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Die Schwesternschaft 3/8 (fm:Sonstige, 4214 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Mar 13 2026 Gesehen / Gelesen: 750 / 515 [69%] Bewertung Teil: 9.68 (19 Stimmen)
Jasmina wird zusehens in die Schwesternschaft aufgenommen.

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© Jassi Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

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verständlich! Doch dafür gibt es eine oder eher mehrere Erklärungen, die für dich nicht rational und nur sehr schwer verständlich sein werden. Damit wir dir alles erzählen können, muss ich zunächst dafür sorgen, dass uns niemand beobachten und zuhören kann.“ Jasmina schaute ungläubig von Sabrisse zu Aliya und wieder zu Sabrisse. Sie verstand überhaupt nichts! „Warum gehen wir nicht einfach rein und setzen uns ins Wohnzimmer,“ fragte sie kopfschüttelnd. „Da kann uns doch bestimmt keiner hören.“

Sabrisse schaute sie durchdringend an, „hier draußen ist es doch ganz angenehm,“ erwiderte sie. „Außerdem können wir weiter in der Sonne sitzen, und ich sorge dafür, dass uns niemand stören kann.“ Sie machte mit der rechten Hand eine halbkreisförmige Bewegung. „Ich habe jetzt einen magischen Schutzschild um uns herum aufgebaut. Das bedeutet, wir können alles sehen und hören, aber uns sieht und hört niemand, egal wie laut wir reden. Zudem ist er undurchdringlich, physisch und psychisch kann uns kein Wesen erreichen.“

Jasmina blickte sich suchend um, konnte aber nichts erkennen. „Ich sehe überhaupt nichts! Ihr könnt mich nicht verscheißern, solche Schutzschilde gibt es gar nicht. Wenn es sowas gäbe, dann hätte das Militär bestimmt schon längst die Hand drauf.“

Sabrisse schaute kurz zu Aliya, die ihr kaum merklich zunickte und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf Jasmina, „Es wird wohl am besten sein, wenn ich dir unsere und deine Situation etwas ausführlicher erkläre. Wir machen dir nichts vor und wollen dich auch nicht verscheißern, wie du vermutest. Es ist uns natürlich klar, dass alles, was ich dir gleich sagen werde schwer zu verstehen und noch schwerer zu glauben ist. Ich bitte dich, mir einfach zuzuhören und dich meinen Erklärungen zu öffnen.“

„Deinen Erklärungen öffnen? Heißt das, alles zu glauben, was du mir ab jetzt erzählst? Ich werde zuhören, okay, aber das mit dem Glauben wird nicht ganz so einfach sein! Du solltest mich nicht überfordern, eigentlich bin ich es gewohnt, schon von Berufswegen, nur Fakten die nachweislich sind zu folgen. Aber bitte, fang an.“ Jasmina trank noch einen Schluck von ihrem Kaffee, lehnte sich zurück und wartete. „Ich bin ganz Ohr!“

Sabrisse holte tief Luft und begann, „Zunächst zu Aliya und mir. Dass wir etwas anders sind als alle anderen Menschen in deinem Umfeld, eigentlich anders als 99,9% aller Menschen hast du ja bereits mitbekommen. Wir bewegen uns durch diese Welt wie die meisten Menschen, ruhig, unauffällig, ganz normal. Die meisten von uns arbeiten, gehen einem Beruf nach, verdienen ihr Geld und leben in häuslicher Gemeinschaft mit Partnern, meist mit Partnerinnen oder in einer WG, Aber auch häufig alleine. Wenn man uns auf der Straße, in einem Supermarkt oder in einem Lokal trifft, unterscheiden wir uns nicht von allen anderen Leuten. Und doch gibt es einen großen, einen sehr großen Unterschied; wir sind Wesen mit magischen Kräften, magischen Kräften von unterschiedlicher Art und Weise. Wir gehören einer Schwesternschaft an, einer Verbindung, die weltweit vernetzt ist.“

Jasmina rutschte angespannt auf ihrem Stuhl hin und her und stellte ihre Kaffeetasse zurück auf den Tisch. Bei „magischen Kräften“ hatte sie eine Gänsehaut bekommen, ihr war klar geworden, dass sie diese Magie beim Italiener auf der Terrasse, wie auch am Abend zuvor beim Liebesspiel mit den beiden erlebt hatte, „Ihr seid was? Eine Schwesternschaft von…..“ sie konnte ihren Gedanken nicht aussprechen.

