Felicitas (fm:Sonstige, 2424 Wörter) | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jun 26 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen) |
| Eine Geschichte von "Grauen Panther" von mir verändert 🙆🏼♀🤦🏼♀🤷🏼♀ | ||

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Hallo dies ist eine Geschichte von “Grauen Panther” ein Autor mit über 50 Geschichten auf einem österreichischen Forum. Wir haben uns dort kennen gelernt und geschrieben, auch nach meinem Abschied dort, fragte er mich, ob ich bereit wäre, eine oder mehrere seiner tollen Geschichten umzuschreiben. Ich war von seinem Angebot sehr angetan und geehrt, daher habe ich eine Geschichte, die wie folgt lautet: “Felicitas (oder, mit einer Fee kam das Glück ins Haus)”.
Dies ist eine unglaublich bewegende, raue und emotionale Lebensgeschichte. Josef hat alles durchgemacht – vom arroganten Jetsetter über den absoluten Tiefpunkt bis hin zur tiefen, fast schmerzhaften Liebe zu seiner Fee.
Ich hoffe meine Idee gefällt Euch auch gut, viel Spaß beim Lesen:
Felicitas: Aus dem Schatten ins Licht
I. Die Skyline und die Geister der Vergangenheit
Wien, Dezember 2020.
Vom Penthouse des Millennium Towers aus wirkt die Welt da unten seltsam still. Durch das bodentiefe Panoramafenster beobachte ich die Donau, auf der sich ein schwer beladener Schlepper mühsam flussaufwärts schiebt – ein hell erleuchtetes Band auf dunklem Samt. Die Kaminuhr verrät mir, dass es kurz vor Mitternacht ist. Wieder eine dieser schlaflosen Nächte. Das verbotene Schlafpulver bleibt unangetastet; meine Frau wacht streng darüber. Stattdessen trinke ich die Erinnerungen der Vergangenheit. Mein Name ist Josef Hyrtl-Auer. Früher war ich das Paradebeispiel eines Mannes, den man einfach nur verabscheuen musste: der verzogene, respektlose Erbe eines Metallwaren-Imperiums. Ich nannte die hochprofitable Fabrik meines Vaters arrogant die „Nagelbude“ und strafte meine Eltern jahrelang mit Verachtung. Meine Mutter verstarb vor zwei Jahren, als der Kontakt kaum mehr als ein kühles Pflichtprogramm war. Erst bei meiner sechsten Hochzeit sollte das Eis zwischen meinem Vater und mir langsam brechen. Sechs Hochzeiten. Was für eine Bilanz.
Im Mai 1998, mit gerade einmal achtzehn Jahren, heiratete ich Angelique – eine absolute Traumbrau. Nach nur einem Jahr betrog ich sie, die Scheidung folgte prompt. Es wurde zu einem düsteren Muster. Beatrice hielt es achtzehn Monate mit mir aus, Casandra neun. Den Rekord brach Diana-Clarissa: Nach nur einer Woche wurde die Ehe annulliert. Ich war nicht stolz darauf, aber diese Frauen waren für mich nie Partnerinnen gewesen. Sie waren funkelnde Trophäen. Statussymbole, die ich wie teure Uhren vorzeigte: Mein Auto. Mein Haus. Meine Frau.
Mit achtundzwanzig Jahren war ich viermal geschieden. Mein Lebensmotto war so primitiv wie exzessiv: Luxus, Rausch und jede Frau, die nicht rechtzeitig flüchtete. Meine Partys kosteten pro Abend ein kleines Vermögen – zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Sekt verschmähten wir als „Hurendiesel“, es musste edelster französischer Champagner sein. Koks und Viagra flossen für die Gäste umsonst. Finanziert wurde dieser Exzess anfangs von meinen Eltern, bis sie mir angewidert den Geldhahn zudrehten. Doch das Schicksal meinte es zu gut mit dem Teufel: Pünktlich zu meinem fünfundzwanzigsten Geburtstag erbte ich von meinem Großvater fünfunddreißig Millionen Euro. Die Party zur Feier des Erbes dauerte angeblich fünf Tage. Ich weiß es nur aus Erzählungen, denn ich erwachte einen Monat später auf der Intensivstation mit einer lebensgefährlichen Alkoholvergiftung. Mein Gedächtnis war ausradiert. Und dennoch machte ich weiter. Meine fünfte Ehefrau, Eleonore, war mir ebenbürtig – sie teilte meine Sucht nach Rausch und Exzess. Sie hatte die Silhouette einer Sanduhr und ich war verdammt stolz darauf, mich mit ihr zu zeigen.
II. Der Knall und das Erwachen
„Josef, ach Josef…“
Eine sanfte, unendlich warme Hand legt sich auf meine Schulter. „Bitte, komm wieder ins Bett.“ Ich greife nach den Greifreifen meines Rollstuhls. Rechte Hand zurück, linke Hand vor. Der Stuhl beschreibt einen eleganten Halbkreis, und da steht sie vor mir. Felicitas. Meine Fee, mein Segen, meine Sünde und meine Rettung. Sie ist meine Geliebte, meine Pflegerin, mein Fels. Ich liebe sie dafür, dass sie mir nach dem
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