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die neue Braut (fm:Sonstige, 8439 Wörter)

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Veröffentlicht: Jul 19 2026 Gesehen / Gelesen: 3397 / 2966 [87%] Bewertung Geschichte: 9.71 (167 Stimmen)
Eine Ehe scheitert und es dauert lange, bis eine neue Braut sein Leben wieder erhellt.


Ersties, authentischer amateur Sex


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Zimmer kam und meinte, wir müssten reden. Es ist wohl das erste Mal geschehen, dass ich meine Frau anbrüllte.

„Raus, ich will noch nicht reden, kann noch nicht reden. Gib endlich Ruhe.“

Es sah aus, als ob sie unter Schlägen zusammenzuckte und dann zog sie sich sofort zurück. Ich war wieder alleine.

Wir waren seit fast sechs Jahren verheiratet und seit etwa knapp einem Jahr veränderte sich meine Frau, veränderte sich unser Verhältnis. Alles begann eigentlich mit dem Arbeitsbeginn einer Kollegin von Ingrid auf der Station meiner Frau. Anna war in etwa so alt wie sie, eine schöne Frau, über die Ingrid zu Beginn oft sprach, mit der sie sich sehr gut verstand. Dann war fast genau so schnell wieder Ruhe. Anna wurde nicht mehr erwähnt. Die Veränderung des Kleidungsstils meiner Frau war schleichend und was mir erst vor kurzem aufgefallen ist, teuer, sehr teuer. Exklusive Markenware. Nun wir verdienten beide nicht schlecht und hatten keine wirklichen Wohnkosten, da mir das kleine Haus, in dem wir wohnten, gehörte. Schon vor unserer Heirat gehörte.

Vor ungefähr 6 Monaten begann die Abende, an denen Ingrid mit ihren Freundinnen ausging und was mich dabei überraschte, sie trank mehr Alkohol, als ich es kannte, nicht, dass sie betrunken war, aber angeheitert, nach Alkohol riechend und was der nächste Schock war, ihre Reaktion auf meine dazu geäußerte Meinung. Sauer war und das ist noch eine Untertreibung und aggressiv. Und dann war Anna wieder da und ich fragte mich, ob sie mit der Veränderung meiner Frau zu tun hat.

Sicher sind wir moderne Menschen und sind nicht irgendwo in der Vergangenheit stecken geblieben. Sicher haben wir uns auch über Probleme der Gleichberechtigung von Mann und Frau ausgetauscht, aber was jetzt in der Diskussion manchmal von Ingrid zu bestimmten Problemen geäußert wurde, stimmte mich nicht nur traurig sondern ließ mich an ihr sehr zweifeln. Tiefste Dummheiten der radikalen Frauenbewegung. Und immer öfter, Anna hat gesagt, Anna meint.

Wenn ich versuchte, mit ihr zu diskutieren und sie nicht weiter wusste, brach sie ab und schmollte.

Den ersten großen Streit hatten wir, als sie forderte, ihr ein neues Auto zu kaufen. Zum Verständnis. Sie fährt einen VW Polo, vier Jahre alt und nicht mal 40 Tkm auf dem Tacho. Meine VW Passat ist fast 8 Jahre alt und hat bereits über 160 Tkm runter. Und dann ihr Wunsch. Ein Sportwagen soll es sein. Erst ist mir das Gesicht verrutscht und dann habe ich gefragt, wie wir denn den finanzieren wollen. Zum Schluss, als sie nicht mehr weiter wusste, kam der Vorschlag, eine Hypothek auf das Haus aufzunehmen. Ich habe mir nur noch an die Stirn getippt.

Der nächste große Streit erfolgte erst viel später. Zwischenzeitlich hat mich meine Frau des Öfteren zu Treffen mit Anna und ihrem Mann Paul geschleppt. Anna ist eine große, sehr von sich eingenommene, aber hübsche Frau, eine richtige Sexbombe. Nicht meine Geschmack, aber sicher mögen viele Männer solche Frauen. Paul ist ein sehr stiller, zurückgezogener Mann, dem ich die erste Zeit im Gespräch kaum eine eigene Meinung entlocken konnte. So ein Buchhaltertyp, blass und unscheinbar. Das besserte sich zwar im Laufe der Zeit, aber ich hatte immer den Eindruck, dass er sich mit einem Blick zu seiner Anna absicherte und prüfte, ob sie sich nicht aufregte.

Anna und Ingrid waren immer sehr in Gespräche vertieft und bei mir verstärkte sich der Eindruck, dass Ingrid ein wenig unterwürfig ist. Nur sehr selten merkte ich, dass sie Anna widersprach.

Bei der nächsten Kreditkartenabrechnung bekam ich fast einen Herzinfarkt. Fast 1500 EUR für neue Unterwäsche, Röcke und Blusen, die ich noch nicht mal gesehen habe. Die folgenden Tage und Nächste waren eiskalt und eine wirkliche Begründung, geschweige denn eine Entschuldigung kam nicht.

Und dann sprach ich mit meiner Frau über meine eventuelle Beförderung und die einzige Frage war, wie viel mehr das Netto ausmacht. Auch als ich ihr sagte, dass ich dann aber wesentlich mehr reisen muss, rollte sie nur mit den Augen und meinte nur, dass ich da noch mal nachverhandeln muss, denn dann müsse mehr raus springen. Auf meine Frage, ob es sie denn nicht störe, dass ich dann öfter weg bin, meinte sie nur, dass das Geld dann ja für andere Sachen ausreicht, mit denen sie diese Zeit verbringen kann. Ich kannte meine Frau nicht mehr.

Bei einem weiteren Treffen mit Anna und ihrem Mann wurden wir zu einem Umtrunk in ihr Haus eingeladen. Ein viel zu großes Haus, viel zu teuer und pompös für eine Krankenschwester und einen Buchhalter und hier sah ich zuerst Bilder ihrer beiden Kinder, zwei Knaben, die nach meinem Wissen sechs und fünf Jahre alt sind. Anna hat immer geschwärmt. Paul war da sehr zurückhaltend und jetzt verstehe ich ihn auch. Ich bin bestimmt keine Rassist und auch kein Experte für Abstammung, aber von ihm sind die Kinder nicht. Sehr südeuropäisch. Ich sah Paul an und der sah weg. Alles klar? Oder?

Ich habe den Besuch auf ein Minimum beschränkt und auch Nichts getrunken. Wer weiß, was einem so untergejubelt wird. Meine Frau war nicht begeistert, dass wir so früh gegangen sind. Diskutiert habe ich nicht, aber angeboten, dass sie dort bleiben kann, wenn ich gehe. Eiszeit hoch zwei.

Und dann kam die Einladung zu einer Feier im Hause von Anna. Als Ingrid mir die Einladung überbrachte, sagte ich nur einen Satz.

„Ich gehe nicht und wenn du gehst, wird es Konsequenzen haben.“

Wenn Blicke töten könnten, brauchte sie keine Konsequenzen mehr zu fürchten.

