An Sandras Seite (Teil 03): Geschäftsreise (fm:Cuckold, 10619 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TrustYourWife | ||
| Veröffentlicht: Jan 25 2026 | Gesehen / Gelesen: 2937 / 2515 [86%] | Bewertung Teil: 9.49 (39 Stimmen) |
| Nutzt Sandra die Gelegenheit? | ||

Ersties, authentischer amateur Sex
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
Der Gedanke, wie Sandra sich mit dem neuen Spielzeug selbst verwöhnte, jagte mir einen heißen Schauer über den Rücken. Ich wusste nicht, ob ich erröten oder lächeln sollte.
"Das ist genau der Punkt", sagte Maria. "Du darfst dir das nehmen. Deine Lust ist nicht zweitrangig, sie ist zentral. Eine Frau, die weiß, was sie will, strahlt eine Kraft aus, der sich kaum ein Mann entziehen kann."
Sandra spielte mit ihrem Weinglas. "Es fühlt sich... neu an. Ich denke mehr an mich. Ich will herausfinden, was mir gut tut - nicht nur in der Sexualität, auch im Leben. Und ich merke, dass ich dabei nicht mehr nur fragen will, was Andreas denkt."
"Du wirst selbstbewusst. Das ist der Anfang von Führung", sagte Maria, ihre Stimme fest, aber warm.
Ich hielt den Atem an.
"Führung bedeutet nicht, Befehle zu erteilen", fuhr sie fort, "sondern sich selbst ernst zu nehmen. Es ist Bewusstsein. Es ist, deine Wünsche klar zu kennen, sie auszusprechen, und gleichzeitig einen Rahmen voller Wärme zu setzen. Führung heißt, dich zu dir zu bekennen."
Ich hörte Sandras leises Räuspern, das vertraute, zögerliche Geräusch, wenn sie innerlich ringt. "Aber... das klingt so groß. Ich bin katholisch geprägt, Maria. Für mich war es immer selbstverständlich, dass Ehe Treue bedeutet. Monogamie war das Ideal."
Stille. Nur die Geräusche der Siedlung im Hintergrund, ein Zeichen, dass das Leben für die anderen Menschen ganz normal weiter ging.
"Weißt du," hob Sandra dann wieder an, "Andreas hat mir anvertraut, dass ihn diese Vorstellung..." Sie stockte. "Dass ihn Cuckolding erregt. Und er hat auch gesagt, dass er glaubt, außereheliche Erfahrungen könnten helfen, unsere..." - sie suchte nach dem Wort - "unsere Unerfahrenheit zu entknoten."
Mir zog es den Magen zusammen. Es war eigenartig, meine eigenen Geständnisse in Sandras Stimme wiederzuhören, gefiltert durch ihre Unsicherheit.
Maria ließ ihr Zeit. Ich hörte, wie sie die Tasse abstellte. Dann: "Genau das ist doch der Schlüssel. Er hat dir selbst gesagt, dass ihn diese Vorstellung erregt. Du musst nichts heimlich leben. Du darfst führen - offen, achtsam. Du nimmst Andreas nichts weg; du nimmst dich selbst ernster."
Ein leiser, unsicherer Seufzer von Sandra. "Aber wie...? Ich meine, wo soll das hinführen? Ich habe Angst, Grenzen zu überschreiten, die wir nie wieder einfangen können."
Maria antwortete mit leiser Stimme. "Hast du nicht neulich auf der Dildo-Party gesagt, dass dein Chef ganz schnuckelig sei?"
Ich hielt den Atem an.
Sandra lachte verlegen. "Na ja... er ist schon attraktiv. Charismatisch und aufmerksam. Aber... Maria, ich bin verheiratet."
Maria winkte ab. "Ach, Süße. Es geht doch darum, dir selbst Räume zu schaffen. Du musst ja nicht gleich "all in" gehen und einen Zweitmann halten. Aber was wäre, wenn du ihm erlaubst, dich zu verführen? Wenn du dir erlaubst, das zuzulassen?"
Sandra rutschte unruhig auf ihrem Stuhl. "Das klingt verrückt. Ich meine, ich liebe Andreas."
"Natürlich tust du das. Aber Liebe heißt nicht, sich selbst zu beschneiden. Vielleicht wäre Andreas gar nicht so dagegen, wie du denkst. Vielleicht würde er es sogar erregend finden, heimlich. Unausgesprochen. Versteckt hinter moralischen Fassaden, die Männer manchmal selbst nicht verstehen."
Ich fühlte, wie mir heiß wurde. Ich sollte empört sein. Und doch - ein anderer Teil in mir war elektrisiert. Ich stellte mir vor, wie Sandra sich verführen ließ, wie sie sich hingab... und mit dieser neuen Erfahrung wieder zu mir zurückkam.
Ich stand noch immer am Fenster, bewegungslos, wie festgewurzelt. Jede Faser meines Körpers lauschte, obwohl ich wusste, dass ich das Gespräch gar nicht hätte hören sollen. Doch je länger ich zuhörte, desto mehr wurde mir klar, dass ich gerade einen intimen Einblick in Sandras inneres Ringen bekam - und in etwas, das ich auf irgendeine verwirrende Weise sogar befürwortete.
"Ich weiß nicht, Maria...", sagte Sandra nun leise. "Ich habe wirklich Hemmungen, Privates und Berufliches zu vermischen. Mein Chef ist nett, ja, charmant, klar. Aber wenn da wirklich etwas passieren würde - ich meine, wie soll ich danach noch mit ihm im Büro umgehen?"
"Ach, manchmal bist Du einfach zu gut erzogen, für diese Welt." Marias Ton blieb ruhig, beinahe mütterlich. "Du musst gar nichts. Aber du darfst dir erlauben, darüber nachzudenken. Du bist eine erwachsene Frau, Sandra. Intelligent. Attraktiv. Wenn ein Mann wie dein Chef dich begehrt, dann ist das kein Risiko - das ist Macht. Und Macht ist nichts, wofür du dich schämen musst. Es geht ausschließlich um Möglichkeit, nicht um Pflicht. Stell dir vor: Ein Glas Wein auf einer Dienstreise. Ein längerer Blick. Vielleicht seine Hand, die zufällig deine streift. Nicht mehr, nicht weniger. Du lässt zu, gesehen zu werden - und das allein verändert schon alles."
Ich spürte, wie mir heiß wurde, obwohl der Abendwind kühl ins Zimmer strich. Bilder tauchten in mir auf, ungerufen, gefährlich nah an meinen Fantasien. Reinhard, ihr Chef, der sie mit diesem schrägen, charismatischen Lächeln ansieht. Sandra, die die Lider leicht senkt und doch nicht ausweicht. Ich hasste mich in diesem Moment dafür, dass mich diese Vorstellung elektrisierte.
"Aber was, wenn ich zu weit gehe?" Sandras Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. "Wenn ich am Ende mehr will...?"
Maria ließ eine kleine Pause, man hörte ihr gleichmäßiges Atmen. "Dann bist du es, die das Tempo bestimmt. Du setzt die Regeln, du definierst die Tiefe. Führung heißt auch: gezielte Hingabe. Es ist nicht Kontrollverlust, sondern Kontrolle, die du bewusst aus der Hand gibst - und wieder zurücknimmst, wann immer du willst. Andreas bleibt dein sicherer Hafen, gerade weil er einverstanden ist. Nicht trotz, sondern wegen seiner Liebe."
Das Wort "Liebe" hallte in mir nach. Ich fühlte mich zugleich ertappt, erregt, verängstigt. Ich wollte aufspringen, hinuntergehen, mich zeigen, protestieren, bekennen. Aber ich blieb reglos, die Hände fest um ineinander gekrallt.
"Ich weiß nicht..." Sandras Stimme schwankte. "Es fühlt sich so falsch an - und gleichzeitig..." Sie stockte. Ich hörte, wie sie mit den Fingern über den Tisch fuhr, dieses leise Schleifen von Haut über Holz, das mir vertraut war. "Gleichzeitig ist da diese Neugier. Dieses Ziehen."
"Genau das meine ich", sagte Maria sanft. "Das Ziehen ist nicht gegen deine Ehe gerichtet. Es ist ein Teil von dir, der Raum sucht. Und wenn du ihm diesen Raum gibst, mit Maß, mit Bedacht, dann stärkst du auch euch beide."
Draußen raschelte eine Amsel im Gebüsch, als wollte sie die Stille unterbrechen. Und in mir war alles laut: Herzklopfen, Scham, Erregung, Angst. Ich wusste, dass Maria recht hatte. Das, was sie beschrieb, war erschreckend deckungsgleich mit meinen geheimsten Fantasien. Und Sandra, meine Sandra, die so zögerlich und doch so offen sprach, schien an einer Schwelle zu stehen.
Die Luft knisterte, als sei sie elektrisch aufgeladen. Ich spürte, dass kein Zurück mehr möglich war, auch wenn noch nichts entschieden war. Es war, als hätte jemand eine Tür einen Spalt breit geöffnet. Nicht weiter. Aber genug, dass das Licht von draußen hereinfallen konnte. Und auf einmal konnte man Dinge sehen, die so lange verborgen gehalten worden waren.
Ich verharrte reglos am Türspalt, den Atem flach, so als könnte selbst das kleinste Geräusch die beiden Frauen alarmieren. Drinnen war es nicht lauter als das feine Klirren von Tassen und das Rascheln von Stoff, wenn eine sich auf dem Stuhl bewegte. Marias Stimme war ruhig, getragen, fast lehrend.
"Wenn du diesen Weg gehst, Sandra, brauchst du ein Gerüst. Keine wilden Experimente, kein heimliches Chaos. Sondern Regeln. Du klärst dich erst mit dir selbst: Was willst du wirklich, und was nicht? Tempo, Orte, Verhütung, Aftercare. Alles, was dir Halt gibt, bevor es überhaupt geschieht."
