Phantasie….. (fm:Verführung, 1319 Wörter) | ||
| Autor: EroQueen | ||
| Veröffentlicht: Jul 16 2026 | Gesehen / Gelesen: 448 / 314 [70%] | Bewertung Geschichte: 9.50 (6 Stimmen) |
| Manchmal passieren im alltäglichen Leben Dinge, die wir uns vorstellen…. Genau das, ist meiner Prota passiert, aber lest selbst. | ||
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Phantasie
Ich saß im Zug auf dem Weg zur Arbeit. Bisher war der Morgen eher trübe und stressig. Zuerst hatte ich verschlafen und als ich los wollte, schüttete ich mir den Kaffee über meine Bluse, die dann gewechselt werden musste, was natürlich wertvolle Zeit in Anspruch nahm. Heute sollte die neue Kollegin ihren ersten Arbeitstag bei uns haben und ich hatte das große Los gezogen und durfte sie anlernen. Ein sarkastisches „Juhu“ entfuhr mir, als ich schlussendlich das Treppenhaus hinunterrannte und meine Morgenroutine mehr schlecht als recht hinter mich gebracht hatte. „Das kann ja nur ein phantastischer Tag werden“, fügte ich in Gedanken hinzu. Da die Zeit schon knapp genug war, entschied ich mich dazu, die Strecke zur Bahn zu rennen. Diese Entscheidung wurde mit einem Stehplatz quittiert, den ich nur knapp ergattern konnte, da ich mich durch die Tür quetschte, die dabei war, sich zu schließen. Das Abteil war voll, sehr voll. Kein Wunder um diese Uhrzeit, schließlich hatten einige Leute vor, pünktlich bei ihrem nine-to-five-Job zu erscheinen.
Ich ließ meinen Blick entnervt durch den Zug streifen, als mir unerwartet zwei wunderschöne Augen auffielen, die ebenso zermürbt durch die Gegend schauten. Sie schienen etwas zu fixieren, nur konnte ich durch meine Position nicht erkennen, um was es sich handelte. Um die Augen herum zeichnete sich ein Gesicht ab, was nicht mit offensichtlicher Schönheit punkten konnte, dafür mit Tiefe und einer Art Erhabenheit, die mir einen leichten Schauder bescherte. „Was war denn das?“, dachte ich und spürte ein leichtes und gleichsam wohliges Ziehen im Unterleib. „Mein Gott, bin ich schon so untervögelt, dass ich mitten in einer überfüllten Bahn durch die bloße Existenz eines interessanten Mannes so erregt werde?“ schalt ich mich selbst, für diesen albernen Gedanken.
Doch strafte mich meine nasses Höschen Lügen. „Verdammt“, schoss es mir durch den Kopf, als ich bemerkte, dass mich diese tiefen, beinahe schwarzen Augen anstarrten. Ich wollte erbost zurückstarren, als ich bemerkte, dass ich diejenige war, die den Fremden minutenlang beäugt hatte. Offensichtlich ziemlich auffällig. Mir schoss Blut in die Wangen und ich drehte mich ertappt von seinem Blick weg. Mein Herz pochte und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich auf mich selbst wütend war, oder mich diese Begegnung nun doch mehr erregte, als ich hätte zugeben wollen.
Mir fiel auf, dass ich mich wohl sehr auf diese stark einnehmenden Augen fokussiert hatte, und sein Gesicht nicht recht in Gänze vor meinem inneren Auge auftauchen wollte. Doch ward die Neugierde geweckt. Ich fühlte seinen Blick weiterhin auf mir ruhen, was die Hitze in mir ansteigen ließ. Ob ihm dieses Spielchen auch gefiel? Hatte er überhaupt etwas gemerkt? Oder fand dieses erotische nonverbale Geplänkel ausschließlich in meinem Kopf statt? Die innere Hitze steigerte sich, und mir gefiel der Gedanke, wie sein Blick auf meinem Po haften blieb, während er sich vorstellte, wie er sich in meine Nähe schlich und im Vorbeigehen mit seiner Hand meinen Hintern berührte. Nur ganz leicht, so zart, dass man es kaum als Berührung bezeichnen würde, doch genug, um mich innerlich ganz schön auf Touren zu bringen.
Ich stand nach wie vor dicht gedrängt zwischen fremden Personen und riskierte schlussendlich einen Blick über meine Schulter, die Neugierde („oder die Geilheit…“) war größer, als die Vorsicht beim Starren ertappt zu werden. Tatsächlich ruhten seine Augen weiterhin auf mir, was mir einen erneuten Blitz in meinem inzwischen mehr als feuchten Höschen schenkte. „Was hat dieser Kerl nur an sich, dass ich dermaßen außer mir bin?“, fragte ich mich selbst, doch wollte ich weniger diese Frage beantworten, als meine Phantasie weiterhin genießen. „Verdammt, nur noch drei Haltestellen,“ schoss es mir durch den Kopf.
Die Bahn kam an einer weiteren Haltestelle zum Stehen, endlich würden mehr Passagiere aus- als einsteigen und es würde mehr Platz geben. Als sich die Tür hinter mir öffnete, wurde ich unvermittelt am Handgelenk gepackt und nach draußen gezogen. Unter jedem anderen Umstand, hätte ich sofort geschrien und mich losgerissen, doch als ich bemerkte, wer mich aus der Bahn zog, ließ ich sofort jegliche Rationalität und Logik hinter mir.
Es zählten nur noch der Fremde und ich.
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