Tina das Leben einer engagierten Lehrerin (fm:Ehebruch, 3266 Wörter) | ||
| Autor: Mr.big | ||
| Veröffentlicht: Jul 23 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen) |
| Tina Schulze plant, den Vater ihres Schülers Tim Pereta in einem Massage-Studio aufzusuchen, um dessen plötzlichen Leistungsabfall zu verstehen. Ihr Partner Max unterstützt sie, während sie zwischen Sorge und Intimität schwankt. | ||
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Tina Schulze lehnt sich gegen die weiche Kissenlehne des cremefarbenen Sofas, das sie vor zwei Jahren bei einem Möbelhändler in der Innenstadt entdeckt hat. Die Polsterung gibt sanft nach, als sie ihre Beine unterzieht, die nackten Füße streifen über den flauschigen Teppich, den Max an seinem letzten Geburtstag geschenkt bekommen hat. Das Wohnzimmer liegt im warmen Schein der Stehlampe neben dem Fernseher, der seit einer Stunde stumm und schwarz bleibt. Draußen hört man das leise Rauschen des Windes durch die Kastanien im Garten, die ersten Blätter beginnen sich zu verfärben.
Max sitzt neben ihr, sein linker Arm liegt schwer auf ihren Schultern, die Finger spielen gedankenverloren mit einer Strähne ihres blonden Haars. Er trägt noch seine Jeans vom Tag, das dunkelblaue Poloshirt, das seine sportliche Statur betont. Der Duft seiner Rasierseife hängt noch in der Luft, frisch und maskulin, gemischt mit dem leichten Ölgeruch, der ihm von der Garage nachzufolgen pflegt.
Tina seufzt leise, ein Geräusch, das mehr ist als nur Atemluft. Ihr Kopf ruht an seiner Brust, sie spürt das rhythmische Heben und Senken, das beruhigende Ticken seiner Armbanduhr gegen ihren Arm. Die Wohnküche liegt leer und aufgeräumt hinter ihnen, die Glasfronten der Schränke spiegeln das gedämpfte Licht. Auf dem Esstisch steht noch die halbvolle Tasse Tee, den sie nach dem Abendessen getrunken haben.
"Was geht dir durch den Kopf?", fragt Max. Seine Stimme ist tief, entspannt, die Art von Tonfall, den er nur zu Hause annimmt. Im Unterricht wird er lauter, präziser, ein Mann, der Gewohnheiten und Strukturen liebt. Tina spürt, wie seine Finger beim Sprechen kurz innehhalten, dann wieder mit ihrer Haarsträhne weitermachen.
Sie dreht den Kopf, blickt zur Decke, wo die Spots des Einbaustrahlers sanfte Kreise auf das Weiß werfen. Die Vorhänge sind noch nicht zugezogen, durch die Terrassentür sieht man den dunklen Umriss des Gartens, den Pool, der im Mondlicht schwach schimmert.
"Tim Pereta", sagt sie schließlich. Ihre Stimme klingt anders als sonst, weniger leicht, mehr nachdenklich. "Ein Schüler von mir. Zwölfte Klasse. Früher war er einer der Engagiertesten, immer die erste Hand oben, immer die Hausaufgaben pünktlich." Sie unterbricht sich, beißt sich kurz auf die Unterlippe, eine Gewohnheit, die sie seit der Schulzeit hat. "Jetzt sitzt er nur noch da. Starrt aus dem Fenster. Wenn ich ihn frage, ob alles in Ordnung ist, zuckt er nur mit den Schultern."
Max' Finger hören auf, mit ihrem Haar zu spielen. Er richtet sich leicht auf, sein Kinn berührt kurz ihr Haar. "Seine Leistungen?"
"Im freien Fall." Tina sitzt auf, ihre Beine entfalten sich unter ihr, sie dreht sich auf dem Sofa, um ihm ins Gesicht zu sehen. Die Bewegung bringt ihr Oberteil ins Rutschen, ein enges, ärmelloses Shirt, das sie nach der Arbeit angezogen hat. "Mathe, Deutsch, Englisch, Französisch, Chemie, Physik sogar Sport. Er war gut in Sport, Max. Jetzt bringt er keine fünfzig Meter mehr zusammen, ohne stehenzubleiben und zu verschnaufen. Als hätte er keine Luft mehr."
Sie verschränkt die Arme vor der Brust, eine defensive Geste, die sie selbst bemerkt und sofort wieder aufgibt. Ihre Hände sinken in ihren Schoß, die Finger fangen an, mit dem Saum ihres Shirts zu spielen.
"Und er lässt sich nicht helfen", fügt sie hinzu. Ihre Stimme wird leiser, fast brüchig. "Ich habe nach der Stunde mit ihm gesprochen, habe angeboten, ihm Nachhilfe zu geben, alles. Er hat nur genickt, nichts gesagt. Beim nächsten Mal war er nicht da. Krankgeschrieben, steht im Register. Zum dritten Mal diese Woche."
Max nickt langsam. Seine Augen, blau und aufmerksam, verlassen ihr Gesicht nicht. Er hat diese Art zu zuhören, die sie schätzen gelernt hat – nicht unterbrechend, nicht gleich mit Lösungen kommen. Ein Lehrer, der gelernt hat, dass manchmal Schweigen mehr verrät als Worte.
"Die Eltern?", fragt er schließlich.
Tina schüttelt den Kopf, die blonden Locken fallen ihr ins Gesicht, sie streicht sie zurück. "Noch nicht. Er wohnt bei seinem Vater, das weiß
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