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Konzert Teil 2 (fm:Ehebruch, 3850 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Aug 19 2026 Gesehen / Gelesen: 170 / 145 [85%] Bewertung Teil: 10.00 (1 Stimme)
In der Höhle des Löwen. Kati hat es geschafft, zur Garderobe des Künstlers vorzudringen. Doch was will sie eigentlich hier? Sie hat nur wenige Minuten, denn ihr Mann wartet im Auto auf dem Parkplatz.


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Sie diktierte ihm kurz Jans Handynummer und der rief ihn auch direkt an, und tatsächlich, es gelang ihm, mit ein wenig Süßholzraspeln, dass es doch eine tolle Sache wäre, wenn sie alle drei, völlig vorbehaltlos und ohne Hintergedanken gemeinsam etwas Essen gehen würden. Er gab Jan die Adresse des Restaurants und man verabredete sich dort für in etwa 20 Minuten.

Trotz der nun wesentlich entspannteren Atmosphäre zog Kati es vor, auf dem Flur zu warten, bis Ron sich angezogen hatte. Als er aus der Garderobe kam, war er wieder ganz der alte, wie sie ihn während ihrer gemeinsamen Zeit kannte. „Hättest ruhig drin bleiben können. Wie du ja sehen konntest, ist bei mir alles noch am selben Platz, was ich von dir ja leider nicht weiß“ meinte er flachsend. Sie knuffte ihn in die Seite und sie gingen schnellen Schrittes zu der Pizzeria. Seinen Vorschlag, sie könne sich doch bei ihm unterhaken lehnte sie aber ab. Das erschien ihr denn doch zu vertraut. Wie richtig diese Entscheidung war, bemerkte sie, als sie den Eingang zum Restaurant sehen konnte. Dort nämlich wartete bereits ihr Mann vor der Tür.

Jan

Jan war geladen. Er war unschlüssig, ob er sich überhaupt an die Abmachung mit seiner Frau halten sollte. Er wusste beim besten Willen nicht, was sie dazu bewog, ihren Ex unbedingt zu treffen. Es war ihm ohnehin schon schwer gefallen, mit ihr zu dem Konzert dieses Schmalzdackels zu gehen und ihr zuzusagen, dass er gegen eine kurze Begegnung von ihr mit ihm nichts einzuwenden habe, obwohl sie ihm eine Antwort auf die Frage des „Warum“ schuldig geblieben war. Aber sie hatte ernst gemacht und sich für die kurze Begegnung von ihm getrennt, um ihn irgendwie Back-Stage zu treffen. Als er aber sah, wie der Mann auf der Bühne, den sie offensichtlich noch von früher kannte, herzlich drückte, war für ihn klar, dass sie wieder in den Dunstkreis dieser Scheinwelt zurückgekehrt war, in der die einzige Wahrheit in der perfekten Lüge im Moment des Auftritts liegt, wenn die Show von der „Heilen Welt“ zelebriert wird und in der die Realität nicht nur ausgeblendet, sondern sogar bewusst geleugnet wird, wenn es sein muss, mit dem Griff zu Drogen, was dann wieder in der genauso verlogenen Yellow Press genüsslich als das verdorbene Lotterleben des Show-Biz beschrieben wird. Dabei gilt: desto krasser die Nachrichten sind, desto finanziell einträglicher werden sie am Nachrichtenmarkt gehandelt. Und nicht selten entbehren sie überprüfbarem Wahrheitsgehalt.

Jan hatte so seine eigene Ansicht gegenüber den verschiedenen Genres im Musikgeschäft. Für ihn war die Schlagerbranche die wohl Schlimmste von allen. Er mochte schon seit seiner Jugend den Protest, mochte Rock, Blues und Soul. Er hörte seine Musik am liebsten laut und kompromisslos. Er glaubte, diese Musik ließe sich nicht so willig vereinnahmen. Wenn in dieser Musik über Gefühle oder auch Sexualität gesungen wird, dann sind die Aussagen überzeugender und glaubhafter.

