Der Spanner (fm:Ehebruch, 6142 Wörter) | ||
| Autor: Mr_Empire | ||
| Veröffentlicht: Jan 22 2026 | Gesehen / Gelesen: 570 / 439 [77%] | Bewertung Geschichte: 9.14 (7 Stimmen) |
| Part 1 * In Flagranti * | ||
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Alle aktiv beteiligen Personen sind Volljährig.
Part 1 * In Flagranti *
"Hm, ja ..." Die gedämpfte Stimme dringt durch die noch geschlossene Tür vor mir. Meine Hände zittern - vor Aufregung, Nervosität und vor allem Wut. Das Zittern geht bis in die Fingerspitzen, und meine Knie werden weich, als ich die Stimmen höre. Für einen Moment weiß ich nicht, ob ich stehen bleiben oder weglaufen soll. Trotzdem versuche ich, den Schlüssel ins Schloss zu stecken, doch meine Finger fühlen sich fremd an, fast wie gelähmt.
Wieder höre ich eine eigentlich sehr vertraute Stimme: "Oh, das ist so gut." Ein Wirbel aus Gedanken schießt durch meinen Kopf. Warum? Was habe ich getan, dass ich das jetzt erleben muss? Endlich gleitet der Schlüssel ins Schloss. Mein Atem stockt, und fast reicht meine Kraft nicht aus, um aufzuschließen. Ein leises "Klick" - jetzt kann ich die Tür öffnen.
"Stoß ... stoß ... ja, tiefer ..." Eben war ich mir noch unsicher, ob ich die Stimme richtig erkannt habe. Jetzt gibt es keinen Zweifel mehr. Es ist Bille. Meine beste Freundin. Oder besser: Sybille. Mein Magen zieht sich zusammen. Wie kann sie mir das nur antun? Wir sollten füreinander da sein, uns gegenseitig helfen und beistehen. Das dachte ich zumindest immer von uns. Oder lag ich falsch?
"Ja Basti... nimm mich... fick mich so... wie Julia dich es... nie lassen würde"! dringt die falsche Schlange Bille durch den Flur. Während ich ihre Worte höre und die Tür hinter mir schließe, zieht sich mein Magen schmerzhaft zusammen - ein brennender Stich aus Enttäuschung, Wut und dem bitteren Gefühl, verraten worden zu sein, breitet sich in mir aus. Für einen kurzen Moment ist es, als würde ich in Zeitlupe durch einen Albtraum gehen, unfähig, mich zu wehren.
"Julia, überleg dir das mit Bastian gut ... ich hab da ein komisches Gefühl." Bille s Worte hallen noch immer in meinem Kopf - gerade mal einen Monat ist das her. Damals habe ich sie gefragt: "Wieso denkst du das?" Ihre Antwort war vage, sie habe nur so eine Ahnung. Heute, in diesem Moment, begreife ich, woher sie es wusste. Die Wut in mir flammt auf - nicht nur wegen Bille und Bastian, sondern auch wegen mir selbst. Wie oft haben mich andere gewarnt? Manchmal nur ein besorgter Blick, eine beiläufige Bemerkung. Habe ich all das einfach ausgeblendet? Habe ich mich so sehr an das Bild von Bastian geklammert, dass ich jede Warnung ignorierte? Warum habe ich mir nie die Frage gestellt, ob Liebe allein reicht? Jetzt tut die Erkenntnis noch mehr weh.
Langsam schleiche ich durch die Wohnung. Ich bewege mich so leise, wie ich nur kann. Jeder Schritt fühlt sich wie Verrat an, dabei ist es doch mein Zuhause - das ich mit Bastian, meinem Verlobten, teile. Ein schwacher Geruch von seinem Parfum hängt in der Luft, vermischt mit etwas Süßlichem, das ich nicht einordnen kann. Irgendwo klackt leise das Heizungsrohr, und ein unterdrücktes Kichern schwebt an mein Ohr. Mein Herz pocht bis zum Hals, als ich innerlich schon die Szene sehe: Ich reiße die Schlafzimmertür auf, Bastian stößt wild in Bille, ihre Beine eng um seine Hüften geschlungen. Ein kurzer Blitz aus Erinnerungen: Bastians Lächeln beim letzten gemeinsamen Frühstück, Bille s Umarmung, als ich ihr von unserem Verlobungsring erzählte. War das alles schon eine Lüge? Der Gedanke sticht in meinen Bauch.
Als ich an der geschlossenen Wohnzimmertür vorbeikomme, höre ich Bastian, dieses Arschloch, sagen: "Blas mich, zeig mir wieder, wie gut sich das anfühlen kann." Es klingt nach Routine, nach längst etabliertem Verrat. In diesem Moment wird mir klar, dass die beiden es nicht einmal bis ins Schlafzimmer, in unser Bett, geschafft haben. Der Gedanke, dass das vermutlich nicht das erste Mal ist, dass sie sich auf unserem Sofa vergnügen, ekelt mich zutiefst. Wahrscheinlich habe ich mich immer mal wieder in ihre getrockneten Säfte gesetzt - allein dieser Gedanke lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Habe ich wirklich geglaubt, ich kenne die beiden?
Ich bleibe stehen. Meine Hand zittert, als ich sie auf die Klinke lege. Sie fühlt sich ungewohnt kalt an, als hätte die Tür selbst Wind von dem Verrat bekommen. Mein Herz hämmert, mein Mund ist trocken. Ich stehe vor dem wichtigsten Moment meines bisherigen Lebens, denke ich. Noch
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