Und dann kam der Anruf von Paul. Er machte mich darauf aufmerksam, dass Anna Ingrid so weit hat, dass sie auf dieser Party zu ihrer Geliebten gemacht wird und das dies die erste Stufe für das Folgende ist. Anschließend, wahrscheinlich noch nicht auf dieser Party wird sie in den Club der Schlampen für die türkischen Freunde von Anna eingegliedert und wenn das geschehen ist, wird sie wie Anna türkische Bastarde züchten. Wenn ich mit zur Party komme, werden sie mich betäuben und schöne Fotos mit mir machen. Hat er alles hinter sich.

Als ich wütend wurde und meinte, dass ich mit Ingrid reden würde, bat er um zwei Tage Zeit, da er Anna verlassen würde und noch nicht alles fertig hat, um sich vor der Rache der Türken zu schützen.

Bevor ihr mich beschimpft und mich einen Türkenhasser oder ähnliches nennt, glaubt mir, es gibt sehr viele sehr anständige Türken hier in unserem Lande, aber auch leider schlechte, genau wie bei uns Deutschen. Ich selber arbeite mit türkisch stämmigen Landsleuten zusammen und habe dabei keine schlechten Erfahrungen gemacht. Auch unsere türkischen Kunden sind durchweg anständige Leute.

Nun gut. Ich würde noch einen Tag warten und dann mit Ingrid reden. Nur meine Bedenken, dass sie auch nur im geringsten auf mich hören würde, steigen stark an, wenn ich an ihre Reaktionen der letzten Zeit dachte. Und was wünsche ich mir eigentlich?

Sicher wieder die Frau zurück, die ich einmal geheiratet habe, aus Liebe geheiratet habe. Aber gibt es diese noch? Ich habe starke Zweifel. Aber ich kann sie doch auch nicht in ihr Verderben laufen lassen, denn ich glaube nicht, dass sie schon so verdorben ist. Während ich mich umher wälzte und grübelte, fragte ich mich, wie und mit welchen Mitteln meine einst so vernünftige liebenswerte Frau beeinflusst wurde, dass sie jetzt eine Frau lieben würde.

Ich muss noch mal mit Paul sprechen und es gelang mir dann auch am Nachmittag des folgenden Tages. Ich hatte eigentlich nur eine Frage. Werden bei der angesetzten Party bzw bei vorherigen Rauschmittel, verbotene Rauschmittel eingesetzt bzw konsumiert. Es kam eine eindeutiges ja und ein Dank, dass ich so lange still gehalten habe.

Ich änderte meine Strategie. Da Paul meinte, dass Anna sie bei dieser Party erst zu ihrer Geliebten machen wolle und später dem Club zuführen würde, gab es noch eine Möglichkeit. Nicht ganz legal, aber sicher wirksam. Ich stamme aus dieser Gegend und kenne viele Menschen hier in der Stadt und darüber hinaus. Darunter auch einige, die heute auf der einen Seite des Gesetzes und auch welche, die auf der anderen Seite verdrahtet sind. Und ein paar Scheine würde ich schon locker machen.

Noch am gleichen Abend habe ich mich leger angezogen und bin mit etwas klopfenden Herzen in eine Kneipe in einem, nun sagen wir mal etwas fragwürdigen Umfeld, gegangen und habe nach einem alten Bekannten aus der Schule gesucht. Schon damals war der ein glühender Verfechter einer Rockergang und ich meine, ich habe ihn erst vor Kurzem mit einer entsprechenden Kluft gesehen. Ihr könnt mir glauben, ich war mehr als nervös.

Nach etwa 2 Stunden hatte ich die richtige Kneipe gefunden und mich vorsichtig durchgefragt. Mir wurde mehr als einmal eine richtige Abreibung angeboten und dann stand er doch vor mir. Nein, es war kein freundlicher Empfang, aber ich konnte seine Bedenken zerstreuen und mein Anliegen vortragen.

Rockergangs sind fast immer sehr rechts, sind nicht freundlich zu Ausländern und auch nicht zimperlich bei den Auseinandersetzungen mit diesen. Den Laden bei der Party aufmischen zu lassen, überstieg bestimmt meine Möglichkeiten, aber wie wäre es, wenn in den Fahrzeugen eine nicht unerhebliche Menge Rauschgift gefunden wird. Zwei Stunde später und über 1500 EUR ärmer, war alles geklärt. Die Jungs beschaffen das Zeug, deponieren es in den Fahrzeugen von Anna und ihren Gästen und ich sorge für die Auffindung. Dabei muss mir meine Chef noch mal helfen, denn er kennt einen Oberstaatsanwalt, übrigens ein entfernter Verwandter, recht gut.

Am Freitag war alles vorbereitet. Paul war auf Dienstreise mit dem Ziel unbekannt, mein Bekannter bestätigte noch mal den Ablauf und mein Chef hatte die Razzia eingetütet.

Um 17 Uhr bat ich Ingrid zu einem letzten Gespräch und ja, ich bat sie nicht zur Party zu gehen. Und ich machte ihr, glaube ich, auch deutlich, dass auch Sex mit dem gleichen Geschlecht als Fremdgehen bewertet wird, zu mindestens von mir. Und das es ernste Konsequenzen haben wird. Natürlich wurde alles abgestritten und ich könne mich doch persönlich davon überzeugen. Brauche ja nur mitgehen.

Sie war um 19 Uhr angezogen, sah super aus und zog eine Schnute, als ich ihr zum Abschied sagte, dass sie sich die Sache gründlich überlegen soll und ganz genau prüfen soll, ob das was sie tut, gut für unsere Ehe ist.

Ich saß zu Hause und wartete auf ihre Heimkehr. Da sie um 24 Uhr noch nicht da war, gab ich auf und ging nach oben und ins Bett, ins Gästebett. Das stürmische Klingeln riss mich aus dem Schlaf und ich war wirklich noch nicht einsatzfähig. Zu viel Rum, viel zu wenig Schlaf und so taumelte ich zur Haustür und das Unglück nahm seine Lauf oder war es Glück.

Vor der Tür standen zwei uniformierte Beamte der Polizei und baten mich nach Feststellung der Personendaten, meine Frau vom Revier abzuholen. Sie wäre im Zuge von Ermittlungen zeitweise festgenommen worden. Weiter konnten sie oder wollten sie nichts sagen. Da ich noch nicht nüchtern war, fragte ich sie, ob sie mich mit zur Wache nehmen könnte, was sie aber ablehnten. Verständlich.

Nun gut, also ein Taxi. Den Taxi-Ruf gewählt und die Mitteilung erhalten, dass in etwa einer halben Stunde ein Taxi kommen würde. Schnell, na so weit es mit meinem Kopf ging, angezogen und ein bisschen frisch gemacht. Zwischenzeitlich habe ich wirklich überlegt, ob ich sie einfach dort lasse und erst Morgen abhole.

