Hast du eine geile Geschichte geschrieben? Wir suchen immer Geschichten! Bitte hier einsenden! Vielen Dank!

Der Sanierer und der Pornostar (fm:Romantisch, 10956 Wörter)

Autor:
Veröffentlicht: May 15 2026 Gesehen / Gelesen: 1172 / 1052 [90%] Bewertung Geschichte: 9.72 (47 Stimmen)
Ein Sanierungsspezialist bekommt den Auftrag, ein Erotik- und Pornounternehmen zu untersuchen und zu sanieren und lernt dabei einen der Stars des Unternehmens kennen und letztendlich lieben.

[ Werbung: ]
lustagenten
Lustagenten: Singles wollen Poppen und Fremdgehen!


Breite der Text unten anpassen: (braucht 'cookies')
[ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ]

© JoeMo619 Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

„Denkst Du. Sind eigentlich ganz normale, häufig diversifizierte Medienproduktions – und -vermarktungsfirmen, nur dass sie halt mit nackten Tatsachen handeln.“

Wir mussten beide über den Begriff der ‚nackten Tatsachen‘ lachen. Aber irgendwie war meine Neugier geweckt. „Warum fragst Du?“

„Wir haben in unserer Kundschaft seit rund fünfzehn Jahren einen Pornoproduzenten und Erotikunternehmer, der über uns immer das beste und neueste Equipment, das heißt Kameras, Postproduktionsarbeitsplätze, digitale DVD-Pressmaschinen und so weiter, gekauft und finanziert hat. Die Geschäftsbeziehung ist so eng, dass wir untypischerweise sogar die Luxusautos von ihm und seiner Frau finanziert haben, obwohl das eigentlich nicht zu unserem Kerngeschäft gehört. Wir haben bis vor einem halben Jahr nie Ärger mit den Leasingraten gehabt; manchmal hat er einige Raten in bar bezahlt, was banktechnisch nicht ganz einfach war, aber er war immer pünktlich. Der gute Mann mit Namen Branko Boszik, kam nun vor zwei Wochen ziemlich verlegen zu mir ins Büro. ‚Wir haben immer genug Geld verdient‘, erklärte er mir, ‚aber in letzter Zeit reicht es hinten und vorne nicht mehr. Und ich weiß nicht, warum.‘ Kannst Du Dir den Laden mal anschauen und ihm sowie mir als seinem einzigen Finanzier einen Ratschlag geben? Ich mag den Mann, trotz seiner Branche. Ist eine ziemlich ehrliche Haut, zumindest uns gegenüber.“ Siegfried schaute mich mit einem bittenden Blick an. „Das Ersthonorar geht auf unsere Kosten.“

Ich nickte nachdenklich. Eine Erotikfirma, erst recht eine Pornoproduktionsfirma, hatte ich in der Tat noch nie von innen gesehen. Geschweige denn kaufmännisch durchleuchtet. Aber Zahlen lügen nicht, das galt auch für diese Branche. „Ich kann mir mal den Laden anschauen. Wo finde ich diesen Branko Boszik? Ist der Mann Deutscher oder wo kommt der her?“

„Ein waschechtes Kind des Ruhrgebiets, wie Du sofort merken wirst. Die Eltern sind als Gastarbeiter vor vielen Jahrzehnten aus Jugoslawien gekommen. Er selbst ist in Gelsenkirchen-Buer geboren und aufgewachsen und lebt heute in Essen.“ Er reichte mir einen kleinen Plastikfolder. „Hier hast Du ein paar Basisinformationen über die Daten, die uns als Finanzierungsgesellschaft nach den gesetzlichen KYC-Anforderungen vorliegen, also Handelsregistereintragungen der Firmen, Kopien der Personalausweise, Jahresabschlüsse und so weiter. Die meisten Firmen gehören ihm in der Mehrheit und seiner Ehefrau in der Minderheit.“ Siegfried lachte hintergründig. „Diese Dame ist das, was man im Volksmund ‚rattenscharf‘ nennt. Wie ich Dir bestätigen kann, trifft das nicht nur körperlich, sondern auch geistig auf sie zu.“

„Gut. Ich schaue mal, was ich tun kann. Kündigst Du meinen Anruf bei Herrn Boszik an?“

„Das machen wir sofort.“ Siegfried griff zu seinem Mobiltelefon, wählte eine gespeicherte Nummer und erklärte Herrn Boszik kurz den Grund seines Anrufs. Dann reichte er mir sein iPhone. „Er will Dich direkt sprechen.“

Mein Gespräch mit Herrn Boszik dauerte nur wenige Minuten. Dann hatten wir einen Termin für den darauffolgenden Freitagnachmittag verabredet und ich hatte ihm aufgetragen, welche Unterlagen er für mich bereit halten sollte. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, dass mit diesem Auftrag und mit diesem Telefongespräch das größte Abenteuer meines jetzt vierzigjährigen Lebens beginnen würde. Und es sollte mein weiteres Leben nachhaltig beeinflussen.

Nachdem mich mein Navigationssystem zu dem vereinbarten Termin in eine vornehme Gegend in Essen-Bredeney gelotst hatte, staunte ich bei meiner Ankunft erst einmal. Ich stand vor einem großen Bungalow aus den 1970er Jahren mit einem sehr gepflegten Garten. Vor der Doppelgarage standen ein dunkelblauer AMG-Mercedes der S-Klasse und ein leuchtend roter Alfa Romeo Stelvio SUV, der im Heck das kleine Ferrari-Wappen trug. Dies waren also die beiden Luxusautos, die von meinem Auftraggeber so nebenbei mitfinanziert worden waren. Ich läutete und musste kurz warten, dann wurde die Haustür von Frau Boszik geöffnet. Mir fiel sofort der Begriff „rattenscharf“ ein, mit dem Siegfried die Frau charakterisiert hatte. Innerlich musste ich nun etwas lachen, denn Frau Boszik konnte ihre ‚Schärfe‘ im Alltag anscheinend gut verbergen. Sie trug Jeans und eine blickdichte, weiße Bluse, war ungeschminkt und hatte mit Ausnahme zweier schlichter Goldringe keinerlei Schmuck an sich. Ihre Füße steckten in Birkenstock-Sandalen, der unerotischsten Fußbekleidung, die man sich an einer Frau vorstellen kann.

„Sie sind Herr Karff?“ Sie streckte mir zur Begrüßung ihre Hand entgegen, deren lange, fast spinnenförmige Finger mir sofort auffielen. Außerdem zeigten ihre Fingernägel den regelmäßigen Besuch eines erstklassigen Nagelstudios, das war echte Künstlerarbeit.

„Jawohl. Reinhard Karff.“

Der Händedruck von Frau Boszik war überraschend hart und zupackend. Sie zog mich regelrecht durch die Tür ins Haus. „Mein Mann und ich erwarten Sie bereits.“

Wenig später saßen wir an einem kleinen Besprechungstisch im Doppelbüro von Herrn und Frau Boszik, waren von einer jungen und verdammt gut aussehenden Mitarbeiterin mit Kaffee versorgt worden und stellten uns erst einmal gegenseitig vor.

Branko Boszik war hörbar ein Kind des Ruhrgebietes. Aus den KYC-Unterlagen der Finanzierungsgesellschaft wusste ich, dass er 49 Jahre alt war und, wie ich sehen konnte, regelmäßig ins Fitnessstudio ging. Seine Ehefrau war drei Jahre jünger, was man ihr wahrhaftig nicht ansah.

„Franziska und ich haben vor über fünfundzwanzig Jahren mit unserem Geschäft angefangen“, erläuterte Branko Boszik anhand eines Organisationsplans, den er mir vorgelegt hatte. „Am Anfang war das ganz einfach: ich war Produzent, Regisseur, Kameramann und Cutter von ziemlich einfachen, aber qualitativ hochwertigen Erotikfilmen. Und Franziska war die Hauptdarstellerin. Wir verkauften die Filme wie das sprichwörtliche ‚geschnittene Brot‘. Und so kam richtig gutes Geld in die Kasse, das wir nicht verlebt, sondern investiert haben. Wir hatten eine Drei-Zimmer-Genossenschaftswohnung in Essen-Kupferdreh und fuhren einen älteren BMW 2002 tii, aber wir hatten von Anfang an die neuesten Kameras und das beste Equipment. Dank Siegfried Blank.“ Er nahm einen tiefen Schluck aus seiner Kaffeetasse. „Von dem Geld haben wir als Erstes den Sex-Shop in der Essener Innenstadt übernommen, modernste Videokabinen eingebaut und im hinteren Bereich ein kleines, aber feines Pornokino eingebaut, was räumlich auch die Möglichkeiten aktiver Nutzung bietet. Also beispielsweise Pärchensitze und so weiter. Dort haben wir natürlich auch eigene Filme gedreht. Der Laden war neben unseren eigenen Filmen eine richtige Gelddruckmaschine.“ Branko lachte herzhaft, tief und freundlich.

„Und dann sind wir das erste Mal übers Ziel hinausgeschossen“, griff nun Franziska zum ersten Mal ins Gespräch ein. „Wir dachten, was in Essen erfolgreich läuft, geht auch an anderen Orten. Und deshalb haben wir in Düsseldorf und in Bochum ähnliche Entertainmentshops eröffnet.“ Sie holte tief Luft. „Düsseldorf war dann ein totaler Flop, auch weil wir viel Ärger mit ortsansässigen Unternehmern bekamen, die uns als Eindringling betrachteten.“

„Und Bochum war so-la-la“, ergänzte Branko. „Wir haben beide Shops nach ein paar Jahren wieder zugemacht, während der Shop in Essen bis heute existiert. Das aktive Pornokino hat anscheinend einen guten Ruf bis in die Niederlande und nach Belgien. Der Shop hat heute ein total anderes Sortiment als vor zwanzig Jahren. DVDs und Filme sind fast tot, aber erotische Kleidung und Zubehör gehen dafür ziemlich gut. Da haben wir eine Frau als Geschäftsführerin, die eine ziemlich glückliche Hand mit der Sortimentsauswahl hat.“

„Trotz der zwei kleinen Flops hatten wir vor zehn Jahren so viel Geld in unserer Kriegskasse, dass wir auf Anraten unseres alten Steuerberaters den großen Schritt gemacht haben“, griff Franziska den Gesprächsfaden wieder auf. „Dieser Bungalow und die benachbarte Villa gehörten einem berühmt-berüchtigten Essener Baulöwen, der 2012 hier in einen großen Bau- und Korruptionsskandal verwickelt war, und mit lautem Getöse in die Insolvenz ging. Branko und ich haben dann die beiden Häuser aus der Insolvenzmasse herausgekauft. Hier residiert nun offiziell die Filmproduktionsgesellschaft, ein Teil der Räume ist auch dafür mit allem notwendigen Equipment ausgerüstet. Und in der Villa nebenan ist heute ein Sex-, Party- und Swingerclub zu Hause, der an sieben Tagen die Woche geöffnet ist und ein wechselndes Programm hat.“