Sabrisse schaute Jasmina ruhig an, ihre braunen Augen weit geöffnet und die goldenen Einsprengsel funkelten, als wenn irgendwo ein Schalter umgelegt worden wäre, „..von Hexen!“ Vervollständigte Sabrisse den Satz. Jasmina starrte sie mit offenem Mund an. Auch wenn sie irgend sowas schon geahnt hatte, war es doch etwas anderes dies auch gesagt zu bekommen. „Hexen?“

„Ja, ganz genau! Wir sind Hexen und leben schon sehr lange unter den Menschen,“ betonte Sabrisse und lächelte. „Menschen haben ganz besondere Vorstellungen von Hexen. Aber es ist nicht so, dass Hexen alt sein müssen, eine Hakennase mit einer großen Warze haben, ihr Rücken bucklig ist und sie vornübergebeugt gehen. Auch benötigen wir keinen Stock und es sitzt uns auch keine Krähe auf der Schulter.“

Aliya konnte sich ein Kichern nicht verkneifen und schaute Sabrisse entschuldigend an.

„Das sind Hexenbilder, die in Märchen von Menschen für Menschen geschrieben stehen. Das ist auch gut so, sehr gut sogar,“ nahm sie den Faden wieder auf. „Wenn alle um uns herum glauben, dass wir so aussehen müssten, dann fallen wir mit unserer Normalität,“ Sabrisse zeichnete mit den Händen Anführungszeichen in die Luft, „nicht auf!“

„Wow, Hexen, die schon lange unter den Menschen leben, heilige Scheiße! Und warum seht ihr dann so jung aus und was heißt überhaupt schon sehr lange,“ schnaufte Jasmina.

„Sehr lange bedeutet, dass es uns, ich meine uns Hexen, schon immer gegeben hat,“ erklärte Aliya achselzuckend. „Wir können mehrere hundert Jahre alt werden und doch immer gleich aussehen. Unser Alterungsprozess stoppt, wenn wir ein bestimmtes Aussehen erreicht haben, auf das Menschen positiv reagieren. Unabhängig vom Alter verändern wir uns dann nicht mehr. Schau mich an,“ Aliya stand auf und breitete ihre Arme aus, „ich werde nach außen für immer ein Teenager sein, obwohl ich bereits, lass mich kurz nachrechnen, schon 183 Jahre alt bin. Trotz meines jugendlichen Aussehens besitze ich aber die gleichen Fähigkeiten wie alle anderen unserer Schwesternschaft.“

Ohne auch nur ein Wort verstanden zu haben, schaute Jasmina ungläubig zwischen den beiden hin und her. Ich muss träumen überlegte sie, kann mich mal jemand wecken oder zumindest kneifen. Wir leben im 21. Jahrhundert, da gibt es keine Hexen, die sind doch alle in der unaufgeklärten Zeit des Mittelalters auf dem Scheiterhaufen gelandet. Und noch nicht einmal die armen Frauen waren wirklich Hexen. Hexen gab und gibt es einfach nicht, alles Aberglaube und Auswüchse der Inquisition, basta! Jasmina schüttelte den Kopf, immer noch mit ihren Gedanken beschäftigt starrte sie vor sich hin und dachte an den Abend zuvor, als sie von einer endlos langen Zunge geleckt und von einem männlichen Penis ausgefüllt wurde. Das war doch keine Einbildung! Verflucht, das war real! Gibt es sie also doch, leben Hexen unter uns? Wie irre!

