Zweite Wahl (fm:Ehebruch, 4834 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ipsy | ||
| Veröffentlicht: Jun 25 2026 | Gesehen / Gelesen: 746 / 687 [92%] | Bewertung Teil: 9.68 (31 Stimmen) |
| Immer häufiger dachte ich an Holger, meinen Noch-Ehemann. Ich fing an, die beiden zu vergleichen. Bei Tom war es nur dieses Ficken. | ||
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Da wurde mir auf einmal bewusst: Tom hat mich betrogen und mich angesteckt.
Als erstes fuhr ich zu meinen Eltern und erzählte ihnen was mit mir los war und ob ich nicht in mein altes Zimmer einziehen könnte. Dann fragte ich nach, ob sie wüssten wo Holger wohnt. Sie wussten es natürlich nicht.
"Könnt ihr euch mal bei Hanna und Peter (meinen Schwiegereltern) erkundigen, wie ich Holger erreichen kann? Niemand kann oder will es mir sagen. Ich war auch schon in seiner Firma, aber die sagen mir auch nichts. Ein paar Mal habe ich auch versucht ihn nach Feierabend an der Firma zu erreichen. Doch es war umsonst.“
Meine Mutter sah mich mit großen Augen an. „Was willst du von Holger?“
„Mama , mir ist klar geworden, dass ich den größten Fehler meines Lebens gemacht habe. Ich möchte ihn zurück. Noch sind wir nicht geschieden.“
„Ach, und du meinst das geht so einfach?“ Sie schüttelte den Kopf.
„Ich will dir mal folgendes sagen. Holger müsste ja verrückt sein, wenn er dich zurücknehmen würde.“
Ich schaute meine. Mutter an und war ganz baff. Eigentlich hatte ich gehofft, dass meine Mutter mich unterstützen würde.
„Schau nicht so entgeistert. Sei doch mal ehrlich. Holger müsste doch immer mit der Angst leben, dass er wieder von Heute auf Morgen verlassen wird, weil du plötzlich einen anderen Mann kennengelernt hast. Mein liebes Kind, kannst du mir einmal verraten, warum du Holger geheiratet hast? Ich dachte immer du liebst ihn?“
„Ich liebe ihn, aber Tom ist anders. Er war meine große Liebe. Auch ist er beim Sex besser als Holger. Und als ich dann Tom durch Zufall getroffen habe, da war plötzlich alles wieder da. Da spürte ich wieder das große Verlangen nach ihm. Ich verlangte nach dem heißen Sex. Und was soll ich dir sagen? Er fickt mich bis zur totalen Erschöpfung. Das war was ich brauchte, nämlich hemmungslosen geilen Sex.
Doch im Laufe der letzten Monate habe ich festgestellt, dass bei Tom nur der Sex zählt. Weißt du, ich habe in den letzten Monaten festgestellt, dass Sex nicht alles ist und. Und was soll ich sagen, diese Erkenntnis traf mich wie ein Hammer. Bei Tom ist es nur der Sex, aber bei Holger kommen noch Liebe und Zärtlichkeit dazu.“
Meine Mutter sah mich mit großen Augen an und schüttelte verständnislos den Kopf.
„Kann es sein, dass, als der liebe Gott Hirn verteilt hat, er dich nicht getroffen hat. Ich habe ja schon viel Blödsinn gehört, aber du übertriffst alles. Wie kann eine einzige Person nur so dumm sein. Nur weil der andere besser ficken kann, schmeißt du deine Ehe weg.“
Holger
So langsam fand ich ins Leben zurück und ging auch wieder aus. Einige Kilometer von hier entfernt gab es einen Tanzschuppen für die etwas ältere Generation. Alle vierzehn Tage war dort Tanz angesagt und nachdem ich einmal mit Gerd und seiner Frau (Ilse) dort gewesen war, fuhr ich regelmäßig allein dorthin. Ab und an fuhren die zwei mit. Auch habe ich die eine oder andere Bekanntschaft gemacht und auch die folgende Nacht genossen.