Damit hatte das Unternehmerehepaar sein Organigramm erläutert und sie präsentierten mir die vom Steuerberater erstellten Jahresabschlüsse der drei Gesellschaften, in denen ihre Aktivitäten gegliedert waren. „Wie Sie sehen, haben wir dann 2020/21 mit der COVID-Krise einen richtigen Schlag bekommen, sozusagen einen Triple-Wummy. Der Club, das Aktivkino, selbst die Videokabinen waren wochenlang, teils sogar für mehrere Monate geschlossen. Auch der Shop hatte Umsatzrückgänge von 80%. Und das Sexfilmgeschäft wanderte in einem atemberaubenden Tempo ins Internet-Streaming ab, wo man als Filmproduzent praktisch nichts mehr verdient. Viele Kurzfilme sind auf Plattformen wie ‚tubegalore‘ oder ‚xvideos‘ gratis und sind häufig nur recycelte Produktionen aus den letzten dreißig Jahren. Wir haben dann 2022 begonnen, einen eigenen Abonnement-Streaming-Kanal aufzubauen, der sich primär als Live-Streaming-Kanal versteht und damit neuen, aktuellen Content anbietet. Aber das kostet Zeit und erst einmal richtig Geld, bis man den Break-Even-Punkt erreicht.“

„Und parallel sitzt einem das Finanzamt im Nacken, das nicht anerkennen will, dass unsere Unternehmen plötzlich Verluste statt Gewinne machen.“ Branko hob hilflos seine Hände in die Höhe, fast als ob er sich ergeben wollte. „Hinzu kommt, dass der Sohn unseres alten Steuerberaters die Firma übernommen hat. Der Vater, der uns all die Jahre wunderbar betreut hat, ist leider nach einem kapitalen Herzinfarkt vor drei Jahren verstorben.“

„Ich mag unseren neuen Steuerberater nicht. Ist ein richtig aalglatter Typ, der, anders als sein Vater, auf ziemlich großem Fuß lebt.“ Franziska machte ein angewidertes Gesicht.

Branko Boszik klatschte in seine mächtigen Hände. „Wir brauchen fachkundige Hilfe, um unsere Unternehmungen wieder in die Gewinnzone zu führen. Sonst sind wir in einem Jahr weg vom Fenster und pleite.“

Ich sortierte die mir präsentierten Unterlagen und schaute das Unternehmerehepaar wechselweise an. „Wer macht hier die Buchhaltung? Und wer kontrolliert die Bankkonten und den Geldfluss, beispielsweise von den Kreditkartenunternehmen?“

„Ich bearbeite die Rechnungen und die Belege und schicke sie zweimal pro Woche zum Steuerberater. Zahlungen von unserem Bankkonto mache ich online, wobei der Steuerberater Kontovollmacht hat, um Finanzämter, Sozialversicherungen und so weiter direkt in unserem Namen zu bezahlen.

Franziska Boszik stand auf. „Ich muss mich jetzt umziehen. Wir haben heute Abend in unserem Club nebenan ein Live-Event, was auch auf unserem Streaming-Kanal live übertragen wird. Diese Events haben sich als neue Cash-Cow herausgestellt. Der Club ist an diesen Abenden immer prallvoll und ist zu einem echten Magneten für neue Abonnenten unseres Streaming-Kanals geworden. Da muss man sich ins Zeug legen und den Leuten etwas anbieten.“ Sie verabschiedete sich. „Vielleicht sehen wir uns nachher ja noch.“

Nur noch zu zweit bot mir Branko eine Führung durch die noch geschlossene Partyvilla an, was ich dankbar annahm. „Das Event geht heute Abend um 20 Uhr los, Live-streaming auf unserem Kanal ist ab 22.30 Uhr. Der Caterer baut das Büfett ab 19 Uhr auf. Das Publikum sind zu 90% zahlende Gäste oder Clubmitglieder, die eine Jahresmitgliedschaft besitzen. Einzelne Männer zahlen einen doppelten Eintrittspreis wie Pärchen, einzelne Frauen einen symbolischen Eintrittspreis von 5 Euro. Dazu kommen ein paar professionelle Darsteller aus unseren Filmproduktionen, Frauen wie Männer. Auch Franziska ist von Zeit zu Zeit dabei. Das ist notwendig, um die Events pünktlich in der richtigen Stimmung zu haben.“ Branko lachte wieder laut und tief. „Wenn Du langweiliges Zeug streamst, kannst Du in jeder Minute an den Zahlen der Zuschauer ablesen, ob die Produktion gut oder schlecht ist. Und das ist dann für mich und meine Crew die Hauptkampfzeit. Ich sitze dann dahinten in der Regie und dirigiere meine Kameraleute über die drahtlose Intercom, um den richtigen Content auszustrahlen.“

„Wie lange läuft die Live-Übertragung?“

„Eine Stunde von 22.30 bis 23.30 Uhr. Und dann anschließend eine Aufzeichnung, die wir gegebenenfalls in der Postproduktion noch nachbearbeiten und die dann am darauffolgenden Abend zur selben Zeit ausgestrahlt wird. Dazwischen und parallel bieten wir auf unserem Abo-Kanal normale Produktionen als auch Live-Shows an, wenn Du so willst Internet-basierte Peep-Shows mit direkter kommunikativer Interaktion zwischen den Darstellern und den Kunden. Läuft über ein Token-System eines kommerziellen Anbieters, der das dann mit uns und den Darstellern abrechnet.“

„Ganz schön aufwendig. Verdient ihr mit dem Streaming-Kanal schon Geld?“

Branko blieb stehen und schaute mich frontal an. „Sie legen ihre Hand direkt in die Wunde. Ich weiß es nicht. Das ist mit ein Grund, warum wir Ihre Hilfe brauchen. Franziska und ich haben viel Erfahrung im Erotiksektor. Der Club hier hat ein Rieseneinzugsgebiet, ganz Nordrhein-Westfalen, bis in die Niederlande und nach Belgien hinein. Und der Streaming-Kanal ist im Prinzip weltweit, auch wenn wir bisher nur nationales Marketing gemacht haben. Aber wir haben sehr wenig Kenntnis von Controlling und wie das alles heißt. Wir merken nur, dass wir mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen. Obwohl an solchen Abenden wie heute fast nur zahlende Gäste als Darsteller oder Zuschauer teilnehmen.“ Branko ging hinter die wirklich prachtvolle, verspiegelte Bar, die der Mittelpunkt des größten Raums des Hauses und damit des ganzen Clubs war. „Wollen Sie was trinken? Alkoholfrei oder schon etwas Ordentliches?“

„Danke. Ein normales Mineralwasser mit Kohlensäure wäre im Moment ausreichend und willkommen.“

Er griff in den Kühlschrank und stellte mir eine Flasche San Pellegrino auf die Bar. „Mit Eis oder ohne?“

„Danke. Ein einfaches Glas reicht mir.“

Die nächste halbe Stunde erzählte Branko von ein paar besonderen Vorkommnissen während solcher Live-Produktionen in seinem Club. „Die Krönung war eigentlich eine Frau aus den Niederlanden, die eine Zeit lang regelmäßiger Gast an solchen Abenden war. Eines Abends ließ sich mit drei wirklich gut bestückten Afrikanern gleichzeitig ein und steigerte sich in einen solchen Orgasmusrausch hinein, dass wir in der Regie Angst bekamen und dachten, den Notarzt rufen zu müssen. Die Frau hat eine halbe Stunde lang echt lautstark eine Orgasmuswelle abgeritten, wie ich sie noch nie beobachtet habe. Franziska hat sie hinterher allein in ein Zimmer verfrachtet und ist zwei Stunden bei ihr geblieben, bis sie wieder in der Normalität angekommen war, wobei ich nicht weiß, was die beiden Frauen in dieser Zeit miteinander gemacht haben. Leider war diese Frau an diesem Abend das letzte Mal bei uns als Gast. Ich hätte gern noch mehr Produktionen mit ihr gemacht.“

Am Ende dieses Bargesprächs machte Branko einen Vorschlag. „Ich glaube, es wäre für Ihre Problemanalyse und anschließende Beratung gut, wenn Sie sich einen persönlichen Eindruck von unserer Arbeit machen könnten. Wollen Sie heute Abend unser Gast sein und sich alles einmal live anschauen?“ Als er meinen skeptischen Blick wahrnahm, setzte er nach. „An solchen Abenden gilt die althergebrachte Swingerregel: alles kann, nichts muss. Und ein ‚Nein‘, ist ein ‚Nein‘. Zudem gibt es einen geschützten Bereich, sowohl hier an der Bar als auch an anderen Stellen der Villa, an denen gewährleistet ist, dass niemand auf irgendeine Weise mit ins Bild kommt, der das nicht will. Sie werden sehen, dass es eine ganze Reihe von reinen Zuschauern an dem Abend gibt, die sich bewusst in diesen Bereichen aufhalten.“

Ich nickte nachdenklich. Wäre vermutlich ganz gut, wenn ich mir selbst einen Eindruck verschaffe. Nicht nur vom Club, sondern auch von Ihren ganzen Produktions- und Steamingaktivitäten, als auch von Ihrem Shop in der Innenstadt. Ich muss ja sicherstellen, dass meine Analyse alles erfasst und meine Empfehlungen hinterher zum gewünschten Ziel einer nachhaltigen Sanierung Ihrer Unternehmen führen.“

„Sehr schön.“ Branko Boszik freute sich richtig. „Wollen Sie bis heute Abend hierbleiben oder wieder herkommen?“

„Ich packe jetzt alle Unterlagen zusammen und buche mir dann schnell ein Hotel, denn ich glaube, dass ich heute Nacht nicht mehr nach Hause zurückfahren will. Ich habe die nächtlichen Langstreckenfahrten auf ein Minimum reduziert, nachdem ich einmal einen hässlichen, aber glücklich ausgehenden Unfall auf der Autobahn hatte.

