Glatte Haut, scharfe Absichten (fm:Ehebruch, 13690 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Mr.big | ||
| Veröffentlicht: Jul 24 2026 | Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] | Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen) |
| Tina bereitet sich sorgfältig auf ein Treffen mit Tims Vater vor, indem sie sich rasiert, stylt und eine verführerische Garderobe wählt. Max bemerkt ihre Veränderung und spürt Eifersucht. Tina plant, Tims Vater in seinem Massage-Studio zu besuchen. | ||
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Sie konzentriert sich auf ihre Möse, die feuchte Hitze des Wassers mischt sich mit der Creme zu einem dichten Schaum. Ihre Finger kreisen sanft, nicht aus sexuellem Verlangen, sondern aus einer seltsamen Sorgfalt, einer Vorbereitung, die sie nicht benennen will. Sie spült sich gründlich, spürt die Wärme zwischen ihren Beinen, die Glätte, die sie gleich herstellen wird.
Dann greift sie nach dem Rasierer, einem schweren, metallenen Teil mit fünf Klingen. Sie stellt das Wasser etwas wärmer, spült die Stelle zwischen ihren Beinen, wo sie sich rasieren wird. Die Klingen gleiten über ihre Haut, langsam, präzise. Sie arbeitet sich von oben nach unten, gegen den Strich, wie sie es gelernt hat, damit keine Stoppeln bleiben. Das Wasser spült die abgeschnittenen Härchen fort, eine kleine Wolke im Abfluss. Die Haut wird sichtbar heller, empfindlicher, eine Blässe, die unter dem Schaum hervortritt.
Sie rasiert ihre Beine, zuerst das linke, dann das rechte. Die Klingen kratzen leise über die Haut, ein Geräusch wie Papier, das gerissen wird, nur sanfter. Ihre Arme folgen, die Unterarme, die Achseln. Sie hebt den Arm, streicht mit der freien Hand über die Haut, prüft die Glätte. Überall muss es glatt sein, heute besonders. Sie weiß nicht, warum sie das denkt, aber sie weiß es doch. Es ist ein Ritual der Verwandlung, eine Abschüttung der Alltäglichkeit, eine Bereitschaft, die sie nicht definieren mag.
Als sie fertig ist, stellt sie das Wasser kälter, ein kurzer Schock für den Körper, die Poren schließen sich. Sie dreht den Hahn ab, zieht die Duschtür auf. Der Badezimmerschrank steht offen, darin ordentlich gefaltete Handtücher. Sie nimmt das größte, das weiße mit den grauen Streifen, und trocknet sich ab. Das Frottee ist rau gegen ihre frisch rasierte Haut, ein angenehmer Reiz, der sie wach macht, präsent.
Tina öffnet die Cremedose auf dem Waschbecken, eine reichhaltige Bodylotion mit Sheabutter. Sie verteilt sie großzügig, massiert sie ein mit langen Strichen. Beine, Arme, Bauch, Brüste. Ihre Haut saugt sie auf, wird seidig, glänzt im Licht. Sie dreht sich vor dem Spiegel, betrachtet sich. Die Brüste, die Max so liebt, schwer und rund, mit den großen, rosa Warzen. Die Taille, die sich darunter einschnürt. Die Hüften, die wieder ausschwingen. Sie findet sich schön, das weiß sie, aber heute ist es anders. Heute ist sie Werkzeug, Mittel zum Zweck, und das gefällt ihr irgendwie. Es ist ein Gefühl von Macht, das sie nicht erwartet hat, eine Rolle, die sie spielen wird.
Sie macht sich die Haare, föhnt die feuchten Locken, bringt sie in Form. Das blonde Haar fällt wellig über ihre Schultern, rahmt ihr Gesicht ein. Sie trägt nur wenig Make-up, nur das Nötige, eine Natürlichkeit, die dennoch berechnet ist. Die Augen betont sie mit einem leichten Lidstrich, die Lippen mit einem Nude-Ton, der ihre natürliche Farbe vertieft.
Sie geht ins Ankleidezimmer, das kleine Zimmer neben dem Schlafzimmer, das sie als Kleiderschrank nutzen. Ihre Kleidung hängt an Stangen, sortiert nach Farbe und Anlass. Sie zieht die weiße Schublade auf, darin ihre Unterwäsche, was davon übrig ist. Ein weißer Micro-String, kaum mehr als ein Streifen Spitze, so durchsichtig, dass er fast nicht existiert. Sie zieht ihn hoch, die Spitze kitzelt zwischen ihren Pobacken, sitzt eng an ihrer frisch rasierten Möse. Der Stoff ist kühl, fast kühlend, und sie spürt ihre eigene Nacktheit darunter intensiver.
Die Bluse ist weiß, figurbetont, mit einem tiefen Ausschnitt, der ihre Brüste zur Geltung bringt. Sie knöpft sie zu, lässt die obersten zwei Knöpfe offen. Der Stoff spannt über ihrer Brust, ist fast durchsichtig im Gegenlicht. Man kann die Konturen erahnen, die Farbe ihrer Haut, die Schatten unter dem Stoff. Der Rock ist ebenfalls weiß, kurz, endet mitten auf dem Oberschenkel. Wenn sie sich bückt, wird man den String sehen, wird man fast alles sehen. Das ist ihr bewusst. Das ist ihr recht.
Die High-Heels stehen unten im Schrank, ein Paar weiße Pumps mit zwölf Zentimeter Absatz. Sie hat sie für eine Hochzeit gekauft, trägt sie seitdem oft, wenn sie sich besonders fühlt. Sie setzt sich auf den Hocker, schiebt den ersten Schuh an, dann den zweiten. Ihre Beine verlängern sich, die Waden spannen sich, ihr Gang wird sich verändern, wird üppiger werden, fordernder. Die Absätze zwingen sie, die Hüften zu bewegen, den Rücken durchzubiegen, eine Haltung der Angebots und zugleich der Souveränität.
Tina steht auf, geht vor den großen Spiegel. Die Frau, die zurückblickt, ist eine andere als die, die vor einer Stunde aufgewacht ist. Ihre Haare noch leicht feucht, lockig um das Gesicht. Der Mund leicht geöffnet, die Lippen voll. Die Augen groß, blau, mit einem Schimmer, den sie selbst nicht deuten kann. Sie dreht sich, betrachtet sich von der Seite, von hinten. Der Rock hebt sich über dem Po, der String darunter ist ein Hauch von nichts. Sie sieht aus wie jemand, der bereit ist für etwas, das sie nicht benennen will.