Und plötzlich - ich war gerade auf der Tanzfläche - sah ich sie. Sie lächelte mich an und es war mir so vertraut. Leider fiel mir ihr Name nicht ein. Weil ich mir den Kopf zerbrach, kam ich zweimal aus dem Rhythmus und trat meiner Tanzpartnerin auf die Füße.
„Entschuldige, aber ich war gerade etwas abgelenkt.“ Sie lachte. „Tja, das kann schon mal passieren, bei all den schönen Frauen die heute hier sind.“
Boah, am liebsten wäre ich vor lauter Peinlichkeit in den Boden versunken. Sie lachte mich weiterhin an. „Also, wenn sie möchten, dann kann ich sie ja mal mit meiner Freundin bekannt machen.“
Ich starrte sie ungläubig an. „Hallo, bitte aufwachen.“
„Das ist ihre Freundin?“ Sie nickte. „Wissen Sie, vor einiger Zeit haben wir uns durch Zufall kennengelernt und uns prächtig unterhalten. Doch dann sind wir jeder seines Weges gegangen ohne unsere Handynummern auszutauschen. Und jetzt sehe ich sie durch Zufall wieder. Nach dem Tanz brachte ich sie an ihren Platz. Da saß sie und lächelte mich an. Ich war ganz hin und weg. Ich drehte mich um und wollte weggehen, als Lilo (eigentlich Lieselotte), meine Tanzpartnerin, mich ansprach. „Hier wäre noch ein Stuhl frei.“
Natürlich verstand ich den Wink mit dem Zaunpfahl und nahm die Einladung gerne an.
Ich sah die lächelnde Frau an und plötzlich fiel mir auf einmal ihr Name ein. Vorsichtig sprach ich ihren Namen (Lydia ?) aus, da ich mir doch noch etwas unsicher war. Sie nickte.
Aber war das denn? War es aus einer Laune heraus oder was hatte sie da geritten? Auf jeden Fall sprang sie wie von einer Tarantel gestochen auf und umarmte mich. Sie gab mir einen flüchtigen Kuss auf den Mund. „Das wollte ich schon beim letzten Mal tun.“ Und bevor ich irgendwie reagieren konnte, zog sie mich auf die Tanzfläche.
Nach ein paar Takten stellten wir sehr schnell fest, dass wir sehr gut zusammen harmonierten. Es war so, als hätten wir schon ewig miteinander getanzt.
Wir hatten viel Spaß und lachten auch sehr viel miteinander. Gegen 02.00 Uhr verließen wir den Tanzschuppen, aber dieses Mal tauschten wir unsere Handynummern aus. Jeder ging zu seinem Auto, doch bevor ich einstieg, tauchte Lydia an der Wagentür auf. Sie umarmte und küsste mich. Da schlang ich meine Arme um sie und küsste sie richtig. Als wir außer Atem den Kuss beendeten, strahlten mich ein paar smaragdgrüne Augen an.
Dann löste sie sich aus meinen Armen, drehte sich wortlos um und verschwand.
Ich schaute ihr verdutzt hinterher. Was war das denn, dachte ich so bei mir. Wollte sie etwas von mir? Doch ich schalt mich einen Narren. Eigentlich war ich kuriert, denn das Verhalten von Sonja steckte noch tief in mir und ich wollte so etwas nicht noch einmal erleben.
Mein Vertrauen in die Damenwelt war mehr als nur erschüttert. Sie lag am Boden.
Gerd und auch Ilse sagten mir immer wieder, dass das Verhalten von Sonja schäbig gewesen sei und nicht jede Frau so wäre.
Na ja, was soll‘s. In erster Linie suchte ich jetzt Frauen zum Ficken und nicht zum Verlieben.
Gerade als ich meine Wohnung betrat, meldete sich mein Handy.