Auf dem Parkplatz wurde es mit einem Mal lebendig. Das Konzert war vorbei und die Besucher strömten aus der Halle, und die, die mit dem eigenen Auto da waren, gingen zu ihren Fahrzeugen und fuhren davon. Jan sah auf die Uhrzeit im Display seines Handys. Die vereinbarte Zeit war überschritten, Kati ist nicht gekommen.

Für ihn war die Befürchtung zur Gewissheit geworden. Er hatte sie verloren. Er konnte die Tränen darüber nicht zurückhalten. Sie liefen über seine Wangen und von dort ungehindert über das Kinn und den Hals auf seine Brust. Als er den Wagen starten wollte, meldete sein Telefon den Anruf einer unbekannten Nummer.

Ihm war nicht nach telefonieren, und so meldete er sich nur knapp und barsch mit „ja bitte“. Als Anrufer gab sich ausgerechnet der zu erkennen, von dem er überzeugt war, dass er ihm seine Liebe gestohlen hat.

„Hi Jan, ich bin Ron B.“ – Frechheit! Er kannte den Typ überhaupt nicht und der duzte ihn direkt. Dieser Ron sprach weiter: „Hör mal, deine Frau ist hier bei mir und ist total aufgelöst, weil sie es nicht schafft, zur vereinbarten Zeit bei dir zu sein. Sie kann wirklich nichts dafür. Ich habe deshalb angeboten, dich anzurufen und dir vorzuschlagen, dass wir alle drei gemeinsam zu einem gemütlichen Italiener hier ganz in der Nähe gehen. Ich lade euch selbstverständlich ein.“

Als nach einer Pause keine Antwort kam, fuhr Ron fort: „Weißt du, Kati hat richtig Schiss vor dir, dass du sauer sein wirst und einfach ohne sie nach Hause fährst. Aber ich habe sie beruhigt. Weißt du, sie ist praktisch erst kurz vor eurer vereinbarten Zeit angekommen und, selbst wenn sie direkt wieder zurück gelaufen wäre, sie hätte es nicht geschafft. Deshalb denke ich, dass die Idee mit dem Essengehen das beste für euch ist.“ Und er fügte noch hinzu: „Und für mich natürlich auch. Ich freue mich, den Mann der meine Ex glücklich gemacht hat, kennen zu lernen. Also, was hältst du von der Idee?“

Jan fühlte sich auf dem falschen Fuß erwischt. Wenn er jetzt ablehnte, hätte er die Schuld am Scheitern ihrer Ehe. Wie hätte er dagegen argumentieren können? Hätte er sagen sollen, dass er ihm kein Wort glaube, dass er vielmehr annehme, dass die beiden bereits die Zeit für ein Quicky genutzt haben?

Wieder hatte er zu lange gezögert, denn plötzlich war Kati am Telefon. Zuerst hörte er nur ein „Lass mich“, dann sprach sie zu ihm: „Jan, es stimmt alles, was Ron gesagt hat. Aber ich kann dich verstehen, wenn du keine Lust hast Essen zu gehen. Ich komme dann jetzt sofort zu dir. Aber bitte, bitte warte auf mich. Fahr nicht ohne mich!“

Jetzt also musste er sich entscheiden. Wollte er in den Augen der beiden nicht als rückständiger Trottel dastehen, an dem das moderne Leben vorbei gegangen ist, oder wollte er die Herausforderung annehmen und zeigen, dass er die Situation beherrscht?

„Wo wollen wir hingehen?“ fragte er. Jetzt war wieder Ron am Telefon: „Das Restaurant heißt ‚La Gondola‘ und ist in der Karlstr. 5, zu Fuß vom Parkplatz aus ca. 10 Minuten. Wir brechen auch direkt auf.” “Bis gleich dort”, war seine Knapp Antwort, dann brach er das Gespräch ab.

Er eilte sich, denn er wollte unter keinen Umständen, dass die beiden mehr Zeit allein miteinander verbringen als unbedingt notwendig.