Gesagt, getan. Und eine Stunde später bezog ich mein Zimmer im Essener Sheraton-Hotel, das selbst für diese kurzfristige Buchung noch einen akzeptablen Preis anbot. Die nächsten zwei Stunden beschäftigte ich mich mit den mitgenommenen Firmenunterlagen, ging dann zum Abendessen in ein Balkan-Restaurant in unmittelbarer Nähe und fuhr um halb neun wieder nach Bredeney zu Branko und Franziska Boszik.

Die Tür zum Club öffnete mir nach einer Gesichtskontrolle in der Videoanlage Franziska persönlich. „Wow“, entfuhr mir unmittelbar, als ich sie sah, und ich konnte nicht umhin, sie von oben bis unten zu mustern. Genau in diesem Moment wusste ich, warum Siegfried Blank sie als „rattenscharf“ bezeichnet hatte. Sie war es in der Tat. Franziska trug eine rote Lederkorsage, die ihren wahrhaftig prachtvollen Busen noch weiter nach oben drückte und denselben exakt bis zur halben Höhe der großformatigen Brustwarzen bedeckte. Dazu trug sie gleichfarbige, bis über die Ellenbogen reichende Latex-Handschuhe, ein schwarzes Bikinihöschen und rotfarbene, eng anliegende Lederstiefelletten. Zusätzlich war Franziska nun voll geschminkt und hatte an jedem Finger einen anderen goldfarbenen Ring.

Franziska hatte meine Reaktion sofort bemerkt, drehte sich einmal kokett um die eigene Achse und lachte kurz auf. „Gefalle ich Dir?“

Ohne meine Antwort abzuwarten, nahm sie mich bei der Hand und führte mich in den zentralen Barraum, in dem zu diesem Zeitpunkt rund ein Dutzend Gäste an der Bar standen beziehungsweise auf den beiden Sofas Platz genommen hatten. „Sieben zu fünf“, zählte ich die Anwesenden routinemäßig durch und merkte, wie mich eine ganze Reihe von Männern und Frauen musterten. Ich war wie ein gewöhnlicher Geschäftsreisender gekleidet und wirkte logischerweise im ersten Moment nicht im Geringsten sexy. „Am besten, Du nimmst am oberen Ende der Bar Platz“, dirigierte mich Franziska zum richtigen Ort. „Dort hast Du den besten Überblick, was sich hier entwickelt, und bist zugleich außerhalb aller Kamerabereiche. Wie Dir Branko gesagt hat, hier gilt: alles kann, nichts muss. Du kannst ausschließlich die Position eines Beobachters einnehmen und Dich an dem Gesehenen erfreuen und Dir Deinen Teil denken. Oder es animiert Dich im Laufe des Abends dazu, Dich mehr einzubringen. Dann bist Du herzlich willkommen.“

Erst als ich auf meinem Barhocker am geschützten Ende der Bar Platz genommen hatte und die ebenfalls ‚rattenscharf‘ gekleidete Barfrau mir auf meinen Wunsch einen Whisky sauer servierte, fiel mir auf, dass augenscheinlich in der ganzen Bar jeder und jede geduzt wurden. So auch ich.

Wenig später erschien auch Branko hinter der Bar, jetzt komplett in Schwarz gekleidet, und begrüßte mich leise. „Schön, dass Du persönlich gekommen bist. Ich glaube, Du kannst auf diese Weise den besten Eindruck von unserem Geschäft gewinnen, was uns dann hoffentlich mit Deiner Hilfe den Weg zurück zur Profitabilität weist.“ Er nahm sich eine Cola aus dem Kühlschrank. „Ich bin an diesen Abenden bis mindestens 2 Uhr auf Alkoholverbot.“ Er grinste diabolisch. „Immerhin muss ich hier arbeiten und brauche dabei einen klaren Kopf. Er klopfte mir über den Bartresen auf meine Schulter. Hab viel Spaß und genieße den Abend.“ Dann verschwand er wieder in seiner Regiezentrale in einem kleinen Nebenraum hinter der Bar, die er mir bereits am Nachmittag gezeigt und erläutert hatte.

In der darauffolgenden Stunde erschienen noch eine ganze Reihe weiterer normaler Gäste, die teilweise sehr sexy und verführerisch gekleidet waren. Interessant war für mich als Beobachter das Altersspektrum. Die Männer waren mehr oder weniger in meinem Alter, so ungefähr zwischen 35 und vielleicht 50 Jahre alt. Bei den Frauen war das Altersspektrum deutlich größer und reichte von gerade mal volljährigen, schlanken und schmalbrüstigen Frauen bis zu drei richtig reifen Vollweibern, die mit Sicherheit alle schon auf die fünfzig zugingen oder diese Altersschallmauer schon überschritten hatten.

Um halb zehn kündigte Franziska dann drei Darstellerinnen ihrer Produktionen und zwei junge, gut durchtrainierte Männer als die Stars des Abends an, die sich zügig an die von Branko am Nachmittag beschriebene Aufgabe machten, die Gäste des Abends gebührend anzuheizen. Ich schaute unwillkürlich auf meine Uhr. „Die haben jetzt noch eine Stunde bis Live-Show-Beginn“, sprach ich stumm zu mir selbst. „Ich bin gespannt, was die jetzt anstellen, um Branko die richtigen Bilder zu liefern.“ Ich musste nicht lange warten, bis die fünf Darsteller sowohl miteinander als auch im direkten Gästekontakt in den Nahkampf eintraten. Zwei Darstellerinnen machten sich auf einem der Ledersofas bequem und begannen, ohne Zurückhaltung miteinander zu spielen, während die dritte Frau sich eines Paares annahm, das sie anscheinend bereits kannte. Die beiden männlichen Darsteller, von denen ich vermutete, dass sie sehr gut bestückt waren, hatten sich an der Bar je einer Frau aus der Gästeschar angenommen, die beide auf ihre Avancen bereitwillig reagierten. Dies war für viele Gäste das Startzeichen, dass der Swingerpartyabend begonnen hatte. Und es ging tatsächlich voll zur Sache. Es störte auch niemanden, dass plötzlich diskret und leise drei schwarz gekleidete Kameramänner mit hochwertigen Handkameras wie aus dem Nichts auftauchten und begannen, das Geschehen zu filmen. Die Gäste, die nicht im Bild erkannt werden wollten, hatten Zorro-ähnliche Masken aufgesetzt, eine Frau und ein Mann trugen eine Latexmaske auf dem Kopf, die nur Augen, Nasenlöcher und Mund freiließ. Für mich als laienhaften, unerfahrenen Zuschauer war sehr schnell klar, dass hier eine Gästeschar zusammengekommen war, die die Spielregeln des Abends genau kannte, diese befolgte und daraus ihren Lustgewinn zog.

Die beiden Pornodarstellerinnen auf dem Sofa schenkten sich nichts, beziehungsweise alles, und fingerten und leckten sich nacheinander zu einem zumindest glaubwürdig gespielten Orgasmus. Damit waren sie zwangsweise ein beliebtes Ziel eines Kameramanns, während die beiden anderen Kameramänner den Gästen in die Spielzimmer gefolgt waren, um dort ihre Aufnahmen zu machen. Die Bar hatte sich dadurch spürbar geleert, ohne dass hierdurch ein steriler, langweiliger Raum entstanden war. Im Gegenteil: eine der beiden Frauen an der Bar war vom Hocker auf ihre Knie gesunken und gab dem einen Pornodarsteller einen Vollkontakt-Deep-Throat-Fuck, während sie von hinten Doggy-Style von einem Gast (oder ihrem Begleiter) mit aller Härte durchgevögelt wurde.

Der andere Darsteller hatte sich auf dem Ecksofa platziert, während eines der wirklich prallen Vollweiber in umgekehrter Cowgirlposition auf seinem Schwanz auf und ab turnte. Nachdem sie einen ersten Orgasmus laut stöhnend abgeritten hatte, platzierte sich plötzlich Franziska zwischen den weit gespreizten vier Beinen des Paares. „Und jetzt gibt Micha Dir einen fetten Arschfick und ich behandle Deine Pussy gleichzeitig mit allem, was mir zur Verfügung steht.“ Ich hatte einen perfekten Beobachtungsstand und konnte direkt zusehen, wie der sicherlich über 20 cm lange, dunkle Schwanz des Darstellers problemlos bis zum Anschlag im Hintereingang der Frau verschwand und dies Vollweib mit riesigen, baumelnden Titten erneut mit ihren Reiterbewegungen begann. Parallel hatte Franziska drei Finger in der weiten und pitschnassen Pussy der Frau versenkt und fickte sie damit im Gleichklang mit dem Analfick, während sie mit der anderen Hand einen elektrisierenden Vibrator auf ihre Pussy presste. Die so doppelseitig behandelte Frau ging ab wie eine Rakete und schrie ihren sie durchschüttelnden Orgasmus regelrecht heraus, bevor sie rücklings auf ihrem Liebhaber zusammenbrach. Franziska schien auch diesen Gast und seine Vorlieben genau zu kennen, denn sie legte nun den Vibrator auf den Boden und versenkte mit wenigen Fick- und Drehbewegungen ihre ganze Hand in der weit geöffneten Pussy des Vollweibs vor ihr. Gleichzeitig drückte sie ihren Mund auf die jetzt frei hervorragende, erstaunlich große Clit und saugte und lutschte an ihr. Das bescherte der Frau einen dritten heftigen Abgang, während der unter ihr liegende Liebhaber sie mit seinen Armen einfach nur fest in Position hielt. Dies war zumindest auf dem Sofa das Ende der Show. Ich hatte in der Tat kaum bemerkt, dass auch einer der Kameramänner die drei Nummern professionell gefilmt hatte. Auch diese Männer verstanden anscheinend ihr Handwerk.

Was für mich aber am bemerkenswertesten war, war meine eigene Reaktion. Meine sonst eher schwächelnde Männlichkeit, die die letzten Jahre doch erhebliche Steifigkeitsprobleme auch im unpassenden Moment gezeigt hatte, stand bombenfest in meiner Hose und tat direkt weh. Franziska war mittlerweile aufgestanden und zur Bar zurückgekehrt. Dabei war sie auf meiner Seite zu meinem Platz am Ende der Bar gekommen und stellte sich im direkten Kontakt neben mich. „Hat Dir unsere kleine Show gefallen?“ fragte sie mit durchaus hörbar hocherotischem Unterton in der Stimme. Sie schaute dabei genau in meinen Schritt, in dem eine heftige Beule in meiner Hose zu sehen war.

