An Sandras Seite (Teil 17): Ein Wellness-Samstag (fm:Cuckold, 7253 Wörter) [17/17] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TrustYourWife | ||
| Veröffentlicht: Jul 23 2026 | Gesehen / Gelesen: 2 / 0 [0%] | Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen) |
| Beim Wellness entspannt man sich. Oder? | ||
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„Mag ich.“
Drinnen waren die Bänke schon teilweise gefüllt. Das Holz der Wände war nachgedunkelt vom Dampf, das Licht gedämpft, fast bernsteinfarben. Sandra blieb kurz stehen, musterte die Reihen der Bänke, dann ging sie entschlossen nach oben.
„Setz dich hierhin“, sagte sie leise und deutete auf die Bank direkt unter ihr. „Zwischen meine Beine.“
Ich folgte ihr und spürte sofort die intensivere Hitze der oberen Reihen. Sie setzte sich hinter mich, ihre Knie rechts und links neben meinen Schultern. Als ich mich niederließ, war sie mir wundervoll nah. Ich konnte ihre Wärme spüren, noch bevor sie mich berührte.
Der Aufguss begann. Der Duft von Sandelholz breitete sich aus, schwer und warm. Als der erste Schwall Hitze über uns hinwegrollte, legte Sandra ihre Hände auf meine Schultern. Ihre Finger waren fest und sicher. Sie begann, langsam zu kneten, mit einem Druck, der nicht nur entspannte, sondern auch Halt gab. Ich ließ den Kopf leicht nach vorne sinken, spürte, wie sich meine Muskeln unter ihren Händen lösten.
Ihr nackter Körper war direkt hinter mir. Wenn sie sich minimal bewegte, streifte ihr Bauch meinen Rücken. Ich war mir ihrer Präsenz in jeder Faser bewusst. Die Hitze, ihr Griff, der Duft – alles schien sich zu überlagern. Ich sah im Augenwinkel ihre Schenkel, die glatte Haut, das leichte Glänzen des Schweißes. Sie saß ruhig, aufrecht, ganz bei sich.
Der Saunameister schwenkte das Handtuch, die Hitze kam in Wellen. Sandras Hände arbeiteten weiter, ruhig und kraftvoll. Ihre Daumen drückten sich tief in die verhärteten Stellen zwischen Schulter und Nacken, wanderten langsam, fast bedächtig. Die Hitze legte sich schwer auf meine Haut, der Duft von Sandelholz hing in der Luft wie etwas Dichtes, Greifbares.
Dann beugte sie sich ein wenig weiter zu mir hinunter. Ich spürte ihre Brust an meinem Rücken, den warmen Kontakt ihres Bauches. Ihr Mund war plötzlich sehr nah an meinem Ohr.
„Weißt du“, flüsterte sie, so leise, dass nur ich es hören konnte, „wie schön es ist, dich so zu spüren?“
Ihre Hände pausierten einen Herzschlag lang, ruhten einfach auf meinen Schultern, als wollte sie mir Zeit lassen, das Gesagte überhaupt aufzunehmen.
„Ganz ruhig“, sagte sie weiter. „Nackt. Heiß. Und so aufmerksam.“
Mein Körper reagierte schneller, als mir lieb war. Die Wärme, ihre Nähe, ihre Stimme – alles bündelte sich an einem Punkt, den ich hier eigentlich nicht spüren wollte. Ich versuchte, mich minimal zu verlagern, unauffällig, als könne ich etwas verbergen, das längst da war.
Sandra bemerkte es sofort.
Ihre Finger setzten sich wieder in Bewegung, glitten ein wenig tiefer, nur um dann erneut zurückzukehren. Ihr Mund war wieder an meinem Ohr.
„Oh“, flüsterte sie. Kein Tadel. Nur leises Amüsement.
„Du wirst ja richtig wach.“
Mein Gesicht brannte stärker als die Sauna. Ich wagte nicht, mich umzudrehen, nicht einmal zu atmen wie sonst. Sie ließ mich genau in diesem Zustand, zwischen Kontrolle und Überforderung.
„Ganz brav sitzen bleiben“, sagte sie ruhig. „Niemand hier weiß, was du gerade denkst. Aber ich weiß es.“
Ihre Hand glitt für einen Moment fester über meine Schulter, fast wie eine Bestätigung. Dann zog sie sich minimal zurück, gerade so weit, dass ich die Nähe schmerzlich vermisste.
„Und genau deshalb“, flüsterte sie, „ist das heute mein Vergnügen.“
Der nächste Hitzeschwall rollte durch die Sauna. Ich schloss die Augen, konzentrierte mich auf ihren Atem hinter mir, auf den Druck ihrer Knie neben meinen Schultern. Mein Körper war angespannt, aufmerksam, beschämt – und vollkommen auf sie ausgerichtet.
Sandra blieb ruhig. Souverän. Als hätte sie genau berechnet, wie weit sie gehen konnte – und wann es genug war.
Ich atmete tief ein und ließ mich von ihr halten. Es war ein eigenartiges Gefühl: Ausgeliefert und gleichzeitig sicher. Ich wusste, dass andere uns sehen konnten, doch dieser Gedanke verlor schnell an Bedeutung. Für mich existierte nur noch ihr Griff, ihre Nähe.
Von der Seite kam ein leises, heiseres Lachen. Ein älterer Mann, sportlich, sehnig, mit grauem Bart, sah zu uns herüber.
„Wenn du mit deinem Mann fertig bist“, sagte er grinsend, „kannst du gleich bei mir weitermachen.“
Ein kurzer Moment der Stille. Ich spürte, wie sich meine Schultern anspannten, noch bevor ich darüber nachdenken konnte.
Sandra ließ sich Zeit. Ihre Hände blieben auf mir, ruhig, unverändert. Dann hob sie den Kopf, sah den Mann an. Ihr Blick war offen, amüsiert und blieb vollkommen souverän.
„Heute nicht“, sagte sie freundlich. „Das ist heute exklusiv.“
Einige leise Lacher gingen durch die Sauna. Der Mann hob abwehrend die Hände, immer noch grinsend.
„Schade“, murmelte er.
Sandra beugte sich wieder zu mir, ihre Hände setzten ihre Arbeit fort, als wäre nichts gewesen. Vielleicht sogar einen Hauch fester. Ich spürte, wie mein Körper darauf reagierte, wie sich etwas in mir zusammenzog und zugleich weitete.
„Alles gut“, sagte sie leise. „Bleib bei mir.“
Ich schloss die Augen, ließ die Hitze kommen, ließ sie bleiben. In diesem Moment war ich mir ihres Körpers hinter mir schmerzlich bewusst – und gleichzeitig war es gerade diese Nähe, die mich ruhig machte.