Sie geht die Treppe hinunter, die Absätze klappern auf dem Holz, ein Rhythmus, der Max aufmerksam macht. Er steht in der Küche, ein Glas Orangensaft in der Hand, und dreht sich um. Seine Augen weiten sich, kaum merklich, aber sie sieht es. Die Hand mit dem Glas zittert nicht, bleibt ruhig, aber er stellt es ab, langsam, als hätte er Angst, es fallen zu lassen.
„Du siehst umwerfend aus", sagt er. Seine Stimme ist rau, tiefer als sonst am Morgen.
Tina lächelt, geht auf ihn zu, lässt eine Hand über seine Brust gleiten. „Danke, Schatz."
Sie setzen sich an den Tisch, gegenüber. Max schiebt ihr die Butter hinüber, den Honig. Sie breitet sich eine Scheibe Brot, streicht dick Butter darauf, träufelt Honig darüber. Der Geschmack ist süß und fett, befriedigend. Sie trinkt ihren Kaffee, schwarz, wie immer. Der Blickkontakt zwischen ihnen hält an, ein Schweigen, das voller ist als Worte.
„Gehst du heute zu Tims Vater ins Massage-Studio?", fragt Max. Er isst nicht, nur trinkt, sein Blick hängt an ihr, wandert über ihre Bluse, ihren Hals, ihre Lippen.
„Ja, so war mein Plan", sagt Tina. Sie beißt in das Brot, kaut langsam. „Bevor ich mich nicht mehr traue."
Max lacht, ein kurzes, trockenes Lachen. „Und wenn er dich erkennt?"
„Dann bin ich nur eine Lehrerin, die eine Massage braucht." Tina zuckt mit den Schultern, die Bewegung hebt ihre Brüste unter der Bluse. „Ist ja auch nichts Ungewöhnliches."
„Ja, da hast du recht." Max nickt, nimmt endlich sein eigenes Brot. „Viel Erfolg. Und lass dir die Massage gefallen."
„Lass dich nicht von ihm verführen", fügt er hinzu, sein Ton ist scherzhaft, aber etwas darunter liegt, etwas Hartes, ein Hauch von Eifersucht, den sie nicht erwartet hat.
Tina lacht, laut, herzlich. „Du Quatschkopf. Du weißt doch, dass ich nur dich brauche."
Sie isst schweigend weiter, die Routine des Frühstücks um sie herum. Tina erzählt vom Unterricht heute, von der Klasse, die sie hat, von einem Kollegen, der sich gestern über die Kopierer aufgeregt hat. Max hört zu, nickt an den richtigen Stellen, wirft ein Wort ein, wenn es nötig ist. Aber sein Blick kehrt immer wieder zu ihr zurück, zu dem weißen Rock, zu den Beinen, die unter dem Tisch verschränkt sind. Sie spürt seinen Blick, genießt ihn, spielt damit, kreuzt die Beine, öffnet sie wieder.
Nach dem Frühstück steht Tina auf, sammelt die Teller ein, stellt sie in die Spülmaschine. „Ich fahre heute selber", sagt sie. „Mit dem Mini."
„Ja, klar, Schatz." Max steht ebenfalls, kommt zu ihr, legt die Arme um ihre Taille. Seine Hände ruhen auf ihren Hüften, ziehen sie näher. Er küsst sie, tiefer als vorhin, mit einer Dringlichkeit, die sie überrascht. Seine Zunge berührt ihre, ein kurzer, intensiver Moment, dann lässt er sie los.
„Ich hab dann eh keine Lust zu warten", sagt er, und sie weiß, dass er mehr meint, als er sagt.
Sie gehen zusammen aus dem Haus, die Morgensonne ist warm, aber noch nicht heiß. Die Garage öffnet sich mit einem leisen Surren, der rote Mini Cooper steht darin, poliert, bereit. Tina setzt sich hinein, startet den Motor. Max lehnt sich zum Fenster, küsst sie noch einmal, schnell, fest.
„Viel Erfolg", sagt er noch einmal, und dann fährt sie los, den Weg hinunter, auf die Straße, in die Stadt.
Der Unterricht verläuft normal. Tina steht vor ihrer Klasse, erklärt die Rechtschreibung, die Kommasetzung, die Dinge, die sie tausendmal erklärt hat. Die Schüler sitzen in ihren Reihen, manche hören zu, manche träumen, manche schreiben mit. Tim sitzt in der dritten Reihe, links am Fenster. Er sieht aus dem Fenster, seine Hände liegen auf dem Tisch, aber sie bewegen nichts, schreiben nicht, halten keinen Stift.
Tina beobachtet ihn, während sie spricht. Er dreht sich nicht um, als sie an seinem Tisch vorbeigeht. Seine Augen sind leer, oder voll, sie kann es nicht sagen, etwas, das sie nicht versteht. Es ist, als wäre er in einem anderen Raum, einem anderen Leben, und sie kann ihn nicht erreichen. Sie denkt an seinen Vater, an das, was sie gleich tun wird, und eine Schuldgefühl mischt sich in ihre Erwartung, ein unangenehmes Gefühl, das sie beiseiteschiebt.
Nach der letzten Stunde, als die anderen schon gegangen sind, bleibt er sitzen. Sie will zu ihm gehen, etwas sagen, aber er steht auf, geht an ihr vorbei, ohne sie anzusehen. Die Tür fällt hinter ihm zu, laut in der plötzlichen Stille. Tina sammelt ihre Sachen, ihre Tasche, ihre Unterlagen. Ihre Hände zittern leicht, sie atmet tief durch.
Sie geht zu ihrem Auto, setzt sich hinein, atmet noch einmal tief durch. Dann zieht sie ihr Handy hervor, tippt die Adresse ein, die sie von Tims Akte hat. „Relaxtime", Massage-Studio. Das Navi berechnet die Route, zeigt einen Weg durch die Stadt, in ein Viertel, das sie nicht kennt.
Sie fährt los. Die Straßen werden enger, die Häuser älter, die Fassaden abblätternder. Dann, plötzlich, Neon. Rosa und rot, blinkend, über den Läden, in den Fenstern. Das Rotlichtviertel. Tina verlangsamt, fährt hinter einem Lieferwagen her, der vor einer Bar hält. Frauen in kurzen Röcken stehen an den Ecken, Männer mit harten Gesichtern gehen vorbei. Sie überprüft die Adresse, noch einmal, noch einmal. Aber sie stimmt. Das Massage-Studio liegt hier, mitten in diesem Viertel, zwischen einem Sexshop mit schwarz verhängten Fenstern und einem „Erotik-Café", dessen Neonreklame verspricht, was sie nicht aussprechen will.