Sandras Antwort kam leiser, zögernd, aber ich hörte die Schärfe des Nachdenkens: "Aftercare? Also... so, als müsste ich Andreas dann beruhigen?"
"Nicht beruhigen," entgegnete Maria, "sondern einholen. Ein Ritual, das euch beide erdet. Vielleicht eine Dusche, vielleicht einfach Tee auf der Couch, vielleicht nur zehn Minuten Nähe, bevor ihr schlaft. Es geht darum, dass er spürt: Du kommst zurück. Immer."
Ich schluckte trocken, mein Mund fühlte sich leer an. Da war nichts Voyeuristisches in ihren Worten, eher etwas wie ein Vertrag, dessen Zeuge ich zufällig geworden war.
Maria sprach weiter, ein sachliches Unterrichten: "Und für Andreas brauchst du zwei Kommunikationswege. Erstens: Dosiert teilen. Ehrlich, aber in kleinen Portionen, so dass er sich sicher fühlt. Zweitens: Andeuten. Ein Satz, ein Blick, der ihn ahnen lässt, was war, ohne es auszuformulieren. Das macht es erotisch. Aber das Wichtigste: Du führst. Es geht nicht ums Heimliche, sondern ums bewusste Gestalten."
Ein Stuhl knarrte. Sandra schlug die Beine übereinander. Ihre Stimme war warm, fast trotzig: "Aber das ist doch verrückt, Maria. Ich liebe Andreas."
"Gerade deshalb," antwortete Maria sofort, "führst du. Du entscheidest, was du lebst, und bringst es als gelebte Wahrheit in die Ehe zurück. Er hat dir gesagt, dass es ihn erregt. Das war kein Zufall. Das ist euer gemeinsamer Traum. Und du darfst ihn in deinem Tempo in Wirklichkeit verwandeln."
Ich hielt die Luft an. Das Gespräch hatte jenen Punkt erreicht, an dem kein Zurück mehr war. Sie sprachen nicht mehr in vagen Fantasien, sondern in Möglichkeiten.
Sandra schwieg kurz, dann sagte sie: "Aber es ist Arbeit. Reinhard ist mein Chef. Es gibt ein Machtgefälle. Ich könnte das ganze Team gefährden. Das fühlt sich unethisch an."
Ich hörte, wie Maria langsam ausatmete, fast seufzte. "Dann ist das die erste Grenze. Keine Zwangslage, kein Taktieren. Nur, wenn er dir ebenbürtig und respektvoll begegnet. Führung heißt auch, Nein sagen zu können. Das ist Teil deines Schutzraums und auch Teil seiner Würde."
Ein Klappern, wahrscheinlich eine Tasse, die abgestellt wurde. Dann Marias Stimme, weicher, fast einladend: "Aber stell dir vor, nur als Testballon. Ein Messetag. Er steht neben dir, macht ein Kompliment. Ihr geht am Abend mit Kollegen essen. Später bleibt ihr zu dritt oder viert beim Wein. Ein kurzer Blick, vielleicht einen Herzschlag zu lang. Seine Hand streift deinen Unterarm, im vollen Aufzug kommt es zum Körperkontakt, Du drückst ihm Deinen Po entgegen, und du spürst: Er sieht dich als Frau. Nicht als Mitarbeiterin, nicht als Funktion - als Frau. Mehr braucht es am Anfang nicht. Du wirst sehen: Wenn Du Deine Weiblichkeit einsetzt, wird das Dir auch beruflich förderlich sein. Und nur Du allein bestimmst, mit welchem Einsatz Du spielst."
In mir schlug das Herz plötzlich schneller, als stünde ich selbst in diesem Aufzug, von dem Maria sprach. Ich fühlte mich zugleich abgewiesen - wie wenn zwei Menschen schon Pläne machten, die mich nicht einschlossen - und doch auch tief gebraucht. Denn alles, was sie entwarfen, kreiste auch um meine Rolle: Der sichere Hafen, der Mann, der Sandras Basis bildet, von der aus sie Abenteuern entgegenstrebt.
"Und Andreas?" Sandras Stimme klang nun ernster, gefasster.
"Er ist das Fundament," sagte Maria, wie zur Bestätigung meiner Gedanken. "Deine Verankerung. Er trägt die Verantwortung, die du ihm gibst. Und nach jedem Date kehrst du zurück - Tee, Kuscheln, was immer euer Ritual wird."
Ich spürte, wie mein Puls hämmerte. Das war kein Ausschluss, sondern eine Bestätigung. Meine Eifersucht brannte wie ein Feuer, aber zugleich fühlte ich eine stolze Wärme, ein heißes Einverständnis, das mich erschreckte.
Dann Sandras Stimme, beinahe flüsternd, doch fest: "Ich sage nicht ja. Aber ich denke ernsthaft darüber nach - in meinem Tempo."
Ich hörte Maria buchstäblich nicken.
"Genau das ist Führung, Sandra. Kein Sprint. Ein Schritt nach dem anderen."
Stühle scharrten, Schritte setzten sich in Bewegung. Ich zuckte zurück, lehnte mich vom Fensterspalt weg, die Hände zitterten. Mein Herzschlag donnerte in meinen Ohren. In dieser Stille, die folgte, wusste ich: Hier war gerade ein innerer Vertrag geschlossen worden. Ein unausgesprochenes Abkommen, das mein Leben verändern würde.
/ / / / /
<<Ping>>
18:31
>> Ich habe ihm gerade erzählt, wie du mir beim Wäschekauf zugesehen hast.<<
<<Ping>>
18:32
>>Und was du gezahlt hast. 😇<<
<<Ping>>
18:32
>>Er findet es reizend.<<
<<Ping>>
18:34
>> Du bist ein großzügiger Ehemann. Ich verspreche dir: Ich werde deine Investition mit Hingabe würdigen.<<
Oh, Gott!
Ich presste die Beine zusammen und drückte meine Hand in meinen Schritt.
/ / / / /
~~~~~~~~~~
Pretty Woman
Ich hörte, wie die Terrassentür leise ins Schloss fiel. Einen Moment später stand Sandra im Wohnzimmer und ich kam die Treppe herunter. Ihr Blick fiel auf mich. Kurz war da ein Anflug von Überraschung in ihren Augen.
"Oh! Du bist schon zu Hause?" fragte sie mit einem Lächeln und trat auf mich zu.
"Fitnessstudio hatte geschlossen", antwortete ich und erhob mich, um ihr entgegenzugehen. Sie schlang ihre Arme um mich und legte ihren Kopf an meine Schulter. Es war eine dieser Umarmungen, die nicht nur Nähe bedeutete, sondern auch einen Moment verlangender Erregung trug. War das vielleicht noch ein Nachhall des Gesprächs, das ich heimlich belauscht hatte?
"Wie wär's mit Essen vom Chinesen und einem kuscheligen Filmabend?", schlug sie vor. "Ich hab irgendwie Lust auf "Pretty Woman". Ist das okay für dich?"
"Klar. Julia Roberts geht immer."
Während sie das Essen bestellte, deckte ich den Couchtisch, zündete ein paar Kerzen an, eine kleine Geste, um den Abend ein bisschen besonders zu machen. Der Duft von Frühlingsrollen und gebratenem Gemüse füllte bald das Wohnzimmer. Wir aßen entspannt, scherzten über die merkwürdige Stimme des Lieferanten und plauderten über den Tag.
Als der Film begann, rückten wir näher zusammen. Ich saß zuerst neben ihr, dann lehnte ich mich zurück, zog sie sanft an mich heran, sodass ihr Rücken an meiner Brust lag. Ich spürte ihre Wärme, den vertrauten Duft ihrer Haare, das sanfte Heben und Senken ihres Atems. Mein Arm lag um sie, meine Hand streichelte ihren Körper. Es tat gut, ihre wohlgeformte, weiche Brust zu massieren, durch den Stoff Ihres T-Shirts ihre Brustwarzen an meiner Handfläche zu spüren. Es war schön, zu fühlen, wie ihr fester Po gegen meine Lenden drückte. Es war einer dieser stillen Momente, in denen man einfach nur genießt, dass man sich hat.
Als die berühmte Klavier-Szene kam - Julia Roberts auf dem schwarzen Flügel, Richard Gere zärtlich, dominant - spürte ich, wie sich Sandras Körper leicht bewegte. Ihre Hand suchte meine, streichelte meine Finger, dann meinen Oberschenkel. Sie drehte sich halb zu mir, legte ihre Hand an meinen Hals, küsste mich, erst sanft, dann fordernder.
Ich ließ mich von ihrer Energie mitreißen, erwiderte ihre Küsse und spürte, wie sich ihr Körper eng an meinen schmiegte. Ihre Finger glitten unter mein Shirt, erkundeten meine Haut, während ihre Lippen meinen Hals mit weichen, fordernden Küssen streiften.
Dann richtete sie sich auf, stellte sich vor mich und sah mich mit einem gierigen Lächeln an. Langsam, mit genussvoller Ruhe, löste sie den Gürtel, öffnete Knopf und Reißverschluss. Ihre Daumen glitten verführerisch an ihren Seiten entlang, und mit einem kecken Schwung ihrer Hüfte schob sie Jeans und Slip gleichzeitig über ihre Schenkel, bis sie in einem lockeren Bündel um ihre Knöchel lagen.
Mit einer selbstbewussten Bewegung stieg sie aus dem Stoff, trat einen Schritt näher und machte sich an meiner Hose zu schaffen. Ohne ein Wort, aber mit einem Blick, der keinen Widerstand zuließ, öffnete sie Knopf und Reißverschluss und zog Hose und Slip in einem Zug nach unten bis zu meinen Füßen.
Sie stieg rittlings über mich, ergriff meinen steifen Penis und führte ihn sich in ihre Lusthöhle ein. Sandra war so feucht, dass mein Schwanz in einem Zug bis zur Wurzel in ihr verschwand. Mit ihrer linken Hand stützte sie sich auf meiner Brust ab und drückte mich in die Couch. Ihre rechte Hand massierte ihre Brust, während sich Ihr Unterkörper fest gegen mein Becken drückte.