Es war Lydia. „Danke für den schönen Abend.“, schrieb sie. Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt!“
Nun musste ich mich erst einmal setzen. Das musste ich erst einmal verdauen, obwohl ich so was schon geahnt hatte.
Sie gefiel mir schon, aber auf Grund meiner Erfahrung wollte ich mich auf nichts mehr einlassen.
Daher schrieb ich ihr.
Liebe Lydia,
du bist eine tolle Frau und unter normalen Umständen hätte ich nichts gegen eine Beziehung einzuwenden. Aber nach meiner letzten Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht bin ich sehr zurückhaltend.
Gruß Holger.
Kurz darauf klingelte das Handy und Lydia war am anderen Ende der Leitung.
„Hey Torsten, kannst du mir sagen, was das heißt? Was bedeutet das für uns? Ich weiß ja nicht welche schlechten Erfahrungen du gemacht hast? Ich darf dir sagen, ich bin nicht wie die andere.“
Ich musste kräftig schlucken. „Lass uns erst einmal Freunde sein und dann sehen wir weiter.“
„Vielleicht erzählst du mir mal, welche Erfahrung du gemacht hast. Vielleicht kann dir dann helfen, dein Trauma loszuwerden.“
Okay. Damit konnte ich leben. Wir wünschten uns noch eine gute Nacht.
In den nächsten Tagen hatten wir keinen Kontakt miteinander und somit geriet alles ins Hintertreffen.
Es war am Freitag. Ich machte mich gerade fertig, um zu meinem Skatabend zu gehen, als mein Handy mir sagte, dass ich eine Nachricht erhalten habe.
„Hey Holger. Da du dich die ganze Woche nicht gemeldet hast, dachte ich, dass ich mich mal melden sollte. Hast du eigentlich noch Interesse an mir? Hast du am Wochenende schon was vor?“
„Nein, ich habe am Wochenende nichts vor. Gleich treffe ich mich allerdings mit Freunden zum Skat.“
Lydia
Meine Freundin Lilo und ich gingen nach langer Zeit mal wieder tanzen. Es dauerte auch nicht lange und ich befand mich auf der Tanzfläche.
Doch dann sah ich ihn. Holger!
Er tanzte mit meiner Freundin. Auch er hatte mich gesehen und lächelte mir zu. Mein Herz schlug etwas schneller.
Ich musste schmunzeln, als er sich beim Tanzen verhaspelte. Fünf Minuten später saß Holger bei uns am Tisch. Wir unterhielten uns prächtig. Wir lachten viel, er tanzte sehr oft mit mir und es klappte gut. Eigentlich so gut, als hätten wir schon immer zusammen getanzt.
Ab und zu tanzte er auch mit Lilo. Ich war happy, denn er hatte mir schon vor Wochen auf Anhieb gefallen. Doch leider hatten wir vergessen unsere Nummern auszutauschen. Ich nahm mir aber vor, es dieses Mal nicht zu verpassen.
Gegen 02.00 Uhr verließen wir das Tanzlokal und gingen zum Parkplatz.
Bevor wir uns trennten, tauschten wir noch unsere Nummern aus. Ich wollte schon ins Auto einsteigen, als ich eine spontane Idee hatte. Ich lief schnell zu ihm, umarmte ihn und gab ihm einen kurzen Kuss. Doch als ich mich lösen wollte, da presste er mir seine Lippen auf meinen Mund und küsste mich richtig. Boah, mir wurden die Knie weich. Verträumt ging ich anschließend zum Wagen, wo Lilo schon ungeduldig auf mich wartete.
„Na, konntest du dich endlich von ihm lösen? Dich hat es ja richtig erwischt?“
Ich wurde leicht verlegen als ich sagte: „Ich glaube, ich habe mich verliebt.“ Daraufhin fing sie an zu lachen. „Ja, Ja ... ich glaube.“
Ich war noch nicht ganz zu Hause, da schrieb ich ihm und erhielt auch prompt eine Antwort.
