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Tischler x 2 (fm:Das Erste Mal, 34384 Wörter)

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Veröffentlicht: Jul 19 2026 Gesehen / Gelesen: 1886 / 1603 [85%] Bewertung Geschichte: 9.76 (55 Stimmen)
Zwei unfertige Jurastudenten, ein Schülergeselle und eine verhinderte Prostituierte, ein despotischer Vater, ein Comedian mit einer besonderen Nummer und einige andere Leute – was die wohl miteinander zu tun haben?


Ersties, authentischer amateur Sex


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Gesellenbrief hatte und studieren wollte, fragten mir dann auch noch fast ein Loch in den Bauch. Mir war das irgendwie unangenehm. Meine Freundin – so weit waren wir ja eigentlich schon – schien das zu merken und schlug einen Spaziergang durchs Dorf vor. Gesagt, getan – und nichts wie weg. Im Dorf blieben wir aber nicht lange. Sie schlug einen Weg aus dem Dorf heraus in die Feldmark vor. Nach kurzer Zeit kamen wir zu einem Jägerhochsitz. Das waren damals nicht die Hütten mit Dach und verschließbarer Tür wie heute, sondern Plattformen von etwa 1 x 1 m Grundfläche, die an dreieinhalb Seiten etwa meterhoch Wände aus Brettern hatten. Oben drauf gab es einen dünnen Stammabschnitt als Abschluss des Ganzen, als Geländer. Wir kletterten die Leiter hoch, ich hinter ihr, und konnte dabei schön unter ihren Rock sehen. Ihr Slip war einer von der Standard-Sorte Baumwolle weiß, also nicht sonderlich aufregend. Ob sie das bemerkt hatte? Keine Ahnung. Jedenfalls kamen wir oben an und lehnten uns nebeneinander an die dem Eingang gegenüber liegende Brüstung. Den Arm auf ihren Rücken gelegt – keine Reaktion. Weiter herum auf ihre rechte Brust gegriffen und ein bisschen gestreichelt und gedrückt.

„Ist schön. Mach weiter“ kam es von ihr.

„Die andere auch?“

„Klar“

Ich stellte mich hinter sie. Mein kleiner Freund hatte sich zwischenzeitlich auch gemeldet. Den drückte ich ihr an den Hintern – und bekam Gegendruck. Küsschen in den Nacken, die Zwillinge gestreichelt und gedrückt, dann die Bluse aufgeknöpft, ausgezogen und den BH geöffnet. Schon hatte ich richtig was in der Hand – eine links, eine rechts und mit dem Mund war ich zunächst in ihrem Nacken zugange bis sie den Kopf drehte und Küsschen einforderte. Na gerne! Es dauerte nicht lange bis ich den Reißverschluss von ihrem Rock fand und runterzog. Ich ging in die Knie, zog ihn runter und nahm den Slip gleich mit. Danach folgten sofort meine Hose in einem Zug mit der Unterhose auch, dann eine Fingerprobe in der Spalte. Sie war nicht feucht, sie war nass! Mein Kleiner war schon lange zum Großen geworden – und von hinten hinein ins Paradies! Jung und hitzig, wie wir Beide waren, dauerte es nicht lange bis ich kam und merkte, dass auch sie zu zappeln begann. An Verhütung dachten wir Beide nicht.

Etwas außerhalb von Heidis Dorf gab es eine noch in Betrieb befindliche Kiesgrube. Baden war zwar verboten, aber darum scherte sich die Dorfjugend nicht. Ganz im Gegenteil. Im Sommer ging da mitunter richtig die Post ab. Die Grube war umgeben von einem Erdwall. Darin waren im Lauf der Zeit regelrechte Kuhlen entstanden, die von manchen Paaren als Stammplatz beansprucht wurden. Da wurde dann schon mal öffentlich gevögelt und wenn jemand zusehen wollte tat er – oder sie – das eben. Nach dem Fick schwimmen gehen war auch kein Thema und wenn auf die Schnelle das Anziehen des Badezeugs vergessen wurde störte das auch niemand. Man kannte sich schließlich. Wenn sich ein Paar aber in die Büsche schlug war es Ehrensache, dass es in Ruhe gelassen wurde.

Als ich mit meiner Freundin zum ersten Mal dort auftauchte gab es gleich Ärger. Offenbar das Alpha-Tier der Leute – etwa 1,85 groß, Muskeln wie ein Bodybuilder – schubste mich weg.

„Verpiss dich! Unsere Hühner stoßen wir selber!“

„Ich kann schon selbst entscheiden mit wem ich ins Bett gehe“ kam von mir zurück.

Sofort stürmte er auf mich zu, holte zu einem Schwinger aus und wollte mich offenkundig am Kinn treffen. Was er nicht wusste – in der Schule war ich mehrere Jahre in der Judo-AG, hatte im Verein dazu auch noch anderen Kampfsport und Tischtennis betrieben, war auch ausgesprochen reaktionsschnell und konnte mich in Auseinandersetzungen daher gut behaupten. Zudem mit 1,90 Größe und einem durchtrainierten Körper auch nicht ohne. Den Arm abgefangen, einen Hebel angesetzt und schon lag er im Dreck. In derselben Bewegung neben ihn gekniet, einen Stoß gegen seine Nase angesetzt und unmittelbar davor gestoppt.

„Das würde jeder Richter als Notwehr bewerten. Wenn ich durchgezogen hätte wäre die Nase kaputt gewesen. Noch Fragen?“

„Äh, nein. O.K., hast gewonnen. Ich bin Werner, der Bruder von Heidi. Freunde?“ Er reichte mir die Hand, ich zog ihn hoch.

„O.K. Robert, der Freund von Heidi und jetzt auch von Dir.“ Ich grinste dabei. Wir hatten in der Zwischenzeit etliche Zuschauer bekommen, die wohl erwarteten, dass der Fremde eine satte Abreibung bekommen würde, nun aber mitlachten.

Von da an war ich akzeptiert.

Meistens besuchte ich sie, denn bei mir zuhause gab es außer den Eltern noch zwei Brüder. Mit einem teilte ich mir ein Zimmer. Da Zeit zu finden um eine schöne Nummer zu schieben war fast unmöglich. Außerdem hatte sie kein Auto und längere Strecken mit dem Fahrrad, das war nicht so etwas für sie. Von ihrem Dorf bis zum nächsten Bahnhof – der war in dem Ort wo wir beide arbeiteten - das ging. Von dort mit dem Zug zu mir, ich holte sie dann vom Bahnhof ab.

Zuhause hatte sie ein eigenes Zimmer. Wenn ich bei ihr war wurde dort gebumst, dass das Haus wackelte. Solange es noch warm genug war gingen auch die freizügigen Spielchen am Badesee weiter. Sie war immer feucht, ohne dass es eines Vorspiels bedurfte. Oft haben wir gewartet bis die andere Dorfjugend weitgehend verschwunden war und dann hinterm Busch einen Quickie gemacht. Zuschauer wollten wir nicht unbedingt dabei haben. Auch der Hochsitz bekam noch ab und an Besuch.

Inzwischen war es Herbst geworden. Eingeschrieben war ich an der Uni in der Nachbarstadt, konnte daher weiter zuhause wohnen und hatte sogar – mein großer Bruder war inzwischen mit seiner Freundin zusammen gezogen und mein kleiner Bruder, mit dem ich mir vorher das andere Zimmer teilte, in das des großen Bruders gezogen – ein Zimmer für mich allein. Heidi war ebenso wie der Job im Partnerbetrieb schon lange Vergangenheit. Sie hatte sich einige Mal nicht an Verabredungen gehalten, war später als abgesprochen oder überhaupt nicht gekommen. Eines Tages wartete ich mal wieder vergeblich am Bahnhof, rief bei ihr zuhause an und erreichte sie dort. Einen Grund nannte sie nicht. Ich sagte ihr dann nur noch, dass es vorbei ist. Dass ich sie Jahre später indirekt wiedersehen sollte ahnte ich nicht.

Das Jurastudium hatte ich mir anders vorgestellt als wie es dann tatsächlich war. Nach zwei Jahren war mir klar, dass ich damit nicht glücklich werden würde.

Mein älterer Bruder hatte geheiratet, würde in Kürze Vater werden. Er hatte die Beamtenlaufbahn gewählt, ein duales Studium absolviert und war zum Kreisinspektor ernannt worden. Er muss wohl ziemlich gut im Job gewesen sein, jedenfalls wurde er innerhalb kurzer Zeit nacheinander als Vertreter des jeweiligen Kollegen auf mehrere höherwertige Stellen geschoben, ohne allerdings befördert zu werden. Das ging wohl aus irgendwelchen rechtlichen Gründen nicht. Vorteil für ihn war aber, dass er schnell Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Bereichen sammeln konnte. Als eine Stelle als Verwaltungsleiter in einem kleinen Ort – ein Flecken, also nicht mehr Dorf, aber noch nicht Stadt – ausgeschrieben war bewarb er sich, wurde genommen und wohnte jetzt über 250 Kilometer von uns entfernt.

Mit meinem jüngeren Bruder war das Schicksal nicht so gnädig. Er hatte eine Ausbildungsstelle in Hamburg bekommen, geriet an falsche Freunde und wurde süchtig nach den bunten Pillen. Bevor wir das richtig mitbekamen hat er wohl welche genommen, die stärker als wie die waren die er kannte. Jedenfalls wurde er noch ins Krankenhaus eingeliefert, hat es aber nicht geschafft. Die Beerdigung ist jetzt ein Jahr her und wir haben uns immer noch nicht von dem Schock erholt.

Nach reiflicher Überlegung war ich entgegen meinen ursprünglichen Absichten in den elterlichen Betrieb eingestiegen, hatte mich zur Meisterschule angemeldet. Eine Freundin hatte ich auch. Nicole, ein ganz heißes Geschoss. Knapp 1,80 groß, Konfektionsgröße 36, Körbchen 75 C. Eigentlich eine richtig kühle Frau, die erst überlegte bevor sie was sagte – für eine angehende Juristin genau richtig, in der Beziehung aber doch gewöhnungsbedürftig. Im Bett - und bei passender Gelegenheit nicht nur da - aber war davon nichts zu spüren, da ging sie ab wie eine Rakete. Ich weiß noch wie wir es mal im Freibad trieben. Beide zogen wir im Schwimmbecken unsere Bahnen. Irgendwann blieb sie im Becken unterhalb der Startblöcke am Rand, schwamm nicht weiter. Ich fasste rechts und links von ihr an den Beckenrand, drängte mich mit meinem Körper an ihre Mitte.

„Na, keine Lust mehr?“

„Doch, aber…“

„Was aber?“

„Nicht auf Schwimmen.“

„Sondern?“

„Na, rate mal.“

Sie drängte sich noch mehr an mich. Dann wurde geknutscht, geschmust und dabei aufgepasst, dass uns niemand zu aufmerksam beobachtete. Streicheleinheiten an ihrer Brust, dort abwärts bis auf die Hüften und dann über dem Bikinihöschen bis auf die Vulva. Den Stoff im Schritt beiseite geschoben, die Nässe kam nicht nur vom Wasser. Zwei Finger hinein. Sie wurde kurzatmig. Flugs den Steg meiner Badehose zur Seite geschoben, Glied raus und versenkt. Sie klemmte mit ihren Beinen meinen Hintern ein. Gaaaanz vorsichtige Bewegungen, damit wir nicht auffielen. Weil wir fast gleich groß waren kam mein Einer in schönem Winkel bei ihr rein und verpasste ihrem Klingelknopf reichlich Beschäftigung. So 20 Minuten waren wir sicher am Vögeln. Sie war anfangs ängstlich, aber als immer weniger Leute zu sehen waren ging sie mit und fing leise an zu stöhnen. Plötzlich keuchte sie los, hielt sich eine Hand vor den Mund. Ihre Muschi krampfte, der Körper fing an zu zittern.

„Geh` lieber raus, sonst spritzt Du mir noch die Muschi voll.“

Für Verhütung war bei uns ich zuständig, weil sie die Pille nicht vertrug und keine Fremdkörper wie Zäpfchen, Pessar oder Spirale im Körper haben wollte. Ein Kondom hatte ich hier natürlich nicht auf meinen Schwanz gezogen.

Keine zwei Jahre später hatte Nicole ihr Studium ebenfalls geschmissen. Es war ihr zu schwer gewesen. Ich war fertig, der Meisterbrief hing schön gerahmt im Büro des Betriebs. Ich hatte von meinem Vater den Chefsessel der Firma übernommen, Nicole machte die Buchführung und das was so als Verwaltungskram anlag. Personalkostenabrechnung und Steuersachen oblagen allerdings damit beauftragten Dienstleistungsunternehmen. Bislang war es so, dass entweder ich oder im Vertretungsfall mein Vater – er hatte natürlich die entsprechende Berechtigung – Überweisungen freigeben konnten. Andere Personen waren nicht unterschriftsberechtigt. Meine Freundin hatte mich vor einigen Tagen angesprochen, ob es nicht einfacher wäre und mich entlasten würde wenn sie auch eine Unterschriftsberechtigung für Überweisungen bekäme. Schließlich hätte sie diese Berechtigung ja schon lange für den allgemeinen Schriftverkehr und ich hätte nie Anlass zu Kritik gehabt.

Vor einem halben Jahr hatte ich mir ein schönes Haus gekauft und war, nachdem ich innen einiges hatte an meine Vorstellungen anpassen lassen, kürzlich eingezogen. Nicole wohnte bei mir, hatte aber auch noch ihre eigene Wohnung in der Nachbarstadt. Die war ziemlich klein, besaß außer Küche, Bad und Flur nur ein Zimmer. Trotzdem übernachtete sie hin und wieder dort, insbesondere dann wenn sie sich mit ihren Freundinnen einen Mädelsabend gegönnt hatte. Einen Schlüssel dazu hatte ich. Er lag bei mir im Schlüsselkasten, war noch fast unbenutzt. Mein Haus bot für Sex viel mehr Möglichkeiten.

Ich war in Eile, gerade am Packen, denn am nächsten Tag wollte ich für fünf Tage zu einer Fortbildungsveranstaltung reisen. Aber vorher wollte ich mich von meiner Freundin gebührend verabschieden.

„Schatz, wollen wir mal nachsehen ob das Bett noch im Schlafzimmer steht?“

Erwartet hatte ich eigentlich, dass sie mich an die Hand nimmt und nach hinten zieht. Aber denkste!

„Robert, heute kommt doch im Fernsehen diese tolle Sendung über das Schaffen der berühmten Modeschöpfer in den 80er Jahren. Die beginnt in ein paar Minuten und geht bis Mitternacht. Ich will mir die unbedingt ansehen. Das verstehst Du doch, nicht?“

Oh nein, das verstand ich nicht! Gleichzeitig fiel mir auf, dass es schon lange her war, dass wir zuletzt miteinander durchs Bett getobt waren. Danach haben wir mal ein paar Mal miteinander gevögelt, aber im Gegensatz zu früher zeigte sie da wenig bzw. immer weniger eigene Aktivität. Aber auch da musste das letzte Mal schon ein paar Wochen her sein. Sie war doch sonst immer so geil. Was war der Grund für diese Passivität?

Na ja, Thema für später. Ich legte die letzten Teile in den Koffer, schloss ihn, nahm meine Mappe mit den Unterlagen, den Buchungsbestätigungen von Hotel und Schulverwaltung, legte sie auf den Koffer und ging ins Bett.

Der Wecker klingelte. Müde setzte ich mich auf. Nicole schlief noch, hatte sich nicht stören lassen. Hände waschen, in die Küche, Kaffee aufsetzen, dann ins Bad rasieren, duschen, ab ins Schlafzimmer – Nicole schlief immer noch obwohl ich versehentlich die Badtür mit einem Knall geschlossen hatte. Dann frühstücken, Geschirr in die Spülmaschine und ab ins Wohnzimmer, Koffer und Unterlagen holen. Aber nanu, was war denn das? Die Unterlagen hatte ich doch gestern ziemlich chaotisch auf die Mappe gelegt. Jetzt lagen sie als ordentlicher Stapel drauf. Auf dem Tisch lagen ein Notizblock und ein Kugelschreiber. Die waren gestern auch noch nicht da. Ich sah mir den Notizblock genauer an und entdeckte im Schräglicht, dass da Vertiefungen zu erkennen waren, so als hätte jemand auf dem Blatt darüber geschrieben und das Blatt dann abgerissen. Jemand? Das konnte nur Nicole gewesen sein! Warum hatte sie sich die Unterlagen angesehen und was hatte sie sich notiert?

Krimis mag ich eigentlich nicht, aber den einen oder anderen hatte ich doch mal angesehen oder kannte ich den Trick aus irgendwelchen Abenteuerfilmen, die ich als Kind mal angeschaut hatte? War egal. Jedenfalls ging ich auf die Suche nach einem Bleistift, wusste auch gar nicht ob ich überhaupt einen im Haus hatte. Es fand sich aber einer, zum Glück daneben auch gleich ein Anspitzer. Den Bleistift da rein und danach vorsichtig mit der seitlich gehaltenen Mine das Papier grau gemacht. Sofort zeichneten sich die Notizen ab, die sich meine Freundin gemacht hatte. Zu lesen waren Datum und Wochentag des Lehrgangsbeginns und–endes, wann es morgens Frühstück und mittags Essen gab. Sogar die Namen der Dozenten – es war sogar eine Frau darunter, war mir bisher gar nicht aufgefallen – und die geplanten Zeiten für Vortragbeginn und Vortragende standen da. Das war doch oberfaul! Wollte sie die Zeiten, in denen ich durch die Vorträge sicher weder erscheinen noch anrufen konnte, für Aktivitäten nutzen von denen ich nichts wissen durfte?…

Ich nahm meine Sachen, lud sie in den Kofferraum meines Kombis und fuhr los. Da ich ein großes Zeitpolster eingebaut hatte konnte mich nicht einmal die Durchsage im Verkehrsfunk ärgern, dass sich ein Stau von 14 km Länge vor dem Autobahnkreuz, auf dem ich abbiegen musste, gebildet hatte. Ich kannte mich in der Gegend recht gut aus, fuhr runter von der Bahn und über Bundesstraßen zu der BAB, die ich dann sowieso nutzen musste. Das war sogar merkbar kürzer als wenn ich über das Autobahnkreuz gefahren wäre, dauerte aber deutlich länger und es waren auch vermutlich mehr Blitzer auf der Lauer nach Leuten, die sinnlos Geld verschleudern wollten. Nicht mit mir! Erstens war ich sowieso kein Raser, sondern gern gemütlich unterwegs, zweitens hatte ich gerade heute reichlich Zeit und drittens hatte ich … neee, man muss ja nicht alles schreiben.

Am Seminarhotel angekommen fuhr ich in die Tiefgarage, checkte ein und bezog mein Zimmer. Es war schön groß, mit Doppelbett, vernünftigem Kleiderschrank, Herrendiener, Schreibtisch und zugehörigem Stuhl sowie Sessel und Fernseher gut möbliert. Alles war in sehr gutem Zustand – für mich als Fachmann natürlich sofort auffällig und nicht uninteressant.

Die Schulung war gut besucht. Fast 30 Personen hatten sich angemeldet, davon rund ein Drittel Frauen. Dozenten gab es sechs. Von denen waren zwei weiblich, eine wohl als Vertreterin für einen krankheitsbedingten Ausfall eingesprungen. Eine von ihnen war etwa Mitte 30 und ein verflixt heißes Gerät, die andere Anfang / Mitte 40 und vom Typ Muttchen, aber auch nicht unattraktiv. Bei den Teilnehmerinnen war alles vertreten – klein, groß, schlank, rundlich bis proper – richtig dick war keine -, eine Asiatin war dabei und eine hatte eine kaffeebraune Hautfarbe, kam, wie ich später erfuhr, aus den USA, wohnte aber in Deutschland. Lustig war zu sehen wie die Kerle mit nur wenigen Ausnahmen baggerten wie verrückt, teils auch Erfolg hatten. Ich hielt mich in dieser Hinsicht zurück. Es waren zwar einige Mädels dabei, die mich hätten interessieren können, aber ich hatte schließlich zuhause immer noch meine Freundin, auch wenn die Beziehung wohl keine Aussicht auf Bestand hatte.

Die Vorträge waren ausnahmslos interessant. Nur am letzten Tag hatten wir Pech: der eingeplante Dozent hatte sich eine schlimme Erkältung gefangen und fiel aus. Ersatz konnte auf die Schnelle nicht besorgt werden. Das Seminar wurde daher vorzeitig beendet. Angenehm dabei war, dass die anteiligen Seminargebühren und Hotelkosten erstattet werden sollten. Auf letzteres verzichtete ich, nahm die Übernachtung auf den Freitag noch mit, packte dann und fuhr schon früh los Richtung Heimat. Die Strecke war frei, keine Staus oder sonstigen Hindernisse. Zuhause angekommen peilte ich erst mal die Lage ob der Wagen meiner Freundin im Carport steht – das hatte ich an die Doppelgarage anbauen lassen, denn die war durch meine Autos – den Kombi und einen Oldtimer, ein Lamborghini Espada - besetzt. In den Espada hatte ich mich verliebt als ich den zum ersten Mal in einer Autozeitung sah. Eine zum Niederknien schöne Karosse, als Viersitzer auch geeignet mal nicht nur mit einer Freundin unterwegs zu sein, schnell wenn es sein sollte, und das in stahlblau. Einfach ein Gedicht in Gestalt eines Autos. Über den Spritverbrauch wollen wir mal nicht diskutieren; jedes Hobby kostet schließlich Geld und das war ja auch kein Fahrzeug für den Alltag, wurde nur bei schönem Wetter herausgeholt und für Ausflüge genutzt, manchmal auch bei Oldtimertreffen gezeigt. Richtig schnell bewegt habe ich ihn aber bislang eigentlich fast nie, denn dann ging sein Durst doch deutlich über die für ihn normalen 18 bis 20 L Super auf 100 km hinaus. Schließlich wollen 12 Zylinder angemessen gefüttert werden. Aber ich schweife ab.

Ich stellte meinen Wagen in die Garage, schloss sie wieder und ging ins Haus. Wie erwartet war sie nicht da. Es war inzwischen 14 Uhr. Nicole erwartete mich frühestens gegen 18 Uhr. Planmäßig ging ihre Arbeitszeit am Freitag bis 12 Uhr. Ich gab ihr eine Stunde fürs Mittagessen, eine Viertelstunde für den Weg zu ihrer Wohnung und eine weitere Viertelstunde Zeit bis zum Eintreffen ihres Lovers, wenn sie denn einen hatte. Also war sie jetzt wohl seit einer halben Stunde mit einem Kerl zusammen, wie ich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit annahm.

Mit dem Schlüssel zu ihrer Wohnung setzte mich ins Auto und fuhr los. Für den Weg brauchte ich nur 20 Minuten. Unten die Haustür aufgeschlossen, rein in den Fahrstuhl und nicht in die 5., sondern in die 6. Etage gefahren und die eine die Treppe runtergegangen. Ich wollte nicht, dass sie eventuell durch den auf ihrem Stockwerk haltenden Fahrstuhl aufmerksam wird. Leise den Schlüssel – es reichte einer, denn das Haus hatte eine Schließanlage – ins Schloss der Wohnungstür, aufgeschlossen und die Tür leise geöffnet. Von dem kleinen Flur gingen links das Bad und daneben die Küche ab. Rechts kam man ins Wohn-/Schlafzimmer. Die Tür dahin war nur angelehnt, stand etwa 15 cm offen. Was ich hörte bestätigte meine Vermutung. Sie war mit einem Kerl zusammen! Allerdings waren sie nicht am Vögeln, sondern unterhielten sich. Das war allerdings mehr als aufschlussreich. Gut, dass ich mein Smartphone dabei hatte. Tonaufnahme eingeschaltet, mich auf einen im Flur stehenden Stuhl gesetzt und gespannt zugehört. Nicole erzählte gerade

„Schatz, ficken ohne Gummi macht doch viel mehr Spaß. Gestern und vorgestern waren die letzten Tage wo Du mich schwängern konntest und ich bin sicher, dass es geklappt hat. Irgendwie fühle ich mich so anders. Robert darf ja nur mit Kondom. Da besteht keine Gefahr, dass er mich dick macht. Ich habe ihn die letzten Wochen nicht rangelassen. Wenn er heute Abend kommt darf er mal wieder, natürlich nur mit einem Pariser drüber. Wenn er abgespritzt hat streife ich ihm das Ding ab, verknote es und lege es unter das Bett. In der Nacht mache ich dann vorn einen Riss rein und morgen zeige ich ihm das gefüllte Kondom, das während der Fickerei kaputt gegangen ist. Drei Wochen später wundere ich mich, dass meine Regel ausgeblieben ist, mache einen Schwangerschaftstest und peng! Er wird Vater – jedenfalls soll er das denken.“

„Schlau ausgedacht. Du bist ja richtig clever, mein Schatz!“

„Na, es geht noch weiter! Wenn ich tatsächlich schwanger bin ist das Baby ja von Dir. Sollte es mit der Schwangerschaft nicht geklappt haben – möglich ist das ja -, gibt es noch einen Plan b. Ich habe ihm, bevor er zum Seminar gefahren ist, gesagt, es wäre doch besser wenn ich auch eine Vollmacht für die Firmenkonten bekäme. Er würde dann nicht mehr jede einzelne Überweisung freigeben müssen und wäre so erheblich entlastet. Er wollte sich das überlegen. Ich bin mir sicher, dass das klappt. Einblick in die Firmenkonten habe ich ja jetzt schon. Du, da sind mehrere hunderttausend Mark drauf! Was auf seinen Privatkonten liegt weiß ich noch nicht. Er hat vor einem Jahr ein von einem Onkel geerbtes Wohnhaus in der Hauptstadt verkauft. Außerdem hat er sich mit der Firma dumm und dämlich verdient. Es müssen Millionen sein, Als nächsten Schritt werde ich dann vorschlagen, dass ich diese Konten auch mit betreue. Das lasse ich dann auch ein paar Wochen laufen bis ich den kompletten Überblick habe – und dann räumen wir ab. Anschließend fliegen wir nach Thailand oder Kambodscha, bleiben dort. Da ist das Leben billig, das Klima gut und die Staaten haben mit Deutschland kein Auslieferungsabkommen. Die Kohle, die wir dann mitgenommen haben, reicht für unser ganzes Leben. Aber jetzt hör auf mich scharf zu machen und fick mich endlich.“

Mir reichte es eigentlich schon. Aber einen bildlichen Beweis wollte ich doch haben. Foto ging nicht, denn durch den Blitz wären die Beiden aufmerksam geworden. Also Filmmodus eingeschaltet, das Gerät im passenden Winkel knapp über dem Fußboden an der Tür vorbei gehalten und nach links einigermaßen auf das dort stehende Sofa ausgerichtet, dann nach rechts geschwenkt. Dort stand das Bett, wie ich wusste. Das Bett war zwar ohne die Tür weiter zu öffnen nicht zu sehen, aber dafür dann auch zu hören, ebenso aber auch schnell das Keuchen von ihm und das Stöhnen von ihr.

Wie war das? Wenn es am Schönsten ist soll man aufhören. Ich wusste alles was ich wissen musste, hatte ausreichendes Beweismaterial; das Video war ausgesprochen gut gelungen, zeigte die beiden in voller Bewegung und ließ beide Gesichter zeitweise sehr gut erkennen. Es fehlte nur noch ein Plänchen was ich wann damit anfangen sollte. Leise schlich ich mich zurück zur Wohnungstür, öffnete diese und steckte den Schlüssel von außen rein. Einfach nur zuziehen hätte ja durch das Schnappgeräusch Aufmerksamkeit verursachen können.

Zuhause angekommen zog ich mich ins Arbeitszimmer zurück, schaltete den Rechner ein und überlegte welche Optionen ich hatte. Einige waren es schon: 1. Nicole gleich rausschmeißen, sowohl aus der Firma als auch aus meinem Privatleben, dafür die Ton- und Bildaufnahmen als Begründung verwenden 2. Einen Streit provozieren, sie zuhause rausschmeißen und ihr auch zu kündigen. Es würde mit Sicherheit eine Kündigungsschutzklage folgen. In der Verhandlung dann die Tonaufnahme und, wenn das nicht reichen sollte, auch die Bildaufnahmen präsentieren. Die wären sicher sehr unterhaltsam für eventuelle Zuschauer im Gerichtssaal. Allerdings ging ich davon aus, dass gegen das Zeigen des Videos wohl diverse Vorschriften sprechen würden, aber Richter, Anwälte und Klägerin würden mir schon reichen. 3. So tun als wüsste ich von Nichts, Nicole wegen der Bankvollmacht hinhalten, beim Sex mit dem angeblich geplatzten Gummi mitspielen, nach Vorlage des positiven Schwangerschaftstests den glücklichen werdenden Papa mimen und sie erst dann rausschmeißen wenn sie wieder zickig wird, spätestens aber dann wenn sich nach einem Gentest herausstellt, dass das Baby nicht von mir ist. 4. wie 3., aber zusätzlich einfordern, dass wir wieder so oft und so heftig miteinander vögeln wie früher und das ohne Gummi, weil ja keine Notwendigkeit mehr dafür bestünde. 5. Wenn keine Schwangerschaft angegeben wird sie darauf ansprechen, dass ich die Fickerei vermisse und wieder so häufig und temperamentvoll wie früher mit ihr zusammen sein will. Klappt das nicht wäre wohl in der Beziehung der Wurm drin und es besser wenn wir uns trennen würden. Gleichzeitig wäre damit aber auch verbunden, dass ich ihr nahe legen würde in der Firma zu kündigen, denn das notwendige Vertrauensverhältnis gäbe es dann ja nicht mehr.

So vorbereitet konnte ich erst mal abwarten bis sie zurückkommt, was sie erzählt und wie die von ihr unwissentlich angekündigte Nummer heute Abend laufen würde.