Das Gefühl, Sandras Gewicht voll auf mir zu spüren, während mein Schwanz vollständig in ihrer warmen, weichen und feuchten Höhle steckte, war unbeschreiblich. Ihre wunderschönen Augen blickten in meine, und ich wusste, dass sie tief in meine Seele blickte.
Doch die Ereignisse der letzten Tage, das belauschte Gespräch und die wundervolle Nähe der vergangenen Minuten zeigten bei mir ihre Wirkung. Obwohl wir nur bewegungslos miteinander vereinigt waren, spürte ich, wie sensibel meine Erregungsleitung heute war. Ich verlor mich in ihrem Blick, war ganz eins mit ihr, ganz im Jetzt. Und als Sie anfing, ihren Unterkörper langsam anzuheben und wieder zu senken, konnte ich es nicht mehr stoppen: Ich schoss meine Ladung in sie.
Meine Entspannung setzte ein, und damit kam auch mein Frust. Warum musste es wieder so schnell gehen?
"Schscht...", flüsterte Sandra leise und legte ihre Stirn gegen meine. "Ist schon okay, Spätzchen."
Ich wollte etwas sagen, mich entschuldigen, aber sie legte nur den Finger auf meine Lippen. "Du bist bei mir. Das ist das Wichtigste."
Wir kuschelten uns wieder aneinander, mein Arm lag um ihre Taille, ihr Kopf auf meiner Schulter. Der Film ging weiter. Ich hörte nicht mehr richtig hin, aber ich spürte sie - ihren Atem, ihren Herzschlag, ihre Nähe.
Als der Abspann lief, sahen wir uns an. Sie lächelte müde. "Zeit fürs Bett, hm?"
Ich ging voraus, machte mich bettfertig und schlüpfte unter die Decke. Sandra kam noch nicht sofort. Ich hörte, wie sie im Bad war, dann im Schlafzimmer leise ihre Sachen sortierte.
Sie trat an meine Bettseite, beugte sich zu mir hinunter und küsste mich sanft auf die Stirn. "Schlaf schön, mein Herz."
Ich lächelte sie an. "Du auch."
Sie zögerte einen Moment, dann sagte sie in diesem halbernsten, halblustigen Tonfall, den sie manchmal hatte: "Ich hab noch eine kleine Verabredung mit Bruno."
Sie öffnete leise die Schublade ihres Nachttischs, nahm die schmale Schachtel heraus - das neue Spielzeug, das sie zusammen mit Maria ausgesucht hatte - und verschwand im Arbeitszimmer. Die Tür schloss sich leise. Ich hörte den Schlüssel im Schloss.
Ich lag da, die Decke bis zur Brust gezogen, und starrte an die Decke. Ich wusste, was sie da drin machte. Ich wusste auch, dass sie es nicht tat, weil ich ihr egal war - sondern weil sie heute nicht ganz erfüllt worden war. Es war ihr gutes Recht, sich das zu nehmen, was sie brauchte. Und trotzdem... stach etwas in meiner Brust. Es war nicht nur Eifersucht. Es war auch ein Gefühl von Unzulänglichkeit. Und gleichzeitig - zu meiner eigenen Verwirrung - eine leise Erregung bei der Vorstellung, was sie da tat, allein, voller Lust. Ich spürte, wie sich mein Schwanz wieder mit Blut füllte. Ich begehrte Sandra so sehr, dass es fast weh tat. Doch jetzt war Bruno bei ihr, und sie wollte nicht, dass ich sie störte.
Ich schloss die Augen.
Es war großartig, mit der besten Frau der Welt verheiratet zu sein.
Und doch spürte ich, dass sich gerade etwas veränderte. Etwas, das größer war als ich.
Irgendwann schlief ich ein.
~~~~~~~~~~
Packen
Die Tage nach unserem Filmabend verliefen wie gewohnt, fast schon zu routiniert. Wir funktionierten als Paar wie ein gut eingespieltes Team: Morgens Kaffee, tagsüber Arbeit, abends gemeinsame Mahlzeiten, kleine Gespräche, kurze Berührungen. Es war ein Alltag, der sich vertraut anfühlte. Und doch lag etwas in der Luft, etwas, das ich nicht benennen konnte.
Sandra war aufmerksam, liebevoll, präsent. Und trotzdem schien sie in manchen Momenten leicht entrückt. Nicht abweisend, eher gedanklich anderweitig beschäftigt. Ein paar Mal bemerkte ich, wie sie ihr Handy zur Seite legte, kaum dass ich ins Zimmer trat. Vielleicht war es belanglos. Vielleicht auch nicht. Ich zwang mich, nicht misstrauisch zu sein. Und trotzdem blieb ein Restgefühl, wie ein kaum hörbarer Ton, den nur ich wahrnahm.
Am Mittwochabend beim Abendessen erwähnte sie dann beiläufig, dass sich ihre Pläne fürs Wochenende geändert hätten. Ein Kollege sei kurzfristig ausgefallen, und sie müsse einspringen. Sie sagte das ganz normal, beiläufig, so, wie man auch erwähnen würde, dass man morgen einen anderen Parkplatz nimmt. Nur dass der "Kollege" Markus war, der sich, wie sie erzählte, ein Bein gebrochen hatte, und dass sie nun statt ihm mit ihrem Chef Reinhard zur Messe nach Leipzig fahren würde.
Messe. Hotel. Geschäftsreise. Über das Wochenende.
Ich hatte genickt und gelächelt, wie es sich für einen verständnisvollen Ehemann gehörte. Und innerlich ein ganzes Gespräch mit mir selbst begonnen, das ich nicht mehr abstellen konnte.
Als ich am nächsten Tag von der Arbeit zurückkam und die Haustür hinter mir schloss, hörte ich Sandra oben wirken. Ich hängte meine Jacke an den Haken, stellte meine Tasche ab, und ging die Treppe hoch. Im Schlafzimmer fand ich Sandra, wie sie gerade über ihrem kleinen schwarzen Trolley kniete und konzentriert ihre Kleidung zusammenlegte. Neben dem Koffer lagen eine Bluse, ein hellgraues Etuikleid, ihre Schminktasche und ein kleines Reisebügeleisen.
"Hey, da bist du ja", sagte sie, ohne sich umzudrehen, als sie meine Schritte hörte. Ihre Stimme war hell, gut gelaunt. "Ich dachte, du kommst heute später."
"Bin gut durchgekommen", antwortete ich und trat näher.
Sie stand auf, drehte sich zu mir und kam mit einem liebevollen Lächeln auf mich zu. Ihre Arme schlangen sich um meinen Nacken, und ich spürte ihren Körper kurz und fest an meinem. Ihr Kuss war sanft, fast zärtlicher als sonst.
"Ich bin fast fertig", sagte sie. "Nur noch die Ladekabel und mein Notebook."
Ich nickte, während mein Blick zu dem eleganten Kleid auf dem Bett wanderte.
"Sieht schick aus", murmelte ich.
"Das ist für Samstag, zur Abendveranstaltung auf der Messe. Reinhard meint, da kommen ein paar Leute aus der Branche, die wichtig sein könnten für unser Lieferkettenprojekt. Weißt du, mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie will er medial was reißen."
Ich lächelte angestrengt. "Klingt spannend."
Sie grinste. "Naja. Mal sehen, wie spannend das Ganze wirklich wird."
Ich versuchte, mich mit ihr zu freuen. Und tatsächlich: Ein Teil von mir war stolz. Meine Frau, engagiert, professionell, gefragt. Ein anderer Teil von mir jedoch, der kleine, verletzliche und eifersüchtige Teil, konnte nicht verhindern, dass sich Bilder in meinem Kopf abspielten. Bilder, die ich nicht bestellt hatte: Sandra und Reinhard beim gemeinsamen Abendessen. In der Hotelbar. Im Aufzug.
Ich verscheuchte sie. Oder versuchte es.
"Und wann geht's morgen los?" fragte ich.
"Direkt nach der Arbeit. Ich nehme meine Sachen mit ins Büro. Wir fahren gemeinsam von dort los."
Ich nickte. "Und Sonntagabend bist du zurück?"
"Ja, spätestens 20 Uhr. Ich sag dir Bescheid, wenn wir losfahren."
Ich zwang mich zu einem Lächeln. Sie legte den Kopf schief und musterte mich.
"Alles okay bei dir?"
Ich zuckte die Schultern. "Klar. Ich find's einfach nur schade, dass wir das Wochenende nicht zusammen verbringen."
Sie trat näher, strich mir eine Haarsträhne von der Stirn. "Ich auch. Aber es ist wirklich nur Arbeit. Und ich freue mich, wenn ich am Sonntag wieder bei dir bin."
Ihre Stimme klang ehrlich. Ihre Augen offen. Und doch blieb in mir dieses Ziehen - diese Mischung aus Angst, Fantasie und unterschwelliger Erregung. Ich hasste es. Und ich genoss es. Gleichzeitig.
Was wäre, wenn ...?
Was wäre, wenn sie sich dort wirklich auf jemanden einließe? Nicht aus Mangel an Liebe, sondern aus Lust?
Ein kleiner Teil von mir fand diese Vorstellung nicht nur beunruhigend, sondern auch faszinierend. Ein größerer Teil verdrängte diesen Gedanken sofort.
"Ich mach uns später noch was zu essen", sagte sie. "Oder wollen wir was bestellen?"
"Lass uns was bestellen", sagte ich. "Und den Abend genießen."
Sie lächelte. "Genau das hatte ich auch vor."
/ / / / /
<<Ping>>
18:51
>>Er hat meine Hand genommen, unter dem Tisch. Ich habe nicht widersprochen.<<
<<Ping>>
18:53
>>Ihre Haut ist weich. Ihre Hand warm. Ich werde sehr geduldig mit ihr sein.<<
Er wird geduldig mit ihr sein? Was hieß das das?
