Der Marterpfahl in den Alpen - Jahre später (fm:Humor/Parodie, 6511 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Mr. M. | ||
| Veröffentlicht: Apr 08 2026 | Gesehen / Gelesen: 560 / 450 [80%] | Bewertung Teil: 9.45 (11 Stimmen) |
| 15 Jahre nach dem Lungau: In München trifft die bürgerliche Fassade auf die dunkle Vergangenheit. Ein psychologisches Duell im Wald, bei dem Isabel zwischen Devotheit und Provokation den Jäger in Michael neu entfesselt. | ||
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Der Marterpfahl – Jahre später
Der Teaser
Fünfzehn Jahre schwieg das Kriegsbeil. In München kommt es nun zum Wiedersehen.
Dieser Teil ist das psychologische Fundament der Geschichte. Es ist kein bloßes Vorgeplänkel, sondern ein tiefes Abtasten zweier Seelen, die nie voneinander losgekommen sind. Erlebe das gefährliche Spiel zwischen Isabels tiefer Devotheit und ihrer provokanten Fähigkeit, Michael herauszufordern – ein Reizen des Jägers, das ihn erst dazu zwingt, seine dunkle Dominanz vollends zu entfesseln.
Vom bürgerlichen Schein ihrer Familien in eine Jagd in den Tiefen des Waldes: Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Jäger und Beute.
Hinweis: Wer nur die harte Action am Marterpfahl sucht, springt direkt zu Teil 3. Doch wer verstehen will, warum die beiden erst an sich selbst zerbrechen müssen, bevor die Marter kommt, der muss diese Jagd miterleben.
Kapitel 1: Das Echo der Tauern
Der Geruch von Sonnencreme, der Lärm der Kinder und das sanfte Licht eines italienischen Vormittags – eigentlich die perfekte Urlaubsidylle. Wir saßen beim Frühstück, der Arbeitsalltag war so weit weg wie lange nicht mehr. Der Urlaub war längst fällig; die Arbeit, die Projekte, die Renovierung des Hauses und nicht zuletzt die Familie hatten an meiner Energie gesaugt. Mein Handy piepste kurz auf dem hölzernen Tisch, doch ich ignorierte es. Family Time.
Stunden später, als die Hitze draußen drückte und wir in einer klimatisierten Boutique Zuflucht suchten, änderte sich alles. Meine Frau probierte gerade in der Umkleide ein paar sommerliche Kleider an, während die Kinder kichernd zwischen den Kleiderständern Fangen spielten. Ich lehnte am Türrahmen, zog das Smartphone aus der Tasche und entsperrte das Display.
„Sie haben eine Freundschaftsanfrage: Isabel Fro.“
Mein Herz setzte einen Schlag aus. Ein einfacher Klick auf das Profilbild genügte. Sie war älter geworden, die Gesichtszüge schärfer, die Augen noch immer so herausfordernd wie... DAMALS.
Ich starrte auf das Display, das Bild zog mich augenblicklich in seinen Bann – eine zweite Realität. Es versetzte mich schlagartig in eine andere Welt und eine andere Zeit zurück. Um mich herum verstummte alles. Ein regelrechter Matrix-Effekt. In meinem Kopf liefen Bilder ab; Bilder, die längst in der Schublade der Vergangenheit begraben waren. Was? Warum jetzt? Das Knacken des Heubodens, der Marterpfahl... die Squaw.
„Haaaaallo!“ Eine laute Stimme riss mich jäh aus meinen Gedanken. Ich sah hoch. Meine Frau lächelte mich erwartungsvoll an und drehte zwischen mir und dem großen Spiegel eine Pirouette. „Und, wie gefällt dir das Kleid?“, fragte sie.
„Steht dir gut“, antwortete ich mechanisch, während meine Finger bereits über das Glas glitten. Mein Daumen zauderte. Annehmen oder ignorieren? „Soll ich es nehmen? Sei ehrlich, ist mein Po nicht zu dick dafür?“ Ich senkte mein Smartphone und schaltete das Display ab. Ich sah meine Frau an, ihr hübsches Gesicht, ihr traumhafter Körper, den ich nach den zwei Kindern noch begehrenswerter fand als zuvor. Sie war wundervoll. Sie war perfekt. Warum also ausgerechnet jetzt dieser Geist?
„Das ist perfekt und du bist perfekt, mein Schatz!“, sagte ich und steckte das Handy in meine Hosentasche. „Gut, dann nehme ich es!“, entschied sie und verschwand zurück in die Umkleide.
Mist. Mein Puls raste, als hätte ich ein Verbrechen begangen. „Papaaaaa!“ Ich schaute kurz nach den Kindern, um mich abzulenken. Meine Frau Katharina kam aus der Kabine, trat an mich heran und küsste mich auf den Mund – nur ein kurzes Bussi, aber liebevoll und anerkennend. Ich folgte ihr zur Kasse.
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