Doch was da stand, war nicht das was ich erhofft hatte. Ich hatte echt gedacht, dass sich das, was ich für ihn empfand auf Gegenseitigkeit beruhte. So wie er mich geküsst hatte...
Das wollte ich nun aber genau wissen und rief ihn an.
Er erklärte mir, dass er eine sehr schlechte Erfahrung gemacht hätte und mir deshalb nur die Freundschaft anbieten würde, denn zu mehr sei er zurzeit nicht in der Lage. Schweren Herzens sagte ich erst einmal zu. Denn ich hatte die Hoffnung, dass er sich mir eines Tages öffnen würde.
Die ganze Woche über hatte ich darauf gehofft, dass er sich melden würde. Doch nichts geschah. Seine Enttäuschung mit seiner letzten Begegnung muss schon sehr groß gewesen sein, da von ihm nichts kam.
Doch ich wollte ihn unbedingt wiedersehen, also schrieb ich ihm am Freitag eine Nachricht. Ganz nach dem Motto: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt halt der Berg zum Propheten.
Und siehe da, es hat funktioniert. Wir verabredeten uns Samstagmittag zu einer Radtour. Mein Herz machte vor lauter Freude einen großen Sprung. Da ich das Gefühl hatte, dass er auch etwas für mich empfindet, hoffte ich darauf, dass ich ihn mit der Zeit weichklopfen könnte. Ich musste ihn nur dazu bringen, mir seine Geschichte zu erzählen. Nach einer etwas unruhigen Nacht stand ich am Samstagmorgen gegen 08.00 Uhr auf.
Ich war nervös, denn ich hatte schon lange keine Verabredung mehr mit einem Mann. Dazu muss man wissen, dass ich 30 Jahre alt, ca. 180 cm groß und nicht gerade schlank bin. Ich bin nicht dick, aber doch kräftig gebaut. Habe kurzes, braunes Haar, einen großen Busen und Hände die auch mal zupacken können. Von Beruf bin ich Verkäuferin in einer Metzgerei.
Außer dass ich leidenschaftlich tanze, spiele ich im Spielmannszug Trompete. Und dann spiele ich noch in der Band meines Bruders Saxophon und ebenfalls auch mal Trompete. Zu meinem Leidwesen sehen mich die meisten Männer nur als guten Kumpel.
Früher war ich schon ein Mädchen, welches des Öfteren mit den Männern ins Bett sprang. Außer Anal machte ich fast alles. Fesselspiele, Tittenfick und am liebsten wollte ich von hinten gefickt werden. Egal wo in der Wohnung. Auch schaue ich mir schon mal einen Porno an, aber am liebsten zu zweit.
Dann lernte ich Georg kennen und lieben. Wir waren zwei Jahre ein Paar und sprachen schon von Heirat.
Georg wohnte seit fast einem Jahr bei mir in der Wohnung, weil diese größer als seine war.
Dann fuhren wir zum ersten Mal gemeinsam nach Griechenland in den Urlaub.
Doch irgendwie stand dieser Urlaub unter keinem guten Stern. Wir stritten uns sehr viel und das meistens wegen Nichtigkeiten. Nach zehn Tagen brachen wir unseren Urlaub ab und trennten uns anschließend.
Das Ganze ist jetzt schon drei Jahre her und seitdem hatte ich keine feste Beziehung mehr.
Bis heute weiß ich nicht, warum unsere Beziehung scheiterte. Mein Bruder Ralf (27 J.) meinte mal, dass Georg kalte Füße bekommen und deshalb ständig Streit gesucht hätte, um halt aus der Beziehung aussteigen zu können.
Tja, und jetzt habe ich mich verliebt? Bis hinter beide Ohren und der Typ will nur eine Freundschaft mit mir!?!?
Doch Holger hatte noch etwas hinzugefügt ...dann sehen wir weiter.
Das ließ mich wiederum hoffen.
