalb geht sie in die Hocke und legt mit den Worten "So geht das aber nicht" ihre Hand auf seinen Schritt.
Sofort stöhnt Markus leise auf.
"Wusste ich doch, dass der kleine Große besser befreit werden sollte", gluckst Sofia und öffnet seine Hose. Sie zieht sie bis zu seinen Knien hinunter.
"Was für ein schöner Anblick - wie er sich gegen das letzte Gefängnis stemmt", sagt sie, umschließt sein Gemächt durch den Stoff der Unterhose und beginnt, ihn sachte zu reiben. Ein leises Zittern durchfuhr ihn, als ihre Hand ihn berührte, und für einen Moment schien die Welt stillzustehen
"Oh Gott, Sofia...", stößt Markus heiser hervor, während seine Stimme ein wenig bricht. Ein flackernder Ausdruck zwischen Gier und Überwältigung huscht über sein Gesicht, seine Gedanken scheinen für einen Moment wie ausgeblendet. Die Nähe, das gedämpfte Licht und ihr Duft lassen ihn fast den Halt verlieren, sodass seine Worte im nächsten Moment leiser und atemlos klingen.
"Ja, Liebster? Ist irgendwas? Sag mir, was du hast", neckt sie ihn weiter und verstärkt gleichzeitig den Druck ihres Griffes. Ihr Blick bleibt dabei erwartungsvoll auf seinem Gesicht haften, ihre Augen funkeln vor Neugier und einem Hauch von Verlangen. Sie genießt den Moment, spürt, wie ihre Nähe und ihre Berührung ihn herausfordern und zugleich anziehen. Für einen Augenblick scheint die Zeit langsamer zu vergehen, während sie bewusst die Spannung zwischen ihnen steigert - ihre Worte sind ebenso ein Spiel wie ihre Hände, die ihn fordernd und liebevoll zugleich berühren. Die intime, vertraute Atmosphäre zwischen ihnen wird greifbar, als sich ihre Körper immer mehr einander zuwenden und die gegenseitige Sehnsucht sich in jeder Bewegung widerspiegelt.
Für einen Herzschlag lang war es vollkommen ruhig zwischen ihnen - nur das leise Knistern der Spannung, das in der Luft lag. Er spürte seinen eigenen Puls in den Schläfen und die Hitze, die sich wie eine Welle durch seinen Körper schob. Endlich, mit heiserer Stimme und einem Anflug von Unsicherheit, durchbrach er die Stille - beinahe so, als würde damit ein Bann gelöst werden:
"Blas mich... bitte blas mich, Sofia", meint er schließlich - und sagt damit genau das, was sie hören will.
"Dein Wunsch, Liebster, ist mein Befehl. Und zugleich mein eigener Wunsch", erwidert Sofia und zieht ihm auch die Unterhose hinunter.
Nun schwappt sein Glied leicht vor ihrem Gesicht auf und ab. Wie sehr sie sich wünscht, mehr Zeit zu haben - ihn nicht nur kurz mit dem Mund verwöhnen zu können. Ihn wie in ihrer Nacht erst mit dem Mund zu entsaften, bevor er sie wieder bis zum Erbarmen nimmt. Doch heute bleibt nicht viel Zeit.
Deshalb stülpt sie schnell ihren Mund über seine Eichel.
Eng schlingen sich ihre Lippen um seinen Schaft, während sie auf und ab gleitet. Dabei spielt sie gekonnt mit einer Hand an seinem Murmelsack - bis Markus seine Hände auf ihren Kopf legt und ihn führen will.
"Stopp, Liebster. Du willst mich nehmen? Dann aber endlich ins richtige Loch", sagt sie, nachdem sie ihn von sich gedrückt und aufrecht hingestellt hat.
Markus packt sie bei den Hüften und hebt sie spielerisch hoch. Ein Lächeln huscht über ihr Gesicht, als sie spürt, wie leichtfüßig Markus sie hebt. Er setzt sie auf die kühle Arbeitsplatte ab; die glatte Oberfläche lässt sie kurz erschauern, während Markus sie lachend ansieht. Für einen Moment spürt sie die Mischung aus Überraschung und Vorfreude, die durch ihren Körper pulsiert, und erwidert seinen Blick mit funkelnden Augen.