Gegen 18 Uhr hörte ich ihren Wagen aufs Grundstück fahren. Sie schloss die Haustür auf. „Nanu, Schatz, Du bist schon da? Ich hatte gedacht, dass Du erst später kommst. Deshalb bin ich heute länger bei der Arbeit geblieben und war danach noch shoppen, habe aber nichts gefunden was mir gefallen hat. Hättest doch anrufen können. Dann wäre ich gleich nach Haus gekommen und wir hätten es uns schön gemütlich gemacht.“

„Ein Dozent ist krank geworden. Deshalb konnte ich heute schon früher heimfahren. Aber sag mal – gemütlich machen ist ein gutes Stichwort. Wann haben wir denn zuletzt miteinander geschlafen? Und wann war es so schön wie früher, als wir uns kennen gelernt haben? Da sind wir doch miteinander durch die Betten getobt, dass die Bude wackelte, haben es auch anderswo miteinander getrieben. Jetzt aber? Das letzte Mal ist schon etliche Wochen her und da und auch wenn wir zuletzt davor zusammen waren hast Du nur einen auf Seestern gemacht, dagelegen und Dich nicht gerührt. Was ist los? Ist unsere Beziehung eingeschlafen oder schon tot? Nur so nebeneinander herleben ist nicht das was ich mir unter einer Partnerschaft vorstelle.“

„Nein, Robert. In den letzten Wochen war viel los. Eine Freundin hatte große Probleme in ihrer Ehe und wir haben uns oft getroffen. Etwas von meinem Studium ist ja noch hängen geblieben und da konnte ich ihr für die Scheidung und das was damit zusammenhängt doch ein paar Tipps geben.“

Na, ja, `Freundin´ war dann doch wohl eher ohne `in´ und was die Scheidung angeht war es dann doch wohl der Kerl, der seiner Frau, wenn er denn verheiratet war, die Eheprobleme bescherte, dachte ich mir.

„Aber weißt Du was?“ kam es dann von Nicole, „wir gehen nachher schön Essen. Wenn wir dann zuhause sind machen wir es uns erst mal gemütlich und dann werden wir sehen. Haben wir eigentlich noch Kondome zuhause?“ Sie grinste, zwinkerte mit einem Auge.

Ich grinste auch. Die Frage nach den Gummis zeigte mir nur, dass sie sich vom Gedanken an vögeln mit mir innerlich schon lange verabschiedet hatte. Natürlich waren noch genug von den Dingern in meinem Nachtschrank. Sie wusste ganz genau wo die lagen.

„Wo wollen wir hin? Zum Restaurant um die Ecke?“

„Gute Idee. Ich gehe nur noch kurz hoch, mich etwas frisch machen und umziehen.“

War ja klar. Sie musste sich was bereit legen um den Pariser nach unserer Nummer kaputt zu machen. Ich war gespannt was sie dafür nutzen wollte und wo sie es verstecken würde. Handwerklich hatte sie es eigentlich nicht so. Außerdem lag oben sowieso kein Werkzeug. Es blieb eigentlich nur irgendwas von ihrem Kosmetikkram.

„Na dann, husch husch. Ich rufe schon mal an und reserviere einen Tisch.“

Sie ging nach oben, ich ans Telefon. Es dauerte nicht lange und sie kam aufgebrezelt nach unten.

„Schick! Wollen wir?“

Ich hatte einen Zweiertisch bestellt, wollte den in einer Ecke haben – da war man einigermaßen ungestört, nicht so unter Beobachtung wie bei den meisten anderen – und bekam ihn auch. Das mich wirklich interessierende Thema schnitt ich natürlich nicht an, machte einen auf Smalltalk, erzählte auch vom Seminar und wie ich mich darüber amüsiert hatte wie etliche Kerle am baggern waren. Zwischendurch fragte ich auch ein paar Mal nach was sie so in der Zeit angestellt habe. Sie beschränkte sich auf Allgemeinplätze, es sei so wie immer gewesen. Die Fickereien mit ihrem Macker erwähnte sie natürlich nicht. Allerdings versuchte sie immer wieder das Thema auf ihre Vollmacht für die Firmenkonten zu bringen. Ich blieb aber vage, sicherte zu mir Gedanken dazu zu machen.

Das Essen war gewohnt gut. Ich hatte ein Rumpsteak, sie ein Wiener Schnitzel, jeweils mit den üblichen Beilagen. Angemessen satt, aber nicht vollgefressen, gingen wir nach Hause. Zu voller Bauch macht beim Ficken nicht soviel Spaß….

Zurück zuhause gingen wir gleich ins Schlafzimmer, zogen uns gegenseitig aus, ganz so wie in unserer Anfangszeit. Zusammen ging es dann unter die Dusche. Küsschen hier, Küsschen da, sie ein bisschen wichsen bei mir, ich Muschistreicheln bei ihr, dabei auch mal den Mittelfinger versenkt, zwischendurch immer ein wenig einseifen, Seife abspülen, knutschen – wenn mir nicht was anderes bewusst gewesen wäre hätte ich das richtig genießen können. Zu meiner Überraschung war da kein Gefühl von Zuneigung mehr wie früher. Ich war vor ein paar Monaten nach einem Streit mit ihr auf Sparflamme gesetzt worden und währenddessen mal bei einer Prostituierten gewesen. Es war kein Unterschied zu diesem Besuch zu spüren, eine irgendwie emotionslose Geilheit baute sich auf.

Nach dem Abtrocknen gingen wir ins Schlafzimmer, legten uns aufs Bett. Nach ein paar Minuten Streicheln nahm sie meinen Schwanz, fing an zu wichsen. Da hatte ich aber andere Erwartungen!

„Komm, 69“

Sie drehte sich kommentarlos, legte sich lang auf mich, so dass ich gut an ihre Scheide rankam. Zu meiner Überraschung zog sie – was früher erst unmittelbar bevor wir richtig zu ficken begannen fällig war – ein Kondom über, nahm den Schwanz in den Mund und fing an zu nuckeln. Von der früheren Raffinesse und ihrem Temperament war nichts zu spüren. Ich beschränkte mich daraufhin auch auf Karoeinfach, sah zu dass ich sie möglichst rasch auf Betriebstemperatur und zum Orgasmus brachte, beschränkte mich weitgehend darauf ihren Kitzler mit der Zunge zu reizen. Sie kam auch rasch, mein Kleiner war fast am Einschlafen.

Nach einem Orgasmus war sie in der Scheide immer etwas empfindlich. Das hatte sich offenbar nicht geändert. Jedenfalls legte sie sich neben mich, nahm mein Glied in die Hand, machte aber nichts weiter. Auf Küsschen kam keine nennenswerte Reaktion. Ein paar Minuten später meinte sie aber „komm, steck ihn rein.“

Nun, er war noch einigermaßen steif. Also versenkte ich den Schwanz in ihrer Scheide und – ich war schon ziemlich enttäuscht und wollte mich nun nur noch abreagieren – fing an zu rammeln. Finessen gab es nicht. Es dauerte nicht lange bis ich die Ladung ins Gummi feuerte, mich von ihr runterrollte, mich auf die Seite legte und sie in den Arm nahm, noch ein wenig kuscheln wollte, ohne dass da aber auch Interesse ihrerseits erkennbar wurde. Dann setzte ich mich auf, zog das Kondom vorsichtig ab, knotete es zu und legte es auf den Fußboden. Vorher hatte ich unauffällig kontrolliert ob es intakt war. Es war eigentlich bei uns üblich gewesen das Kondom oder auch mehrere, wenn wir es mal richtig heftig trieben, erst am nächsten Tag in den Mülleimer zu bringen.

Mein Bett war das rechts. Ich legte mich daher auf meine linke Seite und tat so als ob ich eingeschlafen sei. Nach ein paar Minuten spürte ich wie Nicole aufstand, machte die Augen auf und sah wie sie um das Bett herumschlich, im Halbdunkel unter dem Bett nach etwas suchte und fand. Dann nahm sie das Kondom und schnitt mit einer kleinen Nagelschere vorn ins Reservoir, legte das Gummi dann wieder zurück und versteckte die Schere wieder.

Wie doof muss man – oder frau – denn sein, dass das nicht auffällt? Wenn ein Pariser kaputt geht ist das nie wie ein gerader Schnitt und vor Allem nicht am Reservoir, denn da liegt keinerlei Belastung drauf! Risskanten sind zudem unregelmäßig!

Innerlich lachte ich mich kaputt, schlief dann tatsächlich ein.

Am nächsten Morgen wurde ich von einem lauten Aufschrei geweckt. „Robert, schau mal. Das Gummi gestern ist kaputt gegangen, hat einen Riss! Du, da wird doch hoffentlich nicht was passiert sein? Ich hatte gestern meinen vorletzten gefährlichen Tag!“

„Du meinst, dass ich Dich dick gemacht haben könnte? Unwahrscheinlich, wenn es der vorletzte Tag war. Aber wir können ja nachher (es war Samstag früh) zur Apotheke fahren. Da gibt es doch diese Pille danach.“

„Gut, das machen wir.“ Tatsächlich besorgten wir uns auch dieses Medikament, wurden auch aufgeklärt, dass es keine absolute Sicherheit vor einer Schwangerschaft bietet. In etwa 2 bis 5 Prozent der Fälle käme es doch zu einer Schwangerschaft. Zuhause ging meine (Noch-) Freundin ins Bad, nahm dort (angeblich) die Tablette und setzte sich wohl auch noch gleich auf die Schüssel. Ob sie nun dort tatsächlich ihr kleines Geschäft verrichtete oder nur so tat um etwas verschwinden zu lassen war mir aber egal. Verschwunden war übrigens auch das gefüllte Kondom. Ich hatte es gleich am Morgen sichergestellt, in ein kleines Plastiktütchen gesteckt und dieses in meiner Werkzeugkiste versteckt. Da würde sie, wenn sie denn auf die Idee käme zu suchen, nie nachsehen. Außerdem hatte ich auch am Morgen den vollen Mülleimer zur Tonne gebracht, so dass auch dort eine Nachschau aussichtslos war.

Am Abend deutete ich an, dass ich wieder Lust hätte.

„Nein Schatz, bitte verstehe das. Ich habe mich heute Morgen so erschreckt und Angst, dass wieder das Kondom reißt. Bitte heute nicht. Morgen geht es wieder. Das verstehst Du doch sicher.“

Na klar verstand ich das – nur nicht so wie sie dachte. Die nächsten Tage tat sich nichts.

Am Mittwoch ging sie nach dem Abendessen kurz auf die Terrasse, kam dann wieder zurück. Ich nahm sie an die Hand und zog die leicht Widerstrebende nach oben.

„Komm, heute geht es doch wieder. Und die gefährliche Zeit ist ja vorbei. Da können wir doch endlich mal wieder ohne Gummi ficken.“

Sie blieb stehen, zog mich zurück und giftete mich an: „das kannst Du vergessen! Gefickt wird nur mit Gummi! Das hatten wir so besprochen und dabei bleibt es! Und heute fällt das ganz aus. Du hast mir jede Stimmung dazu verdorben.“

Nun, etwas in dieser Art hatte ich auch erwartet. In den Tagen darauf sprach ich sie noch mehrmals auf eine Runde Bettvergnügen an, bekam erwartungsgemäß jedes Mal eine Abfuhr. Entweder sie hatte keine Lust oder sie war zu kaputt von der Arbeit oder vom Einkaufen oder von der Hausarbeit (obwohl wir uns die redlich teilten) oder sie brach kurzerhand einen Streit vom Zaun. Ach, Migräne habe ich vergessen. Die gab es auch. Die Versuche wurden mit der Zeit immer weniger.

Etwa einen Monat nach unserer letzten Nummer wurde ihr häufig übel. Mir fiel die Tonaufnahme ein. Hatte es wohl geklappt. Ich hatte in der Zwischenzeit schon alles vorbereitet. Möbel hatte sie bei mir zuhause nicht, Klamotten waren alle in einem Schrank und Hygienekram war nicht viel. Die unterschriebene Kündigung lag bei mir im Schreibtisch. Als Kündigungsgrund hatte ich angegeben „Vertrauensverlust wegen gescheiterter Beziehung“. In einem Begleitschreiben hatte ich ihr 3 Bruttomonatsgehälter – natürlich steuerpflichtig - beim Verzicht auf eine Kündigungsschutzklage angeboten, zahlbar drei Monate nach Empfang der Kündigung, denn die Frist für eine Klage war dann abgelaufen und zeitliche Verzögerungen durch Postlaufweg und Bearbeitungsdauer beim Gericht abgedeckt. Sollte Klage erhoben werden gäbe es keine Abfindung und es bliebe vorbehalten im Prozess den Kündigungsgrund zu präzisieren.

Umzugskartons hatte ich in ausreichender Menge im Keller liegen.

Eines Morgens kam sie aus dem Bad, nachdem sie wieder rückwärts gegessen hatte. Danach war es zunächst ruhig geblieben, dann ein lautes NEIN zu hören. Für mich stellte ich fest, dass rudimentäre schauspielerische Fähigkeiten wohl vorhanden waren, denn ihre Plänchen kannte ich ja und das was kommen würde ahnte, nein, wusste ich. So geschah es dann auch.

„Schatz, wir müssen reden.“

„Worüber“

„Ich bin schwanger.“ Sie hielt mir den Schwangerschaftstest unter die Nase. Die zwei Striche waren deutlich zu sehen.

„Ist ja interessant. Und wer ist der Vater?“

„Na. Du natürlich! Du erinnerst Dich doch noch sicher an das geplatzte Kondom letzten Monat? Da hat die Pille danach wohl versagt und wir gehören zu den wenigen Paaren, bei denen sie nicht hilft.“

„Moment“ meinte ich, ging zum an der Wand stehenden Regal, schaltete die dort schon vor Wochen aufgestellte Videokamera ein, stand dabei aber so, dass sie nicht sehen konnte was ich machte. Danach ging ich ins Arbeitszimmer und nahm den Briefumschlag mit der fristlosen Kündigung – ich hatte auch einen mit einer fristgerechten Kündigung vorbereitet – aus der Schreibtischschublade.

„Nicole, zunächst eine Frage: Du sagtest eben, dass Du schwanger bist und ich der Vater des Babys sei. Habe ich das richtig verstanden?“

„Ja.“

„Gut. Vorab ein Hinweis: zur Beweissicherung läuft eine Kamera mit. Hier hast Du einen Brief. Drin ist Deine fristlose Kündigung. Begründung ist Vertrauensverlust nach gescheiterter Beziehung. Du kannst froh sein, dass ich das nicht genauer bezeichnet habe. Allerdings behalte ich mir das vor für den Fall, dass es Ärger gibt. Das harmloseste Detail sollst Du aber doch hören: ich habe mir das bewusste Kondom, nachdem ich es mir abgezogen hatte, genau angesehen und auch darauf geprüft ob es intakt ist. Das war der Fall. In der Nacht bist Du dann beigegangen und hast mit einer Nagelschere ein Loch ins Reservoir geschnitten. Ich habe nicht geschlafen, sondern Dich dabei beobachtet. Den Pariser habe ich am Morgen sichergestellt und versteckt. Du kannst jetzt natürlich behaupten, dass ich das Gummi selber vollgewichst und angeschnitten hätte. Es stünde Aussage gegen Aussage. Aber für diesen Fall gibt es auch noch die Möglichkeit die Vaterschaft über eine genetische Untersuchung festzustellen oder auszuschließen.

Du wolltest mir ein Kuckuckskind unterschieben. Zu so einer Frau kann ich absolut kein Vertrauen haben. Die notwendige Grundlage für den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses ist also futsch. In der Beziehung war schon länger der Wurm drin. Ich nehme an, dass Du schon seit etlichen Monaten fremdgevögelt hast. Beziehung ist also auch nicht mehr und wohnen wirst Du hier ebenfalls nicht mehr. Du gibst mir jetzt den Hausschlüssel. Dann kannst Du packen. Genug Umzugskartons stehen im Keller. Ich gebe Dir zwei Stunden. Bist Du dann nicht weg schiebe ich Dich aus dem Haus, stelle die bis dahin gefüllten Kartons vor die Tür und werfe Deinen restlichen Kram aus dem Fenster. Außerdem lasse ich dann auf Deine Kosten die Schlösser der Außentüren austauschen. Verstanden?!“

Sie machte große Augen. „Aber – das ist doch ganz anders. Ich kann es erklären….“

„Erklärung ist unnötig, da mit Sicherheit gelogen. Gehe mal davon aus, dass ich noch mehr weiß, nur bislang nicht preisgegeben habe.

Unabhängig von dem was vorgefallen ist erhältst Du drei Monate nach Deinem Ausscheiden als Abfindung drei Monatsgehälter, natürlich steuer- und abgabenpflichtig, wenn Du auf eine Kündigungsschutzklage verzichtest. Den Zeitraum halte ich für erforderlich um die Klagefrist und Postlauf- sowie Bearbeitungszeiten beim Arbeitsgericht abzudecken und so sicher sein zu können, dass keine Klage erhoben wurde. Klagst Du, gibt es keine Abfindung.“

Sie hatte tatsächlich das dicke Fell vors Arbeitsgericht zu ziehen. Die Verhandlung war einige Monate später. Ich war überrascht, dass von einer Schwangerschaft nichts zu sehen war. Die einzige Erklärung dafür war, dass sie den Fötus abgetrieben hatte. Traurig für das Kind, dem das Leben genommen wurde bevor es überhaupt richtig begonnen hatte, aber rechtlich eine zu akzeptierende Entscheidung meiner Ex, wenn es denn so war. Sie war dann so dreist, stritt die Schwangerschaft ab und behauptete ich hätte mir alles nur ausgedacht um sie aus der Beziehung und aus der Firma zu drängen. Allerdings hatte sie wohl vergessen, dass sie mir gegenüber alles eingeräumt hatte und dabei eine Kamera lief. Ich hatte jetzt allerdings die Faxen dicke, sprach den Richter an ob ich der Klägerin Smartphoneaufnahmen – teils nur Ton, aber auch ein kurzes Filmchen - zeigen dürfe ohne dass ihr andere Personen über die Schulter sehen. Ich möchte ihr damit eine Gelegenheit bieten ohne großes Aufsehen über eine Rücknahme der Klage nachzudenken.

Vom Richter kam ein Einwand: da möchte ich sicherstellen, dass es sich nicht um eine wie auch immer geartete Drohung handelt und deshalb die Aufnahmen vorher sehen bzw. hören. Ich ging zum Richtertisch, legte das Gerät drauf und startete erst das Filmchen. Ton war ausgeschaltet. Dann nahm ich das Gerät, stellte den Ton leise an und bat den Richter das Gerät ans Ohr zu nehmen. Er tat es.

„Oha. Das ist heftig.“ Kam es dann von ihm. „Fürs Protokoll: ich habe der Bitte des Beklagten zugestimmt.“

Ich ging zu Nicole, gab ihr das Smartphone und meinte nur „spiel die Dateien ab. Wie laut Du das einstellst musst Du wissen. Danach will ich hören ob Du die Klage aufrecht erhältst oder zurückziehst. Anzumerken ist dabei, dass es natürlich keine Abfindung geben wird weil Du Klage erhoben hattest, auch wenn Du sie jetzt zurückziehst.“

Sie nahm das Gerät, setzte es aber schon nach kurzer Zeit wieder ab. „Herr Richter, ich ziehe die Kündigungsschutzklage zurück.“ Sie wollte gehen.

Der Richter aber stoppte sie. „Moment, einen Augenblick noch. Es ergeht folgender Beschluss: Die Klägerin hat nach Rücknahme der Klage ihre eigenen Kosten, die Kosten des Beklagten und die Gerichtskosten zu tragen. Die Kostenaufstellung wird an ihre aktuelle Meldeanschrift übersandt.“

Zufrieden fuhr ich nach Hause.

Ich war inzwischen fast 28 Jahre alt. Von Weibern hatte ich erst mal die Nase voll, zumindest soweit es das Thema Beziehung anging. Ich kümmerte mich um den Betrieb, verdiente damit gutes Geld. Von meiner Freizeit ging viel für Sport drauf. Häufig war ich auch mit dem Fahrrad unterwegs, nur so aus Spaß an der Freude. Eines Tages fiel mir ein, dass ich doch mal wieder den damaligen Partnerbetrieb besuchen könnte. Der Kontakt dahin war einfach eingeschlafen. Im Betrieb hatte ich keine Termine oder dringenden Aufgaben, die Gesellen und ein Azubi waren da. Da konnte ich mich für einen Freitag problemlos freimachen, holte den Drahtesel heraus und fuhr los. Nach einer halben Stunde stand ich vor der Tür von Reiners Tischlerei – ich hatte mitbekommen, dass sein Vater verstorben war und er die Firma übernommen hatte – und ging einfach rein. Einer der Gesellen kam auf mich zu. „Entschuldigen Sie, aber Fremde dürfen hier nicht rein, schon wegen der Unfallverhütung. Wenn Sie etwas wollen gehen Sie bitte ins Büro.“

„So ganz fremd bin ich hier nicht. Vor ein paar Jahren – Moment, da kommt Hans.“

Hans ist einer der beiden Altgesellen bei Reiner. Ich rief seinen Namen, er freute sich erkennbar und kam zu mir. Zunächst wandte er sich an seinen Kollegen. „Nichts für ungut, Torsten, aber Robert hat hier vor ein paar Jahren gejobbt. Du bist erst danach gekommen, kannst ihn also nicht kennen. Ist schon in Ordnung wenn er hier reinkommt.“

Zu mir gewandt strahlte er übers ganze Gesicht. „Was treibt Dich denn hierher. Hast Du Deinen eigenen Betrieb nicht mehr?“

„Doch, doch. Wollte nur mal kontrollieren ob hier noch richtig gearbeitet wird und Euch mal wieder die Hand schütteln, aber auch mit Reiner ein Bier trinken.“

„Das trifft sich gut. Reiner wollte Dich sowieso mal sehen. Er hat Sorgen, die er allein nicht lösen kann. Aber lass Dir das besser von ihm selbst erzählen.“

Wir gingen ins Büro. Als ich Reiner sah erschrak ich. Der Kerl war eigentlich fast so groß wie ich, wirkte aber hinter seinem Schreibtisch wie zusammengesunken. Er sah mich zuerst nicht.

Hans rief ihm zu „schau mal wen ich mitgebracht habe!“

Reiner sah auf, erst zu Hans, dann zu mir – und strahlte! „Du kommst wie gerufen. Aber erst mal – was trinkst Du? Kaffee, Tee, Bier?“

„Erst mal ein Bier für den Durst, danach einen Kaffee. Aber sag mal – Hans erzählte, dass Du Sorgen hast. Ist was mit der Firma oder was ist los? Kann ich Dir helfen?“

„Mit dem Betrieb ist nichts. Er trägt sich, wirft zwar keine großen Überschüsse ab, aber ich kann meine Leute sowie die Rechnungen bezahlen, habe selbst ein anständiges Gehalt und für die Steuern bleibt auch genug übrig. Das Problem liegt woanders. Ich habe vor ein paar Jahren geheiratet. Kurz danach kam unser Sohn auf die Welt. Das ging dann noch einige Zeit gut bis Heidi eines Tages mit dem Sohn an der einen und einem Koffer in der anderen Hand in der Tür stand, sagte dass sie auszieht und den Jungen mitnimmt. Sie wollte sich selbst verwirklichen, erzählte sie. Dabei hatte ich ihr immer alle Freiheiten gelassen, mich ebenso wie sie auch um unser Kind und den Haushalt gekümmert. Ein paar Tage später bekam ich Post von einem Anwalt, dass der meine Frau vertritt. Soviel habe ich aus dem Brief verstanden. Der Rest ist aber in einem Deutsch abgefasst, da verstehe ich so Manches nicht. Kannst Du mir das übersetzen und sagen was ich darauf antworten muss?“

Als er den Namen seiner Frau nannte stutzte ich. Immerhin hatte ich hier im Ort auch mal eine Heidi kennen gelernt. Aber auch wenn das Dorf nicht gerade groß war, Frauen mit diesem Namen konnte es hier durchaus mehrere geben.

Ich ließ mir das Schreiben des Anwalts geben, las es durch. „Du, das mit der Scheidung ist zwar Scheiße, aber Du hast trotzdem noch Glück dabei. Deine Frau will eine einvernehmliche Trennung. Sie verzichtet auf Unterhalt, verdient ja fast genauso viel wie Du. Zahlen müssen wirst Du nur für Deinen Sohn. Da gibt es Tabellen, nach denen das berechnet wird und mehr fordert sie nicht. Bei den in der Ehe erworbenen Rentenansprüchen wird es einen Ausgleich geben, der aber nur geringfügig sein wird. Dazu will sie noch ein paar Unterlagen von Dir. Aus Eurer Wohnung will sie nur die Möbel aus dem Kinderzimmer und die Kleidung von ihr und dem Sohn mitnehmen. Ich kann Dir nur empfehlen die Vorschläge zu akzeptieren. Das Schreiben ist ausgesprochen fair gehalten. Ich habe immer gedacht eine Scheidung wäre mit jede Menge Ärger und Rosenkrieg verbunden, aber hier sollte es wohl ganz anders laufen.“

„Kannst Du mir nicht die Antwort schreiben und die Unterlagen zusammenstellen die ich besorgen muss?“

„Reiner, Du weißt dass ich das Jurastudium nicht abgeschlossen habe. Rechtsberatung darf ich nicht machen, kann Dich nicht als Anwalt vor Gericht vertreten. Als Freund den einen oder anderen Brief an den Anwalt oder an das Gericht schreiben, irgendwas erklären, Tipps geben, das geht aber durchaus, Letzteres insbesondere dann wenn sich die Informationen auch im Internet finden. Aber sag mal – hast Du zufällig ein Foto Deiner Frau und Eures Sohns da? Ich möchte gern mal sehen über wen wir gerade reden.“

„Na klar. Warte mal kurz.“ Er ging zum Schreibtisch, zog eine Schublade auf und nahm ein gerahmtes Foto, das wohl mal lange Zeit auf dem Schreibtisch stand, heraus und gab es mir. Ein Blick drauf. Es war meine Ex!!!

Irgendwie hatte ich das erwartet. Mit Schreck war also nichts. Ich grinste nur in mich hinein. Meine Frage, ob ich gleich mal eine Antwort schreiben solle, wurde bejaht. Die paar Zeilen in den Computer gehauen, ausgedruckt und Reiner den Inhalt erklärt. In den darauffolgenden Monaten war dann ab und an mal ein Brief zu schreiben, mehr war nicht. Zum Termin im Familiengericht kam ich nicht mit. Als er den hinter sich hatte war er glücklich geschieden. Das ganze Verfahren lief so wie es sich bereits zu Anfang abzeichnete: ohne jeglichen Streit. Da wo unterschiedliche Erwartungen bestanden gab mal der Eine, mal der Andere nach oder man traf sich in der Mitte. Dass eine Scheidung auch so laufen kann hätte ich vorher nie gedacht!

Reiner weiß übrigens bis heute nicht, dass ich sein Vorgänger bei seiner Ex war und Heidi hat auch nie zu wissen bekommen welche Rolle ich im Scheidungsverfahren gespielt habe.

Ich war vor ein paar Tagen 29 geworden. Gefeiert hatte ich nicht, nur am Nachmittag im Betrieb einen ausgegeben. Nach der Trennung von Nicole hatte es zwei, nein, dreimal einen ONS gegeben. Einer war richtig geil, die beiden anderen waren auch o.k. Aus meiner Sicht waren es willkommene Gelegenheiten einen gewissen Überdruck los zu werden, wurde von mir auch vorher so kommuniziert. Problem war nur, dass alle drei Mädels hinterher mehr erwarteten und das wollte und konnte ich nach den Erfahrungen mit Nicole nicht bieten. Irgendwann las ich in der Zeitung das Inserat eines Callgirls, rief an, vereinbarte einen Termin und besuchte sie dann, hatte so die sogenannte „käufliche Liebe“ wiederentdeckt. Mit Liebe war da aber nichts. Es reichte um den gewissen Druck los zu werden. Diesem ersten Versuch folgten weitere. Einmal hatte ich Glück. Eine richtig hübsche Frau in meinem Alter mit einer tollen Figur vermochte es tatsächlich mir ein Gefühl von Zärtlichkeit und Nähe zu vermitteln, küsste mich sogar. Als ich sie erneut besuchen wollte war sie schon nicht mehr erreichbar. Die anderen Dates waren unterschiedlich, mal befriedigend, meist etwas enttäuschend bis sogar mehrmals nach der Geldübergabe plötzliches Nichtverstehen der deutschen Sprache, gefolgt von Vergessen sämtlicher Absprachen, also Leistungsverweigerung = Betrug. Im Regelfall habe ich dann Geld zurück gefordert, aber auch das wurde angeblich nicht verstanden. Wenn ich dann nachdrücklich wurde sah ich mich oft gleich mehreren Kerlen gegenüber. Da war es dann leider angesagt klein beizugeben. Manchmal aber konnte ich mich durchsetzen. Interessanterweise war das eher dann der Fall wenn die Frau ihren „Beschützer“ gerufen hatte. An einen Fall erinnere ich mich besonders gern. Voraus ging wieder eine verbale Auseinandersetzung mit der Prostituierten. Die fing nach kurzer Zeit an zu kreischen, rief einen Namen. Die Tür vom Zimmer ging auf. Herein kam ein Kleiderschrank, noch ein paar Zentimeter größer und eine Ecke breiter als ich, fragte etwas in einer fremden Sprache, bekam Antwort und walzte auf mich zu, wollte mich am Arm greifen. Ich wich aus, sprach ihn an.

„Ich will mein Geld zurück. Die Frau verweigert alles was abgesprochen wurde. Keine Leistung, kein Geld!“

„Du gehst jetzt. Sonst ich Dich schmeiße raus“ kam zurück. Er kam drohend auf mich zu, bewegte sich dabei aber ziemlich tapsig, war offenkundig in seinen Bewegungen nicht der Schnellste und wirkte auf andere Männer wohl am ehesten durch seine Masse und offensichtlich große Körperkraft. Auch mir war klar, dass ich auf keinen Fall in seine Hände geraten durfte.

„Nein. Ich will mein Geld zurück! Und wenn Du Ärger machst muss ich arbeiten. Dann kostet es das Doppelte!“

Jetzt guckte einer dumm aus der Wäsche. Das war ihm wohl noch nie passiert. Fast mit Schaum vor dem Mund kam er auf mich zu, streckte den linken Arm nach vorn und holte mit dem rechten Arm aus, ließ die Faust fliegen. Ich duckte und drehte mich nach hinten, zog den rechten Fuß nach oben und ließ ihn im Wissen, dass er in genau dem richtigen Abstand hinter mir stand, durch seine Beine führen, bis er dort einschlug wo die Beine zusammenlaufen.

