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Das verlorene Herz Teil II (fm:Romantisch, 3677 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 28 2026 Gesehen / Gelesen: 41 / 33 [80%] Bewertung Teil: 9.00 (1 Stimme)
Janet verabredet sich mit Lisa zum Abendessen.


Ersties, authentischer amateur Sex


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"Wenigstens etwas, auch wenn es dir kaum ein Trost sein kann. Gut das du nicht schneller unterwegs warst, das war wirklich knapp." "Stimmt, da hatte ich wirklich Glück!" Und dann mehr zu sich selbst und sehr leise. "Andere hatten weniger davon."

"Möchtest du mir die Geschichte zu deiner Kette erzählen?" Fragte ich frei heraus. Lisa sah auf die Uhr. "Ein anderrmal vielleicht, ich muss langsam los. Hast du schon Cornelia gefragt, wann sie wieder hier ist?" "Da hat sich leider nichts geändert, sie sucht eine neue Mitbewohnerin für ihre Studentenwohnung und bevor das nicht geklärt ist, kommt sie da nicht weg. Sie sagte mir, wir sollen ohne sie gehen, damit ich mal wieder nach draußen komme."

Ich lächelte, aber leider hatte Cornelia nicht ganz Unrecht damit, seitdem sie nicht mehr hier wohnte, war ich wieder auf dem Weg in meine eigene "Festung der Einsamkeit". "Gut, dann nur wir beide. Wie wäre es kommenden Samstag? Sagen wir 19 Uhr im Le Cygne Noir?" Ich machte grosse Augen. "Da bekommen wir niemals einen Tisch." Lisa lächelte. "Ich schon!"

"Gut, dann kommenden Samstag 19 Uhr im Le Cygne Noir, ich freu mich." Lisa verabschiedete sich von mir und ich kümmerte mich wieder um meinen Einkauf.

Am Abend telefonierte ich mit Cornelia und erzählte ihr, wie Lisa sich verhalten hat, als sie ihre Kette abgeholt hat, das beschäftigte mich schon den ganzen Tag. "Der Schmerz der Welt, ist nicht dein Schmerz, Janet." "Das sagst du so einfach, sie scheint mir von einer tiefen Traurigkeit beherrscht zu sein." "Ihr seht euch doch kommenden Samstag, hol sie dir, Tigerin! Vernasch sie! So wie du mich vernascht hast, bring sie auf andere Gedanken." "Nicht jede Frau auf dieser Welt ist bi oder lesbisch, ausserdem bin ich mir bis heute nicht sicher, ob ich dich oder vielleicht nicht doch du mich vernascht hast." Ich wusste das Cornelia in dem Moment ein verschmitztes Lächeln auf ihren Lippen trug.

"Was hast du an?" Fragte sie mich. "Eine schlabrige, kurze Hose und ein ausgeleiertes Shirt." "Ich habe nur ein T-Shirt an, ansonsten bin ich nackt. Ich habe mir vorhin gerade meine Muschi frisch rasiert, sie ist jetzt wieder herrlich glatt und… Ohhh! Sehr empfindlich. Ein wenig feucht bin ich auch! Ich streichel mich ein bisschen. Hmmm! Das fühlt sich gut an! Wo ist die Hand, mit der du gerade nicht das Telefon hältst?"

Ich konnte mich Cornelias Spiel nicht entziehen und streichelte mich gerade zärtlich selbst. "Bist du noch da?" "Die Hand ist in meinem Höschen." Antwortete ich. "Was fühlst du?" "Das ich sehr empfindlich bin, meine Finger zittern beinahe ein wenig, während ich mich streichle."

"Bist du schon ein bisschen feucht?" "Ja!" Antwortete ich mit heiserer Stimme. "Hol dir ein bisschen von der Feuchtigkeit für deine Finger und dann suche deine kleine Perle. Wecke sie auf." "Das tut gut." Gurrte ich.

Ich streichelte vorsichtig die kleine Knospe, hörte Cornelias stöhnen am Telefon, was mich zusätzlich erregte, glitt mit der Hand unter mein Shirt, massierte mit Daumen und Zeigefinger abwechselnd die beiden harten Brustwarzen.

Dann sprang ich auf, zog das Shirt aus, stellte mein Telefon auf Lautsprecher und legte mich wieder hin. "Ich habe jetzt beide Hände frei." Sagte ich. Cornelia stöhnte, sie hatte anscheinend einen ziemlichen Vorsprung. "Was tust du mit deinen Händen?" "Eine massiert abwechselnd meine Nippel, die andere streichelt meine Perle. Sie ist. Hmmm! Sie ist dick und rund!"