"Ja, zeig mir, Liebster, wie geil dich deine M.I.L.F. gemacht hat", feuert sie ihn an - sie weiß, dass er darauf steht, wenn sie sich selbst so bezeichnet.
Ihr Blick sucht den seinen. Auch wenn sie ihm nicht direkt in die Augen sieht, erkennt sie darin die pure, animalische Lust. Ihr Herz schlägt schneller, als er sich ihr nähert, und ein aufgeregtes Prickeln breitet sich auf ihrer Haut aus. In diesem Moment spürt sie sowohl Vorfreude als auch eine leichte Unsicherheit - wird er ihr wirklich all das Geben, wonach sie sich sehnt? Wird er sie genauso wollen, wie sie ihn? Oh ja - er wird sie nehmen. Wird ihr genau das geben, was sie in diesem Moment will. Was sie braucht. Und wofür sie gerade genug Zeit haben.
Dann ist es endlich soweit. Fast schmerzhaft schiebt er ihren Slip zur Seite. Sofia spürt wie er ihre Liebeslippen teilt, und Stück für Stück in sie gleitet.
"Argh... direkt mit einem Stoß, Liebster?" keucht Sofia - getrieben von leichtem Schmerz und reiner Geilheit.
Seine Hände packen sie fest an den Hüften, krallen sich fast in ihr Fleisch. So kann sie sich nicht entziehen - selbst, wenn sie wollte.
Er beginnt, sie mit schnellen, tiefen Bewegungen zu nehmen.
"Jahaaa... endlich, Liebster... endlich habe ich dich wieder", keucht und stöhnt Sofia auf. Sie drückt ihm ihr Becken entgegen und überkreuzt ihre Beine hinter seinem Rücken.
"Nimm mich... bums mich... mach mit mir, was du willst."
Markus hört ihre Worte kaum. Das Rauschen seines Blutes in den Ohren übertönt alles.
Treibgesteuert hämmert er weiter in die sich windende Sofia.
Nach knapp zehn Minuten spürt sie, wie er sich in ihr ergießt - ihr wieder dieses wunderschöne Gefühl schenkt.
Schub um Schub überflutet er ihren Kanal. Sie sieht sich im Spiegel an, streicht sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Wäre ich zehn Jahre jünger... Ihr Blick wird weicher, fast sehnsüchtig. Würde Markus wohl sogar noch einmal zur Mutter machen. Ein leises Lächeln huscht über ihre Lippen. Der Gedanke ist bittersüß. Aber auch jetzt spüre ich seine Liebe, seine Leidenschaft... und vielleicht reicht genau das, was wir beide miteinander teilen.
Markus kommt wieder zu sich - körperlich und geistig. Ein Zittern durchläuft seinen Körper, während Erinnerungsfetzen an das Geschehene in seinem Kopf kreisen.
Er schaut Sofia an.
"Ich weiß nicht, was gerade geschehen ist. Es tut mir leid, Sofia. Dass ich so die Kontrolle über mich verloren habe... das ist mir noch nie passiert", versucht er sich zu entschuldigen.
"Pssst, Liebster. Alles gut." Sanft streicht Sofia ihm über die Wange, ihre Finger verweilen einen Moment an seinem Bart. Sie sieht ihm tief in die Augen, sucht darin vielleicht einen letzten Zweifel. "Ich wollte und brauchte es genauso wie du." Ein leises Lächeln huscht über ihr Gesicht, als sie seine Unsicherheit spürt. "Und ich habe dir schon mal gesagt, dass ich keine Entschuldigungen hören will. Dein Verhalten, deine Gier nach mir... zeigt mir nicht nur, dass ich noch begehrenswert bin - nein, es fühlt sich an, als würde ich deine Energie aufsaugen und dadurch wieder jünger werden." Während sie spricht, spürt sie, wie er langsam aus ihr herausgleitet. Ein bittersüßer Moment zwischen Nähe und Abschied, der sie für einen Augenblick innehalten lässt. Ein Hauch von Wehmut mischt sich in ihre Stimme, doch sie hält seinen Blick fest, als wolle sie ihm versichern, dass er ihr gut tut.