Er war vor ihnen dort und wartete, da es selbst um diese Uhrzeit noch recht mild war, draußen vor dem Eingang. Dann sah er sie ziemlich eilig auf dem Bürgersteig auf sich zukommen. Kurz bevor sie bei ihm angekommen waren, verlangsamte Kati das Tempo, so dass Ron zuerst bei ihm ankam und sie in seinem Rücken stand. Was hatte das denn zu bedeuten, ging es ihm durch den Kopf. Hat sie etwa Angst vor ihm? Sucht sie Schutz? Wenn ja, weshalb? Hat sie ein schlechtes Gewissen?

Es blieb ihm keine Zeit für weitere Überlegungen. Ron trat entschlossen auf ihn zu und streckte ihm seine Hand entgegen. „Super, das wir uns mal kennenlernen, ich bin der Ron“, sagte er mit fester, freundlicher Stimme. Du bist hoffentlich nicht sauer auf Kati, sie kann, wie ich schon sagte, nichts für die Verspätung. Also kommt, lassen wir uns nicht den Abend mit Nichtigkeiten vertändeln.“

Er gab die Nummer des Superstars, und damit auch die des Alpha-Tiers, überzeugend. Mit forschen Schritten lief er auf den Eingang zu und Jan hatte nun zum ersten Mal Gelegenheit, Kati ins Gesicht zu schauen. Sie war völlig verunsichert und wirkte regelrecht hilflos. Sie standen noch immer draußen und konnten durch die Glastüren sehen, wie Ron mit dem Wirt verhandelte, als Kati ihn fragte: „Wärst du ohne mich nach Hause gefahren?“ Auch wenn Jan überrascht war von der Frage, er antwortete prompt und wahrheitsgemäß: „Ja, das wäre ich.“ Kati sah ihn an, wie ein Kind, das erwischt wurde. „Aber ich habe doch gar nichts gemacht!“ Jans Reaktion war niederschmetternd für sie. „Das kann ich glauben oder nicht. Komm jetzt , dein Ron wartet“, war seine lapidare Antwort. „Das ist nicht m e i n Ron“, protestierte sie kleinlaut, trottete aber folgsam hinterher.

Der späte Abend war dann doch nicht ganz so schlimm, wie er es erwartet hatte. Die Speisekarte war nur noch eingeschränkt gültig, da es mittlerweile schon 23:00 Uhr war, doch das war ja auch nicht das eigentliche Thema. Ron führte, wie Jan es erwartet hatte, das große Wort und versäumte auch nicht, immer wieder seine Vorzüge und außergewöhnliche Stellung als Künstler zu betonen, aber Anspielungen, von wegen Vorgänger in der Beziehung, vermied er.

Jan hatte sich vorgenommen, nicht zu provozieren, aber auch nicht sein Licht unter den Scheffel zu stellen. Dennoch, sein Vorurteil gegenüber diesem Lackaffen sah er bestätigt. Allein die dandyhafte Kleidung waren für ihn Beweis genug. Auch konterte er jede noch so kleine Spitze und ließ auch keinen Zweifel an seiner Einschätzung zu dessen Schlagerkünsten. Allerdings war Ron schlau genug, sich diesbezüglich auf keine Diskussion einzulassen, sondern gab salopp freimütig zu, dass auch er ein großer Freund von Rockmusik sei.

Und seine Frau Kati? Sie saß mehr oder weniger schweigend zwischen den beiden und fühlte sich augenscheinlich unwohl und deplatziert in dieser Runde. Sie spürte die Spannung, die zwischen den beiden Männern in der Luft lag. Sie kannte ihren Mann und hatte Angst, dass die Situation doch noch eskalieren könnte, besonders wenn Ron von den tollen alten Zeiten mit ihr schwärmte und ihre bewundernswerte Schönheit beschrieb.