Cornelia stöhnte. "Ich komme!" Ich steckte mir zwei Finger in den Mund, saugte daran und massierte dann wieder die pochende Knospe, dann war es auch bei mir so weit. Ein schöner, entspannender Höhepunkt überwältigte mich.

Ich lag schwer atmend auf meiner Couch. "Hey Süße, bist du noch da?" Plärte mein Telefon. Ich nahm es wieder in die Hand. "Dankeschön." Sagte ich. "War mir ein Vergnügen! Ich musste dich dringend auf andere Gedanken bringen."

"Das hast du geschafft." "Mach dir mit Lisa einen schönen Abend, ich mache mir bisschen Sorgen um dich. Die Leute mögen dich, du hast keinen Grund dich zu Hause zu verkriechen. Es tut mir leid, das ich nicht da bin." "Mach dir keine Sorgen, ich habe dir viel zu verdanken und du hast recht, ich muss wieder mehr nach draußen. Morgen Nachmittag mache ich eine Radtour."

Samstag Nachmittag hatte ich frei und freute mich auf eine Runde mit meinem Rad. Einfach mal rauskommen, andere Leute sehen und das schöne Wetter genießen. Gerade hatte ich jemanden überholt, aber nicht auf die Person geachtet. "Janet?" Ich drehte mich um. "Lisa!"

Ich fuhr an die Seite und hielt an, Lisa hielt neben mir. "Du bist aber flott unterwegs." Sagte sie. "Frau tut was sie kann." Antwortete ich lächelnd. "Und bei dir? Hast du noch Schmerzen? Ja schon, aber ich musste einfach mal wieder raus und da mein Rad seit einigen Tagen wieder in Ordnung ist, bin ich einfach mal sachte losgefahren."

"Wollen wir ein Stückchen gemeinsam fahren?" "Sehr gern." So radelten wir einige Zeit entspannt nebeneinander her und unterhielten uns dabei. "Nicht weit von hier ist eine ehemalige Kiesgrube, die heute ein beliebter Badesee ist, da wollte ich eigentlich hin." Erzählte Lisa. "Ich habe leider keine Badesachen dabei, komme aber trotzdem gerne mit." "Mein Handtuch ist gross genug für uns beide und wenn es dich nicht stört, dann gehen wir einfach nackt baden." "Das stört mich nicht." Antwortete ich und warf einen unauffälligen Blick auf Lisa. Jetzt freute ich mich darauf, diesen durchtrainierten Körper bald nackt zu sehen.

Wir schlossen die Räder an, Lisa holte eine Decke, ein grosses Handtuch und eine Tasche aus ihren Satteltaschen. Die Decke breiteten wir aus, an der von Lisa gewählten Stelle waren wir alleine. "Würdest du mir mit meinem Shirt helfen? Wegen der Prellung." "Natürlich. Kein Problem." Lisa streckte vorsichtig die Arme nach oben und ich zog ihr das Shirt über den Kopf.

Einen BH trug sie nicht, den benötigte sie auch nicht. Lisa hatte einen schlanken, trainierten Oberkörper und zwei zierliche, straffe Brüste. Darunter einen häßlichen Bluterguß in grün und gelb. "Das schlimmste hast du überstanden." Sagte ich und bemerkte, das ich Lisa anstarrte. "Es tut auch schon nicht mehr so weh, wie letzte Woche. Danke fürs ausziehen." Sagte sie lächelnd.

Während Lisa sich ungezwungen weiter vor mir auszog, wendete ich meinen Blick von ihrem traumhaften Körper ab und entledigte mich selbst meines Oberteils, mein BH folgte, kurz darauf die kurze Hose und zuletzt mein Slip. Lisa drehte mir ihren Rücken zu und präsentierte mir einen kleinen süssen Po, den ich zum anbeißen fand.

"Wie machst du das mit deinem Knie?" Fragte ich. "Ich habe eine wasserdichte Manschette dafür. Das funktioniert super, habe ich inzwischen schon mehrfach in der Badewanne getestet." Sie kramte die Manschette aus ihrer Tasche und streifte sie über ihr Knie. "Sie hat sich irgendwie verdreht, zu Hause hat das immer hervorragend funktioniert. Sorry, kannst du mir nochmal helfen?"

"Natürlich." Sagte ich und kniete mich vor Lisa auf die Decke. Als ich die Manschette gerichtet hatte, sah ich nach vorn. Ich sah einen süssen, schmalen Schlitz und darüber einen Venushügeln mit einem V-förmig rasierten, blonden Landestreifen. Anscheinend waren ihre blonden Haare wirklich echt. Mir lief nicht nur im Munde das Wasser zusammen. Schnell wendete ich den Blick ab und stand auf.

