Komm rein (fm:1 auf 1, 2773 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: KarlKnaller | ||
| Veröffentlicht: Sep 01 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen) |
| Karoline und Zacharias lassen sich aufeinander ein | ||
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2 – Neues Jahr
Karolines nackter Oberkörper schwang mit hochgereckten Armen hin und her, als ob sie juble, doch sie hatte die die Augen geschlossen und tat keinen Mucks. Sie zu berührend war verlockend, aber sie würde aufhören. Also genoss ich lieber und prägte mir alles ein, dann strich ich an beiden Oberschenkeln zu ihrer Hüfte und sie schlug die Augen auf, das Entrückte wich Freude und sie beugte sich für einen Kuss herunter: "Hallo, hab ich dich geweckt?" "Ich träumte, was du tatest – ich weiß nicht, ob ich wach binn." "Du sprichst, also schläfst du nicht." Sie streckte sich auf mir aus und zog eine Decke über uns. "Ich wünschte, das würde nie enden." "Also ist es mehr als Silvester-Sex?" Sie stemmte ihren Oberkörper hoch, dass ihre Nippel über meine Brust streiften. "Lange oder kurze Antwort?" "Lang, denn ich möchte nicht so bald aufstehen."
So erzählte Karoline, dass sie schon bei der Einschulung meines Sohns ein Auge auf mich geworfen habe und ich während der ganzen Grundschulzeit als einziger Vater unter lauter Müttern bei den alltäglichen Belangen hervorstach. Was noch nicht viel geheißen habe, weil sie während ihres Studiums reihenweise Männerherzen erobert und gebrochen habe. Mit der Anstellung als Lehrerin in einer Kleinstadt sei es für sie nicht mehr in Frage gekommen, Männer aufzureißen oder in eine Beziehung einzubrechen, Reife und Ruf gingen da Hand in Hand. Zugleich sei es ihr aber nicht gelungen, eine stabile Beziehung mit einem Mann aufzubauen, weil es wechselseitig immer etwas auszusetzen gab – was sie umso mehr bedauerte, wenn sie die Familien ihrer Schülerinnen und Schüler sah. Karoline gab zu, es genossen zu haben, dass sie mit wechselnden Männer und oft Sex hatte, aber sich schon eine Weile nach einer dauerhafteren Beziehung zu sehnen – gerne mit viel Sex wie früher – aber bislang alle Männer in irgendeiner Form überfordert zu haben.
Ich hatte die Symptome ihrer Lebenslust mitbekommen, denn ich wusste von wechselnden Freunden und von häufigen Umzügen. Doch blieben wir in unseren Rollen bis zu jenem Herbsttag, als meine Frau und mein Sohn überfahren wurden.
Karoline fuhr fort: "Ich habe auf der Beerdigung gesehen, dass der Tod von Frau und Kind in dir etwas zerbrochen hat, und fühlte mich so hilflos, denn ich konnte dich nicht trösten, es nicht richten, falls ich dich überhaupt erreicht hätte, und war selbst traurig, dass mein Schüler, dein Zeno so jung starb und dich so verloren, verschlossen zu sehen. In Zenos Klasse konnte ich etwas trösten." Sie schaute mich ruhig an und strich über meine Wange. "Unsere Betroffenheit war und ist nicht zu vergleichen. Mich als Außenstehende aufzudrängen, erschien mir übergriffig, also habe ich dich aus noch größerer Distanz als zuvor beobachtet. Anscheinend geht es dir wieder besser, was mich freut, aber näher zu kommen, erschien immer noch unangemessen. Doch als ich dich gestern durch die Straße schlendern sah, wollte ich dich spontan von Mensch zu Mensch in den Arm nehmen, dich nicht allein feiern lassen. Bedenken hin oder her – so rief ich dich herein. Wenig später hast du die Hand nach mir ausgestreckt, um meine Blöße zu bedecken – das fand ich rührend und da 'komm rein' sich so leicht und beschwingt entwickelt hatte, sagte ich es wieder und wieder."
Erinnerungen kamen hoch, wie Karoline mich auf der Beerdigung von Zara und Zeno umarmte, wie mitgenommen sie aussah und mir traten Tränen in die Augen. Karoline küsste die Tränen weg und drückte sich an mich. Still lagen wir beieinander.
Ich antwortete: "Zara knuffte mich heftig, als ich bei der Einschulung etwas zu lange zu dir sah. Und sie scherzte auch öfter, dass ich mir etwas jüngeres wie dich suchen solle, wenn sie wieder einen Schub hatte, was ich jedes Mal zurückwies, weil sie doch jünger als ich war. Sie hatte sich in mein Leben geschlichen, unerwartet mein Herz erobert, mich als Menschen komplett gemacht, mir einen Sohn geschenkt und ein dickes Päckchen Erinnerungen hinterlassen. Ich vermisse sie noch immer." Ich drehte mein Gesicht zu ihr: "Aber der Silvesterabend war für mich leichter als die Tage davor, in denen ich mich verkrochen hatte. Ich war bereit, mal wieder Menschen zu sehen, zu reden und konnte nicht widerstehen, als du sagtst: 'Komm rein.'" Sie lächelte liebevoll: "Du bist noch drin." Dann richtete sie sich wieder auf und ritt weiter, doch dieses Mal sahen wir uns mit verschränkten Fingern an, bis es uns nacheinander überkam. Es endete mit Gelächter, als wir
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