Volltreffer!

Während ich die halbe Drehung zurück machte beugte er sich jaulend nach vorn, hielt sich die Hände vors Gemächt und bekam mein Knie am Kopf zu spüren, allerdings nur mit stark verminderter Wucht, fast wie eine Streicheleinheit. Als er mit dem Jaulen aufhörte fragte ich nur ob es genug sei oder er noch mehr wollte. Er schüttelte den Kopf.

„O.K. Ich musste arbeiten. Vorhin habe ich gesagt, dass ich dann das Doppelte von dem zurück haben will was ich bezahlt habe. Jetzt!“ Er nickte, sagte was in seiner Sprache zu der Frau. Die ging aus dem Zimmer.

„Freundchen, wenn die jetzt nicht das macht was ich will geht’s es Dir schlecht! Kommt die mit Verstärkung, bist Du der Erste, der richtig was abbekommt!“

„Nein, holt Geld.“

Tatsächlich kam sie mit ein paar Scheinen zurück, gab sie mir. Ich zählte nach. War o.k. Ich verließ die Wohnung, nicht ohne zu sagen, dass ich wieder kommen würde wenn ich von einem erneuten Beschiss dieser Art erfahre. Mir war zwar klar, dass diese Drohung wirkungslos bleiben würde, aber andererseits dieses Betrügerpaar sich sicher nicht mehr in dieser Stadt sehen lassen würde. So vermessen zu glauben, dass die ihre Masche aufgeben, war ich nicht.

Dieses und andere enttäuschende Erlebnisse hatten mir den Besuch bei Callgirls verleidet. In der Zeitung sah ich dann das Inserat eines Partyclubs. Einmal zahlen für zeitlich begrenzten Aufenthalt, alkoholfreie Getränke und kaltes Buffet inklusive. Wie lange man bleiben wollte und – und das war der Clou des Ganzen – wie oft man Sex mit einer Frau haben wollte bestimmten die Höhe des Eintrittspreises. Prostituierte waren mehrere da, Männer zwischen einem – meiner Wenigkeit – und manchmal sogar deutlich mehr als Mädels. Dann allerdings machte es mir keinen Spaß. Hielten sich die Geschlechter zahlenmäßig einigermaßen die Waage oder waren gar (deutlich) weniger Männer als Frauen anwesend konnten sich, wie ich bald erkannte, richtig gute Tage entwickeln. Man saß im Partyraum, unterhielt sich mit einem oder mehreren Mädels oder auch mal mit dem einen oder anderen Gast, trank etwas, ging was essen und hatte ausreichend Gelegenheit um zu erkennen ob mit der Dame der Wahl die Chemie passte. Sauna und Whirlpool gab es auch, wurde aber von den Frauen meist gemieden, weil das hinterher oft neues Schminken erfordert hätte. Manchmal aber hatte man Glück, konnte sich mit einer Lady dorthin zurückziehen und eine Runde chillen. Sex dort war aber untersagt. Die Räume waren teilweise unterschiedlich eingerichtet. Der interessanteste war das Spiegelzimmer. Sechseckig, ohne Fenster, alle Wände einschließlich der Tür und der Decke mit Spiegeln versehen, der gesamte Boden mit einer auf Maß gefertigten zweiteiligen Matratze belegt (auf die man, wenn man miteinander zugange war, natürlich wie auch in den anderen Räumen das mitgebrachte Handtuch legte). Es war schon ein toller Eindruck wenn man sich zugleich von allen Seiten sehen konnte ohne den Kopf zu drehen.

Wenn man wollte ging man miteinander auf ein Zimmer, tat dort dann das was so Pärchen gern miteinander tun. Sicher, ab und zu gab es auch da mal eine Enttäuschung, aber meist ging man danach doch zufrieden unter die Dusche. Nach einigen Besuchen kannten die Mädels einen dann auch schon, wussten ob man ein Netter war – war ich natürlich – und wussten auch um die Vorlieben, bei mir neben dem üblichen Stellungskrieg 69 und vor Allem Küssen. Letzteres war allerdings zwar nicht tabu, wurde von den Frauen aber eigentlich nicht gemacht. Aber als Netter gab es da schon mal die eine oder andere Ausnahme und die häuften sich mit der Zeit.

Nach einiger Zeit hatte sich sogar ein vertrautes Miteinander zum Inhaber des Ladens sowie zu dessen Freundin, die aber nicht im Laden anzutreffen war, sondern dort nur hinter den Kulissen tätig war und ansonsten einer normalen Arbeit nachging, eingestellt. Beide hatten zu den Mädels ein sehr gutes Verhältnis. Von denen hörte ich oft wie wohltuend sich die Atmosphäre hier von der in anderen Läden dieser Art unterschied. Von Dieter, den ich irgendwie schon fast als Freund sah, wurde ich auch dann mitunter mal gefragt nachdem er ansatzweise um meinen beruflichen Werdegang wusste und erhielt sogar mal einen Auftrag ihm ein spezielles Möbelstück zu bauen. Die Krönung war dann als er mir sogar seine Privaträume zeigte, in denen er mit seiner Freundin wohnte und die erkennbar für reichlich Familienzuwachs ausreichen würden.

Er wusste ja inzwischen wie ich mich den Frauen gegenüber verhielt und sprach mich deshalb drei oder vier Mal an ob ich ihm einen Eindruck von einer neuen Mitarbeiterin geben könne. Er selber könne solche Tests nicht machen; wenn doch würde er seine Glaubwürdigkeit als Chef verlieren. Klartext: gefragt war ein Test ob sie zum Team passte und einen ordentlichen Service bot. An eine dieser Begebenheiten erinnere ich mich besonders, vor Allem auch besonders gern, weil sie wesentlichen Einfluss auf mein späteres Leben nahm.

An diesem Tag kam ich kurz vor Öffnung des Treffs an, parkte meinen Wagen ein und wollte die paar Minuten noch drin sitzen bleiben. Dann sah ich jedoch auf der Mauer vor dem Windfang ein, wie ich zunächst meinte, junges Mädchen sitzen und stieg aus, ging zu ihr hin. Eigentlich wollte ich sie auffordern das Grundstück zu verlassen weil dieser Ort für Minderjährige doch wohl nicht der richtige Aufenthalt sei. Als ich dann vor ihr stand musste ich aber erkennen, dass sie wohl doch schon älter war.

„Hallo, was machst Du denn hier? Ich habe Dich hier noch nie gesehen.“

„Kannst Du auch nicht. Ich bin eben erst mit dem Bus hier angekommen und will hier arbeiten.“

„Hier arbeiten? Bist Du da nicht noch ein wenig zu jung für?“ Jetzt wollte ich es genau wissen.

„Nein, ich bin vor ein paar Tagen 22 geworden.“

„Oh, da habe ich mich aber stark geirrt. Aber ich höre gerade was.“

In diesem Moment wurde die Tür geöffnet. Dieter sah uns fragend an.

„Die junge Dame saß vorhin vor der Tür. Sie möchte hier arbeiten.“

Zu ihr gewandt meinte ich nur „Dieter ist hier der Chef. Ist ein ganz lieber. Geh mal mit ihm mit. Er wird Dir alles erklären und sagen wie die Konditionen sind, was Du verdienen kannst, aber auch was von Dir erwartet wird und unter welchen Voraussetzungen Du hier wohnen kannst wenn noch ein Platz frei ist. Das weiß ich allerdings nicht.“

Dieter reagierte gleich. „Dann kommt mal mit“ und ging zur Theke im Flur, kassierte den Eintritt, gab mir einen Spindschlüssel und verabschiedete mich erst mal „Du kennst Dich ja aus.“ Zum Mädchen meinte er nur „komm mit“ und ging mit ihr ins Büro.

Ich zog mich um, ging nach dem Duschen in den Partyraum und traf dort auf die anderen Dienstleisterinnen. Zu diesem Zeitpunkt waren fünf da, ich kannte alle, war mit allen schon mal in der Kiste gewesen. Mit einer hatte ich mich aber gar nicht verstanden, eine bot den Standardservice wie nach Drehbuch, aber die anderen Drei, die mochte ich und vor Allem: jede von ihnen ließ sich auf Knutschen ein, etwas das in solchen Läden total unüblich war und wo man (Mann) es natürlich auch geflissentlich für sich behielt wenn mit der Freundin auf Zeit so etwas möglich war. Ansonsten wäre es bei allen Nettigkeiten untereinander bei den Frauen mit Sicherheit zu Zickenkrieg und somit zu vermeidbarem Ärger und absehbar einem Ende dieser Besonderheit gekommen.

Ich hatte die freie Auswahl, da ich aktuell der einzige Gast war. An der Theke ließ ich mir eine Cola geben, setzte ich mich dann zu Lydia. Sie war eine von den Dreien. Es war schon länger her, dass wir uns zuletzt gesehen hatten. Sie war in ihrer Heimat gewesen, erst am gestrigen Abend wieder zurückgekommen, hatte in den letzten drei Wochen keinerlei Sex und freute sich mit mir ihre erste Nummer zu verbringen, wie sie mir glaubhaft erzählte. Sie wusste, dass ich Tischler bin, wusste auch, dass ich die Kommode im Partyraum angefertigt hatte. Dass mir aber der Betrieb, in dem ich arbeitete, gehörte, das wusste sie nicht. Aber so konnte ich ihr auch aus meinem Berufsleben erzählen. Da hörte sie stets interessiert zu, stellte sogar manchmal Zwischenfragen, die erkennen ließen, dass sie sich mehr als nur oberflächlich mit dem Thema beschäftigt haben musste. Aufgefallen war mir das schon früher, aber jetzt wurde ich doch neugierig und nahm mir vor nachzufragen – aber erst später. Zuerst lenkte ich das Gespräch auf den primären Grund meines Besuchs hier. Sie ging auch gleich auf den indirekt ausgesprochenen Wunsch ein und fragte „Zimmer?“

„Ja, gern.“

„Welches wollen wir nehmen?“

„Das ganz hinten.“ Es war das größte Zimmer, hatte als einziges auch eine Nasszelle mit Dusche und WC dabei. Ich hatte vor mit Lydia nicht nur die übliche halbe Stunde zusammen zu bleiben, sondern deutlich mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Das hatte ich vorher schon mit Dieter geklärt als ich ihn kurz sah und sagte es jetzt auch meiner Kurzzeitfreundin. Die freute sich, denn sie wusste, dass sie auch ihren Spaß haben würde.

Im Zimmer angekommen setzten wir uns erst mal auf die Couch, unterhielten uns noch ein wenig. Dabei kamen aber schon die Hände zum Einsatz, streichelten den Gegenüber. Sie trug ausgesprochen hübsche Dessous, die aber jetzt ebenso überflüssig waren wie der Bademantel, von dem ich mich rasch befreit hatte, ihn aber auf der Couch liegen ließ. Mit blankem Hintern auf dem Leder sitzen wollte ich nicht. Lydia stand auf, nahm den BH in die Hand – ich hatte ihn, als wir zwischendurch knutschten, geöffnet – und gab mir Gelegenheit ihr den Slip herunter zu ziehen. Anschließend fasste ich an ihre Pobacken, zog sie zu mir und gab ihr ein Küsschen ins Zentrum bevor sie sich auf meinen Schoß setzte. Die Knutscherei ging weiter, meine Finger verirrten sich auch schon zwischen ihre Beine und stießen dort auf Feuchte. Mein Kleiner war natürlich zum Großen geworden. Worte brauchten wir nicht. Aufgestanden und rüber zum Bett, erst mal nebeneinander liegend weitere Streicheleinheiten und die Zungen miteinander verknotet. Erst einen, gleich danach zwei Finger hatte ich auch zu ihrer Mitte geschickt, sie dort eintauchen lassen. Sie nahm ein Kondom aus dem auf dem Nachtschrank stehenden Körbchen, entfernte die Hülle und streifte es mir über.

„69?“

Sie wusste um meine Lieblingsstellung. Ich nickte, sie drehte sich und nahm mein Glied in den Mund, fing an es zu verwöhnen. Ich wollte nicht untätig bleiben, drückte ihre Hüfte leicht zu meinem Kopf. Schnell war ihr Schoß in Reichweite meiner Zunge, die traf dort nicht auf Feuchtigkeit, sondern auf ausgeprägte Nässe. Es folgte unser beiderseits beliebtes Spielchen: wer würde schneller über die Klippe kommen. Sie war eine Frau, die auch im Job mit dem richtigen Gast einem Orgasmus nicht abgeneigt war und, wenn wir zusammen waren, auch oft einen hatte. Ich verwöhnte ihre Pussy, strich mit der Zunge die Schamlippen entlang auf einer Seite hoch, auf der anderen wieder zurück, ließ dabei aber die Clit außen vor. Dann das Ganze in umgekehrter Reihenfolge, wieder ohne ihr Lustzentrum zu treffen. Sie kümmerte sich derweil um meine Stange, immer hoch und runter, mit wechselndem Unterdruck, mal auch ganz aus dem Mund entlassen und nur Bussi oder an den Seiten oder der Eichel leckend – wunderschön! Gleichzeitig versuchte sie ihre Klitoris ins Spiel zu bringen. Dem wich ich auch weiterhin aus, startete dann aber den Großangriff. Mit der breiten Zunge ein paar Mal über die Scheide, dann mit der Zungenspitze auf die Clit und diese intensiv verwöhnt. Schlagartig vergaß sie wer hier eigentlich wen verwöhnen sollte oder wollte, hörte auf an meinem Schwanz zu nuckeln und fing an mit Stöhnen.

„Du Aas!“ kam von ihr, danach lief die Muschi fast aus, ihre Bauchdecke spannte sich und ein langgezogenes „Jaaaaaa“ war zu hören.

Sie rollte sich von mir runter, drehte sich und lag dann neben mir. Ich wusste, dass sie nach einem Orgasmus immer eine kleine Pause brauchte bevor sie weitermachen mochte. Wir fingen daher wieder zu knutschen an, streichelten uns, wobei ich allerdings die Bereiche unterhalb ihrer Gürtellinie zunächst mied. Sie hatte das Kondom abgezogen, streichelte mein Glied, nahm es ab und an auch in die Hand und drückte es, bis sie fragte „wollen wir?“ Ich nickte, sie zog mir ein neues Gummi über, mich danach auf sich und führte den Freudenspender in ihr Paradies ein. Sie war noch immer total nass, ich kam in einem Zug ganz in sie rein, fing dann mit dem genießerischen Auf und Ab an. Zu meiner Überraschung war von ihr bald ein leises Stöhnen zu hören, das immer heftiger wurde und schließlich in ihrem „Jaaa“ mündete. Gleichzeitig fing ihre Vagina zu pulsieren an, knetete mein Glied durch und sorgte dafür, dass ich meine Ladung ins Gummi feuerte. Dass sie zwei Orgasmen an einem Tag hatte kannte ich bisher nicht. War wohl eine Folge, dass ich ihr erster Gast nach ein paar Wochen Urlaub war.

Ich rollte mich von ihr herunter, legte mich neben sie und nahm sie in den Arm, kuschelte sie nur. Sie machte mit mir dasselbe. Wir blieben beide still.

Nach einiger Zeit fing sie an „weißt Du, eigentlich ist das ja nicht gut in meinem Job, aber irgendwie mag ich Dich. Du bist nett, behandelst mich wie eine Freundin und achtest darauf, dass mir die Zeit mit Dir auch gefällt. Du hörst mir zu, gehst auf mich ein und ich weiß noch als Du mich, als ich vor ein paar Monaten mal dolle Heimweh hatte, getröstet hast. Das macht sonst niemand. Manche Gäste behandeln mich als wäre ich eine Fotze mit bisschen Frau dran, andere wie einen Gegenstand mit dem man machen kann was man will.“

„Lydia, ich mag Dich auch. Du bist nicht wie andere Frauen hier, die den Gast nur möglichst rasch zum Spritzen bringen wollen, sondern Du gehst auf mich ein, küsst sogar, und lässt Dich fallen, zeigst Dich als Frau, die auch genießen mag. Wenn wir miteinander auf dem Zimmer sind habe ich wirklich manchmal das Gefühl nicht in einem Partyclub, sondern mit einer Freundin zusammen zu sein. Weißt Du, ich habe in den letzten Jahren ein paar Mal Pech mit einer Freundin gehabt und will mich deshalb nicht wieder binden. Aber die Zeit mit Dir – die genieße ich so als wenn Du meine Freundin wärst.“

Plötzlich merkte ich wie es feucht an meiner Schulter wurde. Sie weinte leise. Ich streichelte über ihre Haare. „Was ist denn?“

„Ach, nichts.“

„Doch. Da ist was. Und wenn Du Sorgen hast – Du kannst mir alles erzählen und wenn ich kann, dann helfe ich Dir gern.“

„Weißt Du, bei mir zuhause sind so viele Menschen arbeitslos. So etwas wie die Sozialhilfe hier gibt es zuhause nicht, man muss sehen wie man über die Runden kommt. Meine Mutter hat keine Arbeit, mein Vater ist in einer Tischlerei beschäftigt. Du hast ja sicher bemerkt, dass ich da auch Interesse dran habe. Ich habe dort meine Lehre gemacht, sogar sehr gut abgeschlossen. Der Betrieb konnte mich aber nicht übernehmen. Das Geld, was mein Vater verdient, reicht für meine Eltern und für meine kleine Schwester gerade so zum Überleben. Noch ein Esser mehr, dafür langt es nicht. Mein großer Bruder – er ist auch Tischler – ist deshalb nach Österreich gegangen und hat dort einen Arbeitsplatz bekommen, aber nicht in seinem Beruf, sondern als Müllmann. Er ist stark, das schafft er, macht das jetzt auch schon drei Jahre. Ich wusste, dass ich nach meiner Lehre woanders Arbeit suchen musste. In meinem Land brauchte ich es gar nicht erst zu probieren. Also habe ich Bewerbungen an viele Firmen in Deutschland und Österreich geschickt. Von einigen kamen Absagen, von den meisten gar nichts. Manchmal habe ich angerufen und gefragt warum. Manche sagten gar nichts, zwei oder drei meinten nur, dass sie aus meinem Land keine Leute einstellen, die würden nur Ärger machen. Schriftlich habe ich das natürlich nicht. Aber leben muss ich ja auch von irgendwas und deshalb bin ich hierher gekommen. Es ist so schlimm jeden Tag unter immer wieder anderen Männern zu liegen, denen etwas vorzuspielen – Du bist da natürlich die Ausnahme und das weißt Du auch – und dabei zu wissen was die über einen denken.“

Sie schluchzte laut auf.

„Ich würde mit dem Scheiß hier lieber heute als morgen aufhören, aber ich weiß nicht wohin. Kannst Du nicht bei Deinem Chef nachfragen ob er mir Arbeit geben kann?“

Ich hielt mich vorsichtshalber bedeckt und erzählte nicht, dass ich selbst mein Chef bin. In meiner Firma waren derzeit alle Arbeitsplätze in der Tischlerei besetzt, nur im Büro war eine Stelle offen. Aber eine Idee hatte ich doch. Ich hatte kürzlich zu hören bekommen, dass der eine Altgeselle im Partnerbetrieb in Kürze in Rente gehen würde. Dessen Position würde der jetzige Neugeselle einnehmen und dann…

„Weißt Du, Kleine“… es war das erste Mal, dass ich sie so nannte. Sie war aber auch tatsächlich sehr klein, nicht mal einen Meter sechzig. „Bei mir im Betrieb ist derzeit kein Arbeitsplatz für einen Tischler frei aber“

Sie weinte jetzt laut los. Einen Moment später klopfte es an der Tür.

„Was ist da drinnen los?“

Ich erkannte die Stimme von Dieter.

„Moment.“ Ich schloss die Tür auf, öffnete. Dass ich noch splitternackt war und Lydia ebenso auf dem Bett lag fiel mir nicht auf, erst Dieter machte mich grinsend darauf aufmerksam.

„Ich bin von den Mädels gerufen worden. Die hörten Lydia weinen und hatten Sorge, dass Du ihr wehtust. Wenn ich allerdings gewusst hätte, dass Du hier mit ihr im Zimmer bist hätte ich mir keine Gedanken gemacht.“

„Ist schon richtig. Lydia hat mir von zuhause erzählt und war dann traurig, obwohl wir zuvor ein sehr schönes Miteinander hatten. Irgendwann fing sie dann auch an zu weinen, ich habe sie getröstet und werde wohl noch ein bisschen mit ihr hier bleiben. Ob sie dann noch weiter unten bleibt oder lieber auf ihr Zimmer geht weiß ich nicht, wird sie Dir dann sagen.“

„Kein Problem. Ich schau gleich mal nach ob eine von den Frauen, die heute nicht im Plan standen, runterkommen mag. Wäre ja ungeplant mindestens ein Hunderter zusätzlich für sie. Aber wo ich Dich gerade sehe: wenn ihr miteinander fertig seid komme bitte zu mir ins Büro. Ich hätte da noch ein paar Fragen an Dich, bin mir bei einer Sache nicht sicher und könnte Hilfe gebrauchen.“

„Geht klar. Bis später.“

Ich schloss die Tür wieder ab, legte mich wieder zu Lydia aufs Bett. Sie schniefte immer noch.

„Was soll ich denn machen? Ich kann doch nichts anderes.“

„Du kannst Dir mal die Daumen drücken. Als Dieter klopfte konnte ich ja den Satz nicht zu Ende bringen. Ein Freund von mir hat auch eine Tischlerei. In ein paar Wochen geht der Altgeselle in Rente, der Junggeselle rückt nach – und was bedeutet das?“

„Dass dann ein neuer Tischler eingestellt wird? Und Du fragst ihn ob er mich nimmt? Das wäre wundervoll. Ich könnte Dich“ sie fasste mich bei meinen Wangen, zog mich etwas und busselte mich ab dass mir Hören und Sehen verging. Meine Reaktionszeit war nur kurz, dann machte ich mit bis sie mich etwas wegschob, mich auf den Rücken drehte, ins Körbchen griff und mir ein Kondom überzog. Im nächsten Moment spießte sie sich auf und zeigte sich als Temperamentsbolzen. So einen Ritt hatte ich von ihr noch nicht erlebt! Da ich schon abgeschossen hatte dachte ich es würde länger dauern bis ich komme. Denkste. Allerdings war ich auch der Meinung sie hätte ja schon zwei Orgasmen hinter sich und würde das nur für mich machen. Auch denkste! Überraschend schnell pulsierten die Muskeln in ihrer Muschi und ließen mir nicht die geringste Chance den Erguss noch hinauszuzögern. Total ausgepumpt lagen wir Beide auf der Seite Arm in Arm, machten gar nichts außer dass wir kuschelten und irgendwie glücklich waren – und das in einem Partyclub!

„Lydia, eines muss ich Dir aber noch sagen. Ich werde zwar meinen Freund fragen, aber ob er mitmacht, das weiß ich nicht. Immerhin muss ich ihm ja auch sagen womit Du jetzt Dein Geld verdienst; Offenheit, Ehrlichkeit, ist gerade bei einem Hintergrund wie Deinem unbedingt notwendig, denn es kann immer mal passieren, dass Dich ein Freier erkennt und sein Wissen verbreitet oder versucht Dich damit unter Druck zu setzen. Wenn mein Freund auf die Idee eingeht wird er Dich sicher für ein paar Tage als Aushilfe beschäftigen um zu sehen was Du kannst und ob Du zum Team passt. Wenn das gut ausgeht und er sich für Dich entscheidet kannst Du einen Arbeitsvertrag bekommen, der dann aber auch ein halbes Jahr Probezeit vorsieht. Sicher ist also noch gar nichts. Und verdienen wirst Du dort wohl auch weniger als hier.“

„Das macht gar nichts. Ich bin ja schon froh, dass sich überhaupt mal ein Licht am Horizont zeigt.“

Was Lydia nicht wusste: Reiner suchte schon länger nach einem fertig ausgebildeten Tischler, fand aber keinen der seinen Ansprüchen genügte. Bei Lydia war ich mir schon wegen der Fragen die sie gestellt hatte und der anderen Unterhaltungen mit ihr einigermaßen sicher, dass sie den fachlichen Anforderungen genügen und sich auch gut ins Team einfügen würde.

„Wollen wir duschen?“

Sie nickte. Wir schnappten unsere Handtücher, gingen in die Duschkabine. Die war zwar für Zwei ziemlich eng, aber nach dem was wir Beide eben miteinander hatten, genau passend. Wir seiften uns gegenseitig ein, spülten den Schaum beim jeweils Anderen dann auch ab, vermieden es aber uns geil zu machen. Raus aus der Dusche, abtrocknen und dann raus aus dem Zimmer. Wir gingen Beide ins Büro. Dieter war gerade am Schreiben, sah kurz auf und deutete auf Stühle. Wir setzten uns.

Nachdem er mit Schreiben fertig war schaute er uns an. An Lydia gerichtet kam nur die kurze Frage „Und, geht’s wieder oder möchtest Du lieber für heute aufhören?“

„Ich kann heute nicht weiterarbeiten, werde nach oben gehen.“

„Gut. Dann sage mal Katharina, dass sie runterkommen kann.“

Lydia verließ den Raum.

„So Dieter, dann erzähle mal. Wo kann ich Dir helfen?“

„Mit der Frau, die vorhin mit Dir reingekommen ist, stimmt etwas nicht. Die Papiere sind in Ordnung, der Personalausweis wurde vorgelegt und ist echt. Gemeldet ist sie in der Landeshauptstadt und von dort nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Vater abgehauen. Sie heißt Helena, ist 22 Jahre alt, kann daher bestimmen wo sie sich aufhält. Ihr Abitur hat sie in der Tasche, durfte aber wegen eines Verbots ihres Vaters weder studieren noch eine Ausbildung anfangen, ist seit über einem Jahr zuhause. Ich habe ein paar Fangfragen gestellt. Es passte alles. So weit, so gut.

Aber!

Sie sagte, dass sie weiß was hier auf sie zukommt, dass sie fünf Tage in der Woche mit vielen verschiedenen Männern Sex haben würde und dass manche von den Kerlen sich nicht gerade anständig benehmen würden, auch dass Praktiken gefragt werden würden die ihr nicht gefallen. Sie könne zwar manches ablehnen, aber ein Grundservice müsse schon geboten werden. Alles wurde von ihr bestätigt. Da hatte ich aber schon den Eindruck, dass es mit sexuellen Erfahrungen bei ihr nicht weit her sein kann – zu schüchtern, zu ängstlich und zu wenig Kenntnisse in manchen Bereichen.

Danach erzählte sie, dass ihr Vater sie beim Zocken mit ein paar Kumpels, von denen einer widerlicher war als der andere, als Spieleinsatz angeboten habe. Das sei der Grund für ihre Flucht gewesen. Jetzt wisse sie nicht wo sie wohnen, wovon sie leben könne und hätte sich entschlossen es hier zu versuchen. Im Internet hätte sie sich über mein Geschäft informiert und sei sich im Klaren darüber was hier auf sie zukommt. Als ich dann aber anfing Detailfragen zu stellen, insbesondere solche die sich um den Sex mit Männern drehten, bekam ich den Eindruck, dass sie von Tuten und Blasen“ – er grinste wegen der Doppeldeutigkeit des Begriffs – „keine Ahnung hat.

Ich habe sie erst mal in einem freien Zimmer einquartiert. Da kann sie wenigstens bis morgen bleiben, auch wenn es nicht mit ihr passt. Und nun kommst Du ins Spiel. Ich habe bislang nur mit ihr gesprochen und ihr oben das Zimmer gezeigt. Nimm Du sie mal an die Hand, zeige ihr unten die Räume und erkläre ihr gegebenenfalls die Besonderheiten. Du weißt schon: Gyn-stuhl, Massagebank, Sauna, Whirlpool und auch den Garten mit dem Pool dort. Wenn ihr auf dem Zimmer seid schau ob sie zumindest den Standard-Service bringt. Zeitbegrenzung hast Du keine. Im Augenblick ist sie noch oben, wollte sich noch ein wenig beruhigen und dann runterkommen. Müsste bald da sein.“

Keine Minute später klopfte es an der Tür. Dieter rief sie rein.

„So, Helena, das ist Robert. Ist übrigens wie Deiner sein echter Vorname. Die meisten Frauen legen sich hier ausgedachte Namen zu um auch damit privat von Job zu trennen. Aber das kannst Du Dir immer noch überlegen. Er wird Dir die Räume hier unten und den Garten zeigen, dabei auch auf ein paar Besonderheiten eingehen. Er ist ein ganz Lieber. Wenn Ihr dann auf dem Zimmer seid kannst Du ihm ganz offen sagen was Du bereit bist zu machen, was vielleicht bei dem einen oder anderen Besucher möglich ist und was Du ablehnst. Wenn Du Fragen hast – nur zu! Er kennt hier alles, naja, fast alles, auch zum Haus. Dann mal viel Spaß miteinander, Ihr Zwei!“

„Hallo, Helena. Dann komm mal mit. Wir gehen erst mal in den Kontaktraum, genannt auch Partyraum. Da halten sich die Frauen auf wenn sie keinen Gast haben oder sie setzen sich mit einem zusammen, unterhalten sich mit ihm. Meist gehen sie danach auf ein Zimmer, aber es kommt auch vor, dass der Gast es sich anders überlegt.“

„Und was ist wenn eine Frau den Gast nicht mag?“

„Dann sagt sie ihm das oder lehnt es gleich ab sich mit ihm zu unterhalten. Das ist ihr gutes Recht. Die Bezahlung, das hat Dir Dieter aber sicher schon gesagt, richtet sich zum Teil jedoch auch danach wie oft sie mit einem Mann im Zimmer war. Sie verliert also Geld wenn sie einen ablehnt. Gleiches gilt übrigens auch wenn sich ein Gast beschwert und sich herausstellt, dass die Beschwerde berechtigt war. In einem solchen Fall kommt Dieter zu Dir und Deinem Gast, klärt die Angelegenheit und entscheidet. Allerdings ist es nicht immer, aber meistens so, dass der Gast das Nachsehen hat.