Markus blickt sie an, sein Blick irrlichtert zwischen Erleichterung und Verwunderung. "Du bist mir also nicht böse, wenn ich so den Kopf verliere und quasi nur an mich denke?", fragt er. Seine Stimme ist vorsichtig, fast schüchtern; in seinem Inneren tobt ein Chaos aus Reue und dem Wunsch, alles richtig zu machen. Er fühlt sich ertappt, verletzlich, aber gleichzeitig geborgen in ihrer Gegenwart.
Sofia stößt ihn sanft zurück, ihre Hand streicht dabei flüchtig über seine Brust - eine Geste, die mehr sagt als Worte. Sie lässt sich langsam von der Arbeitsplatte herunter, setzt die Füße bedächtig auf den Boden, als würde sie die Wirklichkeit erst wieder zulassen müssen. Als sie an ihm vorbeigeht, berührt sie ihn leicht am Arm und wirft ihm ein aufmunterndes Lächeln zu. "Nein, Liebster, das bin ich nicht." Ihre Stimme klingt nun wieder fest, fast spielerisch. "Und wenn mir etwas nicht passen sollte, werde ich es dir schon sagen." Für einen Moment hält sie inne, dreht sich halb zu ihm um, ihre Augen funkeln. "Aber so gut wie wir bisher harmoniert haben, habe ich keine Bedenken, dass es mal dazu kommen wird."
Markus folgt ihr natürlich, sein Herz schlägt noch immer schneller als sonst. Während er ihr nachschaut, überlegt er, wie viel Glück er mit dieser Frau hat - eine Frau, die ihm nicht nur körperliche, sondern auch seelische Nähe schenkt. In diesem Moment spürt er eine tiefe Dankbarkeit, die ihn für einen Moment sprachlos macht.
Sofort spürt er jedoch, wie sich der innere Konflikt erneut in ihm aufbaut: Kassandra versus Sofia. Kassandra, mit ihrem offenen Lächeln und den neugierigen Augen, strahlt eine fast ansteckende jugendliche Energie aus, die Markus magisch anzieht. Ihr unbeschwerter Charme, ihre spontane Leidenschaft - all das weckt in ihm Sehnsucht nach neuen Erfahrungen, nach dem Unbekannten.
Sofia hingegen beeindruckt ihn mit ihrer ruhigen Ausstrahlung und der Weisheit, die in ihren Blicken liegt. Sie ist erfahren, strahlt in ihrem Alter eine besondere Schönheit und Gelassenheit aus. In ihrer Nähe fühlt sich Markus geborgen, verstanden und angenommen. Zwei Frauen: Die eine jung und bezaubernd, die andere erfahren und strahlend in ihrem Alter. Beide ziehen ihn auf ihre ganz eigene Weise in ihren Bann - und er kann sich keiner von ihnen wirklich entziehen.
Er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen der aufregenden Unbekannten und der vertrauten Wärme, die Sofia ihm schenkt. Wie soll er sich entscheiden, wenn beide sein Herz berühren? Zumindest wünscht er sich, auch Kassandra näher zu kommen und eines Tages vielleicht ihre Liebe zu gewinnen.
Im Bad angekommen wirft Sofia einen Blick in den Spiegel und kann sich ein leises Lächeln nicht verkneifen. Während sie ihr zerzaustes Haar betrachtet, meint sie augenzwinkernd:
"Wenn ich weiß, dass wir uns so nah kommen, sollte ich vielleicht immer eine Bürste dabeihaben."
Markus stellt sich hinter sie, legt behutsam die Arme um sie und zieht sie sanft an sich. Sofia spürt ein warmes Kribbeln in ihrem Bauch, als er sie hält. Für einen Moment vergisst sie alles um sich herum und genießt einfach seine Nähe. Kurz lehnt sie den Kopf an seine Schulter, atmet tief ein und lässt sich von diesem Gefühl tragen.
