Wie eine Entscheidung das Leben lenkt (fm:Romantisch, 1849 Wörter) [3/5] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 04 2026 | Gesehen / Gelesen: 2647 / 2232 [84%] | Bewertung Teil: 9.49 (63 Stimmen) |
| und es geht weiter ... | ||
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Sie bewegte sich nun schneller, suchte den direkten Druck, rieb sich an ihm, während sie ihre Lippen auf seine presste. Es war ein verzweifelter Versuch, die emotionale Distanz durch körperliche Ekstase zu überbrücken. Sie spürte seine Hände an ihrer Taille, und für einen Moment glaubte sie, er würde sie fest an sich ziehen und sie direkt auf dem Küchentisch nehmen, so wie sie es früher oft getan hatten.
Doch Peter versteifte sich. Seine Hände, die eben noch sanft an ihrer Hüfte gelegen hatten, wurden fest. Er erwiderte den Kuss nicht. Stattdessen hielt er inne, atmete schwer durch die Nase und schob sie dann mit einer Kraft, die keine Widerrede duldete, von seinem Schoß herunter.
"Hör auf damit, Monika", sagte er, und seine Stimme klang so hohl, dass es ihr einen Schauer über den Rücken jagte. "Das ändert gar nichts."
Der Bruch
Er stand auf, ohne sie anzusehen. Sein Blick fixierte die Wand hinter ihr. "Ich habe heute die Samstags-Tagschicht übernommen. Und die Nachtschicht hänge ich direkt dran. Da du ja ohnehin den Tag mit deiner Freundin Ursula verbringen willst, dachte ich, es macht keinen Sinn, hier rumzusitzen und darauf zu warten, dass du mir die nächste Geschichte erzählst."
Monika fühlte sich, als hätte er ihr direkt ins Herz gegriffen und zugedrückt. "Aber Peter... das Frühstück... ich wollte doch nur..."
"Du wolltest dein Gewissen beruhigen", unterbrach er sie scharf. Er nahm einen schnellen Schluck Kaffee, ließ das Menemen unberührt und griff nach seiner Jacke. "Viel Spaß mit Ursula. Ich hoffe, ihr Fall ist so wichtig, wie du tust."
Er betonte den Namen mit einer Bitterkeit, die Monika klarmachte, dass er die Lüge längst durchschaut hatte. Er wusste, dass Ursula ein Vorwand war, und das verletzte ihn mehr als die Tatsache, dass sie wegging. Ohne Abschiedskuss, ohne ein weiteres Wort, verließ er die Wohnung. Monika hörte das schwere Zufallen der Tür und sank auf den Stuhl, auf dem er eben noch gesessen hatte. Die Tränen kamen jetzt unaufhaltsam. Sie war so nah dran gewesen, ihm alles zu sagen, doch die Angst vor seiner Reaktion und die Scham über Ralf hatten sie gelähmt. Nun war sie allein mit einem Berg aus Pide und einer Lüge, die ihre Ehe zu ersticken drohte.
Das Treffen: Geister der Jugend
Am späten Nachmittag saß Monika in einer edlen Weinbar in der Innenstadt. Das Ambiente war diskret, dunkles Holz, schwere Vorhänge - ein Ort, an dem man nicht zufällig gesehen wurde. Ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen, als Ralf das Lokal betrat.
Er sah aus wie der Inbegriff des Erfolgs: maßgeschneiderter Anzug, teure Uhr, ein sicheres Auftreten. Doch zu ihrer Überraschung verhielt er sich wie der perfekte Gentleman. Er kam ihr nicht zu nahe, berührte sie nicht und wahrte eine respektvolle Distanz. Er bestellte eine Flasche schweren Rotweins und begann zu erzählen.
Sie sprachen über die alten Zeiten, über die Lehrer, über die Träume, die sie mit siebzehn Jahren gehabt hatten. Ralf erzählte von seinen Jahren im Ausland, von seinen Immobilienprojekten. Monika entspannte sich ein wenig. Vielleicht war er wirklich nur auf der Suche nach einem friedlichen Abschluss?
Doch dann veränderte sich die Atmosphäre. Ralf schenkte ihr nach, sein Blick wurde intensiver, fast schon fixierend.
"Weißt du, Monika", begann er leise, und seine Stimme hatte jetzt diesen rauen Unterton von damals, "ich habe oft an uns gedacht. Wir wären heute vielleicht ein glückliches Paar, wenn du mich damals nicht so erniedrigt hättest."
Monika hielt das Weinglas auf halbem Weg zum Mund an. "Erniedrigt? Ralf, das war eine Ewigkeit her. Wir waren Kinder."