Im Partyraum befinden sich die Theke und Barhocker, Sessel und Couches sowie einige kleine Tische. Alkoholfreie Getränke gibt es kostenlos, alkoholhaltige müssen extra bezahlt werden.“

Ich drehte mich und ging zur nächsten Tür. „Hier ist der Speiseraum. Es gibt ein kleines kaltes Buffet, manchmal auch etwas Warmes. Essen ist auch frei.“

Danach nahm ich sie an die Hand. „Jetzt gehen wir nach hinten. Hier gegenüber ist ein Vorratsraum für die Theke. Da haben die Gäste nichts zu suchen. Er ist auch meistens abgeschlossen. Der Flur hier….“ beide gingen wir durch die Tür „führt zu den Zimmern. Hier sind übrigens auch die Toiletten für die Gäste. Deren Dusche ist gleich dort um die Ecke und daneben ist ihre Umkleide mit den Spinden. Hier links ist ein größeres Zimmer mit Nasszelle. Da können die Frauen sich frisch machen oder auch mal für kleine Mädchen gehen. Dann kommt….“ Ich zeigte ihr alle Räume sowie den Hinterausgang, der zum Garten führte, und dort den kreisrunden Pool, der bei einem Durchmesser von etwa 6 Meter immerhin etwa 1,4 Meter tief war. Zum Schluss waren wir durch, kamen in den letzten Raum. „Jetzt sind wir fast durch. Hier sind Sauna und Whirlpool. Da vorn sind extra Duschen. Hier bin ich auch gerne. Was hältst Du davon, wenn wir jetzt ein wenig in die Sauna und danach in den Whirlpool gehen?“

„Ich war noch nie in einer Sauna. Da ist man doch nackt, oder?“

„Ja, natürlich. Aber hier wirst Du öfter nackt sein, spätestens nachdem Du mit einem Mann aufs Zimmer gegangen bist.“

„Aber ich kann auch nein sagen?“

„Natürlich. Die meisten Frauen mögen nicht mit in die Sauna, meistens wohl weil sie sich dann neu schminken müssten. In den Pool mögen auch nur wenige gehen.“

Helena überlegte kurz. „Ich bin nicht geschminkt und möchte die Sauna probieren. Hilfst Du mir wenn ich mich nicht auskenne?“

„Na klar. Schau mal, hier sind Handtücher und ein Regal. Da kann ich meinen Bademantel und Du Deine Dessous reinlegen. Zieh Dich aus und dann komm mit.“

Helena zögerte sichtlich bevor sie ihren BH öffnete und sich den Slip auszog, sah sich dabei um und wollte sich offenbar vergewissern, dass wir keine Zuschauer hatten. Ich war aber noch immer einziger Gast und die anderen Frauen sowie Dieter hielten sich im Partyraum und im Büro auf.

Ich nahm sie wieder an die Hand. „Nur keine Angst. Sauna ist was Feines.“ Wir gingen rein, legten die Handtücher auf die unterste Stufe und setzten uns drauf. Inzwischen hielt sie mich an der Hand, fasste sogar ziemlich fest zu. Offensichtlich war sie unsicher, vielleicht sogar etwas ängstlich. Ein paar Minuten saßen wir ohne etwas zu sagen.

„Siehst Du, alles halb so wild. Aber ich habe nun so viel erzählt. Erzähle doch mal von Dir.“

„Also, ich heiße Helena Koch, bin 22 Jahre alt und …“ es folgte das was Dieter mir in Kurzfassung erzählt hatte. Dann aber kam etwas was mich stutzig machte:

„Als ich zwölf Jahre alt war habe ich einen fürchterlichen Streit zwischen meinen Eltern mitbekommen. Ich habe mich nicht getraut zu ihnen ins Wohnzimmer zu gehen. Meine Mutter hatte am nächsten Morgen offenbar starke Schmerzen, wollte aber nicht sagen wo und weshalb. Am Tag darauf war Klassenfahrt. Als ich nach einer Woche zurück kam war sie weg. Sie hatte einen Brief dagelassen, dass wir sie nicht suchen sollten. Sie würde ins Ausland gehen. Mein Vater sagte, dass es Streit gab und er zugeschlagen, sich dann aber sofort entschuldigt habe und ihr am gleichen Tag den schon lange bestehenden Wunsch nach einem neuen Wohnzimmerteppich erfüllte. Trotzdem war sie am Tag danach verschwunden und ist bisher nicht wieder gekommen. Drei Tage später kam eine Ansichtskarte aus München. Mein Vater hatte sie aufgehoben und gab sie mir. Sie schrieb, dass sie nach Österreich oder Italien geht und entschuldigte sich bei mir, dass sie einfach abgehauen ist. Danach habe ich nie wieder etwas von ihr gehört.

Mit den Jahren geriet dieses Detail in den Hintergrund, ich dachte nicht mehr daran. Als der Vater mich beim Pokern schon kräftig angetrunken als Spieleinsatz anbot habe ich nur laut „Nein“ gesagt. Von ihm kam dann nur „Du machst das was ich sage! Sonst geht es Dir wie Deiner Mutter!“. Ich fragte ihn dann wie es denn Mutter ergangen sei. „Die ist …- er stockte - ... abgehauen, irgendwo anders. Habe ich Dir doch gesagt! Da fiel mir das wieder ein was mir nach der Rückkehr von der Klassenfahrt erzählt wurde.“

„Hat Dein Vater denn eine Vermisstenanzeige erstattet?“

„Ja, hat er mir ein paar Tage später gesagt. Da ist aber nichts bei herausgekommen.“

„Trotzdem. Das ist eigenartig. Da müssen wir uns mal drüber unterhalten wenn Du hier bleibst und Dich eingelebt hast.“

Wir unterhielten uns danach über andere Dinge und langsam kehrte der Glanz in ihre Augen zurück.

Ich sagte ihr dann „jetzt sind wir lange genug hier drin und schwitzen ja auch schon heftig. Also gehen wir jetzt unter die Dusche und setzen uns in den Pool.“

So geschah es dann auch. Als wir drin saßen schaltete ich die Sprudel- und Massagedüsen ein. Helena kannte das offenbar nicht. Sie war jedenfalls überrascht, freute sich dann sehr und hatte Spaß. Ich nahm sie in den Arm, streichelte sie am Körper, sah aber, dass sie sich zunächst wohl etwas erschreckt hatte und verspannte. Nach ein paar Sekunden wurde ihr Körper wieder locker.

„Gefällt Dir das nicht?

„Doch, ich kannte so etwas nur nicht und war auf die Berührung im Wasser nicht vorbereitet.“

Wir blieben noch etwa 10 Minuten im schön warmen Wasser. Dann schlug ich vor auf ein Zimmer zu gehen. Wir stiegen aus, gingen noch kurz unter die Dusche und weiter, nackt wie wir waren, in das Zimmer mit der Couch. Nachdem ich die Tür abgeschlossen hatte nahm ich sie wieder an die Hand, ging mit ihr zum Bett und legte mich hin. Sie blieb stehen.

„Kommst Du?“

„Ja, Moment.“

Sie legte sich neben mich. Ich drehte mich auf die Seite, nahm sie in den Arm und begann sie am Rücken zu streicheln. Sofort versteifte sie sich, ihr Gesicht nahm plötzlich einen maskenhaften Ausdruck am. Im Augenwinkel sah ich ein Tränchen aufkommen. Ich erschrak.

„Mädchen, was ist denn? Hast Du Angst?

„Ja, ich habe Angst, ich weiß nicht ob ich das kann. Ich habe doch noch nie…“

„Du bist noch Jungfrau? Was hast Du denn vorhin Dieter erzählt? Doch sicher, dass Du genug sexuelle Erfahrungen hast?“

„Ja, aber ich habe gedacht ich bringe mein erstes Mal so hinter mich, dass ich die Zähne zusammenbeiße, die Sache über mich ergehen lasse und hoffe, dass der Mann nichts merkt.“

Sie begann erst leise, dann immer lauter werdend zu weinen. Offenbar hatte das wieder jemand gehört. Jedenfalls klopfte es wieder heftig an der Tür und die mir bekannte Frage war zu hören. Ich schloss die Tür auf, öffnete sie und sah Dieter an.

„Das Mädchen ist nichts für den Club. Sie hat keinerlei Erfahrung, mehr Angst als sonst was. Selbst wenn sie sich entschließen würde hier zu bleiben – sie würde daran zugrunde gehen.“

Vom Bett kam ein Zwischenruf „aber ich kann doch nirgendwo anders hin, ich habe doch nichts und ich kann nichts! Was soll ich denn machen?“

Ich überlegte einen Moment, drehte mich um. „Helena, ich habe eine Lösung zumindest für die nächste Zeit. Du hast zwar keine Ausbildung, aber Abitur, kannst also lesen, schreiben, rechnen und somit sofort einfache und nach einiger Eingewöhnung auch anspruchsvollere Büroarbeiten verrichten. Das was Du da wissen und können musst wirst Du rasch lernen. Das wäre schon mal ein Minijob, später vielleicht ein Halbtagsjob. Auf jeden Fall würdest Du etwas Geld verdienen. Ansonsten könntest Du Dich um meine Wohnung kümmern (dass es ein nicht gerade kleines Haus war behielt ich erst mal für mich), wenn es Dir nicht zuviel wird auch kochen und Wäsche waschen. Kost und Logis sind frei. Wohnen kannst Du im Gästezimmer und Angst haben, dass ich von Dir etwas will was Du nicht magst, brauchst Du nicht zu haben. Ich bin mit Beziehungen ein paar Mal auf die Schnauze gefallen und habe kein Interesse mich erneut zu binden.“

„Das würde ich gern machen. Aber kannst Du das so einfach entscheiden?“

„Der Chef sucht schon lange nach einer Bürokraft und auf mein Urteil kann ich mich eigentlich gut verlassen. Wenn ich meine, dass es passt, dann geht das in Ordnung. Dann hole mal Deine Sachen von oben, zieh Dich ausgehfertig an und bringe bitte Lydia mit. Wir gehen ins Büro.“

Beim Bezahlen des Eintritts bekam man je nach dem was man bezahlt hatte Chips, die letztlich dann gegenüber den Frauen nach dem Zimmeraufenthalt als Zahlungsmittel dienten. Lydia hatte ihren bekommen, mit Helena war es ja nicht soweit gekommen. Daher hatte ich noch welche und wo waren die besser aufgehoben als bei Lydia?

Im Büro angekommen setzten wir uns, zogen uns erst mal auf dem Weg dorthin hinter der Theke einen Kaffee, bereiteten für Lydia und Helena auch einen vor. Lydia kam ins Zimmer, sah uns sitzen und bekam ihren Kaffee angeboten.

„Helena ist noch oben, zieht sich um. Sie ist ganz aufgeregt. Was habt Ihr mit ihr der angestellt und wieso sollte ich auch runterkommen?“

Ich übernahm die Antwort. „Du solltest runterkommen weil ich vorhin dafür verantwortlich war, dass Du einen Moralischen bekommen hast, deshalb nicht mehr weiterarbeiten konntest. Ich fahre jetzt nach Hause und habe noch Chips.“ Ich gab sie ihr.

„Das ist lieb. Dieter, schau mal weg!“ Sie beugte sich zu mir rüber und gab mir einen dicken Kuss auf den Mund, ließ sogar die Zunge kurz spitzen.“

Dieter grinste. „Und ich?“

Du hast Deinen Schatz“ kam es von Lydia. „Die reißt Dir die Ohren ab wenn Du mit den Mädchen hier rummachst!“

Ich lachte. Seine Lebensgefährtin kannte ich auch. Die war wirklich bei Bedarf recht energisch, aber eine Seele von Mensch und für die Frauen bei mancherlei Art von Sorgen eine gesuchte Ansprechpartnerin.

Lydia meldete sich wieder. „Aber was ist denn nun mit Helena? Oh, da kommt sie schon.“

Helena trat ein, bekam ihren Kaffee und setzte sich.

„Helena ist nichts für den Club hier“ sagte ich. „Ich nehme sie mit zu mir und schaue mal was sich da für sie regeln lässt.“

„Oh“ kam es von ihr. „Da wünsche ich Euch viel Erfolg. Aber kommst Du denn dann gar nicht mehr hierher?“

„Danke. Sicher werde ich noch hierher kommen. Eine Beziehung will ich nicht wieder eingehen, also ist auch keine Beziehung mit Helena beabsichtigt und, du kennst mich, etwas tun was ihr nicht gefällt werde ich sicher auch nicht.“

Dann wandte ich mich an Dieter. „Dich muss ich etwas enttäuschen. Nicht nur, dass ich Dir eine hübsche Frau entführe, sondern Du wirst vielleicht bald eine weitere Schönheit verlieren. Lydia hat mir vorhin, als sie am Weinen war, mehr von sich erzählt, dabei auch was sie sich für die Zukunft wünscht. Zufällig gibt es da im Betrieb eines Freundes eventuell eine Möglichkeit. Es kann also sein, dass ich mal anrufe, sie für ein Vorstellungsgespräch abhole und sie, wenn es klappt, nur noch zurück kommt um ihre Sachen abzuholen.“

Dieter war überrascht, aber reagierte so wie ich es erwartet hatte. „Für den Betrieb wäre es sehr schade wenn Lydia gehen würde. Sie ist mir eine der Liebsten hier. Aber ich sehe das auch von einer anderen Seite. Sie ist noch jung. Wenn sie jetzt den Ausstieg aus dem Milieu schafft hat sie gute Chancen ein ganz normales Leben zu führen. Je länger sie mit dem Ausstieg wartet, desto schwieriger würde das werden. Also, Lydia“ er dreht sich zu ihr, „der Betrieb wünscht, dass es nicht klappt, aber ich drücke Dir, Euch, alle Daumen!“

„Daaanke!“ Sie schluckte, kleine Tränchen waren zu sehen. Zwei Schritte, dann stand sie neben Dieter, beugte sich und drückte ihm einen dicken Kuss auf den Mund. Danach lief sie rasch aus dem Büro.

„Bye, bye, Dieter. Ich melde mich.“

Mit Helena an der Hand ging ich zum Auto. Sie wirkte total verschüchtert, aber doch ein wenig neugierig.

Ihre Augen wurden groß als wir vor meinem Haus standen. „Hier wohnst Du? Aber Du hast doch gesagt `Wohnung´. Das ist ja ein ganzes Haus. Wer wohnt denn noch hier?“

„Nur ich. Ich bin allein. Geplant war als ich einzog meine damalige Freundin zu heiraten und mit ihr mindestens zwei Kinder zu haben. Ein paar Wochen später habe ich sie mit einem anderen Kerl im Bett erwischt. Komm rein.“

Ich zeigte ihr das Haus, zuerst das Gästezimmer, damit sie ihre Tasche abstellen konnte. Schnell einen Kaffee gemacht, dann gingen wir ins Wohnzimmer.

„Wir müssen uns ein wenig unterhalten wie wir weiter vorgehen. Ich nehme an, dass Du zuhause noch jede Menge Kleidung und persönliche Sachen hast, die Du gern mitnehmen möchtest. Außerdem müssen wir ein wenig einkaufen, denn auf Besuch bin ich nicht vorbereitet. In die Tischlerei gehen wir erst morgen. Ich habe es mir übrigens anders überlegt. Du bekommst gleich einen Arbeitsvertrag für eine Teilzeitstelle als Bürokraft, natürlich mit einer Probezeitregelung. Während der Probezeit kannst Du jederzeit gekündigt werden, aber auch Du kannst jederzeit kündigen, wenn Dir was nicht gefällt. Ein Grund braucht jeweils nicht angegeben werden. Der Arbeitsvertrag wird so gestaltet, dass Du gerade so versicherungspflichtig bist, also etwas mehr Einkommen hast als bei einem Minijob. Vorteil ist, Du bist dann auch krankenversichert.

Mein Vorschlag ist, dass wir jetzt zu Deinem Vater fahren und Deine Sachen aus der Wohnung holen. Ein paar leere Umzugkartons habe ich noch von meinem Einzug hier im Keller. Wenn wir zurück sind kaufen wir im Supermarkt ein. Danach gehen wir schön Essen und feiern so Dein neues Leben. Was meinst Du?“

„Ich habe Angst meinem Vater gegenüber zu stehen. Der wird mich wieder verprügeln.“

„Hat er das schon mal gemacht? Schlimm! Aber das soll er nur versuchen. Ich stehe neben Dir. Wenn er Dich angreift zeige ich ihm schon wie es ist wenn ihm was weh tut.“

„Meinst Du? Gut, dann fahren wir.“

Sie nannte mir die Adresse. Nach gut einer Stunde waren wir da. Sie klingelte, ich stand links neben ihr, wurde aber von der Hauswand verdeckt. Ihr Vater öffnete, sah sie und brüllte los, nannte sie Hure und sie würde jetzt die Tracht Prügel ihres Lebens bekommen. In dem Moment schob ich mich vor sie, Der Vater hatte schon ausgeholt, wollte zuschlagen. Ich fing den Arm ab, nahm den Mann in den Polizeigriff, schob ihn ins Haus und drückte ihn auf den Boden. Helena sah mir sichtlich erleichtert zu.

„Helena, geh mal zum Auto, hole die Umzugkartons rein. Und wir..“ dabei drehte ich mich zum Vater „gehen ins Wohnzimmer und unterhalten uns ganz friedlich. Machen Sie Ärger zeige ich Ihnen, dass ich Ihnen auch sehr wehtun kann. Haben Sie mich verstanden?“

Er nickte, war offenbar ein Feigling oder rasch überzeugt. War mir egal. Ich ließ ihn los, er stand auf – und wollte mir mit der Faust ins Gesicht schlagen. Da war Schluss mit lustig! Den Arm abgefangen, einen Hebel angesetzt und er flog lang auf den Boden. Noch bevor er richtig lag bekam er noch eins auf den Brustkorb.

„Gut, das war ein Versuch. Beim nächsten mache ich Ernst. Wollen Sie das?“

Er schüttelte den Kopf, ging ins Wohnzimmer. Ich setzte mich so hin, dass er den weiteren Weg zur Tür hatte und sagte ihm, dass seine Tochter auszieht, alle ihre Sachen mitnimmt. Außerdem wies ich ihn darauf hin, dass er verhindert hat, dass seine Tochter ein Studium oder eine Lehre beginnt und daher unterhaltspflichtig ist. Ob das rechtlich in Ordnung war oder nicht, war mir da egal. Helena wird in den nächsten Tagen ein Bankkonto eröffnen und entweder selbst oder durch mich die Höhe des geforderten Unterhalts und die Bankverbindung mitteilen. Kommt er der Forderung nicht nach wird es deutlich teurer, denn dann wird ein Rechtsanwalt eingeschaltet, gegebenenfalls Klage beim Gericht erhoben, und beides ist nicht gerade billig.

Helena rief von oben, dass sie schon drei Kartons fertig hat. Einer ist so schwer, dass sie ihn nicht tragen kann. Ich sah ihren Vater nur an, meinte „Ihre Aufgabe und wehe es passiert etwas das mir nicht gefällt!“ Er ging nach oben, schnappte den mit Büchern vollgestopften Karton und trug ihn bis zu meinem Kombi. Die anderen beiden nahmen Helena und ich. Ich fragte sie dann ob es noch viel sei, aber dem war nicht so. Zwei wurden aber dennoch noch benötigt. Zufrieden fuhren wir wieder heim. Zuhause die Kartons ausladen und ins Gästezimmer stellen war rasch erledigt. Im Supermarkt sagte ich ihr nur, dass wir Brot, Butter und Margarine auf jeden Fall brauchen. Aufschnitt und anderen Bedarf solle sie aussuchen. Obwohl sie sich in dem Laden nicht auskannte – und von mir auch keine Hilfe bekam weil sie Sachen haben wollte die ich nicht kannte – war der Einkauf bald erledigt. Wieder nach Haus, die Sachen verstaut, dann setzten wir uns ins Wohnzimmer.

„So, jetzt verpusten wir uns etwas und dann fahren wir Essen. Welche Küche magst Du denn am liebsten? Wir haben hier in der Nähe ein deutsches Restaurant und einen Griechen, etwas weiter weg einen Italiener und einen Chinesen.“

Sie entschied sich für den Italiener. Dort angerufen, einen Tisch reserviert und hin. Es war ein etwas kühl eingerichtetes Restaurant, aber dafür waren die Pizzen, die wir bestellten, erste Klasse. Wieder nach Haus zeigte ich ihr im Wohnzimmer einige Gesellschaftsspiele, die ich hatte, meine Sammlung von Musik-CDs, meinte dazu aber, dass wir auch einfach Glotze schauen könnten. Wenn wir nichts fänden was uns beide interessiert könnte jeder seins einschalten, denn im Gästezimmer steht ja auch ein Fernseher. Morgen könnten wir dann in den Betrieb gehen, den Arbeitsvertrag machen, anschließend sie im Rathaus ummelden, damit alles seine Richtigkeit hat. Beiläufig sagte ich ihr noch, dass sie natürlich nicht auf ihr Zimmer beschränkt sei. Wohnzimmer, Küche und im Keller die Sauna und den Whirlpool könne sie auch gern nutzen. Wie die zu bedienen seien würde ich ihr zeigen. Dann könnte sie auch allein dort relaxen.

„Aber wir waren doch schon zusammen im Pool und in der Sauna. Da habe ich keine Angst, jedenfalls nicht vor Dir.“

Ich freute mich, dass sie so schnell Vertrauen zu mir gefasst hatte. Für den restlichen Abend entschied sie sich für die Glotze und wir fanden auch schnell eine Sendung, die beide interessierte.

In den nächsten Tagen spielte sich das Zusammenleben ein. Im Betrieb zeigte sie sich als schlaues Mädchen, das sehr fix auf der Computertastatur schrieb, ein sehr gutes Verständnis für die Abläufe hatte und viel von dem, was ich eigentlich erklären zu müssen glaubte, entweder schon kannte oder intuitiv richtig machte. Dazu zeigte sie ein nettes, zurückhaltendes Wesen, war hilfsbereit und rasch bei den Jungs beliebt. Zuhause hatten wir auch schon zusammen in der Sauna und dann im Whirlpool gesessen. Dort konnte ich dann auch ausführlich ihren wunderbaren Körper bewundern. Im Club hatte ich das versäumt. Gedacht hatte ich Helena würde es nicht bemerken. Was aber nicht zu übersehen war: mein kleiner Mann richtete sich auf und damit war es mit der Heimlichkeit vorbei. Sie grinste, ich entschuldigte mich „Sorry, aber Du bist nicht nur im Gesicht wunderschön, sondern hast auch einen wunderbaren Körper und da entwickelt beim Mann so ein bestimmtes Teil schon mal ein Eigenleben.

Beiläufig hatte ich ihr auch gesagt, dass die Tischlerei mir gehört und sie lachte. Das hatte sie sich schon gedacht als ich so selbstverständlich davon ausging, dass der Chef das tun würde was ich für richtig hielt, und sicher war sie sich als sie mein Haus sah.

Ich hatte schon am Tag nach Helenas Einzug Reiner angerufen, ihn gefragt ob er auch eine Frau einstellen würde. Er wollte sich das überlegen, denn im Betrieb gab es keine getrennten Sanitärräume für Männlein und Weiblein. Zwei Tage später rief er an, fragte ob er vorbeikommen könne. Eine halbe Stunde später war er da, sah Helena und staunte.

„Wo kommt denn diese Schönheit her.“

Helena errötete, ich meinte nur sie sei mir zugelaufen. Dann erzählte ich ihm vom Schicksal Lydias, dass sie ausgebildete Tischlerin sei, aber weder in ihrer Heimat noch woanders einen Job bekam und um zu überleben nun als Prostituierte arbeiten würde, sich aber danach sehne aus dem Milieu auszusteigen und einer anerkannten Arbeit nachzugehen. Reiner so etwas zu erzählen stellte kein Problem dar. Er war ja ebenso wie ich ungebunden, besuchte auch gelegentlich eine Dame des Gewerbes, zog aber den Besuch von Callgirls dem Besuch von Clubs vor. Bei ihm war ich mir auch sicher, dass er Lydia als Kollegin und nicht als Privatnutte behandeln würde. Dass Helena während des ganzen Gesprächs im Raum blieb wunderte ihn sehr bis ich ihm ihre Geschichte schilderte. Helena hatte ich vorher gefragt, sie hatte zugestimmt. Zum Schluss vereinbarten wir, dass ich am nächsten Tag mit Lydia zu ihm kommen würde.

Am nächsten Morgen war Helena aufgeregt. „Du machst tatsächlich das was Du gesagt hast. Das ist super! Ich war mir ja sicher, dass Du es machst, aber jetzt weiß ich es. Darf ich mitkommen?“

„Natürlich.“ Aber jetzt muss ich erst mal im Partyclub anrufen. Das Telefon geschnappt, Dieters gespeicherte Rufnummer aufgerufen und los ging es. Dieter sah natürlich wer anrief und meldete sich nicht mit Namen, sondern fragte gleich ob ich ihm Lydia entführen will. Er müsse den Plan dann noch umschreiben. Wann ich sie denn abholen wolle. Ich hatte noch einen Termin am Vormittag, deshalb kündigte ich unser Kommen für den frühen Nachmittag an und wenn der Laden noch nicht geöffnet sei würde ich mit dem Handy auf der Clubrufnummer oder seiner Privatnummer durchklingeln.

Im Betrieb war Helena außer Rand und Band, zappelig, nicht mehr zu bremsen. Sie war inzwischen sowieso schon kräftig aufgetaut, zeigte sich auch als sehr fröhliches Wesen mit einer gesunden Portion Humor, aber das heute war schon außergewöhnlich.

Als Mittagessen hatten wir uns eine Pizza vom Lieferdienst bringen lassen. Mit der war sie so blitzschnell fertig, dass ich nur staunte. Dann saß sie offenkundig wie auf heißen Kohlen, lauerte darauf, dass ich fertig wurde. Als es soweit war fasste sie mich an der Hand, zog mich zum Wagen. Nun, bei soviel weiblicher Übermacht konnte ich mich nicht wehren. Wir stiegen ein, fuhren los und waren eine Stunde später da. Ich wollte gerade mein Handy rausholen als die Eingangstür aufging und Dieter uns zuwinkte, wir sollten reinkommen. Hände geschüttelt, Guten Tag gesagt und dann Richtung Büro gegangen. Dabei klagte er mir gleich sein Leid. „Du glaubst nicht wie viel Hummeln eine Person wie Lydia im Hintern haben kann. Die macht hier den ganzen Laden verrückt und die anderen Mädels sehen aus wie laufende Fragezeichen weil sie nicht wissen weshalb Lydia so aufgeregt ist. Die hat übrigens ihre Sachen alle schon eingepackt, damit Du nicht noch mal fahren musst wenn es klappt. Ist nicht viel, nur eine große Reisetasche voll.“

„O.K., aber auch wenn es klappt kommen wir noch mal her. Sie wird sich dann sicher von den anderen Frauen sowie von Dir und Deiner Freundin verabschieden wollen.“

In diesem Moment kam Lydia durch die offene Tür ins Büro gestürmt, stellte ihre Reisetasche neben der Tür ab und fiel mir um den Hals.

„Ich freue mich ja so. Du hast Wort gehalten! Du bist sooo lieb!“ Schon busselte sie mich ab, setzte ihre Zunge so ein, dass ich am Liebsten gleich mit ihr auf dem Zimmer verschwunden wäre. Dann erst sah sie sich um, erkannte Helena.

„Oh, entschuldige. Ich hoffe Du nimmst mir nicht übel, dass ich Deinen Freund so abgeknutscht habe. Aber er gibt mir eine Chance, an die ich nicht mehr geglaubt habe. Ich bin ja soooo glücklich!“

Von Helena kam gleich der Hinweis, dass ich nicht ihr Freund sei, sondern ihr nur ebenso helfe wie sie es gerade erlebe. In mir machte es allerdings leise „klick“. Mir wurde plötzlich klar, dass ich die Zeit mit ihr zuhause mehr und mehr genoss. Inzwischen war es auch schon soweit gekommen, dass sie jede Scheu vor mir verloren hatte, sich abends beim Fernsehen auf der Couch auch schon mal etwas ankuschelte. Im Pool hatte sie sogar mal gefragt ob sie mein Glied mal anfassen dürfe, sie hätte vor der Zeit mit mir noch nie eines in Natura gesehen. Dann fing sie auch noch an mich vorsichtig zu wichsen, hatte sie wohl mal im Internet gesehen. Das ging solange bis ich sie warnte, dass der Schlingel gleich schießen würde. Da war es blitzartig vorbei mit lustig, sie hörte auf und ließ mich mit einem Schwanz, der unmittelbar vor der Explosion stand, im Stich. Gemeinheit! Aber andererseits freute ich mich sehr über das tiefe Vertrauen, das sie inzwischen in mich hatte. Nach kurzem Nachdenken hakte ich das „Klick“ aber ab. Keine neue Beziehung! Zwei mal eine Bauchlandung reichte!

An Dieter gewandt informierte ich, dass wir Helena zu Reiner bringen würden. Die beiden sollten sich beschnuppern und dann entscheiden ob sie in seinem Gästezimmer oder mit mir zurück in mein Haus fahren und bei Helena übernachten würde. In letzterem Fall würde ich sie am Folgetag wieder zurück in den Club bringen müssen. Sollte sie bei Reiner bleiben sei es wahrscheinlich, dass sie dort auch einen Arbeitsvertrag – mit Probezeit natürlich – bekäme und bis auf weiteres in seinem Gästezimmer schlafen könne. Wie sich das dann entwickeln würde müsse man sehen.

Was mich erstaunte – Helena und Lydia hatten sich wohl schon an Helenas erstem Tag im Club miteinander unterhalten, waren sich offensichtlich sympathisch. Jetzt tuschelten sie miteinander und – ich sah es ihm an – sowohl Dieter als auch ich ärgerten uns etwas darüber, dass wir nicht mitbekamen um was es ging. Jedenfalls schienen sich da zwei Freundinnen gefunden zu haben. Als die beiden mitbekamen, dass Dieter und ich nicht mehr erzählten und sie Alleinunterhalter waren, schwiegen sie plötzlich. Ich übernahm dann die Initiative, bat die Mädels mitsamt Gepäck zum Auto und verabschiedete mich von Dieter. Helena und Lydia schlossen sich dem an, Lydia setzte noch einen drauf und gab Dieter einen langen zärtlichen Kuss mitten auf den Mund, wenn ich es richtig sah auch mit heftigem Zungeneinsatz.