Jasmina beugte sich vor, bevor sie leise anfing zu sprechen, „Gut, es ist in den vergangenen Stunden einiges geschehen, was in der normalen Welt nicht geschehen kann. Also bin ich geneigt, euch zu glauben. Deswegen….“ bevor sie weitersprechen kann, legt ihr Sabrisse eine Hand auf den Arm und unterbricht sie, „Jasmina, du musst nicht flüstern, wie ich vorhin sagte, habe ich einen schützenden Schild über uns gelegt. Es kann uns keiner sehen, noch kann uns jemand hören, okay?“

„Alles klar, habe ich verstanden,“ Jasmina lehnte sich wieder zurück und sammelte sich kurz. „Also nochmal, ich werde euch glauben, bitte aber darum, dass ihr mir alles erzählt, was ich über euch und eure Fähigkeiten oder Möglichkeiten wissen sollte und was das nun alles mit mir zu tun hat. Das möchte ich auf jeden Fall erklärt bekommen, allein schon deswegen, damit mein Gehirn wieder normal arbeiten kann. Im Moment fühle ich mich ziemlich angehängt.“

Sabrisse überlegte kurz, wechselte einen Blick mit Aliya und begann, „Wenn ich dir jetzt alles erzähle, was du wissen möchtest, wird es für dich nicht einfach sein, allem zu folgen. Es wird den Rahmen deiner Vorstellungskraft sprengen und dich ziemlich fordern. Darüber solltest du dir im Klaren sein!“

„Meine Vorstellungskraft hat bereits gelitten, als du dein Geschlecht gewechselt hattest,“ sagte Jasmina mit belegter Stimme. „Ich höre zu, fang an.“

In den folgenden zwei Stunden hatten Sabrisse und Aliya ihr alles über die Schwesternschaft, über Magie und Gestaltenwandler, über Tinkturen und Heilungen, über Portale und Reisen von einem zu einen anderen Ort, über Bündnisse und Schwüre, über Rituale und Clans erzählt, dass Jasmina der Kopf nur so schwirrte und sie nicht mehr aufnahmefähig war.

„Können wir eine Pause einlegen,“ bat sie, „ich muss erstmal das verdauen und versuchen zu verstehen, was ihr mir da alles geschildert habt. Und dazu brauche ich etwas Zeit und Ruhe, okay?“

„Natürlich,“ Sabrisse erhob sich und strich Jasmina verständnisvoll über die Haare. „Wir haben ja noch viel Zeit. Vielleicht möchtest du einen kurzen Spaziergang machen, um deine Gedanken zu sortieren. In der Zeit räumen wir hier etwas auf. Lass dir so viel Zeit wie du brauchst.“

„Ja, das ist eigentlich eine gute Idee,“ ging Jasmina auf den Vorschlag ein und trank ihren Kaffee aus. „Ich gehe mal eine Rund um den Block und anschließend können wir weiterreden.“

„Wollen wir uns wieder auf den Balkon setzen,“ fragte Jasmina, als sie nach einer halben Stunde wieder zurück war. „Du kannst ja diesen Schild wieder um uns errichten, Sabrisse.“

Aliya nahm drei kleine Flaschen Bionade aus dem Kühlschrank und stellte sie auf den Balkontisch, „Bitte Platz zu nehmen für die zweite Runde,“ forderte sie Jasmina und Sabrisse mit einer einladenden Geste auf.

„Uns ist vollkommen bewusst, dass dich das, was wir versucht haben zu erklären, überfordert hat,“ begann Sabrisse, „und 30 Minuten Spaziergehen reichen bei weitem nicht aus, um das alles zu verstehen. Das braucht Tage, Wochen oder länger. Deswegen möchte ich nochmal auf das zurückgreifen, was ich gestern schon umrissen hatte. Dein aktuelles Problem.“

Jasmina zuckte zusammen, als sie daran erinnert wurde, dass sie bis zum Mittwoch eine Entscheidung treffen musste. Ja sagen und drei Schwergewichte für die Kanzlei akquirieren oder Nein sagen und beruflich verkümmern. Sie bekam eine Gänsehaut, als sie von der Kälte der Situation getroffen wurde. Ihre Gedanken waren bei Hagen und den beiden Partnern, die vermutlich ihre Positionen gefährdet sahen, wenn sie sich für die Variante eins entscheiden würde. Wären sie es tatsächlich? Aus deren Sicht bestimmt. Könnte das möglicherweise dazu führen, dass sich die Partner gegen sie wenden würden? Sie musste eine Entscheidung treffen!