"Wenn das so weiter geht, muss ich dich bald zweimal zum Essen einladen." Sagte Lisa mit einem Lächeln. "Alles gut. Ich helfe gerne und bin eigentlich recht froh, daß ich dich getroffen habe. Wahrscheinlich wäre ich sonst jetzt schon wieder auf dem Heimweg." Antwortete ich. "Das wäre schade, bei dem schönen Wetter. Laß uns ins Wasser gehen. Mal sehen, wie das schwimmen mit der Prellung funktioniert."

Nachdem die Bewegungen Lisa anfangs wie zu erwarten war, noch Schmerzen bereiteten, hatten diese dann schnell nachgelassen und wir verbrachten einige Zeit schwimmend im Wasser. Es fühlte sich gut an, mal nicht alleine zu sein, auch wenn die Umstände mich gerade etwas verunsicherten.

Ich empfand Lisas Gesellschaft als sehr angenehm, fühlte mich aber ein wenig, als würde ich Cornelia gerade hintergehen, was wahrscheinlich doppelt lächerlich war. Erstens hatten wir ja eigentlich keine feste Beziehung und zweitens war Lisa nichts weiter als eine, zugegeben etwas ungewöhnlich entstandene Bekanntschaft, die sicherlich keinerlei sexuelle Absichten hegte.

Wir trockneten uns nacheinander mit Lisas grossem Badetuch ab, anschließend machten wir es uns, nur mit Slip bekleidet, auf ihrer Decke bequem und setzten unsere begonnene Unterhaltung fort. Lisa erzählte mir von ihrer Arbeit, sie arbeitete als Polizistin in einer Reiterstaffel, ab und an half sie in der Stadt bei der Fahrradstreife aus, zum einen um Personalengpässe zu überbrücken und gleichzeitig nutzte sie die Bewegung als zusätzliches Training.

Sie liebte ihre Arbeit und litt gerade darunter, das sie nicht arbeiten durfte. Ihr Pferd wurde durch einen Kollegen versorgt und wenn es nach dem Dienstarzt ging, würde das wohl auch wenigstens noch zwei Wochen so bleiben. "Mir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf. Deshalb habe ich mir das Rad geschnappt und es einfach mal probiert und zum Glück dann dich getroffen."

"Wohnst du alleine?" Fragte ich. "Ja. Seit etwa einem Jahr lebe ich wieder alleine. Wie ist das bei dir?" "Es ist kompliziert." Sagte ich. "Erzählst du mir davon?" "Du kennst ja Cornelia, ich habe zwar keine feste Beziehung mit ihr, aber irgendwie so etwas ähnliches." "Oh! Seit ihr beiden lesbisch?" "Cornelia sicher nicht. Sie probiert sich gerade aus, könnte man vielleicht sagen. Bei mir ist es irgendwie anders, ich hatte noch nie etwas mit einem Mann und vor Cornelia auch eher selten überhaupt etwas körperliches mit einem anderen Menschen." "Entschuldige, aber das klingt irgendwie traurig." "Schon OK. Es ist ja mein selbst gewählter Weg. Ich war mir über meine Sexualität viele Jahre nicht wirklich im klaren und habe mich mit Schule und Ausbildung beschäftigt. Jetzt traue ich mich irgendwie nicht, mich zu outen, wie man so schön sagt." "Deshalb hast du keine feste Beziehung mit Cornelia?" "Das ist einer der Gründe, der andere ist der, das sie sehr viel jünger ist als ich und durch ihr Studium jetzt auch sehr weit weg ist."

"Danke, das du mir das erzählt hast. Es ist sicher nicht leicht für dich, so offen darüber zu reden. Wenn du möchtest, erzähle ich dir am Samstag meine Geschichte. Wenn wir jetzt zusammenpacken, bekommen wir im nächsten Ort sicher noch ein Eis." "Ein Eis wäre jetzt genau das richtige und natürlich möchte ich deine Geschichte auch gerne hören." Wir zogen uns an und machten uns auf den Weg.

Im nächsten Ort genehmigten wir uns dann beide ein Softeis und ich fragte Lisa, ob ich sie zu unserer Verabredung nicht mitnehmen soll. "Wie machen wir das am Samstag, soll ich dich zu Hause abholen?" "Ich fahre mit der S-Bahn hin und dann mit dem Taxi zurück." Antwortete Lisa. "Es liegt für mich auf der Strecke und ich fahre sowieso mit dem Auto, wenn du mich schon einlädst, würde ich dich gerne mitnehmen." "Danke, das ist wirklich sehr nett, es wäre aber nicht nötig." "Ich hole dich ab!" Damit war das geklärt.