Sie findet einen Parkplatz, steigt aus. Die Luft ist schwer hier, nach Abgasen und Parfüm, nach dem süßlichen Geruch von Alkohol, der aus den Kneipen dringt. Das Gebäude ist heller, als sie erwartet hat, freundlich fast. Ein Schild über der Tür, „Relaxtime" in geschwungenen Buchstaben, darunter „Massage & Wellness". Kein rotes Licht, kein verräterisches Neon. Ein gepflegter Eingang, Blumenkübel, eine saubere Treppe. Sie atmet tief durch, strafft die Schultern, geht zur Tür.
Im Inneren empfängt sie Kühle und Duft. Lavendel, vielleicht, oder Sandelholz, etwas Schweres, Beruhigendes, das die Straße draußen vergessen lässt. Die Empfangsdame sitzt hinter einem hohen Tresen, lächelt, als Tina eintritt. Sie ist jung, dunkelhaarig, professionell gekleidet in Schwarz, ein schlichtes Kleid, das ihre Figur umschmeichelt ohne zu offenbaren.
„Hallo, was kann ich für Sie tun? Haben Sie einen Termin?"
„Guten Tag", sagt Tina. Ihre Stimme klingt fremd in ihren Ohren, höflich, förmlich, die Stimme einer anderen Frau. „Ich habe keinen Termin. Ist zufällig noch einer frei? Ich habe gehört, der Chef soll magische Hände haben."
Die Empfangsdame lächelt breiter, ein Lächeln, das wissen will, wie viel Tina weiß. Es ist ein Spiel, das sie beide spielen, eine Sprache der Andeutungen. „Da haben Sie Glück. Zufällig hat der Chef gerade Zeit."
„Was möchten Sie denn für eine Massage?"
Tina zögert, eine Sekunde, nicht länger. Ihre Kehle ist trocken, sie schluckt. „Die VIP-Ganzkörper-Massage. Für alle Sinne, habe ich gehört. Eine Spezialität vom Chef."
„Gute Wahl." Die Empfangsdame nickt, als hätte Tina eine Prüfung bestanden. Sie tritt hinter dem Tresen hervor, eine Tür öffnet sich, ein Flur dahinter. „Kommen Sie mit."
Tina folgt ihr. Der Flur ist gedämpft beleuchtet, die Wände in warmem Beige, Bilder von Landschaften, von Meeren, von Körpern, die sich entspannen. Sanfte Musik liegt in der Luft, etwas mit Streichern, etwas, das keine Melodie hat, nur Stimmung. An der dritten Tür bleibt die Empfangsdame stehen, öffnet sie.
„Dort hinten können Sie sich ausziehen", sagt sie. „Bitte komplett. Dann legen Sie sich mit dem Bauch auf die Liege und bedecken sich mit dem Handtuch."
Sie geht, die Tür fällt leise ins Schloss. Tina steht allein im Raum. Eine Liege in der Mitte, breit, gepolstert, mit einem Gesichtsausschnitt. Ein Waschbecken in der Ecke, Handtücher auf einem Stapel, ein kleiner Tisch mit Ölflaschen, deren Etiketten sie nicht lesen kann. Die Luft ist warm, schwer, wartend. Ein Duft von ätherischen Ölen, etwas Warmes, Gewürziges, das ihre Sinne öffnet.
Tina zieht die Bluse aus, den Rock, die High-Heels. Der Micro-String folgt, ein Flattern weißer Spitze auf dem Boden. Sie steht nackt, ihre Haut glänzt leicht von der Morgencreme, die sie noch trägt. Die Kühle des Raums liegt auf ihrer Haut, ein Kontrast zu der Wärme draußen, zu der Hitze ihrer Erwartung. Sie legt sich auf die Liege, ihr Gesicht im Ausschnitt, ihr Bauch auf der kühlen, gepolsterten Oberfläche. Das Handtuch ist groß, weich, sie zieht es über sich, deckt sich zu, wartet.
Ihre Beine sind leicht gespreizt, eine natürliche Haltung, aber sie bemerkt es, bemerkt, wie ihre Haut unter dem Handtuch liegt, wie sie sich anfühlt, exponiert und doch verhüllt. Ihre Brüste drücken gegen die Liege, schwer, warm. Sie atmet langsam, versucht sich zu entspannen, aber ihr Herz schlägt schneller, als sie will.
Die Tür öffnet sich mit einem leisen Surren der Gummidichtung, und Tina hört Schritte auf dem warmen Holzboden. Zwei Paar Füße. Ihre Hände, die unter ihrer Wange auf der Liege liegen, verkrampfen sich kurz, bevor sie sich bewusst entspannt.
„Guten Tag", sagt eine männliche Stimme, tief und geschmeidig wie geschmolzenes Karamell. „Ich bin John. Ihr Masseur und der Chef vom Studio."
Tina dreht den Kopf zur Seite und hebt ihn leicht an. John Perata steht im diffusen Licht des Raumes, eine Silhouette von selbstbewusster Präsenz. Er trägt eine schwarze, eng anliegende Hose und ein ärmelloses Oberteil, das die Konturen seiner muskulösen Arme betont. Sein Bart ist gepflegt gestutzt, die dunkelbraunen Haare nach hinten gekämmt. Die blauen Augen treffen die ihren mit einem Ausdruck, den sie nicht sofort deuten kann.
„Ich habe heute meinen Praktikanten dabei", fügt er hinzu und macht eine einladende Geste zur Seite. „Wenn es Sie nicht stört."
Tina blickt auf. Ihr Blick gleitet über Johns Schulter, und ihr Herz macht einen Satz. Tim steht neben seinem Vater. Derselbe seitlich rasierte Haarschnitt, dieselben markanten Gesichtszüge, nur jünger, ungeschliffener. Ein Lederarmband um sein Handgelenk. Die weißen Sneaker, die sie schon in der Schule gesehen hat. Er trägt eine dunkle Jeans, die an den Oberschenkeln spannt, und ein enges schwarzes Shirt.
Tim grinst. Ein halbes Zucken der Mundwinkel, mehr nicht. Er sagt nichts. Sagt nicht, dass sie seine Lehrerin ist. Sagt nicht, dass sie ihn gestern noch im Unterricht gesehen hat, wie er abwesend aus dem Fenster starrte.
Verdammt. Das Wort hallt in Tinas Kopf wie ein Stein in einem leeren Brunnen. Ich werde wohl heute nicht alleine mit Tims Vater reden können. Ihr Plan – professionell, besorgt, die besorgte Pädagogin, die mit einem Elterngespräch auftaucht – zerfällt in diesem Moment zu Staub.
„Nein", sagt sie. Ihre Stimme klingt fremd in ihren eigenen Ohren, eine Oktave zu hoch, zu leicht. „Ich habe nichts dagegen."