Als der Aufguss endete, stand Sandra auf und reichte mir wortlos ihr Handtuch, damit ich ihr helfen konnte. Unsere Finger berührten sich, feucht und warm.
Draußen in der kühleren Luft atmete ich tief durch. Sandra sah mich an, ihre Augen glänzten, ihre Wangen waren gerötet.
„Sehr gut“, sagte sie leise.
Ich wusste nicht, ob sie den Aufguss meinte.
~~~~~~~~~~
Der Fremde in der Sauna
Wir fanden den Ruheraum etwas abseits, gedämpftes Licht, schwere Vorhänge, die den Raum in eine warme, gleichmäßige Dämmerung tauchten. Eine Pärchenmuschel war frei, halb abgeschirmt. Sandra ließ sich zuerst nieder und zog mich mit einer selbstverständlichen Bewegung zu sich. Ich spürte sofort ihre Wärme, ihren ruhigen Atem. Sie legte den Kopf an meine Schulter, und ich schlang den Arm um sie, als hätte mein Körper genau darauf gewartet.
Eine Weile sagten wir nichts. Nur das leise Rauschen der Lüftung, das ferne Klacken von Schritten. Dann drehte sie den Kopf ein wenig, sah zu mir hoch.
„Der Aufguss war gut“, sagte sie. „Sehr gut sogar.“
„Ja“, antwortete ich. „Sandelholz passt zu uns.“
Sie lächelte zufrieden. Ihre Hand lag auf meinem Bauch, bewegte sich langsam, fast gedankenverloren. Dann sah sie mich wieder an.
„Ich habe gemerkt, wie sehr du meine Massage genossen hast“, sagte sie ruhig.
Ich nickte. „Sehr.“
„Mhm.“ Eine kurze Pause. Dann: „Und?“
Ich wusste, was sie meinte, noch bevor sie es aussprach. „Es war mir peinlich“, sagte ich leise. „Dass mein Körper so… reagiert hat.“
Sie lächelte sanft. „Ich weiß.“
Ihre Finger zeichneten kleine Kreise auf meiner Haut. „Das hat mir gefallen.“
Ich atmete tief ein. Die Nähe, ihre Stimme, die Ruhe – alles war wieder da.
Nach einer Weile sagte sie: „Und der Mann von vorhin.“
Ich spannte mich leicht an. „Was ist mit ihm?“
Sie hob den Kopf, musterte mein Gesicht. „Ist dir nicht aufgefallen, wie gut gebaut er zwischen den Beinen war?“
Die Direktheit traf mich unvorbereitet. Ich blinzelte. „Nein“, sagte ich ehrlich. „Darauf habe ich wirklich nicht geachtet.“
Sandra lachte leise. „Natürlich nicht.“
Dann, mit einem schiefen Lächeln: „Du hattest ja genug mit dir selbst zu tun.“
Sie rückte ein Stück näher. „Eigentlich war sein Spruch ziemlich unverschämt“, fuhr sie fort. „Eine brave Ehefrau würde so etwas ignorieren.“
Sie ließ den Satz einen Moment stehen, sah mich an. „Aber ich bin ja in der glücklichen Lage, einen Mann zu haben, der solche Situationen… anders erlebt.“
Mein Herz schlug schneller.
„Sag mal“, fragte sie ruhig, beinahe neugierig, „würde mein Cucky nicht Lust dabei empfinden, wenn ich einen anderen Mann scharf mache?“
Ich schluckte. „Ich… weiß nicht.“
Sie lächelte, nicht unbedingt spöttisch, aber forschend. „Ach komm.“
Ihre Finger glitten ein wenig fester über meinen Bauch. „Du hast doch gemerkt, wie sehr dich schon meine Massage beschäftigt hat. Und das ganz ohne Absicht.“
Ich sagte nichts.
„Wenn es für Männer peinlich ist, in einer Sauna die Kontrolle zu verlieren“, fuhr sie leise fort, „wäre es doch eine passende Revanche. Einfach, weil er so unverschämt war.“
Sie sah mich an, ruhig, offen. „Meinst du nicht, dass du das sogar ein bisschen genießen würdest? Wenn ich ihm diese Kontrolle nehme?“
Der Gedanke ließ mich frösteln, obwohl es warm war. „Das überrascht mich jetzt“, sagte ich ehrlich.
Sandra nickte langsam. „Gut.“
Dann lehnte sie sich wieder an mich, als wäre das Thema nur ein Gedankenspiel gewesen. „Ich mag es, wenn du überrascht bist.“
Eine Weile lagen wir still. Ihr Atem war ruhig, gleichmäßig. Dann sagte sie beiläufig:
„Es ist gleich wieder Aufguss.“
Ich spürte ihr Lächeln an meiner Schulter.
„Komm“, flüsterte sie. „Lass uns mal schauen, ob er wieder da ist.“
Wir gingen zurück Richtung Aufgussbereich, vorbei an den warmen Becken, durch die gedämpften Gänge. Der Regen draußen hatte sich verstärkt, man hörte ihn nun selbst hier als fernes Rauschen. Vor der großen Sauna standen bereits einige Gäste, in Handtücher gehüllt, leise redend. Sandra ließ den Blick schweifen – ruhig, aufmerksam. Dann sah sie ihn.
Er stand ein wenig abseits, das Handtuch locker um die Hüften geschlagen, die Haltung entspannt, fast selbstsicher. Als Sandra an ihm vorbeiging, verlangsamte sie den Schritt, als hätte sie sich kurz orientieren müssen.
„Entschuldigung“, sagte sie leise, freundlich. „Wissen Sie, ob der Aufguss gleich beginnt?“
Er wandte sich ihr zu, musterte sie einen Moment zu lange. „Ja“, sagte er. „Gleich.“
„Mango mit Minze, oder?“
„Genau.“
Sie lächelte. Kein offenes Lächeln, eher eines, das andeutete, dass sie etwas wusste. „Klingt heiß“, sagte sie. „Mal sehen, wie heiß.“
Er lachte leise, etwas verlegen. Sie ließ den Blick kurz an ihm hinabgleiten – nicht auffällig, eher wie zufällig –, dann ging sie weiter zu mir. Nichts daran hätte jemand als Flirt bezeichnen können. Und doch spürte ich sofort: Sie hatte ihn.
In der Sauna setzte sie sich diesmal nicht hinter mich. Sie wählte einen Platz an der Seite, so, dass sie ihn im Blick hatte. Mich setzte sie ein wenig versetzt, nah genug, dass ich ihre Präsenz spürte, weit genug, dass ich beobachten konnte.
Der Aufguss begann. Der Duft von Mango breitete sich aus, süß und warm, fast schwer, während die Minze eine kühle Schärfe darunterlegte. Sandra saß aufrecht, die Schultern zurück, die Beine leicht geöffnet – nicht demonstrativ, aber bewusst. Das Handtuch lag locker über ihren Schenkeln und verrutschte bei jeder kleinen Bewegung ein wenig mehr.