Spürte er ihre Nervosität? Fühlte sie sich noch wohl? Ja, wird sie wohl. Sie hat nicht widersprochen. Das konnte nur heißen, dass sie ihm traute. Dass sie sich ihm anvertraute.
Sie stand unter Spannung, ganz klar. Und er würde geduldig mit ihr sein. Was erwartete er von ihr?
Verdammt, er geilte sich an Sandras Unschuldigkeit, an ihrer Unerfahrenheit auf. Er spielte mit ihr, wie die Katze mit einer Maus.
Mit meiner Maus.
/ / / / /
~~~~~~~~~~
Sandra unterwegs
"Wir spielen doch nur mit einander, wir ficken nicht". "Aber", versuchte ich zu protestieren.....Doch er hatte mehr Kraft, zog seinen Schwanz zwischen meinen Beinen heraus und rieb weiter seine Schwanzspitze zwischen meinen Schamlippen. Und selbst wenn ich die Kraft dazu gehabt hätte, Ihn weg zu schubsen, das Gefühl war unbeschreiblich und mein Becken kreiste schon wieder ungewollt weiter.
Jedes Mal wenn ich mein Becken nach hinten presste, spürte ich wie seine Schwanzspitze ganz leicht in mich eindrang. Richard stöhnte dabei jedes Mal stark auf. Ich presste unbewusst meinen Unterleib immer stärker nach hinten, so dass immer mehr von Seiner Schwanzspitze in mich eindrang. Allerdings hatte ich noch alles unter Kontrolle und ich achtete darauf, dass nur die Spitze in mich drang, also nur ein paar Millimeter, also nicht die ganze Eichel. Ich spielte mit Richard. "Wahnsinn" stöhnte Richard, "Mein Sack ist schon völlig zusammen gezogen, ich komme wohl bald". Erschreckt entzog ich mich seinem Schwanz, aber Richard hielt mich am Becken fest. "Begreif doch Richard, schrie ich panisch trotz Ekstase, "Ich habe gerade meine fruchtbaren Tage, du kannst nicht in mich spritzen! Was würde mein Mann sagen, wenn Du der Vater unseres Kindes wärst?" Er lies mich kurz los, tat so als ob er überlegte und umklammerte mich zärtlich und sagte "Mäuschen, es tut mir leid, aber ich halte es nicht mehr aus und will es auch nicht, und dein Mann ist mir piep egal. Kinder wollte ich eh schon lange haben, also warum nicht mit Dir". Mit diesen Worten packte er mit beiden Händen meine Hüfte und zog mich nach hinten. Sein Schwanz war mit einem Ruck bis zum Anschlag in mir drin. So nass wie ich war, war das kein Kunststück. Ich stöhnte kurz laut auf dann fickte er mich in harten langen Stößen.
"Bitte nicht Richard", versuchte ich kraftvoll zu demonstrieren, presste aber mein Becken rhythmisch nach hinten. "Wenn ich schwanger werde".
"Wenn Du willst, zieh ich Ihn vorher raus, keine Angst mein Spatz du musst es nur sagen". Stöhnte Richard weiter. "Aber mein Mann!"
"Stell Dir einfach vor, ich wäre jetzt dein Mann, und lass dich gehen". "Oh, das geht schon wegen deiner enormen Schwanzgröße nicht, du füllst mich total aus," hörte ich mich erschreckenderweise stöhnen.
Es war zu spät und ich konnte an nichts mehr denken. Er hatte mich so weit. Jetzt wollte ich nur noch gefickt werden."
Wow! Das ging mir unter die Haut! Die Story ist richtig, richtig gut. Der Autor versteht sein Fach.
Als ich unser Haus betrat, empfing mich der Freitagabend mit einer seltsamen Stille. Kein Lachen, keine Musik aus dem Wohnzimmer, kein Duft aus der Küche, nur das sanfte Surren des Kühlschranks und meine eigenen Schritte auf dem Flur. Sandra war unterwegs. Mit Reinhard. Richtung Leipzig. Ein ganzes Wochenende.
Ich stellte meine Aktentasche ab, zog die Schuhe aus und stand eine Weile einfach so da. Lauschte der Leere, die sich in der Wohnung ausbreitete, als wolle sie mir Raum für Gedanken machen, die ich sonst lieber beiseite schob.
Ich setzte mich an den Küchentisch, starrte auf das Holz vor mir, aber meine Gedanken wanderten unweigerlich zu Sandra. Wie sie jetzt wohl im Auto saß, neben ihrem Chef, vielleicht ein bisschen müde vom Tag, vielleicht ein bisschen aufgedreht von der plötzlichen Abwechslung. Sie hatte sich wirklich gefreut auf diese Reise, und das stand ihr auch zu. Ich war stolz auf sie, auf ihr Engagement, ihre Klugheit. Und doch... da war auch etwas anderes.
Ein bohrender Gedanke. Oder eher ein Bild. Sandra im Hotelzimmer, vielleicht mit einem Glas Wein, in einem dieser weißen Bademäntel. Reinhard, charmant, erfahren, ein Mann mit Präsenz, irgendwo in der Nähe. Ich schüttelte den Kopf. Nein. Ich sollte nicht in diese Richtung denken.
Ich stand auf, ging ins Arbeitszimmer, mehr getrieben von innerer Unruhe, als einem klaren Plan. Vielleicht würde ein bisschen Ablenkung helfen - etwas, das die Gedanken kanalisiert, ihnen eine Form gibt, ohne dass sie gleich in Eifersucht ausarten. Ich startete den Rechner, klickte mich durch Youtube, zögerte, und öffnete schließlich mein Verzeichnis mit erotischen Geschichten.
Und da war sie. Diese Story!
Eine Datei, die mir nicht bekannt war. Neu, aber abgespeichert in meinem privaten Ordner. Naja, so ganz privat seit einigen Tagen ja nun nicht mehr.
Ich runzelte die Stirn. Ich hatte sie nicht erstellt, und da es nur zwei Menschen gab, die Zugriff auf diesen Rechner hatten, konnte sie nur von Sandra stammen.
Mit einem merkwürdigen Gefühl öffnete ich die Datei.
"Die Geschäftsreise", lautete der Titel. Eine Geschichte, geschrieben aus der Ich-Perspektive einer verheirateten Frau namens Laura. Ich begann zu lesen, neugierig, skeptisch, leicht erregt.
Laura, 35, verheiratet, bodenständig. Sie befindet sich mit ihrem Chef Richard auf einer Fortbildung. Nach einem anstrengenden Tag zieht sie sich in den Wellnessbereich des Hotels zurück, um zu entspannen. Die Sauna ist leer, die Hitze dämpft ihre Gedanken. Sie legt sich auf eine Bank, genießt die Stille, bis sich plötzlich die Tür öffnet und Richard hereinkommt.
Der Dialog zwischen den beiden beginnt beiläufig. Ein bisschen Geplauder über den Tag, ein paar scherzhafte Bemerkungen. Dann schlägt Richard vor, ihr eine kleine Massage zu geben, um die Verspannung in den Schultern zu lösen. Laura zögert, aber willigt ein. Schließlich sei es ja nur eine Geste der Fürsorge.
Die Beschreibung, wie Richard seine Hände auf ihren Rücken legt, sich mit ruhiger Selbstverständlichkeit vorarbeitet, sie mit sanftem Druck und warmen Handflächen berührt, war intensiv, fast greifbar. Laura genießt die Nähe, obwohl sie innerlich mit ihrer Moral ringt. Doch Richards Berührungen sind einfühlsam, gekonnt. Die Massage weckt Gefühle in ihr, die sie lange nicht gespürt hat. Nicht, weil ihr Mann sie vernachlässigt, sondern weil es einfach... anders ist.
Langsam gleitet die Geschichte in eine erotische Spannung, die unter die Haut geht. Richard streicht über ihre Seiten, verweilt etwas länger auf ihrem unteren Rücken, nähert sich gefährlich der Linie zwischen Unschuld und Verlangen. Laura denkt an ihren Ehemann, aber ihr Körper hat längst entschieden. Sie lässt sich fallen, bis sie schließlich stöhnend kommt, allein durch seine Hände.
Der moralische Damm ist gebrochen. Richard lächelt, bittet sie nun, ihm etwas zurückzugeben. Was folgt, ist eine wechselseitige Erregung, die sich steigert: Ein Spiel mit der Grenze. Es bleibt bei äußeren Berührungen, einem Reiben der Körper, immer noch mit dem inneren Vorbehalt: "Es ist ja kein richtiger Sex."
Doch die Lust kennt kein Halten. Die Hemmungen schmelzen dahin wie das Eis in der Sauna. Schließlich fällt auch die letzte Barriere, sie lassen sich gehen.
Als Leser spürte man, wie sehr sich Laura hingibt, nicht aus Trotz oder Leichtsinn, sondern aus einer tiefen, fast unkontrollierbaren Lust, einmal alles loszulassen.
Als ich die letzten Zeilen las, saß ich still da. Erregt, verwirrt, tief berührt. Nicht nur wegen der Intensität der Geschichte, sondern auch wegen der Frage: Warum war sie auf unserem Rechner?
Hatte Sandra sie geschrieben? Oder sie einfach irgendwo gefunden und abgespeichert? Wollte sie, dass ich sie finde? War es ein Spiel? Ein Wink? Oder einfach nur Zufall?
Ich erinnerte mich an das Gespräch, das ich heimlich zwischen ihr und Maria belauscht hatte. An die Andeutungen. An die Offenheit, mit der sie über sexuelle Freiheit sprachen. War diese Geschichte Teil eines psychologischen Experiments? Oder bereits mehr?
Ich wusste es nicht. Aber eines wusste ich: Mein Herz pochte schneller, und meine Gedanken ließen Sandra und Reinhard in einem ganz neuen Licht erscheinen. Und während meine Fantasie sich weiter verselbstständigte, wuchs in mir gleichzeitig das Gefühl, dass diese Geschichte, fiktiv oder nicht, ein Wendepunkt sein könnte.
