Wie eine Entscheidung das Leben lenkt (fm:Verführung, 1784 Wörter) [4/5] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 05 2026 | Gesehen / Gelesen: 2250 / 1723 [77%] | Bewertung Teil: 9.23 (43 Stimmen) |
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4.
Der Zeuge im Schatten - Ein Pakt mit dem Teufel
Die Welt schien für Monika in diesem Moment in Zeitlupe zu zerfallen. Die Lichter der Stadt, die eben noch festlich und einladend gewirkt hatten, verschwammen zu bedrohlichen, grellen Streifen. Das Geräusch des im Leerlauf nagelnden Dieselmotors dröhnte in ihren Ohren wie eine herannahende Lawine.
Hinter dem Lenkrad des hellen Mercedes saß nicht Peter. Es war schlimmer. Viel schlimmer.
Es war Alfredo.
Alfredo war Peters spanischer Kollege, ein Mann, der in der Taxizentrale ebenso berüchtigt wie gefürchtet war. Er war das personifizierte Klischee eines südländischen Machos: dunkles, zurückgegelte Haar, ein ständig offenes Hemd, das seine behaarte Brust und eine schwere Goldkette offenbarte, und ein Grinsen, das gleichermaßen charmant wie räuberisch wirkte.
Er war das "Großmaul" der Schicht, ein Mann, der keine Gelegenheit ausließ, über seine angeblichen Eroberungen zu prahlen. Doch hinter seiner Fassade aus feurigem Temperament und spanischem Akzent verbarg sich etwas Dunkleres, eine Skrupellosigkeit, die Monika schon lange das Blut in den Adern gefrieren ließ.
Der Blick des Raubtiers
Alfredo kurbelte das Fenster ganz herunter. Sein Blick streifte Ralf nur kurz - er registrierte den teuren Anzug und die leichte Fahne des anderen Mannes mit der Routine eines Profis -, dann blieben seine Augen an Monika hängen. Ein langsames, wissendes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
"Hola, guapa", raunte er mit seinem tiefen, rollenden Akzent. Seine Augen wanderten ungeniert über ihr blaues Seidenkleid, blieben provozierend lange auf der Wölbung ihrer Brüste hängen und suchten dann ihren Blick. "Was macht die schöne Frau von meinem Freund Peter hier so spät in der Nacht? Und dann noch in so... eleganter Begleitung?"
Monika wollte antworten, doch ihre Kehle war wie zugeschnürt. Alfredo kannte sie. Er wusste genau, wer sie war. Er war der Mann, der Peter jeden Morgen beim Schichtwechsel die Hand schüttelte, der Mann, der mit ihm Kaffee trank. Und er war der Mann, der Monika seit Jahren belästigte.
Ralf, der von der unterkühlten Spannung zwischen den beiden nichts bemerkte oder sie schlicht ignorierte, wandte sich noch einmal zu Monika um. Er war angetrunken genug, um seine Hemmungen verloren zu haben, aber noch klar genug, um sein Revier markieren zu wollen.
"Danke für den wunderbaren Abend, Monika", sagte Ralf laut und deutlich, sodass Alfredo jedes Wort hören konnte. "Wir sollten das sehr bald wiederholen. Die alten Zeiten... sie lassen einen einfach nicht los."
Bevor Monika reagieren konnte, trat Ralf einen Schritt auf sie zu, legte seine Hand fest in ihren Nacken und gab ihr einen langen, feuchten Kuss auf die Wange, der gefährlich nah an ihren Mundwinkel reichte. Es war eine bewusste Geste der Besitznahme.
Alfredo im Taxi lachte leise auf. Es war ein trockenes, hämisches Lachen. Er zwinkerte Monika zu, ein Zeichen unerträglicher Komplizenschaft. "Steigen Sie ein, Amigo", sagte Alfredo zu Ralf, ohne den Blick von Monika abzuwenden. "Ich bringe Sie, wohin Sie wollen. Ich bin ein Experte für... diskrete Fahrten."
Ralf stieg ein, schlug die Tür zu, und der Mercedes rollte langsam an. Alfredo hob zum Abschied die Hand, ein kleiner Gruß, der sich für Monika wie eine Hinrichtung anfühlte. Er würde es Peter erzählen. Morgen früh, spätestens. Er würde es brühwarm in der Zentrale verbreiten, garniert mit seinen eigenen, schmutzigen Fantasien.
Die Geister der Vergangenheit: Alfredo
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