Das war auch der Punkt, an dem die Stimmung hätte kippen können, doch man blieb beiderseits cool und spielte den überlegen Gelassenen. Am Ende tauschte man noch artig die Handynummern aus und verabschiedete sich mit einer kurzen Umarmung. Genau die Situation beobachtete Jan besonders genau, konnte aber keinerlei ungewöhnliche Aktivitäten bei den beiden erkennen.

Die Heimfahrt verlief schweigend. Kati saß zusammengekauert auf dem Beifahrersitz und blickte starr nach vorne.

Als sie dann aber zu Hause angekommen waren, hielt sie die Anspannung nicht mehr aus. „Jan, es tut mir wirklich leid, dass ich nicht rechtzeitig zurück war. Die Zeit war einfach zu kurz. Aber ich habe doch nichts Schlimmes angestellt. Bitte entschuldige, es wird nicht wieder vorkommen. Bitte Jan, ich ertrage diese Kälte zwischen uns nicht. Ich liebe dich doch!“

Jan sah sie prüfend an. Er spürte, dass es die Wahrheit ist, aber die Umstände und der Ablauf des Ganzen fraßen noch immer an seinem Ego und Selbstverständnis von einer harmonischen Ehe-Beziehung: „Weißt du, Kati, es ist nicht deine blödsinnige Verspätung. Das wäre lächerlich. Es ist die Frage des ‚Warum überhaupt‘. Ich habe dich das schon zweimal gefragt, und die Antwort bist du mir bis jetzt schuldig geblieben.“

Wieder dauerte es einen langen Augenblick, bis sie schließlich antwortete: „Weil ich die Frage nicht verstanden habe. Was ist schon dabei, wenn man die Person, mit der man einmal eine Beziehung hatte, die lange vorbei ist, wiedersieht?“

Seine Antwort kam direkt: „Falsch ausgedrückt, Kati, es muss heißen ‚wiedersehen w i l l‘. Das war kein zufälliges Treffen, das war ein geplantes, gewünschtes Wiedersehen, Ein Wiedersehen mit einem anderen Mann, mit dem du einmal liiert warst. Nach drei Jahren Ehe mit mir hast du den Wunsch, deinen Ex wieder zu sehen!“

Jan stand abrupt auf, ging ins Wohnzimmer setzte sich in den Sessel, obwohl sie sonst immer gemeinsam auf der Couch sitzen, und schaltete den Fernseher ein. Es dauerte keine zwei Minuten bis Kati hinterher kam. Sie setzte sich gegenüber auf die Couch, wischte sich mit dem Handrücken ein paar Tränen aus dem Gesicht und begann mit beschwörender Stimme sich zu erklären: „Jan, das stimmt so nicht. Das habe ich nie gewollt. Ich liebe doch nur dich! Ich hätte nie gedacht, dass du …“. Jan unterbrach sie barsch: „Doch Kati, genau so war es! Ich habe genug Zeit gehabt, darüber nachzudenken. Und weißt du was? Ich habe mein Handy-Adressbuch durchforstet und bin dabei auf gleich zwei interessante Adressen von ‚Verflossenen‘ gestoßen. Eine habe ich direkt angerufen und mit ihr ein völlig unverfängliches Date ausgemacht, und der zweiten habe ich eine Nachricht hinterlassen. Die meldet sich bestimmt auch noch.“

„Du bist fies! Jan, ich hätte dich nie betrogen! Ich sehe ja ein, dass es falsch von mir war, Ron wiedersehen zu wollen. Bitte, ich liebe doch nur dich!“ Jan ließ sich einen Moment Zeit, bevor er ihr antwortete: „Du kannst es dir ja bis morgen früh überlegen, wie du gedenkst weiter zu machen. Vielleicht sage ich das Date ja wieder ab!“ „Dazu brauche ich keine Zeit bis morgen. Bitte sag der Frau ab. Ich ertrage den Gedanken nicht, dass du dich mit anderen Frauen triffst. Wir gehören doch zusammen!“

Jan steht auf und setzt sich neben sie. „Ich könnte dir nie wehtun. Ich habe mit keiner anderen telefoniert. Ich wollte dir nur klarmachen, dass du mich ganz schön irritiert hast. Ich liebe dich.“ Damit war für ihn vorerst die Sache erledigt.