Nach einem Atemzug löst sie sich leicht, schmunzelt und sagt:
"Ich sollte mich beeilen. Nicht, dass jemand merkt, wie lange ich hier schon bin."
Schnell lässt Markus seine Hand über ihren Bauch in ihr Höschen gleiten - direkt zu ihrer Lustperle.
"Oh Gott, Liebster... nicht... dafür haben wir keine Zeit mehr", flüstert Sofia leise, schließt jedoch die Augen. Sie spürte, wie ihr Herz schneller schlug, doch sie weiß, dass sie sich jetzt nicht verlieren darf.
"Keine Bange, du weißt doch, ich halte mein Wort", flüstert Markus in Sofias Ohr, während draußen das fahle Licht des Mondes durch das kleine Badezimmerfenster fällt. "Aber ich will dir eine kleine Erinnerung für später mitgeben." Ein spitzbübisches Lächeln huscht über sein Gesicht. "In dem fahlem Licht des Mondes weiß ich, dass wir für mehr keine Zeit haben - aber so gehst du nicht ganz leer aus."
"Oh, Liebster... woher weißt du jetzt schon, wie man eine so viel erfahrenere Frau behandeln muss? Es ist fast beängstigend", sagt sie leise und lehnt ihren Kopf wieder an seine Schulter. Im schwachen Licht des Zimmers ist nur ihr leiser Atem zu hören, während draußen das fahle Mondlicht durch das Fenster fällt und eine sanfte Stille die beiden umhüllte.
Sie stehen dicht beieinander im schwach beleuchteten Badezimmer, ein Hauch von Spannung liegt in der Luft. Markus lächelt sie verschmitzt an, als er sagt: "Hm, ich kann ja auch aufhören", neckt Markus sie und zieht seine Hand ein paar Millimeter zurück. Sofia hält den Atem an, ihr Blick wird ernst und sie sieht ihm herausfordernd direkt in die Augen. Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen, während ihre Herzen schneller schlagen und die Nähe zwischen ihnen spürbar intensiviert wird.
"Nein, nicht, Liebster... bitte, schenke mir die Erinnerung", haucht sie schnell und legt mit zitternden Fingern ihre Hand über den Stoff ihres Slips auf seine. In diesem Moment flutet das silbrige Mondlicht das kleine Badezimmer und wirft diffuse Schatten an die gefliesten Wände. Aus der Ferne dringt das leise Ticken der alten Wanduhr an ihr Ohr, das in der Stille beinahe laut wirkt.
Markus spürt die Wärme ihrer Hand durch den dünnen Stoff, und ein plötzlicher Anflug von Nervosität mischt sich mit seiner Zärtlichkeit. Für einen Augenblick hält er inne - sein Herz schlägt spürbar schneller, als hätte sie mit ihrer Geste all seine Entschlossenheit aus dem Gleichgewicht gebracht. Er nimmt ihren Blick im Spiegel wahr, liest darin zugleich Verlangen und ein zartes Vertrauen. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht, und er erwidert ihre Berührung, indem er ihre Finger leicht drückt.
Sacht beugt sich Markus etwas näher zu ihr, seine Lippen streifen ihr Ohr, während er ihrer Bitte nachkommt. Er lässt seine Hand in genau dem Tempo verharren, das sie sich wünscht, und genießt für einen Herzschlag ihre Nähe - das leise Rascheln von Stoff, Sofias warmer Atem und die magische Stille des Raumes lassen den Moment fast unwirklich erscheinen.
Sein Finger spielt auf und mit ihrer Lustperle, während seine andere Hand gekonnt ihre Brust massiert und knetet.
Bis Sofia ein weiteres Mal kommt.