Ich sah, wie sein Blick immer wieder zu ihr wanderte. Erst flüchtig, dann länger. Sie bemerkte es sofort, hob den Arm, um sich über die Schulter zu streichen, drehte den Oberkörper minimal zu ihm, sodass sich ihr Körper neu ordnete, öffnete. Keine Pose für das Publikum – nur für ihn.
Als der Saunameister das Handtuch schwenkte und die Hitze wie eine Welle durch den Raum rollte, schloss sie kurz die Augen, atmete tief ein. Ihr Brustkorb hob sich deutlich. Ich sah, wie er schluckte, wie er versuchte, seinen Blick zu kontrollieren – und scheiterte.
Sandra änderte kaum etwas. Es war die vielmehr ihre Ruhe, die wirkte. Die Hitze hatte einen feinen Schweißfilm auf ihre Haut gelegt, der das Licht weich brach. Langsam hob sie eine Hand, als wolle sie sich nur Erleichterung verschaffen, und strich sich über das Dekolleté. Langsam. Genießerisch. Die Finger glitten über die feuchte Haut, sammelten den Schweiß, führten ihn über die Rundung ihrer Brust, weiter zur Seite, ihr Körper ganz ein vertrauter Raum, den sie ohne Eile durchmaß.
Dann setzte sie sich in den Schneidersitz.
Die Bewegung war unspektakulär – und gerade deshalb entwaffnend. Ihre Knie öffneten sich, der Stoff spannte sich neu, das Handtuch gab der Haltung nach, ohne wirklich etwas preiszugeben. Aber die Geste war eindeutig: offen, zugewandt, ruhig. Kein Schutz, keine Abwehr. Ich wusste, dass sein Blick nun ungehindert auf sie fiel, dass er ihre Mitte sah, die Haltung, das Selbstverständnis, mit dem sie dort saß.
Sandra führte nun beide Hände über ihren Bauch, als wolle sie die Hitze verteilen, strich weiter über ihre Oberschenkel. Die Haut glänzte, ihre Finger hinterließen dunklere Spuren, die langsam wieder verschwanden. Sie beugte sich minimal vor, nur so weit, dass es natürlich wirkte. Für jeden anderen war es eine Frau, die mit der Wärme kämpfte. Für ihn war es eine Einladung, präzise dosiert.
Und für mich?
In mir zog sich etwas zusammen – nicht aus Eifersucht, nicht aus Angst. Es war ein tiefes, scharfes Ziehen, eine Mischung aus Stolz und Ohnmacht. Ich sah, wie sie sich präsentierte, wissend, kontrolliert. Ich wusste, dass sie ihn bereits gesehen hatte, dass sie seine Reaktion kannte, dass sie nun bewusst damit spielte. Und gerade dieses Wissen traf mich mit voller Wucht.
Sie gehörte mir. Und doch war sie in diesem Moment ganz bei sich – und bei der Wirkung, die sie ausübte.
Mein Herz schlug schneller, mein Körper reagierte widersprüchlich: ein Teil von mir wollte sie zu sich ziehen, ein anderer wollte nichts lieber, als genau so sitzen zu bleiben und zuzusehen, wie sie einen fremden Mann mit nichts weiter als Haltung, Haut und Gelassenheit aus dem Gleichgewicht brachte. Es war demütigend. Und berauschend.
Ich spürte Hitze, die nicht von der Sauna kam. Ein dumpfes Pochen, tief im Bauch. Das Wissen, dass sie diese Macht nicht brauchte – sondern wählte.
Als sich ihre Finger schließlich wieder auf der Bank abstützten, als sie sich zurücklehnte und den Kopf minimal zur Seite neigte, sah ich ihn. Seine angespannte Starre, der verkrampfte Versuch, sich zu sammeln. Und ich wusste: Sie hatte ihn längst dort, wo sie ihn haben wollte.
Er versuchte, sein Handtuch zu korrigieren. Zu spät. Sein Körper hatte längst reagiert. Ich erkannte die Spannung zwischen seinen Beinen, die er verzweifelt zu verbergen suchte. Sein Gesicht war gerötet, nicht nur von der Hitze. Er hielt den Blick nun starr nach vorne gerichtet, als könne er sich so unsichtbar machen.
Sandra öffnete die Augen, sah ihn an. Nur einen Augenblick. Ihr Mundwinkel zuckte kaum merklich. Kein Spott. Zufriedenheit.
Der nächste Hitzeschwall traf uns. Sie lehnte sich minimal zurück, stützte sich mit den Händen hinter sich ab, streckte den Oberkörper. Die Bewegung war langsam, kontrolliert. Ich spürte, wie mein eigener Körper darauf reagierte, wie sich Spannung in mir sammelte, heiß und scharf. Ich sah sie, sah ihn – und verstand, ohne dass es ausgesprochen werden musste.
Er war verloren. Und er wusste es.
Als der Aufguss endete, stand er hastig auf, sammelte sein Handtuch, vermied jeden Blickkontakt. Sandra blieb sitzen, ruhig, gelassen. Sie sah ihm nicht einmal nach.
Als wir hinausgingen, kam sie zu mir, legte ihre Hand auf meinen Unterarm. „Mango steht ihm nicht“, sagte sie leise.
Ich musste lächeln, trotz allem. In mir war Stolz. Auf sie. Auf ihre Selbstverständlichkeit, ihre Lust an diesem Spiel. Und eine Erregung, die tiefer ging als alles Körperliche – genährt von dem Wissen, dass sie wusste, was sie tat. Und dass sie es wollte.
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Heiße Atmosphäre
Wir fanden die Pärchenmuschel tatsächlich wieder frei. Das gedämpfte Licht und der weiche Stoff, der uns umschloss wie eine kleine private Höhle, fühlten sich nach den beiden Aufgüssen wie eine Erlösung an. Kaum hatten wir uns gesetzt, ließ Sandra sich zurücksinken und begann leise zu kichern. Erst leise, fast unwillkürlich, dann offener, freier. Ihre Hochstimmung war nicht zu übersehen, es vibrierte regelrecht unter ihrer Haut.
„Hast du sein Gesicht gesehen?“, fragte sie schließlich und zog die Beine an, die Schultern locker, die Augen glänzend. „Er wusste überhaupt nicht mehr, wohin mit sich.“
Ich lächelte nur. Sandra kostete den Moment aus, ließ ihn nachwirken, wie einen guten Geschmack auf der Zunge.
