Wegscheide (fm:1 auf 1, 10240 Wörter) | ||
| Autor: KarlKnaller | ||
| Veröffentlicht: May 27 2026 | Gesehen / Gelesen: 892 / 651 [73%] | Bewertung Geschichte: 9.38 (8 Stimmen) |
| Zwei Schulfreunde treffen einander zufällig wieder | ||

Ersties, authentischer amateur Sex
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
eine Woche weiter und zehn Jahre zurück, denn mit dem Campingbus waren wir schon einmal mit einer kleinen Gruppe, das Sixpack genannt, in Schweden unterwegs.
Papa wirkte seit der Pause abwesend und auf Nachfrage, was sei, antwortete er nur: "Später, mein Kind." Man durfte ihn nie drängen, dann verschloss er sich wie eine Auster. Auf der Heimfahrt schwieg er, also summte ich eine Arie der Vorstellung – es wirkte. "Wie lange hast du Volker nicht gesehen? Das waren doch viele Jahre oder?" "Fast zehn." "Und nach einem zufälligen Treffen hast du unverschämt gute Laune, glühst geradezu und von der Gedrücktheit heute früh ist nichts mehr da. Was ist passiert?" "Wir reisen zusammen an die Biskaya. Eine kleine Auszeit, um aufzuholen und meine Zukunft zu sortieren." "Wie schön! Ich wünschte, das könnte ich auch tun." "Schnapp dir Mama und fahrt doch irgendwohin." "Tja, deine Mutter ist schon verreist – und nicht allein." "Papa?!" "Sie hat jemanden kennengelernt und ich kann nicht abschätzen, ob es eine Affäre oder ernst ist. Sie weiß es vermutlich selbst nicht." "Ach, Mensch …" "Ja", grinste er schief, "Menschen sind kompliziert und Frauen besonders." Ich knuffte ihn: "Töchter sind auch Frauen."
2 – Wegfahren
Carina hatte ihre Ankunft um acht bestätigt und würde zum Vordereingang kommen, wo ich parken würde. Ich hatte keine Sorge, dass sie das Auto verpassen könnte. Kurz nach dem Einparken, kam sie auf den Bus zu – Carina in einem grün-bunten Trägerkleid mit kleinem Blumenmuster, ein blauer Schal darüber, die roten Locken in einen losen Dutt mit Stab gedreht, Ringel im Gesicht, eine Sonnenbrille auf dem Kopf, Sommersprossen im Dekolleté, ungeschminkt und ungeschmückt bis auf ein strahlendes Lachen, blitzende Augen und gute Laune. Sie warf einen kleinen Rucksack und ihren Schlafsack durch die Schiebetür. "Hi. Wo ist dein übriges Gepäck?" Carina umarmte mich mit Küsschen links und rechts und lachte: "Hi. Darin ist alles, was ich für diesen Urlaub brauche." Sie beendete die Umarmung mit einem Kuss auf den Mund; flüchtig, aber gezielt. "Wenn du einsteigst, können wir los." "Aye, M'am", sagte ich verblüfft, denn sie war organisierter und bestimmender als früher und noch etwas war anders.
Ich hatte am Vorabend für zwei Wochen Urlaub gepackt und stand vor zwei Reisetaschen, meinem Schlafsack und dem Tagesrucksack. 'Närrin', schalt ich mich, denn ich kannte doch den Bus – darin war kein Platz dafür und Volker hatte immer beim Segeln auf knappes Gepäck geachtet. Also räumte ich die Taschen wieder aus und fing an, minimalistisch zu packen: Schlafsack – muss; Kulturbeutel – muss; Trekkingkleidung – braucht nicht; Kleid, Rock und T-Shirt gehen besser, aber es wird schon eng; Sandalen – müssen; Badeanzug und Bikini – brauchen auch nicht; Unterwäsche – hm, für alle Tage geht eh nicht und eigentlich geht auch "kann, muss aber nicht". Ich zog ein Kleid, Füßlinge und bequeme Schuhe an. Vor dem Spiegel drehte ich mich prüfend, drückte meine Brüste, hüpfte und sie wippten mit, ich straffte das Kleid über den Po, der wippte auch mit, aber der Slip zeigte deutliche Spuren. Als ich mich zurückdrehte, schimmerte von hinten Licht durch, langsam zog ich das Kleid hoch und streifte den Slip ab. Mein frisch enthaarter Hügel kam zum Vorschein. Das war luftig, erregend – der Gedanke kribbelte, Urlaub mit Volker ohne Unterwäsche! Das Handy mahnte zum Aufbruch, der Slip fiel. Auf dem Weg zum Zug war es ein wenig frisch und im Zug wunderte ich mich über diesen Anfall, aber nun muss das so. Dann grübelte ich noch über meine beiden Optionen und suchte nach weiteren Chancen, denn die beiden können nicht alles sein.
Carinas Umarmung war ungewöhnlich, denn das tat sie früher sehr selten – ein Klaps, ein Knuff, High-Five waren üblich – und sie war lang, anschmiegsam und endete mit einem schnellen Kuss, was es noch nie gab. "Was hältst du davon, zügig nach Belgien zu fahren und dort in etwa einer Stunde zu frühstücken und zu tanken." "Ja, 'raus aus der Stadt, 'rauf auf die Bahn und über die Grenzen." Mit wenigen Sätzen fuhren wir aus Köln heraus, denn ich achtete auf den Verkehr, Carina schaute auf die Kulisse oder zu mir und lenkte nicht ab.
Auf der Autobahn war es an der Zeit, das Schweigen zu brechen, also berührte ich ihn und meinte: "Danke!" "Wofür?" "Dass es dich immer noch gibt, dass du mich gefragt hast mitzukommen, dass ich Zeit bekomme nachzudenken, Zeit mit dir, Rat von dir, aus dem Trott zu kommen, dass du einfach da bist, dass du vielleicht die Anregung zu einer dritten Option gibst." "Welche dritte Option?" "Das ist eine vage Hoffnung, aber wenn wir während der Reise über Beförderung und USA reden, wird »Nummer drei« keimen." "Hm", brummte Volker, "also nix konkretes?" "Nö-ö", knuffte ich ihn. "Du weißt viel besser, was mich umtreibt, aber ich weiß gar nichts über deine Situation und deine Pläne. Also bring mich auf Stand."
Carina hatte recht, dass es bislang um sie ging und mir den Ball zugespielt. Also erzählte ich von den Höhen und Tiefen des Jobs wie Reisen in fremde Länder, Erfolge, Einkommen, aber auch Stress, Neider, Erschöpfung, durch die langen Arbeitstage in der Ferne kaum planbare Freizeit, wenige Freunde, weniger Frauen und die Unmöglichkeit einer Familiengründung. Ich war bislang zufrieden und erfolgreich in einem interessanten Beruf, aber langsam nagte der Zweifel, ob das einseitig am Beruf orientierte Leben nicht eine eintönige Sackgasse führe.
Während Volker sein Leben schilderte, meldete sich meine Blase – der Kaffee war fertig. Doch nach der Beschilderung dauerte es bis zur Raststätte zu lang. Ein Parkplatz ließ mich ihn am Arm zupfen: "Kannst du bitte bei dem Parkplatz herausfahren?!" "Ja, klar", antwortete er, nahm den Fuß vom Gas und setzte den Blinker. Kaum dass er angehalten hatte, sprang ich aus dem Auto, lief über das Gras zum Zaun, raffte das Kleid hoch und hockte mich hin. Das tat gut! Mit nachlassender Anspannung nahm ich wahr, dass nur zwei Autos auf dem Parkplatz standen und das andere gerade wegfuhr. Zum Bus gewandt wischte ich ich mich ab und ließ das Kleid erst nach enigen Schritten herunterrutschen – und Volker bekam einen roten Kopf.
Sie lächelte: "Jetzt ist es besser, wir können weiter." Mir platzten fast Schädel und Hose, als Carina es auf der Wiese einfach laufen ließ und mir danach das Nichtvorhandensein von Panties zeigte. Ich hatte sie schon oft am Baggersee oben ohne und seltener auch nackt gesehen, aber dies war anders – sie wollte, dass ich es sehe und es wirkte frech und selbstbewusst. Wir rollten wieder los, die Raststätte für das Frühstück war noch eine Viertelstunde entfernt.