„Dieter, den hast Du Dir verdient. Ich bin ja jetzt seit ein paar Jahren als Nutte tätig, zuerst in anderen Clubs, jetzt bei Dir. In anderen Läden hatte ich viel Ärger mit den Kolleginnen und den Chefs. Kolleginnen machten Zickenkrieg, die Chefs verlangten kostenlose Nummern für sich selbst und für Freunde, wollten auch dass ich ihnen und den normalen Gästen einen Service anbiete, den ich ablehnte. Außerdem verlangten die Geld für Unterkunft und Verpflegung. Sogar für die Cola im Partyraum musste man bezahlen und wenn man Sorgen hatte gab es niemand an den man sich wenden konnte. Hier ist das alles anders! Das Einzige, was ich bezahlen muss, sind die Steuern, denn eine Krankenversicherung habe ich zuhause. Wenn ich Probleme hatte konnte ich mich immer an Dich oder an Deine Freundin wenden. Einer hat mir immer geholfen. Mit den Kolleginnen gibt es sehr selten mal Streit, allgemein verstehe ich mich mit ihnen auch gut. Das liegt mit Sicherheit auch zu einem sehr großen Teil an Dir und auch Deiner Freundin. Dafür möchte ich mich bei Euch ganz lieb bedanken!“

„Ach Mädchen, danke für das Lob. Ich glaube, ich bin gerade etwas rot geworden (stimmte!). Aber es ist eigentlich nicht notwendig. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass man mit den Leuten, mit denen man zu tun hat, genau so umgeht wie man von ihnen behandelt werden möchte. Ein sehr gutes Beispiel ist auch Robert. Eigentlich ist und war er auch zu Anfang nur ein Gast unter vielen. Nach und nach haben wir uns näher kennen gelernt, irgendwann habe ich ihn mal nach seiner Meinung zu betrieblichen Problemen gefragt. Die Tipps, die er mir gab, waren super, wäre ich allein nie drauf gekommen. Dann kam Eines zum Anderen. Mittlerweile wissen wir sehr viel voneinander, insbesondere aber auch, dass der Gegenüber eine ehrliche Haut ist, geben uns – auch ich ihm – bei Bedarf Tipps und fahren gut damit. Er ist schon jetzt fast so etwas wie ein Freund für mich und ich denke das letzte Bisschen dahin werden wir auch noch schaffen.“

Ich nickte nur, fing dann aber doch an zu drängeln. „Wir werden uns ja sicher in ein paar Tagen so oder so wiedersehen. Dann können wir uns gern weiter unterhalten. Aber jetzt sollten wir tatsächlich losfahren, damit Lydia nicht erst morgen früh am Ziel ist, wenn Ihr so weitermacht!

Wir fuhren dann los. Beide Mädels saßen auf der Rückbank, schnatterten in einem fort. Ich war nur froh, dass ich nicht auch Lydia länger bei mir wohnen lassen wollte – ich wäre dann wohl total abgemeldet gewesen. Die beiden schienen wirklich zusammenzupassen wie Topf und Deckel!

Am Betrieb von Reiner angekommen – es war schon Feierabend – bekamen wir eine ausführliche Betriebsbesichtigung bevor wir ins nebenan stehende Wohnhaus gingen, uns im Wohnzimmer niederließen. Reiner setzte Kaffee auf, bat uns dann um etwas Geduld und entführte Lydia zu einer Hausbesichtigung. Nach knapp einer halben Stunde kamen beide zurück.

„Ich habe ihr das Haus gezeigt. Das Gästezimmer gefällt ihr. Da wird sie heute auf jeden Fall übernachten. Im Betrieb gibt es ja nur ein WC. Lydia ist damit einverstanden, dass sie bei Bedarf auch während der Arbeitszeit das Klo im Wohnhaus benutzt. Damit ist eines der größeren Probleme, die ich gesehen habe, schon erledigt. Das zweite Problem sind ihre fachlichen Kenntnisse, ihre Arbeitsqualität und ihre Teamfähigkeit. Das werden wir in den nächsten Tagen testen. Sie bekommt dafür von mir einen Vertrag als Minijob, wird auch entsprechend angemeldet. Es ist also absehbar, dass sie mindestens eine Woche hier bleibt. Dann werden wir weitersehen ob sie einen normalen Arbeitsvertrag bekommt (das „oder nicht“ wurde zwar nicht gesagt, stand aber unausgesprochen im Raum).“

Lydia strahlte.

Reiner fuhr fort: Sie hat in ihrer Heimat den Führerschein gemacht. Da das Land in der EU ist braucht sie den zumindest die nächsten Jahre nicht umschreiben lassen, kann damit auch hier fahren. Allerdings hat sie so gut wie keine Fahrpraxis sowohl zuhause und schon gar nicht hier sammeln können. Es kann sein, dass sie mal die eine oder andere Fahrt machen muss. Ich werde ihr daher in den nächsten Tagen den alten Firmen-Pkw überlassen, damit sie sich etwas eingewöhnen kann. Das Auto wird sie dann zu dienstlichen Fahrten benutzen. Falls sie mal privat etwas unternehmen will, beispielsweise ihre Freundin besuchen (er lachte sich halb schlapp als er mein entsetztes Gesicht sah und meine Bemerkung „dann habe ich ja wieder das Geschnatter in den Ohren“ hörte), wird auch das sicher möglich sein.

Jetzt stand der Frau die Überraschung im Gesicht geschrieben. Das hatten sie wohl noch nicht besprochen.

„Im Betrieb vorgestellt wird sie nur mit ihrem Namen, ihrer Herkunft – das würde ja sowieso bekannt werden – und der Tatsache, dass sie in ihrer Heimat keinen Job bekommen hat, es im Ausland versuchte und nun hier fündig geworden ist. Mehr brauchen die Jungs nicht von ihrer Vergangenheit zu wissen; sie soll hier auf keinen Fall irgendwie vorbelastet starten. Das gilt im Übrigen auch für mich. Ich weiß zwar von ihrer Vergangenheit, aber für mich ist sie dann Mitarbeiterin und nichts anderes.“

Helena und ich fuhren nach Haus. Wir hatten für sie ein Konto einrichten und für das Onlinebanking freischalten lassen, die Bankverbindung ihrem Vater telefonisch mitgeteilt. Erstmals nach dem Besuch bei ihm kontrollierten wir den Kontostand. Der Unterhaltsbeitrag war in der geforderten Höhe eingegangen.

Einige Wochen gingen ins Land. Sie lebte sich immer besser ein, arbeitete im Betrieb weitgehend selbständig und hatte sich bei einer Fahrschule angemeldet, machte auch dort gute Fortschritte. Die Kontokontrolle machte sie jetzt allein, brauchte mich nicht mehr dazu. Am Vortag waren wir zu Viert – auch Reiner war zu meinem Erstaunen mitgekommen - wieder zum Partytreff gefahren. Lydia wollte sich endgültig dort verabschieden nachdem sie von ihrem Chef einen richtigen Arbeitsvertrag – allerdings mit den üblichen Klauseln – erhalten hatte. Ich hatte ja schon bei der ersten gemeinsamen Fahrt nach Haus die Unterhaltung der beiden Frauen „genießen“ dürfen, aber was ich an diesem Tag erlebte stellte alles Vorherige weit in den Schatten! Der Laden hatte noch nicht geöffnet als wir ankamen. Die Frauen waren meist noch oben. Katharina sah uns aus dem Fenster ankommen und war sofort verschwunden. Während wir ins Haus gingen – Dieter war offenbar verständigt worden und öffnete uns die Tür – war Katharina ins Obergeschoss gegangen, hatte dort die Mädels alarmiert. Die ganze Meute kam runter. Das war wie eine ganze Gänseherde, man konnte sein eigenes Wort nicht mehr verstehen. Wir bekamen nur mit, dass Helena und Lydia mitten zwischen den Frauen standen und berichteten was sie in den letzten Wochen erlebt hatten. Uns wurde das dann zu laut, zu hektisch. Dieter schloss die Haustür ab und bat uns nach hinten in den dortigen großen Raum. Dort saß man zwar nicht so bequem, man konnte sich aber in normaler Lautstärke verständigen.

Dieter war natürlich in erster Linie daran interessiert unsere Erfahrungen mit unseren neuen Mitarbeiterinnen zu hören um, und das zeigte wieder einmal welch Geistes Kind er war, für den Fall, dass mal wieder eine seiner Mitarbeiterinnen aussteigen wollte, Tipps geben zu können. Reiner und ich sicherten ihm unsere Unterstützung zu. Reiner hatte übrigens zwischenzeitlich seine Vorurteile gegenüber Partyclubs und deren Inhabern im Allgemeinen zwar behalten, sie aber zu dem von Dieter und ebenso ihm als Einzelperson aufgegeben. Er erzählte ihm sogar, dass er Inhaber der Tischlerei sei in der Lydia nunmehr arbeite. Ich entschloss mich dann auch dazu und beendete das letzte Versteckspiel. Dieter dachte kurz nach, dann lachte er.

„Du bist ja ein Schlitzohr! Wir haben ja mehrmals über Deinen Job gesprochen und Du hast immer gesagt, dass Du in einer Tischlerei arbeitest. Aber Du hast nie gesagt, dass Du der Chef bist.“

„Du hast mich ja auch nie gefragt. Ich habe immer die Wahrheit gesagt, zwar nicht die ganze, jedoch nie geschwindelt.

Alle lachten.

Ich schlug einen etwas ernsteren Ton an. „Allerdings möchte ich und sicher auch Reiner nicht, dass das bei den anderen Mädels bekannt wird. Unsere haben schon einen Hinweis in diese Richtung bekommen. Es ist denkbar, dass eines unserer Mädels vielleicht mal eines hier besuchen möchte und dann bei dem oder denen hier Neid aufkommt. Außerdem werde ich sicher auch noch das eine oder andere Mal hier als Gast aufkreuzen und auch da möchte ich Situationen vermeiden die mich in Verlegenheit bringen könnten. Das nächste Mal könnte schon in wenigen Tagen sein.“

„O.K.“ kam es von Dieter. „Ich halte meine Klappe. Aber wenn mal wieder ein Mädchen aussteigen will – kann ich dann anrufen? So ganz topsecret wäre das dann zwar nicht, denn die Frauen haben ja mitbekommen, dass Du mit Lydia auf dem Zimmer warst, sie danach nicht mehr arbeiten konnte und die nächsten Tage total aufgeregt war. Abgeholt hast Du sie dann, genauso wie Du Helena gleich am ersten Tag mitgenommen hast. Beide Frauen sind offensichtlich glücklich mit ihrer Situation. Meine sind ja nicht gerade von Dummsdorf, machen sich sicher Gedanken und wissen also, dass Lydia bei Dir, Reiner, und Helena bei Dir, Robert, lebt. Ihr müsst also beide Möglichkeiten haben beim Ausstieg zu helfen.“

„Anrufen kannst Du gerne, am besten bei mir. Dass ich oder Reiner dann tatsächlich unterstützen können ist aber nicht sicher. Die beiden verfügbaren Plätze sind jedenfalls bis auf weiteres besetzt. Im Bedarfsfall können wir uns aber gern mal im Bekanntenkreis umhören. Kommt natürlich auch auf die Vorbildung und den Charakter der jeweiligen Frau an.“

In diesem Moment kam Katharina nach hinten. „Dieter, kannst Du vorn aufschließen? Es ist schon über die Zeit und draußen stehen schon ein paar Männer.“

„Oh verflixt“ kam es von ihm. „Haben wir tatsächlich die Zeit vergessen? Gehen wir nach vorn. Ich meine, wenn Ihr euren Häschen erklärt der Betrieb ginge jetzt los fällt es Euch nicht schwer sie zu überzeugen das Weite zu suchen. Sie können, wie gesagt, ja gern mal zu Besuch kommen, aber nur wenn kein Betrieb ist. Sonst werden sie vielleicht auch von Gästen angesprochen und es gibt Ärger weil sie nicht mit aufs Zimmer gehen.“

Unsere Beiden brauchten nicht mehr überzeugt werden, sie waren es schon. Als Dieter, Reiner und ich nach vorn kamen warteten sie abreisefertig in der Küche, versteckt vor den inzwischen im Haus herumlaufenden Gästen. Ab ins Auto, zuerst zu Reiner, die Zwei dort ausgeladen, dann zu uns.

Helena schwärmte mir vor wie lieb die Frauen waren und wie fröhlich das dort alles gewesen sei. Ich ließ sie reden. Nach ewig langer Zeit gab es einen Moment Ruhe, sie musste wohl Luft holen. Ich nutzte die Gelegenheit.

„Weißt Du, das ist so ein schönes Wetter draußen. Wir haben jetzt Kaffeezeit. Wollen wir nicht mal einen schönen Spaziergang zum Cafe machen und uns dort ein leckeres Stück Torte – oder auch zwei – gönnen?“

Genau das machten wir. Sowohl auf dem Hin- und Rückweg als auch während der Zeit im Cafe war sie nur am erzählen, unterbrochen nur durch Torte essen und Kaffee trinken. Ich kam kaum zu Wort, freute mich aber. Was war nur aus dem ängstlichen und schüchternen Mädchen geworden! Eine attraktive Frau, die voll im Leben stand und mir jetzt auch schon gefestigt genug erschien um mal härtere Themen zu vertragen. Am Abend saßen wir im Wohnzimmer, ich nutzte die Gelegenheit.

„Helena, mir schwirren seit einiger Zeit einige Themen im Kopf herum, die ich mit Dir besprechen möchte.“

„Welche?“

„Du hast ja selbst festgestellt, dass Dich die Arbeit im Büro nur wenige Stunden in der Woche auslastet.“

Sie bekam offenbar Angst, unterbrach mich. „Bin ich dort überflüssig, willst Du mir kündigen? Aber ich weiß doch gar nicht was ich dann machen soll, wo ich hin kann.“ Schon erschienen die ersten Tränen in ihren Augen.

„Nein, Kleine. Etwas ganz anderes. Der Haushalt kostet auch nicht allzu viel Zeit, zumal wir uns ja Beide um ihn kümmern. Du hast mir mal gesagt, dass Du Dein Abi mit einer Note von etwas über 2 gemacht hast und gern eine Ausbildung, noch lieber ein Studium angefangen hättest. Ich weiß noch, dass ich Dich nach dem gewünschten Studiengang gefragt habe und Du BWL gesagt hast. Ich habe mich erkundigt. Für diesen Studiengang gibt es an der Uni in der Nachbarstadt keinen Numerus Clausus. Das neue Semester fängt in Kürze an. Du könntest Dich noch einschreiben. Ein Zimmer dort brauchst Du nicht, denn es sind nur rund 30 Kilometer bis zum Campus, wo genügend Parkplätze vorhanden sind. Führerschein und etwas Fahrpraxis hast Du inzwischen auch. Also, was meinst Du?“

„Das hast Du alles für mich geklärt, das kann ich alles machen? Ja, ja, ja, ja!!!!“

„Gut, dann machen wir es so. Morgen gleich kannst Du hinfahren, alles erledigen was notwendig ist.“

„Du bist ein Schatz, aber das weiß ich ja schon lange!“ Sie beugte sich zu mir rüber und drückte mir einen dicken Schmatz auf die Wange. „Danke!“

„Auch danke. Der hat mir gefallen. Aber jetzt ein ganz anderes Thema. Du hast erzählt, Dein Vater drohte Dir mal hat es könnte Dir so wie Deiner Mama ergehen und, als Du nach Details gefragt hat, stockte. Ich habe den Verdacht, dass da etwas nicht stimmt. Dazu passt auch das Verschwinden Deiner Mama als Du nicht zuhause warst sowie dass der Wohnzimmerteppich angeblich entsorgt und durch einen neuen ersetzt worden war. Als wir damals bei Deinem Vater waren ist mir aufgefallen, dass das ganze Grundstück vermüllt aussah und neben der Garage noch alte Zementsäcke sowie leere und halbleere Gebinde von ölresistenter Farbe lagen. Ich habe mir weiter keine Gedanken darüber gemacht. Später habe ich mich an einen Gastank auf dem Grundstück erinnert, das Haus also gar nicht mit Öl geheizt wurde. Die Farbe konnte also nur für die Garage bestimmt gewesen sein. Warum aber wurde offenbar erst vor nicht allzu langer Zeit der Fußboden einer schon viel länger stehenden Garage neu gestrichen? Mir kam da ein ganz schlimmer Verdacht. Ich war dann auch schon bei der Polizei, habe gefragt ob für Deine Mama eine Vermisstenanzeige vorliegt und was daraus geworden ist. Die Auskunft wurde mir aber verweigert weil ich kein Verwandter Deiner Mutter bin. Wenn Du also da eine Klärung haben willst musst Du hin. Ob ich Dich begleiten soll musst Du wissen.“

„Ich will wissen was da war und ich möchte, dass Du mich begleitest!“

Ein paar Tage später fuhren wir zur Polizei. Nachdem wir gesagt hatten was wir wissen wollten – Helenas Ausweis hatte unser Recht auf diese Auskunft bewiesen – wurden wir von einem Polizisten in ein Büro gebeten. Er setzte sich an einen Computer, klapperte kurz auf der Tastatur herum und sagte uns dann „es hat eine Vermisstenanzeige gegeben. Aber schon am Tag darauf kam der Ehemann der Vermissten und legte uns eine Postkarte Ihrer Mutter vor, die in einem Briefumschlag aus München abgesandt worden war. Die Anzeige wird daher als erledigt geführt. Dass auf der Postkarte keine Briefmarke und kein Stempel waren hat und Ihr Vater mit dem Versand als Brief erklärt. Den Umschlag hatte er weggeworfen.“

Helena wurde blass. Mir hat er die Karte erst Tage später gezeigt und gesagt, dass sie gerade angekommen sei.“ Danach erzählte ich was mir aufgefallen ist und welchen Verdacht ich habe. Der Polizist meinte dann nur, es sei dann sicher eine Sache für die Kripo, telefonierte kurz, stand auf und bat uns mitzukommen. Wir gingen zu einer Kollegin von ihm eine Etage höher. Neben der Tür hing ein Schild mit der Überschrift „Kriminalpolizei“, darunter „Kriminaloberrätin“ und ihr Name. Der Mann verabschiedete sich von uns. „Ich habe Sie gleich zur Chefin gebracht, denn das sieht mir sehr nach einem Mordfall aus.“

Die Frau begrüßte uns, stellte sich selbst als Oberrätin Silke Berndt vor und meinte „mein Kollege hat mich schon kurz informiert. Sie waren ja beim Telefonat dabei. Erzählen Sie doch bitte was Sie beobachtet haben.“ Wir wiederholten das was wir unten geschildert hatten. Die Kripobeamtin tippte ebenfalls etwas in den Rechner und stutzte dann.

„Oh, vor ein paar Tagen war im Posteingang eine Anfrage des Amtsgerichts ob genau in dieser Angelegenheit neue Erkenntnisse vorliegen. Es wurde beantragt Ihre Mutter für tot zu erklären. Dazu muss ich sagen, dass im Gesetz steht, dass ein solcher Antrag erst zehn Jahre nach dem Verschwinden einer Person gestellt werden kann und die 10 Jahre sind nunmehr vorbei. Da sind Sie wohl gerade noch rechtzeitig gekommen. Ich fasse das was hier besprochen wurde in einem Protokoll zusammen, das Sie dann bitte unterzeichnen.“

Sie ließ sich unsere Ausweise geben, übertrug Daten daraus in den Computer und schrieb etwa 10 Minuten lang, druckte dann zwei Blätter aus und legte sie uns vor. Wir lasen sie durch und ich staunte. Unsere Daten in einen Vordruck eingetragen und dann eineinhalb Seiten lang eine präzise Zusammenfassung unseres Gesprächs. Ich meinte, es wäre alles absolut korrekt dargestellt, fragte Helena. Sie hatte denselben Eindruck. Wir unterschrieben beide und wurden dann verabschiedet. Sie, also Frau Berndt, oder jemand aus dem Mitarbeiterbereich würde sich melden.

Zwei Wochen später kam ein Anruf von der Kripo. Wir wurden um einen Besuch gebeten. Wir fuhren hin, meldeten uns und wurden zu einem Mann gebracht, den wir noch nicht kannten. Er kam gleich zur Sache. „Frau Koch, ich muss Ihnen leider sagen, dass Ihr Verdacht zutraf. Wir haben uns einen Durchsuchungsbeschluss besorgt und das Anwesen überprüft. Einen Leichenspürhund hatten wir dabei und der schlug in der Garage an. Unter dem Betonboden haben wir eine Leiche gefunden, bei der es sich um Ihre Mutter handeln könnte. Ich muss Sie daher um eine DNA-Probe bitten.“ Er hielt ihr ein Stäbchen hin.

Helena saß starr auf dem Stuhl, war geschockt.

„Soll oder darf ich Ihnen helfen?“

Helena nickte, er drückte ihr das Stäbchen in die Hand, zeigte ihr wie sie es führen musste und wo sie den Abstrich nehmen sollte. Anschließend verabschiedete er uns.

Auf dem Weg zum Auto bewegte die Kleine sich wie ein Roboter. Sie sagte nichts, stieg ins Auto ein. Auch während der Fahrt blieb es leise. Im Haus nahm ich sie an die Hand, führte sie ins Wohnzimmer und nahm sie in den Arm. Plötzlich fing sie an zu weinen, legte ihren Kopf an meine Schulter und hielt sich an mir fest. Ein paar Minuten standen wir so im Raum, keiner sagte etwas. Dann schob ich sie vorsichtig zur Couch, sorgte dafür, dass sie sich bequem hinsetzte und setzte mich daneben.

„Komm, wein Dich aus. Wir wissen beide, dass sie Deine Mama gefunden haben. Die Probe wird das beweisen. Aber wir wissen auch beide, dass Dein Vater endlich die Strafe bekommen wird die er verdient. Versuche bitte stark zu sein, denn in ein paar Tagen beginnt Dein Studium. Wenn es schwierig wird oder wenn Du Fragen hast – Du kannst mich jederzeit ansprechen, jederzeit zu mir kommen, egal zu welcher Uhrzeit. Magst Du das versuchen?“

Sie nickte.

Ihre Führerscheinprüfung hatte sie schon vor einigen Wochen bestanden, inzwischen auch etwas Fahrpraxis sammeln können. Zu Anfang wollte sie gern mich auf dem Beifahrersitz dabei haben, aber inzwischen fuhr sie auch gern allein. Im Gästezimmer hatte sie sich gut eingerichtet, nutzte es aber fast nur als Schlafzimmer. Tagsüber war sie meist im Wohnzimmer, wuselte auch gern in der Küche. Wir hatten es uns auch zur Angewohnheit gemacht miteinander – oder besser gegeneinander – zu spielen. Schach, Backgammon, Mensch-ärgere-Dich-nicht und auch anderes. Manche Spiele hatten wir auch erst im Lauf der Zeit gekauft. Es machte Spaß, meistens jedenfalls, denn sie war ein ebenbürtiger Gegner und insbesondere beim Schach hatte ich häufiger als sie das Nachsehen.

Ein paar Tage später sprachen wir noch einmal über die Ermittlungsergebnisse der Kripo. Ich wusste, in einer Verhandlung vor dem Strafrichter würde sie sicher als Zeugin vorgeladen werden, aber zusätzlich auch als Nebenklägerin auftreten können. Im Gegensatz zu einem normalen Zeugen müsste sie dann bis zur Vernehmung nicht vor der Tür des Saals warten, sondern könnte alles von Anfang an hören was im Saal gesagt werden würde. Es könnte sehr schwer für sie werden, das müsse ihr klar sein, aber dann würde sie sicher alles wissen was mit dem Tod ihrer Mutter zusammenhängt. Sie stimmte mir zu. Gemeinsam stellten wir dann einen Antrag auf Prozesskostenhilfe, weil sie von ihrem geringen Gehalt auf keinen Fall einen Anwalt bezahlen konnte. Da aber mussten wir erfahren, dass in einem Verfahren, in dem der Angeklagte verurteilt wird, dieser auch die Anwaltskosten des Nebenklägers zu tragen hat. Vom Gericht erhielten wir dann auch noch eine Liste mit im Gerichtsbezirk niedergelassenen Anwälten. Gut war, dass auch dabei stand wer von ihnen Fachanwalt für Strafrecht war. Einige Namen suchten wir uns raus, sahen im Internet nach ob es zu ihnen irgendwelche Kommentare gab und sortierten davon die aus, die zu sehr in den Himmel gelobt wurden. Da hatten wir den Verdacht, dass das gekaufte Bewertungen waren. Durch das Raster fielen auch die, die zu viele negative Bewertungen hatten, wenn diese nachvollziehbar erschienen. Es blieben aber immer noch mehrere übrig. Letztendlich zeigte sich, dass wir so genau den Richtigen ausgewählt hatten. Als wir anriefen um einen Termin zu vereinbaren und die Frau am Telefon hörte, dass es um eine Nebenklagevertretung ging, hörte sich ihr Tonfall plötzlich ziemlich reserviert an. Den Termin bekamen wir aber. Der war zwei Wochen später. Im Gespräch mit dem Juristen zeigte der sich auch nicht sonderlich interessiert bis er mitbekam, dass es hier um Mord oder Totschlag ginge und als er hörte was sonst noch bekannt geworden war übernahm er das Mandat.

Ich war zwischenzeitlich auch schon ein Mal – der Einzug von Helena bei mir war ja inzwischen mehr als ein halbes Jahr her – im Club gewesen. Ein paar Tage nach Abgabe der DNA-Probe stand mir wieder einmal der Sinn danach. Helena hatte sich inzwischen gefangen, ich konnte sie bedenkenlos allein lassen. Von meinen anderen beiden Favoritinnen im Club war eine weitergezogen. Also bin ich mit der anderen aufs Zimmer gegangen. Sauna oder Pool mochte sie nicht. Im Zimmer bekam ich das was ich erwartete und ging nach dem Duschen in das Speisezimmer. Zwei Mädels die ich noch nicht kannte – und die mich nicht kannten – traf ich dort an. Eine gefiel mir. Ich setzte mich mit ihr zusammen, wir unterhielten uns beim Essen recht nett, auch als es um das ging was im Zimmer passieren sollte. Ich fragte neben Verkehr auch nach gegenseitig französisch und, als das bejaht wurde, auch ob sie küsst. Auch das wurde bejaht. Nun, im Zimmer wusste sie von den Absprachen plötzlich nichts mehr und wollte mich möglichst rasch mit der Hand fertig machen. Ich war stinksauer, brach die Runde ab und ging nach dem Duschen schnurstracks zu Dieter ins Büro.

Mehrere Frauen sahen das, einige kannten mich so gut, dass sie wussten, dass ich richtig geladen war und schauten dann neugierig auf die Person, die gerade frisch geduscht mit einem völlig unschuldigen Gesichtsausdruck aus dem Frauenzimmer kam.

Dieter und ich hatten uns schon nach meiner Ankunft begrüßt, für eine Unterhaltung hatte er da gerade keine Zeit, musste noch etwas erledigen. Jetzt stand die Tür offen, klopfen war unnötig, und als er meinen Gesichtsausdruck sah ahnte er wohl schon Böses. Ich schilderte ihm was passiert war und konnte förmlich sehen wie sein Blutdruck stieg. Kaum hatte ich aufgehört, sprang er auf, stürmte in den Partyraum und rief die Frau, ging dann wieder ins Büro und setzte sich. Sie kam und wurde von Dieter angefaucht, mit einer Kurzfassung meines Berichts konfrontiert und in ziemlich aggressivem Ton gefragt was ihr einfiele gleich ihren ersten Gast in seinem Haus derart zu verärgern. Sie stritt alles ab und beschuldigte mich von ihr Sachen gefordert zu haben, die sie aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht machen dürfe. Dieter blieb ruhig, fragte sie ganz freundlich „meinst Du das ernst? Robert ist ein alter Freund von mir. Ich kenne ihn fast so gut wie mich selbst. Die anderen Frauen hier, die ihn auch kennen, wissen auch ganz genau wie er tickt und was er mag. Er hält sich an die Regeln, Du aber nicht, denn Du hast Absprachen verweigert und zusätzlich meinen Freund der Lüge bezichtigt, somit mich angelogen. Wir gehen jetzt nach oben. Du packst Deine Sachen und verschwindest hier, brauchst Dich bei mir auch nie wieder sehen lassen.“

Zu mir gewandt bat er mich im Büro zu bleiben, es würde nicht lange dauern. Tatsächlich kamen beide dann auch schon 10 Minuten später zurück. Er schickte sie zur Tür, passte auf, dass sie auch tatsächlich das Haus verließ und die Tür anständig geschlossen wurde.

„Sorry, aber ich hatte niemand der mir sagen konnte ob sie hierher passt. Du solltest öfter kommen, zumindest immer dann wenn eine Frau neu ist.“ Er lachte. „Nur gut, dass sie zu Anfang gleich an Dich geraten ist. Ein anderer Gast hätte sich vielleicht nicht getraut aufzumucken.

Themawechsel! Wie geht es denn den Mädels. Helena und Lydia sind ja nun schon ein paar Monate weg.“

„Zu Lydia habe ich bislang keinen Kontakt gehabt, Reiner habe ich vor etwa einem Monat zuletzt gesprochen. Er meinte nur Lydia ginge es gut. Also scheint das dort wohl zu funktionieren. Was Helena angeht: sie wohnt nach wie vor bei mir, schläft im Gästezimmer, ist aber viel zusammen mit mir oder auch allein im Wohnzimmer. Das Zusammenleben mit ihr ist schön, aber ein Paar sind wir nicht, obwohl sie eine sehr schöne Frau ist. Warum sie zuhause weggelaufen ist weißt Du wahrscheinlich. Wir haben uns über die Hintergründe mal Gedanken gemacht, sind dann zur Polizei gegangen und die haben bei einer Hausdurchsuchung unter dem Garagenboden eine Leiche gefunden, bei der es sich sehr wahrscheinlich um Helenas Mutter handelt. Der Schock für das Mädchen war natürlich groß, aber inzwischen hat sie sich wieder gefangen.

