Das Praktikum Teil 1 (fm:Partnertausch, 6268 Wörter) | ||
| Autor: Seewolf | ||
| Veröffentlicht: Jul 05 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen) |
| Lisbeth und Leon von der Alm haben die Schule abgeschlossen und wollen sich in der Berufswelt umsehen. Könnten unsere Freunde Lis und Fiete könnten ihre Ausbilder werden? | ||
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>>> Das Praktikum Teil 1 <<<
>> Vorwort: Leni und ihre „Geschwister“ sind nicht miteinander verwandt, da sie alle Waisenkinder sind und lediglich in einer Familie zusammen leben! <<
Ein freudiges Tuscheln ging durch unsere Gruppe, zu der wir auch Lissy’s und Nino’s Eltern zählten. „Sepp kommt!“ strahlten die Frauen, „Und Leni kommt auch!“ begeisterten wir uns Männer. Dann lächelten alle, die sie kannten.
Ich habe euch lange nichts mehr über unsere Freunde von der Alm erzählt, aber der Kontakt zu ihnen war natürlich weiterhin sehr intensiv, wenn auch nur telefonisch. So erfuhren wir, dass Lucas endlich eine Freundin gefunden hatte, und mit ihr auf dem Hof lebte. Sie habe sich aber noch nicht recht an die Familie gewöhnt. „Sie sieht ihn immer böse an, wenn er mir mal an den Hintern faßt, und dass ich mit ihm duschen gehe, versteht sie gar nicht!“ beklagte sich Leni. „Da muss sie noch viel lernen.“ Aber Lucas sei glücklich, und wenn es zwischen den beiden klappt, hätte er ein gemachtes Nest, in das er sich legen könnte, denn sie sei Erbin eines großen Hofes am anderen Ende des Dorfes. Ute, die einmal heftig in Lucas verliebt war, war über diese Nachricht nur kurz traurig, dann tröstete sie sich schnell wieder in Jo’s Armen.
„Aber unser Knecht und die Magd, über die Ute sicher berichtet hat, sind jedenfalls vernünftig!“ grinste Leni am Telefon. „Mit denen haben wir viel Spaß! Die solltet ihr auch mal kennenlernen!“ Das konnte ich mir nach Ute’s früheren Schilderungen ihres zweiten Urlaubs auf der Alm gut vorstellen. Das Gespräch ging noch länger weiter, und nachdem wir den neuesten Klatsch und Tratsch der Alm kannten, rückte Leni mit dem eigentlichen Anlass ihres Anrufes raus.
Lisbeth und Leon, ihre jüngeren Geschwister, hatten die Schule mit Abitur abgeschlossen und überlegten, wie es weitergehen sollte. Beide waren handwerklich interessiert, und ein Studium war nicht die einzige Option. Sie hatten sich schon mal bei ihren älteren Geschwistern, die auch Waisenkinder waren, wie sie, und bei Maria aufgewachsen waren, ein wenig umgesehen. Sie hatten alle interessante Berufe und die meisten waren selbständig. Lisbeth hatte Freude an kleinteiligen Fummel-Arbeiten, während Leon eher für’s Gröbere war. Aber mit Holz arbeiten mochten sie beide.
„Daher dachte ich an eure Freunde Fiete und Lis.“ erzählte Leni. „Er ist doch Tischler, und sie Restauratorin. Vielleicht könnten die beiden mal ein Praktikum bei denen machen?“ „Das wäre dann aber weit weg von der Heimat!“ warf Mary ein. „Das schadet ihnen nicht!“ lachte Leni. „Das wäre im Studium ja auch nicht anders und bei euch im Norden hat es ihnen trotz der Nähe zum Polarkreis und all der Eisbären damals gut gefallen, als wir euch besuchten. Außerdem seid ihr ja da, und euch würden die beiden gerne einmal wiedersehen.“
Das beruhte absolut auf Gegenseitigkeit, und daher versprachen wir, unsere alten Freunde Lis und Fiete zu fragen, ob sie Praktikanten aufnehmen würden. Anne und Hans, auch alte Freunde aus unserer Swingergruppe, informierten wir auch, und die sagten zu, sie könnten Lisbeth und Leon in ihrer Ferienwohnung unterbringen, wenn es klappen würde.
„Ja, gerne!“ meinte Fiete, und Lis freute sich auch. „Nachwuchs ist in unserem Beruf selten, und wenn sich jemand dafür interessiert, wollen wir das gerne fördern! Sie können jederzeit kommen und sich den Betrieb unverbindlich ansehen. Wenn’s Ihnen gefällt, sehen wir weiter.“ Darüber informierten wir Leni und hörten schon die Begeisterung im Hintergrund. „Danke für eure Mühe!“ rief Leon aus dem Hintergrund ins Telefon und Lisbeth bedankte sich auch. Wir machten dann noch einen kurzfristigen Besuchstermin aus, bei dem sie sich den Betrieb ansehen wollten und dann den Rest besprechen würden.
Schon zwei Wochen später standen Leni, Sepp, Lisbeth und Leon an einem Nachmittag vor unserer Tür, und das Hallo war groß. Lissy und Nino, unsere Freunde und Nachbarn, waren natürlich auch zur Begrüßung gekommen, und sogar Nino’s und Lissys’ Eltern waren da, um den Besuch zu begrüßen. Wir alle kannten uns ja vom Weihnachtsurlaub auf der Alm. Ute und Jo erwarteten wir nach Feierabend.
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