Ich war gerade dabei, mir einen Tee zu machen, als das Display meines Handys aufleuchtete. Eine Nachricht von Sandra.
"Hallo Spatz, bin gut in meinem Hotel angekommen und zu müde zum Telefonieren, deshalb nur die kurze Nachricht. Es war viel Stau auf der Autobahn. Hotel ist super, hat sogar einen großen Spa-Bereich. Werde jetzt noch etwas die Sauna nutzen, zum Entspannen, und dann geht's ins Bett. Wird ein langer Tag werden, morgen. Schlaf gut, ich liebe Dich."
Ich las die Nachricht zweimal. Dann noch ein drittes Mal.
Mein Herz pochte schneller. Sandra war in ihrem Hotel angekommen. Alles gut. Kein Unfall, kein Stress, kein Drama - objektiv betrachtet war das eine gute Nachricht. Aber es war nicht nur was sie schrieb, sondern wie.
So nüchtern. So... distanziert?
Oder bildete ich mir das ein?
Sie ist müde. Natürlich ist sie müde. Stundenlang im Auto mit ihrem Chef, durch den Stau, nach einer hektischen Umplanung. Ich sollte ihr einfach wünschen, dass sie sich gut entspannt. Vielleicht ihr noch ein Herzchen schicken.
Aber mein Blick blieb an einem Satz hängen: "Werde jetzt noch etwas die Sauna nutzen..."
Ich schluckte. Mein Kopfkino sprang an, als hätte jemand einen Schalter umgelegt.
Sandra. Im Hotel. In einem Spa-Bereich. In der Sauna.
In einem Bademantel. Nackt. Vielleicht nur mit einem Handtuch um die Hüften.
Ihr Chef... War er auch dort?
Was, wenn er zur gleichen Zeit die Idee hatte, sich zu entspannen?
Was, wenn sie zusammen gingen?
Würde er sie nackt sehen?
Und würde sie sich daran stören? Oder es als... neu, aufregend, spielerisch empfinden?
Ich setzte mich an den Küchentisch, ließ das Handy sinken und starrte ins Leere. Ich spürte diese seltsame Spannung zwischen meinem Brustkorb und der Magengrube, eine Mischung aus Eifersucht, Faszination, Verlustangst - und... ja. Auch Erregung.
Die Geschichte. "Die Geschäftsreise". Laura in der Sauna, verführt von ihrem Chef. Erst eine Massage, dann ein Spiel mit der Grenze des Erlaubten. Und schließlich das Überschreiten jener Grenze, auf das alles hinauslief.
Sandra hatte diese Geschichte bewusst gespeichert.
Und jetzt saß sie selbst, mit ihrem attraktiven Chef, in einem Hotel mit Spa-Bereich.
War das Zufall?
Ein Teil von mir wollte glauben, dass es das war. Reiner Zufall.
Aber ein anderer Teil, der Teil, der in der Nacht wach lag und sich Szenarien ausmalte, fragte sich, ob das nicht ein Spiel war. Ein leiser, aber deutlicher Hinweis. Eine Einladung zu Vertrauen, zu Grenzverschiebung. Oder... ein stilles Vorwarnsystem?
Ich versuchte, mich zu beruhigen. Ich wollte Sandra nichts unterstellen. Sie hat mich nie belogen. Ich kenne sie.
Und doch war da etwas Neues in ihr, seit jenem Gespräch mit Maria. Etwas Spielerisches, Entschlossenes, Selbstbewusstes.
Sie war nicht mehr nur meine Frau. Sie war mehr geworden. Eigenständiger. Weiblicher. Sinnlicher.
Vielleicht auch unabhängiger?
Ich ging durch die Wohnung, ziellos. Nahm ein Glas aus dem Schrank, stellte es wieder hinein. Ich wusste nicht, wohin mit mir.
Also tat ich, was ich immer tat, wenn ich mit meinen Gedanken nicht weiterkam: Ich setzte mich an meinen Schreibtisch.
Aber diesmal öffnete ich keine Geschichte. Ich starrte nur auf den Desktop.
Was, wenn sie es tatsächlich erleben wollte? Wenn sie, heute Abend, nackt in der Sauna liegt, und Reinhard kommt hinzu...?
Ich konnte nicht anders - ich malte es mir aus.
Ich sah vor meinem inneren Auge, wie Sandra auf einer Saunaliege liegt, ihr Körper leicht glänzend vom Dampf. Ihre Haut gerötet. Der Ausdruck in ihrem Gesicht entspannt, ein Hauch von Erwartung darin.
Die Tür öffnet sich. Reinhard tritt ein. Groß, sportlich, charismatisch. Er lächelt, setzt sich ihr gegenüber.
Kurzer Smalltalk. Ein Lächeln zu viel. Eine Hand auf ihrer Schulter.
Vielleicht fragt er, ob er sie massieren darf.
Vielleicht zögert sie, aber dann... nickt sie.
Und dann beginnt es. Langsam, mit der gleichen Mischung aus Spannung und Unsicherheit wie in der Geschichte.
Ich spüre, wie mich diese Vorstellung gleichzeitig zermürbt und erregt.
Was wäre, wenn sie es nicht abblockt? Was wäre, wenn sie sich... hingibt?
Ein Teil von mir bäumte sich innerlich auf. Nein, das durfte nicht sein!
Und doch... ich merkte, wie ich tiefer in diese Vorstellung sank. Wie meine Gedanken mich nicht losließen.
Was wäre, wenn sie sich nicht "hingibt", sondern sich nimmt, was ihr Verlangen stillt? Wäre es nicht schön, ihr das zu gönnen? Wäre es nicht wundervoll zu sehen, wie dieser Mann sie in Ekstase versetzt, ihr Verlangen in einer Weise stillt, wie ich es nicht kann? Wäre es nicht schön, ihr dies zu schenken?
Plötzlich war es Mitternacht. Immer noch keine weitere Nachricht von ihr. Ich schreibe auch keine Nachricht mehr. Ich will nicht klammern. Aber ich frage mich, ob sie jetzt schon schläft.
Oder... ob sie wach liegt. Neben ihm.
Oder in ihrem Zimmer. Noch ganz aufgewühlt von der Begegnung.
Oder... ganz woanders mit ihren Gedanken. Vielleicht bei mir. Vielleicht auch nicht.
Ich legte mich ins Bett, aber der Schlaf kam nur zögerlich. Ich drehte mich von einer Seite auf die andere. Die Gedanken kreisten. Ich träumte. Unruhig, wie durch dichten Nebel. Im Traum sah ich sie. Sandra. In einem weißen Handtuch. Ihr Haar noch feucht. Ihr Blick... verändert.
Neben ihr Reinhard.
Ein Zimmer. Ein Hotelzimmer.
Ein leises Lachen.
Dann Geräusche. Schatten. Körper.
Und ich... ich war da, beobachtete es - machtlos, aber nicht abgeneigt. Gefangen zwischen Lust, Eifersucht, und dieser seltsamen neuen Sehnsucht.
Der Wecker riss mich am nächsten Morgen aus diesem Traum.
Es war Samstag.
Und Sandra war in Leipzig.
/ / / / /
<<Ping>>
19:08
Es war Samstag.
Und Sandra war in Dortmund.
Ein weiteres Bild kommt: Sandra in der Damentoilette, Spiegel-Selfie. Leicht von oben aufgenommen. Sie lächelt geheimnisvoll. Das Kleid sitzt perfekt, durch die Kamera-Perspektive habe ich einen verführerischen Blick in ihren Ausschnitt. Wie liebe ich diese weichen, festen und so empfindlichen Brüste.
>>Er sagt, ich sehe aus wie ein Geschenk. Bald darf er das Geschenk auspacken <<
Mein Atem geht flacher. Ich will eifersüchtig sein. Aber mein Körper will mehr. Diese Formulierung - nicht ich, sondern "er darf". Heute ist Chris der Mann, der sie auszieht. Vielleicht.
Was eigentlich war es genau, dieses Geschenk? Ein Geschenk, das er mir wegnahm? Ein Geschenk, das ich ihm machte? Oder ein Geschenk, das er Sandra machte? Oder gar ein Geschenk, das er Sandra und mir machte?
Ich hoffte auf Letzteres; ich fürchtete Ersteres.
/ / / / /
~~~~~~~~~~
Messetag
Ich brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass es Samstag war. Sandras Nachricht vom Vorabend war das Letzte gewesen, was ich gelesen hatte - und auch das Letzte, woran ich gedacht hatte, bevor ich weggedämmert war.
"Werde jetzt noch etwas die Sauna nutzen, zum Entspannen..."
Ich hatte den Satz zigmal gelesen. Er war harmlos formuliert, liebevoll, sogar beruhigend gemeint. Aber mein Hirn hatte daraus ein ganzes Kopfkino gemacht. Nicht direkt eifersüchtig, nein. Eher... wachsam. Aufgeladen. Und doch auch: Erregt. So bizarr das war.
Ich schälte mich aus dem Bett, streckte mich, trank in der Küche einen Kaffee im Halbschatten der Morgensonne. Ich versuchte, mich zu sammeln, mich zu sortieren.
Ein Samstag ohne Sandra war selten, aber nicht gänzlich ungewöhnlich. Sie war auch in ihrer Freizeit viel unterwegs. Und doch hatte dieser Morgen eine andere Qualität. Vielleicht, weil sie seit Maria anders geworden war. Selbstsicherer. Unabhängiger. Freier. Und ich wusste, dass es gut war. Dass wir das gemeinsam so wollten. Aber genau das machte es nicht leichter.
Ich beschloss, mich abzulenken. Bewegung half mir immer. Also zog ich meine alten Gartenklamotten an und ging raus. Das Wetter war trocken, etwas kühl, aber angenehm. Die Luft roch nach Erde, nach Sommer. Ich kehrte den Weg frei, schnitt ein paar Äste zurück, harkte Laubreste zusammen.