Ich hatte Volkers roten Kopf und seine Beule bemerkt und freute mich diebisch, aber wollte es ihm nicht unter die Nase reiben. In der Raststätte gingen wir noch hintereinander, aber am Tresen stellte ich mich direkt ihn und umfasste seine Hüfte, reflexhaft tat er dasselbe, und so wählten wir Arm in Arm unser Frühstück, das wir auf Tabletts zu einem Fenstertisch balancierten. Am Fenster bei Sonnenschein öffnete ich das Kleid um einen Knopf und wir aßen und tranken schweigend, denn »mit vollem Mund spricht man nicht« hatten unsere Eltern und Großeltern uns eingeknetet. Aber anschauen und grimassieren ist nicht wider diese Regel. Nach seinem letzten Bissen meinte Volker: "Wenn du mir nicht für Option drei irgendeinen Anhalt nennst, werde ich mir etwas einfallen lassen müssen oder schlimmer noch zusammenreimen." "Au ja, mach mal. Du bist ja ein helles Köpfchen." "Spotte nur. Damit ich deine Situation verstehe, wirst du gleich einen langen Monolog über Option eins, die Beförderung, halten, und um deine Zunge zu lösen, wirst du dabei fahren!" Er grinste frech. "Okay, das habe ich wohl davon", gab ich zurück und öffnete noch einen Knopf. Wir stellten die Tabletts zusammen und gingen hinaus, als ich wieder um seine Hüfte fasste, rutschte seine Hand auf meinen Po und blieb da bis zum Auto.
Carina zuckte nicht und ihr Po fühlte sich gut an, wie er sich an- und entspannte. Mir wurde langsam bewusst, dass sie nicht nur vertraut und schön, sondern auch anschmiegsam und sexy ist – es fühlte sich an, als ob eine Weiche langsam umläuft. Sie hatte schnell Sitz und Spiegel für sich eingestellt und fuhr wieder auf die Bahn: "Immer noch hundert als Reisetempo?" "Ja, der Jockel ist nicht jünger geworden und du brauchst viel Zeit zum Reden. Also, fang an." Sie schilderte die Lage an ihrer Arbeitsstelle. Ich hörte zu und machte mir Notizen, was sie bemerkte: "Was schreibst du auf?" "Punkte, wo ich nachfragen will." "Du kannst auch jetzt fragen." "Nö, das Auto ist ja kein Lügendetektor, nur ein aufmerksamkeitsheischender Zungenlöser." Sie lachte schallend.
Wir fuhren noch fast zwei Stunden bis zur französischen Grenze. In der Zeit hatte ich ihm alles über meinem Werdegang nach der Uni bis zur aktuellen Firma erzählt und nacheinander ein paar Knöpfe des Unterteils geöffnet. Ich hatte mit festgefahrenen Hierarchien und Prozessen zu tun, bekam nach meinem Geschmack zu oft unerwünschte sexuelle Avancen, deren Zurückweisung übelgenommen wurde und mehrfach in Freistellung oder Aufhebung mündeten. Immerhin gelangen mir bei den Jobwechseln stets eine Verbesserung. Auf der anderen Seite hatte ich immer weniger Freizeit, um auszugehen, Kontakte zu pflegen oder aufzubauen. Dass ich viel weniger Sex als an der Uni hatte und es vermisste, behielt ich für mich, denn das begriff ich gerade selbst. Volker unterbrach mich, als das Signal d'Hensies in Sicht kam: "Schau, da vorn beginnt Frankreich."
"Wir haben Urlaub", fuhr ich fort, "also alle Zeit der Welt. Sollen wir die Autobahn verlassen und Landstraßen fahren? Sollen wir einen Supermarkt plündern und mittags ein Picknick an der Somme machen? Oder sollen wir auf der Autobahn bleiben, mittags noch eine Raststätte ansteuern und zügig an die Küste fahren?" "Landstraße und Picknick am Wasser hat mehr Urlaub-Vibe als Autobahn." "Dann fahr bei Cambrai an der Ausfahrt 14 ab." "Ist das vor oder nach der Mautstelle?" "Danach, aber neben dem Innenspiegel ist ein telepéage-Badge – einfach beim orangen t durchfahren, wenn's piept, geht die Schranke auf. – Und macht's Spaß?" "Ja, wann waren wir mit dem Bus in Schweden? Das ist doch bald 15 Jahre her." "Ja, der Sixpack-Aufkleber ist noch am Schrank. Einst waren wir jung und frei, suchten Spaß und waren ungestüm. Jetzt ist der Bus für mich der Fluchtwagen aus dem Alltag und heute gut für einen Road Trip zu zweit. Was ist eigentlich Option drei?"
"Haha, netter Versuch, mein Lieber, aber zu plump." Ich öffnete noch einen der unteren Knöpfe und hoffte, dass er es nicht sofort bemerkt. "Du hast doch Notizen zu Option eins und ich habe alles geschildert. Also frage." "Was bringt dir die Position außer mehr Geld, Renommee und weniger Freizeit, weniger Zeit für dich, dein Leben, deine Wünsche? Welche sind das? Was ist mit früheren Zielen – hast du nicht von einer großen Familie geträumt?" "Die Beförderung bringt nichts, was mich dem damals geäußerten Wunsch näher brächte, aber da ist noch etwas für später. Stell das Privatleben mal zurück." Aus dem Augenwinkel sah ich Volker eine Augenbraue hochziehen und etwas kritzeln. "Glaubst du, als Abteilungsleiterin von den Anmachen verschont zu bleiben? Es waren doch nicht nur gleichrangige Kollegen, sondern Vorgesetzte und Geschäftspartner, mit denn du mehr Umgang hättest." "Den Punkt hatte ich ohne befriedigende Lösung auf die Contra-Seite geschoben. Den sexistischen Arschlöchern ist die Stellung egal – beide Bedeutungen von Stellung. Frauen assoziieren sie mit drei K oder drei Löchern." "Könntest du als verheiratete Frau und Mutter in dem Umfeld besser dran sein?" "Weil ich nach ein paar Kindern sexuell unattraktiv und aufgegangen bin?" "Du wärst als MILF betörend." "Süß. Trotzdem ist die Antwort nein."
Ich ärgerte mich, die Frage gestellt zu haben: "Entschuldige, das war dumm und mein bester Grund ist, es genau wissen zu wollen, statt mitzufühlen." "Jaja", grinste sie, "kleines Dummerchen." Der Rockschoß rutschte von ihrem rechten Bein und entblößte es bis zum Schritt. "Aber es genau wissen zu wollen, ist der richtige Ansatz", grinste sie noch breiter. Mir wurde wieder heiß und eng, aber der Ausweg nahte in Form der Ausfahrt: "Da müssen wir 'raus."
'Volker hat aber auch ein Pech – der arme Jung' zwitscherten zwei Stimmen in meinem Kopf; 'Ruhe, das wird schon.' Ich setzte den Blinker und er soufflierte mich durch Cambrai zu einem kleinen Supermarkt, wo wir etwas für Picknick und den Abend einkauften, falls wir nicht essen gingen. Dann fuhren wir Richtung Amiens auf schnurgeraden Straßen durch weite Felder. "Wie ist denn Option zwei?", fragte er und ich erzählte von der Headhunterin, die mich während einer Mittagspause in einem Café angesprochen hatte. Das fand ich sehr strange, aber sie hatte erklärt, dass sie über mich recherchiert hätte, mich zufällig erkannt hätte und nun glaubte, etwas zu lange gestarrt zu haben. Sie wollte nicht, dass ein späteres Gespräch unter dem Verdacht von Stalking begänne. Dazwischen entschuldigte sie sich mehrfach und überreichte ihre Karte, sie würde sich morgen für eine Terminvereinbarung bei mir melden. Bei dem offiziellen Gespräch, das sehr angenehm und professionell verlief, kam sie auf eine Stelle bei einem Finanzdienstleister an der amerikanischen Ostküste zu sprechen, skizzierte grob Aufgaben, Einkommen und Nebenleistungen, aber auch eine Befristung auf zwei Jahre durch die Finanzierung mit einer Chance auf Entfristung in anderer Position. Volker machte sich wieder Notizen.
Carina redete flüssig und fuhr konzentriert, trotzdem blitzte seit der Abfahrt in Cambrai immer mehr Haut hervor, weil sie noch einen Knopf öffnete oder ein Eckchen aufschlug, das einen Nippel samt Piercing fast entblößte oder das Kleid vom rechten Bein rutschen ließ, was einen haarlosen Hügel offenbarte. Ich hatte es erst für zufällig gehalten, aber seit sie mich Dummerchen genannt hatte, habe ich darauf geachtet – sie tut es absichtlich, beiläufig und mit Spaß an der Sache. Und sie lächelte verschmitzt, wenn ich sie beobachtete. Bei Option drei tappte ich im Dunkeln, denn sie schwieg dazu eisern, aber ich ahnte wegen des rutschenden Kleids, dass sie eher privater als beruflicher Natur sein könnte. Bei Saint-Sauveur lotste ich sie auf einen Schotterplatz in den Auen der Somme. "Komm, wir gehen ein paar Schritte, nehmen die Decke und das Essen mit."