Markus beobachtet ihr Gesicht im Spiegel, fasziniert von der Mischung aus Ekstase und Hingabe, die sich in ihren Zügen spiegelt. Für einen Moment scheint die Welt außerhalb des kleinen Badezimmers zu verschwimmen - alles, was zählt, ist dieses Bild: Sie, eingefangen zwischen Licht und Schatten, mit geschlossenen Augen und leicht geöffneten Lippen, aus denen ein leises, atemloses Stöhnen dringt. Das silbrige Mondlicht zeichnet ihre Konturen auf das kühle Glas und lässt ihre Haut fast unwirklich erscheinen. Der Duft ihrer Haut mischt sich mit dem zarten Hauch von Lavendel, der aus dem Badezimmer aufsteigt, und das sanfte Ticken der alten Wanduhr verstärkt das Gefühl der Zeitlosigkeit.
Als Sofia ihre Augen öffnet, begegnen sich ihre Blicke im Spiegel - zwei Spiegelungen, die doch mehr als nur Reflexionen sind. Für einen Herzschlag lang verlieren sie sich in diesem stummen Dialog. Markus spürt die Wärme ihrer Hand auf seiner, und es ist, als gäbe es keinen Abstand zwischen ihren Körpern und Seelen. In dieser Spiegelung erkennen sie sich selbst und den anderen, vereint in Nähe und Verlangen, während die leise Welt um sie herum zu schweigen scheint.
"Ich liebe dich. Nie hätte ich gedacht, dass ich das einmal zu einem anderen als Sirius sagen würde. Aber es ist so, Markus... ich liebe dich."
Sanft nimmt er ihre Hand, sieht ihr fest in die Augen und sagt leise, aber mit unverkennbarer Wärme: "Ich bin immer für dich da - egal, was passiert. Du kannst dich jederzeit auf mich verlassen."
Sofia spürte, wie ihr Herz in raschem Takt schlägt und ihr Atem flacher wird. Ein feiner Hauch des herben Parfüms von Markus liegt in der Luft, vermischt mit dem dezenten Duft von Lavendel, der aus dem Badezimmer aufstiegt. Ihre Hände zitterten leicht, während sie ihm ein warmes, beinahe schüchternes Lächeln schenkt. Für einen Moment huscht Unsicherheit durch ihre Augen, gefolgt von einem vertrauten Funkeln. Markus, der hinter vor ihr steht, erwidert ihren Blick mit einem leisen, ermutigenden Lächeln und streift sanft mit seinen Fingern über ihren Handrücken, als wenn er ihr stumm signalisieren will, dass er ihre Nervosität spürte und sie teilt.
"So, jetzt lass mich bitte allein. Ich muss mich zurechtmachen und auch wieder anziehen. Wenn du hier im Bad bleibst, habe ich meine Bedenken, ob das gelingen wird", sagt sie grinsend und schiebt ihn dabei sanft zur Tür. Ihre Augen blitzen schelmisch, während ein neckisches Lächeln um ihre Lippen spielt.
"Und das nicht, weil du deine Finger nicht bei dir behalten kannst."
"Ach, jetzt bin ich wieder an allem schuld", erwidert Markus theatralisch, verdreht kurz die Augen - ein gespieltes Seufzen liegt auf seinen Lippen. Er schmunzelt, wirft ihr noch einen letzten, augenzwinkernden Blick zu und schließt leise die Tür hinter sich.
Schmunzelnd dreht sich Sofia wieder zum Spiegel. Für einen Moment verweilt ihr Blick auf ihrem eigenen Gesicht - ein Hauch von Zufriedenheit huscht über ihre Lippen, als sie das leichte Erröten auf ihren Wangen bemerkt. Während sie sich seinen Kamm nimmt und das Haar langsam durchgleiten lässt, denkt sie an Markus und das, was gerade zwischen ihnen passiert ist. Ein leises Lächeln bleibt auf ihrem Gesicht, als sie schließlich fertig ist, ins Wohnzimmer zurückkehrt, ihre Hose aufhebt und rasch hineinschlüpft - bereit, dem Alltag wieder zu spielen, und als brave Ehefrau zu Sirius zu gehen.