Gemeinsam machten wir uns dann wieder auf den Heimweg, mein Weg führte durch Lisas Heimatort, wo wir uns voneinander verabschiedeten und ich das letzte Stück bis nach Hause alleine zurücklegte. Insgesamt war ich an dem Tag sehr viel später wieder zu Hause, als ich es selbst erwartet hatte. Es war ein schöner Tag und ich hatte das Gefühl, eine neue Freundin gewonnen zu haben.

Ich freute mich auf den Samstag mit Lisa. Cornelia hatte mir gesagt, ich soll ja nichts langweiliges, oder gar biederes anziehen, wenn ich schon mal ausgehen würde. Ich entschloss mich für ein mintfarbenes, hautenges Kleid. Dazu ein wenig dezenten Schmuck und eine schlichte Hochsteckfrisur. Für meine Füße wählte ich lacklederne, cremefarbene Pumps mit dezenten Absätzen. Ich drehte mich vor meinem Schlafzimmerspiegel und war zufrieden.

Mit dem Auto machte ich mich auf den Weg um Lisa abzuholen. Sie wartete bereits an der Strasse auf mich. Sie trug einen hellblauen Hosenanzug mit einer recht weiten Hose und einem eng geschnittenen, ärmellosen Oberteil, dazu farblich passende Sandalen. Die Kombination war sicher ihrem verunzierten Knie geschuldet, trotzdem sah sie sexy aus. Ihr strohblondes, nicht ganz schulterlanges Haar, trug sie offen.

Sie stieg ein und umarmte mich zur Begrüßung. "Danke, das du mich abholst." "Danke, das du mich ins Le Cygne Noir einlädst! Kennst du den Besitzer, oder wie hast du das gemacht?" "Er ist mein Onkel." "Glück muß man haben, ich habe das Restaurant noch nie von innen gesehen, nur viel darüber gehört." Lisa lächelte. "Dann freut es mich, dass ich dir das ermöglichen kann."

Sie musterte mich von der Seite. "Stilvoll genug bist du auf jeden Fall gekleidet, sehr schick." Ich lächelte sie an. "Dankeschön. Ich mußte aber auch eine Weile suchen und habe mich dreimal umgezogen. Du siehst aber ebenfalls umwerfend aus."

Wir führten eine lockere Unterhaltung, bis wir unser Ziel erreicht hatten. Das "Le Cygne Noir" war das nobelste Restaurant in der Gegend und es war schwierig, hier überhaupt einen Tisch zu bekommen. Ausserdem war die Speisekarte sehr exklusiv und wahrscheinlich nicht gerade billig.

Am Empfang kannte man Lisa anscheinend und der Kellner führte uns zu unserem Tisch. Nachdem wir Platz genommen und etwas zu trinken bestellt hatten, widmeten wir uns der Speisekarte. Mir entglitten kurz die Gesichtszüge, als ich die Preise hinter den Gerichten sah.

"Du bist verrückt, mich hierher einzuladen." Sagte ich. "Darüber mach dir mal keine Gedanken, für meine Retterin nur das Beste."

Wir verbrachten einen sehr angenehmen Abend, bei vorzüglichem Essen.

Nach dem Essen sagte Lisa. "Du warst am Sonntag sehr offen zu mir, deshalb würde ich dir jetzt meine Geschichte erzählen, falls du sie hören möchtest." Ohne zu wissen, was auf mich zukommt, antwortete ich: "Wie du möchtest." "Das ich 29 Jahre alt bin und als Polizistin in der Reiterstaffel arbeite, weißt du ja bereits. Das ich bei der Fahrradstreife aushelfe, habe ich dir auch erzählt. Dort lernte ich Michael kennen, er war genauso alt wie ich. Wir waren öfter gemeinsam auf Streife und verstanden uns sehr gut. Es dauerte nicht lange und wir verliebten uns ineinander. Eigentlich wird das unter Kollegen nicht so gerne gesehen, aber da ich nur eine Aushilfe war und das Personal ohnehin knapp, hatten wir weiterhin sehr oft zusammen Dienst."