„Weißt du“, fuhr sie fort, diesmal etwas leiser, nachdenklicher, „ich hätte früher nie gedacht, dass mir so etwas Spaß machen könnte.“ Sie drehte den Kopf zu mir. „So… mit der Erregung eines Mannes zu spielen. Einfach nur durch Präsenz. Durch Haltung.“
Sie machte eine kleine Pause. „Ich wusste gar nicht, dass das so leicht geht.“
Ihre Stimme war ruhig, fast staunend – und zugleich selbstbewusst. „Und jetzt gefällt mir dieser Gedanke“, sagte sie offen. „Dass ich lerne, mit dieser Wirkung umzugehen. Mit der Macht, die ich als Frau über die Triebe von Männern habe.“
Sie musterte mich aufmerksam. „Gefällt dir das? Dass ich das gerade entdecke… und ausprobiere?“
Ich atmete tief durch, spürte, wie sich Stolz und Erregung in mir vermischten. „Ja“, sagte ich ehrlich. „Ich merke, wie selbstsicher du geworden bist. Wie selbstverständlich du wirkst.“ Ich sah sie an. „Und das macht dich für mich noch attraktiver. Noch begehrenswerter.“
Sandras Lächeln wurde weicher, zufriedener. „Gut“, sagte sie nur. Man merkte ihr an, wie sehr ihr diese Bestätigung gefiel.
„Es ist schon erstaunlich“, fuhr sie fort, fast nachdenklich, „wie einfach Männer manchmal zu lesen sind. Ein Blick, eine Haltung, ein bisschen Ruhe – und schon geraten sie aus der Balance.“ Sie drehte den Kopf zu mir. „Eigentlich ist es gut, dass Männer Frauen an ihrer Seite haben, die ein bisschen auf sie aufpassen. Findest du nicht?“
In ihrer Stimme lag etwas Spielerisches, aber auch etwas Grundsätzliches. Ich nickte langsam. „Vielleicht“, sagte ich. „Zumindest scheint es dir leichtzufallen.“
„Oh, sehr leicht“, antwortete sie und grinste.
Wir lagen eine Weile schweigend nebeneinander, die Wärme arbeitete noch in unseren Körpern. Doch ich merkte, dass Sandras Gedanken wieder abschweiften. Sie rutschte ein Stück näher an mich heran.
„Weißt du“, begann sie scheinbar beiläufig, „ich musste die ganze Zeit an ihn denken.“ Sie machte eine kleine Pause. „Er war… auffällig ausgestattet.“ Sie sagte es ruhig, fast sachlich. „Ich glaube sogar, größer als bei Chris.“
Mein Atem stockte für einen Moment. Sie beobachtete mich genau, genoss meine kleine Verzögerung.
„Ich frage mich“, fuhr sie fort, „wie sich so etwas anfühlt.“ Kein Drängen, kein Nachhaken – nur ein offenes Gedankenspiel, das sie in den Raum stellte.
Dann sah sie mich direkt an. „Sag mal… wie ist das eigentlich für dich? Als Mann. Wenn du andere Männer siehst. Besonders solche, die… nun ja… offensichtlicher ausgestattet sind als du selbst.“
Ich spürte, wie mir warm wurde, diesmal nicht nur wegen der Sauna. „Ich…“, begann ich und brach ab. Mir war bewusst, wie durchschnittlich ich war und wie wenig souverän ich mich in diesem Vergleich fühlte. „Es ist nicht gerade angenehm“, gab ich schließlich zu. „Man fühlt sich… schnell verglichen. Und kleiner.“
Sandra lächelte sanft, fast neugierig. „Interessant“, sagte sie. „Und trotzdem redest du mit mir darüber.“ Ihre Stimme war weich. „Ich mag es, wenn du ehrlich bist. Auch wenn es dir peinlich ist.“
Sie schien diese leichte Verlegenheit regelrecht zu kosten, nicht boshaft, eher spielerisch. Als würde sie prüfen, wie weit sie gehen konnte, wie offen ich ihr folgte.
Wir ruhten noch eine Weile, ich versuchte, meine Gedanken zu ordnen. Sandra ließ die Erinnerung an den Mann offenbar nicht los. Sie sponn ihre Gedanken weiter.
„Vielleicht hätte ich ihn beim Hineingehen ein wenig dichter an mich heranlassen sollen“, sagte sie leise. „Nicht auffällig. Nur so, dass ich… ihn mal ‚versehentlich‘ hätte anfassen können.“
Ihr Blick ruhte auf mir, offen, neugierig, fast forschend.
„Man sieht doch sofort, wenn ein Mann so erregt ist“, fuhr sie fort. „Diese Spannung. Diese Härte, die keinen Platz mehr findet.“ Ein feines Lächeln spielte um ihre Lippen. „Ich frage mich, wie es sich angefühlt hätte, das kurz zu spüren.“
Sie beugte sich näher zu mir.
„Oder beim Rausgehen“, setzte sie nach, nun noch ruhiger, beinahe beiläufig. „Wenn ich den Schritt minimal verzögert hätte. Meinen Po ein klein wenig zurückgenommen.“ Sie hob kaum merklich die Schultern. „Nur ein Streifen. Ein Moment, in dem sich nichts vermeiden lässt.“
„So nah, dass man merkt, wie hart er ist – und wie fest er steht.“
Sie grinste. „Bei seiner Erregung hätte ihn das vermutlich völlig aus dem Konzept gebracht.“
Ich hielt einen Moment die Luft an. Meinte sie das ernst?
„Und wenn er dabei ‚versehentlich‘ zwischen meine Beine geraten wäre …“ Sie ließ den Satz offen, die Stimme weich. „Könnte ja mal passieren, wenn so großes Ding nach vorne absteht, oder? Das wäre doch kein Plan gewesen. Nur ein Augenblick. Ein Versehen.“
Sie fuhr sich mit ihrer Zunge langsam über die Lippen, dann sah sie mich prüfend an. „Solange nichts wirklich passiert… wäre das doch noch kein Fremdgehen, oder?“
Die Bilder schlugen wie eine Welle über mir zusammen. Hitze, dann Scham. Stolz, der sich sofort wieder in Unsicherheit verwandelte. Ich lag neben ihr und spürte, wie mein Körper schneller reagierte als mein Verstand, wie etwas in mir zustimmte, noch bevor ich wusste, wozu eigentlich.
Sandra bemerkte es natürlich.
„Du wirst ganz still“, sagte sie leise. Kein Spott, eher Zufriedenheit. „Das passiert immer, wenn ich etwas ausspreche, das du dir selbst nicht erlaubst zu denken.“
Ich sog die Luft ein. Mein Blick wich aus, suchte irgendwo Halt, fand keinen.
In mir rangen zwei Stimmen miteinander: Die eine, die Grenzen suchte, und die andere, die längst gefallen war.