"Du hast mich einfach stehen gelassen", sagte er, und in seinen Augen blitzte etwas Kaltes, Verletztes auf. "Wir waren auf diesem Parkplatz, du hast mir den Kopf verdreht, hast mir einen runtergeholt und bist dann einfach aus dem Wagen gestiegen. Du hast mich da sitzen lassen wie einen Schuljungen, der seine Lektion gelernt hat. Ohne ein Wort der Erklärung. Das hat an meinem Stolz gekratzt, Monika. Mehr, als du dir mit deinem sauberen Anwaltsleben vorstellen kannst."
Monika spürte, wie ihr Gesicht heiß wurde. In diesem Moment wurde ihr klar, dass Ralf hochintelligent war. Er spielte nicht den Aggressor, sondern das Opfer. Er wollte, dass sie sich schuldig fühlte, um Macht über sie zu gewinnen. Er wollte eine Wiedergutmachung, die über Worte hinausging. Er beobachtete sie genau, wie sie in ihrem blauen Kleid vor ihm saß, und sie spürte wieder dieses unangenehme Gefühl der Devotion, das sie schon im Schwimmbad befallen hatte.
Das Ende des Abends
Nach zwei Stunden und fast der ganzen Flasche Wein - Monika hatte nur ein halbes Glas getrunken, Ralf jedoch den Rest - gab er sich einen Ruck. Er wirkte leicht angetrunken, aber noch immer kontrolliert.
"Ich glaube, ich sollte mir ein Taxi rufen", sagte er und lächelte charmant. "Ich fahre nicht mehr selbst, wenn ich getrunken habe. Die Vernunft des Alters, nicht wahr?"
Monika nickte, erleichtert über seine Einsicht. "Das ist sehr vernünftig von dir." Ralf tippte auf seinem Handy herum. "Da ist eine App, der Wagen ist in drei Minuten da. Soll ich dich mitnehmen? Ich kann dich nach Hause bringen lassen." "Nein, danke", sagte Monika schnell. "Ich habe mein eigenes Auto in der Garage. Ich bin vollkommen fahrtüchtig."
Ralf zuckte mit den Schultern, ein wissendes Lächeln auf den Lippen. "Wie du willst. Aber begleite mich doch noch kurz nach draußen, bis der Wagen da ist. Die Luft wird mir gut tun."
Monika willigte ein. Sie wollte dieses Treffen einfach nur hinter sich bringen. Sie zahlten, Ralf bestand darauf, die Rechnung zu übernehmen, und sie traten gemeinsam auf den Gehweg. Die Stadt war in das kühle Licht der Straßenlaternen getaucht, und eine leichte Brise wehte durch die Häuserschluchten. Monika fühlte eine enorme Erleichterung. Das Treffen war fast vorbei, sie hatte es geschafft, ohne dass es eskaliert war.
Die Begegnung am Bordstein
In der Ferne tauchten die hellen Lichter eines Taxis auf. Ein Mercedes rollte langsam an den Bordstein heran und bremste sanft ab. Das typische Nageln des Dieselmotors war das einzige Geräusch in der plötzlichen Stille zwischen ihnen. Ralf trat einen Schritt vor. "Ah, pünktlich wie die Maurer."
Monika stand einen Meter hinter ihm. Das Taxi hielt direkt unter einer hellen Straßenlaterne. Der Fahrer kurbelte das Fenster der Beifahrerseite herunter, um die Identität des Fahrgastes zu prüfen. Das Licht der Laterne fiel schräg in das Innere des Wagens und beleuchtete das Gesicht des Mannes am Steuer. Monika sah hin.
In diesem Moment schien die Welt um sie herum lautlos zu explodieren. Ein eiskalter Schauer jagte über ihre Wirbelsäule, und ein heftiges Gefühl von Übelkeit stieg in ihrer Magengrube auf. Ihr wurde schwindelig, die Lichter der Stadt verschwammen vor ihren Augen zu wirren Farbflecken. Sie wollte atmen, doch ihre Kehle war wie zugeschnürt.
Sie erkannte den Mann hinter dem Lenkrad sofort. Jede Linie seines Gesichts, die Haltung seiner Schultern, der Blick seiner Augen - es war ein Anblick, der sie bis ins Mark traf. Ein Erkennen, das so schmerzhaft war, dass sie sich am liebsten auf den Boden hätte sinken lassen.
Das Taxi stand still, der Motor lief im Leerlauf weiter, und Monika spürte, wie das Blut aus ihrem Gesicht wich. Sie starrte den Fahrer an, unfähig, ein Wort zu sagen oder sich zu bewegen, während die bittere Erkenntnis wie eine Lawine über ihr zusammenschlug.
*** Fortsetzung folgt ***
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