Er schaltete den Fernseher aus, so dass nur noch das Licht aus der Küche die Szenerie im Zimmer schwach beleuchtete. Die so sehr ersehnte vertraute Nähe war nicht nur zurückgekehrt, er empfand sie noch intensiver als sonst. Sie kuschelte sich an ihn, vergrub ihr Gesicht in seiner Armbeuge wie es manche Katzen tun, und genoss das Streicheln seiner Hände über die Haare.

Seine Hände wurden allmählich fordernder in ihren Bemühungen. Einmal strich er ihr die Haare aus der Stirn und küsste sie darauf, dann wieder war es fast kein Streicheln mehr, als seine Hände über den Stoff der dünnen Sommerbluse glitten, mehr schon eine bewusste leichte Massage der Haut darunter, und schließlich öffnet er, seinem wachsenden Begehren folgend, die ersten Knöpfe. Kati war für seine Aktivitäten mehr als empfänglich. Sie schnurrte wie, und hier ist der Vergleich schon wieder angebracht, ein Kätzchen. Sie streckte sich ein wenig und erhielt dadurch etwas mehr Raum für eigenes Handeln. Auch sie machte sich an den Knöpfen seines Hemdes zu schaffen, immer wieder unterbrochen von ständig mehr fordernden Küssen. Sie freute sich riesig, dass alles wieder in Ordnung war zwischen ihnen, und sie wollte ihm zeigen, dass sie ihn, und nur ihn liebt.

Noch einmal strich er ihr aufreizend langsam über den Stoff der Bluse und des BH-s, bevor er ihr entschlossen zupackend die Bluse zur Seite schob und anschließend direkt den dünnen Stoff oberhalb des Bügels nach unten zog und so ihre Brüste freilegte. Ihr entfuhr ein leises Stöhnen, als er, zuerst mit seinen Fingern, dann mit seinen Lippen, ihre inzwischen steifen Nippel liebkoste.

Sein Verlangen wurde rasch immer stärker. Mit flinken Fingern öffnete er die Bundknöpfe ihres Rocks und zog ihn mit einem Ruck nach unten über ihre Oberschenkel und, nach einem kurzen Nachfassen, ganz weg von ihren Beinen. Jetzt konnte er mühelos ihre Schenkel auseinander drücken und sich zwischen ihnen hinknien. Er wollte nur noch eines: seine Frau glücklich machen, ihr zeigen, wer der Richtige für sie ist. Und wenn er ihr ausgiebig mit seinen Händen und der Zunge sein Begehren zum Ausdruck gebracht haben würde, will er sie nehmen, sie besitzen. Er liebt sie!

Ihr Schoß ist bis ganz vorne auf der Sitzfläche der Couch gerutscht und sie ist nur zu gerne bereit ihren Mann aufzunehmen. Mit dem Gesicht rückt er ihrem noch von einem Slip bedeckten Schatzkästchen immer näher und saugt den betörenden Duft ein. Er greift mit seinen Händen links und rechts an das elastische Band des verführerisch knapp geschnittenen Strings und will schon ein Stück zurückweichen, um ihr das Ausziehen dieses winzigen Stücks Stoff in Dreiecksform aus edler Seide zu ermöglichen, als er plötzlich innehält. Als er auch nach einer kurzen Zeit des Abwartens nicht weitermacht, fragt sie ihn: „ Was ist denn los, Liebling?“ Jan erhebt sich aus seiner Position zwischen ihren Schenkeln und knipst das Licht der kleinen Lampe auf dem Ecktischchen zwischen den beiden Couch-Einheiten an. Er sieht sie prüfend an: „Wie weit wärst du gegangen bei deinem Treffen mit Ron, Kati?“ „Was soll das Jan? Wovon sprichst du? Ich wollte ihn nur einmal wiedersehen, nichts weiter!“, antwortet sie Jan. „Ich hatte nie irgend etwas anderes vor. Und ich weiß, dass es ein Fehler war. Das hast du mir ja wirklich eindringlich klar gemacht.“