Das ist eine Lüge. Sie hat alles dagegen. Sie hat etwas dagegen, dass ihr Schüler sie nackt auf einer Massageliege sieht. Etwas dagegen, dass ihr Schüler überhaupt irgendetwas von ihr sieht, das nicht mit Matheunterricht zu tun hat. Aber ihr Mund bildet die Worte, und ihr Kopf nickt, und irgendein Teil von ihr – der Teil, der heute Morgen vor dem Spiegel gestanden und den weißen Minirock gewählt hat, der Teil, der Max' rauen Kommentar über ihr Outfit mit einem Lächeln quittiert hat – dieser Teil sagt Ja.
„Das freut mich", sagt John. Seine Stimme trägt eine Wärme, die nicht ganz zu seinem professionellen Auftreten passt. Er tritt näher, und Tina riecht sein Parfüm, etwas Holziges, mit einem Hauch von Zedernholz. „Wenn er auch unter meiner Anleitung massieren darf, bekommen Sie die Massage geschenkt."
Tina spürt, wie ihre Wangen sich erwärmen. Es ist die Hitze des Raumes, sagt sie sich. Die Vorfreude auf Entspannung.
„Wenn er nicht ungeschickt ist", sagt sie. Ihr Versuch, die Situation zu kontrollieren, klingt schwach selbst in ihren Ohren.
John lacht. Ein tiefes, resonantes Geräusch, das in seinem Brustkorb zu entstehen scheint. „Keine Sorge. Er hat schon viel gelernt, und ich bin ja dabei. Leite ihn an. Passe auf."
Tina senkt den Kopf wieder auf die Liege. Das Leder ist warm gegen ihre Wange, noch warm von ihrer eigenen Körpertemperatur. „Okay", sagt sie. „Ich vertraue Ihnen."
Noch während sie es sagt, weiß sie, dass es ein Fehler ist. Aber der Fehler liegt bereits hinter ihr, in der Entscheidung, hierherzukommen, in den weißen Rock, in das Fehlen jeglicher Unterwäsche unter dem Handtuch, das jetzt ihre Hüften bedeckt.
„Sehr schön", sagt John.
Sie hört ihn sich bewegen, das leise Rascheln von Stoff, das Öffnen einer Flasche. Dann die Schritte von Tim, näher kommend, vorsichtig, als würde er den Raum austesten.
„Machst du schon mal ihren Rücken frei, Tim?"
Die Stimme des Vaters ist ruhig, instruktiv. Tina spürt, wie sich das Handtuch an ihrer Hüfte bewegt, wie Tims Finger den Stoff greifen, wie es mit einer schnellen, fast geschäftsmäßigen Bewegung über ihren Po geklappt wird. Die Luft des Raumes trifft auf ihre nackte Haut, kühl und unerwartet intim. Sie liegt nun mit dem Rücken vollständig frei da, das Handtuch nur noch über ihren Gesäßbacken drapiert, ein künstlicher Schutz, der mehr verspricht als er hält.
„So, Tim", sagt John. „Das Massageöl immer erst mit den Händen aufwärmen. Nie kalt auf den Kunden."
Tina hört, wie er sich ein großzügiges Maß Öl in die Hände gießt, das rhythmische Reiben von Handflächen. Dann spürt sie seine Hände auf ihrem Rücken.
Die Berührung ist elektrisierend. Nicht weil sie unerwartet kommt – sie hat eine Massage erwartet – sondern wegen der Präzision. Johns Hände wissen genau, wo sie hinzugehen haben. Sie gleiten über ihre Schulterblätter, kneten die Muskeln neben ihrer Wirbelsäule, finden Verspannungen, von denen sie nicht gewusst hat, dass sie existieren. Die Wärme des Öls sickert in ihre Haut, und sie spürt, wie ihr Atem tiefer wird, wie sich ihre Schultern unter seiner Bearbeitung entspannen.
Er hat wirklich magische Hände, denkt sie. Ein Gedanke, der in der ersten Sekunde noch unschuldig ist.
„So, Tim", sagt John. „Mach mit."
Tina hört, wie sich der jüngere Mann neben seinen Vater stellt, das leise Geräusch von Öl, das in Hände fließt. Dann spürt sie Tims Hände auf ihrem Rücken, etwas höher als Johns, bei ihren Schultern.
Die Berührung ist anders. Nicht ungeschickt – das hat John wahrheitsgemäß versichert – aber explorativer. Neugieriger. Tims Finger tasten sich vor, probieren den Druck aus, finden ihren Rhythmus erst, als er sich an den seines Vaters anlehnt. Vier Hände auf ihrem Rücken. Zwei Paar männlicher Hände, die sie bearbeiten, die sich manchmal berühren, wenn sie sich kreuzen, manchmal absprechen durch nichts als den Rhythmus ihrer Bewegungen.
Tina schließt die Augen. Sie will nicht denken. Will nicht daran denken, dass einer dieser Männer ihr Schüler ist, achtzehn Jahre alt, in ihrer Klasse saß, während sie quadratische Gleichungen an die Tafel geschrieben hat. Will nicht daran denken, dass der andere der Vater ist, zu dem sie gekommen ist, um über genau diesen Schüler zu sprechen.
Stattdessen konzentriert sie sich auf die Empfindung. Johns Hände an ihrem Nacken, kräftig, fordernd, die Muskeln unter seinem Daumen geben nach wie geschmolzenes Wachs. Tims Hände auf ihrem Rücken, etwas leichter, aber geschickt, lernend, die Bewegungen seines Vaters imitierend und dann variierend, eigene Wege findend.
Die Musik im Raum – etwas mit Streichinstrumenten, etwas, das sie nicht benennen kann – scheint lauter zu werden, oder vielleicht ist es nur ihre Aufmerksamkeit, die sich verengt auf den Punkt, wo sich vier Hände auf ihrer Haut begegnen.
„Nach einer Weile", sagt John, und seine Stimme durchdringt ihre Konzentration wie durch Wasser, „nun ihre Beine."
Tina spürt, wie das Handtuch sich bewegt. Tims Hände wieder, diesmal an ihren Hüften, das Stoff gefaltet, über ihren Po hinweg, so dass sie nun fast vollständig entblößt daliegt, nur ein schmaler Streifen Stoff bedeckt ihre Schamlippen, und auch das nur lose, ein Symbol mehr als ein Schutz.
Sie sollte etwas sagen. Sollte protestieren, oder zumindest fragen, warum das Handtuch so weit entfernt werden muss. Aber ihre Zunge liegt schwer in ihrem Mund, und ihre Beine, die sie spreizen könnte, um dem entgegenzuwirken, bleiben wo sie sind, entspannt, empfänglich.