„In der Tat“, antwortete ich ihr wahrheitsgemäß. „Ich muss zugeben, live ist das noch viel besser zu beobachten als auf einem Bildschirm.“

„Und trotzdem ist unsere Show im Live-Streaming ein absoluter Renner. Hier ist nichts gespielt, der Sex und alle seine Emotionen sind original. Und das kommt bei unseren Abonnenten rüber. Zudem sind es eben nicht nur Schauspieler, sondern ganz normale Leute, die sich hier vor der Kamera ausleben. Das macht diese Produktionen so authentisch.“

In einem provozierend-koketten Moment strich mir Franziska plötzlich mit der flachen Hand über meine immer noch deutlich sichtbare Beule. „Brauchst Du auch etwas Entspannung?“

Ich wusste im ersten Moment nicht, wie ich ihr darauf antworten sollte. Immerhin war ich an diesem Abend kein normaler Gast, sondern eigentlich ein Geschäftspartner auf Beobachtung. Aber ich konnte nicht umhin, einfach zu nicken.

„Gut“, grinste Franziska etwas diabolisch. „Ich überlasse Dich meiner Cathy. Die gibt Dir den besten Blowjob Deines Lebens. Ist eine wahrhaftige Künstlerin in dieser Disziplin. Nicht nur vor der Kamera, sondern auch im wirklichen Leben.“ Mit dieser Bemerkung winkte sie zu der einen Darstellerin, die die Lesboshow auf dem Sofa zum Anheizen des Publikums durchgezogen hatte und mittlerweile von einem der Zimmer in die Bar zurückgekehrt war. Franziska flüsterte ihr etwas ins Ohr, was ich nicht verstehen konnte, dann ging diese Cathy auch schon vor meinem Barhocker auf die Knie und öffnete mir die Hose. Nach wenigen Augenblicken hatte ich meine Umgebung in dem Barraum vollkommen vergessen. Cathy war in der Tat eine Künstlerin in ihrem Fach und behandelte mit ihren Händen als auch mit Mund und Zunge mein bestes Stück von der Spitze der Eichel bis zu meinem halbleeren Hodensack. Dann befahl sie mir, aufzustehen, und spendierte mir einen gekonnten Mundfick, bis ich mit einem lauten Brummen tief in ihrem Rachen abspritzte.

„Hast Du richtig gebraucht, nicht wahr?“ fragte sie kokett, als sie sich neben mir wieder aufgerichtet hatte. „Aber Du schmeckst echt gut. Insofern habe ich auch meinen Spaß gehabt.“ Dann küsste sie mich mitten auf den Mund und gab mir einen vollen Spermakuss. „Du sollst auch etwas davon haben.“

Franziska stand mittlerweile wieder hinter der Bar und bediente verschiedene Gäste, die für eine Pausenerfrischung zurückgekommen waren. In einem kurzen Augenblick, in dem sie zu meinem Platz zurückkam und mir ein neues Getränk brachte, grinste sie mich aber deutlich an. „Es war schön, Euch beiden zuzusehen. Nach meiner Erfahrung sind solche Deep Throat-Mundficks für den Mann das Höchste der Gefühle. Und das wollte ich Dir gerne gönnen.“

„Danke“, antwortete ich verlegen. „Wenn ich ehrlich bin, könnte ich mich bei meinen sonstigen Problemen echt daran gewöhnen.“

„Probleme?“ Franziska schaute mich fragend an.

„Ich bin vor zehn Jahren an Hodenkrebs erkrankt und operiert worden. Erfolgreich, wie Du siehst. Sonst wäre ich jetzt nicht hier. Nur meine Männlichkeit hat darunter spürbar gelitten. Bis heute Abend.“

Franziska lachte kehlig auf. „Dann verbessern wir uns jetzt gegenseitig unser Leben. Du rettest unsere Firma und wir retten Dir ein lustvolles Leben.“ Sie schaute mich mit leicht geneigtem Kopf durchaus kokett und verführerisch an. Mit viel mehr Gefühl, als nur der Begriff „rattenscharf“ ausdrückte. „Ist das ein Deal?“

„Das ist ein Deal!“

Sie beugte sich über den Bartresen und drückte ihre Korsage so kräftig gegen ihren Bauch, dass ihre Venusglocken direkt nach oben heraussprangen und vor ihr wie Glocken baumelten. Dann gab sie mir einen Kuss. Mitten auf den Mund. „Du warst mir vom ersten Moment an sympathisch. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Zu beider Nutzen.“

Ich blieb an diesem Abend noch für weitere zwei Stunden im Club. Es war einfach zu spannend, die Interaktionen zwischen den Gästen zu beobachten. Nach Mitternacht nahm mich Franziska einmal an der Hand und zog mich in den ersten Stock. „Ich weiß, dass in einem der Räume gleich eine ganz heiße Nummer abläuft. Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Hast Du vermutlich noch nie live gesehen. Oder selbst erlebt.“

Sie hatte recht. Eine etwas dunkelhäutigere Frau aus den Niederlanden, die schon sehr sexy gekleidet an der Seite eines etwas älteren, kahlköpfigen Mannes im Club erschienen war, hatte sich mit vier Liebhabern auf dem riesigen Bett platziert und ließ sich von diesen nach allen Regeln der Gangbang-Kunst in alle drei Löcher durchvögeln. Ihr Begleiter saß dabei in einem Sessel und schaute zu, während eine der hauseigenen Pornodarstellerinnen ihm relativ mühsam einen Blowjob spendierte. Die Frau war geradezu unersättlich und ließ sich bevorzugt im Sandwich durchvögeln, während sie die beiden übrigen Schwänze wechselweise mit ihrem Mund bediente. Nachdem sie mehrfach einen Orgasmus erlebt hatte, beugte sie ihren Kopf über die untere Bettkante nach hinten, ließ sich nacheinander tief in Mund und Rachen ficken und jeden ihrer Liebhaber in ihrem Mund und über ihrem Kopf abspritzen. Derart verschmiert stand sie auf und ging zu ihrem Begleiter in dem Sessel, der angesichts des Schauspiels ebenfalls schon oral die Darstellerin eingecremt hatte, und ließ sich von ihm das besamte Gesicht ablecken.

„Zu viel versprochen?“ fragte Franziska grinsend, als wir uns diskret zurückzogen und wieder an die Bar gingen.

„Nein. Das war echt geil zu beobachten.“

„Habe ich mir gedacht. Dies Pärchen kommt schon seit Vor-COVID-Zeiten aus Arnheim zu uns. Sie fühlen sich bei uns sicher, ihre Lust auszuleben. Deshalb kennen wir die beiden und ihre Vorlieben so gut. Und wir filmen ausschließlich die Frau bei ihrer Lustreise.“

Ich erreichte mein Hotel nach 2 Uhr in der Früh und fand nur zu schwachem Schlaf. Zu sehr hingen die Erlebnisse und Bilder des Abends in meinem Kopf fest und liefen wie in einer Dauerschleife vor meinem geistigen Auge ab. Am nächsten Morgen war ich beim Frühstück etwas verkatert, aber da es Samstag war und ich übers Wochenende nur einige Projektarbeiten zu Hause erledigen wollte, konnte ich mir in aller Gelassenheit Zeit lassen. Am Sonntag nahm ich mir dann in aller Ruhe und mit der mir eigenen Systematik die Unterlagen von Branko und Franziska Boszik vor und begann mit meiner Analyse.

Eine Woche lang brütete ich immer wieder über den mir vorliegenden Zahlen. Aber sie ergaben irgendwie keinen Sinn. Es war logisch, dass alle drei Firmen in der Hochzeit der COVID-Epidemie mitsamt ihren Beschränkungen und erzwungenen Schließungen heftige Verluste auswiesen. Aber es machte keinen Sinn, dass mit wieder zunehmenden Umsätzen diese Verluste nicht verschwanden. Und es machte erst recht keinen Sinn, dass Branko und Franziska über derartige Liquiditätsprobleme klagten, dass sie erstmals mit ihren Leasingraten und anderen Zahlungen in Rückstand geraten waren. Da musste irgendwo etwas faul sein. So rief ich Donnerstagnachmittag bei Branko an, berichtete ihm von meiner Konfusion und erbat zusätzlich alle Kontoauszüge seiner Bankkonten sowie alle Abrechnungen mit den Kreditkartenunternehmen, die mittlerweile den größten Teil des Umsatzes in allen drei Unternehmen ausmachten.

„Du kannst gerne morgen Abend vorbeikommen und alle Unterlagen abholen. Die sind hier wohlgeordnet im Büro.“

„Mache ich. 18 Uhr?“

„Gerne. Dann gehen wir noch zusammen essen. Wir haben hier einen absolut leckeren Griechen in unmittelbarer Nähe. Und wenn Du willst, kannst Du gerne hinterher wieder mit in den Club kommen. Ist morgen unsere reguläre Swingerparty für Paare mit streng limitiertem Herrenüberschuss, den wir dann mit eigenem Personal ausgleichen. Ein paar von unseren Darstellern sind deshalb ebenfalls Freitagabends anwesend, sozusagen ein Pflichttermin für sie. Wird gut bezahlt, da wir an ausgewählten Plätzen auch wieder filmen und live streamen.“

„Muss ich mir noch überlegen.“ Ich wollte schon auflegen, als mir noch eine dienstliche Bitte einfiel. „Habt ihr in Eurem Büro Kopien Eurer Steuererklärungen? Oder müsst Ihr die erst beim Steuerberater anfordern?“

„Nein. Unser alter Steuerberater hat immer darauf bestanden, dass wir die Steuererklärungen selbst unterschrieben haben. Von Jahressteuererklärungen bis zur Umsatzsteuererklärung. Er hat dann alles Weitere bearbeitet und veranlasst. Sein Sohn hat das Prinzip beibehalten. Deshalb haben wir alle Kopien hier.“

„Sehr gut. Den Ordner würde ich auch gern mitnehmen.“

„Liegt alles für Dich bereit, wenn Du morgen kommst. Und das mit dem Club solltest Du Dir wirklich überlegen. Franziska sagte mir, dass Du beim letzten Mal viel Spaß mit Cathy hattest. Ist ein wirklich liebes Mädel, aber auf angenehme Art auch absolut versaut. Perfekt für unser Geschäft. Sie ist morgen Abend auch wieder da.“

Ich war wie abgesprochen pünktlich in Essen und nahm die gewünschten Unterlagen in zwei Umzugskartons in Empfang. Dann ging ich mit Branko die wenigen hundert Meter zu dem von ihm empfohlenen griechischen Restaurant. Der Begrüßung durch die Patronin konnte man klar entnehmen, dass Branko hier ein gern gesehener Stammgast war. „Franziska lässt sich entschuldigen“, erklärte er mir formvollendet. „Aber sie muss sich selbst und den Club auf den Abend vorbereiten.“ Er lachte wieder tief und ansteckend. „Ich muss mich nur schnell in Schwarz umziehen und kann an die Arbeit. Sie braucht deutlich mehr Zeit.“