Die körperliche Arbeit half, zumindest teilweise. Für ein, zwei Stunden war ich im Tun. Ich verlor mich im Rhythmus der Tätigkeit, im Geräusch des Rechens über Steinplatten, im Duft der Schnittflächen. Doch je länger ich arbeitete, desto mehr rückte Sandra wieder in den Vordergrund meiner Gedanken.
Ich stellte mir vor, wie sie jetzt wohl im Messetrubel steckte. Stand an einem Stand. Lächelte Geschäftsfreunde an. Sprach professionell, verbindlich, klar. Ich kannte sie in dieser Rolle. Ich hatte sie oft bewundert, wie souverän sie wirkte.
Und doch: Der Gedanke ließ mich nicht los, dass Reinhard ebenfalls dabei war. Ihr Chef. Charmant, kultiviert, sportlich. Noch nicht alt, aber mit dieser Ausstrahlung, die bei Frauen ankam, und das wusste er auch. Ich erinnerte mich daran, wie Sandra einmal sagte: "Er hat eben diese Art, mit der man ihm alles abkauft. Selbst, wenn er Quatsch redet."
Und jetzt war sie mit ihm auf Geschäftsreise. In einem Hotel. Mit Spa-Bereich. Und Sauna.
Ich schüttelte den Kopf über mich selbst. Ich war doch nicht ängstlich. Ich vertraute ihr. Ich vertraute uns. Und trotzdem spürte ich, wie sich ein ungutes Ziehen in der Magengegend festsetzte.
Gegen Mittag war der Garten soweit in Ordnung, und ich beschloss spontan, eine Runde Golf zu spielen. Nichts Ernstes, einfach nur ein paar Bälle schlagen, ein bisschen Grün, ein bisschen Wind. Ich hatte mich ohnehin viel zu lange nicht mehr um mein Handicap gekümmert. Vielleicht konnte ich den Kopf dort besser freibekommen.
Auf dem Weg zum Club fiel mir auf, dass ich seit dem Aufstehen keine neue Nachricht von Sandra bekommen hatte. Kein "Guten Morgen", kein Hinweis auf ihr Tagesprogramm. Nichts. Ich sagte mir, dass es verständlich war: Ein voller Tag, sicher früh gestartet, sie hatte anderes im Kopf. Und doch: Ich hätte mir ein Lebenszeichen gewünscht. Irgendetwas, das mir das Gefühl gab, bei ihr mitzuschwingen.
Ich warf das Handy ins Handschuhfach und zwang mich, es nicht mehr anzusehen.
Ich war etwas spät dran gewesen, und als ich meine Zuteilung zu einem Flight sah, war ich angenehm überrascht: Drei Damen, alle sportlich, selbstbewusst, zwischen dreißig und fünfzig, begrüßten mich mit einem Lächeln, das ich lange nicht mehr gesehen hatte. Kein Flirt, aber aufmerksam. Eine andere Art von Energie. Ich fühlte mich auf einmal etwas schlampig in meinen alten Golfschuhen.
Mein Spiel war mittelmäßig, ich war mit den Gedanken nicht bei der Sache. Dazu dann aber auch noch die Gesprächsthemen des Damen-Kränzchens...
"Also ganz ehrlich, unser Pro", sagte die Blonde mit dem glitzernden Schlägergriff, "den würde ich nicht von der Bettkante stoßen."
"Der ist ein Arschloch", meinte die Brünette, "aber so ein Arschloch, für das sich ein Seitensprung lohnt."
Gelächter.
Die Dritte, eine elegante Frau mit auffallend ruhiger Stimme, sagte:
"Ich hatte mal was mit einem Pro, auf Mallorca. Ein Wochenende. Ich hab's nie bereut. War genau das, was ich gebraucht hab. Dieses... Einlochen klappte mal auf Anhieb."
Wieder lachten alle.
Ich spielte meinen Ball. Er landete schlecht. Ich sah sie lachen und reden, während ich meinen Schläger ins Bag steckte. Ihre Stimmen trugen weiter, als nötig gewesen wäre.
Dann erzählte die Brünette davon, wie sie letztens einen One-Night-Stand gehabt hatte, als ihr Mann auf Geschäftsreise gewesen war. "War spontan. War gut. Mein Mann war nie Thema."
Sie sagten all das nicht verschämt, nicht trotzig. Es war selbstverständlich. Ein ganz normales Gespräch auf dem Golfplatz, zwischen Damen, die offenbar mehr erlebt hatten, als ich mir in meinem bisherigen Eheleben vorstellen konnte. Und es traf mich mehr, als ich zugeben wollte. Was, wenn wir wirklich etwas verpasst hatten, Sandra und ich? Was, wenn andere Paare einfach ... mutiger gewesen waren?
Wieder zu Hause, stand ich unter der Dusche. Das Wasser war angenehm heiß. Ich stützte mich gegen die Wandfliesen. Ihre Stimmen hallten noch nach.
"Ein Seitensprung, den ich nicht bereut habe."
"War genau das, was ich gebraucht hab."
Ich dachte an Sandra. Wie sie wohl gerade aussah. Ob sie gerade lachte, mit einem Glas Wein in der Hand, mit ihm?
Was, wenn sie sich in dieser Umgebung plötzlich anders fühlte? Selbstsicherer, mutiger. Was, wenn sie auf die Idee käme, sich einfach zu nehmen, was sie wollte? Oder sich nehmen zu lassen?
Am Nachmittag kam eine Nachricht von ihr:
"War ein voller Tag. Messe war spannend. Freu mich drauf, nachher was Gutes in den Bauch zu bekommen. Heute Abend Gala-Dinner mit viel Tamtam. Danach vielleicht noch irgendwo Tanzen. Mal sehen. "
Ich tippte eine Antwort, löschte sie wieder.
Dann schickte ich nur:
"Klingt aufregend. Viel Spaß heute Abend. Genieße alles, was Du kriegen kannst!"
Mein Puls ging schneller. Ich stellte mir vor, wie sie tanzte. Mit ihm? Lachten sie zusammen? Kam er ihr näher? Oder war sie längst wieder in ihrem Hotel, allein, und ich war einfach nur dumm, weil ich mir Geschichten ausmalte?
Ich wusste es nicht. Und das war das Schlimmste.
Am Abend war das Haus still. Zu still.
Ich hatte geduscht, gegessen, irgendetwas Schnelles, Geschmack war nebensächlich, und saß nun auf dem Sofa vor dem Fernseher, der irgendetwas Unwichtiges zeigte. Ich hörte ihn kaum. Meine Gedanken waren zu laut. Immer wieder wanderte mein Blick zum Handy. Kein weiteres Lebenszeichen von Sandra. Keine Nachricht, kein Bild.
Ich sagte mir, dass es gut war. Sie hatte ihren Abend, ihre Gala, ihren Raum. Und ich wollte ihr diesen Raum ja geben. Wirklich.
Aber da war etwas in mir, das bohrte.
Ich schaltete den Fernseher aus. Die Stille war fast körperlich.
Dann ging ich rauf ins Arbeitszimmer. Ich wusste selbst nicht genau, warum, aber ich öffnete wieder die Geschichte: "Die Geschäftsreise".
Als ich sie gestern gelesen hatte, war sie wie ein Fremdkörper in meinem Kopf gewesen, eine Mischung aus Tabubruch und Versuchung. Eine Geschichte, die Sandra anscheinend gefallen hatte, denn sie hatte sie abgespeichert. Jetzt... las ich sie anders.
Ich las langsamer. Länger. Die Worte sickerten tiefer.
Eine Ehefrau, unterwegs mit dem Chef, fremde Stadt, Hotel, Sauna, zögerndes Flirten, ein Drink zu viel. Die Verlockung des Moments. Und dann: der Schritt über die Schwelle. Ein Kuss. Ein Finger auf nackter Haut. Der Blick in den Spiegel danach.
Ich spürte, wie mein Atem sich veränderte. Ich las nicht mehr nur, ich sah. Fühlte. Ich stellte mir vor, Sandra sei diese Frau. Nicht im Sinne eines konkreten Betrugs, sondern als Figur in einem Spiel, das wir bisher nie zu Ende gedacht hatten.
Was, wenn sie gerade etwas Ähnliches erlebte- oder gestern erlebt hatte? Nein. Was, wenn sie es sich einfach nur vorstellen würde? So wie ich?
Ich lehnte mich zurück. Meine Hand glitt über meinen Bauch, mein Brustbein, tiefer. Ich schloss die Augen.
In meinem Kopf verschwammen Text und Wirklichkeit. Sandra stand in einem Hotelzimmer. Sie trug ein Kleid, das ich noch nie gesehen hatte, aber das ihre Schultern betonte. Sie lachte. Nicht laut, eher dieses konzentrierte, geheimnisvolle Lachen, das sie manchmal hatte, wenn sie wusste, dass sie begehrt wurde. Ihr Glas war halbvoll. Ihr Blick traf seinen. Ein Hauch zu lang.
Und ich... war nicht dabei. Nur Zuschauer. Nur der Mann, der sich vorstellt, was seine Frau erlebt, in einer anderen Welt.
Ich spürte meine eigene Erregung, ungewohnt stark. Sie kam nicht aus einem Trotz, nicht aus Eifersucht, sondern aus einer Mischung aus Hingabe und Verlustangst. Und vielleicht auch aus einem dunkleren Wunsch: Zu wissen, dass sie sich nimmt, was sie will. Auch wenn ich nicht beteiligt bin.
Als ich kam, war es leise. Kein Stöhnen, kein Wort. Nur ein tiefes, inneres Beben. Und eine Scham, die gleich neben der Lust saß.
Ich saß lange so da. Das Licht gedämpft. Den Blick auf den Bildschirm. Die Geschichte noch offen.
Ich las den letzten Satz erneut: "Sie schloss die Tür leise hinter sich und wusste, dass es kein Zufall war."
Ich atmete tief durch.