John macht sich neues Öl in die Hände. Sie hört es, dieses charakteristische Geräusch, dann spürt sie seine Hände an ihrem rechten Fuß. Die Berührung ist fest, professionell, er drückt den Fußballen, die Zehen, den Knöchel. Dann gleitet seine Hand aufwärts, über ihre Wade, den Kniehohlraum, den Oberschenkel.
„Tim", sagt John. „Mach es genau so wie ich."
Tina spürt, wie sich die zweiten Hände auf ihrem linken Fuß positionieren. Tims Berührung ist vorsichtiger, als würde er sich an der Intimität der Stelle orientieren. Aber er folgt dem Beispiel seines Vaters, seine Hände gleiten aufwärts, über dieselben Stellen, mit demselben Druck, der sich langsam steigert.
Die beiden Männer massieren gut. Das ist der Gedanke, der sich in Tinas entspanntem Gehirn formt, bevor er von anderen Gedanken verdrängt wird. Sie ist total entspannt. Ihr Plan, mit John zu reden, wird heute eh nicht funktionieren. Diese Erkenntnis bringt keine Enttäuschung mit sich, nur eine seltsame Erleichterung, als wäre eine Entscheidung von ihr genommen worden.
Johns Hände arbeiten sich weiter aufwärts, über ihre Waden, die kräftig geknetet werden, die Muskelfasern unter seiner Bearbeitung weich werdend. Tims Hände auf der linken Seite imitieren jede Bewegung, manchmal einen Moment verzögert, als würde er erst beobachten, dann ausführen.
Tina spreizt ihre Beine weiter. Nicht bewusst, sagt sie sich später. Automatisch. Um Platz zu schaffen für die massierenden Hände. Um den Druck zu erleichtern. Um...
Die Hände gleiten höher. Johns Daumen streift die Innenseite ihres rechten Oberschenkels, nur Zentimeter von ihrem Schambein entfernt. Tims Finger auf der linken Seite folgen, spiegelbildlich, absichtlich synchronisiert. Und dann, wieder, ein Streifen, ein Berühren des äußersten Randes, wo ihr Oberschenkel in ihre Schamlippen übergeht.
Ein Blitz durchfährt ihren Körper. Nicht metaphorisch – sie spürt es buchstäblich, eine elektrische Spannung, die von dem Punkt ausgeht, wo seine Finger gewesen sind, sich ausbreitet in ihren Bauch, ihre Brust, ihre Zehenspitzen. Ihre Beine spreizen sich weiter, ohne dass sie den Befehl dazu gegeben hätte. Ihre Hände, die unter ihrer Wange liegen, verkrampfen sich zu Fäusten.
Sie unterdrückt ein Stöhnen. Presst die Lippen aufeinander, atmet durch die Nase, tief und gleichmäßig. Es ist nur eine Massage, sagt sie sich. Es passiert nichts. John ist professionell. Er ist der Chef eines Massagestudios, er hat tausende Kunden behandelt, er weiß, wo die Grenzen sind, auch wenn er sie manchmal streift, auch wenn...
Wieder. Diesmal bewusster, langsamer, Johns Daumen gleitet über den gleichen Punkt, drückt etwas fester, bleibt eine Sekunde länger. Und Tim auf der anderen Seite, nicht imitierend jetzt, sondern eigenständig, seine Finger finden denselben Punkt auf der linken Seite, streifen dieselbe Stelle, dieselbe Schamlippe, dieselbe...
Tina beißt sich auf die Unterlippe. Ihr Körper ist ein Verräter, ihr Körper öffnet sich unter diesen Berührungen wie eine Blume, die Sonne sucht. Sie spürt die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen, die sich mit dem Öl mischt, die ihre eigene Reaktion anzeigt, unverkennbar für jeden, der seine Finger dort hält.
Aber die Hände ziehen sich zurück. Nicht weit, nur so weit, dass die Intimität der Berührung für einen Moment aufhört, dass sie atmen kann, dass sie denkt, es sei vorbei, sie habe sich eingebildet...
„Ich hole neues Öl", sagt John. Seine Stimme klingt unverändert, professionell, als hätte er nicht gerade die Schamlippen seiner Kundin gestreift. „Tim, du machst schon mal weiter."
Tina hört, wie John sich zur Seite bewegt, das Flaschenrascheln. Aber Tims Hände bleiben, und jetzt, ohne den Rhythmus seines Vaters, verändern sie sich. Werden langsamer, forschender. Seine Finger gleiten höher, über ihre Hüften, über den Po, den das Handtuch bedeckt, und dann, mit einer Bewegung, die so fließend ist, dass sie kaum registriert, was geschieht, bevor es geschehen ist...
Tim zieht das Handtuch weg.
Nicht faltet es. Zieht es. Ein einziger, geschmeidiger Zug, und sie liegt nackt vor ihm. Vor ihnen. Ihr Po entblößt, ihre Schamlippen sichtbar, ihre Ritze, alles, was sie unter dem Handtuch verborgen hat, jetzt im diffusen Licht des Raumes, für die Blicke von Vater und Sohn.
Tina will sich aufrichten. Will protestieren. Aber ihre Glieder fühlen sich schwer an, vom Öl geschmeidig, von der Massage entspannt, und bevor sie einen Muskel bewegen kann, spürt sie Johns Hände wieder, diesmal auf ihrer rechten Arschbacke, kräftig knetend, als wäre nichts geschehen, als hätte sie nicht gerade ihr letztes Stück Decenz verloren.
„Guter Start", sagt John, und sie weiß nicht, ob er sie oder Tim meint. „Aber die Arschbacken brauchen mehr Druck. Die halten viel Verspannung."
Tim macht sich Öl in die Hände. Sie hört es, dann spürt sie seine Hände auf ihrer linken Arschbacke. Die Berührung ist anders als die seines Vaters. Nicht ungeschickt – das wiederholt sie wie ein Mantra in ihrem Kopf – aber neugieriger. Seine Finger graben sich tiefer in ihr Fleisch, finden die Muskeln, die dort verborgen liegen, kneten sie mit einer Intensität, die an Schmerz grenzt, aber nicht darüber hinausgeht.
Tina kann ein leises Stöhnen nicht unterdrücken. Es entweicht ihrer Kehle, ein glasiges, atmendes Geräusch, das im Raum hängt wie der Rauch von Weihrauch. Ihre Möse läuft aus. Sie spürt es, die Feuchtigkeit, die sich mit dem Öl mischt, die ihre innere Oberschenkel beschmiert, die für jeden sichtbar sein muss, der zwischen ihre Beine blickt.
Nur genießen, sagt sie sich. Es passiert nichts. Es ist nur eine Massage.
Aber es ist nicht nur eine Massage. Sie weiß es, und sie weiß, dass sie es weiß, und trotzdem wiederholt sie den Satz wie ein Gebet, wie eine Beschwörung, wie etwas, das wahr werden könnte, wenn sie es nur oft genug sagt.