Die Fahrt war kurz und es dauerte, bis meine Frau, völlig zusammengebrochen, frei gelassen wurde. Die Belehrung war eindeutig. Verlassen sie nicht die Stadt und halten sie sich zur Verfügung. Die Rückfahrt war still und wegen der Wartezeit teuer. Sie hat mich nicht einmal angesehen und nur still vor sich hin gestarrt. Bis auf ein Danke kam nichts.

Ich bin auch wieder schlafen gegangen. Wusste auch nicht, was nun im einzelnen geschehen war und wenn ich ehrlich bin, auch nicht, wie ich reagieren soll. Man glaubt es nicht, ich habe gut geschlafen und lange.

Der Duft frischem Kaffee weckte mich und brachte mich wieder in die Gegenwart. Eigentlich würde mir meine Frau eine Tasse frischen Kaffee ans Bett bringen, nun ja, wenn es noch meine Frau wäre. Ist es aber nicht, glaube ich zu mindestens.

Es dauerte länger, bis ich mich frisch gemacht und angezogen hatte, ja, ich versuchte Zeit zu schinden bis zur unvermeidlichen Zusammenkunft. Noch immer weiß ich nicht, was ich mit ihr machen soll. Aber langsam wurde mir klar, dass ich sie verloren habe, vielleicht habe ich es geschafft, sie vor dem Schlimmsten zu bewahren, aber verloren, für mich verloren, habe ich sie wohl. Nun gut oder auch nicht, auf in den Kampf.

Ingrid saß am Küchentisch mit einer dampfenden Tasse Kaffee. Ohne ein Wort stand sie auf, holte für mich eine Tasse und schenkte mir einen Kaffee ein. Dann setzte sie sich.

„Was willst du wissen?“

Ihre Stimme war rau, zeigte kaum Emotionen und war ziemlich leise.

„Ist es passiert?“

„Ja, und ich bin über mich selbst erschüttert. Ich werde meine Sachen packen und gehen.“

„Zu ihr?“

„Nein, auf keinen Fall. In vielen Dingen hattest du Recht. Sie ist ein Teufel, ein berechnender Teufel, aber trotzdem habe ich mit ihr Sex gehabt und ja, es hat mir gefallen. Ich kenne deine Einstellung und daher gehe ich, bevor du mich raus wirfst.“

Keine Entschuldigung, keine Reue, nicht einmal ein annähernder Versuch der Erklärung. Nur die Feststellung. Ich war enttäuscht.

„Warum warst du auf dem Revier?“

„Es war ein Chaos. Eine Razzia. Man hat in den Autos und auch im Haus Rauschgift und verbotenen Medikamente gefunden. Medikamente, die aus der Klinik geklaut wurden. Alle, die da waren, mussten mit aufs Revier. Anna und ich wurden in ihrem Schlafzimmer festgenommen. Es war schrecklich und so peinlich.“

Ihr Gesicht war eine Maske, die langsam bröckelte. In den Augen sammelten sich Tränen und dann brach sie zusammen. Bevor sie anfing zu heulen, rannte sie ins untere kleine Bad, warf die Tür zu und man hörte, wie sie schluchzte.

Es dauerte eine ganze Zeit, bis sie wieder raus kam. Zwischenzeitlich war ich dabei, Frühstück zu machen. Sie hatte auch noch nichts gegessen, also macht ich für sie Rühreier und Toast mit.

„Warum machst du das, warum bist du so ruhig?“

„Soll ich toben und schreien? Bringt das was? Wie ich dir schon gestern gesagt habe, halte ich Anna für eine sehr schlimme Person, falsch und berechnet. Voller Lügen und böser Gedanken. Aber du wolltest nicht hören, warst so in ihrem Bann, dass ich damit gerechnet habe, dass du in ihrem Bett landest. Hätte ich dich festbinden sollen? Du hättest mich angezeigt, so warst du drauf. Und dann wäre es später passiert. Von dem Rauschgift wusste ich nichts. Passt aber zu ihr. Und wie nun weiter? Willst du dich scheiden lassen?“

„Habe ich überhaupt noch eine Wahl? Gibt es noch eine Chance? Wenn ja, würde ich es gerne versuchen. Egal, wie du entscheidest, ich werde versuchen, das ganze Dilemma mit Hilfe aufzuarbeiten, zu ergründen, was mich in diese Scheiße, entschuldige, geführt hat.“

„Versuchen wir es. Erstens ziehe ich ins Arbeitszimmer, zweitens versuchen wir höflich zueinander zu sein, auch du, und drittens, wenn wir andere Partner brauchen, trennen wir uns friedlich.“

Die erste große Veränderung war, dass Anna verschwand, erst in Untersuchungshaft und dann wegen Handel mit Rauschgift im Knast. Gut so. nicht so gut war der kleine Krieg zwischen den Rockern und einer Gruppe von Männern mit türkische Abstammung, der den entschlossenen Einsatz der Polizei verlangte. Aber ich hatte ja damit nichts zu tun. Wer im Endeffekt gewonnen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.

Nach einer Weile war ich fast der Meinung, dass sich das Verhältnis mit meiner Frau langsam normalisierte. Wir hatten auch schon wieder ein paar mal intimen Verkehr, schliefen aber immer noch getrennt. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Ihr erinnert euch noch an die beiden Jungen von Anna. Nun, ihre Mutter saß im Knast, der Ehemann hat die Scheidung eingereicht und gleichzeitig die Vaterschaft bestritten und angefochten. Also kümmerte sich das Jugendamt bzw der Staat um die Kinder.

Ich weiß nicht, wer Ingrid den Floh ins Ohr gesetzt hat und sie auf den Weg der Pflege gesetzt hat. Sicher wäre es gut, wenn die beiden Kinder bei einer Familie zusammen blieben, aber war das mein Problem?

Die Auseinandersetzung über diesen Wunsch steigerten sich langsam und dann stellte ich fest, dass meine Frau immer noch Kontakt zu Anna hatte. Sehr wahrscheinlich kam die Idee von dort.

Als der Streit sehr persönlich wurde, fielen wir auf den Ausgangspunkt unserer Beziehungen zurück. Eiszeit war eine Untertreibung. Und dann zog Ingrid aus. Sie begann Freitag nach der Schicht, ihre Sachen zu packen und Sonntag reichte sie mir die Schlüssel mit der Bemerkung, ihr Anwalt würde sich melden.

Nein, ich war nicht glücklich, aber was soll ich machen. Festbinden ist nicht. Über ihren Anwalt habe ich erfahren, dass sie fast ans andere Ende des Landes gezogen ist und dort in einen vergleichbaren Job arbeitet. Man sollte davon ausgehen, dass sie die Trennung sehr ernst meint. Ich habe mich nicht gewehrt.

Mein neuer Job brachte mit sich, dass ich viel mehr Reisen muss und da ist es nicht schlecht, wenn man nicht gebunden ist. Für den Job gut, für mich nicht. Ich bin ganz ehrlich, ich war gerne verheiratet, habe es genossen, nach Hause zu kommen und in den Arm genommen zu werden. Nun ich bin ja noch nicht sehr alt und darf hoffen, dass ich irgendwann eine Partnerin finde.