Jasmina schob ihre Gedanken in einen hinteren Bereich ihres Gehirns und fokussierte sich auf Sabrisse und Aliya, „Okay, dann erklärt mir mal, was ihr euch ausgedacht habt und wie das alles funktionieren soll. Ich bin sehr gespannt!“ Erwartungsvoll schaute sie Sabrisse an und wartete auf deren Ausführungen.

„Im Prinzip ist es ganz einfach,“ begann sie, „du kannst Senior-Partnerin in deiner Kanzlei werden, wenn du Mandanten findest, mit denen die Kanzlei eine deutliche Umsatzsteigerung erzielen kann. Soweit wir es verstanden haben, hat Hagen keine bestimmte Summe genannt, die für ihn signifikant ist. Das eröffnet ihm ein Hintertürchen dir die Partnerschaft zu verweigern, wenn die Umsatzsteigerung seiner Meinung nach nicht hoch genug ausfällt. Also Vorsicht! Jetzt kommen wir ins Spiel,“ Sabrisse macht eine kurze Pause und spricht dann weiter. „wir können dir helfen, diese Mandanten zu finden und sie für eure Kanzlei begeistern. Wer diese neuen Mandanten sein könnten, werden wir später entscheiden. Wichtig ist für dich und auch für uns, dass du eine Partnerschaft bekommst.“

Jasmina räusperte sich und legte ihre Stirn in Falten, „Wieso ist es für euch so wichtig, dass ich in der Hierarchie der Kanzlei aufsteige? Welchen Nutzen habt ihr davon?“

Aliya, die es sich auf ihrem Stuhl bequem gemacht hatte, überließ das Reden Sabrisse und achtete nur auf Jasmina, auf ihre Mimik, ihre Gesten und Reaktionen. Sie schien bis dahin zufrieden zu sein.

„Unser Nutzen liegt darin, dass wir hier in der Stadt noch keine Anwälte unseres Vertrauens gefunden haben, uns aber vorstellen können, dass genau du diese Person sein könntest. Wir benötigen in unseren Geschäftsfeldern juristische Beratung zum Beispiel bei Vertragsabschlüssen oder bei Gewerbeanmeldungen und Firmengründungen, also in allen wirtschaftlichen Bereichen. Trotz deines noch jungen Alters, wenn ich das bemerken darf, hast du dir bereits einen gewissen Ruf geschaffen, der uns nicht verborgen geblieben ist. Und was für uns,“ Sabrisse zeigte auf sich und Aliya, „ganz wichtig ist, wir mögen dich sehr, wie du bestimmt letzte Nacht bemerkt haben wirst!“

Die Worte erwärmten Jasmina und es schlich sich ein kaum merkliches Lächeln in ihr Gesicht. Sie musste aber trotzdem verhindern, dass ihre Gedanken abschweiften, sie wollte sich auf die Unterhaltung, auf die Erklärung von Sabrisse konzentrieren.

„Danke, aber Sex wird ja wohl kaum die Triebfeder sein, die uns später geschäftlich verbinden soll, oder? Wobei der Gedanke…..“ Jasmina ließ den Rest des Satzes unausgesprochen.