Dann schloss ich die Datei. Und fragte mich, ob Sandra gerade auch eine Tür geschlossen hatte. Oder ob sie längst eine neue geöffnet hatte - in sich selbst.
Vielleicht hatte sie diesen Schritt nie gebraucht.
Vielleicht war sie ihn schon längst gegangen.
Ich wurde von der Sonne geweckt, die sich durch das Rollo kämpfte. Für einen Moment war ich ganz leer. Kein Gedanke, kein Gefühl - nur dieser flüchtige Frieden der ersten Sekunden. Dann erinnerte ich mich. Sonntag. Sandra. Messe. Leipzig.
Noch im Liegen griff ich zum Handy. Und da war sie - eine Nachricht von 1:42 Uhr, die ich letzte Nacht übersehen hatte:
"Bin zurück. War ein geiler Abend - viel gelacht, viel Nähe. Hatten unseren Spaß miteinander. Ich sag Dir morgen mehr. Kuss "
Ich las die Zeilen noch einmal. Dann ein drittes Mal.
"Geiler Abend. Viel Nähe. Spaß miteinander."
Der Satz saß wie ein Haken in meinem Kopf. Was meinte sie damit? Nähe... mit wem? Und was genau war passiert?
Ich versuchte mir einzureden, dass sie es einfach nur emotional meinte: Kollegial, gesellig, vielleicht nach dem Tanzen, nach dem Wein. Aber es half nichts. Die Worte brannten sich ein. In Verbindung mit der späten Uhrzeit. Und der Tatsache, dass sie gestern nichts mehr geschrieben hatte. Keine Info, wie sie zurück ins Hotel gefahren war. Kein "Gute Nacht".
Ich fühlte mich plötzlich wie betäubt. Alles in mir begann, das Puzzle zusammenzusetzen, auch wenn es vielleicht gar kein echtes Puzzle war. Ich sah sie vor mir: Das elegante Kleid vom Freitag, das Gala-Dinner, ein Glas zu viel, Lachen, Nähe. Ein Flur. Eine Tür. Vielleicht eine Berührung. Vielleicht mehr.
Ich stand auf. Jede Bewegung fühlte sich an, wie unter Wasser. In der Küche machte ich Kaffee, starrte auf den dampfenden Becher, als könnte er mir eine Antwort geben. Doch da war nichts, außer meiner eigenen Unsicherheit, die sich langsam in mir festfraß.
Gegen halb zwölf vibrierte das Handy wieder. Eine neue Nachricht von Sandra:
"Hallo Spatz! Frühstück war top. Machen es auf der Rückfahrt gemütlich. Konnte Reinhard nicht widerstehen. Haben schließlich tatsächlich noch die Grenze überschritten. Ich erzähl's dir nachher!"
Ich starrte auf das Emoji. "Konnte Reinhard nicht widerstehen. Haben zum Abschluss tatsächlich noch die Grenze überschritten."
Mein Magen zog sich zusammen.
Ich las es wieder. "Haben schließlich tatsächlich noch die Grenze überschritten."
War das ein Spiel? Ein Test? Ein Signal? Was für eine Grenze?
Ich ließ mich auf einen Stuhl sinken, der Kaffee blieb unangerührt. Alles in mir war in Bewegung, und gleichzeitig wie gelähmt. Mein Verstand sagte mir, dass ich überreagierte. Dass ich ihr vertrauen sollte. Aber mein Bauch sagte etwas anderes. Und mein Unterleib... meldete sich auch. Unerwünscht. Unerwartet. Diese seltsame Mischung aus Eifersucht und Erregung, sie war wieder da.
Ich erinnerte mich an die Geschichte von Laura. Die Sauna. Die Massage. Der Moment, in dem sie aufgehört hatte, sich zu wehren. Und das leise, intensive Glück, das sie darin gefunden hatte, sich einmal nicht zu kontrollieren.
War es das, was Sandra wollte? War es das, was sie vielleicht gerade erlebte?
Ich wusste es nicht.
Aber ich wusste, dass ich nichts ausschließen konnte. Nicht mehr. Nicht heute.
~~~~~~~~~~
Rückkehr
Ich verbrachte den restlichen Tag in einem Zustand, den ich nicht klar benennen konnte. Ich räumte ein wenig auf, legte eine Maschine Wäsche ein, fuhr sogar kurz zur Tankstelle, um mir ein Eis zu holen. Einfach irgendetwas tun. Nicht denken. Nicht ständig das Handy ansehen.
Aber natürlich sah ich es doch immer wieder an. Alle paar Minuten. Keine neue Nachricht.
Die Küche war inzwischen aufgeräumt, der Flur gesaugt, im Wohnzimmer lief leise Musik. Ich hatte mich sogar geduscht und frische Kleidung angezogen, obwohl ich niemanden erwartete - außer sie. Und ich wusste nicht, wie ich sie empfangen würde. Mit offener Freude? Mit Zurückhaltung? Mit versteckter Eifersucht?
Gegen Viertel vor fünf hörte ich endlich das vertraute Geräusch des Garagentors. Mein Herz begann zu rasen, als wäre es das erste Mal, dass sie heimkam. Ich blieb wie angewurzelt im Wohnzimmer stehen und lauschte auf jedes Geräusch: Das Zuschlagen der Autotür, ihre Schritte auf dem Kiesweg, der Schlüssel im Schloss.
Die Tür öffnete sich. Und da stand sie.
"Hey!", sagte sie und lächelte, etwas müde, aber warm. Ihre Haare waren offen, leicht zerzaust vom Fahren. Kein Make-up mehr, ein beiges Sweatshirt, Jeans. Alltag. Ehefrau. Und doch sah ich sie mit anderen Augen.
"Hey", sagte ich, und mein Ton klang heller, als ich mich fühlte. Ich zwang mich zu einem Lächeln.
Sie trat ein, stellte ihre Tasche ab, schloss die Tür mit der Hüfte und streckte sich wie nach einem langen Arbeitstag.
"Ich bin erledigt", sagte sie. "So viele Menschen, so viel Smalltalk. Ich brauch jetzt Tee. Und dich."
Sie trat näher, küsste mich flüchtig auf die Wange. Ich spürte die Wärme ihres Körpers, den dezenten Geruch ihres Shampoos. Nichts an ihr war verändert. Und doch war da dieses Bild in meinem Kopf, das ich nicht loswurde: Sie, gestern Nacht. "Viel Nähe." Und heute Morgen: "Grenze überschritten." War das jetzt "Aftercare"?
Ich folgte ihr in die Küche. Sie füllte Wasser in den Wasserkocher, nahm sich eine Tasse aus dem Regal, routiniert, wie immer. Ich betrachtete ihre Bewegungen, suchte nach einem Detail, das nicht passte - etwas, das mir verriet, ob sie... anders war.
"Wie war die Rückfahrt?", fragte ich beiläufig.
Sie drehte sich um, grinst. "Gut und interessant. Reinhard wollte unbedingt noch zum "Checkpoint Alpha". Ich konnte es ihm nicht ausreden. Das ist ein Museum an der ehemaligen DDR-Grenze. Stell Dir vor, da haben sich die Amis und DDR-Soldaten auf Hundert Metern gegenübergestanden. Irgendwie beklemmend. Diese Original-Kontrollbaracke, das ganze Grenz-Zeug - schon bedrückend. Aber interessant. Reinhard war total begeistert, er steht ja auf Geschichte. Wie schön das ist, dass man heute diese Grenze einfach so überschreiten kann!"
"Und... war viel los?"
"Geht so. Ein paar Familien, zwei Reisegruppen. Wir waren nicht lange dort. Dann gleich losgefahren."
Ich nickte. Ein Teil von mir hätte sie gerne gefragt: Wart ihr dort... allein? Wart ihr nur Kollegen oder... etwas mehr? Aber ich sagte nichts. Noch nicht.
"Wie war dein Wochenende?", fragte sie, während sie ihren Tee aufgoss.
Ich zuckte die Schultern. "Gartenarbeit. Dann Golf. Und ein bisschen aufgeräumt."
"Golf? Allein?"
"War ein Flight mit drei Damen. Sehr kommunikativ."
Sie hob eine Augenbraue. "Na, das klingt ja interessant."
Ich grinste schwach. "War's auch. Ich hab viel gelernt. Über Profigolfer... und ihre Nebenwirkungen."
Sie lachte. Offen, ehrlich. "Ich glaub, Golf ist gefährlicher als ich dachte."
Ich lachte mit, aber innerlich war ich noch weit entfernt von Gelassenheit.
Wir setzten uns ins Wohnzimmer. Sie trank ihren Tee, zog die Beine unter sich, sah mich an.
"Du bist still", sagte sie.
Ich sah sie an. Ihre Augen waren klar, wach, aufmerksam.
"Ich... hab deine Nachricht heute Nacht erst heute Morgen gelesen", begann ich. ""Viel Nähe", "Hatten unseren Spaß miteinander" - das hat mich beschäftigt."
Sie blinzelte, dann wirkte sie plötzlich nachdenklich. "Oh. Das war nicht so gemeint, wie du es vielleicht verstanden hast."
Ich sagte nichts. Ich wartete.
"Es war ein langer Abend, viele Gespräche. Wir waren tanzen, alle zusammen. Ich war einfach... berührt. Von der Stimmung. Von der Offenheit der Leute. Nicht körperlich", fügte sie betont hinzu, "sondern... seelisch. Na, halt: Nicht intim, aber... verbunden."
Ich nickte langsam. Wollte ihr glauben. Und doch blieb da dieses Kribbeln in meinem Bauch, dieser Widerstand.
"Und Du konntest Reinhard nicht widerstehen? Und die Sache mit der Grenze?"
Sie lachte leise. "Das war ein blöder Kalauer. Ich wollte eigentlich direkt nach Hause, zu Dir. Aber Reinhard wollte sich unbedingt noch das Museum ansehen. Und da er der Fahrer war, konnte ich ihn nicht überreden. Und, weil Checkpoint Alpha eben... naja, du weißt schon. Ehemalige Zonengrenze. Ich dachte, du kapierst den Witz."