Tim und John kneten ihren Arsch. Ihre Hände arbeiten synchronisiert, manchmal die gleiche Bewegung, manchmal komplementär, einer drückt, während der andere zieht, einer gleitet, während der andere festhält. Tina spreizt ihre Beine weiter. Sie kann nicht anders. Ihr Körper öffnet sich unter dieser Bearbeitung wie etwas, das gegessen werden will, das sich anbietet, das darauf wartet, genommen zu werden.
Dann spürt sie es. Das Öl, das nicht von Handflächen kommt, sondern von oben, von einer Flasche, die über ihr gehalten wird. Tims Stimme, nah, über ihr: „Entschuldigung, das Öl."
Die Flüssigkeit ist warm, wärmer als die Luft, wärmer als ihre Haut. Sie läuft über ihre Ritze, sammelt sich in der Furche zwischen ihren Arschbacken, läuft weiter, über ihre Schamlippen, mischt sich mit ihrer eigenen Feuchtigkeit, tropft auf die Liege unter ihr.
Tim nimmt es mit der Hand auf. Seine Finger gleiten durch die Ölspur, folgen ihrem Verlauf, und dann, ohne Pause, ohne Vorwarnung, gleiten sie durch ihre Schamlippen.
Tina stöhnt. Laut diesmal, unverhohlen. Ihr Körper bogt sich unter der Berührung, nicht weg, sondern hin, zu den Fingern, die sie öffnen, die sie erforschen, die sie...
„Entschuldigung", sagt Tim wieder. Aber seine Stimme klingt nicht entschuldigend. Sie klingt aufgeregt. Neugierig. Besessen.
Seine Finger gleiten durch ihre Schamlippen, wieder und wieder, nicht eindringend, nur streichelnd, ölend, ihre Ritze entlang, von hinten nach vorne, vorne nach hinten, jedes Mal, wenn er vorn ankommt, streicht er über ihren Kitzler, nicht bewusst, sagt sie sich, nicht gezielt, nur...
Und dann Johns Finger. Nicht mehr an ihrem Arsch, sondern tiefer, an der Stelle, wo sie am empfindlichsten ist, wo sie ihn noch nie hat spüren wollen, aber jetzt, unter diesen Umständen, mit seinem Sohn, der ihre Schamlippen bearbeitet...
Johns Finger kreisen um ihr Arschloch. Nicht eindringend, nur berührend, massierend, einen Muskel, der dort verborgen liegt, den niemand je berührt hat, den sie selbst kaum kennt.
„So", sagt John. Seine Stimme ist rauer als vorher, das Professionelle abgerissen wie eine Maske. „Jetzt bitte umdrehen."
Tina dreht sich. Nicht langsam, nicht zögernd. Ihr Körper bewegt sich, bevor ihr Gehirn zustimmt, und sie liegt auf dem Rücken, ihre Brüste – die übergroßen, die natürlichen, die sie manchmal als Last empfindet und manchmal als Stolz – liegen schwer auf ihrem Brustkorb, ihre Nippel sind hart, aufgerichtet, die Luft des Raumes kühl gegen ihre feuchte Haut.
Und ihre Beine. Ihre Beine spreizen sich automatisch, breiten sich aus, öffnen sich für die Männer, die über ihr stehen. Sie sieht sie jetzt, beide, John mit seinem gepflegten Bart, dem Schweiß auf der Stirn, Tim mit dem offenen Mund, den Augen, die zwischen ihren Beinen hängen.
John macht sich Öl in die Hände. Seine Bewegungen sind langsamer jetzt, bedächtiger, als würde er etwas Neues beginnen, etwas, das nicht mehr im Preis inbegriffen ist. Er beginnt bei ihren Füßen, massiert sie kurz, dann gleiten seine Hände aufwärts, über ihre Waden, ihre Knie, ihre Oberschenkel, und diesmal, diesmal gibt es kein Zögern, kein Streifen, seine Finger gleiten direkt zu ihrer Möse, berühren sie, massieren sie, die Schamlippen zwischen Daumen und Zeigefinger genommen, geknetet, geölt.
Tim hat sich ebenfalls Öl genommen. Er beginnt bei ihrem Bauch, seinen Händen flach auf ihrer Haut, kreisenden Bewegungen, die sich langsam nach oben verschieben, über ihre Rippen, ihren Brustkorb, und dann, ohne zu fragen, ohne zu warnen, nehmen seine Hände ihre Brüste.
Sie sind groß, zu groß für seine Hände, aber er versucht es, seine Finger graben sich in das Fleisch, kneten es, ziehen es, massieren es mit einer Intensität, die an Schmerz grenzt. Seine Daumen finden ihre Nippel, umkreisen sie, drücken sie, zwirbeln sie, und Tina legt den Kopf zur Seite, stöhnt, ein tiefes, aus dem Bauch kommendes Geräusch, das sie nicht kontrollieren kann.
Nur noch ein bisschen genießen, denkt sie. Es passiert nichts. Das ist nur eine Massage.
Aber sie weiß, dass sie lügt. Sie hat es gewusst, seit Tim das Handtuch weggezogen hat, vielleicht seit sie hereingekommen ist, vielleicht seit sie sich heute Morgen rasiert hat, alle Stellen, die Beine, die Achseln, den Intimbereich, glatt und bereit.
Johns Finger gleiten über ihre Schamlippen. Nicht mehr massierend, sondern erforschend, öffnend, ihre Ritze entlang gleitend, von hinten nach vorne, und dann, als er vorne ankommt, drückt er, findet den Punkt, den er sucht, und...
Gut, dass ich mich heute früh frisch rasiert habe, denkt sie. Der Gedanke ist absurd, untimely, völlig fehl am Platz, und doch taucht er auf, während ein Mann, den sie kaum kennt, ihre Schamlippen auseinanderzieht, während sein Sohn ihre Brüste knetet.
Quatsch, denkt sie. Was denkst du. Das ist nur ein Masseur. Das ist nur eine Massage.
Aber Johns Finger gleiten in ihre Möse. Nicht nur streifen, nicht nur berühren – eindringen, zwei Finger auf einmal, tief, kräftig, und sie spürt, wie sich ihre Muskeln um sie schließen, wie ihr Körper sie willkommen heißt, wie sie nass ist, so nass, dass es keinen Widerstand gibt, nur Gleiten, nur Annehmen.
„Oh Gott", stöhnt sie. Das Wort entweicht ihr, ungefiltert, unwiderruflich.