Während des Essens – ich bekam eine auf griechische Art hervorragend zubereitete und schmeckende Seezunge – diskutierten wir die bisherigen Ergebnisse meiner Untersuchungen. „Ich bin nun schon fast zwanzig Jahre in diesem Sanierungsgeschäft“, erläuterte ich dem Erotikunternehmer, „und habe mir in dieser Zeit ein betriebswirtschaftliches Instrument geschaffen, das alle Zahlen eines Unternehmens in einem bestimmten System miteinander verknüpft. Dieses Instrument, das aus einer Vielzahl von miteinander verknüpften Excel-Dateien besteht, ist Cash-Flow-orientiert, weil 95% aller sterbenden Unternehmen am Cash-Flow sterben. Zum anderen ist dies System hervorragend geeignet, unerklärliche Zusammenhänge aufzudecken. Und genau dies ist in Eurem Fall jetzt geschehen. Von den reinen Umsatz- und Kosten-Zahlen her dürftet ihr eigentlich nach der Erholungsphase nach dem COVID-Einbruch keine Cash-Flow-Probleme haben. Aber ihr habt welche! Und jetzt müssen wir nach dem Grund forschen.“

Branko wurde nachdenklich. „Wenn ich Dich richtig verstehe, fließt irgendwo unerkannt Geld ab, das eigentlich uns gehört?“

„Ja. Aber ich habe noch nicht den geringsten Anhaltspunkt, wo. Und daher brauche ich jetzt die ganzen Unterlagen, die wir vorhin in meinen Kofferraum gewuchtet haben.“

„Hm.“ Branko dachte nach. „Ich bin mir eigentlich sicher, dass in keinem Geschäft jemand in die Kasse langt. Der Bargeldanteil in unseren Geschäften ist so niedrig geworden, dass es eigentlich für jeden Vorgang irgendeinen elektronischen Beleg gibt. Wir haben vor ein paar Jahren noch unter unserem alten Steuerberater eine steuerliche Tiefenprüfung vom Finanzamt gehabt, die einfach nicht glauben wollten, dass es bei uns ganz wenig Bargeldgeschäft gibt. Am Ende haben die Schnüffler aufgegeben und unsere Steuererklärungen als korrekt akzeptiert.“

„Wann war das?“

„Im Winter 2019/20. Unmittelbar vor dem Ausbruch des COVID-Wahnsinns.“

„Habt ihr staatliche COVID-Hilfen bekommen?“

Branko lachte wieder. „In der Tat. Zwar unterstellte uns die zuständige Behörde, dass wir jetzt den ausfallenden Lohn von Nutten vom Staat finanziert bekommen wollten. Aber wir konnten ihnen nachweisen, dass es nur um die Miete für den geschlossenen Shop und die Leasingraten für unser Equipment ging.“

„Sind die COVID-Hilfen von Euch zurückgezahlt worden? Die Finanzämter jagen ja gerade alle möglichen Hilfsgeldempfänger und pfänden überall die Gelder auf Geschäftskonten. Egal, ob das legal oder illegal ist.“

„Meines Wissens ja. Aber da musst Du unseren Steuerberater fragen.“

Unser Gespräch drehte sich ausschließlich um Brankos Firmenprobleme und meine Vorgehensweise. Nach dem abschließenden, obligatorischen Ouzo liefen wir das kurze Stück zu seinem Bungalow zurück, als leichter Schneeregen einsetzte.

„Kommst Du heute Abend mit in den Club? Wir haben Dich vorsichtshalber auf der Männerseite mitgezählt, weil wir an den Swingerpärchenabenden auf strikte Parität zwischen den Geschlechtern achten.“ Er lachte wieder tief und laut. „Echte Transen sind bei uns sehr selten zu Gast, deshalb reichen bei uns die zwei herkömmlichen Geschlechterkategorien. Das Gleichgewicht stellen wir aus eigenem Personal her, denn es gibt immer einige sehr gut zahlende einzelne Herren, die wir nicht abweisen wollen.“

Ich lachte nun selbst. „Dann will ich mal hoffen, dass ich nicht in die letztgenannte Kategorie einsortiert werde.“

„Oh, nein! Du bist Gast des Hauses. In jeglicher Hinsicht. Ich glaube, Franziska hat irgendetwas vorbereitet. Aber ich weiß nicht was.“

Neugierig zog ich meine Augenbrauen in die Höhe. Der Abend konnte also spannend werden. Ich gehörte kurz nach 20 Uhr zu den ersten Gästen im Club, die Bar war noch fast verwaist. Lediglich zwei Pärchen mittleren Alters hatten nebeneinander auf dem großen Sofa Platz genommen. So, wie sie miteinander umgingen, kannten sie sich anscheinend schon länger. Franziska begrüßte mich wie einen alten Freund. Ich konnte mir nicht verkneifen, sie von oben bis unten zu mustern: sie war wieder rattenscharf gestylt. Diesmal trug sie ein Latex- Oberteil, dass bis zum Hals ging, aber ihre beiden prachtvollen Titten frei hervorragen ließ. Zudem hatte sie ihre Brustwarzen anscheinend mit einem kräftigen roten Lippenstift nachgezeichnet, der exakt ihrem echten Lippenstift entsprach und ihren Brüsten das Aussehen von zwei Alarmknöpfen gab. „Im Moment noch ‚Berühren verboten‘“, registrierte sie meinen Blick. Vielleicht später.“ Sie hauchte mir einen Kuss auf die Wange. „Wird bestimmt ein lustiger Abend werden.“

Ich bezog meinen Stammplatz am Ende der Bar, aber ich blieb an diesem Abend nicht lange allein. Zehn Minuten später tauchte Cathy in einem dunkelroten Fischernetzbody an der Bar auf, welcher vollkommen freie Einblicke auf ihren prachtvollen Körper bot. Sie steuerte gezielt den Platz neben mir an, umarmte mich zur Begrüßung und gab mir einen lang anhaltenden, vielversprechenden Kuss. „Heute ist strikter Pärchenabend und ich bin Deine Partnerin“, lachte sie mich an. „Einverstanden?“

„Und wie!“ lachte ich zurück. „Mir könnte nichts Besseres passieren.“

Cathy schwang sich auf den Barhocker neben mir und bekam ohne weitere Bestellung von Franziska ihr erstes Getränk, eine Piccoloflasche mit rosa Prosecco. „Ich freue mich auf den Abend mit Dir“, eröffnete Cathy das Gespräch bewusst offensiv. „Ist in unserem Geschäft nicht selbstverständlich, den Abend mit Männern wie Dir zu verbringen.“

Wir kamen tatsächlich gut ins Gespräch, in dessen Verlauf ich auch einiges über Cathys bisheriges Leben erfuhr. „Meine Mutter hat mich und meine kleine Schwester allein großgezogen, nachdem mein Vater irgendwann einfach abgehauen ist. Sie hat einen kleinen Gartenbaubetrieb und unendlich viel gearbeitet, um uns großzuziehen. Ich habe tatsächlich Abitur gemacht und bin dann nach Bochum gegangen, um Biochemie zu studieren.“ Sie zuckte mit ihren Schultern und atmete ein paarmal tief durch. „Dann kam COVID und Mutters Betrieb verdiente kein Geld mehr. Und von Bafög allein kann man auch nicht leben. Also musste ich mir einen Nebenverdienst suchen. Das hat mich zu Branko und Franziska gebracht. Ich habe kein Problem, mich vor einer Kamera zu präsentieren und mich rannehmen zu lassen, egal ob mit Männern oder Frauen. Und so wurde aus dem Nebenverdienst erst einmal ein Hauptjob.“

„Hast Du Dein Studium abgebrochen?“

„Jein. Ich bin zurzeit für zwei Jahre beurlaubt. Dann könnte ich wieder anfangen.“ Sie lachte wieder ihr gewinnendes Lachen, aber mit einem hörbaren Unterton. „Ist letztendlich alles eine Frage des Geldes. Ich habe noch nicht darüber nachgedacht, wie ich meinen Job hier und im Internet-Streaming mit dem Studium kombinieren kann. Wenn man die notwendige Energie aufbringt, geht das bestimmt.“

Unser Gespräch ging über ‚die sprichwörtlichen Dörfer‘ und streifte viel persönliche Interessen. Überraschenderweise stellten wir fest, dass wir beide große Musicalfans waren, für die das Ruhrgebiet in einer ganzen Reihe von Städten hervorragende Theater und Produktionen bereithielt. Und noch eine Gemeinsamkeit stellten wir trotz unserer Wohnorte in Bochum und Dortmund fest: wir waren beide in der Seele geknechtete Fans von Schalke 04.

In der Zwischenzeit hatte sich die Bar mit einer Vielzahl von Paaren gefüllt, die in mehr oder weniger engem Körperkontakt miteinander redeten, tranken und flirteten. Erneut stellte ich fest, dass sicherlich die Hälfte der Gäste Holländisch als Muttersprache sprach. „Warum sind so viele Niederländer hier im Club?“ fragte ich Cathy neugierig.

„Ganz einfach. Die fühlen sich hier sicher, nicht plötzlich Menschen zu begegnen, von denen sie in so einem Club nicht gesehen werden möchten. Die kommen nicht nur aus der Grenzregion, sondern auch aus Eindhoven oder Utrecht. Die haben ein ganz einfaches Ziel: sie wollen ungehemmt Spaß haben. Und den können sie hier bekommen.“ Cathy schaute von unserem hervorragenden Beobachtungsplatz in die Runde. „Sind heute Abend eine Menge Stammgäste dabei. Die verabreden sich teilweise mit anderen Paaren, sich hier zu treffen, weil dieser Club quasi ein neutraler Spielplatz ist.“

Irgendwann glitt unser Gespräch auch in Richtung Sex, Erotik und unsere eigenen Erfahrungen ab. „Franziska hat mir erzählt, dass Du Hodenkrebs gehabt hast und deshalb Probleme beim Ficken hast?“ Cathy hatte sich frontal zu mir gedreht und ihre Beine rechts und links von meinem Barhocker platziert. Sie trug noch nicht einmal einen Slip unter ihrem Netzbody, sodass ich wirklich einen absolut unbehinderten Blick auf ihre Weiblichkeit von Kopf bis Fuß hatte. Erfreulicherweise stellte ich fest, dass mein bestes Stück begann, darauf zu reagieren.

