die neue Braut (fm:Sonstige, 8439 Wörter) | ||
| Autor: dergraue | ||
| Veröffentlicht: Jul 19 2026 | Gesehen / Gelesen: 1701 / 1477 [87%] | Bewertung Geschichte: 9.78 (88 Stimmen) |
| Eine Ehe scheitert und es dauert lange, bis eine neue Braut sein Leben wieder erhellt. | ||
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Ein paar Worte vor der eigentlichen Geschichte. Ich habe lange überlegt, ob ich weiter Geschichten veröffentlichen soll und das besonders auf dieser Seite. Ich danke einigen Autoren, die auf dieser Seit wieder Geschichten veröffentlichen, die sich nicht nur um Sex und Demütigung drehen. Es hat mich überzeugt, dass es gut ist, auch zu veröffentlichen. Genug Stoff habe ich noch und außerdem lese ich auf vielen Seiten. Auch da kommen manche Gedanken her. Also nicht wundern. Aber ich schreibe nicht ab sondern lasse nur meine Fantasie anregen. Jetzt aber die Geschichte.
Ich sitze in meinem Büro und muss erst einmal das Telefonat mit Paul verdauen. Ja, es war trotz meiner Sorgen, die sich in der letzten Zeit angesammelt haben, erschütternd und bringt mich schon zum Grübeln. Aber jetzt erst mal schnell und zum Mittag mit meinem Chef. War schon lange angesetzt und hat bestimmt mit meinen neuen Job, mit meiner Beförderung zu tun. So richtig freuen kann ich mich da aber zur Zeit nicht drauf.
Sicher eine Anerkennung meiner Arbeit für die Firma, ein richtiger Sprung in der Besoldung, aber gerade habe ich ganz andere Sorgen. Und die mit der neuen Position verbundenen vermehrten Reisen lassen meine Sorgen auch nicht kleiner werden. Und ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, was auf mich persönlich zu kommt.
Da ich meinen Chef und seine Frau schon viele Jahre kenne, habe ich ihm beim Essen reinen Wein eingeschenkt. Erst wollte er es nicht glauben, hatte viele Fragen und dann, nach einer Zeit der Stille und des Denkens meinte er in seiner väterlichen Art.
„Junge, nimm dir einige Tage frei. Kläre es und wie du darauf reagieren willst und dann melde dich bei mir. Lehne den Job nicht ab. Du weißt, es gibt nicht oft solche Chancen und egal, ob ihr zusammenbleibt oder nicht, es ist gut für dich. Überleg genau und du musst wohl mit ihr direkt reden.“
Ich habe Feierabend gemacht und bin nach Hause gegangen. Schon auf der kurzen Fahrt war mir schlecht und so sah ich wohl auch aus.
Ingrid, meine Frau, sah mich an und fragte.
„Mein Gott, Jürgen, ist das Gespräch mit deinem Chef so schlecht gelaufen. Du siehst ja aus, als ob du eine schreckliche Nachricht bekommen hast. Oder bist du krank?“
„Nein, das Gespräch mit meinem Chef war ok, aber ich habe heute eine persönlich Nachricht erhalten, die meine ganzes Leben durcheinander wirbelt.“
„Was war es denn? Komm, Schatz, rede mit mir.“
„Es geht um dich und deine Zukunft. Aber ich kann noch nicht mit dir darüber reden. Lass mich bitte erst einmal in Ruhe. Ich muss mich sortieren, muss nachdenken und eine Entscheidung treffen.“
Ingrid war leichenblass geworden, taumelte nach hinten und hielt sich an der Kochinsel fest. Ihr habt doch sicher schon mal einen größeren Goldfisch gesehen. Sie kopierte den Mund genau nach. Nur keine Worte kamen zum Vorschein.
Ich ging, ohne sie weiter zu beachten, die Treppe hoch und sofort in unser eigentlich für einen eventuellen Nachwuchs gedachtes Zimmer, das wir als Büro und Gästezimmer nutzen, setzte mich vor den Schreibtisch und versank wieder in die Gedanken, die in meinem Kopf wirbelten.
Waren meine Sorgen, Ängste und Ahnungen doch nicht nur angebracht sondern mehr als berechtigt. Zwar in einer ganz anderen, aber nach meiner Meinung genau zu gefährlichen Richtung. Aber ich konnte mich einfach nicht konzentrieren. Mein Gefühlsleben fuhr gerade Achterbahn und so würde ich meine Angst, meine Wut nicht unter Kontrolle bringen und da half das Gespräch mit meinem Chef auch nichts.
Ich ging kurz noch in unser Schlafzimmer, holte mir meine Schlafhose und aus dem Bad ein paar Tabletten gegen die rasenden Kopfschmerzen. Auf dem Flur hörte ich meine Frau hektisch telefonieren. Zwei Tabletten später lag ich auf dem schmalen Bett im Gästezimmer und versuchte ruhig zu werden. Überhaupt nicht gut war, dass meine Frau vorsichtig ins
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