Bei einer meiner beruflichen Reisen hatte ich gerade im Hotel eingecheckt, als mir eine kleine Gruppe Frauen mit zwei Kinder auffiel. Eine davon war eindeutig meine nunmehr Ex-Frau Ingrid und die Kinder sahen sehr nach den Kindern von Anna aus. Nur die zweite Frau kannte ich nicht. Eine recht hübsche Frau mit langen dunklen Haaren, die von einem leichten Kopftuch verdeckt waren. Sie sah ein wenig dunkler aus, mehr südeuropäisch.

Als sich die beiden Frauen trennten, war die Verabschiedung eindeutig. Hier verabschiedeten sich nicht zwei Bekannte oder Freundinnen sondern zwei Liebende. Eigentlich sollte es mich ja nicht mehr interessieren, aber ein kleiner Stich im Herzen sagte mir, dass ich immer noch Gefühle für meine Ex habe. Ich werde darüber hinweg kommen.

Nun ja, ich bin ein geschiedener Mann, der eigentlich gerne eine liebende Frau und mindestens zwei Kinder haben will, in einem für eine Person zu großem Haus wohnt, aber man bekommt nicht immer das, was man sich wünscht. Oder doch?

Es war einer dieser Abende, die man eigentlich vergessen soll. Ich kam von einer leider viel zu langen Besprechung in einer unserer auswärtigen Betriebsteile und es regnete Bindfäden und dazu war es auch noch stürmisch. Richtiges Scheißwetter. Entschuldigt den Ausdruck, aber es war wirklich so.

Ich kam gerade über eine Anhöhe, nein kein Berg, nur eine Anhöhe und dann sah ich den PKW an der Straßenseite, dunkel, ohne Beleuchtung, nicht mal Warnlampen. In meinem Scheinwerferlicht sah ich aber, dass Personen im Auto waren. Nun bin ich hoffentlich ein gut erzogener Mann und habe gebremst, bin zurückgefahren. Natürlich mit Warnlichtern und bin zu dem Wagen gelaufen.

In dem Wagen saß eine junge Frau, die schon sehr nass war und ein kleiner Junge, so etwa 4 bis 5 Jahre alt. Wie mir die Frau sagte, hat sie eine Panne. Plötzlich blieb ihr Wagen stehen, der Motor ließ sich nicht mehr starten und sie konnte mit dem Handy niemand erreichen, da sie vergessen hat, das Handy zu landen. Auf meine Frage, wohin sie denn will, sagte sie, dass sie in die Stadt wolle und erst mal eine Pension oder ein Hotel suchen muss. Das Kind im Wagen weint leise und es war recht kalt, noch nicht frostig, aber in einem kalten Wagen sitzen, ist nicht angenehm.

Ich bot ihr an, sie in die Stadt mitzunehmen. Wir haben den Wagen noch mehr auf den Seitenstreifen geschoben und das Warndreieck aufgestellt. Dann zwei Koffer und eine Tasche umgeladen, den Wagen abgeschlossen und sind die letzten Kilometer bis zur Stadt gefahren. Über meine Freisprechanlage habe ich versucht, eine Pension für sie zu finden, kein Glück. Als ich dann die Hotels anfragte, wurde mir durch ihre Reaktion klar, dass sie eine sagen wir mal sehr preiswerte Unterkunft sucht.

Also eine Entscheidung getroffen und zu meinem Haus abgebogen. Ich habe es ihr erklärt und sie hat sich geziert, genau bis zu dem Zeitpunkt, als der Kleine anfing zu klagen, dass er auf Toilette muss. Nur gut, dass ich bis dicht an den Eingang meines Hauses fahren kann und mit den Beiden ins Haus stürmte und sie in der Gästetoilette verschwanden. Ich bin in der Zwischenzeit nach oben gelaufen und habe ein paar große Handtücher im Hauptbad raus gelegt und bin dann wieder nach unten gegangen. Sie kamen gerade aus dem Bad und ich habe sie nach oben geschickt und ihnen gesagt, dass sie entweder baden oder zu mindestens duschen sollen, damit sie warm werden. An der Tür hängen zwei Bademäntel, die ihnen sicher zu groß sind, aber erst mal gehen.

Ich habe dann die Koffer und die Tasche rein geholt und sie in mein Gästezimmer gestellt. Dann bin ich in die Küche gegangen und habe Tee und ein Abendbrot vorbereitet. Es sah schon sehr lustig aus, als der Junge, der zwar für das geschätzte Alter recht groß war, mit dem um ihn gewickelten Mantel rein kam und mit großen Augen zu der Pizza sah, die ich gerade aus dem Ofen holte. Nun, er muss noch einige Augenblicke warten, denn noch war sie zu heiß. Aber ein halbes Brötchen mit Honig haben den ersten großen Hunger vertrieben und mir einen sachten Rüffel eingebracht, kein Honig zum Abendbrot und ein großes Lächeln des Kleinen und auch der Mutter.

So lernte ich die Frau mit dem Namen Jutta und ihren Sohn Jacob kennen. An diesem Abend gingen die beiden fast sofort nach dem späten Abendbrot ins Gästezimmer und ich konnte noch ein paar Stimmen hören, aber dann war es schnell leise. Ja, bis auf ein leises Weinen einer Frau. Ich hatte nicht die Absicht, mich einzumischen.

Da ich am kommenden Tag nicht arbeiten muss und das Wochenende vor der Tür stand, war ich in der Küche beschäftigt und bereitete ein Frühstück für alle Personen, die anwesend waren, vor. Nur gut, dass ich mir angewöhnt habe, immer ein wenig Lebensmittel vorrätig zu haben und auch Brötchen zum Aufbacken eingefroren habe, also keine Not und keine Notwendigkeit, sofort Einkaufen zu fahren.

Eier von einem Bauern hatte ich auch noch,

Natürlich wusste ich nicht, was die junge Frau zum Frühstück trank, aber Tee und eine gute Kaffeemaschine waren vorhanden. Eine Packung Milch war auch da, nur Kakao habe ich nicht. Muss also ohne gehen.

So weit war ich und ich hatte auch schon Bewegung im Gästezimmer und im Bad bemerkt.

„Hallo, Frühstück ist fertig. Keine Angst, ich beiße nicht.“

Diesmal kamen beide gemeinsam nach unten und standen unentschlossen in der Tür. Nun, ein kleiner Junge, der sicher schon Hunger hat, und auf einen gedeckten Tisch mit Brötchen und drei Gläser mit Marmelade und Honig blickt und an der Hand der Mutter zieht, bricht diese Unentschlossenheit schnell, meine einladende Handbewegung war hilfreich.