Volker hatte einen netten Platz an Somme-Teichen gefunden. Ich hatte Lust, ins Wasser zu rennen, aber hier waren zu viele Leute und eine Schule. Also gingen wir einen schmalen Pfad entlang zu einem anderen Teich, fanden eine Wiese und Ruhe. "Komm!", zupfte ich ihn, "komm in Wasser!" Im Nu war das Kleid abgestreift, die Schuhe und Socken weg und ich im erfrischenden Teich. Volker zögerte, stellte den Kram ab, zog sich umständlich aus und kam langsam zum Wasser. Als er auf dem Schlick am Ufer ausrutschte, konnte er sich mit rudernden Armen retten, aber seine Latte nicht mehr verdecken. Ich hatte Volker schon oft nackt am Baggersee oder in Schweden gesehen, aber nicht mit einem Ständer. "Komm, schöner Mann", schwindelte ich, "da ist nichts, was ich nicht schon gesehen hätte." Volker grunzte.
Nacktbaden mit Carina war nicht neu, aber dieses Mal gab es keine Gruppe, in der man sich hinter Freunde drücken konnte, nur sie und mich. Mein kleiner Freund war von ihrem Anblick beeindruckt und ich von seiner Reaktion weniger. Sie schwam ein wenig hinaus und ich hinterher. Sie lachte, juchzte, spritzte und ich gab es ihr zurück. Wie wir im recht frischen Teich herumtollten, war es wieder wie früher. Zurück am Ufer stieg sie vor mir aus dem Wasser und der Anblick bescherte mir wieder einen Ständer. Carina schauerte ein wenig, also rubbelte ich sie kurzerhand mit der Decke ab, was mein Problem nicht verkleinerte, denn ich rieb ihren athletischen Rücken, den Po und sie forderte: "Vorne auch!" Ihre Brüste waren eine eine gute Handvoll, gesprenkelt im Dekollete, sonst blaß, die rosa Nippel hart und beidseits gepierced, ihr Bauch ein wohldefiniertes Sixpack und ihr haarlose Hügel lachte mich an wie Homer Simpson. Ich stand wieder auf und sie kräuselte die Mundwinkel: "Du hättest auch länger vor mir knieen können, das ist eine erfreuliche Abwechslung gegenüber anderen Männern. Doch wenn du stehst, sehe ich auch, wie es dir gefällt." "Es ist so unfair", gab ich zurück, "dass man mir von weitem sieht, was bei dir verborgen bleibt." "Was blieb verborgen?" fragte sie zurück. Ich zuckte mit den Schultern. Sie schaute mich ruhig an, nahm ihre Hände an meine Wangen und fixierte meinen Blick: "Meine Schamlippen könnten angeschwollen sein." Ich nickte. Sie schlang ein Bein um meine Hüfte. "Sie könnten ein wenig aufklaffen." Ich nickte wieder. "Sie könnten feucht oder nass sein." Ich wiegte den Kopf. "Dein Schwanz könnte bis zum Anschlag hineingleiten." Während sie das sagte, wurde es warm um meinen kleinen Freund. Sie hielt meine Wangen und ich konnte den Blick nicht abwenden, um zu sehen, dass wahr ist, was ich fühlte. Meine Hände irrten über ihren Rücken, die Hüften zum Po. "Es ist wahr", flüsterte sie und küsste mich. Dann löste sie sich von mir, hüllte mich in die Decke und schlüpfte in ihr Kleid. Verwirrt trocknete ich mich ab, zog Hemd und Hose wieder an und breitete uns die Decke aus.
Ich setzte mich im Schneidersitz hin, meine Pussy klaffte und troff, aber das lose gebundene Kleid verdeckte es. Volker stellte den Korb zwischen uns, dass wir uns bedienen konnten, Brot, Käse, Wasser, Wein, Trauben, Wurst. Wieder aßen wir schweigend, und hingen unseren Gedanken nach – Volker, mein Mitschüler mit den Wuschelhaaren, der immer hilfsbereit war, mein Kommilitone mit dem athletischen Körper, der beim Sport und beim Lernen immer eine gute Figur machte, ein Freund mit warmen braunen Augen, die sahen und nicht glotzten, ein vertrautes Gesicht zu einem schlauen Kopf, ein spontan handelnden Jugendfreund, der sich zu einem zurückhaltenden, verkopften Mann entwickelt hatte, dessen Schwanz ich gerade in mir gehabt hatte. Ich bedauerte, ihn so lange nicht gesehen zu haben, und wog das Risiko, ihn als Freund zu verlieren, gegen die Zuversicht, ihn als Option drei gewinnen zu können, denn es war mir während der heutigen Schilderung am Steuer klar geworden, dass ich mich nicht beruflich sorgen, sondern mehr Leben in mein Leben bringen müsste.
Carina griff nach Brot und Käse, aß gemächlich und schaute mich an, als ob sie in mich sehen könnte. Ich sah Carina an, trotz langer Pause vertraut wie zuvor, eher schöner als älter geworden, gescheit und durch Erfahrung beruflich erfolgreich, mit einem neuen Twist, dass sie körperliche Nähe sucht und mal eben an mir Maß nimmt. Das war aufregend, verwirrend, stellte uns als Freunde auf die Probe, doch fühlte sich auch nicht falsch an.
Ich öffnete das Kleid wieder Stück für Stück, ein wenig Knie, ein wenig Ausschnitt, ein wenig Oberschenkel, eine Brust teilweise, die andere Brust ganz, der Bauch, die gesamte Front. Volker beobachtete mich genau, folgte jeder Handbewegung, um mir wieder in die Augen zu sehen. Er wartete ab und behielt seine Hände bei sich, während ich mich exponierte. Ich nahm eine Traube und schob sie in meinen Mund, eine zweite schob ich in seinen Mund, eine dritte schob ich in meine Pussy und dann in meinen Mund, die vierte auch in meine Pussy und führte sie bis vor Volkers Mund und als er ihn öffnete, führte ich die Traube langsam zu meiner Pussy. "Wirklich?" Ich nickte.
Carina lehnte sich zurück und spreizte ihre Beine, sachte presste ich meine Lippen auf ihre, bedeckte sie mit Küssen und schmeckte Teich, Traube und ihre triefenden Säfte. Ich züngelte durch die inneren Lippen, an ihrer Perle und Carina strich mir über den Kopf, sie seufzte und wurde unruhig. Bald nachdem ich noch einen Finger ins Spiel gebracht hatte, drückte sie meinen Kopf in ihren Schoß, presste sie ihre Beine zusammen, dass ich fast nichts mehr hörte und kam stöhnend. Sie gab mich wieder frei und zog mich hoch. Ihr Gesichtsausdruck war schön, entrückt, weich, zärtlich und als ich etwas sagen wollte, küsste sie mich – das dritte Mal auf dieser Reise.
"Carina …" Nach einem Kuss stieß ich ihn um und setzte mich auf ihn. "Du wolltest wissen, was Option drei sei. Willst du noch immer fragen oder hast du eine Idee?" "Option drei ist nicht beruflich, sie ist privat." Ich nickte. "Sie betrifft nicht nur dich." Ich nickte wieder und öffnete sein Hemd. "Sie betrifft auch mich." Ich nickte heftiger und streifte seine Hose ab. "Sie betrifft uns." Ich rollte smich von ihm herunter, zog ihn auf mich, dass sein Schwanz vor dem Paradies stand und schaute ihn streng, auffordernd an. Langsam schob er seinen Schwanz in mich, dass ich seufzte: "Endlich."
Es dämmerte bereits, als wir zum Bus zurückgingen. "Was ist Option drei genau? Ein Abschlussfeuerwerk, bevor du Option eins oder zwei ziehst? Der Beginn einer wundervollen Liebe oder das Ende einer Freundschaft, weil Männern und Frauen immer der Sex dazwischen kommt?" Sie schüttelte den Kopf: "Nichts dergleichen." Ich stutzte: "Was gibt's denn noch?" "Meine Schwester Sophie – erinnerst du dich an sie?" "Vage, als wir Abi bauten, war sie gerade mit dem Studium fertig und suchte eine Wohnung." "Richtig. Sie gründete mit einem fremden Mann eine 2er WG in einer fremden Stadt. Nach einiger Zeit erweiterten beide auf Sophies Initiative die Wohngemeinschaft zu einer Bedarfsgemeinschaft für sexuelle Bedürfnisse – sie fickten – Mitbewohner mit besonderen Vorzügen. Und sie hatten auf Sophies Initiative AGB vereinbart: keine Gefühle, keine Exklusivität, keine Kondome, keine Sauereien. Das Arrangement hielt mehrere Jahre, funktionierte gut, bis Jonathan ins Ausland ging und Sophie bemerkte, dass sie schwanger war. Sophie wurde sich erst nach Jonathans Auszug über das Loch klar, das er gerissen hat. Die beiden haben sich ausgesprochen und dabei kam heraus, dass Jonathan schon von Anfang an in Sophie verliebt war und vor den AGB, aber nicht Sophie floh. Mittlerweile sind die beiden verheiratet, haben drei Kinder und sind noch immer glücklich." "Was hat das mit uns zu tun?" "Ich habe mich oft verliebt und bin ebenso oft enttäuscht worden, wie du als mein bester Tröster weißt. Nichts gegen Verliebtheit oder Gelegenheitssex, aber das sind Strohfeuer, langfristig ist Eros unbedeutend." "Also könnte der heutige Nachmittag als unbedeutender Gelegenheitssex abgehakt werden?" Sie knuffte mich heftig. "Und woraus willst du etwas tragfähigeres entstehen lassen?" "Ich wüsste nichts Neues, mit dem es gelingen könnte. Ich kenne aber etwas altes, tragfähiges, das sich transformieren ließe: Philia zu Storge, mit einer Prise Eros, gründend auf Philautia, gedüngt mit Agape, reifend zu Pragma." "Seit wann hast du den Plan?"