„Ich frage mich“, fuhr sie fort, nun langsamer, bewusster, „wie deutlich man spürt, wenn ein Mann so erregt ist.“ Sie legte den Kopf schräg. „Nicht nur sehen. Fühlen.“
Ihre Hand machte eine kleine, vage Bewegung in der Luft, als taste sie eine Erinnerung ab, die sie noch nicht erlebt hatte.
„Ob das eher Druck ist“, sagte sie, „oder Wärme. Oder dieses gespannte Zittern, wenn jemand versucht, sich zusammenzureißen.“
Mein Herz hämmerte. Ich fühlte mich ertappt, bloßgestellt — und gleichzeitig auserwählt, dass sie mir das anvertraute.
„Vielleicht“, setzte sie nach, „hätte wirklich ein einziger Schritt gereicht. Kein Greifen. Kein aktives Tun.“ Sie sah mich direkt an. „Nur stehenbleiben, wo andere weitergehen. Und zulassen, dass sich etwas berührt, das längst außer Kontrolle ist.“
In mir zog sich alles zusammen.
Ein Teil von mir wollte den Gedanken zurückweisen. Ein anderer stellte ihn sich erschreckend klar vor. Und ein dritter — der leiseste und zugleich hartnäckigste — fragte sich, warum mich genau das so tief erregte.
Sandra lächelte, als hätte sie diese Bewegung in mir gespürt.
„Du findest das unanständig“, sagte sie ruhig. „Und genau deshalb wirkt es.“
Sie rückte ein wenig näher.
„Aber du siehst auch“, fügte sie hinzu, „dass ich mittlerweile anders mit solchen Momenten umgehe. Ich nehme sie wahr. Ich lerne, zu entscheiden, ob ich sie verstärke.“
Eine kurze Pause.
„Und ich weiß“, sagte sie dann sanft, fast tröstend, „dass du das siehst. Dass dich das verunsichert.“
Ihre Stimme senkte sich.
„Und dass es dich zugleich wahnsinnig anmacht.“
Ich sagte nichts. Ich konnte nichts sagen.
Mein Körper hatte längst geantwortet — und sie wusste es.
Ihre Stimme blieb ruhig, fast sachlich – gerade das machte es so wirksam.
„Und selbst wenn etwas… aus dem Ruder liefe“, fügte sie hinzu, „du bist doch mein Cucky. Du würdest mich trotzdem lieben.“
Ich spürte, wie mich ein Sturm aus Unsicherheit, Scham, Erregung und Nähe erfasste, während Sandra ihre Lippen leidenschaftlich auf meine drückte und ihre Zunge fordernd Raum suchte. Es war zu viel für mich, um es so schnell verarbeiten zu können – und zugleich genau das, was mich an sie band.
„Erinnerst du dich eigentlich“, fragte sie dann, „an diese Geschichte? Die, die ich auf dem Computer gespeichert hatte?“
Mein Körper reagierte sofort. Leipzig. Messehotel. Sauna. „Ja“, sagte ich leise. „Sehr gut sogar.“
„Die mit der Frau und ihrem Chef“, fuhr sie fort. „Ich hätte nie gedacht, dass sie so viel in Bewegung setzen würde.“
Sie sah mich an. „Für dich war das damals der Moment, oder? Wo die Bilder angefangen haben, übermächtig zu werden.“
Ich nickte. „Und später…“, setzte ich an, musste Luft holen. „Später hat es uns zu Chris und Lisa geführt.“
Sandra legte eine Hand auf meinen Arm. „Manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls“, sagte sie ruhig. „Und plötzlich ist eine Tür offen.“
Ein paar Minuten später sah sie auf die Uhr und runzelte die Stirn. „Oh“, sagte sie. „Den nächsten Aufguss haben wir verpasst.“ Sie lächelte. „Dann müssten die anderen Saunen jetzt ziemlich leer sein.“
Sie setzte sich auf. „Ich glaube, ich mache jetzt einen kleinen, leichten Gang. Vielleicht in der Farben-Sauna.“ Dann sah sie mich schelmisch an. „Ich gehe alleine. Du wartest hier auf mich, ja?“
Sie stand bereits, als sie sich noch einmal zu mir herunterbeugte. „Wer weiß“, flüsterte sie, „vielleicht mache ich ja wieder eine interessante Männer-Bekanntschaft. Oder treffe sogar den mit dem Großen.“ Ein kurzes Lächeln. „Würde dir das als mein Cucky gefallen?“
Dann richtete sie sich auf. Das Handtuch glitt kurz hörbar über den Stoff der Muschel, als sie es neu fasste.
Sie ging ein paar Schritte, blieb noch einmal stehen und sah über die Schulter zu mir zurück. Nicht lange. Nur einen Moment.
„Entspann dich“, sagte sie ruhig. „Ich komme bald wieder zu Dir zurück.“ Sie zwinkerte mir zu. „Sobald ich mir geholt habe, wonach mir jetzt gerade ist.“
Dann verschwand sie zwischen den Liegen.
Zurück blieben das leise Rauschen der Lüftung, die nachwirkende Hitze auf meiner Haut – und das Bild ihres Rückens und ihrer schwingenden Hüften, das ich nicht loswurde.
Sandra ließ mich allein zurück. Zuerst war es nur die Leere neben mir in der Muschel. Der Abdruck ihres Körpers im Polster, die noch leicht wärmere Stelle, an der ihr Rücken gelegen hatte. Dann begann mein Kopf zu arbeiten – ungebeten, rastlos, gnadenlos.
Ich haderte. Mit mir selbst, mit meiner Rolle, mit der Frage, ob ich jetzt aufstehen und ihr folgen sollte. Nur ein paar Schritte. Unauffällig. Vielleicht so, dass sie mich gar nicht bemerkt. Oder ob ich genau das tun sollte, was sie von mir erwartete: sitzen bleiben. Fügsam sein. Ihr den Raum lassen, den sie sich genommen hatte. Den sie eingefordert hatte, ohne es auszusprechen.
Sie würde sich doch nicht wirklich ein Abenteuer suchen. Oder?
Der Gedanke kam leise, fast harmlos. Und genau das machte ihn gefährlich. Denn ein anderer Teil von mir – kleiner vielleicht, aber hartnäckig – flüsterte sofort: Warum eigentlich nicht?
Ich merkte, wie schwer es mir fiel, Sandra wirklich einzuschätzen. Vier Wochen war es jetzt her. Vier Wochen seit Chris. Vier Wochen seit jener Nacht, die etwas in Bewegung gesetzt hatte, das sich nicht einfach wieder beruhigen ließ. In den Monaten davor hatten wir begonnen, Dinge zu benennen, die lange zwischen uns geschwiegen hatten. Fantasien, Unsicherheiten, Wünsche. Gespräche, die früher peinlich gewesen wären, waren plötzlich offen, fast selbstverständlich geworden.
