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Prinzessin Isabella - 4 (fm:1 auf 1, 4362 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Aug 20 2026 Gesehen / Gelesen: 1 / 1 [100%] Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen)
Die Affäre mit Marc endet plötzlich und eine andere flammt auf.

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© Mara Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Am nächsten Morgen um 06:00 Uhr standen alle Anwärter in Reih und Glied auf dem Achterdeck. Der Wind pfiff frisch über die See, die Uniformen waren noch feucht vom Morgentau.

Kommandant Viktor Stahl und der Kapitän traten vor die Formation. Viktor sah aus wie immer – groß, streng, unnahbar. Sein Blick glitt über die Reihen, blieb aber nicht eine Sekunde länger bei Isabella hängen.

Der Kapitän verkündete mit harter Stimme die Strafe: „Gestern Abend wurde gegen die Bordregeln verstoßen. Alkohol an Bord, ungebührliches Verhalten. Jeder Anwärter, der im Aufenthaltsraum war, erhält sieben Tage zusätzlichen Dienst: doppelte Wache, Deck schrubben und zusätzliche Sporteinheiten. Prinzessin Isabella von Kronberg wird zusätzlich für den Rest der Woche von allen Freizeitaktivitäten ausgeschlossen.“

Viktor stand daneben, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Als der Kapitän fertig war, fügte er kühl hinzu: „Die Marine ist kein Vergnügungsschiff. Disziplin gilt für jeden – ohne Ausnahme.“

Sein Blick streifte Isabella nur kurz. Kühl. Professionell. Kein Funken des Feuers, das noch vor wenigen Tagen in seinen Augen gebrannt hatte. Er ignorierte sie den gesamten Appell über.

Die nächste Woche wurde zur Qual.

Viktor behandelte sie wie Luft. Bei den Übungen gab er seine Befehle an die Gruppe, nie direkt an sie. Wenn sie ihm auf dem Gang begegnete, nickte er nur knapp und ging weiter. Kein privates Wort, kein heißer Blick, keine Berührung. Die Distanz war eisig.

Am Ende der Woche, als Isabella nach einer langen Wache durch einen schmalen Flur unter Deck ging, kam er ihr plötzlich allein entgegen. Beide blieben stehen. Für einen Moment war niemand sonst in Sicht.

Isabella nutzte die Gelegenheit. „Viktor… können wir kurz reden?“

Er sah sie an, die Kiefermuskeln angespannt. „Es gibt nichts zu reden, Anwärterin.“

„Doch. Warum tust du so, als wäre nichts gewesen?“

Viktor atmete tief durch und sprach leise, aber bestimmt: „Es war ein Fehler. Mehrfach. Ich bin dein Kommandant. Du bist die Tochter des Kronprinzen. Das hätte niemals passieren dürfen. Ich werde dich ab sofort behandeln wie jede andere Anwärterin. Keine Sonderbehandlung, keine Geheimnisse, keine… Nähe. Das ist endgültig.“

Isabella spürte einen Stich der Enttäuschung. Sie hatte gehofft, er würde schwach werden. Stattdessen stand da nur der strenge Offizier. „Verstehe“, sagte sie leise. „Dann… wie du willst.“

Sie ging an ihm vorbei, ohne ihn noch einmal anzusehen. In ihrer Brust mischten sich Enttäuschung und Trotz.

In den folgenden Tagen tauchte Marc immer wieder auf.

Der junge Gefreite, der in jener Nacht auf Deck sein Sperma in ihrem Mund verteilt hatte, war das genaue Gegenteil von Viktor. Mitte 20, unscheinbar, mittelgroß, mit braunen, etwas zu langen Haaren und einem schüchternen Lächeln. Er war nicht besonders muskulös, nicht besonders selbstbewusst und offenbar ziemlich unerfahren mit Frauen. Aber sein Schwanz hatte sich in ihrem Mund gut angefühlt – dick genug und überraschend hart geworden. Deshalb schickte sie ihn nicht weg.

Sie unterhielten sich in ruhigen Ecken des Schiffs: auf der Backbordseite während einer ruhigen Wache, in der kleinen Bibliothek oder kurz vor dem Essen. Marc war nervös, stotterte manchmal, wurde rot, wenn sie ihn direkt ansah. Aber er kam immer wieder. Er brachte ihr einmal sogar heimlich eine Tafel Schokolade mit, die er irgendwo organisiert hatte.

„Du bist… wirklich nett zu mir“, sagte er eines Abends leise, als sie allein im Schatten eines Rettungsbootes standen. „Ich dachte, nach dieser Nacht… würdest du mich ignorieren.“

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