Ich schlug die Augen nieder: "Ich habe keinen Plan, nur die Idee, dass man statt auf Liebe und Vertrauen auch auf Freundschaft und Vertrautheit etwas bauen könnte." Volker lachte leise, aber diesem Lachen wohnte Verblüffung, Freude, Aufgeschlossenheit inne – genau das, was ich mir erhoffte. "Wir lernen jahrelang zusammen, wir sehen uns jahrelang nicht, wir treffen uns zufällig ein Viertelstündchen in der Oper, du wünscht mein Ohr für eine Abwägung, ich biete Gehör für zwei Wochen, um zwei Optionen für deine nahe Zukunft abzuwägen, du entwickelst in letzter Sekunde eine dritte, um ein Leben – mein Leben – zu kapern, und bringst sie mir mit Sommersprossen, Trauben und Lachen nahe? Geht das überhaupt – zur Vernunftbeziehung verführen?" Sie knuffte mich wieder "Ja, das war die Abfolge, aber es ist work in progress. Bitte sieh auf die Motivation, die Abwägung, die Basis, das Potenzial, die Hoffnung – und wenn es hilft, auch in meine Augen oder auf meine Brüste." "Ich könnte es während einer Probezeit an deinen Sommersprossen abzählen – es geht, es geht nicht, es geht …"
Carina knuffte mich nochmal und ich umarmte sie, um weiteren Knuffen zu entgehen. "Okay, es hat gedauert, bis ich diese Option begriffen habe. Da müssen wir noch einiges entwickeln, oder?" Sie drückte mich. "Und bevor wir das tun, sollten wir in diesem Ort nach einem Gasthaus suchen, ein Zimmer mieten, um zu duschen, zu essen und das eine oder andere Glas Wein auf den Plan heben. Was meinst du?" "Ja", nickte sie, "Dusche, Essen, Wein und dann ein Doppelbett – ich muss doch wissen, ob du schnarchst." "Soso."
Während ich nach meinem kleinen Rucksack griff, der alles nötige enthielt, kramte Volker für sich ein paar Sachen zusammen. Dann schloss er den Bus ab und wir liefen das erste Mal Hand in Hand. Im Ort fanden wir glücklicherweise ein offenes Restaurant in einem Gasthaus, dass auch zwei Zimmer hatte, die eigentlich nicht mehr an Gäste vermietet werden. So duschten wir nacheinander, ich legte ein frisches Kleid heraus, wusch das alte und hängte es zum Trocknen auf. Als Volker noch im Bad war, legte ich mich nackt aufs Bett, um das Kleid nicht zu drücken und döste weg. Eine Hand strich über meinen Bauch zu meiner linken Brust und umfasste sie, ein Daumen wippte mit dem Nippel, was mich weckte. "Hallo, schöne Frau." Ich streckte mich. "Hallo, schöner Mann, genießt du den Anblick?" "Oh, ja." "Oh, fein, den kannst du öfter haben, nur jetzt nicht länger." Dann schlüpfte ich in das bereitliegende Kleid und Sandalen, drehte mir die Haare zusammen und mich einmal vor Volker: "Nimmst du mich so mit?" Volker errötete wieder, seine Hose beulte sich und er krächzte: "Hrm-ja." Ich warf ihm eine Kusshand zu.
In der Gaststube war wenig Betrieb, ein paar Einheimische saßen an Tresen und Tischen, Fremde gab es außer uns beiden nicht. Unser « Bon soir » erntete Stille und vereinzeltes Nicken. Der Patron empfahl das Tagesgericht, ergänzte Vor- und Nachspeise, einen Rotwein, sodass wir ein feines Menü hatten. "Bevor wir die Konversion einer Freundschaft zu einem Paar planen, müssen wir wir mal eben als Fingerübung ein paar Pflöcke für Morgen einschlagen, weil wir heute den Nachmittag so schön vertrödelt haben: Wecken um sieben, Frühstück bis acht, Abfahrt um halb neun Richtung Bretagne. Das Ziel sei entweder Saint-Malo oder Saint-Nazaire und Übernachtung im Bus. Wie klingt das?" "Boah, wir haben Urlaub und das ist früh, aber Frühstück gibt's hier nicht lange. Also gut. Und falls uns morgen nicht plötzlich die Zeit ausgeht, können wir den Plan umstoßen", zwinkerte sie. Über das Handy gebeugt, studierten wir eine Frankreich-Karte, zeigten auf bekannte Ort oder Stellen, die anzusehen gewünscht wurde. Dann kam die überbackene Zwiebelsuppe, worauf Carina feixend Gasantrieb für den Bus vorschlug, gefolgt von Entenbrust, Creme brulee und Kaffee. Satt und zufrieden verabschiedeten wir uns auf das Zimmer.
Volker ließ mir den Vortritt im Bad und ehe ich hineinging, ließ ich das Kleid herunterrutschen, sodass er meine Rückansicht sah. Da ich nur die Zähne putzte, konnte er sehen, wie Brüste und Po mitgehen, aber er drehte sich nicht weg. Ich steckte ihm zwinkernd die Zunge heraus, wie schön, von ihm bewundert zu werden. Volker ging angezogen ins Bad und erledigte seine Toilette. Ich lag wieder nackt auf dem Bett, während er sich auszog und ich schaute ihm zu. Er grinste schief, als ob es ihm nicht angenehm sei, wie seine nächste Frage zeigte.
"Ich kann mich nicht erinnern, dass du früher so freizügig warst, aber bleib dabei. Und zugestandenermaßen sehe ich lieber dich nackt, als mich vor dir auszuziehen – was findest du am ungelenken Strip haariger Männer?" "Viele Haare für den Anfang. Jedes ein Anknüpfungspunkt für alles Weitere. Und du hast einen schönen Körper, Mann, warum bist du unsicher? Eigentlich bist du ursächlich für meinen derzeitigen Anblick." "Wie das?" "Du hast uns auf den Segeltörns immer eine Gepäckbeschränkung eingebläut, nur soviel wie nötig, so klein wie möglich, gerollt statt gefaltet und so weiter. Gestern abend stand ich vor zwei großen Reisetaschen, wie ich halt für zwei Wochen Urlaub packe. Dann träumte ich von den Törns, von Schweden, weil ich mich seit dem Opernabend auf diese Fahrt freue und reduzierte heute Morgen radikal das Gepäck – in den kleinen Rucksack musste alles passen und was nicht hineingeht, werde ich nicht anziehen. Also sind zwei Kleider, ein Rock, zwei T-Shirts, ein Schal, Sandalen, zwei Paar Söckchen und eine Jacke dabei. Du wirst mich auf dieser Reise oft leicht bekleidet oder nackt sehen und ich finde, du solltest es jetzt ausnutzen." Ich seufzte: "Können wir kuscheln und schlafen? Ich bin müde."
Ich zog die Decke einladend auf und er schlüpfte zu mir. Wir lagen noch eine Weile von Angesicht zu Angesicht und zeichneten mit den Fingern streichelnd unsere Kontouren nach. "Gute Nacht, Carina, schlaf gut und träum schön." "Gute Nacht, Volker, träum gut und schnarch leise." Nach einem Kuss drehte ich ihm den Rücken zu und schmiegte mich an ihn. Er legt einen Arm um mich und griff eine Brust, deren Nippel zusammenschnurrte. An meinem Po wuchs sein Ständer, ich wackelte ihn in meine Pofalte, wo er bis zur vollen Härte anschwoll. Ich verlegte ihn vor meine Pussy: "Komm 'rein, wann immer du willst." Volker flutschte hinein. Ausgefüllt schlief ich ein.
Ich war so müde, aber mein Ständer in Carina war nicht gerade dem Einschlafen förderlich, doch es fühlte sich gut an, den Puls in ihr zu spüren, in der Hand das Heben und Senken der Brust. Damit schlief ich ein.