Holger
Am Samstagmittag gegen 13.00 Uhr trafen wir uns mit dem Rad an der Eisdiele. Als ich ankam, stand sie schon da. Wir begrüßten uns mit einer Umarmung und fuhren dann los. Da ich keinen Plan hatte, überließ ich ihr die Führung. Nachdem wir so eineinhalb Stunden geradelt waren, machten wir eine Pause an einer Wanderhütte.
Lydia hatte einen Picknickkorb dabei und wir ließen es uns gutgehen.
Dann fing sie an zu erzählen. Über ihr Leben, ihre Männer und ihre Erfahrung mit den Männern.
Dann sah sie mich an und an ihrem Blick konnte ich erkennen, dass sie jetzt meine Geschichte hören wollte.
Nachdem ich geendet hatte, konnte ich ein paar Tränen in ihren Augen sehen.
Dann beugte sie sich zu mir herüber und küsste mich auf den Mund.
Als ich ihre Lippen spürte, zog ich sie an mich und erwiderte ihren Kuss. Es wurde ein heftiger leidenschaftlicher Kuss. Ich hatte das Gefühl, als wenn er eine Ewigkeit dauern würde. Nachdem wir uns etwas außer Atem voneinander lösten, sah ich in ihr Gesicht. Ihre Augen funkelten und sie strahlte übers ganze Gesicht. „Wow, davon möchte ich in Zukunft mehr haben.“, hauchte sie mir ins Gesicht. Der Kuss, ihre funkelnden Augen, das strahlende Gesicht und ihre Stimme berührten meine Seele. Es war mir, als löste sie etwas in mir aus. Auf einmal fühlte ich mich wie befreit.
Als wenn mich ein Blitz getroffen hätte, erkannte ich, dass gerade etwas passierte womit ich nie gerechnet hätte.
Mein Herz schlug schneller und lauter. Meine Haut kribbelte wenn ich sie ansah. Ich habe mich in sie verliebt und es fühlte sich gut an.
Mit dieser Erkenntnis schlang ich meine Arme um sie und zog sie zu mir. Dann küsste ich sie leidenschaftlich, um ihr anschließend zu sagen: „Ich habe mich in dich verliebt.“, flüsterte ich ihr zu.
Sie sah mich mit einem glücklichem Lächeln an.
Sonja
Mir kamen die Tränen, als meine Mutter mich so niedermachte. Sie hatte ja Recht. Ich blöde Kuh musste meine Ehe und meine Liebe zu Holger wegen des besseren Sex mit Tom wegwerfen. Leider erkannte ich meinen Fehler zu spät.
Und jetzt? Jetzt war ich allein. Wie gerne hätte ich meinen Holger zurück.
Da wir noch nicht geschieden waren, bestand meine Hoffnung darin, dass ich die Scheidung noch abwenden konnte. Doch dafür müsste ich wissen, wo er zurzeit wohnt.
Er arbeitete immer noch bei Gerd in der Firma, aber soviel ich wusste nicht mehr im Betrieb sondern im Außendienst und da war er für mich nicht auffindbar. Ich hatte schon alles mögliche versucht, aber ohne Erfolg.
Sogar bei seinem Anwalt bin ich gewesen, aber der durfte mir nichts sagen.
Ich war total verzweifelt.
Es war an einem Freitagabend. Ich hatte es mir gerade in meiner kleinen, bescheidenen 1½ Zimmerwohnung gemütlich gemacht, als es an der Türe klingelte.
Da ich mich total zurückgezogen hatte, hatte ich keine Ahnung, wer das sein könnte.
Tom stand vor der Tür. „Was willst du hier?“, fragte ich ihn etwas aggressiver als ich wollte. „Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Auch wollte ich dir ein Geständnis machen. Lass mich bitte eintreten, denn ich möchte dir alles erklären.“
Er sah sehr verzweifelt aus und daher gab ich die Tür frei.
Kurz darauf saßen wir an meinem kleinen Küchentisch bei einer Tasse Kaffee und er fing an zu erzählen.