Unser Sex hatte sich verändert. Nicht nur körperlich. Er war dichter geworden, emotionaler. Ich begehrte sie wie nie zuvor. Es war, als würde ich meine eigene Frau neu sehen – oder sie sich selbst. Sandra wirkte weiblicher, bewusster, präsenter in ihrem Körper. Als hätte sie etwas freigelegt, das immer da gewesen war, aber lange unter Schichten aus Alltag und Gewohnheit verborgen lag.
Ich war stolz auf sie. Auf meine attraktive, selbstbewusste Ehefrau. Stolz darauf, wie sie sich zeigte, wie sie sprach, wie sie sich bewegte. Und gleichzeitig hatte diese Entwicklung etwas Beängstigendes. Denn mit ihrer neuen Sicherheit kam eine Unberechenbarkeit, die ich nicht kannte. Früher wäre es undenkbar gewesen, dass sie auch nur einen Gedanken an einen fremden Mann verschwendete. Heute aber… heute hatte sie in der Sauna gespielt. Ganz bewusst. Mit Blicken, mit Haltung, mit Nähe.
Spielte sie nur mit mir?
Dieser Gedanke erregte mich. Ich konnte es nicht leugnen. Ihre Worte, ihre Andeutungen, die Art, wie sie mich in Verlegenheit brachte – das alles ließ mein Begehren anschwellen. Ich sah uns später, allein zu Hause, und allein diese Vorstellung erzeugte eine fast greifbare Vorfreude.
Aber was, wenn es mehr war als ein Spiel?
Was, wenn sie jetzt wirklich auf der Jagd war?
Mein Blick wanderte durch den Ruheraum, als könnte ich dort eine Antwort finden. Ich stellte mir vor, wie sie ihm begegnete. Zufällig natürlich. In einer der Saunen. Vielleicht in der Farben-Sauna, gedämpftes Licht, Wärme, diese besondere Intimität, die entsteht, wenn Worte unnötig werden. Nur sie und er. Ihr Lächeln. Sein Blick.
Mein Magen zog sich zusammen.
Wäre das nicht die Gelegenheit gewesen, um meiner eigenen Geilheit nachzugeben? Wenn ich ihr gefolgt wäre, hätte ich vielleicht sehen können, wie sie ihn ansah. Wie sie sich bewegte. Ob sie sich näherte. Ob sie die Situation lenkte – oder sich treiben ließ.
Ob ich hätte beobachten können, wie nah sie ihm kam? Wie ihre Hand vielleicht zu lange verweilte. Ob sie spielerisch blieb – oder ob sie begann, etwas zu wollen? Etwas, das nicht mehr nur aus Blicken bestand.
Der Gedanke, Zeuge davon zu sein, ließ mein Herz schneller schlagen und beschämte mich zugleich.
Erst dann dachte ich an Grenzen. An Dinge, von denen ich geglaubt hatte, sie zu kennen. Oralsex mochte sie nicht, hatte sie immer gesagt. Zumindest mit mir nicht. Ob sie ihn mit Chris gehabt hatte? Sie war ausgewichen, hatte gelächelt, hatte nichts bestätigt. Und doch wusste ich es. Chris hatte es gesagt. Eindeutig hatte er von Sandras Qualitäten hierbei gesprochen.
Warum also nicht hier? Als flüchtiges Abenteuer. Als etwas, das nur ihr gehörte.
Warum hatte sie jetzt diese Geschichte erwähnt? Warum ausgerechnet jetzt?
Die Geschichte von Laura und Richard. Wie harmlos es begonnen hatte. Sie hatte sich auf seinen Schoß gesetzt, hatte sich nur an ihm gerieben, hatte gelacht. Ein Spiel, hatte sie gesagt. Kein Fremdgehen – solange sie ihn nicht wirklich aufnahm. Solange es bei Nähe blieb.
Und doch hatte Laura in der Geschichte irgendwann nicht mehr gestoppt. Hatte die Grenze verschoben, fast beiläufig. Schritt für Schritt.
Was, wenn Sandra und dieser Mann sich hier ebenfalls dieses „harmlose“ Vergnügen erlaubten? Nur ein bisschen Nähe. Nur ein Moment zu viel. Und was, wenn auch sie – wie Laura – irgendwann nicht mehr innehielt?
Mir wurde heiß und kalt zugleich. Hier in der Sauna gab es keine Kondome. Und Sandra verhütete nicht – weil ich es nicht mehr musste.
Der Gedanke traf mich plötzlich, scharf und unerwünscht: Was, wenn Nähe irgendwann nicht mehr nur Nähe blieb? Was, wenn sich etwas wiederholte, von dem ich gehofft hatte, es bliebe eine Ausnahme? Was, wenn der Seitensprung mit Chris wirklich keine einmalige Aktion war? Und außer Chris noch andere…?
Aber – hatte ich das wirklich gehofft? Was eigentlich hatte ich überhaupt gehofft?
Dass es einmalig gewesen war? Dass Chris ein Ausreißer blieb, eine besondere Konstellation, ein Moment, der sich nicht wiederholen würde? Ein Ereignis, das man einrahmen und irgendwo im Inneren abstellen konnte: ‚Das war damals‘?
Ich hatte nie ausgesprochen, dass ich mir genau das wünschte. Aber ich hatte es vielleicht gedacht. Heimlich. Vielleicht sogar feige.
Denn gleichzeitig wusste ich es besser.
Sandra hatte diese Nacht nicht einfach erlebt – sie hatte sie integriert. In den vier Wochen seitdem war nichts an ihr kleiner, vorsichtiger oder reumütiger geworden. Im Gegenteil. Sie war klarer geworden. Präsenter. Körperlicher. Sie sprach anders über Lust, über Begehren, über sich selbst. Nicht tastend, nicht entschuldigend. Sondern wie jemand, der etwas erkannt hat und nicht vorhat, es wieder zu vergessen.
Ich hatte mir eingeredet, dass ich davon profitiere. Und das tat ich ja auch. Unser Sex fühlte sich für mich intensiver an, offener, ehrlicher. Ich begehrte sie stärker als je zuvor. Ich liebte es, sie so zu sehen: Selbstbewusst, begehrt, sich ihrer Wirkung bewusst.
Aber irgendwo zwischen Stolz und Erregung lag etwas Unausgesprochenes. Eine Frage, die ich mir nie vollständig gestellt hatte.
Hatte ich gehofft, sie würde diese neue Welt nur kurz betreten – um dann für immer zu mir zurückzukehren?
Oder hatte ich von Anfang an gespürt, dass es kein Zurück geben würde?
Ich glaube, Sandra zumindest hatte es gespürt.