3 – Wegpunkte
Als ich aufwachte, lagen wir mit den Gesichtern zueinander. Carina schlief und ich hätte in aller Ruhe ihre Sommersprossen zählen können – tausende. Auf das Stichwort schlich sich Klaus Lage in mein Ohr, "tausendmal ist nichts passiert", doch nun liegt sie vor mir. Carinas Auglider flatterten und mit geschlossenen Augen fragte sie: "Was denkst du?" "Klaus Lage." Sie lächelte: "Berühr mich." Ich kraulte ihre Haare, ihr Lächeln wurde breiter und sie schob ein Bein über mich. "Das ist schön. Mehr. Kann ich das abonnieren?" Mit der anderen Hand strich ich über den Rücken und sie streckte sich. "Wenn du so weiter machst, verliebe ich mich vielleicht doch in dich." Dann rutschte sie ganz auf mich, öffnete die Augen und wollte wissen: "Was ist das Schönste am Sex?" "Der gemeinsame Orgasmus? Die Befriedigung?" "Zu erfolgsorientiert." "Das Reiben und Ringen?" "Gehört dazu." "Das Kuscheln?" "Wärmer." "Die Nähe." "Ja, alle Formen davon. Ich mag es, wenn wir beieinander liegen und dein Schwanz mich langsam füllt." Sie schob sich darauf. "Körperlich näher geht es nicht. Ich fühle deinen Puls, deine Wärme, deine Ungeduld loszuficken, wenn du in mir wippst, kann dich drücken und einfach zu halten oder herumtoben. Mit dir ist es so ungezwungen, leicht, zutraulich, vertraut und neu, freudig. »Mir geht das Herz über«, sagte meine Oma zu unbändiger Freude. Das ist für mich das Schönste am Sex, ich hab's vermisst." Immer noch auf mir liegend zog sie die Beine an und richtete sich auf.
Volkers Schwanz stieß sachte an. "Fühlst du dich wohl?" Er nickte. "Ganz sicher?" Er zog auf seine unnachahmliche Weise eine Augenbraue hoch: "Es wird wie du schon alleine groß." "Oh." Er grinste breit: "Eine deiner Redensarten bei unerwünschter Hilfe, unerwarteten Ratschlägen und dummen Frage war immer: 'Ich bin schon alleine groß.' Es wäre ungewöhnlich –naja kleingeistig, wenn du nicht auf Verhütung achten, also vorsorgen oder sie einfordern würdest. Oder wenn ich nicht mit den Folgen einverstanden wäre." "Bist du schon vergeben, kann ich dich haben? Aber du liegst richtig, noch ist alles harmlos. – Willst du Kinder haben?" "Ja, mehr als eins, weniger als eine Fußballmannschaft." "Gut zu wissen. Hast du schon Spieler auf der Bank?" "Nein, ich bin neu in dem Business. Und du?"
Carina streckte sich wieder auf mir aus, als ob sie in mich kriechen würde. "Ich hab's vergeigt." "Hmm?" "Vor sechs Jahren hatte ich jemanden kennengelernt, von dem ich mich schwängern ließ, gute Gene, leider nicht so gutes Sozialverhalten, denn er war schneller weg, als ich schwanger sagen konnte. Alleinerziehende Mutter zu sein war nicht meine erste Wahl, eher der Notfallplan bei Torschlusspanik, aber abtreiben? Nee, so schlimm war ich nicht dran. Richtig übel wurde es vier Monate später durch eine Fehlgeburt." Ich umarmte sie schweigend, denn nun floss es aus ihr heraus. "Mama und Papa waren alles andere als begeistert und kein rechter Trost, die Fehlgeburt erleichterte sie geradezu, immerhin haben sie in allen praktischen Dingen geholfen. Sophie war zu meiner Fehlgeburt im Wochenbett und hat soviel Trost gespendet, wie sie konnte, aber ihr Wurm machte sie glücklicher und mich trauriger. Unser Sixpack hatte sich zerstreut und im Job musste ich nach zwei Wochen Krankschreibung einfach wieder funktionieren, keiner wusste etwas, niemand von denen sollte etwas wissen. Ich habe das Loch mit Arbeit und Sport zugeschüttet." "Wie wurdest du wieder zu dem aufgeschlossenen, fröhlichen Menschen, der gerade mit mir vögelt?" "Ich wurde nicht, ich werde gerade. Ich hatte seitdem Beziehungspause und bestenfalls Handbetrieb." Ich strich ihr Haare aus dem Gesicht, über die Wange, die Ohren, denn was sollte ich dazu sagen? Bedauern schlich sich in meine Gedanken, aber anscheinend das hier gerade ein Pfad aus dem Loch und diese dunkle Seite mahnte zur Rücksicht. "Fühlst du dich wohl?" Sie nickte. "Welche Zahl würdest du nennen?" "Keine." "Huch? Doch so schlimm?" Sie kräuselte die Mundwinkel: "Falls wir Option drei zum Fliegen bringen, werde ich fünf Jahre lang nicht verhüten und jedes Kind austragen, dass wir zeugen." "Uff! Das ist eine Ansage!" "Mach noch gleich einen Wegpunkt dahinter: maximale Elternzeit für Hafenarbeiter," lachte sie und begann einen wilden Ritt.
Volker hielt den Ritt nicht lange durch und wie er in mir pulsierte, kam es mir auch, doch ich tanzte weiter auf seinem Schwanz, bis ich vor Schütteln nicht mehr konnte. Er wird Vater meiner Kinder – ISSO. Nach dem Ritt drängten uns andere Bedürfnisse – Pipi, Hunger, Durst. Aber vor das Frühstück hat die Zivilisation eine Dusche gesetzt. Volker ließ mir erneut den Vortritt, sodass ich erfrischt wieder auf dem Bett wartete – es roch nach uns, nach Volker, der unter der Dusche stand. Frisch rasiert trat er ans Bett, küsste sich von einem Fuß das Bein hoch, wich meiner Pussy aus, als ich das andere Bein einladend anzog, aber nahm beide Nippel auf dem Weg zum Hals mit. Ich erwartete einen zärtlichen Kuss, doch er hörte auf und grinste teuflisch: "Freundschaft!" Das Kissen verfehlte ihn knapp. Dafür bot er eine Show mit Reverse-Striptease. Ich revanchierte mich, in dem ich die Riemchensandalen anzog, das Kleid über den Kopf fallen ließ und im Gehen zur Zimmertür ihn noch mal mit meinem Po anblitzte. Der Schulterblick zeigte, dass er rot wurde und eine zu kleine Hose hatte.
Carinas leichtes Gepäck würde uns noch in Schwierigkeiten bringen, mir war alle naslang die Hose zu eng und die Finger konnten wir auch nicht voneinander lassen. Das Frühstück brachten wir schweigend grimasierend hinter uns, der Wirt kassierte lächelnd und bat, ihn bald wieder zu beehren. Carina fragte nach den Vornamen von ihm und seiner Frau. « Mais pourquoi, Madame ? » « Nous avons décidé aujourd’hui d’avoir des enfants, et ceux-ci doivent porter des prénoms qui rappellent cette auberge. » « Nous nous appelons Charles et Gaëlle. » Der Abschied endete mit Umarmungen und langem Winken.
4 – Wegstrecke
Volker steuerte den Bus Richtung Biskaya. Das Radio schwieg. Volker schwieg. Mir war nach singen. "Kann ich mein Handy mit dem Radio verbinden?" "Ja, klar, USB-Kabel oder Bluetooth?" "Was ist einfacher?" "Koppeln. Drück mal den blauen Knopf und gibt die Zahl vom Display ein." Ich hatte zwei Chansons von Charles Trenet dabei, die ich auswendig kannte – »Douce France« und »La Mer« – beide sang ich mit und bei La Mer stimmte Volker ein – pour la vie.
"Volker!" Verdutzt schaute ich zu Carina, Straße frei, Auto brummt, gute Laune macht sich breit und dann Alarm? "… wir müssen reden!" "Ja?" "Das Leben ist schön." "Ja …" "Aber es ist ein Urlaub, es ist ein Anfang, wir haben einen Wegpunkt Kinder, aber wir haben kein Ziel, keinen Kurs, kein Schiff, keinen Hafen – nur Zuversicht, Freundschaft, Vertrautheit." "Die letzten drei hielten gerade den Bus auf Kurs und uns vom Graben fern", grollte er. "Ups!" "Pour la vie – Option drei bedeutet, deine Option eins zu verwerfen oder als Arbeitsplatz in Deutschland gründlich umzuplanen, Option zwei mindestens zu variieren, mir eine – ich sag mal – Option vier zu schaffen, die mit deiner Option eins kompatibel ist, ebenso eine fünf für deine zwei oder eine Familien-Option sechs aus der zwei …" "Du kannst mich mit Zahlen nicht verwirren." "Schade." "Ich will bei Option drei nicht in Frankfurt bleiben, ich wünsche eine Kleinstadt mit guter Versorgung, Kitas, Bahnhof, kurzen Arbeitswegen zu meinem neuen Arbeitsplatz." "Gibt's bei Köln." "Echt? Einfach so?" "Ja, mach einen Haken dran, den Ort zeige ich dir auf der Rückfahrt. Versicherungen und Consulting gibt's in Köln, wie du sicher weißt, Beratungsbedarf auch in Bonn, wo noch einige Ministerien und Bundesämter sitzen. Es wäre gelacht, da nichts zu finden." "Oookay. Was ist mit Freunden? Wir werden da niemanden kennen." "Ja, das ist so. Ich brauchte jeweils drei bis vier Jahre, um mich nach einem Umzug in einer neuen Stadt heimisch zu fühlen, Anschluss zu finden." Carina nickte: "Meine Schwester sagte, dass die Kita für ein paar neue Freunde unter den Eltern und Vernetzung gut war." Ich nickte synchron. "Ich würde meine Arbeitsstelle grundsätzlich gern behalten und könnte die Familie als Vehikel nutzen, um die Reisetätigkeit aufzugeben." "Einfach so?" "Meinerseits ja, firmenseits weniger, aber da müssen die durch." "Wir fänden also ganz einfach Arbeit und Wohnung in einer Kleinstadt nahe Köln?" "Theoretisch ja, praktisch kostet es schon etwas Zeit und Mühe. – Drück mal auf 'Source', CD 3, Titel 5." Carina runzelte die Stirn, als das Radio mit "Wham! Bam!" losplärrte und ich feixte: "Ca plane pour moi …" Carina tanzte auf dem Sitz.