„Es tut mir leid, was ich dir angetan habe. Als ich beim Arzt in Behandlung war, hatte ich ein längeres Gespräch mit ihm über mein Sexualverhalten. Er hat mir klipp und klar gesagt, dass ich krank bin.
Ich leide unter Sexsucht und habe deshalb immer das Verlangen nach Sex. Weißt du, es ging mir immer nur ums ficken. So lange du zur Verfügung warst, hatte ich keine Probleme. Doch als du ein paar Tage krank warst, konntest du mein Verlangen nicht stillen. Und da habe ich dich betrogen und mich angesteckt. Es tut mir leid. Ich hatte es nie als Sexsucht gesehen sondern fand es einfach nur geil immer ficken zu können. Leider habe ich nie gesehen, dass es nur ficken war. Ohne Herz und ohne Gefühl.“
Dann sah er mich an.
„Weißt du, wenn dein verdammtes Ficken nicht gewesen wäre, dann hätte ich noch meinen Mann und wäre immer noch verheiratet.
Ich kann dir nicht die Schuld geben, denn ich bin selber Schuld an dem Dilemma. Ich fand es geil als ich bemerkte, dass die Frauen auf mich abfuhren. Sie schrien vor Geilheit und ich fühlte mich wie der King.“
„Leider habe ich deinen geilen Sex mit Liebe zu dir verwechselt. Das war mein größter Fehler und das hat mich meine Ehe gekostet. Weißt du, Holger ist kein schlechter Liebhaber, doch du warst der bessere im Bett und das wollte ich wieder erleben. Ich habe zu spät erkannt, dass es bei Dir nur ums Ficken ging. Bei Holger war es viel mehr!“
Tom griff nach meiner Hand, doch ich entzog sie ihm.
„Nein, Tom. Das möchte ich nicht mehr. Durch dich habe ich alles verloren.
Tom stand auf und kam auf mich zu. Er packte meinen Arm. „Komm, stell dich nicht so an. Ich will dich ficken und du willst es auch. Du stehst doch darauf von mir gefickt zu werden.“
Er zog mich zu sich und griff an den Ausschnitt der Bluse. Mit einem Ruck riss er mir sie auf. Einige Knöpfe flogen zur Seite und meine Brüste sprangen hervor. Ich hatte keinen BH an. „Lass das!“, schrie ich ihn an.
„Stell dich nicht so an. Du willst es doch auch.“
„Nein!“, schrie ich ihn an. Dann stieß ich ihm mein Knie in seinen Unterleib. Schlagartig ließ er mich los und krümmte sich vor Schmerzen. Dann trat ich noch einmal zu und er fiel vor Schmerzen schreiend zu Boden.
Diese einmalige Chance nutzte ich. So wie ich war, verließ ich fluchtartig meine Wohnung und klingelte bei meinen beiden Nachbarn Sturm.
Nach einer gefühlten Ewigkeit öffneten sich beide Türen fast gleichzeitig. Hans der eine Nachbar und Else die Nachbarin sahen mich mit großen Augen an.
„Er ... er ... wollte mich vergewaltigen.“, stammelte ich. Else schaltete am schnellsten und rief nach Erich ihrem Mann.
Dann kam auch schon Tom aus meiner Wohnung herausgehumpelt.
Ich schrie und zeigte auf ihn. Erich und Hans stürzten sich sofort auf ihn und hielten ihn fest. Tom wehrte sich, doch dann schlug ihm Erich mit der Faust in den Magen. Bevor er noch einmal zuschlagen konnte, hielt Else ihn zurück. Man muss wissen, dass Erich ein Riese von Mensch ist. Locker 195 cm groß und bestimmt über 100 Kg schwer. Er hat ein paar Hände so groß wie Schaufelbagger. Else meinte einmal zu mir. Da wo er hinschlägt, wächst kein Gras mehr. Aber wenn es darauf ankommt, dann können sie wahnsinnig sanft und zärtlich sein. Dabei hatte sie mir zugezwinkert und verträumt gelächelt.