Je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir: Sandra sprach nicht wie jemand, der eine Tür wieder schließen wollte. Sie sprach wie jemand, der begonnen hatte, Räume zu erkunden. Und der bereits wusste, dass noch mehr dahinterlag.
Ihre Andeutungen, ihre Ruhe, ihre Selbstverständlichkeit – all das war kein Zufall. Es war kein Spiel, das man beendete, wenn es zu aufregend wurde.
Und ich?
Ich hatte mitgespielt. Hatte genossen. Hatte mich treiben lassen zwischen Eifersucht und Lust, zwischen Angst und Hingabe. Ohne jemals klar zu formulieren, was ich mir eigentlich wünschte.
Vielleicht, weil ich es selbst nicht wusste. Oder weil ich fürchtete, dass eine klare Antwort mich zwingen würde, Stellung zu beziehen.
Der Gedanke traf mich leise, aber unnachgiebig:
Vielleicht war Chris nie die Ausnahme gewesen. Vielleicht war er nur der Anfang gewesen – und ich hatte gehofft, es nicht erkennen zu müssen.
Ich blickte auf die Uhr. Wie lange war sie jetzt weg? Zwanzig Minuten? Dreißig? Es kam mir länger vor. Viel länger. Für einen „leichten Saunagang“ zu lang, redete ich mir ein. Oder suchte ich nur nach Beweisen für meine Angst?
Meine Gedanken überschlugen sich, drehten sich im Kreis, schraubten sich gegenseitig hoch. Ich merkte, wie sehr ich mich hineinsteigerte – und wie machtlos ich mich dabei fühlte.
Dann hörte ich Schritte. Leise zunächst, dann näherkommend. Ein vertrauter Rhythmus. Ich erkannte ihn sofort.
Sandras Gang.
Dann stand sie wieder vor der Muschel, lächelte, ließ den Blick kurz über mich gleiten, als würde sie erst prüfen, in welchem Zustand sie mich zurückgelassen hatte.
„Die Farben-Sauna war… herrlich“, sagte sie mit diesem Tonfall, der sofort etwas in mir auslöste. Nicht laut, nicht überschwänglich; eher genießerisch, satt. „Sehr… anregend.“ Sie zog den Bademantel ein wenig enger um sich, nur um ihn im nächsten Moment wieder zu öffnen, als wäre ihr erst jetzt bewusst geworden, dass sie ihn überhaupt trug. „Und überraschend… befriedigend.“
Sie stieg zu mir in die Muschel, langsam, ohne Eile. Das gedämpfte Licht ließ ihre Haut weich erscheinen, fast leuchtend. Als sie sich setzte, öffnete sie den Mantel ganz, lehnte sich ganz selbstverständlich zurück, wie um mir ihren Körper so zu zeigen. Ich sah jede Linie, jede vertraute Rundung – und zugleich wirkte sie irgendwie neu, selbstbewusster, als gehörte dieser Körper inzwischen einer Frau, die genau wusste, was sie mit ihm auslösen konnte.
Sie legte sich neben mich, schob ein Bein über meines, schmiegte sich an meine Seite. Ihre Wärme war sofort da. Dann glitt ihre Hand unter meinen Bademantel, erst über meinen Bauch, langsam, tastend, als wolle sie spüren, was dort vor sich ging. Ihre Finger wanderten tiefer – und hielten kurz inne.
„Hm“, machte sie leise. „Da scheint ja noch jemand sehr belebt zu sein.“ Ein kaum hörbares Lächeln lag in ihrer Stimme. „Aber offenbar noch nicht wirklich… befriedigt.“
Sie umfasste meinen steifen Schwanz und bewegte ihre Hand langsam auf und ab. Nicht zielgerichtet, nicht hektisch – eher prüfend, genüsslich. Ein Schauer durchlief mich. Dieses Gefühl kannte ich. Sie hatte mich gestern schon genau dort gehalten: An der Schwelle zwischen Erregung und Kontrollverlust.
„Sag mal“, fragte sie scheinbar beiläufig, „was hat dich denn so in Stimmung gebracht?“
Eine kleine Pause.
„Bist du mir etwa heimlich gefolgt und hast mich mit Frank beobachtet?“
Der Ernst in ihrer Stimme traf mich überraschend. Mein Herz machte einen Sprung. Ich fühlte mich ertappt – obwohl ich nichts getan hatte. Oder vielleicht gerade deshalb. Ich hatte darüber nachgedacht. Länger, als mir lieb war.
„Nein“, sagte ich zu schnell. Zu glatt.
Ihre Hand hörte nicht auf, sich zu bewegen. „Bist du sicher?“ Sie drehte den Kopf leicht zu mir. „Du wirkst gerade nicht besonders überzeugend.“
Ich schluckte. „Ich… nein. Ich bin hier geblieben.“
Sie nickte langsam. „Gut.“ Dann, ruhiger: „Denn es wäre nicht okay gewesen, wenn du mir gefolgt wärst.“ Ihre Finger schlossen sich fester um mich. „Ich habe gesagt, ich möchte allein gehen. Wenn du mir dann hinterhergelaufen wärst, hättest du meinen Wunsch nicht respektiert.“ Sie sah mich direkt an. „Und Respekt ist mir wichtig.“
Ich nickte, spürte ein unangenehmes Ziehen in der Brust. Erst einen Moment später fiel mir auf, was sie gesagt hatte.
„Beobachtet… mit Frank“, wiederholte ich leise.
Ihr Lächeln wurde breiter. „Hm?“
„Du hast gefragt, ob ich dich mit Frank beobachtet hätte.“
Ein Funkeln trat in ihre Augen. „Ach?“ Sie tat, als müsste sie kurz überlegen. „Stimmt.“ Ein kleines, amüsiertes Lachen. „Wer das wohl ist.“
Sie begann wieder, mit ihren Reizen zu spielen. Ihr Becken bewegte sich minimal gegen meine Seite. „Na komm“, sagte sie weich. „Du kannst dir doch denken, wer Frank ist.“
Ich schwieg.
„Unser Freund aus der Sauna“, half sie nach. „Der mit dem großen Ding.“ Sie beugte sich näher. „Der, den ich mit so erschreckender Leichtigkeit knüppelhart bekomme.“
Mein Magen zog sich zusammen. „Er… heißt Frank?“
„Mhm.“
„Und du hast… mit ihm gesprochen?“
„Oh ja“, sagte sie leicht. „Er war zufällig auch in der Farben-Sauna.“
Meine Hand begann unruhig zu werden. Sie spürte es sofort – und lächelte. „Ich hatte doch gesagt, dass ich wissen möchte, wie sich so ein großer, fleischiger Penis wohl anfühlt.“ Ihre Stimme senkte sich. „Weißt du… ich wollte einfach mal nachempfinden, wie sich diese Laura gefühlt haben mag.“
Langsam und gleichmäßig bewegte sich ihre Hand, die durch meine auslaufenden Tropfen schon gut geschmiert wurde.