Den Job im Betrieb macht sie mit links, den Haushalt machen wir gemeinsam. Schon kurz nach ihrem Einzug bei mir hatte ich erfahren, dass ihr Traum gewesen ist nach dem Abi BWL zu studieren. Der Traum ist wahr geworden. Einen Führerschein hat sie inzwischen auch, nutzt einen älteren Firmen-Pkw und kann daher auch während des Studiums weiter bei mir wohnen bleiben.“

„Also, da bin ich überrascht“ fing Dieter an, „eine derart attraktive Frau, jeden Tag um Dich rum und Du baggerst sie nicht an, versuchst nicht mit ihr in die Kiste zu gehen? Verstehe ich nicht!“

„Schon, ich mag sie und finde sie auch wirklich sehr hübsch. An das Zusammenleben mit ihr habe ich mich gewöhnt, denn es ist ausgesprochen harmonisch. Im meine, wir haben uns noch nie gestritten. Und sie dann in die Kiste ziehen nur um eine Kerbe mehr in meinen Bettpfosten schnitzen zu können? Neee, dazu ist sie mir zu schade!“

„Mann, Kerl“ Dieter lachte, „Du bist verliebt und merkst es nicht Mal!“

Ich schüttelte den Kopf. „Dieter, Du spinnst! Aber jetzt gehe ich noch mal in den Speiseraum, werde eine Kleinigkeit vom kalten Buffet naschen und danach sehen ob ich noch mit einer Dame abziehen mag.“

Am Buffet nahm ich mir ein Brötchen, aus der Kühltheke kam auf eine Hälfte Butter und Lachs drauf, auf die andere Butter und Scheibletten. Dazu eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne und ich war zufrieden.

Zurück im Partyraum war keines der mir vertrauten Gesichter zu sehen. Außer der Frau hinter der Theke war nur die andere Neue da. Sie sah mich fast etwas ängstlich an, hatte wohl vorhin den Aufstand mitbekommen. Ich sprach sie an und, nachdem ich ihr sagte, dass ich nur dann beiße wenn ich was esse, lachte sie und wurde locker. Sauna mochte auch sie nicht, aber gegen einen Aufenthalt im Whirlpool hatte sie nichts. Also gingen wir hin, ich schaltete ihn ein und wir setzten uns. Nach den üblichen Fragen im Smalltalk fragte sie (!) was ich denn im Zimmer gerne mag. Ich schilderte ihr meine Vorlieben und erhielt als Antwort, dass sie nicht küsst, aber das andere o.k. findet.

Nachdem wir einige Zeit im Pool verbracht hatten, ich sie dabei auch schon überall gestreichelt und mich auch besonders mit ihren Brüsten beschäftigt hatte, sie im Gegenzug dafür sorgte, dass mein Krieger voll ausgefahren war, gingen wir kurz unter die Dusche, anschließend ins Spiegelzimmer. Ich hatte zwischenzeitlich erfahren, dass dieser Tag auch für sie der erste in diesem Club war, sie mit dem Gewerbe erst vor einem halben Jahr angefangen habe und bisher in einem anderen Club tätig gewesen sei. Ich kannte den auch, wusste, dass der Inhaber ein Rüpel ist, die Frauen ausbeutet und diese auch jede Menge Zickenkrieg untereinander haben. Als ich dieses Wissen andeutete wurde sie zunächst nur aufmerksam, dann immer deutlicher, bis sie dann teils recht drastisch schilderte was sie dort erlebt hatte und wie sehr froh sie sei, dass sie jetzt hier arbeiten könne.

Der Eindruck von meiner Freundin auf Zeit im Spiegelzimmer war immer wieder toll. Alle Wände und die Decke waren mit Spiegeln versehen, durch die sechseckige Form des Raums konnte man sich fast von allen Seiten zugleich betrachten. Erst knieten wir voreinander, streichelten und bewunderten den Gegenüber, dann lagen wir nebeneinander, machten genauso weiter. Als meine Hand dann in ihren Strafraum geriet kam keine Abwehr, sondern es war sogar etwas Feuchtigkeit zu spüren. „Oh“, dachte ich. „Mit ihr könnte sich vielleicht richtig Spaß entwickeln“. Ich zog die Hand zurück, führte sie zu ihrer Brust und streichelte beide. Anschließend nahm ich die Brustwarzen nacheinander zwischen die Lippen, neckte sie indem ich in unregelmäßigem Takt mit der Zunge darüber strich. Dann küsste ich mich über ihren Brustkorb weiter nach unten bis ich über ihrem Bauchnabel war. Dort die Zunge ein wenig versenkt und damit leichte Streicheleinheiten…

Sie hatte sich bisher mit einer Hand um meinen Freudenspender gekümmert, stellte das aber nach und nach ein. Mein Mund wanderte weiter Richtung Süden, ich krabbelte nach und nach zwischen ihre Beine und dann konnte ich sie richtig verwöhnen. Mit Zunge und Lippen die eine Schamlippe rauf, die andere runter, dann mal die Zunge dazwischen so weit wie möglich versenken, aber immer ohne ihre Clit zu berühren. Ihr Stöhnen – herrlich! Als ich merkte, dass sie kurz vor der Explosion stand mit der Zunge ein Stakkato auf dem Kitzler veranstaltet.

„Ooooooh!“ Ihre Hüfte schoss förmlich in die Höhe, ich hatte Mühe über ihrer Scheide zu bleiben. Der Clit mit meiner Spitze noch ein paar Streicheleinheiten spendiert bis ich merkte, dass sie empfindlich wurde. Ich legte mich neben sie, streichelte sie am ganzen Körper mit Ausnahme von dessen Mitte. Sagen tat keiner was. Als sie sich etwas beruhigt hatte drehte sie sich zu mir, richtete sich etwas auf und drückte meinen Kopf in ihre Richtung. Dann bekam ich einen Kuss und hörte die Engel singen, Feucht, nein, nass, mit Zunge und so lange, dass mir die Luft knapp wurde. Ich erwiderte natürlich. Fragend sah ich sie an.

„Das musste jetzt sein. Du warst so lieb zu mir. Küssen mache ich im Job eigentlich nie. Aber das eben war kein Job. Ich habe mich gefühlt als wäre ich deine Freundin, auch wenn mir natürlich bewusst ist wo wir sind und dass es letztlich bezahlter Sex hier ist. Aber jetzt bist Du dran! Leg Dich mal auf den Rücken!“

Ich tat es. Sie nahm ein Kondom aus dem Korb, streichelte meinen Krieger kurz bis er sich wieder einsatzbereit zeigte und streifte das Gummi drüber. Dann nahm sie mein Glied in den Mund und es begann ein Blaskonzert vom Feinsten. Lange dauerte es nicht bis ich kurzatmig wurde. Nur – sie merkte das, machte kurz Pause, setzte wieder an, machte Pause, etwas länger, bevor sie dann aber wieder voll loslegte. Ich wusste nicht mehr ob ich Männlein oder Weiblein bin, bat sie dann nur noch doch bitte endlich fertig zu machen. „Ja. Gleich“ meinte sie, ließ den Schwanz aber erstmal in Ruhe, streichelte mich ganz vorsichtig. Dann schwang sie sich über mich, spießte sich auf und fing an zu reiten. Nach kurzer Zeit kam ihr Oberkörper runter, sie küsste mich fast wieder so heftig wie zuvor während sie ihre Hüfte über meinem Glied bewegte. Im Spiegel an der Zimmerdecke konnte ich sehen wie sie sich bewegte. War das geil! Dann konnte – und wollte - ich es nicht mehr halten und feuerte eine Riesenladung ins Kondom. Im Anschluss kuschelten wir noch bevor wir den Raum verließen und sie ins Mädelszimmer, ich unter die Herrendusche ging. Unmittelbar zuvor hatte ich sie noch an mich gezogen, ihren Kopf an den beiden Wangen gefasst und ihn zu mir bewegt, sie dann ebenso geküsst wie sie zuvor mich. „Für mich war das mit uns zumindest ebenso schön wie für Dich. Auch mir ist klar wo wir hier sind, aber das eben hatte mit dem Club nichts mehr zu tun. Für mich war es so als wären wir privat zusammen. Danke!“

Ich freute mich. Mit ihr – sie hatte sich als Karin vorgestellt - hatte ich wohl eine Frau gefunden, mit der ich mich ähnlich gut wie mit Lydia verstehen würde.

Die Zeit verging. Helena war inzwischen im zweiten Semester, Schwierigkeiten im Studium gab es nicht. Auch sonst war alles in Ordnung. Reiner und Lydia besuchten uns zwischenzeitlich mal. Im Betrieb hatten sie keine Probleme, der lief gut und sie machte ihre Arbeit sogar besser als er es zunächst erwartet hatte. Dennoch meinte ich eine gewisse Spannung zwischen den beiden zu spüren.

Eines Vormittags, Helena war in der Uni, klingelte das Telefon. Eine mir nicht bekannte Handynummer, aber es meldete sich Lydia. Sie sei unterwegs, gerade in der Nähe. Ob sie mal auf eine Tasse Kaffee zu Besuch kommen könne. Na klar! Im Betrieb lief alles so vor sich hin, ich konnte mich problemlos abseilen, ging rüber ins Wohnhaus. Es dauerte nicht lange bis sie klingelte.

Mit den Kaffeetassen gingen wir ins Wohnzimmer. Lydia fing an „Robert, wir haben uns doch im Club immer so toll verstanden, nicht nur beim Sex, sondern uns auch immer schön und vor allem ehrlich unterhalten. Meinst Du das auch?“

„Ja klar. Dann rück mal raus, was ist Dein Problem?“

„Sex.“

„Sex?“

„Ja, Sex. Früher hatte ich jede Menge davon und es war auch immer mal wieder ein Gast dabei mit dem es Spaß machte. Und jetzt sitze ich seit eineinhalb Jahren auf dem Trockenen. Schon nach ein paar Wochen hatte ich mich in Reiner verliebt und das ist immer heftiger geworden. Aber unabhängig davon wie ich ihm das zeige – er reagiert nicht drauf. Mit der Arbeit ist alles bestens, da funktioniert es wunderbar mit uns, nur privat will es nicht klappen. Mittlerweile weiß ich, dass ich ihn liebe, aber ich habe eingesehen dass er mich privat nicht will. Wir leben zwar nach wie vor zusammen in seinem Haus, aber wie Bruder und Schwester, nicht wie ein Paar. Ich brauche aber Sex und wenn ich Reiner nicht haben kann – wer wäre da besser geeignet als Du? Du lebst ja mit Helena auch ohne Sex zusammen, Ihr seid kein Paar und brauchst daher auf sie keine Rücksicht zu nehmen.“

Der Kaffee war eh schon ausgetrunken. Ich nahm sie an die Hand. „Komm.“

Wir gingen hoch in mein Schlafzimmer. Kaum drin fing ich an ihr die Bluse aufzuknöpfen, sie tat dasselbe mit meinem Hemd. Es dauerte nicht lange und es lagen alle Klamotten auf dem Fußboden. Zwischendurch war auch schon wieder hemmungslose Knutschrei angesagt. Ich öffnete die Tür zur Dusche. „Kommst Du?“ Wir gingen zusammen unter die Dusche, mit abbrausen war aber zunächst nicht viel. Gegenseitig scharf gemacht wurde sich. Bevor das aber eskalierte bekamen wir beide die Kurve, brausten uns ab, machten uns trocken – gegenseitig natürlich – und ab ging es ins Bett, Auch da wieder die ganze Bandbreite von verspielten Bussis bis hin zu hemmungsloser Knutscherei. Auch oral verwöhnte ich sie bis mir einfiel, dass ich keine Kondome im Haus hatte. Sie hatte gemerkt, dass ich an etwas dachte, fragte nach. Ich nannte das Problem beim Namen, war doch heftig enttäuscht. Ihre Antwort überraschte mich.

„Als Nutte habe ich mich jedes Jahr zwei Mal untersuchen lassen obwohl ich nie ohne Kondom gefickt habe. Es war nie etwas. Das letzte Mal war übrigens wenige Tage bevor ich zu Reiner zog. Hier bin ich privat. Da mag ich ohne Gummi sowieso lieber. Schwanger werden kann ich nicht, nehme die Pille und habe zusätzlich eine Spirale drin. Du hast im Club nie nach Vögeln ohne Gummi gefragt, bist schon lange ohne Frau. Daher kann ich ruhigen Gewissens davon ausgehen, dass Du gesund bist. Also brauchen wir kein Kondom.“

Sie konnte ungemein überzeugend sein. Weitere Gedanken dazu machte ich mir aber gar nicht mehr, denn für das, was jetzt fällig war, brauchte ich keine großen Überlegungen. Ich spielte einfach da weiter wo ich vor wenigen Minuten unterbrochen hatte. Lydia war sowieso schon nass, drückte mir auf den Kopf damit meine Zunge noch mehr auf den Kitzler drückte. Aber so weit waren wir noch nicht. Aber Moment – sie hatte ja von privat gesprochen. Dann sollte es auch privat sein, sie etwas kennen lernen was sie im Club zumindest von mir nie zu spüren bekommen hatte! Ich nahm den Mittelfinger zu Hilfe, streichelte zunächst die Schamlippen, suchte und fand die Öffnung und schob ihn langsam in sie hinein. Dann den Finger um 180 Grad gedreht, mit der Fingerkuppe die bekannte raue Stelle gesucht, gefunden und die lockend gestreichelt. Huiii, ging Lydia dabei ab.

Orgasmen hatte ich bei ihr schon viele erlebt, aber einen derart heftigen noch nie!

Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte verließ ich meine Verwöhnposition zwischen ihren Beinen, legte mich neben sie und legte die Hand auf ihren Rücken, drückte sie an mich. Sie machte dasselbe mit mir.

Wir kuschelten etwas bis sie sich zu meiner Körpermitte begab, mein Glied zunächst oral beglückte, sich dann draufsetzte und mich zu reiten begann. Das wurde schnell richtig heftig, ich bekam keine Chance meinen Orgasmus hinauszuzögern. Sie blieb auf mir liegen, war ja auch ein Leichtgewicht. „Das war wunderschön!“ kam von ihr. Im nächsten Moment fing sie an zu weinen.

„Was ist, habe ich was falsch gemacht?“

„Nein, Du hast alles mehr als richtig gemacht. Ich hatte einen wunderbaren Orgasmus. Ich glaube, so heftig bin ich noch nie gekommen. Und ich habe Dich ja auch sehr gern. Aber ich liebe einen Anderen. Warum kann jetzt nicht Reiner neben mir liegen? Ich habe ihm schon so oft gezeigt, dass ich ihn mag, aber er springt einfach nicht darauf an, besucht lieber Callgirls, wie ich schon ein paar Mal mitbekommen habe. Bin ich ihm als Frau egal oder mag er mich nicht als Freundin haben weil ich vorher als Nutte gearbeitet habe? Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, überlege schon ob ich nicht kündige und mich woanders bewerbe. Chancen dürften, nachdem ich ja schon einige Zeit hier gearbeitet habe, sicher da sein.“

Ich streichelte ihre Wange. „Weißt Du, vielleicht geht es ihm ja ähnlich wie mir. Ich habe mich inzwischen so an Helena, an ihre Anwesenheit zu Haus, an das harmonische Zusammenleben mit ihr gewöhnt, dass ich mir nicht klar darüber bin ob da nicht mehr ist. Manchmal war ich schon nahe dran mit ihr zu schmusen, sie zu küssen und habe mir gewünscht mit ihr zusammen in einem Bett zu sein. Aber ich traue mich nicht ihr näher zu treten, denn ich will sie nicht verärgern oder gar verlieren. Dazu kommt, dass sie mir auch im Betrieb sehr hilft und bei den anderen Mitarbeitern sehr beliebt ist. Aber Dir möchte ich helfen und glaube auch, dass ich einen Weg kenne, der zumindest Klarheit bringen dürfte.“

„Das willst Du tun? Wie geht das?“

„Warte es ab. Ich weiß ja nicht ob es klappt.“

Lydia fuhr weg. Wir Vier, also Lydia, Reiner, Helena und ich, hatten uns angewöhnt uns alle paar Wochen gegenseitig zu besuchen. Manchmal quatschten wir nur miteinander, oft aber spielten wir. Bevorzugt wurden Romme´, Canasta, Siedler und Anderes, was man gut zu Viert machen konnte. Ich rief Reiner an. Als Vorwand diente mir die Frage nach einem neuen Termin. Im Telefonat fragte ich ihn dann nach seinen bisherigen Erfahrungen mit Lydia. Mir sei meine Helena ja inzwischen auch sehr wichtig geworden. Er fing auch gleich an von ihr in den höchsten Tönen zu schwärmen. Sie sei bei der Arbeit so gut, dass er überlege sie zur Meisterschule anzumelden. Den Haushalt würden sie zwar gemeinsam machen, aber sie hätte die Regie und mache das perfekt. Es sei richtig gemütlich geworden. In ihrer Freizeit seien sie fast immer zusammen. Die Frau sei für ihn die perfekte Mitarbeiterin, er schätze sie sehr.

Jetzt hatte ich ihn da wo ich ihn haben wollte!

„Du sagst perfekte Mitarbeiterin. Aber so wie Du von ihr schwärmst – ist da vielleicht noch mehr? Gibt es dazu auch eine private Seite?“

„Ach, weißt Du, ich habe sie sehr gern, auch als Frau. Ich möchte gern mehr mit ihr, sie als meine Freundin haben. Aber ich weiß ja was sie gemacht hat bevor sie zu mir kam. Da wird sie von Männern sicher nichts mehr wissen wollen. Und bevor ich sie verliere weil ich eine Andeutung in diese Richtung mache halte ich mich lieber zurück. Und weißt Du was richtig gemein ist? Früher bin ich zu einem Callgirl gefahren wenn ich Lust auf Sex hatte, habe mit ihr Spaß gehabt und gut war es. Aber jetzt? Schon seit fast Anfang an, als Lydia zu mir kam, ist es mit dem Spaß bei solchen Frauen vorbei. Der Druck ist dann zwar weg, aber ich fühle mich jedes Mal als hätte ich Lydia betrogen.“

Zum Schluss wurde er immer leiser. Ich bedauerte ihn ausgiebig, sagte dann aber auch, dass ich nachdenken würde, vielleicht eine Idee hätte. Zum Schluss vereinbarten wir noch einen Besuch zu einem Spieleabend ein paar Tage später bei ihm.

Am Nachmittag bekamen wir Post vom Landgericht. Helena war zwischenzeitlich als Nebenklägerin im Verfahren gegen ihren Vater anwaltlich vertreten. Sie wurde darüber informiert, dass die Verhandlung genau zwei Wochen später angesetzt sei. Sie möge bitte berücksichtigen, dass sie nicht nur als Nebenklägerin, sondern auch als Zeugin vorgeladen werde. Ich wurde als Zeuge vorgeladen.

Helenas Studium lief problemlos. Ein paar Mal schon hatte sie Kommilitoninnen zum Lernen eingeladen oder war zu einer gefahren. Bei einigen von ihnen wäre ich sicher früher gerne schwach geworden. Es waren nicht unbedingt alles Frauen die die absoluten Schönheiten darstellten, aber doch verflixt attraktiv waren, an Aussehen fast alles boten was so üblicherweise vorkam. Von schlank bis kräftig, groß, klein, größere oder kleinere Oberweite und alles dazwischen schneite mir ins Haus. Nur richtig dick war keine. Mit allen konnte man sich gut unterhalten (zusammen Kaffee trinken war üblich) und auf den Kopf gefallen war keine. Manche hatten auch ein ziemlich lockeres Mundwerk, mit dem sie das eine oder andere Mal sogar mich zum Schweigen brachten. Helena lachte dann nur. Sie kannte mich als ziemlich schlagfertig und jemand, der, wenn er mit Freunden rumfrozzelte, meistens erster Sieger blieb. Mich auch mal stumm zu sehen – sie genoss es richtig. Schlicht und einfach gesagt – ich genoss die Zeit wenn die Mädeltruppe bei mir zu Gast war, wollte aber mit keiner von ihnen was anfangen.

Der Besuch bei Reiner und Lydia stand bevor. Ich war am Nachmittag noch in einer Drogerie gewesen, hatte eine Kleinigkeit gekauft und mir als Geschenk einpacken lassen. Die Verkäuferin hatte sich zunächst gewundert, dass so etwas als Geschenk verwendet wird. Als ich aber die Hintergründe erzählt hatte lachte sie laut los.

Helena wusste nichts von meiner Absicht. Wir kamen pünktlich an. Der Tisch im Esszimmer war richtig schön gedeckt, sicher – wie immer – Lydias Werk. Wir taten uns erstmal gut stärken, räumten dann zusammen den Tisch ab. Er wurde ja zum Spielen gebraucht. In dem Moment nahm ich mein in Geschenkpapier eingepacktes Präsent aus meiner Jacke, drückte es Reiner in die Hand, nahm ihn und Lydia an den Hüften und schob sie zur Schlafzimmertür. „Ein Geschenk für Euch! Wisst Ihr, beide sind verknallt ineinander, aber keiner traut sich es dem Anderen zu gestehen. Ihr verschwindet jetzt hier drin und kommt frühestens in einer Stunde wieder raus! Helena und ich halten Wache damit Ihr nicht mogelt. Und wenn Ihr rauskommt machen wir Kontrolle. Wehe das Bett ist dann nicht total zerwühlt! Wenn nicht werdet Ihr hier für 2 weitere Stunden drin bleiben.“

Beide spielten sofort Streichholz, hatten einen knallroten Kopf. Wie kommst Du denn darauf? Und was ist da drin?“

„Wie ich drauf komme wird nicht verraten. Und was drin ist? Macht es einfach auf.“

Es blieb einen Moment leise, dann war Reiner zu hören: „DU ARSCHLOCH!“ Böse hörte sich das allerdings nicht an. Dann vernahmen wir noch ein leises Tuscheln und plötzlich gar nichts mehr.

Helena, ganz Frau, war neugierig. „Was war denn da drin?“

„Kondome. Drei unterschiedliche Packungen mit jeweils zwei Stück. Die werden hoffentlich für eine Stunde reichen. Ich weiß ja nicht ob Lydia noch verhütet (zumindest musste ich diese Meinung offiziell vertreten, denn Helena brauchte nichts von Lydias Besuch bei mir vor wenigen Tagen zu wissen). Da schien mir das eine passende Idee zu sein.“

„Das war aber wirklich frech. Aber ich hatte auch den Eindruck, dass die beiden sich mögen. Nur hätte ich mir das was Du gemacht hast nie getraut.“

„Deshalb habe ich Dir ja auch nichts verraten. Aber komm. Die sind jetzt erst einmal beschäftigt. Wir schauen mal ob es was interessantes in der Glotze gibt.“

Ich schaltete den Fernseher ein, gab ihr die Fernbedienung und meinte, sie sollte mal durchzappen und da Halt machen wo sie eine interessante Sendung entdeckt. Dann lehnte ich mich zurück. Wir saßen auf der Couch, ziemlich dicht nebeneinander. Ich streckte mich, legte beide Arme auf die Couchlehne hinter mir, war ganz in Gedanken. Plötzlich schreckte ich auf, merkte gerade noch rechtzeitig, dass ich gerade unmittelbar davor stand sie in den Arm zu nehmen und zu mir herüber zu ziehen. Irgendwie wusste ich es sicher auch schon vorher, wollte es mir aber nicht eingestehen. Ich hatte mich in Helena verliebt, würde sie sehr gern in den Arm nehmen, küssen, noch lieber auch mehr machen. Aber – ich traute mich nicht!“

Meine Kleine – so sah ich sie unwillkürlich – hatte von meiner Bewegung nichts mitbekommen, inzwischen keine interessante Sendung gefunden, das Gerät ausgeschaltet und ein bereitliegendes Backgammon-Spiel geholt und aufgebaut. Das war auch ein willkommener Zeitvertreib, bei dem ich gegen sie zuhause sogar etwas besser aussah als beim Schach.

Die Stunde war vergangen. Die Schlafzimmertür blieb zu. Wir warteten. Nach einer weiteren Viertelstunde – keine Änderung. Wieder 15 Minuten später – dasselbe. Backgammon wurde inzwischen langweilig, zumal sich meine besseren Chancen inzwischen zumindest für diesen Tag als Illusion erwiesen hatten. Nochmal eine halbe Stunde abgewartet und als sich dann nichts rührte laut gegen die Tür geklopft und gefragt ob sie noch leben.

„Moment“ war von drinnen zu hören. Es war klar, dass Reiner weit hinter der Tür war, wohlmöglich noch auf dem Bett lag. Dann tat sich erstmal gar nichts. Als endlich die Tür aufging strahlten uns zwei glückliche Gesichter an. Erst auf den zweiten Blick bemerkten wir, dass sich beide wohl sehr auf die Schnelle nur die nötigsten Kleidungsstücke übergezogen hatten.

„Die fünf Kondome bekommen übrigens bei uns einen Ehrenplatz in einer Vitrine.“

„Fünf?“

„Ja, eines haben wir gebraucht. Dann erklärte mir mein Schatz, dass sie verhütet, ich freie Bahn habe. Jetzt haben wir nur unterbrochen, damit Ihr keine Vermisstenanzeige aufgebt.“

„Ja dann wollen wir Euch nicht aufhalten, verabschieden uns. Treibt es schön, aber nicht zu doll und lasst für den Rest Eures Lebens genug Kraft über!“

Beide knutschten bevor sie uns zur Tür begleiteten. Als wir heimwärts fuhren blieben wir beide still. Zuhause stellte sich dann doch wieder die gewohnte Routine ein, nur mit Unterhaltung – da war irgendwie bei beiden nichts.

Die Verhandlung im Landgericht stand bevor. Helena war noch nie in einem Gericht gewesen, daher entsprechend beeindruckt von der Atmosphäre in dem alten Gebäude. Nach kurzer Suche fanden wir den Saal, neben dessen Tür der Zettel mit den für diesen Tag geplanten Verhandlungen aushing. Vor uns war eine gewesen. Das Aktenzeichen konnten wir aber nicht interpretieren, die Namen von Angeklagtem und Zeugen sagten uns nichts. Das war aber sicher nicht immer so, denn neben der Tür zu einem anderen Saal hing auch ein solcher Zettel. Darauf stand der Name eines der Kunden aus dem Betrieb und das gleich zwei Mal. Oben drüber stand „Familiengericht“. Komisch, Familiensachen wurden doch im Amtsgericht verhandelt. Was da wohl Thema war. Wir hatten was anderes im Sinn.

Unser Termin wurde aufgerufen, alle traten ein. Der vorsitzende Richter stellte die Anwesenheit aller Prozessbeteiligten fest und schickte mich ebenso wie – mit Ausnahme von Helena – die anderen Zeugen wieder raus.

Es dauerte nicht lange bis der erste Zeuge, ein Nachbar, aufgerufen wurde, kurz danach nacheinander mehrere weitere. Ich war der letzte, langweilte mich bis dahin ziemlich. Im Gerichtssaal nahm ich auf dem Zeugenstuhl Platz.

Gefragt wurde gar nicht viel. Ich musste schildern wie ich die Tochter des Angeklagten kennen gelernt hatte. Da ich seit jeher offen mit meinen Ausflügen ins Rotlichtmilieu umging hatte ich damit keine Probleme. Helena hatte sich offenbar auch an die Wahrheit gehalten. Jedenfalls löste meine Aussage bei den Zuhörern keine Überraschung aus. Dann schilderte ich, dass ich sie mit zu mir nahm – ohne jegliche erotischen Hintergedanken – und ihr über einen Teilzeitjob auch ein gewisses, wenn auch geringes Einkommen verschaffen konnte weil ich gerade sowieso eine Bürohilfe suchte. Seither lebt sie in meinem Haus, hat aber dort ein eigenes Zimmer. Ein Paar seien wir nicht. Dann kamen die Überlegungen zur Sprache, die letztlich zum Besuch bei der Kripo geführt hatten. Damit war meine Vernehmung abgeschlossen. Ziemlich kurz und ziemlich oberflächlich, wie ich fand. Ich setzte mich zu den anderen Zuhörern.

Der vorsitzende Richter schloss die Beweisaufnahme, bat den Staatsanwalt um sein Plädoyer.

Der führte aus „Nicht wie vom Angeklagten behauptet hat ein Unfall zum Tod der Frau Koch geführt. Sie hat sich ausweislich mehrerer Knochenbrüche im Rippen- und Armbereich in einem verzweifelten Kampf gegen den Angeklagten gewehrt bis sie – ob gestoßen oder gestürzt konnte nicht aufgeklärt werden – zu Fall kam, dabei wie vom Angeklagten geschildert gegen eine Stuhlkante schlug und sich dabei das Genick brach. Dies war dann ursächlich für ihren sofortigen Tod. Nach der bei der Bergung ihrer Leiche vorgefundenen Stellung der Rippen müssen die sich aber tief in die Lunge gebohrt haben, so dass sie auch ohne den Genickbruch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verstorben wäre, das aber länger gedauert hätte und für sie ausgesprochen qualvoll gewesen wäre. Der Angeklagte hat dann – das hat er eingeräumt – die Leiche in den Wohnzimmerteppich eingerollt und in das Loch, das er zuvor in den bis dahin nicht betonierten Boden der Garage gegraben hatte, verbracht, den Boden dann betoniert und, um eventuelle Verwesungsgerüche zu überdecken, mit stark riechender ölresistenter Farbe überstrichen.

Zur Ursache des Streits hat sich der Angeklagte nicht geäußert. Die Kripo hat aber zwei Nachbarinnen ausfindig gemacht, die unabhängig voneinander aussagten, dass Frau Koch die Scheidung anstrebte und bereits ein Informationsgespräch bei einem Anwalt gehabt habe. Davon, dass diesem ein Mandat erteilt worden wäre, wüssten sie aber nichts. Auch sei ihnen nicht bekannt um welchen Anwalt es sich handelte. Der konnte aber ausfindig gemacht werden, bestätigte den Termin als zwei Tage vor dem Verschwinden der Geschädigten. Eine Akte hatte er mangels Mandat nicht angelegt, war sich aber sicher wie auch in gleich gelagerten anderen Fällen dieser Art im Groben über ihre Ansprüche aufgeklärt zu haben.