Jutta war zwar sehr zurückhaltend, auch beim Essen, aber Jacob griff kräftig zu. Honig scheint seine Lieblingsspeise zu sein und so sah er nach kurzer Zeit auch aus. Ein feuchtes Tuch beseitigte genau so schnell die klebrigen Spuren und bracht uns zum Lachen. Jutta trank übrigens Kaffee. Ist auch besser so, denn beim Tee habe ich keine große Auswahl.

Wir räumten gemeinsam ab und dann bat ich sie ins Wohnzimmer. Jacob war natürlich von dem großen Fernseher und den Kinderprogramm fasziniert. Jutta saß auf einem Stuhl ganz am Rande der Sitzfläche und war ziemlich nervös. Es dauerte eine Weile bis sie etwas aus sich heraus kam und mir eine sicher geschönte oder gekürzte Fassung ihrer Probleme gab.

Sie hat während ihrer Ausbildung überstürzt ihren Freund geheiratet, da war sie mal gerade 18 Jahre alt. Sie musste heiraten und 6 Monate nach der Hochzeit wurde der Kleine geboren. Ihre Eltern sind schon betagt. Sie war sozusagen ein sehr spätes Kind. Da sie streng im Sinne der Kirche ihrer Eltern erzogen wurde, gab es, als sie schwanger war, keine andere Entscheidung, sie musste heiraten. Die Ehe war nie sehr glücklich, aber sie kannte es nicht anders. Gut war, dass ihre Mutter sie bei der Betreuung des Jungen sehr unterstützte und sie ihre Ausbildung als Bürokauffrau abschließen konnte. Ihr Mann wurde nachdem sie eine Stelle in einer großen Firma bekommen hatte und Jacob in die Kindereinrichtung ging, immer bestimmender und nicht nur das. Sie erzählte, dass er krankhaft eifersüchtig ist und es so weit trieb, dass sie vor drei Monat durch ihren Betrieb gebeten wurde, sich einen anderen Job zu suchen. Die ständigen Belästigungen am Arbeitsplatz konnten nicht mehr hingenommen werden und Gespräche mit ihm brachten keine Änderung.

Nachdem sie gekündigt hatte und der Betrieb ihr einen Aufhebungsvertrag angeboten hatte, den sie annahm, wurde sie bald zu Hause eingesperrt. Ihr Mann hat schon immer getrunken. Zu Beginn ihrer Ehe nicht sehr viel, aber mit der Zeit wurde es schlimm. Und er fing an, sie anzuschreien und drohte ihr mit körperlichen Gewalt. Sie hat es ertragen. Alles bis zu dem Zeitpunkt, als er seinen Sohn schlug. Hilfe von den Eltern hat sie nicht erhalten. Der Rat, den sie bekam, war, sich unterzuordnen und zu gehorchen.

Irgendwann war es so schlimm, dass sie einige Sachen zusammenpackte, etwas Geld an sich brachte und in das Auto stieg und losfuhr. Nur weg, weit weg.

Auf meine Frage, was sie nun machen will, meinte sie, dass sie versuchen will, Arbeit und eine kleine Wohnung zu finden und sich zu berappeln. Wenn alles etwas ruhiger wird, möchte sie sich scheiden lassen und ….. ja, weiter hat sie einfach noch nicht gedacht.

Da saß sie nun, eine junge, nicht hässliche Frau, die sicher etwas Ruhe und Pflege benötigt, mit ihrem, wie ich jetzt weiß, gerade 5 Jahre alten Knaben und war in einer bestimmt nicht leichten Lage. Nein, sie ist keine klassische Schönheit, aber eine Frau, die, wenn sie sich ein wenig erholt hat, viele Männer anziehen wird.

Ich bin ein hilfsbereiter Mann und in einer guten finanziellen Lage und mit einigem Einfluss in der Firma, in der ich schon seit Jahren tätig bin. Mir fiel bei der Erzählung von Jutta ein, dass wir schon seit langer Zeit in der Verwaltung Personal suchen. Ist in unserer Stadt nicht so leicht, denn gerade der öffentliche Dienst warb zur Zeit Personal ab. Auch in diesem Sektor waren die offenen Stellen auf Grund der Pensionierung vieler Mitarbeiter ein Problem und ein sicherer Arbeitsplatz ist auch bei dem nicht so üppigen Gehalt ein Anziehungspunkt.

„Jutta, ich mache dir ein Angebot. Zunächst möchte ich dir aber sagen, dass du zu Nichts verpflichtet bist, wenn du es nutzt. Erst einmal kannst du hier so lange wohnen, bis du eine eigene Wohnung hast. Beteilige dich an den Kosten der Verpflegung und gut. Außerdem kann ich am Montag bei mir in der Firma nachfragen, ob sie dich einstellen können und wollen. Du müsstest mir nur deine Bewerbungsunterlagen mitgeben. Aber noch mal, ich erwarte keine Dankesleistungen von dir.“

„Ich bin mehr als überrascht und muss darüber nachdenken, aber schon mal danke für dein Angebot und für die bisherige Hilfe. Aber ich habe nicht mehr sehr viel Geld und kann daher nur wenig beitragen. Sag mir aber bitte, warum hilfst du eine dir doch völlig Unbekannten? Ich kann doch auch eine Verbrecherin sein.“

„Erstens kann ich es mir leisten und du sahst aus, als ob du und dein Sohn Hilfe brauchen. Mein Haus ist groß und ich habe Platz. Außerdem gehe ich davon aus, dass es nur für eine bestimmte Zeit ist. Und zu deinem Einwand, dass du eine Verbrecherin sein könntest, sage ich nur, dass ich glaube, dass ich ein bisschen Menschenkenntnis habe. Du bist bestimmt alles andere als ein Verbrecherin.“

Wir sind uns auch finanziell einig geworden. Ich habe ihr einen persönlichen Kredit gegeben. Habe die Ausgaben für die Einkäufe, die wir am nächsten Tag getätigt haben, geteilt und sie hat eine Liste angefertigt, in die sie ihren Anteil eintrug. Sie hat mir fest versprochen, mir das Geld zurück zu zahlen, wenn sie wieder flüssig ist.

Ihren Wagen habe ich durch eine mit mir befreundeten KfZ-Betrieb abschleppen lassen und die Reparatur war völlig einfach und preiswert. Es ist doch immer gut, wenn man Freunde hat.

An diesem Wochenende konnten wir nicht viel unternehmen, da das Wetter noch immer schlecht ist. Das gab uns aber auch Zeit, uns besser kennen zu lernen und zu einer zu mindestens einigermaßen angenehmen Routine zu kommen.

Jutta hat mit meiner Hilfe ein Bewerbungsmappe erstellt. Ich musste sie loben, dass sie bei ihrer Flucht ihre Zeugnisse und andere Unterlagen mitgenommen hat. Mit der Arbeit klappte es hervorragend. Drei Wochen später war sie schon in der Abteilung eingearbeitet und meine Quellen sagten, dass sie ein Gewinn für die Firma ist. Es freute mich und als sie den ersten Lohn bekam, wollte sie neben dem Beginn der Abzahlung ihrer Schulden auch Miete bei mir zahlen.