„Nein, schon, auch, also wir müssen jetzt, wir sollten seriös bleiben,“ stammelte Sabrisse. Dann richtete sich etwas auf und erklärt nach einer kurzen Pause. „Sollten wir zu einer Übereinkunft kommen, dann bliebe es nicht aus, dass wir uns öfter sehen würden. Meine Aufgabe hier hat etwas mit Koordination, Organisation und Kommunikation zu tun. Aliya assistiert mir dabei. Aktuell ist eine Investorengruppe der Schwesternschaft dabei, in den Bau einer Einkaufs-Mall am süd-westlichen Stadtrand zu investieren. Eine größere Investition, die juristisch begleitet und abgesichert werden muss. Das zum Beispiel könnte der erste Baustein deiner Partnerschaft in der Kanzlei Hagen & Partner sein.“

Jasmina holte tief Luft und fuhr sich mit einer Hand durch die Haare bevor sie antwortete, „Euch wird doch bewusst sein, dass so ein Projekt nicht von einer einzigen Person betreut, oder besser bearbeitet werden kann. Dazu benötigt man ausreichend Personal und ein gewisses Standing in der Kanzlei. Hagen wird mich das nicht in eigener Verantwortung machen lassen, und die anderen Partner werden neidvoll auf so einen potenten Mandanten schauen. Möglicherweise versuchen die sogar die Arbeit zu torpedieren, um sich selbst in den Focus zu rücken.“

Sabrisse schaute Jasmina beruhigend an und zwinkerte ihr zu, „diese mögliche Entwicklung haben wir bereits berücksichtigt und werden, falls sie eintritt, geeignete Maßnahmen ergreifen.“

„Ich will gar nicht wissen, was du mit geeignete Maßnahmen meinst,“ schnaufte Jasmina und schaute die beiden mit zusammengekniffenen Augen an.

„Mach dir mal keine unnötigen Gedanken, wir werden nichts unternehmen was gegen deinen juristischen Ehrenkodex verstoßen könnte. Andererseits, wenn man tief genug gräbt, kann man auch was finden!“ Sabrisse ergriff ihre Bionade-Flasche und prostete Jasmina grinsend zu.

Jasmina blähte ihre Wangen auf, schaute von Aliya zu Sabrisse und sagte das, was sie sich bereits zurechtgelegt hatte, „Dann werde ich morgen zu Gregor Hagen gehen und ihm mitteilen, dass ich sein Angebot annehmen werde. Mal sehen, wie groß sein Erstaunen sein wird. Und ich bin gespannt, wie es mit uns, mit euch und mit mir weitergeht.“

Sabrisse machte ein ernstes Gesicht, „Wie es mit uns, auch im weitesten Sinne, weitergeht, habe ich schon eine gewisse Vorstellung.“

Aliya schnaufte und musste sich ein Grinsen verkneifen. Sie schielte zu Jasmina, die sich mit einem neugierigen Lächeln zurücklehnte und auf eine Erklärung wartete.

„Nein, nein, nicht was ihr schon wieder denkt,“ wehrte Sabrisse mit gespielter Empörung ab. „Ich denke dabei eher daran, dass du Jasmina unsere Schwesternschaft näher kennenlernen solltest. Und das nicht ohne Grund!!“

„Was heißt nicht ohne Grund,“ wollte Jasmina wissen und beugte sich vor zu Sabrisse.

Sabrisse sah aus, als wenn sie über ihre Antwort nachdenken musste beziehungsweise darüber nachdachte, ob sie überhaupt antworten sollte. Schließlich wandte sie sich an Jasmina, „Als wir gestern mit uns beschäftigt waren, ich meine als wir uns näherkamen, hattest du mich gefragt, was da an deinem Hals gepikst hatte, richtig?“

Jasmina nickte.