Johns Finger finden ihren G-Punkt. Sie spürt es an der Art, wie sie reagiert, an dem plötzlichen Zusammenzucken ihres Körpers, an der Welle der Empfindung, die von diesem Punkt ausgeht. Er penetriert ihn kräftig, seine Finger gekrümmt, rhythmisch drückend, und mit der anderen Hand – wann hat er sie dorthin bewegt? – massiert er ihren Kitzler, den er zwischen Daumen und Zeigefinger genommen hat, rollt ihn, drückt ihn, reibt ihn.
Tim massiert ihre Nippel. Hart jetzt, unverhohlen, er zieht sie, dreht sie, behandelt sie wie Knöpfe, die er bedienen will, und jede Berührung sendet einen Strom durch ihren Körper, der sich mit dem trifft, den Johns Finger erzeugen, und Tina stöhnt, heftig, ununterbrochen, ein Tierlaut, der nichts mehr mit der Frau zu tun hat, die heute Morgen noch Kaffee mit ihrem Mann getrunken hat.
„Nicht aufhören", stöhnt sie. „Oh Gott, ja, nicht aufhören."
Es sind nur Finger, denkt sie. Nur Finger. Noch habe ich alles im Griff.
Aber sie hat nichts im Griff. Ihr Körper ist ein Instrument, das gespielt wird, und die Melodie, die daraus entsteht, ist nicht von ihr komponiert. John dringt tiefer, fester, seine Finger finden einen Rhythmus, der genau auf ihren Puls abgestimmt ist, der ihre Atmung diktiert, ihre Bewegungen.
Sie kommt. Es ist kein langsames Aufbauen, kein Höhepunkt, der sich ankündigt – es ist ein Zusammenbruch, eine Explosion, eine Welle, die sie von innen heraus zerreißt. Sie squirrt, spürt es, die Flüssigkeit, die aus ihr herausgeschossen wird, über Johns Hand, über die Liege, über ihre eigenen Oberschenkel. Ihr Körper verkrampft sich, bogt sich, und sie schreit, unwiderruflich, unaufhaltsam.
„Oh Gott, ja, ja, nicht aufhören, ich komme, oh Gott, ich komme, oh Gott, ja..."
John hört nicht auf. Seine Finger bleiben in ihr, bewegen sich weiter, finden denselben Punkt, drücken ihn, reiben ihn, und der Orgasmus, der gerade begonnen hat, reißt nicht ab, sondern baut sich auf, ein zweiter auf dem ersten, ein dritter, eine Kette von Explosionen, die kein Ende finden will.
Tim zieht an ihren Nippeln, hart jetzt, schmerzhaft, aber der Schmerz verschmilzt mit dem Vergnügen, wird zu einem, ist nicht mehr zu trennen, und Tina liegt auf der Liege, zitternd, schreiend, ein Wesen aus reiner Empfindung, aus Lust, aus...
John lässt mit seiner anderen Hand von ihrem Kitzler ab. Sie hört es, das Rascheln von Stoff, das Aufklappen eines Gürtels, das Rutschen von Hose über Haut. Sie öffnet die Augen, zwingt sich dazu, trotz der Wellen, die noch durch ihren Körper rollen, und sieht ihn.
Seinen Penis.
Er ist riesig. Das ist der erste Gedanke, der sich formt, bevor sie ihn verdrängen kann, dieses Glied, das aus seinem Schritt ragt, geölt, hart, die Eichel geschwollen und dunkelrot, eine Waffe, ein Werkzeug, ein...
„Nein", sagt sie. Ihre Stimme ist heiser, zerrissen von den Schreien. „Ich bin verheiratet."
John reibt mit seinem Schwanz über ihre Möse. Die Berührung ist anders als die Finger, breiter, härter, unerbittlicher. Er gleitet durch ihre Schamlippen, über ihren Kitzler, massiert ihn mit seiner Eichel, und Tina spürt, wie ihr Körper reagiert, wie sich ihre Hüften heben, wie sie mehr will, trotz allem, trotz ihrer Worte.
„Wir machen nichts, was du nicht auch willst", sagt John. Seine Stimme ist tief, rau, das letzte Bisschen Professionalität abgestreift. „Schau mich an."
Tina öffnet die Augen. Sie hat nicht gemerkt, dass sie sie geschlossen hat. Sie sieht seinen Schwanz, dieses Monstrum, das jetzt an ihrem Eingang pocht, das ihre Schamlippen auseinanderdrückt, das...
„Oh Gott", flüstert sie. „Ist das ein Schwanz."
Ich kann nicht, denkt sie. Ich bin verheiratet. Max. Max, der heute Morgen Kaffee gekocht hat, der ihre Beine gestreichelt hat unter dem Tisch, der sie geliebt hat, bevor sie gegangen ist.
Aber Tim zwirbelt ihre Nippel, und John fährt mit seiner Eichel durch ihre Schamlippen, und der Druck, die Größe, die Wärme...
„Ich kann nicht", stöhnt sie. „Ich bin verheiratet, oh Gott..."
Tim quetscht ihre Nippel. Hart. Schmerz blitzt durch sie hindurch, mischt sich mit der Lust, wird zu etwas Neuem, etwas, das sie nicht benennen kann.
„Fick mich", sagt sie. Ihre Stimme klingt fremd, tief, geil. „Fick mich."
John dringt langsam in sie ein. Sein Schwanz dehnt ihre Möse extrem, öffnet sie weiter, als sie je geöffnet war, weiter als Max es je getan hat, weiter als sie gedacht hat, dass möglich ist. Sie spürt jeden Zentimeter, jede Ader, jede Rille, die in sie gleitet, die sie füllt, die sie ausfüllt, bis sie nicht mehr weiß, wo sie aufhört und er anfängt.
„Oh Gott, ja", stöhnt sie. „Ist dein Schwanz geil, fick mich."
John fängt an, sie zu ficken. Tief und langsam, wie er versprochen hat, aber tief, so tief, dass sie ihn in ihrem Bauch spürt, in ihrem Brustkorb, in ihrem Hals. Jeder Stoß schiebt sie auf der Liege hin und her, ihr Kopf schlägt gegen das Kopfteil, aber sie spürt es nicht, spürt nur ihn, nur dieses Gefühl der Fülle, der Ausdehnung, der...
„Oh Gott, ja", stöhnt sie. „Ich spür dich überall, oh ja..."
Tim hat sich bewegt. Sie sieht ihn, als sie die Augen öffnet, sieht, wie er seine Hose aufknöpft, wie er sich befreit, wie sein Schwanz – fast so groß wie der seines Vaters, der Gedanke ist absurd – vor ihrem Gesicht auftaucht.
Es ist jetzt auch egal, denkt sie.