Trotzdem war ich im ersten Moment ein wenig schockiert, dass Franziska und Cathy so offen über mich gesprochen hatten. „Ja, das stimmt. Ich bin vor rund zehn Jahren operiert worden und man hat mir den krebsbefallenen Hoden entfernt.“ Ich lachte leise, vielleicht sogar etwas verlegen. „Ich bin damit nicht zum Eunuchen geworden, theoretisch könnte ich sogar noch Kinder zeugen. Aber psychologisch hat diese Krankheit irgendetwas in meinem Kopf ausgelöst, das mein Liebesleben bis heute erheblich beeinflusst.“ Ich schaute Cathy auf kurze Distanz tief in die Augen, so als ob ich mir die notwendige Motivation geben wollte, mich vollständig gegenüber der mir immer noch weitestgehend unbekannten Frau zu öffnen. „Wenn ich einen Orgasmus bekomme, produziere ich nur noch eine sehr kleine Menge Sperma. Fast der Rede nicht wert. Und das frustriert mich selbst, aber originellerweise auch viele Frauen bei One-Night-Stands oder Kurzzeitbeziehungen. Und diese Frustrationserfahrung erzeugt, praktisch im vorauseilenden Gehorsam, Hemmungen oder Ängste, die dann zu einer vorzeitigen Erweichung meines besten Stücks führen und noch mehr Frust erzeugen.“ Ich holte tief Luft und blies damit meine Wangen auf. Ich hatte in den letzten zehn Jahren noch nie mit einer Frau über meine inneren Probleme gesprochen. „Deshalb schaue ich mir auch keine Pornos an. Bringt bei mir nichts. Mit einem weichen Schwanz bekommst Du keinen spritzigen Orgasmus.“

Cathy beugte sich zu mir herüber, nahm meinen Kopf in beide Hände, drehte ihn zu sich und gab mir einen innigen, warmen Kuss, der in einen lang anhaltenden Zungenkuss überging. „Ich glaube, ich habe eine Lösung für Dein Problem und Deine Ängste.“ Sie konnte sofort das Riesenfragezeichen in meinem Gesicht erkennen. „Ich möchte Dir heute Abend beweisen, dass diese Ängste unbegründet sind und Du volle sexuelle Befriedigung nicht nur selbst erlebst, sondern auch einer Frau geben kannst.“ Jetzt grinste sie richtig diabolisch. „Wir warten jetzt eine Stunde, bis der erste Ansturm auf die Zimmer überstanden ist, und ziehen uns dann an den richtigen Ort zurück. Es wird schön. Versprochen.“

Die Stunde verging in der Tat wie im Flug, wir unterhielten uns prächtig. Zwischenzeitlich gesellte sich Franziska jenseits der Bar dazu, bevor sie sich wieder um Gäste und ihre Getränke kümmern musste. Ihr bemalter Busen war immer noch attraktiv anzusehen. In dieser Stunde gingen auch die Kameramänner ihrer diskreten Arbeit nach, streng nach den Hausregeln, nach denen in bestimmten Zimmern absolut nicht gefilmt wurde und in den anderen Zimmern auf Wunsch Masken getragen wurden; nach einer Stunde Live-Übertragung trat dann auch eine lange filmfreie Periode ein.

„Hast Du Lust?“ fragte Cathy mich plötzlich. „Wir hätten ein wunderbares Zimmer, wo wir auch die Tür hinter uns schließen können.“ Ich nickte, stand auf und ließ mich von ihr an die Hand nehmen, während sie in einem, wie ein umgekehrter Zylinderhut aussehenden Kübel eine Sektflasche und Gläser mitnahm.

„Ich bin die Königin der oralen Liebe“, kündigte sie mir an, nachdem sie mich ausgezogen und sich auch ihres Netzbodys entledigt hatte. „Ihr Männer überschätzt vollständig die Bedeutung, eine Frau penetrierend ficken zu können. Wir gehen viel heftiger und dauerhafter ab, wenn wir uns auf andere Spielarten einlassen.“ Mit diesen Worten ließ sie mich der Länge nach auf meinem Rücken ausstrecken und begann mit ihren Blowjob-Künsten, die ich schon in der Vorwoche hatte genießen dürfen. Nach wenigen Minuten stand mein geplagter bester Freund wie eine Eins. „Jetzt darfst Du mich auch verwöhnen“, kündigte Cathy an und schwang ihren Unterleib in 69er Position über meinen Kopf. „Und Du darfst mit Deinem Mund, Deiner Zunge und Deinen Händen alles tun, was Dir in den Sinn kommt.“ Dann begann sie wieder mit ihrem Blowjob, der jetzt spürbar auch eine Deep-Throat-Variante bekam. Parallel reagierte sie auf meine Leck- und Fingerkünste mit einer mir bis dahin unbekannten Heftigkeit. Sie begann regelrecht auszulaufen. Meinen Kopf praktisch zwischen ihren Oberschenkel einklemmend, bewegte sie ihre Pussy aktiv auf meinem Mund vor und zurück und quiekte richtig, wenn ich mit der Zungenspitze möglichst tief eintauchte. Ich wurde immer geiler, meine Hände und Finger glitten über ihren wundervoll strammen Hintern. Als ich übermütig anfing, mit meinen Fingern ihre Rosette zu umspielen, ließ sie kurz von meinem Schwanz ab, griff zu einer kleinen Flasche, die auf dem Schränkchen neben dem Bett stand, und drückte diese mir in die Hand. „Reib damit meinen Hintereingang ein. Dann kannst Du mich auch mit immer mehr Fingern dehnen und ficken. Ich habe mich vorbereitet und bin vollkommen leer.“

„Ihr Wunsch ist mir Befehl“, dachte ich mir und folgte ihrer Anweisung. Somit bearbeitete ich jetzt parallel beide Liebesöffnungen, während mein bestes Stück in ungebrochener Härte ihren Mund und ihren Rachen bediente. Alle Angst und alle meine Sorgen waren irgendwie verflogen. Ich genoss meine Geliebte in dieser 69er Position und nahm ihren ungehemmt und frei strömenden Liebessaft leckend und schlürfend auf. Cathy kam zweimal mit voller Wucht und vibrierenden Oberschenkeln, was mich geradezu duschte. Dann hatte sie auch mich so weit, nahm mich ganz tief in ihren Rachen und ließ mich abspritzen. Jawohl, richtig abspritzen; ein Gefühl, das ich in dieser Intensität seit Jahren nicht mehr erlebt hatte.

„Du hast kein Problem“, sprach mich Cathy leise und ganz direkt an, nachdem sie sich um 180 Grad gedreht hatte und eng an mich kuschelte. „Du hast nur die falschen Frauen.“

Ich dachte nach. Möglicherweise hatte sie recht, denn meine Bettbekanntschaften nach meiner Scheidung waren durchweg normale Frauen gewesen, die einfach nur einen guten Fick von mir wollten. Genau damit hatte ich halt meine Probleme, was die beiderseitige Frustration nur noch erhöhte.

„Dann brauche ich nur noch die richtige Frau“, antwortete ich schließlich.

„Die liegt schon neben Dir“, antwortete Cathy nach einer Weile. „Aber ich möchte Dir beweisen, dass Du noch mehr kannst, als mich ins Himmelsreich zu lecken.“

„Und wie?“

„Bereit für eine zweite Runde?“

Ich schaute Cathy ein wenig skeptisch an. „Ist mehr als ein Jahrzehnt her, dass mich eine Frau das gefragt hat.“

„Dann wird es Zeit. Franziska und ich haben verabredet, dass wir Dir heute alle Angst und alle Sorgen um Deine Männlichkeit für immer und ewig beseitigen.“

„Franziska?“

„Ja. Franziska und ich! Bist Du bereit?“

Ich holte einmal sehr tief Luft. „Da bin ich aber wirklich gespannt. Also, den Versuch starte ich gern.“

„Gut. Bleib so liegen. Ich bin in ein paar Sekunden zurück.“

Cathy schnappte sich eines der frischen Badehandtücher, die fein säuberlich gestapelt in einem Eckregal lagen, und schlang dieses in einer typisch weiblichen Bewegung um ihren nackten Körper. Dann war sie verschwunden, aber nach weniger als einer Minute kam sie mit Franziska im Schlepptau zurück. Während sich Cathy bereits wieder zu mir aufs Bett schwang, schälte sich Franziska aus ihrer Latexshorts und war damit im Unterleib blitzeblank, ließ aber den Rest ihrer Kleidung mit den frei hervorragenden Brüsten an.

„Herbert Grönemeyer fragte in einem Song ‚Wann ist der Mann ein Mann?‘“ lächelte Franziska hintergründig, als sie ebenfalls zu mir aufs Bett gekrabbelt kam, sich an meiner anderen Seite anschmiegte und mit ihren spinnenartigen Fingern sofort auf Erkundung begab. „Cathy und ich können die Frage beantworten: wenn der Mann zwei Frauen gleichzeitig zum Orgasmus treiben kann und selbst Spaß dabei hat.“ Dann stimulierte sie mich mit einem sehr verheißungsvollen Zungenkuss, während Cathy bereits wieder ihre Oralkünste an mir ausließ.

„Einsatzbereit“, hörte ich plötzlich von Cathy weiter südlich.

„Sehr gut“, antwortete Franziska. „Du liebst eine gut geleckte und wie eine Auster ausgeschlürfte Pussy. Ich liebe einen Cowgirlritt. Und so verscheuchen wir jetzt den bösen, angstmachenden Geister aus Reinhards Kopf. Wenige Sekunden später hatten beide Frauen auf mir aufgesattelt. Cathy saß breitbeinig auf meinem Kopf und hatte ihre Pussy voll auf meinem Mund abgesenkt, Franziska hatte mit gleicher Geschwindigkeit meinen tatsächlich hart und stramm geblasenen Schwanz richtig positioniert und ließ sich langsam, aber kontinuierlich bis zum Anschlag absinken. Dann geschah etwas Ungewöhnliches. Sie bewegte sich eine ganze Zeit überhaupt nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass mein bestes Stück kontinuierlich massiert wurde – die erfahrene Clubbesitzerin und Pornoproduzentin Franziska massierte mit ihren Vaginalmuskeln meinen Schwanz auf ganzer Länge.