Durch den Tumult kamen auch einige Nachbarn vom Erdgeschoss nach oben und hielten Tom nun ebenfalls fest. Rita, die Frau von Hans, hatte in der Zwischenzeit die Polizei gerufen. Als ich in meine Wohnung wollte, um mir meine zerrissene Bluse auszuziehen und etwas anderes anziehen wollte, sagte Else energisch. „Lass es!“, und zog mich in ihre Wohnung, denn ich hatte vor lauter Aufregung vergessen, dass meine Brüste für jeden sichtbar waren. Else gab mir eine Strickjacke, die ich mir überzog. Dann kam die Polizei und eine Polizistin befragte mich zu den Vorkommnissen. Jetzt erst löste sich meine innere Anspannung und mir liefen die Tränen übers Gesicht. Mit einen großen Schluchzen fing ich an wie ein Schlosshund zu heulen und konnte mich kaum beruhigen.
Ich erzählte ihr alles und sie nahm es in ihr Protokoll auf.
Nachdem ich geendet hatte und wieder das große Heulen bekam, nahm sie mich tröstend in den Arm. „Sie müssten aber morgen noch zur Wache kommen und Protokoll sowie Anzeige unterschreiben.“ Ich nickte. Und dann saß ich allein in meinem Zimmer. Wie in einem Film lief das Geschehen wieder vor mir ab.
Ich war ganz in Gedanken versunken, als mich die Wohnungsklingel aufschrecken ließ. Langsam näherte ich mich der Wohnungstür und öffnete ganz vorsichtig die Tür. Zu meiner Erleichterung stand Else davor.
„Mensch Sonja, wie geht es dir?“ Ich bat sie herein und bei einer Tasse Kaffee erzählte ich ihr, was passiert ist. Ich war immer noch aufgewühlt und merke, dass ich es einfach los werden muss damit der innere Druck nachlässt.
Holger
Es hatte einige Zeit gedauert, bis ich mich komplett auf sie einlassen konnte.
Zu tief saß die Geschichte mit Sonja. Ich war noch nicht bereit für mehr, trotzdem ich das Gefühl hatte, dass ich in sie verliebt war. Und auch wenn Lydia sagte, dass sie mich lieben würde. Ich sagte ihr auch, welche Ängste ich hätte. „Ich gebe Dir die Zeit die du brauchst, um darüber hinwegzukommen.“
Dann sagte sie, dass sie auch Ängste hätte mir ganz zu vertrauen, denn sie habe ja auch eine sehr schlechte Erfahrung gemacht.
In den folgenden Wochen merkte ich, dass Sonja in meinem Kopf immer weniger wurde.
Dann kam der Abend der alles andere vergessen ließ.
Lydia und ich gingen an einem Freitagabend ins Kino. Eigentlich weiß ich gar nicht mehr genau was im Film ablief. Wir knutschten wie die Teenager und unsere Hände erforschten den Körper des anderen soweit es möglich war.
Mitten im Film flüsterte sie mir ins Ohr. „Lass uns zu mir gehen. Ich bin heiß auf dich und will dich endlich in mir spüren.“
Daraufhin nahm ich ihre Hand; wir verschwanden schnellstens aus dem Kino und fuhren zu ihrer Wohnung. Dort angekommen konnten wir nicht mehr an uns halten. Wir rissen uns fast die Klamotten vom Körper und dann lagen wir nackt im Bett.
Als ich anfing ihre Brüste zu streicheln und zu küssen, hörte ich sie unter Stöhnen sagen: „Fick mich, sofort. Ich will es jetzt.“
Ohne zu zögern, legte ich mich zwischen ihre Beine und führte meinen Penis in sie ein. Eigentlich wollte ich sie langsam ficken, doch sie wollte es schneller und etwas härter. Es dauerte nicht lange und wir erlebten beide einen wahnsinnigen Orgasmus. Schwer atmend lagen wir nebeneinander und es dauerte ein wenig bis wir anfingen uns zu streicheln.