Markus sitzt auf dem Sofa, seine Hände ruhen ineinander verschränkt im Schoß, während er jede ihrer Bewegungen aufmerksam verfolgt. Für einen Moment bleibt Sofia an der Tür stehen, als würde sie noch einmal innehalten wollen. Ihr Blick sucht den seinen und in ihren Augen schimmert ein Hauch von Aufregung - und Unsicherheit. Dann tritt sie zu ihm, legt ihre warme Hand an seine Wange und haucht ihm einen Abschiedskuss auf die Lippen, der noch lange in ihm nachhallt. In diesem Kuss spürt Markus ihre Rastlosigkeit, aber auch das leise Bedauern, gehen zu müssen. Leise, fast lautlos, wie ein Schatten in der Nacht, verlässt sie schließlich seinen Bungalow - mit pochendem Herzen und der Hoffnung, dass sie niemand sieht. Für Markus bleibt die Luft noch einen Moment elektrisiert, während die Tür ins Schloss fällt und ihm bewusst wird, wie sehr er sich nach ihrem nächsten Wiedersehen sehnt.
Markus sinkt erschöpft aufs Bett. Die Matratze ist kühl, das Laken riecht noch schwach nach Waschmittel. Der Tag hat ihn ausgelaugt - nicht nur, weil es sein erster Arbeitstag war. Auch das Erlebnis mit Sofia zehrt an ihm: Ihr Lachen, ihre Wärme, der Duft ihrer Haut. Es ist nicht nur das Körperliche, das ihn bewegt. Da ist dieses Gefühl, endlich gesehen zu werden. Wenn Sofia ihn ansieht, glaubt er, für einen Moment jemand zu sein, der zählt. Zwischen ihnen steckt so viel mehr als heimliches Begehren. Es ist die Hoffnung, dass aus all dem Chaos etwas Schönes wachsen könnte. Und zugleich die Angst, alles zu zerstören, was ihnen lieb ist.
Sein Kopf ist voller Bilder. Kassandra taucht vor seinem inneren Auge auf. Wie sie heute Morgen aus dem Meer stieg, ihr Haar nass und ihr Blick unergründlich. Da hatte Markus noch gedacht, sie sei eine Fremde - jetzt weiß er, sie ist Svens Schwester. Und nicht nur das: Sie ist seine Vorgesetzte.
Und immer wieder kehren seine Gedanken zu Sofia zurück. Ihr Abschiedskuss brennt noch auf seinen Lippen. Es ist nicht nur Leidenschaft, die sie verbindet. Mit jedem Blick, jedem leisen Wort wächst das Band zwischen ihnen - stärker, als er es zulassen dürfte. Die Schuld nagt an ihm. Kassabdra ist die Tochter der Frau, mit der er eine Affäre hat. Auch daran muss Markus denken. An jene leisen Warnungen, an all die Momente, in denen klar wurde, wie verletzlich Gefühle sind. Er spürt, dass er auf einem Drahtseil balanciert - jederzeit droht alles ins Wanken zu geraten.
Sein Herz schlägt schneller, sein Brustkorb fühlt sich eng an. Er dreht sich auf die Seite, sucht Halt in der Dunkelheit. Die Gedanken kreisen, reißen ihn mit. Er erinnert sich an Sofias Lachen, an das Strahlen in ihren Augen, wenn sie ihn ansieht. Aber auch an Kassandra, an ihre ruhige Art und die Achtung, die sie ihm entgegenbringt. Markus fühlt sich hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Angst. Zwischen dem Wunsch, zu lieben, und der Furcht, zu verletzen.
"Warum kann nichts einfach sein?", denkt er und presst das Gesicht ins Kissen. Der Tag liegt schwer auf ihm. In seinem Kopf tobt ein Sturm aus Bildern, Worten, Erinnerungen. Sein Herz ist voller Fragen, die ihn nicht loslassen, auch als er langsam in einen unruhigen Schlaf sinkt. Einmal mehr bleibt nur die Hoffnung, dass der nächste Tag Klarheit bringt.
Ende der 1. Episode, des zweiten Kapitels.
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