Jan steht wie angewurzelt auf dem Teppich vor ihr. Dann stellt er ihr eine weitere Frage: „Und wieso hast du dir für dieses Wiedersehen deinen besten, deinen verführerischsten Seiden-String angezogen, der sonst nur zu besonderen intimen Anlässen für uns beide von dir getragen wird? Warum Kati?“

Kati reißt entsetzt die Augen auf. Ihre Gesichtsfarbe verfärbt sich ins Rot. Sie starrt ihren Mann an, unfähig auch nur ein Wort zu sagen. Als sie nicht antwortet, hakt Jan nach: „Warum, Kati. Bitte sag es mir.“

Nachdem sie sich ein wenig gefasst hat, sagt sie leise: „Ich weiß es nicht, Jan, Ich habe nichts getan, ich habe dich nicht betrogen!“

„Das weiß ich, Kati. Aber die Frage bleibt.“ Jan ist wütend. Er packt ihre Handgelenke, zerrt sie aus der Couch hoch und packt sie an der Schulter. Er schreit: „Und jetzt? Was soll jetzt aus uns werden? Kennst du dich so wenig, dass du auf diese einfachen Fragen nach deiner Verantwortung keine Antwort weißt?“ Kati bleibt wie erstarrt stehen, sieht ihn aus ratlosen Augen an und stammelt schließlich: „Bitte Jan, nimm mich einfach, ich brauche dich – ich liebe dich, nur dich. Nimm mich, wenn es dir, wenn es uns hilft, nimm mich hart und kompromisslos. Zeig mir, dass du mich liebst!“

Jan ist verzweifelt, wütend, enttäuscht und letztendlich auch planlos. Es bedarf keines Zwangs als er sie umdreht, ihr bedeutet, sich über den Couchtisch zu bücken und mit den Armen darauf abzustützen. Den Slip, der der Grund für die ganze Eskalation war, zerreißt er. Dann stößt er, hinter ihr stehend, seinen erigierten Penis in sie. Tränen laufen über sein Gesicht. Er spürt, er wird diesen Akt nicht beenden können. Er liebt seine Frau, er kann ihr nicht weh tun, obwohl sie sich in diesem Moment wohl nichts sehnlicher wünscht, als genau das. Sie fühlt sich schuldig.

Nach nur nur wenigen Stößen seines Gliedes versagt seine Männlichkeit und er bricht zusammen. Er ist entsetzt über sein eigenes Verhalten, doch als er sich abwenden und weggehen will, dreht sie sich zu ihm um, nimmt seinen Kopf in beide Hände und küsst ihn. Es ist ein Kuss voller Hingabe und ohne erotische Spannung, es ist einfach das intuitiv Richtige in diesem Moment. Sie gehen fast schweigsam ins Bett und haben sich doch verstanden.

Ron hatte zwar nur wenige Wochen später einmal bei Kati angerufen und gefragt, ob sie Lust hätte, wieder einmal eines seiner Konzerte zu besuchen, allerdings wäre es dann schön, wenn sie dies ohne Jan tun könnte. Man könne dann ja trotzdem anschließend sich zu einem guten Essen in angenehmer Atmosphäre treffen. Kati brauchte ihren Mann nicht zu fragen. Sie lehnte es umgehend freundlich aber bestimmt ab.

Ein anderes Mal meldete er sich bei Jan, um sich nach ihm zu erkundigen, doch der merkte schon bald, dass sein Interesse nicht ihm, sondern seiner Frau galt. Es war noch nicht einmal gelogen, als er ihm sagte, dass er sie nicht sprechen könne, da sie z.Zt. In Wetzlar zu einer Fachmesse sei. Jan war zuversichtlich, dass dies wohl der letzte Kontaktversuch Rons war. Er hatte ihn spüren lassen, dass sie beide kein Interesse an weiterem Umgang mit ihm haben, weder er, noch Kati.



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