Ich habe herzhaft gelacht.

„Jutta, lass es. Erstens freue ich mich immer noch, dass ich hier im Haus Gesellschaft habe, wieder Leben in der Bude ist und zweitens müsste ich die Einnahmen versteuern. Nimm es einfach als das hin, was es ist. Ein Geschenk an eine junge Frau mit ihrem Kind von einem alten Herrn.“

Sie lächelte.

„Warum habe ich nur den alten Herrn noch nie hier gesehen.“

Es hatte sich schon einige Zeit eingependelt, dass Jutta, da sie fast immer vor mir zu Hause war, den Jungen aus der Einrichtung abgeholt hatte, das Abendessen für uns Alle vorbereitete und wir zu mindestens an den Tagen, an denen ich nicht auf Reisen war, zusammen aßen.

Alles lief ruhig ab, bis an einem Abend erst an der Haustür geklingelt und dann grob gegen die Tür geklopft, nein gehämmert wurde. Warum ich an die Tür ging und nicht Jacob, der eigentlich immer schneller war, weiß ich nicht. Auf jeden Fall stand ein ziemlich herunter gekommener junger Mann vor der Tür und ohne einen Gruß wollte er sofort Jutta sprechen. Ich hatte so eine Ahnung und als ich ihn fragte, wer es ist, wurde er richtig ausfallend.

„Was geht es dich an, alter Mann.“

Und dann brüllte er ins Haus und versuchte mich zur Seite zu schieben.

„Jutta, du Hure, schere dich ja sofort nach Hause und bringe deinen Balg mit und auch den Wagen, den du mir geklaut hast.“

Er roch da schon sehr nach schlechtem Alkohol und schäumte anscheinend vor Wut. Bei mir hatte er da den falschen Partner gefunden. Dieses besoffene schmale Individuum wird nicht in mein Heim eindringen und meine Gäste bedrohen. Eine lange Gerade stoppte sein Vordringen und ein weiterer Schlag schickte den Mann zu Boden.

Nur gut, dass mein Handy immer auf dem kleinen Schränkchen in der Diele liegt und ich die 110 schnell wählen konnte. Der junge Mann schlief den Schlaf des übermäßig genossenen Alkohols und der leichten Betäubung durch meine Schläge. Meine Rechte schmerzte aber auch sehr.

Die kurz vor seinem Erwachen ankommende Streife kannte mich und nahm meine Anzeige auf und verfrachtete den Mann, der sich wehrte und fürchterliche Fluche und Drohungen ausstieß in den Streifenwagen. Dabei stellten sie dann auch noch fest, dass der vor meinem Grundstück stehende leicht eingebeulte PKW von ihm genutzt war und damit kam auch noch Fahren unter Alkoholeinfluss und Gefährdung des öffentlichen Straßenverkehrs zum Hausfriedensbruch hinzu. Mir wurde zugesagt, dass ein Abschleppunternehmen mit der Abholung des PKW beauftragt wird. Damit war für mich erst einmal die direkte Gefahr vorbei und ich schloss die Tür.

Jutta und auch Jacob konnte ich in der Küche und auch im Wohnzimmer nicht finden. Erst, als ich laut rief, dass keine Gefahr mehr droht, kamen sie von oben vorsichtig nach unten und als sie sahen, dass nur ich in der Küche stand, hatte ich eine zitterndes Bündel Frau am Hals und ein Kind neben mir, das meine Beine umarmte. Jutta drückte sich fest an mich und überhäufte mich mit feuchten Küssen. Auch wenn bei mir immer noch die Nerven nicht ganz ruhig waren, bemerkte ich den schlanken festen Körper und besonders die genau so festen Brüste. Ich glaube zu bemerken, dass sie keine BH trug. Hatte sie auch nicht nötig.

Ich würde nie die Situation ausnutzen und so strich ich ihr über den Rücken.

„Schon gut, Jutta, es ist vorbei. Es war wohl dein Mann. Er ist jetzt auf der Wache. Ich muss Morgen in der Frühe kurz da vorbei und meine Anzeige unterschreiben. Heute kommt er bestimmt nicht raus.“

Es dauerte einige Zeit, bis sich die Beiden, aber besonders Jutta, wirklich beruhigt hatten und wir das Abendbrot beenden konnten. Diesmal dauerte es lange, bis sie den Kleinen ins Bett gebracht und wieder nach unten kam.

„Entschuldige bitte, dass ich dir so viel Ärger bereitet habe. Ich hoffe, dass ich bald eine geeignete Wohnung finde, damit du deine Ruhe hast und nicht mehr belästigt wird. Schmeiß uns bitte bis dahin nicht raus.“

„Warum sollte ich das tun? Du warst doch nicht besoffen und hast hier randaliert. Ich gebe dir aber einen guten Rat, lass dich schnellstens scheiden und beantrage das alleinige Sorgerecht für Jacob?“

„Würde ich ja machen, aber so viel Geld habe ich nicht. Erst einmal die Wohnung und dann die Scheidung und erst dann, wenn ich hier keine Schulden mehr habe.“

Ich habe ihr das Prinzip der Prozesskostenbeihilfe erklärt und ihr auch einen entsprechenden Anwalt empfohlen. Und wirklich hat sie sehr schnell einen Termin bekommen und die Scheidung eingeleitet und was noch besser für sie war, die Ansprüche ihres Jungen auf Kindesunterhalt durchgesetzt.

Nur um es voraus zunehmen, wir haben nie ein über das bisherige Wohnverhältnis hinausgehendes Verhältnis gehabt. Sicher hätte ich sie nicht von der Bettkante gestoßen, aber dazu kam es nie. Wir sind noch heute gute Freunde und Jacob sagt immer noch Onkel Jürgen zu mir.

Es dauerte noch fast 5 Monate und dann hatte sie sich berappelt und es hat mit einer kleinen Wohnung für die Beiden geklappt. Ein kleiner Kredit hat bei der Einrichtung geholfen und so war ich wieder alleine und ich bin ehrlich, jetzt hat es mich noch mehr gestört, als vor der Episode mit Jutta und Jacob. Aber was soll man machen. Schwer wurde es besonders, als Jutta kurz vor dem schon immer emotional aufgeladenen Weihnachtsfest das gemeinsame Weihnachtsessen absagte. Sie war ein wenig zurückhaltend und hat keine so richtige Begründung geben.

Die kam, als sie zur betrieblichen Weihnachtsfeier am Arm eines jungen Mannes erschien und strahlte. Sie kam mit ihm am Arm direkt auf mich zu und stellte ihn mir vor. Ein junger Ingenieur aus einer in der Nähe beheimaten Fabrik und ich muss sagen, sie hat eine gute Wahl getroffen. Ruhig, freundlich und zu mindestens anfangs sehr zurückhaltend. Im Laufe des Abends haben wir uns beschnuppert und er taute auf. Man kann schon ein wenig eifersüchtig werden, wenn man sieht, wie sich die Beiden anstrahlen. Ich gönne es ihr und auch ihm und hoffe, dass sie Beide Glück haben und es dauerhaft genießen.