Der Vorteil meiner eigenen Position war, dass ich beide Arme und Hände frei hatte und damit auf Wanderschaft gehen konnte. Meine Arme waren lang genug, dass ich nahezu blind, eingezwängt zwischen Cathys Schenkeln, Franziskas Po erreichen und umfassen konnte. „Wenn Cathy meine Finger im Arsch liebt, kann ich es auch bei Franziska probieren“, war so ziemlich mein letzter klarer Gedanke. Die ältere Frau auf meinem Penis brummte wie eine Bärin, als ich ihre Rosette massierte und erst mit einem und dann mit zwei Fingern eindrang. Zeitgleich setzte sie mit langsamen Reiterbewegungen ein. Dann schaltete mein Gehirn weitgehend aus und ich ließ mich einfach von meiner eigenen Lust und der sich steigernden Lust der beiden Frauen auf mir treiben.

Ich verlor jegliches Zeitgefühl. Cathy hatte relativ schnell einen ersten Orgasmus, bei dem sie mich wieder mit ihren Liebessäften überflutete, aber sie machte ohne Unterbrechung weiter und rieb sich ihre Clit intensiv an meiner Nase. Weiter südlich wurde Franziskas Ritt heftiger und fordernder. Und sie wurde von Minute zu Minute lauter. Sie hatte mittlerweile von hinten Cathys Titten in die Hand genommen, knetete sie regelrecht durch und zog mit Daumen und Zeigefingern ihre Nippel bis an die Belastungsgrenze in die Länge. Cathy quiekte regelrecht ob ihrer Behandlung.

Ganz ohne Pause und, von mir, ehrlich gesagt, in diesem Moment absolut nicht registriert, blieb mein bestes Stück stramm und hart und wir steuerten unsere Nummer zu dritt in Richtung eines gemeinsamen Höhepunkts. Franziska zog ihren Ritt mit aller Kraft und Energie durch. Dann versteifte sie sich plötzlich, stieß einen kleinen, spitzen Schrei aus und durchlebte einen richtigen Schüttelorgasmus, der auch mich über die abspritzende Klippe stieß. Jawohl! Ich hatte an diesem Abend zum zweiten Mal einen spritzigen Abgang und pumpte mein Sperma tief in Franziskas Pussy hinein.

Wir drei brauchten eine geraume Zeit, bis wir wieder in der Normalität angekommen waren. Pitschnass geschwitzt und mit allen möglichen Liebessäften verschmiert und eingecremt, kuschelten wir noch eine Zeitlang zu dritt, bis Franziska mir mit der flachen Hand auf den Bauch klatschte. „Aufstehen und duschen. Männlichkeitstest ist uneingeschränkt bestanden!“ Sie küsste mich, sprang als Erste aus dem Bett und schlang sich ein Handtuch um ihren nackten Unterleib. „Ich empfehle Euch, gemeinsam zu duschen. Vielleicht habt ihr ja noch etwas Restenergie füreinander.“ Dann huschte sie durch die Tür und war fort.

„Wollen wir ihrem Vorschlag folgen?“ Cathy schaute mich fragend an.

„Liebend gerne. Ich habe Lust, Dich jetzt von Kopf bis Fuß einzuseifen.“

Der Club war im Sanitärbereich wirklich hervorragend ausgestattet. Die Duschen waren in der Tat groß genug, um bequem zu zweit Platz zu haben. Als wir den Duschbereich betraten, kamen uns gerade zwei Paare Hand in Hand entgegen. „Viel Spaß“, riefen sie uns fast im Chor zu. „Wir haben es genossen.“

Als ich Cathy mit fragendem Blick ansah, konnte sie den Gruß sofort erklären. „Wir haben hier Gäste, die gerne im Feuchtbereich miteinander spielen. Inklusive Natursektduschen und sonstiger Spielereien. Und von der blonden Frau weiß ich aus eigener Erfahrung, dass sie sich gerne mit Natursekt duschen lässt und dabei supergeil wird.“

„Hast Du vor irgendetwas Hemmungen?“, fragte ich Cathy vorsichtig, nachdem wir unsere Duschkabine bezogen hatten und uns mit Lust und Wonne einseiften.

„Ja“, antwortete sie prompt. „Keine Kinder und keine Tiere.“ Sie holte einmal tief Luft, während sie spielerisch meinen Schwanz und meinen teilentleerten Hodensack einseifte. „Und ich mag kein BDSM. Ist nicht meine Welt.“

An diesem Abend blieb es bei einer gemeinsamen Dusche. Anschließend bezogen wir wieder unseren Platz an der Bar, wobei Cathy diesmal ein lustig bedrucktes T-Shirt über ihrem Netzbody angezogen hatte. „Fuck me free“, stand herausfordernd auf der Frontseite in leuchtendroter Schrift. Ich blieb noch zwei Stunden bis spät in den frühen Morgen. Dann bekam ich zwei richtig wachmachende Kaffees serviert, verabschiedete mich aus dem deutlich leerer gewordenen Club und fuhr mit meinem Auto nach Hause.

Den Samstag verschlief ich bis mittags und verbrachte dann einen sehr geruhsamen Nachmittag und Abend. Aber ich musste mir eingestehen, dass mir etwas fehlte: die körperliche Wärme und der frische, ungebundene Geist Cathys.

Brankos und Franziskas Firmen-, Bank- und Steuerunterlagen hatte ich nach drei Tagen vollständig in mein System eingepflegt und die gesamte Finanz- und Ergebnislage der kleinen Firmengruppe durchleuchtet. Dann rief ich am Mittwochmorgen in Brankos Büro an. „Ich glaube, ich habe Euren Geldabfluss gefunden“, erklärte ich ihm geradeaus. „Deshalb habe ich eine ganz direkte Frage: wer hat direkten Zugang zu Euren Bankkonten?“

„Eigentlich nur Franziska und ich. Und unser Steuerberater, der all die Zahlungen an Finanzämter, Sozialversicherungsträger und die Personalabrechnungen und Zahlungen vornimmt.“ Branko dachte kurz nach. „Und daneben gibt es natürlich noch eine ganze Reihe von Lastschriftabbuchungen. Von Siegfrieds Leasinggesellschaft beispielsweise oder für Telefon und Strom und Ähnliches.“

„Habe ich mir gedacht. Ich glaube, ich habe die Lösung Eures Problems und einen Handlungsvorschlag.“

„Und wie sieht der aus?“

„Will ich Dir und Franziska gern anhand verschiedener Unterlagen persönlich erklären. Wann habt ihr Zeit?“

„Sofort!“ antwortete Branko direkt. „Wir lassen für Dich alles stehen und liegen. Und die Produktion im Pornokino heute Abend können die beiden Kameramänner auch allein machen. Das Material muss ohnehin erst in die Postproduktion.“

Zwei Stunden später saß ich wieder am Besprechungstisch im Büro des Ehepaars Boszik. „Wann habt ihr das erste Mal etwas von Euren Geldproblemen gespürt?“ fragte ich die beiden, während ich einige Unterlagen vor mir ausbreitete.

„Hm. Nach COVID. Als wir wieder den Club und den Shop öffnen konnten. Ging ja dann erst wieder ganz langsam los. Aber wir hatten sofort wieder volle Kosten. Und das Internetstreaming von erotischen Inhalten während der Pandemie hatte einen großen Teil des Pornofilmmarktes übernommen und wir brauchten zwei Jahre, bis wir in diesem Markt nach einigen Investitionen Fuß gefasst hatten und langsam begannen, Geld zu verdienen.“

„Ich kann Euch beruhigen. Oder auch nicht. Eure Probleme haben nur wenig mit den COVID-Schließungen und den Folgeproblemen zu tun.“

„Und was ist dann unser Problem?“

„Euer neuer, junger, und wie ihr selbst gesagt habt, auf großem Fuß lebender Steuerberater.“

Branko und Franziska lehnten sich verblüfft in ihren Stühlen zurück. „Wie? Was hat der falsch gemacht?“

„Der hat gar nichts falsch gemacht. Der hat Euch gemolken wie eine Kuh. Habt ihr nie bemerkt, dass auf Euren Kontoauszügen Eure Steuern, egal ob Umsatzsteuer, Lohnsteuer, Körperschaftssteuer, ja sogar die COVID-Rückzahlungen doppelt erfolgt sind. Einmal von dem Bankkonto. Und zusätzlich einmal, immer ein paar Tage davon abweichend, von dem Postbankkonto. Am Buchungstext auf dem Kontoauszug war dies für Euch nie zu erkennen. Aber ich bin mir absolut sicher, dass in dem einen Fall tatsächlich ans Finanzamt gezahlt wurde und in dem anderen Fall immer ein anderes Zielkonto angegeben war, das vermutlich Euer Steuerberater selbst genutzt hat.“

Für einen Moment hing eine fassungslose Stille im Raum. Franziska und Branko schauten mich mit blankem Entsetzen in den Augen an. „Und um wieviel Geld handelt es sich, das wir auf diesem Weg verloren haben?“

„Nach den mir vorliegenden Unterlagen ging das seit 2022 so. Direkt nach dem Steuerberaterwechsel vom Vater zum Sohn. Ich habe als veruntreute Summe einen Betrag von 521.355 Euro ermittelt.“

„Boah“, brüllte Branko plötzlich und war mit schlagartig hellrotem Kopf aus seinem Stuhl aufgesprungen. „Ich reiße diesem Saukerl die Nüsse ab und lasse ihn im Kastratenchor singen.“ Ich bin mir sicher, hätte der Steuerberater in diesem Moment vor Branko gestanden, hätte dieser ihn erwürgt oder erschlagen.