„Es war so etwas wie ein erotisches Vorspiel, ich war ziemlich erregt und habe dich mit meinen Zähnen gezwickt und dabei etwas Blut auf die Zunge bekommen. Das war das Piksen, eigentlich nichts Schlimmes, ein Zeichen der Zuneigung. In deinem Fall aber war es mehr!“

Jasmina grunzte, „nun mach es nicht so spannend, wieso war es bei mir mehr?“

„Ich habe in deinem Blut etwas geschmeckt,“ antwortete Sabrisse. „Und das war nicht menschlich! Es hatte einen übernatürlichen Hauch, es war Fey-Geschmack!“

Jasmina zuckte zusammen, sie bekam eine Gänsehaut und ihre Nackenhaare stellten sich auf, „Was soll das bedeuten Fey-Geschmack? Warum sollte mein Blut etwas übernatürliches haben,“ wollte sie wissen, stand auf und hielt sich an der Balkonbalustrade fest. „Erkläre mir das, was heißt das,“ kreischte sie aufgebracht. „Was zum Teufel sind Fey oder Feys oder sonst was?“

„Das werde ich,“ beruhigte sie Sabrisse. „Ich werde dir alles erklären, was ich dir erklären kann! Aber bitte setze dich wieder hin und beantworte mir zunächst eine Frage.“

Widerwillig löste Jasmina sich von der Balustrade und setzte sich wieder hin. Mit Unmutsfalten auf der Stirn schaute sie Sabrisse an und wartete darauf, dass diese mit ihren erklärenden Worten anfing, „Also bitte, fang an,“ forderte Jasmina sie auf. „Ich bin mehr als gespannt!“

„Ich gehe einfach mal davon aus, dass du in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen bist und ein gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast.“

Jasmina antwortete nicht, nickte aber zustimmend.

„Gut, meine eigentliche Frage ist aber, sind deine Eltern auch deine leiblichen Eltern?“ Bevor Jasmina antworten konnte, sprach Sabrisse weiter. „Entschuldige bitte diese sehr private Frage, sorry, aber deine Antwort könnte wichtig sein, um deine Herkunft, deine Abstammung, zu bestimmen.“

Jasmina ließ sich mit der Antwort viel Zeit, sie war angespannt und erinnerte sich an ein Gespräch mit ihren Eltern, das sie vor ungefähr sieben Jahren, kurz vor ihrem 2. juristischen Staatsexamen geführt hatte. In dieser sehr emotionalen Unterhaltung hatte sie erfahren, dass ihre Eltern nicht ihre biologischen Eltern sind. Sie hatten sie adoptiert, als sie drei Monate alt war. Auch wenn Jasmina das schon seit langer Zeit vermutet hatte, da zwischen ihnen doch keine Ähnlichkeit feststellbar war, traf es sie hart. Erst Tage später konnte sie fragen, ob sie wüssten, wer ihre biologischen Eltern sind. So erfuhr sie, dass ihre leibliche Mutter noch sehr jung war als sie in einem Krankenhaus geboren wurde. Noch am selben Abend verschwand ihre Mutter, als Jasmina wohlversorgt auf der Babystation lag. Einzig einen Zettel, herausgerissen aus einem Jahreskalender von 1995, lag auf dem Rollschränkchen neben ihrem Bett auf der Entbindungsstation. „Ich gebe meine Tochter zur Adaption frei, sie soll Jasmina heißen“. Dieser Wunsch wurde ihr erfüllt. Wie sich später herausstellte, haben die biografischen Daten und die Adresse die die circa 17jährige Frau angegeben hatte nicht gestimmt. Das Krankenhaus war bemüht, über die Geburt Stillschweigen zu bewahren. Einzig im Labor machte man sich Gedanken, da die Blutgruppe des neugeborenen Babys mit keiner bekannten Blutgruppe übereinstimmte, es gab sie einfach nicht. Aber auch das wurde unter den berühmten Teppich gekehrt.

Jasmina überlegte kurz, ob sie wahrheitsgemäß antworten, oder ihre Adaption besser verschweigen sollte. Ihr Magen zog sich unangenehm zusammen, ihr war übel als sie antwortete, „Ich bin adoptiert worden und kenne meine leiblichen Eltern nicht. Meine Mutter soll noch sehr jung gewesen sein,“ sie atmete tief durch und schaute zu Boden. „Zu meinem Vater gibt es keine Informationen,“ murmelte sie leise.