Ich lachte mit, gequält. "Ja. Vielleicht zu viel hineininterpretiert."
Sie sah mich an, dann wurde sie still. "Hast du Angst gehabt, dass da... mehr war?"
Ich zögerte. "Ich weiß nicht. Ich hab viel nachgedacht. Vielleicht zu viel."
Sie nickte langsam. "Du darfst mich alles fragen. Aber du musst mir auch sagen, was in dir vorgeht."
Ich sah sie an. Lange. Dann sagte ich nur: "Ich glaub, ich fang an, Dinge anders zu sehen. Uns anders zu sehen. Und mich."
Sie legte ihre Hand auf meine. "Das spür ich."
Wir schwiegen.
Und ich wusste: Heute war noch nichts ausgesprochen. Aber etwas hatte sich bewegt.
/ / / / /
<<Ping>>
19:17
>>Er fragt mich, ob ich bereit bin, mich heute Nacht fallen zu lassen. Ob ich will, dass er mir zeigt, was es heißt, begehrt und genommen zu werden... Ich habe nur gelächelt.<<
<<Ping>>
19:18
>>Und brenne innerlich!<<
Die Würfel sind gefallen. Ich kann nichts mehr tun. Ich kann es nur noch aushalten. Ich muss es aushalten.
/ / / / /
~~~~~~~~~~
Geständnisse
Wir saßen auf dem Sofa. Die Teetassen standen noch dampfend auf dem Tisch, neben einem halbvollen Glas Wasser und der angebrochenen Tüte Pistazien. Sandra hatte die Füße untergeschlagen, war nah bei mir, aber mein Körper wusste nicht, wie nah ich sie lassen wollte. Oder sollte. Oder konnte.
"Also", begann ich schließlich, und versuchte, meine Stimme beiläufig klingen zu lassen, "wie war's denn so? Die Messe. Das Hotel. Alles in Ordnung?"
Sandra lächelte. "Ja, echt gut. War viel los. Viele Gespräche, einige gute neue Kontakte. Und Reinhard war erstaunlich locker. Ich glaube, ihm hat das Wochenende auch mal gutgetan."
Ich nickte, ein bisschen zu schnell. "Und... habt ihr abends noch was unternommen?"
Sie zog eine Braue hoch. "Meinst du gestern Abend? Nach der Gala?"
Ich zuckte mit den Schultern. "Ja. Oder... generell."
Sandra streckte sich leicht. "Freitag war ich totmüde, da war nach der Sauna nichts mehr los. Samstag war das Dinner. Lang. Danach waren wir noch in so einer Tanzbar, aber da bin ich recht bald zurück ins Hotel. Ich war froh, dass ich draußen übernachten konnte."
Ich runzelte die Stirn. "Draußen?"
Sie sah mich an, leicht verwirrt. "Naja, mein Hotel war ja außerhalb. In dem Wellnesshotel, 20 Kilometer vom Messegelände. Das Messehotel war schon voll. Hab ich das nicht erzählt?"
Mein Herz machte einen merkwürdigen Satz. Ich spürte, wie mir die Hitze in den Nacken stieg. "Nein... das... hattest du nicht gesagt."
"Oh." Sie schaute verwundert zur Seite. "Ich dachte, ich hätte das erwähnt."
Ich schwieg. Zu viele Gedanken auf einmal. Ich fühlte mich ertappt; nicht wegen eines Fehlers, sondern weil meine Annahmen gerade zusammenbrachen.
Sandra wandte sich mir wieder zu. "Hey, was ist los?"
Ich zögerte. Und dann sagte ich es. Leise, tastend. "Ich... hab gedacht, du wärst... im selben Hotel wie Reinhard."
Sie hielt inne. Dann lachte sie auf, nicht spöttisch, sondern ehrlich überrascht. "Was? Wie kommst du denn darauf?"
"Deine Nachrichten. Die Formulierungen. "Viel Nähe"... "Grenze überschritten"... das klang alles..."
Sie sah mich an. Offen. Dann legte sie eine Hand auf mein Knie. "Andreas... ich meinte das ganz harmlos. Mit Nähe war das Tanzen gemeint. Die Stimmung. Und das mit der Grenze - na ja, das war doch der Checkpoint Alpha. Ich hab's doch schon erzählt. Die alte innerdeutsche Grenze. Es war ein Gag."
Ich nickte, aber mein Blick wich aus.
"Du dachtest wirklich, da... wäre was zwischen Reinhard und mir?" Ihre Stimme war sanft. Nicht verletzt. Neugierig.
Ich schwieg. Dann sagte ich: "Ich weiß, dass du treu bist. Und dass du mich liebst. Aber... ich weiß auch, dass du dich veränderst. Dass du... dich ausprobierst. Offener wirst."
Sie sah mich lange an. Dann sagte sie ruhig: "Und? Würde es dich stören, wenn etwas zwischen und gewesen wäre?"
Ich blickte sie an. Und wusste, dass das Spiel jetzt ernst wurde.
Sandras Gesicht war ganz ruhig, fast neugierig. In ihren Augen lag kein Vorwurf, keine Ungeduld, nur diese feine, lauernde Wachsamkeit, wie ich sie sonst nur kannte, wenn sie in Verhandlungen war. Wenn sie mit einer kleinen Bewegung, einem Halbsatz einen entscheidenden Vorteil erringen konnte.
"Und?" wiederholte sie. "Würde es dich stören?"
Ich schluckte. Mein Mund war trocken. Ich fühlte mich wie jemand, der gerade auf ein Fenster blickt, das sich ganz langsam öffnet, und genau weiß: Wenn er jetzt nicht hindurchsteigt, wird es sich nie wieder öffnen.
"Ich weiß es nicht", sagte ich. Und es war die Wahrheit.
Sie ließ mich nicht aus den Augen. Kein Zwinkern, kein Lächeln, nur ein Hauch von gespannter Stille.
"Du hast es dir vorgestellt", sagte sie. Kein Vorwurf, keine Frage. Eine Feststellung.
Ich konnte nicht anders, ich nickte. "Ja."
"Mich mit Reinhard?"
Ich schloss kurz die Augen. "Ich konnte nichts dagegen tun."
Jetzt lächelte sie doch. Fast zärtlich. "Du hast es dir vorgestellt... und du warst eifersüchtig. Aber auch...?" Sie ließ den Satz offen.
Ich atmete tief ein. Und dann, zum ersten Mal laut: "Auch erregt."
Sie lehnte sich leicht zurück, beobachtete mich, als hätte sie das gewusst und nur darauf gewartet, dass ich es selbst begreife.
"Und das war das erste Mal?", fragte sie, leise.
Ich antwortete nicht sofort. Dann schüttelte ich den Kopf. "Nein."
"Wie lange schon?"
Ich zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es nicht. Vielleicht schon... immer? Irgendwie? Aber ich habe es nie verstanden. Oder nicht zugelassen."
Sie lächelte schmal. "Aber dann hast du angefangen, Geschichten zu lesen. Die Geschichte von Laura... die Sauna..."
Ich starrte sie an. "Du hast sie gespeichert."
"Ich wusste, dass du sie finden würdest."
Ein Moment Stille. "Und ich wusste, was sie mit dir machen würde."
Mir stockte der Atem. "Also war das... Absicht?"
Sie neigte leicht den Kopf. "Ich wollte sehen, ob du bereit bist, mit mir ehrlich zu sein."
Ich fuhr mir mit der Hand durchs Haar. "Ich... ich weiß gar nicht, was ich will. Ich will dich nicht verlieren."
"Das wirst du nicht." Ihre Stimme war jetzt weich, aber bestimmt. "Aber vielleicht willst du etwas anderes lernen. Eine andere Form von Nähe. Von Vertrauen."
Ich schüttelte den Kopf, hilflos. "Das ist doch verrückt. Ich stelle mir vor, wie du mit einem anderen Mann... und ich..."
"Und du wirst davon erregt." Wieder nur eine Feststellung. Keine Frage.
Ich sah sie an. "Was bedeutet das? Bin ich pervers? Oder nur krankhaft eifersüchtig? Oder einfach nur feige?"
Sie legte ihre Hand auf meine. "Vielleicht bist du einfach nur ehrlich. Und bereit, hinzusehen."
Ich atmete tief ein. Alles in mir war gleichzeitig erschüttert und befreit. Ich hatte mir über Jahre eine Fassade gebaut: Die des verständnisvollen Ehemanns, des Beschützers, des souveränen Mannes. Und doch war unter all dem eine Wahrheit verborgen gewesen, die ich selbst kaum benennen konnte. Eine dunkle, faszinierende Zone meines Begehrens.
"Ich liebe dich, Sandra", sagte ich. "Das ist das Einzige, was ich mit Sicherheit weiß."
Sie nickte. Dann, fast spielerisch: "Ich weiß. Und ich liebe dich auch. Sonst würde ich dich nicht fragen..."
"Was denn?", flüsterte ich.
"Ob du bereit bist, irgendwann mal mit mir gemeinsam... die Grenze zu überschreiten."
Ein kurzes Lächeln, dieses Mal mit Ironie. Aber es war mehr. Viel mehr.
Mein Herz klopfte wie verrückt. Ich war verwirrt, ängstlich, erregt - und doch war da ein leiser, fast demütiger Trost: Sie hatte mich gesehen. Ganz. Und ist nicht zurückgewichen.
Ich wusste nicht, was ich antworten sollte.
Aber ich wusste: Das Spiel hatte begonnen. Und wir waren beide nicht mehr dieselben.
| Teil 3 von 3 Teilen. | ||
| vorheriger Teil | alle Teile anzeigen | |
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
TrustYourWife hat 4 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für TrustYourWife, inkl. aller Geschichten Email: bernmonty@freenet.de | |
|
Ihre Name: |
|