Lisa stockte kurz und blinzelte eine Träne weg. Ich streckte meinen Arm aus und legte meine Hand auf ihre. "Ist alles OK? Du musst mir das nicht erzählen." "Schon gut. Je mehr ich darüber rede, desto besser komme ich damit zurecht. Vor reichlich einem Jahr, am 15.Mai waren wir gemeinsam auf dem Wochenmarkt auf Streife, wir waren da schon gut ein Jahr zusammen. Ich sagte Michael, das er wahrscheinlich demnächst ohne mich auf Streife gehen müsste und reichte ihm eine Papiertüte, darin lag ein positiver Schwangerschaftstest. Zuerst hat er natürlich nichts begriffen, dann hat er mich umarmt und geküsst, was uns einige irritierte Blicke der umliegenden Passanten eingebracht hat. Er zog mich zu einem Marktstand der Schmuck verkaufte, der hatte aber leider keine Ringe im Angebot." Lisa rollte eine Träne über die Wange.

"Also kaufte er mir die silberne Kette mit dem Herz, legte sie mir um, ging vor mir auf die Knie und fragte mich, ob ich ihn heiraten würde. Die anschließende Umarmung und darauf folgenden Küsse, brachten uns die nächsten irritierten Blicke ein. Dann wurden wir über Funk zur Unterstützung zweier Kollegen beordert, die einen vermutlich gestohlenen PKW angehalten haben."

In diesem Moment wusste ich, wie die Geschichte von Lisa ausgehen würde, sie war vor einem Jahr überall in den Medien.

"Als wir mit den Rädern auf den Parkplatz mit dem PKW und der Streife einbogen, beschleunigte der Verdächtige und hielt auf uns zu. Micha schubste mich von meinem Rad und rettete mir damit das Leben, ich stürzte auf die Straße, er selbst hatte weniger Glück und kollidierte frontal mit dem PKW." Lisa versagte die Stimme. Ich stand auf, kniete mich neben sie und nahm sie in den Arm. Der Umstand, daß die Polizistin schwanger war, wurde in den Berichten damals zum Glück nicht erwähnt.

Sie sah mich an. "Micha war auf der Stelle tot und ich habe durch den Sturz das Kind verloren. Die Kette ist damals bei dem Sturz schon zerrissen, seitdem trage ich die kaputte Kette immer bei mir. Ziemlich schräg, oder?" Ich kämpfte selbst gegen die Tränen und drückte Lisa wieder an mich. "Nein, das ist kein bisschen schräg."

Von den anderen Tischen ernteten wir einige irritierte Blicke, das war mir aber egal. Sie sah mich wieder an. "Es geht schon, entschuldige bitte, daß ich dir den Abend verdorben habe. Mich lässt das alles einfach nicht los."

Ich setzte mich wieder und nahm ihre Hände in meine. "Du hast mir nicht den Abend verdorben! Ich danke dir für dein Vertrauen! Es ist furchtbar, was dir passiert ist und je öfter du darüber redest, desto besser kommst du irgendwann damit klar. Du bist eine tolle Frau, ich finde es sehr mutig von dir, das du nach diesem Erlebnis in deinem Beruf weiter gemacht hast." "Ich habe den Arzt förmlich angebettelt, mich arbeiten zu lassen, ich brauchte eine Beschäftigung und "Eryn" mein Wallach, brauchte meine Pflege und hat mich abgelenkt."

"Vielleicht kannst du ihn mir bei Gelegenheit mal vorstellen." "Das mache ich gerne, er ist ein hervorragender Therapeut." Sie lächelte. "Ich bin froh, daß wir uns getroffen haben, du bist sehr nett, auch wenn ich dafür schon wieder mit dem Fahrrad auf der Straße landen musste."

Ich sagte. "Als wir uns letzten Sonntag begegnet sind und anschließend den Nachmittag zusammen verbracht haben, war das mein schönster Tag, seit Cornelia von hier weggezogen ist. So unangenehm unsere erste Begegnung auch für dich war, mir geht es genauso, ich bin froh, daß wir uns kennengelernt haben."

"Wenn du möchtest, können wir öfter etwas zusammen machen." "Darüber würde ich mich freuen." Antwortete ich ehrlich. "Erzählst du mir, wie du Cornelia kennengelernt hast?" "Das ist eine ziemlich verrückte Geschichte, sie hatte damals gerade ihr Abitur gemacht und war als Patientin bei mir … "

Der Abend wurde lang, wir sassen in dem Restaurant, bis der Kellner uns dezent darauf hinwies, daß sie gleich schließen würden. Lisa übernahm die Rechnung und wir machten uns auf den Weg zu meinem Wagen. Unterwegs griff Lisa nach meiner Hand und blieb stehen, ich sah sie an. "In zwanzig Minuten setzt du mich vor meiner Tür ab, aber ich möchte nicht alleine sein. Nicht schon wieder. Bleibst du bei mir?" Ohne Hintergedanken sagte ich ja.

Ende Teil II



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