Volker macht mich wahnsinnig. Aus ein paar Bröckchen Anforderungen skizziert er so leicht einen Plan, der glatt laufen könnte, aus fast nichts etwas herleiten und erklären konnte er schon in der Schule gut. "Carina!" Ich zuckte zusammen. "Ja?" "Da vorn ist die Pont de Normandie. In Honfleur möchte ich Pause machen, dann bis Caen an der Küste weiterfahren." "Du magst nicht beim Fahren erschreckt werden, oder?" "Nein, wirklich nicht. Ich hab's beim Taxifahrern ein paarmal erlebt, einmal mündete es in einen Unfall. Danach habe ich es mir regelrecht abtrainiert, zu erschrecken, aber weder lässt es mich ganz unberührt noch mag ich es." "Okay, ich tue es nicht wieder. Würde es dich erschrecken, wenn ich das Klied ausziehe?" Ehe Volker antworten konnte, hatte ich das Oberteil auf die Hüfte geschoben und wenig später unterm Po hervorgezogen." "Ist das jetzt Selbstkasteiung?" "Nein, schöner Mann, die Sonne scheint und du sollst sehen, dass ich nichts im Schilde führe." "Ja, so ohne Schild und Schürze. Ist dir bewusst, dass wir gleich durch eine belebte Stadt fahren und da vorn eine Mautstelle mit Kameras und Lastern ist?" Ich glaube, ein paar Leute bekamen gute Laune.
Carina saß entspannt im Auto, lächelte und winkte, wenn jemand hupte. Als ich meinte, dass sei so unfair, erwiderte sie: "Nicht maulen, heulen oder hupen – bedenke: Anfassen darf die Hup-Partei nicht. Du möchtest vielleicht etwas mehr als nur anfassen, oder?" Dagegen war nichts vorzubringen. Also genoss sie die Fahrt über die Brücke, nestlete auf dem Zubringer nach Honfleur das Kleid wieder auf rechts und zog es an der Ortstafel über den Kopf. Langsam rutsche es über ihre Brüste und setzte auf dem Hüftgurt auf. Das blieb so bis zum Parkplatz, wie sie mir feixend zeigte. Beim Aussteigen fiel es schneller herab, als jemand wahrnehmen konnte, was darunter war. Carinas Spiel mit dem Feuer hatte mein Streichholz entflammt.
Volker schwankte zwischen entsetzt und erregt, aber abgesehen von Truckern an der Mautstelle hat niemand etwas gesehen und wirklich keiner ist erblindet. Volker hingegen war es wieder zu eng, wie ich erhoffte. Wir schnappten uns noch etwas vom gestrigen Einkauf und gingen zum Le Jardin des Personnalités für einen Blick auf die imposante Brücke und dann westwärts zum Strand. Ich blitzte ihn ein paar Mal mit dem Po an, aber es dauerte eine Weile, bis er an einem blickgeschützten Platz auf Tuchfühlung heran war. Ich zog seinen Hosenstall auf: "Hier. Jetzt." Sein Schwanz federte heraus, der Rockschoß war schnell drüber und er drückte sich an mich. "Dran ist nicht drin. Denk an das Schönste beim Sex." Er drückte seine Schwanz langsam in meine Pussy und ich hielt standhaft die Augen offen – eine Erinnerung aus Bild, Gefühl und Sex mit Volker. Lustigerweise kam er nach einer Minute. Ich küsste ihn flink: "'Komm 'rein, wann immer du willst' hat eine fordernde Schwester: 'Komm 'rein, wenn ich es möchte.'" Und ein zweiter Kuss folgte mit: "Und dir scheint es gefallen zu haben." Volker grinste schief: "Ja, schon. Bislang war ich zu brav dafür, du lehrst mich brave zu sein." Ich küsste ihn ein drittes Mal und dieses Mal ließ er nicht los. "Ich hätte da noch einen Punkt für unser freundschaftliches Zusammenleben …" "Ja?" "Egal, was wir tun – oder uns antun – mindestens einmal am Tag werden wir Sex haben, mindestens einmal die Woche etwas neues ausprobieren." "Das klingt traumhaft, aber wo ist der Haken?" "Das Übliche – du darfst keine Göttin neben mir –nee halt, du darst nicht fremdgehen." "Warum sollte ich bei dem Angebot? Augenblick, mein Schnürsenkel." Kaum kniete er, war seinen Kopf unterm Kleid, und er blies auf die nasse Pussy, was mich erschauern ließ. "Ich sehe sie. Zählt doch, oder?" Und dann leckte er mich, dass mir die Knie weich wurden.
Carina schmeckte göttlich (ich meine, bei der Referenz). Nach der Austernmahlzeit kam ich wieder hoch und sah ihr in die Augen. Lachfältchen spielten in ihren Augenwinkeln. "Nein, das zählt nicht, aber du adaptierst schnell. Doch zur Strafe musst dich um deinen Sandwurm selbst kümmern." Der war weniger appetitlich, weniger prall, sandig, angetrocknet – sicher keine Götterspeise– also Tempo, denn Carina schlenderte weiter. Ein wenig später fand sie eine Bank und ich packte den Rucksack aus. Sie nahm eine Traube und aß sie, eine zweite bot sie mir zum Kuss. Eine dritte kauend sagte sie: "Ich finde, die Regel »beim Essen spricht man nicht« sollte suspendiert werden, denn wir sind schon alleine groß." Ich prustete den Schluck Wasser aus. "Du musst nicht übertreiben", fuhr sie fort. "Können wir gleich noch etwas einkaufen und uns heute einen abgeschiedenen Platz am Meer suchen?" "Hmm." "Ich möchte im Bus schlafen, am Strand Wein trinken, im Mondschein baden, von dir gewärmt werden." "Dein Wunsch sei mir Befehl." "Und was willst du?" "Ich möchte bei allen Punkten das Wort nackt ergänzen." Carina prustete. "Auch beim Einkaufen?" Touché.
5 – Wegwarte
Volker steuerte einen Supermarkt in Honfleur an und mit zwei Tüten feiner Sachen zogen wir Richtung Deauville ab, um an der Küste weiterzufahren. Die Sonne blitze, das Meer und ich auch. Das Radio spielte Musik von ihm oder mir, wir sangen mit oder alberten herum. Wir hatten Mont St. Michel auf der Liste der Sehenswürdigkeiten, aber es war so überlaufen, dass wir neu bewerteten und wendeten, um nach Cancale zu fahren – Sightseeing, Eis, Kinder, Geplapper, Souvenirs und alles was das Herz begehrt. In einem Café hörte ich wie zwei Leute von einem Parkplatz bei Le Verger sprachen und stieß Volker an: "Hör mal."
Carina hatte gut aufgepasst, denn die Nachbarn sprachen von einem kleinen Parkplatz am Meer, der ohne Campingverbot war – für unseren Übernachtungsplan klang das ideal. Nach der Karte kamen drei in Frage und wir steuerten den strandnächsten an. "Oh, guckmal, wenn wir hier stehen, sieht uns keiner, der Strand ist keine 50m entfernt und da geht's zu einer Klippe hinauf", jubelte Carina. Also gingen wir hinauf und setzten uns ins Gras am Pfad mit einem grandiosen Blick auf das Meer. Carina setze sich vor mich, lehnte sich an und seufzte. Ich roch ihr Haar, fühlte ihre Wärme, ihre Nähe und mich sauwohl. Vor mir wogten das Meer und ihre Brüste. Allein der Blick aufs Meer wäre erfreulich genug. Ich pfiff ein paar Takte und Carina sang leise: « Qu'on voit danser, Le long des golfes clairs, A des reflets d'argent … « Hinter uns stimmte eine Frau ein, dann ein Mann und noch ein Paar – wir hatten einen spontanen Flashmob. Singend wandten uns um, vier fröhliche Gesichter.