Weihnachten war gelaufen. Ich glaube, Jacob hat sich über sein Geschenk von Onkel Jürgen gefreut und ich war froh, dass mir Jutta und ihr Freund Heinz eine Einladung zur Silvesterfete übergaben und mich baten, zu kommen. Na, sicher, nichts ist schlimmer, als in dieser Nacht alleine in einem zu großen Haus zu sitzen und Trübsal zu blasen. Nicht Trübsal aber auch nicht weit davon entfernt.

Heinz meinte nur, dass ich nicht erschrecken soll, denn seine Familie wäre auch da. Ich bin bestimmt nicht kontaktscheu, kann ich schon aus beruflichen Gründen nicht sein, und daher war das für mich kein Hindernis.

So stand ich also um 19 Uhr nicht zu doll gestylt vor der Tür zu der mir nur wenig bekannten Gaststätte des Sportclubs und wurde von einem aufgeregten Jungen begrüßt und an der Hand zu seiner Mutter gezerrt. Wenn alle Anwesenden zur Familie von Heinz gehören, ist es eine sehr große Familie. Aber das war nicht so. Heinz ist im Sportclub aktiv und er und einige Freunde haben diese kleine Fete organisiert und dazu auch die Eltern von ihm und auch die schon etwas betagte Großmutter eingeladen. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Dame schon 80 Jahre alt. Und noch ein kleiner Wirbelwind, was ich auch gleich zu spüren bekam.

Sie nahm mich in Beschlag und nach und nach wurde mir klar, dass sie alles von Jutta, ihrem Leben und dem Aufenthalt bei mir wusste.

„Junger Mann, ich habe schon lange nicht mehr so einen Mann kennen gelernt, wie sie. Es gibt bestimmt nicht viele Männer, die meiner zukünftigen Enkelin (Hier machte sie ein Anführungszeichen in der Luft) so geholfen hätten, ohne auch nur eine Gegenleistung zu fordern oder den Versuch zu machen. Meine Hochachtung.“

Ich verstand schon, was sie meinte und schüttelte nur den Kopf.

„So was macht man nicht. Ich konnte helfen, hatte Platz und auch die Ressourcen. Und die Notlage eines Menschen auszunutzen, liegt mir nicht. Also alles ganz normal. Und ich freue mich sehr für Jutta und noch mehr für Jacob, dass sie ihren Enkel gefunden haben.“

Sie drückte mir ohne weitere Worte die Hand und das noch einmal, als ich die Feier gegen 3 Uhr leicht beschwipst verließ. Da war sie immer noch toll drauf. Wenn wir wie sie mit achtzig auch so gut drauf sind, wollen wir glücklich sein.

Aber damit habe ich diesen Abend nicht im geringsten richtig beschrieben, denn ich stand bei den Eltern von Heinz und machte das, was man an einem Abend und in einer Gesellschaft, in der man sich wohl fühlt, so macht. Man betreibt Small Talk, als mir eine Frau vorgestellt wurde, bei der ich spürte, dass Ströme durch meine Finger flossen, als ich ihr die Hand gab und mich wohl wie ein Oberschüler benahm. Auch sie war leger gekleidet. Hose und eine hoch geschlossene Bluse, bequeme Schuhe mit einem kleinen Hacken, nur leicht geschminkt. Dunkle, glatt nach hinten gekämmte und von einem Pferdeschwanz gehaltene Haare gaben ein Gesicht frei, dass durch ihre Augen dominiert wurden.

Ich habe ihre Hand wohl ein paar Sekunden oder waren es Minuten zu lange gehalten, denn sie lächelte und zog mich kurz an sich. Viel zu kurz. Nein, ich bekam da noch keinen Kuss, aber ein Lächeln, ein wissendes Lächeln der Mutter von Heinz.

Aber Edeltraud muss genau so gefühlt haben wie ich, denn wir haben den Abend, den restlichen Abend Seite an Seite verbracht, haben viel getanzt, noch mehr erzählt und der Kuss zum Jahreswechsel war zwar viel zu kurz, aber mit dem Blick in ihre großen Augen, dem langen Blick, einfach umwerfend. Nein, ich habe an diesem Abend auch andere Frauen geküsst, macht man ja so beim Jahreswechsel, aber kein Kuss, keine Umarmung war so toll.

Bevor ich die Feier verließ, habe ich mich mit Edeltraud für den nächsten Abend verabredet und mich dann verabschiedet. Und da bekam ich von Oma den nächsten Handschlag.

Ich war am nächsten Abend nervös wie ein Pennäler und sah eine genau so nervöse Frau und beim Abendessen haben wir uns unsere Geschichte erzählt. Edeltraud ist ein Jahr älter als meine Wenigkeit, sieht aber wie eine viel jüngere Frau aus. Sie ist seit mehr als fünf Jahren geschieden und hat bisher nicht ihr Gegenstück gefunden. Wie sagte sie dabei.

„Ich habe aber auch nicht aktiv gesucht. Bin der Meinung, wenn der Traummann kommt, dann werde ich es schon merken.“

Dabei lächelte sie mich an und ich schmolz dahin. Wie kann ein Mann, ein schon gebrannter Mann, nicht mehr der Jüngste und eigentlich nicht dumm, so hin und weg sein. Auch, dass sie zwei Kinder, zwei Mädchen im Alter von 10 und 12 Jahren hat, störte mich nicht, nein, ich hatte nur Angst, dass sie mich ablehnen, nicht mögen.

Sie leben übrigens bei der Oma in deren Haus und sie ist eigentlich Verkäuferin, hat sich aber entschieden, nachdem die beiden Mädchen in die Schule gingen und Oma noch recht rüstig ist, in einem Pflegeheim in der Verwaltung zu arbeiten und auch mal bei der Pflege auszuhelfen. Der Kuss bei der Verabschiedung war nur auf die Wange, aber die Umarmung war herzerwärmend. Und ich glaube, ich habe zwei Köpfe oben an den Fenstern gesehen.

Hanna und Olivia habe ich beim vierten Date getroffen. Wir sind gemeinsam erst in den Zoo unserer Landeshauptstadt und dann zum Essen gegangen und ich kam mit den Beiden gut zurecht. Sie haben mich recht ausgefragt und beim Abschied nicht nur so verabschiedet sondern kurz gedrückt. Mit fiel ein Stein vom Herzen. An diesem Abend hat mich Edeltraud zum ersten Mal richtig auf den Mund geküsst.

Richtig eng wurde es zwischen uns, als ich zum Grillabend bei Oma eingeladen wurde. Neben den im Haus wohnenden Personen waren natürlich Jutta, Heinz, Jacob und die Eltern von Heinz da und auch noch ein weiteres Paar, auch so in unserem Alter und wie sich herausstellte, der Bruder von Edeltraud und seine Frau. Es war von Anfang an so, als ob ich schon lange zu dieser Familie gehöre. Edeltraud ließ mich kaum los und erst als die beiden Mädchen und Jacob mich zum Federballspiel holten und natürlich besiegten, gab sie meinen Arm frei.