Insbesondere die Brutalität, mit der der Angeklagte den Kampf geführt hat, weist nach, dass ein Tötungsvorsatz bestand. Anzunehmen ist, dass dieser entstand als seine Frau ihn mit seinen absehbaren finanziellen Belastungen für Unterhalt und Vermögensteilung konfrontierte. In dieselbe Richtung weist die Tatsache, dass Herr Koch kurz nach Ablauf der Zehnjahresfrist beantragte seine Frau für tot zu erklären. Er hätte dann das Erbe – im Wesentlichen das Grundstück mit dem Wohnhaus der Familie - ungeteilt antreten wollen, denn seine Tochter hatte ihn zwischenzeitlich verlassen und hielt sich an einem ihm unbekannten Ort auf. Beides zeugt von Habgier und erfüllt damit ein Mordmerkmal. Allerdings liegt zwar der Verdacht in diese Richtung nahe, aber bewiesen wurde er nicht. Eine Verurteilung wegen Mord kommt daher nicht in Betracht. Es bleibt der Vorwurf eines Totschlags in einem besonders schweren Fall. Der Pathologe hat eindringlich dargestellt wie heftig die Verletzungen waren, wie verzweifelt sich Frau Koch gewehrt haben muss und mit welcher Brutalität der Angeklagte vorgegangen ist. Wie weit dieser auch in anderer Weise zu gehen bereit war ersieht sich auch aus der hier allerdings nicht entscheidungsrelevanten Tatsache, dass er seine Tochter seinen Kumpels zur Vergewaltigung angeboten hat.

Es handelt sich bei diesem Fall zweifellos um einen bewiesenen Totschlag in einem besonders schweren Fall. Ich beantrage eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren.“

Helenas Anwalt schloss sich dem an, wies aber noch dazu darauf hin, dass ihr Vater sie immer wieder belogen habe, das Mädchen über 10 Jahre darauf hoffte irgendwann einmal die Mutter wiederzusehen, aber dann so brutal enttäuscht wurde. Er beantragte eine lebenslange Freiheitsstraße mit Anordnung der anschließenden Sicherungsverwahrung.

Der Verteidiger machte es kurz. „Im Gegensatz zu den Ausführungen des Herrn Staatsanwalt handelte es sich bei dem Ereignis nicht um einen brutalen Kampf. Richtig ist, dass es eine Auseinandersetzung gab in deren Verlauf Frau Koch stürzte und, wie es der Staatsanwalt zutreffend dargestellt hat, unglücklich auf eine Stuhlkante aufschlug, sich das Genick brach und daraufhin verstarb. Die anderen Knochenbrüche müssen durch den weiteren Fall oder im Zusammenhang mit der Verbringung der Toten in die Garage entstanden sein. Dass mein Mandant weder den Rettungsdienst noch die Polizei gerufen hat erklärt sich einerseits daraus, dass er sofort gesehen hat, dass seiner Frau nicht mehr zu helfen war und andererseits aus der Panik, die bei ihm sofort einsetzte. An dem Sturz seiner Frau trägt Herr Koch keine Schuld. Gleiches gilt natürlich auch für die darauffolgenden Ereignisse. Ich beantrage Freispruch.“

Ich sah wie Helena der Atem stockte. Ihr Anwalt bemerkte das, nahm ihre Hand in seine und flüsterte ihr etwas zu.

„Hilfsweise wird darauf hingewiesen“ machte der Verteidiger weiter „käme es allenfalls in Betracht meinem Mandanten durch seine Beteiligung an dem Streit eine mittelbare Mitschuld an dem Sturz zuzuordnen. Er wäre dann Beteiligter an der fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge. Die Verfolgungsverjährung tritt nach 5 Jahren ein. Damit wäre die Tat verjährt. Folge: auch für den Fall, dass nach dieser Vorschrift entschieden wird, beantrage ich Freispruch.

Nun wurde der Angeklagte gefragt ob er noch etwas sagen möge. Der verneinte. Der Richter schloss die Verhandlung. Das Gericht zog sich zur Beratung zurück. Alle mussten den Raum verlassen. Schon eine halbe Stunde später wurde wieder hereingerufen. Als alle Prozessbeteiligten und Besucher saßen kamen Richter und Beisitzer herein, setzten sich.

Einer der Beisitzer fasst kurz die Verhandlung zusammen. Der Richter stand auf. „Meine Damen, meine Herren, erheben Sie sich bitte.“ Alle standen auf.

„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Der Angeklagte Herbert Koch ist schuldig der besonders schweren Körperverletzung mit Todesfolge. Er wird zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Die nachträgliche Anordnung der anschließenden Sicherungsverwahrung bleibt vorbehalten. Er hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.“

Anschließend wies er auf die Rechtsmittelfrist hin, zitierte er eine ellenlange Reihe von Paragraphen und las aus seiner Urteilsbegründung vor. Abschließend wies er auf die Rechtsmittelfrist hin. Mir erschienen das Urteil richtig und die Begründung schlüssig, ebenso wohl auch dem Rechtsbeistand von Helena. Der nickte, war offensichtlich zufrieden.

Die anderen Zuhörer waren schnell verschwunden. Helena, ihr Anwalt und ich saßen dann noch kurz zusammen, vereinbarten dann noch einen Gesprächstermin für ein paar Tage nach Ablauf der Rechtsmittelfrist um zu sehen ob eine Revision gegen das Urteil eingelegt worden wäre und wie mit ihrem Erbe zu verfahren sei. Für eine eventuelle Revision gelte sein Mandat auch weiter. Für ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Erbe müsse ein neues Mandat erteilt werden. Sinn würde das aber machen, denn nach den allgemein gültigen Vorschriften haben nach dem Tod der Mutter sowohl sie als auch ihr Vater jeweils die Hälfte ihres Nachlasses geerbt. Damit wäre ihr Vater Eigentümer von 75 % des elterlichen Grundstücks mit dem Wohnhaus, denn die Hälfte habe er als Ehepartner sowieso besessen und dazu käme die Hälfte des Nachlasses ihrer Mutter. Bei Vorfällen wie diesem bestünde aber eine Möglichkeit gegen den Vater auf Erbunwürdigkeit zu klagen. Einer solchen Klage würde zweifelsfrei stattgegeben werden. Damit hätte sie Anspruch auf das volle Erbe aus dem Nachlass der Mutter. In einem weiteren Verfahren könne sie auf Schadenersatz und Schmerzensgeld klagen. Auch hier bestünden gute Erfolgsaussichten und die Forderung könne dann aus dem Eigentumsanteil ihres Vaters am Haus befriedigt werden. Vielleicht wäre es sogar möglich ihn zu einem Verzicht auf den Rest des Eigentumsrechts an diesem Objekt zu bewegen, denn die Kosten im Zusammenhang damit könne er nicht begleichen und so wäre über kurz oder lang eine Zwangsversteigerung absehbar.

Wir trennten uns vom Anwalt, gingen zum Auto und fuhren nach Haus. Daheim angekommen setzte sie sich im Wohnzimmer auf die Couch, sprang dann plötzlich auf und lief in ihr Zimmer. Da sie nicht zurück kam fing ich an mir Sorgen zu machen, ging hinterher und klopfte an die Tür.

„Ja, komm rein.“

Sie lag lang auch dem Bauch auf ihrem Bett, weinte heftig. Zuerst setzte ich mich, dann legte ich mich neben sie, nahm sie in den Arm, streichelte nur über Kopf und Rücken um sie zu trösten. Sie tat mir sooo Leid. Irgendwann versiegten die Tränen, aber sie schluchzte immer noch. Ihr Kopf lag mittlerweile an meiner Brust, mit ihrem Arm umklammerte sie meinen Rücken, hielt mich fest. Als sie sich weiter beruhigt hatte sprach ich sie an.

„Helena, wollen wir wieder runter gehen, reden? Ich glaube, das könnte helfen.“

„Ja, gehen wir runter.“

„Geh schon mal vor. Ich hole noch eine Flasche Wein aus dem Keller, komme dann auch.“

Als ich aus dem Keller kam standen die Weingläser schon auf dem Tisch. Ich öffnete die Flasche, goss uns beiden ein und stieß mit ihr an.

„Auf Deine Zukunft. Ich bin froh, dass Du einen so guten Anwalt hast. Aber jetzt ist erstmal wichtig, dass Du Dich fängst. Schau mal. Du bist traurig, dass Du Deine Mama auf eine solch schlimme Weise verloren hast und Du als Jugendliche und junge Erwachsene niemand hattest mit dem Du Dich austauschen konntest, sondern im Gegenteil sogar unter der despotischen Herrschaft Deines Vaters leiden musstest. Daran können wir nichts mehr ändern, das ist Vergangenheit. Aber wir leben doch im Jetzt und müssen in die Zukunft sehen. Dein Vater ist für viele Jahre weggesperrt. Der kann Dich nicht mehr ärgern oder gar zu Sachen zwingen die Du nicht willst. Dazu weißt Du jetzt, dass er die Strafe bekommt oder bekommen hat, die er verdient. Du hast einen Job in dem Du ein bischen Geld verdienst, kommst im Studium gut mit und hast danach Aussicht auf eine erfüllende berufliche Tätigkeit. Ich denke Dein Vater wird auf seinen Anteil am Haus verzichten und Du kannst dort einziehen, damit machen was Du willst, es alternativ auch verkaufen, wenn Du hier aus der Gegend wegziehen willst. Verzichtet Dein Vater nicht auf seinen restlichen Anteil kannst Du eine Zwangsversteigerung beantragen und bekommst den auf Deinen Anteil entfallenden Betrag des Erlöses. Damit hättest Du dann ein schönes finanzielles Polster. Ich glaube wenn Du die gegenwärtige Situation aus diesem Blickwinkel betrachtest hast Du es leichter.“

Sie fing plötzlich laut an zu heulen, noch heftiger als vorhin.

„Willst Du mich loswerden, soll ich ausziehen?“

„Nein, nein! Da hast Du mich total falsch verstanden. Ich habe nur aufgezählt welche Möglichkeiten ich für Dich sehe. Ich habe offen gesagt sogar etwas Angst vor dem Tag an dem Du Dich entscheidest auszuziehen.“

Typisch Frau! Das Weinen verstummte, die Augen wurden groß. „Angst? Warum?“

„Weißt Du, Helena, Schon wenige Tage nach Deinem Einzug bei mir fing ich an mich auf die Abende zu freuen. Zu Anfang habe ich Dich als junge Frau betrachtet, der ich für eine begrenzte Zeit helfe bis sie auf eigenen Beinen stehen kann. Das änderte sich aber schnell als ich merkte, dass man mit Dir sowohl reden als auch diskutieren konnte, Du in solchen Gesprächen einen gut überlegten Standpunkt hast und den auch vertrittst, aber Dich andererseits auch überzeugen lässt wenn da die besseren Argumente kommen. Unsere abendlichen Karten- und Brettspiele zu Zweit oder zu Viert, die Besuche Deiner Kommilitoninnen, aber auch abendliches Fernsehen oder auch mal gar nichts machen, das finde ich so schön, so harmonisch. Da habe ich mich schnell dran gewöhnt, das möchte ich eigentlich nicht mehr missen.“

„Das ist lieb was und wie Du es gesagt hast. Mir geht es eigentlich ebenso. Aber es ist schon spät. Morgen muss ich wieder zur Uni, werde deshalb jetzt ins Bett gehen. Gute Nacht.“

Sie stand auf und ging nach oben. Ich schaltete den Fernseher an, zappte durch die Programme, fand aber nichts Interessantes. Also schaltete ich die Kiste wieder aus, ging auch nach oben. Als ich zum Bad ging hörte ich durch ihre Zimmertür, dass sie weinte. Aber da noch mal trösten wäre wohl nicht angebracht, dachte ich mir, machte mich im Bad fertig und ging in mein Bett. Gleich einschlafen konnte ich nicht, denn plötzlich machte ich mir Sorgen. Was wäre wenn sich Helena entschließen würde auszuziehen? Der Betrieb war mir da gar nicht wichtig. Was wäre mit mir? Würde ich das verkraften? Dass ich sie liebte war mir schon lange klar. Ich war aber immer noch zu feige um das auch ihr gegenüber zu zeigen, auch weil von ihr keine entsprechenden Zeichen erkennbar waren. Ich überlegte hin und her. Plötzlich klopfte es an der Tür.

„Komm ruhig rein. Ich bin noch wach.“

Helena trat ein, hatte ein stark verheultes Gesicht, schniefte immer noch. Robert, ich kann nicht schlafen. Darf ich bei Dir schlafen, nimmst Du mich wieder in den Arm? Das ist so beruhigend.“

„Na gern.“ Ich rutsche ein wenig zur Seite, hob eine Ecke der Bettdecke an. „Komm her. Aber wundere Dich nicht wenn jemand in meiner Körpermitte auf Dich reagiert!“

Blitzartig war sie unter der Decke und hielt sich an mir fest. „Wäre schön wenn der das macht.“

Jetzt wurde ich munter!

„Sag mal – was war das eben? Du möchtest in mein Bett, mich spüren? Bist Du nicht gekommen weil Du traurig wegen des Todes Deiner Mutter bist, sondern weil Du mit mir schlafen möchtest? Warum das?“

„Ja, jetzt habe ich mich verplappert. Ich möchte das schon lange. Schon damals im Club, als Du sagtest, dass ich mit Dir kommen kann, habe ich mich in Dich verliebt. Klar wurde mir das aber erst einige Wochen später. Ich fand einfach keinen Ausweg. Dir meine Liebe gestehen traute ich mich nicht, hatte Angst Du würdest mich ablehnen. Aber von Dir kamen keine Zeichen, dass Du mich auch gern hast. Also habe ich das Gefühl unterdrückt, konnte immerhin die Zeit abends mit Dir genießen. Allerdings habe ich mich auch da an manchem Abend in den Schlaf geweint.“

„Ach mein Kleines, mir ging es doch genauso! Ich hatte mich auch rasch in Dich verliebt, mir das aber erst später eingestanden. Dann habe ich darauf geachtet ob von Dir Zeichen kamen, dass Du mich nicht nur als Mitbewohner und Chef, sondern vor allem als Mann gern hast. Da kam nichts. Also habe ich das Gefühl unterdrückt.“

Ich neigte meinen Kopf zu ihr. Schnell fasste sie mich an den Wangen, zog meinen Kopf zu ihrem und küsste mich auf eine Art, dass ich die Engel singen hörte. Sie hatte doch noch nie einen Freund gehabt, wie sie mir erzählt hatte. Wo hatte sie das kennen gelernt? Dann fing sie an mich zu streicheln, küsste weiter. Ich tat Gleiches. Verflixt noch mal! Woher hatte sie das?

Mein Schatz, woher hast Du das? Im Club warst Du verschüchtert, hattest offenkundig keine Ahnung von Erotik oder Sex. Jetzt habe ich eine Geliebte im Arm die mir zeigt wie Küssen geht!?“

„Du hast im Arbeitszimmer einen Computer stehen, den ich auch ohne Passwort starten konnte. Internet machts möglich!“

In ihrem Schlafanzug hatte ich sie schon oft gesehen, sie mich in meinem auch. Jetzt war es an der Zeit uns mal außerhalb von Sauna und Pool ohne zu sehen. Ruckzuck zogen wir uns aus. Danach wieder ins Bett gesprungen, ging die Knutscherei weiter. Mal lag sie mit ihrem Oberkörper auf mir, mal ich auf ihr. Was machte das für einen Spaß! Viel mehr als wie irgendwo im bezahlten Sex, na ja, mit Ausnahme von Lydia und Karin. Lydia war aber inzwischen fest mit Reiner zusammen und hatte nur noch Augen für ihn. Ich gönnte es ihr von Herzen, zumal ich ja gerade auch mit meinem Schatz zusammengekommen war. Karin hatte ich noch einige Mal im Club besucht. Eines Tages sagte sie zu Dieter sie hätte jemand kennen gelernt, würde mit dem Job aufhören und zu ihm ziehen. Am nächsten Tag war sie weg. Ich fand es schon schade, dass ich ihren weiteren Weg nicht mitverfolgen konnte, denn es hatte sich mit ihr ein ebenso vertrautes Miteinander entwickelt wie mit Lydia. Aber andererseits hatte ich es natürlich zu respektieren wenn sie mit ihrer Vergangenheit komplett abschließen und mit einem Partner ein neues Leben beginnen wollte.

Helena löste sich von mir, hatte wohl mitbekommen, dass ich kurz abgelenkt war. Ich nahm das als Anlass eine Etage tiefer zu gehen und mich um ihre Zwillinge zu kümmern. Erst die eine Brust mit kleinen Küsschen verwöhnt, dann, als ich mit den Lippen an der Brustwarze angekommen war, die mit den Lippen umschlossen, gesaugt, etwas heftiger gesaugt – und anschließend mit einem Großangriff der Zungenspitze darauf abgeschlossen, schnell zur anderen Brust gewechselt, dort das Ganze umgekehrt bis ich letztlich mit den Küsschen wieder auf ihrem Brustkorb angelangt war und mich Zentimeter für Zentimeter in südliche Richtung bewegte, zwischendurch die Tiefe ihres Bauchnabels erkundete bis ich schließlich vor dem Schambereich ankam. Was mich freute: sie war hörbar am Atmen, nicht mehr so leise wie zu Anfang. Dann war mir wieder nach küssen. Ich war wohl schon süchtig nach diesen Zärtlichkeiten von ihr geworden. Ihren Mund gesucht und los ging es bis wir beide Luft holen mussten. Dann bewegte ich mich wieder nach unten, aber diesmal mit dem Körper zwischen ihre bereitwillig geöffneten Beine. Was ich dort sah überraschte mich: sie war nicht rasiert, aber der Busch sorgfältig gestutzt. Mir gefiel es. Ein paar kleine Schmatzer auf die Vulva gedrückt, dann einen auf die kleinen leicht hervorstehenden Schamlippen spendiert und die Zunge losgeschickt. Uns war ja beiden klar wo das hinführen würde. Also fragte ich zwischendurch wie es bei ihr mit Verhütung aussehe, denn ich hätte keine Kondome im Haus.

„Keine Sorge, mein Schatz. Ich nehme seit über einem Jahr die Pille. Zwar habe ich schon damals nicht mehr daran geglaubt, dass wir mal miteinander schlafen würden, aber ich hatte oft während meiner Tage heftige Bauchschmerzen. Meine Frauenärztin meinte dazu, da hilft die Pille und hat sie mir verschrieben.“

„Wunderbar!“ Ich beugte mich zu ihrer Muschi und begann sie zu verwöhnen. Es dauerte nicht lange bis es oben laut und unten nass wurde, dann fing sie an zu japsen und kam.

„Das war schön“ meinte sie, „aber jetzt brauche ich eine Pause.“

Ich legte mich neben sie, wir nahmen uns in die Arme, begannen wieder zu schnäbeln. Mein Einer, der sich nach anfänglicher Arbeitsbereitschaft wieder zur Ruhe begeben hatte während ich bei Helenas Schatzkästlein zugange war, wurde munter.

„Komm, zeig mir den mal richtig“ meinte sie und drehte sich hin, nahm ihn in die Hand, streichelte ihn kurz und dann verschwand er in ihrem Mund! Ich glaubte die Engel singen zu hören, so geil war das! Als ich fragen wollte kam mein Schatz mir zuvor:

„Alles aus dem Internet abgeguckt. Ist das so richtig?“

„Du machst das wunderbar“ stöhnte ich, war wohl kaum verständlich.

Als sie überraschend aufhörte wollte ich schon enttäuscht nach mehr rufen. Meine Kleine drehte sich aber auf den Rücken, öffnete die Beine und meinte „komm, mach mich endlich zu Deiner Frau. Darauf warte ich schon sooo lange!“

Ich schob mich auf sie, mein Glied rutschte ihre Spalte ein paar Mal rauf und runter bevor es den Eingang fand. Die Nässe dort – wunderbar! Ich drückte, merkte wie ich immer tiefer kam und plötzlich aufgehalten wurde. Da war ein Widerstand. Dass den auch von Helena bemerkte wurde durch ihr Zusammenzucken deutlich.

„Mach doch endlich. Ich wünsche es mir so sehr!“

In dem Moment stieß ich zu, setzte meine ganze Kraft, mein ganzes Gewicht ein.

„Autsch“ kam es von ihr, danach „mach weiter.“

Ich bewegte mich langsam in ihr, immer auf und ab, nicht so lahm zum Einschlafen, aber auch in keiner Weise hektisch. Ich wollte genießen und ihr Gleiches ermöglichen.

Sie zog meinen Kopf runter, gab mir einen ganz zärtlichen Kuss, umfasste mich an den Schultern und hielt mich so fest, dass ich nur meinen Unterkörper bewegen konnte, dies aber natürlich auch nach wie vor tat.

„Ist das schööön, viel schöner als wenn ich es mir selbst gemacht habe. Mach weiter, hör nicht auf. Ein bischen schneller. Ja, so ist es gut. Bald kommt es, bald, bald, gleiiiich – JETZT!“ Sie drückte ihr Becken hoch, ich hatte Mühe in ihr drin zu bleiben. Zugleich bemerkte ich, dass mein Glied in ihr eine Massage bekam. Die führte zu meinem sofortigen Abschuss. Ich senkte mich ab, lag auf ihr und drehte mich zusammen mit ihr auf die Seite. Ich war zwar kein Schwergewicht, aber gut 90 Kilo konnten sicher doch ziemlich drücken. Ich war noch immer in ihr. Wir kuschelten eine Weile, mein nunmehr Kleiner verabschiedete sich währenddessen aus ihrer Scheide.

Das Bett war heftig zerwühlt. Wir wollten es noch ein wenig herrichten, standen auf und sahen auf dem Laken einen kleinen roten Fleck.

„Schau mal, das war Deine Jungfernschaft“ meinte ich.

„Und das auch“ kam es von ihr. Sie zeigte auf mein Glied, auf dem sich eine feine rote Spur abzeichnete.

Wir gingen noch unter die Dusche, legten uns anschließend ins Bett, aber erst nachdem ich sie nach dem Duschen bat sich vor mich zu stellen und sich um sich selbst zu drehen, nackt wie sie war.

„Was bin ich doch ein Glückspilz, dass ich eine so schöne Freundin habe.“

Sie sprang mir förmlich in die Arme, hielt sich mit beiden Armen am Hals fest und umklammerte mich mit den Beinen. Küssen war wohl ihre Spezialdisziplin, da konnte sie nie genug von bekommen – und ich auch nicht.

Ich trug sie ins Schlafzimmer, legte sie ins Bett und mich daneben. Wir nahmen uns in den Arm, begannen zu schmusen und waren wohl ziemlich schnell weggenickt.

Zwei Jahre waren vergangen. Wir waren nach wie vor glücklich miteinander. Streit hatte es noch nie gegeben und wenn wir mal unterschiedlicher Meinung waren blieb mal ihre, mal meine auf der Strecke. Das hielt sich so ziemlich die Waage.

Helena hatte ihr Studium abgeschlossen, den Bachelor in der Tasche, arbeitete jetzt Vollzeit in der Firma. Die hatte ich in Absprache mit Reiner inzwischen etwas neu ausgerichtet. Hauptsächliches Tätigkeitsgebiet war nun die Restauration alter Möbel. Leerlauf wurde mit der Herstellung von Gebrauchsmöbeln aufgefangen. Das Geschäft lief sehr gut, ich beschäftigte inzwischen drei Gesellen und zwei Stifte, wie sie früher hießen. Der eine Lehrling war im zweiten Ausbildungsjahr, der andere hatte gerade seine Prüfung hinter sich gebracht und wartete auf die Bekanntgabe des Ergebnisses. Was ich, aber nicht er wusste: er hatte als Zweitbester der Innung abgeschnitten! Ich war angemessen stolz auf ihn, wusste aber natürlich schon länger, dass er richtig gut war. Die Übernahme nach Abschluss seiner Ausbildung hatte ich ihm schon vor ein paar Monaten zugesichert. Dieses Jahr war der Ausbildungsplatz nicht besetzt worden; es lagen zwar viele Bewerbungen vor, aber wenn den jungen Leuten grundlegende Fähigkeiten im Kopfrechnen und Zeichnen fehlten fielen sie leider durch mein Auswahlsieb durch und bekamen eine Absage. Das schlimmste aber hatte ich in der Vorauswahl erlebt. Vier Jugendliche zeigten deutlich, dass ihnen Teamfähigkeit absolut fremd war, zwei von ihnen sogar Forderungen an den Betrieb stellten, die sich nur mit einem übersteigerten Selbstbewusstsein und grenzenloser Selbstüberschätzung erklären ließen. Sie waren es auch, die durch absolute Gossensprache schon in diesem ersten Gespräch negativ auffielen. Überrascht hat mich das dann nicht mehr.

Reiner hatte seine Firma übrigens in Absprache mit mir auch spezialisiert. Er stellte hauptsächlich Sonderanfertigungen her, also Möbel, die ganz speziellen Anforderungen genügen müssten. Lücken füllten auch bei ihm Gebrauchsmöbel. Wenn uns jemand einen Auftrag für ein Stück aus dem Spezialgebiet des Anderen geben wollte verwiesen wir grundsätzlich an den Freund, fuhren gut damit und auch die Kunden hatten einen Vorteil, weil Arbeitszeit und Materialaufwand im spezialisierten Betrieb doch geringer waren als in anderen und diese Ersparnis an die Kunden weitergegeben wurde.

Er war nach wie vor mit seiner Lydia zusammen und glücklich. Zu unseren Spieleabenden waren vor eineinhalb Jahren auch Dieter und Cordula, seine langjährige Freundin, dazu gekommen. Ein solcher Abend fand reihum bei einem der drei Paare statt. So war ich auch hin und wieder zu Gast bei Dieter, aber nie mehr als Gast in dessen Club. Allerdings hatten wir – auch Lydia und Helena – im Rahmen der Besuche bei Dieter und Cordula auch Frauen kennen gelernt, die gerade bei Dieter arbeiteten. Interessant festzustellen war dabei, dass sich gerade unsere Mädels mit ihrer Meinung zu den Frauen nicht zurück hielten – von nett, lieb, über egal, dumm, Zicke und auch anderen Freundlichkeiten der einen oder anderen Art war da alles dabei. Dieter hielt sich dabei natürlich zurück. Schließlich arbeiteten die Frauen ja in seinem Betrieb und da wären herabsetzende Wertungen in Anwesenheit der Damen oder Dritter wirklich nicht in Ordnung gewesen. Wenn wir allerdings nur zu Zweit im Raum waren und niemand mithören konnte sprach er auch schon mal Klartext zu der einen oder anderen Frau. Reiner und ich waren natürlich umso besser dabei deren körperlichen Vorzüge miteinander zu vergleichen und Kommentare dazu abzugeben, hielten uns aber bei Anwesenheit unserer Hübschen mit allzu drastischen Ausdrücken zurück.

Helenas Anwalt hatte das Verfahren gegen ihren Vater auf Feststellung der Erbunwürdigkeit vorbereitet, ist dann mit einem Entwurf der Klage ins Gefängnis gegangen und hat ihn mit einer Zusammenstellung der für das Haus entstehenden Kosten bis zum Ablauf seiner Mindesthaftzeit und der Tatsache, dass er diese Kosten auch anteilmäßig – Teileigentümerin war ja Helena und hatte daher den entsprechenden Kostenanteil zu tragen – nicht würde tragen können, konfrontiert. Ihm war klar gemacht worden, dass am Ende auf jeden Fall der Verlust des Hauses stehen würde. Als Vergleichsvorschlag sei sie bereit gegen einen Verzicht auf jegliche Ansprüche und einer Übertragung seines Eigentumsanteils auf Helena von weiteren Forderungen gegen ihn abzusehen. Er nahm den Vorschlag an. Helena übernahm das Haus und verkaufte es, denn wohnen tat sie bei mir und selbst wenn das mal anders wäre würde sie auf keinen Fall in das Haus einziehen in dem ihre Mutter umgebracht worden war. Sie hatte dadurch ein schönes Polster auf dem Bankkonto, das zudem auch weiter wuchs, denn die Vergütung für ihre Arbeit in der Firma war ja auch nicht ohne. Für eine Uni-Absolventin mit dem Bachelor in Bwl hatte mein Steuerberater einen Vorschlag zur Gehaltshöhe gemacht, den ich übernahm. Demgegenüber hatte sie nur geringe Ausgaben, denn das Haus war meins, die Kosten trug ich. Einkäufe an Haushaltsbedarf zahlte der, der gerade im Geschäft war. Irgendeine Art von Kostenverrechnung hatten wir nicht vereinbart weil wir schlichtweg nicht daran gedacht hatten. Die Autos liefen mit Ausnahme des Espada über den Betrieb.

Dieter war inzwischen mit Cordula verlobt. Reiner und ich hatten dasselbe mit unseren Freundinnen vor. Die ahnten nichts. Wir hatten für eine Woche eine Ferienwohnung an der Küste gemietet. Gemeinsames Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, Küche, zwei Bäder, Flur, das war genau die richtige Größe für uns. Beide hatten wir zuhause Altgesellen im Betrieb, die in dieser Zeit die Firma führen konnten. Meiner hatte sogar den Meister gemacht, war aber bei mir geblieben. Der von Robert würde in einem Monat zur Meisterschule gehen. Beide waren in ihrer Funktion als Vertreter des Chefs anerkannt. Sorgen brauchten wir uns daher nicht zu machen und hatten auch schon längere Urlaube genießen können, meist zu Viert, dabei aber nie an Partnertausch gedacht, hatten daran schlichtweg kein Interesse.

Im Kurgastzentrum hatte sich ein Comedian angesagt. Der war bekannt dafür, dass er auch spontan seine Späße aus dem Hut zaubern konnte. Wir hatten uns Karten besorgt, davon wussten die Frauen. Was sie nicht wussten war, dass wir lange vorher erst mit seinem Management, dann mit ihm selbst gesprochen hatten, ob er während seines Auftritts einen längeren Joke in Richtung Verlobung erzählen könne und uns beide dann „zufällig“ als Kandidaten aus dem Publikum auswählen und auf die Bühne bitten könnte, dort fragen wie wir denn eine Verlobung gestalten würden. Wir würden das dann anhand des lebendigen Beispiels demonstrieren, unsere Freundinnen auf die Bühne holen, den fälligen Kniefall machen und die Schächtelchen mit den Ringen öffnen – und das vor etwa tausend Zuschauern!

Er war begeistert.