Nach dem letzten Vers bedankten wir uns, was lächelnd zurückgewiesen wurde. Als sie uns mit schrecklichem Akzent hörten, konnten sie nicht widerstehen; dass wir den in Frankreich beliebten Chanson kannten, verblüffte und freute sie gleichermaßen. Daraus entwicklet sich ein Gepräch über das woher und wohin. Die beiden Älteren waren Jacques und Bérangère von der Gironde auf Besuch bei ihrer Tochter Griselle und dem englischen Schwiegersohn John. Als wir unseren Plan erwähnten an der Biskaya entlang zu fahren, drängte sie auf einen Besuch in Soulac-sur-mer, das sie uns gern zeigen würde. Volker nickte und ich sagte gern zu.
Als die Franzosen sich verabschiedet hatten, leuchtete Carina noch: "Ich weiß, welchen Aufwand ein organisierter Flashmob verursacht und welche Freude er macht. –Hach. Das hier war außerirdisch, einmalig …" "Superkalifragilistischexpiallegetisch? Unsere Optionen stinken dagegen ab, besser wird es nicht. Sollen wir uns die Klippen hinabstürzen?" Sie zog mich an sich: "Den Knuff bekommst du später, Stiesel. In mir summt noch alles, mir geht das Herz über." Arm in Arm gingen wir zum Bus und ich summte laut. An einer Stelle mit blauen Blüten zupfte ich zwei Zweige ab, einen steckte ich in Carina ins Haar und bekam einen Kuss. Der andere kam ins Löschblatt des Reise-Notizbuchs: Pointe des Daules, 22. Juni.
Als wir am Bus ankamen, war die Dämmerung nicht mehr weit, Hunger, Strand, Baden, Flashmob fuhren mit mir Achterbahn – ich musste mit Sophie reden. "Volker, Schatz?!", säuselte ich übermütig. Er runzelte die Stirn und guckte unwirsch: "Wer bist du und was hast du mit Carina gemacht?" Ich lachte ihn an: "Carina braucht gerade eine Dosis große Schwester. Kann ich dich allein lassen?" Er feixte zurück: "Ja, bitte, das wurde gerade zuviel Zuckerguss."
Es war faszinierend zu sehen, wie Carina telefonierte. Sie ging sie über den Parkplatz, setzte sich auf eine Bank, lief gestikulierend weiter, raufte sich die Haare, holte sich eine Decke aus dem Bus, saß wieder auf der Bank, aber mit untergeschlagenen Beinen, steckte die Haare hoch und zupfte hier und da an der Decke, bis es wie ein Kegel mit Kugel und Puschel aussah. Mir wurde warm ums Herz. Ich schnippelte uns eine Platte mit Fingerfood zurecht, kochte einen Tee, den sie bestimmt haben wollte. Als ihr Handy erlosch, ging ich hinüber.
Sophie hatte mir zugehört, gelacht, den Kopf gewaschen und meinte schließlich, dass ich sie schon öfter als Vorbild genommen und dann etwas übertrieben habe. Sie gönne mir das Abenteuer, in das ich mich gerade stürze, die Achterbahnfahrt der Gefühle und das Glück, was daraus erwachsen könne, und das glückliche Geschick, es zu managen, denn die Idee sei mal meine eigene und nicht blöde. Aber ich solle doch mal emotinal zwei Gänge herunterschalten, einen Schritt neben mich treten, die scharfe Analyse versuchen, zu der ich fähig sein. Das wollte ich gar nicht hören. Volkers Schritte knirschten auf dem Kies. "Na?"
Carina schaute auf, die überbordende Fröhlichkeit war weggeblasen, ihr Blick war wach und neugierig. Ich zog Platte und Thermoskanne hinter dem Rücken hervor, sie öffnete mit einem Lächeln und einladender Handbewegung die Decke. Wir saßen wie am Nachmittag hintereinander, diesmals rittlings auf einer Bank. Carina war ausgekühlt und drückte sich an mich, nahm den heißen Tee, ein Stückchen von der Platte und mit einem schnellen Drehen und Kuss auf die Wange schob sie es mir in den Mund. "Danke", murmelte sie. Schluck um Schluck und Bissen um Bissen wurde sie wieder wärmer.
"Bin ich überdreht? Hab ich mich hinreißen lassen? Will ich zu schnell, zu viel? Treibe ich an, statt treiben zu lassen? Vor zehn Tagen war ich noch in Alltagsroutinen zwischen Büro und Bett, effizient, unterdrückte Emotionen und ein Opernabend war der Gipfel der Genüsse." Er küsste meinen Nacken und schloss mich fest in seine Arme. "Ich weiß nicht, wie du in der »großen Kontaktpause« warst, aber du benimmst du dich ziemlich so, wie ich dich in Erinnerung habe – abgesehen von deiner Suche nach meiner Nähe." Ich drehte mich zu ihm um: "Sophie freut sich, aber bremst ein wenig." "Was sollte sie vernünftigerweise anderes tun?" "Bist du immer so abgeklärt?" Er grinste: "»Wise men wait, only fools rush in.« Was hast du über Strohfeuer der Verliebtheit gesagt? Wie lange hast du dich verkrochen? Was haben wir in nur zwei Tagen erlebt? Ich glaube, du hast einfach einen Glückskater und vorhin hat es dich über die Klippe gestoßen." "Und jetzt?" "Wird es wieder ruhiger. Wir gehen an den Strand für einen langen Spaziergang oder noch schnell baden oder schlafen. Und wenn wir leise gehen, den Wind und die Wellen hören, der Atem ruhig wird, wirst du merken, das Glück nicht immer laut, fröhlich, singend ist, aber das Ständchen wird eine bleibende Erinnerung werden. Ich habe dich vorhin beim Telefonieren beobachtet – nicht gelauscht, nur zugesehen – das hat mich glücklich gemacht, stillvergnügt Schnittchen und Tee zubereiten, aus dem Fenster gucken, auch das wird eine Erinnerung bleiben. Eben die kleinen Dinge des Lebens."
"Bitte lass uns an den Strand gehen." Carina stand auf die Decke um sich geschlungen und wartete, bis ich vom Bus zurückkam. Langsam schlenderten wir durch den Dünenweg zum Strand bis an den Spülsaum und daran entlang. Mit der fortgeschrittenen Dämmerung leerte sich der Strand. Wir waren bald darauf allein. Carina setzte sich und winkte mich zu sich. Nach ein paar Minuten fragte sie: "Was willst du?" "Hm. Ich könnte noch eine Weile weitermachen, aber würde langfristig als einsamer, reicher Sack enden. Mir fehlte eine Perspektive, du zeigst eine auf." "Und wenn es nicht fliegt, ruiniert es unsere Freundschaft?" "Dann ist es ein Abschlussfeuerwerk – für die nächste lange Pause. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir es so vor die Wand fahren, dass wir nie wieder miteinander reden wollen. Aber jetzt würde ich lieber der Nacht zuhören." "Komm her", sagte sie und rutschte auf meinen Schoß und schmiegte sich an mich.
Die Decke wärmte uns und auf Volkers Schoß hatte ich es warm, während er trotz eines Deckenzipfels auf dem feuchten Sand saß und sich nicht beklagte. Gedankenverloren imitierte ich sein Streicheln spiegelverkehrt. Nach einer Weile bemerkte er es und lächelnd wurde er frecher, anzüglicher und als er meinen Po erreichte, was ich nicht spiegeln konnte, zog ich seinen Hosenstall auf. Er hielt inne und befreite seinen Schwanz, um ihn mir einzuführen. Als ich tief Luft holte, drückte er seinen Finger auf meine Lippen. So raschelten wir mit Kleidern und Decke, knirschte der Sand, wehte der Wind, plätscherten die Wellen und gluckste meine Pussy mit jedem Schub und Stoß. Als mich die Wellen des Orgasmus's schüttelten, kam Volker warm und schnaufend. "Psst!", küsste und drückte ich ihn.
Carina warf die Decke ab und erhob sich schweigend, aber unsere Säften sprudelten aus ihr auf meine Hose. Ich stand auf und zog sie aus, Carina runzelte die Stirn, bei meinem Hemd stand ihr Mund offen und als ich sie nackt zum Meer winkte, hatte sie die Hand für ein stummes "Oh!" vor dem Mund. Ich lief zum Wasser und ehe ich es erreichte, flitze Carina an mir vorbei. Spritzend und quietschend lief sie hinein: "Scheiße, ist das kalt!" Mein Bio-Thermometer bestätigte eine sehr niedrige Temperatur, aber wurde wieder sauberer. Ausgetobt und erfrischt liefen wir zu den Sachen, Carina griff nach dem Kleid und auf ein "Tststs!" stutzte sie. Ich raffte wahllos unser Zeug zusammen, rollte es in die Decke und reichte Carina meine freie Hand. Lächelnd gab sie mir einen Kuss auf die Wange und wir liefen zum Bus, wie Gott uns schuf.