Aber ich musste überhaupt nicht eingreifen. Franziska war im Gegensatz zu ihrem Mann nicht vor Wut explodiert, sondern ganz ruhig und kalt geworden. „Die Rache einer betrogenen Frau ist tödlich“, zuckte mir ein Zitat aus irgendeinem Kinofilm durch den Kopf, während ich in ihre zu engen Schlitzen zusammengekniffenen Augen sah. „Ich habe einen besseren Vorschlag“, sagte sie plötzlich mit ganz kalter Stimme. „Wir wollen möglichst viel von unserem Geld zurück und dabei nicht straffällig werden. Oder?“ Jetzt schaute Franziska mit derselben Schärfe ihren immer noch hellrot angelaufenen Ehemann an. „Setz Dich und höre mir zu.“ Franziskas Befehl kam mit einer solchen Schärfe, dass Branko unverzüglich gehorchte und wieder Platz nahm. Franziska holte tief Luft und trommelte mit ihren langen, spinnenförmigen Fingern auf die Tischplatte. „Ich weiß, dass unser guter Steuerberater ein regelmäßiger Kunde im BDSM-Studio von Lady Carla in Mülheim ist. Er ist ein Switch, der sowohl dominant als auch submissiv auftritt.“ Sie beugte sich zu uns vor, als ob sie jetzt etwas Konspiratives sagen wollte. „Ich bin mir absolut sicher, dass er bei Lady Carla ebenfalls alle Steuerangelegenheiten erledigt und genau dasselbe Betrugsspiel betrieben hat, wie bei uns.“ Jetzt nickte sie uns herausfordernd zu. „Ich werde mit ihr umgehend Kontakt aufnehmen und dies hinterfragen. Ich kenne sie seit vielen Jahren, ohne dass ich je in ihrem Studio war.“ Jetzt schaute mich Franziska direkt an. „Wie lange brauchst Du, um festzustellen, ob der Drecksack bei Carla dasselbe Spielchen abgezogen hat wie bei uns?“

„Zehn Minuten, wenn sie Online-Banking hat. Sonst muss ich Einblick in die gedruckten Bankbelege nehmen. Aber wenn sie die griffbereit hat, maximal eine halbe Stunde.“

„Gut. Ich rede mit ihr so schnell wie möglich. Wärst Du gegebenenfalls kurzfristig verfügbar, um mit mir gemeinsam zu ihr zu fahren?“

„In diesem Fall, ja.“

„Müssen wir bis dahin irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen bei unserer Bank und bei der Postbank ergreifen?“ Brankos Wutanfall war vorbei und er konnte wieder klar denken.

„Erwartet ihr heute oder morgen Geldeingänge? Die Konten sind ja nahezu blank. Und Kontokorrentkredite habt ihr praktisch nicht.“

„Nein, erst nächste Woche.“

„Dann wollen wir keine schlafenden Hunde wecken und zuerst mit Lady Carla reden.“

„Gut“, klatschte Franziska in ihre Hände. „Ich versuche jetzt, sie zu erreichen. Dann sehen wir weiter.“

Zwei Stunden später saßen Franziska und ich in dem kleinen Büro von Lady Carla, deren BDSM-Studio sich in einem umgebauten, ehemaligen Bahnhofsgebäude in einem Mülheimer Vorort befand. Jetzt, bei Tageslicht, konnte man sehen, dass Lady Carla älter als Franziska und ich war und bestimmt mehr als dreißig Jahre Betriebserfahrung hatte. Nachdem Franziska ihr das Ergebnis meiner Recherchen erklärt hatte, startete Lady Carla ihren Computer und ging ins Online-Banking ihrer insgesamt fünf Bankkonten. Das Ergebnis war dasselbe: auch sie war Opfer der ans Tageslicht geförderten Betrugsmasche. Allerdings war der veruntreute Betrag deutlich geringer.

Mit dieser Feststellung war Franziskas und Carlas Plan sehr einfach. Beim nächsten Besuch des Steuerberaters würde dieser so verführt werden, dass er irgendwann an Händen und Füßen gefesselt wehrlos zur Verfügung stehen würde. Dann würden Carla und Franziska ihn sich vornehmen, um möglichst viel von ihrem veruntreuten Geld zurückzubekommen.

Der Tag der Rache kam bereits am Wochenende. Spät am Samstagnachmittag meldete sich Lady Carla auf Franziskas Mobiltelefon. „Wir haben den Scheißkerl fest angebunden. Er ist absolut wehrlos und seine Männlichkeit steht ungeschützt zur Verfügung.“

Franziska und Branko ließen alles stehen und liegen, sprangen in den Alfa Romeo und fuhren auf dem schnellsten Weg nach Mülheim. Die darauffolgende Stunde gestaltete sich durchaus im Sinne der beiden betrogenen Betriebe. Nach einer halben Stunde angsteinflößender Behandlung und der Androhung einer Kastration ohne Betäubung brach ihr Steuerberater zusammen. Er hatte die durch Doppelabbuchung hinterzogenen Gelder zur Spekulation mit Crypto-Currencies genutzt und sich auf diesem Weg eine pralle Wallet aufgebaut. Zum Glück für das Ehepaar Boszik als auch für Lady Carla waren die Preise für Bitcoin, USDT und andere Cryptos, die in seiner Wallet lagen, gegenüber den ursprünglichen Kaufpreisen deutlich angestiegen. Ihr Geld konnte also voll umfänglich zurückgeholt werden, nur keiner der drei Betroffenen kannte sich mit Cryptowährungen aus, geschweige denn besaß er oder sie eine eigene Wallet. „Was machen wir nun?“ fragte Branko in die Runde, während der Steuerberater wie ein Häufchen Elend in seinen Fesselungen steckte und unverändert wehrlos war.

Franziska griff zu ihrem Mobiltelefon. „Ich hoffe, ich kann Reinhard erreichen. Der hat bestimmt Ahnung davon und kann uns helfen, unser Geld zurückzuholen.“ Franziskas Anrufversuch war erfolgreich.

„Bleibt, wo ihr seid. Ich bringe meinen Laptop mit. Hat Lady Carla einen leistungsstarken WLAN-Anschluss?“

Franziska gab die Frage weiter und bekam ein kräftiges ‚Ja‘ als Antwort.

„Gut. Ich weiß die unterschlagenen Beträge von beiden Fällen. Das entsprechende Geld transferieren wir direkt auf meine Geschäftswallet als Treuhandzahlung. Ich wechsle es dann in Geld und überweise Euch anschließend Eure Beträge auf Eure Bankkonten. Wird mit Sicherheit Rückfragen seitens Eurer Banken geben, wegen Geldwäschegesetz und so weiter. Aber die könnt ihr mit meiner Hilfe und mit den entsprechenden Belegen problemlos beantworten.“

Zwei Stunden später erreichte Reinhard das BDSM-Studio in Mülheim, eine Einrichtung, die auch er zum ersten Mal in seinem Leben betrat. Der immer noch nackt gefesselte Steuerberater leistete keinen Widerstand. Einhändig bediente er sein Mobiltelefon, mit dem er sich in seine Wallet einwählen konnte. Das Guthaben in USDT war groß genug, die vollständigen Rückzahlungsansprüche der beiden Erotikunternehmer uneingeschränkt zu erfüllen. Nach wenigen Sekunden war der entsprechende Cryptobetrag auf der Wallet von Reinhard Karff eingegangen und von ihm sofort gegen einen Rückruf abgesichert.

„Sollen wir ihn jetzt losbinden und laufen lassen?“ fragte Lady Carla in die Runde.

Branko schüttelte den Kopf. „Wir binden jetzt seine Füße los und ziehen ihm eine Hose, Strümpfe und seine Schuhe an. Dann rufen wir die Polizei, bitten sie her, erklären den Fall und erstatten Strafanzeige wegen Betrugs und Unterschlagung.“ Branko regte sich diesmal nicht wie ein wilder Bulle auf. „Reinhard hat alle Beweise vorliegen. Die Polizei soll dann entscheiden, wie sie zusammen mit der Staatsanwaltschaft verfährt. Vielleicht hat er ja noch mehr Klienten übers Ohr gehauen. Das wissen wir nicht.“

„Und es ist auch nicht unsere Aufgabe, dies herauszufinden“, ergänzte Franziska. „Es reicht, dass wir unser Geld zurückhaben und nicht pleite gehen. Der Rest ist Sache der Behörden.“

Dreißig Minuten später führte die Polizeistreife den überführten und seelisch vollständig zusammengebrochenen Steuerberater ab und brachte ihn zunächst in Polizeigewahrsam. Er war im vollen Umfang geständig und wurde deshalb bis zu seiner Gerichtsverhandlung auf Kaution entlassen. Branko und Franziska als auch Reinhard mussten aufgrund des voll umfänglichen Geständnisses noch nicht einmal zur Zeugenaussage bei Gericht erscheinen.

Der gemeinsame Erfolg der Aktion wurde noch am selben Abend in aller Diskretion, aber mit riesiger Freude und Erleichterung im Club gefeiert. Reinhard und Cathy, die ohnehin an diesem Abend im Club „Dienst“ hatte, waren nach Mitternacht erst sexuell voll abgekämpft und dann von reichlichem Siegessekt so betrunken, dass Franziska sie in eines der Spielzimmer verfrachtete und die Eingangstür als ‚Privat – kein Zutritt‘ kennzeichnete. Reinhard und Cathy schliefen eng umschlungen bis in den frühen Morgen und wunderten sich dann über ihre nächtliche Bettstatt, bis sie an der Zimmertür eine Notiz von Franziska vorfanden: „Macht Euch an der Bar einen starken Kaffee. Und dann kommt um zehn Uhr rüber zu unserem Haus. Dann gibt es ein volles Frühstück.“

Reinhard Karff kam in der darauffolgenden Woche noch zweimal in den Club. Dann quittierte Cathy ihre Arbeit als Pornodarstellerin und Clubkünstlerin und zog innerhalb von drei Tagen in Reinhards großes Apartment mit ein. Zum Sommersemester nahm sie ihr unterbrochenes Studium an der Ruhr-Universität wieder auf, machte drei Jahre später ihren Master-Abschluss und setzte gleich ihre Promotion obendrauf.

Reinhard Karff hatte nie wieder Standfestigkeitsprobleme mit seiner Männlichkeit. Weder zu Hause mit seiner neuen Lebensgefährtin noch bei den regelmäßigen Besuchen im Club von Branko und Franziska Boszik, besonders an reinen Pärchenabenden.

Nachbemerkung für meine lieben Leser und Followers: ich schreibe zurzeit an der Fortsetzung des Familienromans der Familie von Keith und habe mittlerweile Seite 500 erreicht. Dieser Roman bindet zurzeit den größten Teil meiner kreativen Schreibtätigkeit, sodass der Output an Kurzgeschichten naturgemäß kleiner ist. Ich hoffe, Ihr habt trotzdem viel Spaß beim Lesen.



Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht
und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat.
autor icon JoeMo619 hat 50 Geschichte(n) auf diesen Seiten.
autor icon Profil für JoeMo619, inkl. aller Geschichten
email icon Email: cocosi@gmx.net
Ihre Beurteilung für diese Geschichte:
 
Privates Feedback zum Autor senden:

Ihre Name:
Ihre Email: (optional, aber ohne kann der Autor nicht antworten!)
Ihre PRIVATE Nachricht für JoeMo619:

Abstimmen und/oder Private Nachricht an Autor schicken:


Alle Geschichten in "Romantisch"   |   alle Geschichten von "JoeMo619"  





Kontakt: BestPornStories webmaster Art (art@erogeschichten.com)
Datenschutz - Inhalte melden/entfernen lassen

Eroticstories.com: Erotic Stories in english