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Mareike 2/3 (fm:Lesbisch, 3034 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 18 2026 Gesehen / Gelesen: 85 / 69 [81%] Bewertung Teil: 9.50 (2 Stimmen)
Mareike wacht im Dünen-Ferienhaus auf, findet einen Umschlag mit Claires Einladung zum Strand. Als sie sich am kalten, salzigen Wasser treffen, teilt Claire ihre Ängste vor unerfüllten Erwartungen – bis die Anspannung zwischen ihnen bricht, sie sich am


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Licht fällt durch den schmalen Spalt zwischen den Vorhängen und zeichnet eine helle Linie über mein Kissen. Ich blinzle, drehe mich auf den Rücken, und für einen Moment weiß ich nicht, wo ich bin. Dann kommt alles zurück – der Geruch von salziger Luft, das leise Knarren der Holzverkleidung, die Stille, die so tief ist, dass ich mein eigenes Herzschlag hören kann. Das Ferienhaus. Die Dünen. Claire.

Ich strecke mich aus, und die Bettdecke rutscht von meiner Haut. Die Luft im Zimmer ist kühl, und meine Haut schlägt Gänsehaut, als ich mich aufrichte. Mein Blick fällt auf den kleinen Spiegel an der Wand gegenüber dem Bett. Mein Haar steht auf der rechten Seite ab, ein Chaos von blonden Stoppeln, und die Sommersprossen auf meiner Nase scheinen heller im Morgenlicht. Ich streiche mir über den Bauch, und meine Fingerspitzen streifen das Christina-Piercing – ein kurzes Klicken des Metalls auf meinem Fingernagel.

Claire. Ihr Gesicht im Kerzenschein. Die Art, wie ihre Finger auf meiner Hand lagen, nur für einen Moment, bevor sie sich zurückzog. Ich schließe die Augen und sehe es wieder. Die Wärme ihrer Haut. Den Geruch von Knoblauch und Thymian, der noch in ihrem Haar gehangen haben muss. Den Blick, den sie mir zuwarf, als sie sagte, ich solle schlafen – als wäre das eine Anweisung und eine Bitte zugleich.

Ich stehe auf, schlüpfe in meine Shorts und ein hellblaues Top, und gehe barfuß über die kühlen Dielen zur Tür. Der Fußboden ist rau unter meinen Fußsohlen, und ich spüre jede Fuge, jeden Ritzen. Als ich die Tür öffne, fällt ein zugeklapptes Stück Papier zu Boden. Es ist ein kleiner Umschlag, cremefarben, ohne Aufschrift. Er muss unter der Tür durchgeschoben worden sein, während ich geschlafen habe.

Ich hebe ihn auf und breche das Siegel. Claires Handschrift ist schmal und nach rechts geneigt, mit einer leichten Neigung nach oben, als würde jeder Buchstabe versuchen, sich vom Papier zu lösen. „Guten Morgen", steht da. „Ich gehe um neun zum Strand, wenn du möchtest. Komm einfach. – C." Ich drehe das Papier um. Auf der Rückseite steht nichts. Ich lese die Zeile noch einmal, und meine Finger zittern minimal.

Ich schaue auf die Uhr in der Küche. Halb neun. Eine halbe Stunde. Ich trinke ein Glas Wasser, stelle mich ans Waschbecken, wasche mir das Gesicht, und versuche, mein Haar einigermaßen in Form zu bringen. Die kurzen blonden Strähnen weigern sich, sich zu bändigen, und ich gebe es auf. Ich schlüpfe in meine Sandalen, schnappe mir einen leichten Baumwollrock – weiß, knielang – und ziehe das Top glatt. Dann gehe ich hinaus.

Die Morgenluft ist kühl und schmeckt nach Salz. Der Weg zwischen den Häusern ist noch feucht vom Tau, und die Grashalme am Rand des Weges glänzen. Claires Haus liegt auf der anderen Seite der niedrigen Hecke. Ich sehe die Terrasse, die hölzerne Liege, die leere Kaffeetasse auf dem Tisch. Dann höre ich Schritte auf dem Kies, und Claire kommt um die Hausecke.

Sie trägt den dunkelgrünen Frottee-Bademantel über einem dunkelblauen Badeanzug, und ihre Haare sind zu einem losen Zopf gebunden, der über ihre Schulter fällt. Sie ist barfuß, und ihre Füße sind schmal und braun, mit scharf gezeichneten Sehnen am Spann. Sie sieht mich, und ein Lächeln zieht an ihrem Mundwinkel – nicht breit, nicht laut, nur ein kurzes Heben, als würde sie etwas bestätigen.

„Du bist wach", sagt sie. Ihr Akzent liegt auf dem „a", weich und rund.

„Deine Nachricht hat mich geweckt", sage ich, und es ist nicht ganz die Wahrheit, aber auch nicht ganz gelogen.

Sie nickt. „Komm." Keine Frage. Eine Einladung, die sich wie eine Anweisung anhört. Ich folge ihr über den schmalen Pfad, der zwischen den Dünen zum Strand führt. Das Gras an den Rändern ist trocken und raschelt im Wind. Claire geht voraus, und ich beobachte, wie der Bademantel bei jedem Schritt gegen ihre Waden schlägt. Ihre Hüften wiegen sich in einem gleichmäßigen Rhythmus, und ich bemerke, dass ich auf ihren Schritt achte, auf die Art, wie ihre Füße den Sand berühren – zuerst die Ferse, dann der Ballen, als würde sie den Boden abtasten.

Der Pfad öffnet sich, und der Strand liegt vor uns. Das Wasser ist grau-blau, und die Wellen kommen langsam hereingerollt, gleichmäßig,

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