Am Samstag kamen wir an, bezogen unsere Wohnung und gingen anschließend zum Strand. Es war gerade Ebbe. Also Schuhe und Socken ausgezogen, die Hosenbeine hochgekrempelt und ab ins Watt. War schon ungewohnt darin zu laufen, aber Spaß hatten wir dabei. Als wir genug hatten zurück zum Strand – Hose hochkrempeln hatte übrigens bei keinem geholfen, die von allen Vier war reif für die Wäsche – und dann zur Wohnung.

Dieter und ich gingen dann noch mal zu den Autos. Meines war erst wenige Tage alt, Dieter wollte es sich (angeblich) mal näher ansehen. Tatsächlich nahmen wir nur die Schmuckkästchen aus den Verstecken. Sie über Nacht in den Autos lassen war uns dann doch zu gewagt.

Auch der Sonntag würde wieder schön warm werden, hatte die Wetterfee im Fernsehen erzählt. Also nahmen wir am Vormittag Badesachen mit, mieteten für jedes Pärchen einen Strandkorb, zogen uns um und machten wieder einen Spaziergang im Watt. Diesmal aber stapften wir auch mal in den Prielen lang, mieden auch weiche Stellen nicht, nahmen die eine oder andere leere Muschel mit. Die wurden nach der Rückkehr zu unseren Strandkörben sehnsüchtig von zwei kleinen Jungs angesehen. Wir hatten in der Zwischenzeit Nachbarn bekommen. Es war ein Paar, geringfügig älter als wir, mit eben diesen beiden Kindern. Die waren, wie wir kurz darauf erfuhren, 6 und 8 Jahre alt. Sie durften nicht ins Wasser weil inzwischen wieder die Flut auflief und das zu gefährlich gewesen wäre.

Lydia hatte dann die richtige Idee und fragte „wollte Ihr die hier haben“, zeigte dabei auf unsere Muscheln.

Die Kids waren begeistert, schnappten sie sich und wollten abhauen. Kurzer Zwischenruf vom Vater: „was sagt man?“

Die beiden Schlingel drehten sich nicht mal um, riefen „danke, danke“, setzten sich hin und begannen miteinander zu spielen.

Mit den Eltern kamen wir ins Gespräch. Sie waren 32 und 36 Jahre alt, ebenfalls am Vortag angekommen und stammten von weit weg aus dem Süden. Ein nettes Pärchen. Beiläufig erzählten wir was wir am Abend vorhatten. Die beiden waren ganz Ohr und wollten versuchen die mitgereiste Oma der Kinder zu bewegen auf die Kleinen aufzupassen, damit sie auch den Comedyabend besuchen konnten.

Wir verabschiedeten uns „bis auf weiteres“ voneinander, gingen zur Wohnung, zogen uns um und dann zum Kurgastzentrum. Es war nur eine knappe halbe Stunde Spaziergang, immer noch angenehm warm, aber würde doch merkbar kühler sein wenn wir nach der Veranstaltung wieder zurückgehen würden – hatten wir den Frauen vorgeflunkert. Es war unsere Ausrede, damit wir die leichten Sommerjacken mitnehmen konnten. Die Überraschung steckte bei beiden in der Innentasche…

Natürlich waren wir deutlich zu früh angekommen, liefen ein wenig rum und trafen tatsächlich das Pärchen vom Strand. Eine recht nette Unterhaltung plätscherte so leise vor sich hin bis der Gong schließlich zum Einnehmen der Plätze rief. Wir hatten – natürlich, für unsere Frauen nur das Beste – welche in der ersten Reihe. Die Mädels freuten sich. Wenn die wüssten…

Punkt 19 Uhr kam der Star des Abends auf die Bühne. Vorher hatte ich ihn schon gesehen als er den Kopf aus der Lücke zwischen Vorhang und Wand streckte, sich suchend umsah und, nachdem er uns offenbar entdeckt hatte, wieder verschwand. Er begann mit ein paar bekannten und dann ein paar neuen Späßen, erzählte zwischendurch mal was ganz anderes, fing dann wieder an und nickte uns zu. Dass wir gemeint waren war uns klar.

Ganz sachte fing er an. „Ich bin ja nun auch nicht mehr der Jüngste und da denkt man doch öfter mal dran was man so früher gemacht hat. So manche Streiche, bei denen ich in der Schule beteiligt war, fielen mir ein, Verlobung – natürlich ohne Streiche -, Hochzeit, die Kinder kamen, gingen dann zur Schule…

Wenn ich mir das so ansehe, dann hat sich da ja nicht viel geändert. Nur bei der Verlobung – das ist heutzutage vermutlich viel einfacher. Ich weiß noch wie ich in meinem feinsten Zwirn zu den Schwiegereltern ging, in einer Hand eine Tasche mit edlem Kognak für meinen späteren Schwiegervater, im anderen Arm einen dicken Blumenstrauß für die Schwiegermutter. Nachdem ich beides losgeworden war, steif wie ein Rekrut vorm Spieß hingestellt, ganz brav einen Diener gemacht – weiß heutzutage überhaupt noch jemand was das ist? (er machte es vor) – und gefragt. „Herr Schmidt, Frau Schmidt - der Mann war Herr des Hauses, daher habe ich ihn zuerst genannt – darf ich um die Hand Ihrer Tochter anhalten?

Das wurde mir gnädigst gestattet. Nun war ich mit meinem Mädchen verlobt. Aber Sie wissen ja: Verlobung heißt sicherstellen und weitersuchen“ Ein leichtes Geraune im Publikum. „Aber ich fand nichts Besseres und so sind wir schon viele Jahre miteinander verheiratet und immer noch glücklich zusammen.

Aber sagen Sie mal. Wie läuft denn eine Verlobung heutzutage ab. Ist das immer noch so steif? Eigentlich könnte das doch jemand aus dem Publikum mal vorführen, oder?“

Ein Johlen bei den Zuschauern, Klatschen setzte ein.

„Sie meinen also auch, dass das mal demonstriert werden könnte. Da muss ich mal sehen wer mir das zeigen kann. Oh, da sehe ich schon jemand. Sie, im hellen Jackett,“ er zeigte auf mich, „kommen Sie doch bitte auf die Bühne.“

Ich tat so als wolle ich mich drücken, wurde aber von Helena und Lydia lautstark aufgefordert auf die Bühne zu gehen. Lieb wie ich bin machte ich natürlich was sich mein Schatz wünschte. Vorher hatte ich Helena leise tuscheln hören „dann kann er ja schon mal üben“. Innerlich grinste ich wie ein Honigkuchenpferd. Wenn das mit Dieter nur ebenso gut klappen würde.

Der Comedian machte weiter. „So wie es eben aussah hat unser Kandidat wohl ein wenig Angst hier so vorgeführt zu werden. Aber“ er wandte sich an mich „Angst brauchen Sie wirklich nicht zu haben. Ich will Ihnen garantiert nichts Böses.“

Er wandte sich wieder den Zuschauern zu. „Damit er sich nicht so ängstigt – wollen wir ihm noch jemand zur Seite stellen, damit er bei der Vorführung nicht so allein ist?“

Wieder lauter Applaus im Saal. Die Nummer kam offenbar an. Nur sah man, dass in den ersten Reihen viele Leute – auch Frauen – die Köpfe einzogen. Unsere natürlich auch! Ja ja, den Kerl anschieben, sich aber selbst nicht trauen! Ihr werden bald sehen was Ihr davon habt!

Der Comedian trat nach vorn an den Rand der Bühne, hielt die Hand über den Augen als wolle er die Scheinwerferblendung vermeiden und in den weiter hinten liegenden Reihen nach einem Kandidaten schauen. Er schüttelte leicht den Kopf, ein erleichtertes Aufatmen bei vielen Gästen dort. Dann wanderte sein Blick sichtbar weiter zu den vorderen Reihen, bis er schließlich bei Dieter hängen blieb. „So richtig habe ich niemand gefunden, dem ich diese Rolle zumuten möchte. Dieser Herr in dem etwas dunkleren Jackett, der macht eigentlich einen recht selbstsicheren Eindruck. Außerdem hat er sich ebenso wie er“ er zeigte auf mich „für ein Jackett entschieden. Also passen beide zusammen.“

Dieter kam auf die Bühne, ein dienstbarer Geist angeflitzt und stattete uns beide mit einem Mikrofon und einer Sendeeinheit aus. Der Comedian drehte sich zu uns, fragte nach unseren Vornamen, wo wir zuhause sind und noch einiges. Ich war inzwischen doch sehr aufgeregt, wurde aber durch seine routinierte Moderation deutlich ruhiger. Dieter erging es ebenso.

Nachdem wir so weit wie nötig vorgestellt waren ging es weiter.

„Auch wenn es heutzutage möglich ist, wollen wir den beiden Herren doch nicht zumuten sich mit jemand vom gleichen Geschlecht zu verloben. Also brauchen wir zwei Frauen. Was ich vorhin mitbekommen habe – neben den beiden Männern saßen zwei Damen. Die Herren wollten sich erkennbar vor dieser Aufgabe drücken, aber beide Damen haben sie heftigst aufgefordert auf die Bühne zu gehen. Was ist da denn gerechter als wenn sie dieses Schicksal teilen?“

Lautes Lachen im Publikum, donnernder Applaus.

Beide Frauen spielten Streichholz, hatten einen knallroten Kopf. Aber immerhin hatten sie sich schick in Schale geschmissen, waren daher passend gekleidet.

Von Helfern waren inzwischen zwei Stühle auf die Bühne gebracht worden, Dieter und ich bekamen je einen dicken Blumenstrauß in die Hand gedrückt. Das war zwar nicht abgesprochen, offenbar auf dem Mist unseres neuen Freundes gewachsen, aber uns sehr Recht.

„So, Ihr Zwei, dann zeigt mir doch bitte mal wie eine Verlobung heutzutage abläuft oder genauer, wie Ihr Euch das vorstellt.“

„Im Publikum war es mäuschenleise.

Ich ging zu Helena, parallel Dieter zu Lydia. Zeitgleich – wir hatten das vorher etwas geübt – drückten wir unserer Braut ihren Blumenstrauß in die Hand, knieten uns hin und fingen an – wohlgemerkt im Chor - „mein Schatz, wir sind jetzt schon mehrere Jahre ein Paar und immer noch so glücklich miteinander wie in den ersten Tagen unserer Beziehung.“

Synchron fassten wir in unsere Jackentaschen, zogen das Etui heraus, öffneten es, hielten es unseren Mädels vor und fragten „magst Du mich heiraten, magst Du auch vor dem Gesetz meine Frau werden?“

Erst in diesem Moment kapierten beide, dass das kein Joke, sondern Ernst war.

„Ja, ja“ kam es von beiden. Jetzt hatten auch die letzten im Publikum verstanden was da gelaufen war. Ein Applaus, wie ihn der Saal wohl selten erlebt hatte, ein Getuschel bei den Zuschauern Ohnegleichen. Wir steckten unserer jeweiligen Verlobten ihren Ring an den Finger, dann ertönten erst einzelne Rufe, bald immer mehr „küssen, küssen, küssen!“

Na, das machten wir doch gerne. Jeder gab seinem Schatz einen dicken Kuss. Nach Art und Dauer sicher nicht jugendfrei, aber in Anbetracht der schon etwas vorgerückten Stunde durchaus vertretbar.

Vom Comedian wurden wir von der Bühne verabschiedet, aber gebeten doch nach der Vorstellung noch zu bleiben. Beim Rest des Programms gab es keine Überraschungen mehr. Planmäßig, das heißt gegen 22 Uhr, war Schluss. Wir blieben noch im Saal. Viele von den Zuschauern kamen zu uns, gratulierten uns. Es wäre ein einmaliges Erlebnis für sie gewesen. So viele Hände in so kurzer Zeit geschüttelt hatten wir wohl noch nie.

Als der Saal halbwegs leer war wurden wir angesprochen und gebeten doch mit der Truppe mit feiern zu gehen. Es sei ein Lokal in der Nähe reserviert. Man könne zu Fuß gehen, es seien nur ein paar Minuten.

Mehr waren es wirklich nicht. Die Gaststätte war urgemütlich eingerichtet. Insgesamt – mit uns Vier – waren wir knapp 20 Personen. Ich hätte nicht gedacht, dass zu so einer Produktion so viele Leute im Hintergrund gehören. Aber wenn ich mal nachzählte: Zwei an der Kasse, zwei an der Einlasskontrolle, zwei Garderobenfrauen, ein Techniker am Tonpult, der der uns das Mikro angebaut hatte, zwei Helfer hinter der Bühne, der Comedian selbst – das waren schon 10, mit uns 14 und da hatte ich sicher noch jemand übersehen. Also gut.

Als alle da waren kam “unser“ Star auf uns zu – und bedankte sich! So etwas habe er noch nie, auch nicht in ähnlicher Art, erlebt. Es sei eine tolle Idee gewesen, an der er selbst riesig Spaß gehabt habe und die wohl noch lange Gesprächsthema sein werde. Übrigens habe ein Mitarbeiter – aha, noch eine Person mehr im Team – die gesamte Vorstellung gefilmt und – er griff seitlich auf einen Tisch – für jedes Paar eine DVD gebrannt. Er habe natürlich auch eine. Die bekomme einen Ehrenplatz bei ihm. Das was wir als Kostenbeitrag für den Auftritt vereinbart hatten sei gegenstandslos. Er wolle für diesen Spaß kein Geld sehen, das sollten wir lieber in unsere Hochzeitsreisen investieren. Auch hier im Lokal bräuchten wir kein Geld in die Hand zu nehmen, es ginge alles auf seine Rechnung. Und ansonsten – er sei der Dennis.

Den Vornamen kannten wir natürlich schon, aber das „Du“ von einem jemand wie ihm angeboten bekommen – das hatte was! Wir stellten uns mit Namen vor, aber er lächelte nur „die kenne ich doch schon aus der Vorstellung.“

Es wurde dann noch eine richtig schöne Fete. Erst gegen 2 Uhr früh gingen die ersten weg und auch wir wurden müde, verabschiedeten uns und gingen zu unserer Wohnung.

In den restlichen Urlaubstagen genossen wir das schöne Wetter, waren oft am Strand und gingen, wenn genug Wasser da war, auch gern ins Meer. Bei Ebbe Spaziergänge im Watt, auch mal eine geführte Wattwanderung – es machte Spaß. Aber auch der schönste Urlaub ist mal vorbei.

Gleich beim nächsten Spielabend kam das Thema Hochzeit auf den Tisch. Wir waren uns einig: es sollte eine Dreifachhochzeit werden. Ein Wunschtermin (in fast genau vier Monaten) war auch schnell gefunden. Eine geeignete Location mussten wir lange suchen, denn es war nicht nur gutes Essen und vertretbarer Preis gefragt, sie musste auch ausreichend groß für viele Gäste sein, eine Tanzfläche haben und Übernachtungsmöglichkeiten bieten für die, die nach der Feier nicht mehr nach Haus fahren konnten oder wollten. Schließlich fanden wir eine solche Gaststätte auf einem ehemaligen Bauernhof fast genau in der Mitte zwischen unseren drei Anwesen.

Die Feier hatten wir auf einen Montag gelegt. Der Grund war, dass der Partyclub an diesem Wochentag sowieso geschlossen hatte und andererseits der nächste Tag ein Arbeitstag war. Es war daher nicht zu erwarten, dass sich jemand mehr Alkohol genehmigte als er vertrug. Sowohl Reiner als auch ich hatten im Betrieb je einen Mitarbeiter, der sich gern mal heftig die Kante gab, und trauten ein, zwei anderen auch zu, dass sie mitziehen würden. Wir wollten einfach Misstöne bei unserer Feier dort verhindern wo das möglich war.

Eingeladen hatten wir neben vielen Verwandten und Freunde auch die MitarbeiterInnen aus allen drei Firmen. Dieter hatte zunächst Zweifel ob seine Mädels von den Gästen auch als solche betrachtet werden würden, die sich auch als solche verhalten würden. Aber andererseits kannte er alle schon länger, keine arbeitete weniger als ein Jahr in seinem Club, und von allen wusste er auch wie sie sich in ihrem privaten Umfeld verhielten – nicht anders als andere Frauen auch. Dieter und ich hatten aus unseren Kontakten ins Milieu nie ein Geheimnis gemacht, waren zwar in den letzten Jahren zwar nicht mehr Gast im Club, aber durch die Spielabende häufig dort gewesen, kannten die Frauen daher auch.

Der große Tag war gekommen. Die standesamtliche Trauung in der Stadt war schon ein Ereignis für sich. Eine Doppelhochzeit hatte man dort schon mehrfach gehabt, eine Dreifachhochzeit noch nie! Alle drei Bräute entschieden sich für ganz in weiß, jede für sich ein wunderschöner Anblick. Das Trauzimmer im Schloss war ziemlich groß, mit drei Hochzeitspaaren, sechs Trauzeugen und einigen anderen Begleitern aber voll! Im Vorlauf hatten wir mit verschiedenen Leuten aus dem Standesamt zu tun, den Standesbeamten sahen wir erst als wir ins Trauzimmer kamen. Ich stutzte, das Gesicht kam mir bekannt vor. Allerdings konnte ich zunächst nicht einordnen woher ich den Mann kannte – bis ich das Gesicht von Dieter sah. Der grinste so was von breit! Alles klar! Wir waren uns wohl mal im Club über den Weg gelaufen.

Die Trauungszeremonie lief nach dem üblichen Schema ab. Der Beamte ging in seiner Ansprache sehr schön darauf ein, dass unsere Hochzeit etwas ganz Besonderes sei; eine Dreifachhochzeit habe er noch nie erlebt. Auch ansonsten war die Rede sehr auf uns zugeschnitten. Letztlich stellte er uns drei Paaren nacheinander die Frage aller Fragen und sprach die Trauformel. Danach gab es noch ein paar abschließende Worte und dann waren aus drei verlobten Paaren drei verheiratete Paare geworden. Die Gäste und Trauzeugen verließen den Raum.

Als wir Paare mit dem Standesbeamten allein im Raum waren lud ich ihn zur Feier ein. Er lehnte aber ab, war ehrlich dabei. „Wie ich Dieter kenne sind auch die Mädels aus dem Club dabei. So gern ich sie auch sehe – bei einer solchen Feier fließt ja auch mehr oder weniger Alkohol und da braucht nur eine etwas angeschickert zu sein und sich verplappern. Das wäre gar nicht so gut. Ich hoffe Ihr versteht mich. Ich wäre gerne dabei, muss aber aus eben diesem Grund darauf verzichten.“ Natürlich verstanden wir ihn.

Aus dem Vorraum vom Trauzimmer führte ein Ausgang über eine breite Treppe zum Schlosspark. Dort gab es erst einmal die unterschiedlichsten Zusammenstellungen für Fotos, bevor wir drei Paare mit den Trauzeugen und dem Fotografen im Schlosspark verschwanden, dort an mehreren Stellen fotografiert wurden; der Fotograf hatte dafür unterschiedlichste Hintergründe ausgesucht: mal nur eine dunkelgrüne Hecke, mal war ein alter knorriger Baum, mal ein Blumenmeer und auch der große Teich mit den Seerosen und die Brücke über einen Bach ergaben mit den Personen im Vordergrund ein schönes Motiv.

Anschließend fuhren fast 20 Autos zur Kirche. Dort warteten auch schon die anderen Gäste aufgeregt auf die Brautpaare; sogar der Pastor wurde dazwischen gesehen; er trug noch Zivilkleidung. Als der Autokorso auftauchte verschwand er schnell im Gemeindehaus, tauchte wenige Minuten später wieder auf, jetzt im Talar. Er ging in die Kirche, die versammelte Schar der Gäste ebenfalls. Kurz bevor die Brautpaare ausstiegen fuhr noch ein großes Taxi vor. Dort stiegen erst ein Mitarbeiter von Reiner, dann ein älteres Paar und zwei junge Leute aus, die offensichtlich eine Familie waren. Alle schauten sich um, waren sehr unsicher. Sie unterhielten sich teils auf Deutsch, teils per Übersetzungs-App mit Reiners Mitarbeiter, gingen dann langsam in Richtung Kirche. Die Hochzeiter waren ausgestiegen, die frisch verheirateten Ehefrauen brachten ihre schönen Brautkleider in Ordnung, drehten sich zur Kirche und sahen die Familie. Plötzlich ein Schrei! „Mama, tata, Mama, Papa!“ Lydia rannte los, rief ihrem Mann nur zu „meine Eltern, meine Geschwister!“, lief zu dieser Familie, umarmte jeden Einzelnen. Die Tränen konnte sie nur mühsam zurückhalten. Bei ihren Angehörigen flossen sie dafür umso heftiger. Reiner ging langsam hinterher, grinste über das ganze Gesicht. DIE Überraschung war gelungen!

Lydia hätte zwar jetzt ihren Vater als Brautführer gehabt, die beiden anderen Frauen hatten aber ihren Vater nicht dabei – die eine, weil sie ihn um keinen Preis der Welt jemals wiedersehen wollte, die andere weil der Papa schon verstorben war. Also hatten alle auf Brautführer verzichtet, die Paare betraten gemeinsam die Kirche, gingen nach vorn, wo der Pastor schon wartete.

Die Zeremonie nahm ihren Lauf. Auch der Pastor ging auf die ungewöhnliche Dreierhochzeit ein, fragte in seiner Predigt dann andeutungsweise ob die Paare denn auch Anderes zeitgleich anfangen wollten. Fast alle Gäste verstanden was gemeint war und grinsten sich einen. Noch mehr lachten die frisch verheirateten Paare; sie wussten mehr als alle anderen hier in der Kirche. Nach etwa eineinhalb Stunden war auch der Gottesdienst überstanden.

Die Autoschlange, die jetzt zum Gehöft fuhr, umfasste fast 60 Fahrzeuge, war als Korso bei der Polizei angemeldet worden und die spielte mit! Die Autos wurden durch Polizisten auf Motorrädern mit Blaulicht eskortiert, andere standen an den Straßeneinmündungen und Kreuzungen um den Konvoi durchzuwinken – und entlang der Strecke blieben jede Menge Leute stehen und bestaunten die lange Schlange aus mehr oder minder festlich geschmückten, laut hupenden Autos. So etwas hatte die Gegend hier noch nie gesehen!

Am Ziel angekommen klappte auch alles wie am Schnürchen. Eine große Freifläche neben dem Hofgrundstück war mit Trassierband als Parkfläche hergerichtet. Es hatte mehrere Tage nicht geregnet, so dass die Gäste trockenen Fußes und ohne Schmutzrisiko zur Feier kommen konnten.

In der ehemaligen Scheune war ein großes Buffet aufgebaut, über 15 Achtertische mit Namenskarten – manche allerdings nur mit 6 oder 7 Stück - warteten auf ihre Leute. Die waren schon angemessen hungrig, denn die standesamtliche Trauung hatte bereits um 9 Uhr begonnen, Kirche war ab 11 Uhr und Eintreffen der Hochzeitsgesellschaft auf dem Hof war um 13 Uhr geplant. Es hatte auch alles wunderbar geklappt, auch wenn insbesondere für die Fotos die Zeit doch knapp geworden war. Aber das bedeutete auch, dass viele Gäste und auch die Brautleute gegen 7.30 Uhr zuletzt was zu essen, viele auch zu trinken, bekommen hatten und entsprechend Durst und Kohldampf schoben.

Rasch hatten alle ihre Plätze gefunden. Bei so vielen Leuten war man natürlich ohne technische Unterstützung chancenlos allgemein gehört zu werden. Ich nahm daher ein Mikro – die Sprechprobe gestern wäre beinahe schief gegangen, denn ein Stecker wies einen Wackelkontakt auf, der, nachdem er erkannt worden war, aber rasch behoben werden konnte – in die Hand, bedankte mich bei Allen für das zahlreiche Erscheinen und die Geschenke, die uns zwischenzeitlich überreicht worden waren, und gab das Buffet frei. Der Caterer hatte sechs Personen abgestellt und alle hatten reichlich zu tun!

Ich ging derweil, nachdem ich meiner Frau ein Zeichen gegeben hatte, in einen Nebenraum, in dem ein einzelner Mann saß und sich am Essen gütlich tat – das Personal vom Caterer war eingeweiht, er hatte sich die Auswahl angesehen bevor wir alle eintrafen und sich das bringen lassen was ihm am besten gefiel. Ich bedankte mich, dass er gekommen war und bekam auf die Frage nach seinem Honorar nur eine ähnliche Antwort wie bei unserem ersten Treffen…

Der Platz für die Brautleute war an einem Sechsertisch vorgesehen, weil wir niemand aus unserem Freundeskreis vorziehen wollten und für Lydias Angehörige nicht genug frei gewesen wäre. Der siebte Platz war für den inzwischen eingetroffenen Pastor vorgesehen, der achte war (noch) frei. Das Geklapper von Geschirr und Besteck wurde immer weniger. Die Leute waren sichtbar mit dem Essen fertig. Zwischendurch hatten uns immer wieder Gäste zu den unterschiedlichsten Themen angesprochen, die Einen weil sie noch Geschenke abgeben wollten, die anderen mit verschiedensten Fragen. Eine, die häufiger gestellt wurde, war, weshalb Sekt, Wein und Bier nur alkoholfrei vorhanden war und an Schnaps gar nicht gedacht wurde. Mit der Antwort – dass unter den Anwesenden mindestens drei waren, die auf keinen Fall mit Alkohol konfrontiert werden sollen und so auch versehentliche Fehlgriffe vermieden werden können - waren dann doch alle zufrieden.

Als ich sah, dass nur noch einige wenige Leute am essen waren, nahm ich versteckt mein Handy aus der Tasche, rief einen Namen auf und klingelte durch. Mehr brauchte es nicht. Einige Minuten später kam ein – der – Mann aus der Tür zum Nebenraum, hatte ein Mikrofon in der Hand.

Ohne sich vorzustellen fing er an zu erzählen. „Liebe Leute, da war ich vor einiger Zeit an der Nordseeküste, hatte da einen Auftritt. Am Tag zuvor nervt ein Kerl meine Leute, drängt auf ein Gespräch mit mir und geht mir dabei gewaltig auf den Keks. Also habe ich letztlich eingewilligt weil ich ihn wohl anders nicht mehr losgeworden wäre. Aber wie es dann kommt – er hatte eine tolle Idee.“

Zu dieser Zeit setzte bei den Gästen ein Raunen ein. „Das ist doch“ wurde überall geflüstert. Zunächst fiel aber wohl niemand der Name ein, er war ja noch nicht so bekannt wie einige andere Komiker. Irgendjemand hatte dann aber doch eine Erleuchtung.

„Das ist Dennis, der Comedian!“

Verhaltener Applaus, Dennis erzählte weiter.

„Er und sein Freund wollten ihren Freundinnen DEN Antrag machen. Die wussten von nichts! Eingebettet sollte das in meine Vorstellung sein und so aufgezogen werden als ob ich ein Mitmachspiel mit Gästen aus dem Publikum aufziehen will, mir dann jemand – natürlich ganz zufällig einen von den beiden – aussuche, auf die Bühne bitte. Er will sich drücken. Absehbar wäre, dass ihn seine Freundin anschieben würde doch auf die Bühne zu gehen. Ich hatte vorher erzählt wie meine Verlobung vor vielen Jahren abgelaufen war und die Idee geäußert, mir doch mal von jemand aus dem Publikum zeigen zu lassen wie so etwas heutzutage abläuft. Nachdem seine Freundin wie erwartet reagiert hatte und er sich schüchtern, ja fast ängstlich zeigte, ihm einen zweiten Mann zur Seite gestellt. Wieder so ganz zufällig habe ich mir dann aus dem Publikum seinen Freund ausgesucht. Die beiden Begleiterinnen der Herren lachten sich halb schief bis sie erkennen mussten, dass zu einer Verlobung ja auch die weiblichen Gegenstücke gehörten.“ Im weiteren Verlauf erzählte er im Detail wie die Verlobungen abgelaufen waren und wie wir sie dann mit seinem gesamten Team gefeiert hatten.

„So, und jetzt komme ich zu Gegenwart und Zukunft – und dieser Teil ist nicht mit Euch, meine lieben Hochzeiter, abgesprochen!

Viele Gäste haben sich gewundert, dass heute hier nur alkoholfreie Getränke angeboten werden. Auf mehrfache Nachfrage wurde immer gesagt, dass mindestens drei Anwesende auf keinen Fall mit Alkohol konfrontiert werden dürfen. Man beachte: drei! Und weiter: Anwesende, nicht Gäste!

Ich kenne zwar von Euch allen nur zwei der Brautpaare etwas besser, das dritte Paar nur flüchtig, von den anderen Gästen bislang niemand. Aber die kennen sich soweit untereinander, dass zumindest einige wissen dürften wenn jemand aus welchen Gründen auch immer keinen Alkohol zu sich nehmen darf. Von einer derartigen Einschränkung unter den Gästen hier ist mir nichts bekannt geworden. Und ich erinnere an „drei“ und „Anwesende“, nicht „Gäste“!!!

Wir haben hier drei Frauen, die keine Gäste, weil Einladende, sind. Eine Heirat ist ja oft der Beginn, dass die Familie wachsen wird. Wenn also drei Frauen keinen Alkohol trinken weil…

In der Kirche war ich ja auch schon dabei, habe gelächelt als der Pastor auf die ungewöhnliche Dreierhochzeit einging und dann andeutungsweise fragte ob die Paare denn auch Anderes zeitgleich anfangen wollten. Fast alle Gäste verstanden, dass er dreifachen Nachwuchs meinte. Ich schmunzelte ebenso wie alle anderen, deren Gesicht ich sehen konnte. Jetzt allerdings frage ich mich ob er nicht schon informiert worden war (der Pastor schüttelte den Kopf), irgendwelche für andere nicht sichtbare Zeichen erkannt hat (Kopfschütteln) oder in die Zukunft schauen konnte (zuckend hochgezogene Schultern, Gesicht mit einem Grinsen wie ein Honigkuchenpferd).

Werde ich zu den Taufen auch eingeladen?“

Ende

So, wie gesagt, meine Premiere, also reißt mir den Kopf bitte nicht (ganz) ab.

Ideen für eine eventuelle Fortsetzung sind einige da. Mal sehen wie die Story ankommt und wie es mit Zeit und Lust zum Schreiben aussieht.



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