Dafür bekam ich vor versammelter Mannschaft einen heißen Kuss. Und eine Klammer, die ihre Mädchen zu einem Kommentar verleiteten, der mich schmunzeln ließ.

„Nehmt euch ein Zimmer.“

Wir sind an diesem Abend nicht in einem Zimmer gelandet, aber zwei Wochen später zog mich Edeltraud in ihr Zimmer und es dauerte nicht lange und wir waren genau so gekleidet, wie man bei der Geburt ist. Und ich sah zum ersten Mal Edeltraud vollständig nackt. Eine Frau, die sich bestimmt ihrer Figur nicht schämen muss, nein, sie ist keine super schlanke Frau, aber auch nicht dick. Eine Frau, der man ansieht, dass sie Kinder geboren hat. Die Hüften sind schon ein wenig breiter und die Brüste sind auch nicht mehr so fest, wie bei einer Zwanzigjährigen, aber sie hängen noch nicht, ein wenig geneigt sind sie schon, dafür haben sie schöne große Brustwarzen, die, wie ich später feststellen durfte, sehr stark auf Stimulierungen reagieren und steif stehen.

Edeltraud ist nicht rasiert, aber schön gestutzt und so rasiert, dass bei einem kleinen Bikini nie etwas Haar raus steht.

Insgesamt sieht man ihr an, dass sie sich bemüht, erfolgreich bemüht, mit Sport und einer vernünftigen Ernährung in Form zu bleiben. So standen wir nun da und sahen uns nicht nur in die Augen. Und mein kleiner Freund sage ihr, dass es mir gefiel, was ich da sah und sie lächelte.

„Danke für das Kompliment.“

Leise und fast schüchtern kam diese Bemerkung und brach damit auch die kleine Unsicherheit zwischen uns. Die folgende Umarmung, die immer heißer werdenden Küssen und die wandernden Hände brachen dann jede auch nur in kleinster Form vorhandene Zurückhaltung.

Der erste Akt war viel zu schnell und trotzdem für uns Beide erfüllend. Auch wenn die Missionarsstellung eigentlich ein wenig alltäglich ist, konnten wir uns in die Augen sehen, küssen und ich konnte meine Erregung zu mindestens so steuern, dass ich nicht viel zu früh kam.

In dieser Nacht haben wir uns neben vielen anderen Zärtlichkeiten auch das “Ich liebe dich“ zugeflüstert und ich konnte noch zwei andere Stellungen mit ihr erproben und dabei feststellen, dass sie es lieb, tief und ein wenig wild genommen zu werden. Mehr als einmal musste sie ein Kissen vor ihren Mund pressen, wenn sie kam. Ja, sie ist eine laute Liebhaberin.

Ich weiß, dass sie sich vor dem Einschlafen noch ein wenig sauber gemacht hat und so konnte ich sie am Morgen, ich bin ein Frühaufsteher, mit einem leichten oralen Verwöhnen wecken und in kurzer Zeit zu einem lauten Höhepunkt bringen.

Das Grinsen der Mädchen und besonders von Oma war eindeutig. Das Frühstück war schon vorbereitet, als ich in die gemeinsame Küche kam und die drei Damen saßen schon am Tisch. Edeltraud brauchte ein wenig länger und hatte mich schon vor geschickt. Als sie zu uns stieß und mir einen kurzen Kuss gab, war ihre Hautfarbe leicht rot, weil die Mädchen klatschten.

Nur gut, dass die Mädchen schon so groß sind und Oma immer noch recht rüstig, so konnten wir unsere Nächte in mein Haus verlegen und Edeltraud musste sich nicht mehr zurück halten. Und sie genoss es. Sie selber sagte mir mal, dass ich irgendwas in ihr geweckt habe, was sie so nicht kannte. Sie meinte, sie genießt es so, mit mir Liebe zu machen, dass sie nicht genug davon bekommt.

Zwei Monate später machten wir Vier einen gemeinsamen Urlaub auf Kreta und als wir auf dem Flughafen saßen und auf das Boarding des Rückfluges warteten, kuschelten sich zwei Teenager an mich und bedankten sich für den Urlaub. Edeltraud musste sie verscheuchen, damit sie sich an meine Seite setzen konnte. Wie haben herzlich gelacht.

Als wir wieder da waren, wurden wir alle zur Verlobungsfeier von Jutta und Heiz eingeladen und meine beiden Mädchen sahen mir an und ich verstand sie schon.

Zum Juwelier sind die Mädchen mit mir heimlich gefahren und wir haben die Ringe für uns ausgesucht. Ich habe einen Kompromiss zwischen ihren und meinen Vorstellungen erreicht und ich sehe noch heute die beiden Mädchen grinsen, als sie ihre Mutter laut aufforderten, endlich ja zu sagen.

Edeltraud stand wie gelähmt da, als ich nach dem Essen auf die Knie ging und ihr die Frage stellte, von der ich einmal gedacht habe, dass ich sie nie wieder stellen werde. Und ich stellte sie aus vollem Herzen. Edeltraud hat mit ja geantwortet und mich hoch gezogen und vor versammelter Mannschaft fast umgebracht. Der Chor stimmte mit in den Spruch der Kinder ein.

„Nehmt euch ein Zimmer.“

Jutta und Heinz waren da schon verlobt und nein, wir haben nicht gemeinsam geheiratet. Der mal zu Beginn angedachte Plan wurde von den anderen Familienmitgliedern vehement abgelehnt. Die Begründung war, dass sie nicht auf eine Feier verzichten wollten. Ist das nicht zum Lachen, aber wir haben uns gebeugt und einen Monat nach Jutta und Heinz geheiratet.

Oma war so froh, dass sie diese Feiern noch erleben durfte und noch glückliche war sie, als sie die Tochter von Jutta und Heinz in dem Armen halten durfte.

Leider hat sie es nicht mehr erleben könne, als ich stolz wie Nichts zuerst Hanna und dann drei Jahre später Olivia zum Standesbeamten führen und an ihre Männer übergeben durfte und von jeder einen Kuss auf die Wange und ein Danke Papa deutlich hörbar erhielt.

Danach hatte ich eine völlig aufgelöste Ehefrau im Arm, der ich jedes mal mit einem Taschentuch aushelfen musste.

Heute sind wir dran und feiern gemeinsam mit Jutta und Heinz eine Doppelsilberhochzeit und die Familie ist immer größer geworden. Mich haben zwei Silberbräute umarmt. Die eine hat mich auf die Wange geküsst und die andere auf den Mund.

„Wir sind so froh, dass wir dich getroffen haben.“

Ich habe später meine Frau fest an mich gezogen, ihr tief in die Augen geschaut und ihr gesagt.

„Schatz, du bist das Beste, was mir über den Weg gelaufen ist und ich danke dir, dass du mich erwählt hast.“



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