Die Trennung (fm:Sonstige, 1619 Wörter) | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jun 28 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen) |
| Wieder eine Geschichte vom Grauen Panther von mir umgeschrieben ... | ||
Ersties, authentischer amateur Sex
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Hier ist die erweiterte Version vom "Grauen Panther":
Die Trennung
Zwanzig Jahre. Wenn man so lange Tisch und Bett miteinander teilt, glaubt man irgendwann, den Rhythmus des anderen in- und auswendig zu kennen. Unsere Ehe war kein wilder, ungestümer Sturm, aber sie war ein verdammt sicherer Hafen. Wir hatten unsere Hobbys – die langen Wanderungen im Sommer, das gemeinsame Kochen am Wochenende, bei dem wir uns manchmal leidenschaftlich darüber stritten, ob nun Knoblauch in die Sauce gehört oder nicht. Ja, wir stritten uns. Über Nichtigkeiten, über die Unordnung im Flur oder darüber, wer den Müll herunterbringt. Aber es war ein gesundes Reiben, das am Ende meistens in einem versöhnlichen Lachen mündete.
Und unser Intimleben? Es war nicht mehr das explosive Feuerwerk der ersten Monate, aber es war verlässlich, vertraut und zutiefst zufriedenstellend. Wir kannten die Landkarte der Körper des anderen. Wir wussten genau, welche Berührung die richtige war. Bis Monika in ihrer Firma in eine leitende Position aufstieg. Plötzlich zog der Stress wie giftiger Nebel in unseren Alltag ein. Sie war müde, oft abgelenkt, das Smartphone wurde zu einem ständigen Dritten in unserem Bett. Unser Sex ließ nach, wurde seltener, flacher. Ich spürte, wie sie sich entfernte, doch ich schob es auf die Karriere.
Was ich nicht sah: In diesem Vakuum aus Stress und Routine gab es jemanden, der genau die Lücken füllte, die bei uns entstanden waren. Ein Kollege aus ihrer neuen Führungsebene. Er schenkte ihr die Aufmerksamkeit, die im Ehealltag untergegangen war. Er gab ihr das Gefühl, nicht nur eine funktionierende Rädchen-Managerin zu sein, sondern eine faszinierende, begehrenswerte und ganz besondere Frau.
Monika stand an einem Scheideweg. Sie spürte, dass sie dieses neue Gefühl nicht mehr missen wollte. Für sie gab es nur zwei Wege: Entweder betrügt sie mich heimlich, oder sie zieht einen klaren, ehrlichen Schnitt. Sie entschied sich für die Wahrheit.
„Ich will mich scheiden lassen“, sagte sie an einem ganz normalen Dienstagabend, als wäre es eine Notiz auf einem Einkaufszettel.
Ich war entsetzt. Mein Herz setzte einen Schlag aus.
„Du willst dich nach zwanzig Jahren scheiden lassen? Warum?“
„Das hat mehrere Gründe“, sagte sie kühl, doch ihre Hände zitterten leicht.
„Nenn mir verdammt noch mal einen einzigen greifbaren Grund!“, forderte ich.
„Tja“, sagte sie und wich meinem Blick aus, „unser Sex ist unterirdisch.“
„Moment mal“, erwiderte ich, und die Wut stieg in mir hoch, „dazu gehören immer noch zwei. Du warst es doch, die nur noch für die Arbeit gelebt hat!“
„Dann der Altersunterschied“, schoss sie nach. „Fünfzehn Jahre. Manfred, man merkt es einfach inzwischen.“
Ich sah sie an. Monika war fünfundvierzig. Eine gut erhaltene, schlanke, ein Meter siebzig große Frau mit schulterlangen, schwarzen Haaren und einer tiefen, sexy Ausstrahlung. Kein Kind hatte je ihre makellose Figur verändert. Sie stand im Zenit ihrer Attraktivität.
Und ich? Ich war sechzig. Pensionist. Etwas mollig – ein kleiner Wohlstandsbauch, den ich liebevoll meinen „Backhendlfriedhof“ nannte. Seit ich vor fünfunddreißig Jahren das Rauchen aufgegeben hatte, schmeckte mir das Essen einfach doppelt so gut. Der Kontrast zwischen uns war nicht wegzudiskutieren.
„Hast du einen Liebhaber?“, fragte ich geradeheraus.
Ein flüchtiges, bittersüßes Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Nein. Noch nicht. Aber in Sichtweite.“
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