„Erinnerst Du Dich? Die Laura aus unserer Geschichte? Kannst Du Dir vorstellen, wie sich Franks dickes Ding anfühlt, wenn ich mich daran reibe?“
Sie nahm meine Hand und führte sie zwischen ihre Beine. Ich fühlte ihre warmen und feuchten Lippen. „Ich kann dir sagen: Ich bin ganz schön feucht geworden.“ Ein leises Lachen. „Und das ist nicht nur vom Schwitzen.“
Mir wurde schwindelig.
Sie beobachtete mein Gesicht, jeden Atemzug. Dann begann sie zu lachen, hell und unbeschwert, und zog mich fest an sich. „Ach, schau dich an“, sagte sie zärtlich. „Völlig aus dem Gleichgewicht.“
Sie hielt mich einen Moment so, dann löste sie sich ein wenig. „Habe ich dir wieder Bilder in den Kopf gesetzt?“ Sie neigte den Kopf. „Willst du wissen, was wirklich passiert ist?“
Sie ließ sich Zeit. Genoss meine Verwirrung. Meine gespannte Stille.
„Macht dich der Gedanke heiß?“ fragte sie schließlich. „Dann genieß doch einfach deine Fantasie.“
Dann veränderte sich ihr Ton. Wurde ruhiger, klarer.
„Er war wirklich da. Und ja – er ist wirklich gut ausgestattet.“ Sie hielt inne. „Aber ich bin dir nicht fremdgegangen.“
Ich sah sie an.
„Er war nicht in mir.“
Ein Moment verging.
„Und so lange ist es ja kein Fremdgehen, oder?“
Ich starrte sie an, unfähig zu reagieren. Sie begann wieder zu lachen, schüttelte den Kopf, dann wurde sie ernst.
„Weißt du, warum ich ihn nicht wollte?“ Ihre Hand lag nun ruhig auf mir. „Weil ich heute Hunger auf dich habe. Nur auf dich.“ Sie sah mir direkt in die Augen. „Auf meinen Ehemann. Den einzigen Mann, den ich liebe.“
Ein sanftes Lächeln. Dann, fast nebenbei:
„Auch wenn dein Kleiner sich nicht ganz so stramm anfühlt wie Franks.“
Mein Blick verhärtete sich – und sie brach in Lachen aus. „Sorry“, sagte sie kichernd. „War ein Scherz.“
Eine kurze Pause.
Dann, leiser:
„Vielleicht.“
Wir setzten uns später im Restaurant der Saunalandschaft an einen der Tische nahe der Glasfront. Draußen dampfte noch der Weg, hier drinnen klirrten leise Teller. Es roch nach Brühe, nach frischem Brot, nach etwas Erdendem.
Sandra ließ sich zuerst nieder, streifte den Bademantel zurecht und sah kurz über die Karte.
„Ich nehme die Suppe und etwas Salat“, sagte sie ruhig. Dann sah sie mich an. „Du doch auch, oder? Etwas Leichtes reicht jetzt.“
Es war keine Frage. Ich nickte, das war jetzt genau das Richtige. Mein Körper fühlte sich noch immer aufgewühlt an, als hätte die Hitze und unsere Erlebnisse etwas gelöst, das nun keinen Platz fand. Sandra hingegen wirkte gelassen, fast heiter. Sie lehnte sich zurück, verschränkte locker die Beine, als hätte sie alle Zeit der Welt.
Als das Essen kam, aß sie langsam. Jeder Löffel schien bewusst, genussvoll. Ich beobachtete sie dabei, wie sich ihre Lippen schlossen, wie sie kurz die Augen schloss, als schmecke sie mehr als nur die Suppe. Unter dem Tisch berührte ihr Fuß meinen. Nicht tastend. Einfach da. Besitzanzeigend.
Ich genoss die Berührung.
„Du bist immer noch ganz woanders“, sagte sie leise, ohne aufzusehen, fast amüsiert.
Ich hob den Blick. „Ein bisschen“, gab ich zu.
Sie lächelte. „Dachte ich mir.“ Dann, nach einer kurzen Pause: „Aber das darfst du auch sein.“
Mehr sagte sie nicht. Und genau das machte es noch verwirrender.
Nach dem Essen gingen wir noch einmal durch die Anlage. Die Geräusche wurden gedämpfter, je weiter wir uns von den belebteren Bereichen entfernten. Sandra entschied sich für eine ruhigere Sauna, eine mit weichem Licht und mildem Duft.
„Genug der Aufregung. Lass uns wirklich entspannen, jetzt. Keine Überraschungen mehr, versprochen. Nur wir beide, Du und ich.“ Ihre Lippen berührten die meinen kurz, wie der Schlag eines Schmetterlings, während sie mir mit ihrer Hand über die Wange strich.
Drinnen saßen zwei andere Menschen. Viel Raum. Viel Stille.
Wir setzten uns nebeneinander. Die Wärme legte sich wie ein duftendes Tuch über uns. Sandra schloss die Augen, atmete tief ein, ließ die Schultern sinken. Ich betrachtete sie aus dem Augenwinkel.
Sie hatte die Beine locker angewinkelt, den Rücken entspannt an das Holz gelehnt. Ihr Gesicht war ruhig, fast kontemplativ. Die Hitze ließ ihre Haut leicht glänzen, nicht aufreizend, eher selbstverständlich, als gehörte dieser Zustand ganz natürlich zu ihr. Ich ertappte mich dabei, sie einfach nur anzusehen, ihre Aura aufzusaugen. Es war ein stilles Bewundern, getragen von Nähe, und auch von Begehren.
Wie hatte sie sich in den letzten Wochen und Monaten verändert. Aus meiner süßen Schneemaus, die keinem Wesen etwas zuleide tun konnte, war eine Frau geworden, die, sich ihrer selbst bewusst, mit ihrer Wirkung auf Männer – mich eingeschlossen – experimentierte, mir in der einen Minute noch vor Überraschung und Aufregung den Atem nahm, in der nächsten bei mir Geborgenheit suchte und mir gleichzeitig auch gab.
Sie bemerkte meinen Blick irgendwann, öffnete kurz die Augen und lächelte kaum merklich. Kein Spiel, kein Versprechen. Eher ein stilles Einverständnis darüber, dass wir hier gemeinsam waren. Der Saunagang blieb ruhig, beinahe meditativ. Ich spürte, wie sich mein Atem verlangsamte, wie mein Körper weich wurde. Nichts drängte. Nichts forderte.
„Du kommst allmählich zur Ruhe und bist bei mir“, murmelte sie. Dann, fast beiläufig: „Ich mag dich so.“
So.
Nicht erklärt. Nicht relativiert.
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