Nach einem kurzen Moment kniete sich Sabrisse vor sie hin und nahm sie in ihre Arme. Drückte sie liebevoll und strich ihr über den Rücken, „Danke für deine Offenheit,“ flüsterte sie Jasmina ins Ohr.

Langsam löste sich Jasmina aus der Umarmung und wischte sich verstohlen eine Träne aus den Augen und schaute Aliya und Sabrisse mit traurigem Blick an, „und wie hilft es euch, hilft es mir nun weiter? Ihr werdet meine leiblichen Eltern nicht finden, warum auch? Ich kenne sie nicht und habe sie somit auch nicht vermissen können. Das Einzige was ich von ihnen bekommen habe, müssen ihre Gene sein. Ob das für mich gut ist, kann mir wohl niemand sagen,“ seufzte sie. „Wenn schon mein Blut einen eigenartigen Geschmack hat, dann kann es mit dem Rest wohl auch nicht weit her sein.“ ihr ratloser, fast verzweifelter Blick ging zu Sabrisse.

„Abwarten, Jasmina, ich werde unsere Clanmutter Selina fragen, sie ist eine kluge Frau und lebt schon sehr, sehr lange. Vielleicht kann sie uns helfen, deine Herkunft herauszufinden. Ich werde sie morgen aufsuchen, hoffentlich hat sie Zeit für mich. Ich bin aber ziemlich optimistisch, immerhin hat sie mich zur Scharführerin dieser Stadt gemacht und wird mir den Wunsch nach einer Unterredung nicht abschlagen. Wenn ich mehr weiß, wirst du es erfahren.“

„Dann werde ich morgen zu Hagen gehen und ihm meine Entscheidung mitteilen,“ sagte Jasmina mit einer jetzt wieder festen Stimme. „Das wird bestimmt interessant.“

„Wir sind gespannt,“ gluckste Aliya, stand auf und zog Jasmina an sich. „Wir sehen uns wieder,“ flüsterte sie und gab ihr einen Kuss auf die Wange. Sabrisse strich ihr über den Rücken und nickte ihr zu, „Ich melde mich morgen bei dir! Sie du zu, dass du das in der Kanzlei klärst! Dann wären wir schon einen Schritt weiter. Alles andere wird sich dann zeigen!“

Nachdem die beiden Hexen die Wohnung verlassen hatten, kam sich Jasmina etwas verloren und einsam vor. Sie hatte Angst, den Bezug zur Realität verloren zu haben. Schon allein der Gedanke, dass sie Sex mit zwei Hexen gehabt hat, lässt sie zittern. Mit Hexen, die es eigentlich gar nicht geben sollte, Hexen sind Wesen aus Sagen, Märchen und Fantasy-Stories, also keine reale Personen. Nur was sind die beiden dann? Sie haben übersinnliche Fähigkeiten, können ihr Geschlecht und ihre Gestalt ändern, sich verwandeln und sie können große Strecken in Sekunden überbrücken. Großer Gott, wenn das keine Hexerei ist! Jasmina erschaudert bei der Überlegung. Worauf hat sie sich nur eingelassen? Als sie an die letzte Nacht dachte, hatte sie ihre Bedenken bereits zur Seite geschoben und musste sich eingestehen, dass sie es faszinierend findet, mit ihnen Sex zu haben! Hexen können einfach mehr, sagte sie sich und musste lächeln. Ist es vielleicht möglich, dass sie sich an den Gedanken gewöhnen kann und es akzeptieren muss, dass es eine Parallelwelt gibt. Jenseits jeder menschlichen Vorstellungskraft! Und was, wenn es noch mehr gibt? Wer oder was sind diese Feys, nach denen ich angeblich schmecken soll? Sabrisse wollte es mir doch erklären, hat sie aber nicht. Warum nicht? Wo bin ich nur hineingeraten? Und was ist mit Mimi, die von all dem nichts weiß? Ich muss wissen wie es ihr geht, ich muss mit ihr reden. Auf ihrer to do Liste schob sie „nach Mimi erkundigen“ weit nach oben.



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