Volker kam aus sich heraus, als er zum nackt zurücklief. Es war ziemlich frisch, doch auch heiß. Ich tanzte ein wenig an seiner Hand und er lief stoisch ohne loszulassen – wenn unser Leben so laufen würde, hätte ich keine Bange. Am Bus klapperten mir aber schließlich die Zähne und Volker feixte: "Kindern musst du jetzt noch eine heiße Milch machen, zum Zähne putzen ermahnen, zu Bett bringen, eine Gute-Nacht-Geschichte erzählen und schließlich dreimal zurückscheuchen. Schlafsäcke und Wärme könnten uns einen Teil des Dramas ersparen, oder?" Ich nickte, wir putzten Zähne und krochen zwischen die ausgebreiteten Schlafsäcke. Aneinander gekuschelt lauschten wir dem Wind, sahen Sterne blinken und schliefen ein.
6 – Wegesrand
Vogelzwitschern und Wärme weckte mich, aber Carina nicht. Die Sonne spielte in ihren Haaren, sie roch nach Meer und ihre Wärme machte Lust auf sie, meine Morgenlatte stand eh schon parat. Langsam und vorsichtig brachte ich mich hinter ihr in Stellung, verschmierte meinen Lusttropfen an ihrem Eingang und drang noch langsamer ein. Carina seufzte: "Den Wecker abonniere ich auch", und wackelte mit dem Po. Dann drehte sie strahlend den Kopf, gab mir einen Kuss und wollte wissen: "Wie lange hast du überlegt?" "Zu kurz, zu wenig." "Böser Mann!" Sachte kreiste ihr Becken, ich schmiegte mich an sie und legte eine Hand auf ihre Brust. So sollten mehr Montage beginnen.
Volker weckte mit Sex, wie kann ein Montag besser beginnen?! Ich ließ ihn machen und genoss den Tagesbeginn. Als er fertig war, präsentierte ich im die Sauerei und lächelte ihn an: "Saubermachen!" Er murmelte etwas von "unersättliche Frau" und brachte mich über die Klippe. Schnaufend lag ich neben ihm und gab ihm einen langen Kuss. "Kommst du mit an den Strand? Ich will etwas laufen, ins Wasser hüpfen, Yoga machen und die Duschen am Strand nutzen – ich klebe." "Ja, laufen, duschen, frühstücken sind meine Wünsche. Wollen wir heute weiterfahren oder einen Tag bleiben?" "Hm, es ist schön hier und anderswo ist's vielleicht noch schöner. Lass uns bis Mittag bleiben und dann fahren."
Carina schlüpfte in das Kleid von gestern, ich schnappte mir eine Shorts und T-Shirt und meinte zu ihr: "Möchtest du zum Laufen lieber eine Shorts von mir haben?" Sie schüttelte den Kopf: "Viel zu wenig Beinfreiheit." Dann gab ich ihr noch ein Klettband für den Knöchel, in dem der zweite Busschlüssel war, was sie lächelnd quittierte, als ich das andere anlegte. Dann liefen wir am Strand zweimal auf und ab, bis sie meinte, für sie seien nun Meer und Yoga dran. Nach einem Kuss ließ sie das Kleid fallen und bog zum Wasser ab. Als ich wieder vorbeikam, hatte sie das Kleid als Yogamatte entfremdet, aber ich hatte mein Pensum noch nicht erreicht. Doch beim übernächsten Mal blieb ich stehen und sah ihr zu. Was gibt es schöneres als eine nackte Frau, die am Strand Yoga treibt? Eine, die mir dabei zulächelt.
Die Ruhe am Strand war himmlisch, allein mir Sand, Wind und Meer spulte ich meine Übung ab. Nur Volker lief mehrfach vorbei, bis er sich setzte, um zuzuschauen – ob er nochmal die Initiative ergreift? Ich lächelte, so oder so wäre es recht. Schließlich war ich mit meinem Program fertig und wandte mich ihm im Schneidersitz zu: "Bereit für Dusche und Frühstück oder noch etwas Gymnastik, Dehnübungen?" Ich spreitze die Beine und zeigte ihm eine aufklaffende Pussy. Er streifte die Shorts ab und sein Semaphor signalisierte Dienstbereitschaft. Schnell war ich über ihm: "Das kannst du doch nicht in der Öffentlichkeit zeigen, komm, ich versteck dich."
Sex on the beach ist – ziemlich sandig. Kaum zu fassen, wo Sand hinfindet, reibt und scheuert. Aber eine entfesselte Carina ritt mit geschlossenen Augen auf meinem kleinen Freund, es machte den Sand vergessen, wie ihre Haare im Wind wehten, ihre Brüste wippten, die Nippel hart waren und blinkten, Sommersprossen und Gänsehaut soweit Augen und Hände reichten. Carina zog sich zusammen, sank kommend auf mich und nach ein paar Stößen gab ich meinen Senf dazu. Seufzend küsste sie mich: "Jetzt wird es Zeit für eine Dusche, heißen Kaffee und Essen." Sie stand auf, reichte mir eine Hand, nur um mir das T-Shirt über den Kopf zu ziehen: "Erstens brauchst du es beim duschen nicht, zweitens ist es solidarisch, mit mir zu frieren und drittens stört es bei »Hand in Hand nackt über'n Strand« den Eindruck und die Performance." "Die Regel ist frisch geboren, oder? Kann sie schon laufen?" Ich schulterte sie und marschierte los, sie quiekte, klatschte dann auf meinen Hintern: "Mach schneller oder lass mich runter!"
Der rabiate Kerl wollte sich nicht wehrlos in sein Schicksal fügen, mit einer schönen Frau nackt über den Strand zu laufen, aber er gab nach. An der kalten Dusche rieben wir uns gegenseitig die Rücken ab, er hatte sogar eine kleine Tube Duschgel in der Shorts versteckt, die mich nun ein wenig nach ihm riechen ließ. Auf dem Weg von der Dusche zum Bus kamen uns die ersten Leute entgegen, Lächeln und Missbilligung, freundliche Grüße und Pfeifen waren dabei – was so ein schöner, nackter Mann alles hervorruft. Volker schnappte sich Hose, Hemd, Sandalen, seine Geldbörse und fragte, wieviele Croissants oder was es sonst sein sollte, ob ich Kaffee machen würde. Mit einem Kuss ging er davon und kam wenig später pfeifend zurück, als gerade die Kaffeekanne röchelte. Aneinandergelehnt saßen wir an der Bustür, dampfender Kaffee, ein Pain au chocolat, ein Freund, ein Mann, ein Strand – es summte wieder.
"Es füllt sich langsam, wir müssen eine Decke am Strand ausbreiten …" "… und uns als Deutsche outen?" "Ja," grinste ich, "oder wir stoßen nochmal um und suchen uns eine ruhigere Ecke, an der du den fehlenden Bikini vorführen kannst." "Meinen Bikini kann ich überall zeigen", streckte ich ihm die Zunge raus, "du aber nicht deine Begeisterung für ihn – oder ist sie erschöpft?" Ich lachte: "Comme ci, comme ça."
Wir blieben noch den Vormittag und vertrödelten Zeit am Strand, lagen in der Sonne und badeten. Volker hatte in den Tiefen seines Busses eine Strandmuschel, was mir wegen des Halbschattens ganz recht war – nichts gegen nacktes Sonnenbaden, aber meine Sommersprossen vertragen weniger als Volkers dunkle Pelle. Er schlenderte am Spülsaum zu den Klippen, wo ich ihn aus den Augen verlor. Nach eine Weile tropfte es auf meinen Rücken. "Schau mal, Carina, wenn du zwischen uns dreien wählen müsstest, was wäre dein Favorit: eine Muschel, verschlossen, stabil, schweigsam und nicht störend, ein Krebs, der dich auf Trab hält, aber in viele Arme kann schließen kann, oder ein Schelm, der dich auf den Arm nimmt?" "Ich nehme den Schelm, der küsst besser. Was habe ich gewonnen?" Er küsste mich – das erste Mal agierte er und reagierte nicht bloß auf meine. "Das hat ganz schön gedauert, mein Lieber. Kann ich das bitte öfter haben? Und nun bring die beiden Kreaturen zurück ins Meer."
Carina warf sich das Kleid über und begleitete mich zur Klippe, wo wir beide aussetzten und noch einmal zur Pointe des Daules hinauf stiegen – tschüß, Nordsee und Kanal, allons au golfe de Gascogne. Muschel abbrechen, Auto für die Fahrt klar machen lief schnell ab, dann brummte der Jockel wieder und wühlte sich aus dem Sand des Parkplatzes.
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
KarlKnaller hat 4 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für KarlKnaller, inkl. aller Geschichten Email: karl.knaller@gmx.de | |
|
Ihre Name: |
|