In dieser Nacht liebten wir uns noch zweimal.
Als ich am Morgen wach wurde, stellte ich fest, dass ich alleine im Bett lag. Kaffeeduft erreichte meine Nase. Dann ging die Tür auf und Lydia betrat mit einem verführerischem Lächeln das Schlafzimmer. Mit erstaunten Augen sah ich auf die Person im Türrahmen.
Lydia war nur mit einem Negligee bekleidet, welches mehr zeigte als verhüllte.
Das war eine eindeutige Einladung zum Sex und das wollte und konnte ich nicht ausschlagen.
Wir tummelten uns noch über eine Stunde im Bett, aber dann hieß es aufstehen, frühstücken und anschließend eine Radtour durch den Wald.
Nach ein paar Wochen bot Lydia mir an, dass ich doch bei ihr einziehen könnte. Doch das lehnte ich abm weil ich noch verheiratet war. Sie war im ersten Moment etwas verstimmt darüber, aber akzeptierte es im Nachhinein.
Vier Monate später
Holger
Heute ist der Tag. Heute werde ich nach einem Jahr meine Noch-Ehefrau wiedersehen.
Lydia hat mich begleitet, wollte aber nicht mit ins Gerichtsgebäude, denn sie wollte Sonja nicht begegnen. Sie hatte Angst davor, sich eventuell einen dummen Spruch anhören zu müssen und das wollte sie sich nicht reinziehen. Vor dem Gerichtsgebäude gab sie mir einen Kuss. „Ich bin dort drüben im Café und warte dort auf dich.“ Recht entspannt betrat ich das Gerichtsgebäude und in der ersten Etage sah ich schon meinen Rechtsanwalt stehen Wir standen dort etwa zehn Minuten, als meine Frau mit ihrer Anwältin auf dem Flur erschien. Dann sah ich, dass Sonja auf mich zu kam.
Sonja
Zum ersten Mal nach fast einem Jahr sehe ich Holger wieder. Er kommt mir mit seinem Scheidungsanwalt auf dem Gerichtsflur entgegen. Mein Herz klopft lauter und ich habe schon die Befürchtung, es könnte jeder hören. Langsam gehe ich auf ihn zu, um ein Gespräch mit ihm zuführen.
„Holger, können wir reden?“
„Natürlich. Aber worüber?“
„Weißt Du, ich habe einen großen Fehler gemacht. Ich habe zu spät erkannt, dass ich nur dich liebe. Es tut mir unheimlich leid was ich dir angetan habe und bitte dich, die Scheidung fallen zu lassen?“
Er sah mich ungläubig an. „Das ist doch nicht dein Ernst? Du hast mich von jetzt auf gleich für einen besseren Ficker verlassen und da war dir unsere Liebe egal. Und weißt du was mindestens genauso schlimm war? Das, was du auf der Party gesagt hast!“
Mir stockte der Atem und da wußte ich, dass ich keine neue Chance erhalten würde.
Leicht geknickt drehte ich mich um und ging zu meiner Rechtsanwältin. Zehn Minuten später wurden wir aufgerufen den Gerichtssaal zu betreten.
Die ganze Scheidung dauerte fünfzehn Minuten, dann verließ ich deprimiert den Gerichtssaal.
Holger ging schnellen Schrittes an mir vorbei. Als ich das Gebäude verließ, sah ich ihn in das gegenüberliegende Café zu gehen. Als ich vorbeiging, sah ich durch das Fenster ihn und eine Frau gemeinsam am Tisch sitzen. Es gab mir einen Stich als ich sah, dass sie sich an den Händen hielten.
Holger
Lachend betrat ich das Café und umarmte Lydia. Sieben Tage später zog ich zu ihr in ihre Wohnung. Wir waren glücklich.
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