Sie versucht, ihn in den Mund zu nehmen. Die Eichel ist zu groß, passt nicht zwischen ihre Lippen, sie kann sie nicht umschließen. Stattdessen nimmt sie ihn in die Hand, wichst ihn, fühlt die Härte, die Wärme, den Puls, der darunter schlägt. Mit ihrer Zunge leckt sie über seine Eichel, über die Spitze, schmeckt das erste Salzige, das sich dort gesammelt hat.
John fickt sie tiefer, härter. Der Rhythmus beschleunigt sich, nicht mehr langsam, sondern fordernd, bestimmend, jeder Stoß ein Befehl, den ihr Körper befolgt. Tina bekommt einen gewaltigen Orgasmus, der nicht aufhört, der sich mit dem nächsten verbindet, einer endlosen Kette von Höhepunkten, die sie auseinandernimmt und neu zusammensetzt.
„Ja, oh Gott, ja, nicht aufhören, ich komme, oh Gott, ich komme, oh Gott, ja..."
John gibt ihr keine Zeit zum Erholen. Er fickt sie durch ihren Orgasmus hindurch, seine Hüften stoßen gegen ihre, sein Schwanz bohrt sich in sie, findet denselben Punkt wie seine Finger, nur größer, nur härter, nur...
„Oh Gott", stöhnt sie. „Ich komm schon wieder."
Sie kann sich nicht mehr auf Tims Schwanz konzentrieren. Ihre Hand liegt noch um ihn, wichst ihn automatisch, aber ihr Bewusstsein ist woanders, in ihrem Bauch, in der Stelle, wo John sie trifft, in den Wellen, die kein Ende nehmen wollen.
Ein letzter tiefer Stoß. John stöhnt laut, ein Tierlaut, der nichts Menschliches mehr hat, und sie spürt es, das Pulsieren, die Wärme, die Flüssigkeit, die in sie geschossen wird, tief, ungeschützt, unwiderruflich.
„Nein", stöhnt sie. „Nicht in mich kommen."
Aber es ist zu spät. Sie spürt es, wie er sich in ihr entleert, wie sein Sperma ihre Wände beschichtet, wie es sich mit ihrer eigenen Feuchtigkeit mischt, wie es tiefer sinkt, zu dem Ort, an dem sie empfänglich ist, an dem sie...
John zieht seinen Schwanz langsam aus ihr heraus. Sie spürt das Vakuum, das entsteht, die Leere, die zurückbleibt, und bevor sie sie richtig registrieren kann, ist Tim schon zwischen ihren Beinen, sein Schwanz an ihrem Eingang, und dann dringt er ein, mit einem tiefen Stoß, der sie wieder füllt, der die Leere beseitigt, der...
„Oh Gott, ja", stöhnt sie. „Fick mich, fick mich richtig."
Tim fickt sie tief und hart. Anders als sein Vater, nicht rhythmisch, sondern wild, ungestüm, ein junger Mann, der sein Glück nicht fassen kann, der sie nimmt, was er will. Tina bekommt einen Orgasmus nach dem anderen, eine unendliche Kette, die sie zerreißt und neu zusammensetzt, zerreißt und neu zusammensetzt.
John hat sich neben die Liege gestellt. Seine Hand findet ihren Kitzler, massiert ihn, während sein Sohn sie fickt, und die Kombination, die doppelte Stimulation, das Gefühl, von beiden Seiten bearbeitet zu werden, von Vater und Sohn...
„Oh fuck, ja, genau so", stöhnt sie, heftig, unwiderruflich. „Genau so."
Tim fickt sie härter, tiefer, seine Hüften stoßen gegen ihre, sein Schwanz trifft denselben Punkt wie der seines Vaters, nur anders, nur jünger, nur...
Tina brüllt ihre Orgasmen heraus. Keine stille Stöhnen mehr, kein unterdrücktes Keuchen – Schreie, die aus ihrem Bauch kommen, die den Raum füllen, die keine Zurückhaltung mehr kennen.
Ein letzter tiefer Stoß. Tims Schwanz pulsiert in ihr, und sie spürt es, das zweite Mal, die Wärme, die Flüssigkeit, das Sperma, das sich mit dem seines Vaters mischt, das in ihr sammelt, das...
„Nein", stöhnt sie. „Nicht in mir spritzen."
Aber es ist zu spät. Auch Tim hat sich entleert, tief in ihre Möse, ungeschützt, unwiderruflich, und sie fühlt sich voll, überfüllt, mit dem Samen zweier Männer, die sie kaum kennt, von denen einer ihr Schüler ist.
Die Stille, die folgt, ist dröhnend. Tina liegt auf der Liege, zitternd, ihr Atem geht stoßweise, ihre Brust hebt und senkt sich heftig. Sie kann ihre Glieder nicht bewegen, kann nicht denken, kann nur atmen, nur existieren, nur...
„Wie hat Ihnen die Massage gefallen?" fragt John.
Seine Stimme hat sich verändert. Ist wieder professionell, ruhig, als wäre nichts geschehen, als hätte er nicht gerade in sie hineingekommen, als säße nicht sein Sohn zwischen ihren Beinen, dessen Schwanz noch in ihr steckt.
Tina kommt langsam wieder zur Luft. Ihre Lungen brennen, ihr Herz hämmert gegen ihre Rippen, ihre Möse pulsiert, geschwollen, überfüllt, besitzt.
„Sehr gut", sagt sie. Ihre Stimme ist tief, befriedigt, ein Fremdkörper in ihrem eigenen Mund. „Tief befriedigt."
John lacht. Das gleiche Lachen wie vorher, das tief resonierende, das in seinem Brustkorb entsteht. „Die Massage heute geht aufs Haus", sagt er. „Wenn Sie wollen, kommen Sie morgen wieder."
Tina schließt die Augen. Morgen. Ein weiterer Tag. Ein weiterer Termin. Ein weiteres...
„Ich überlege es mir", sagt sie.
Tim zieht seinen Schwanz langsam aus ihr heraus. Sie spürt das Vakuum, das Sperma, das nachfolgt, das über ihre Schamlippen läuft, auf die Liege tropft. Er steht auf, zieht seine Hose hoch, sein Gesicht rot, verschwitzt, glücklich.
„Sie kommen morgen bestimmt wieder", sagt er. Seine Stimme klingt selbstsicher, das Wissen des Jüngeren, der weiß, dass er gut war, dass sie kommen wird, dass sie nicht anders kann. „Also bis morgen. Da haben wir eine ganz spezielle Massage für Sie."
Er betont das Wort „speziell", lässt es im Raum hängen wie ein Versprechen, wie eine Drohung, wie eine Einladung, die sie nicht ablehnen kann.
Tim und John verlassen den Raum. Nicht eilig, nicht langsam – einfach gehen sie, als wäre dies ein normaler Arbeitstag, als hätten sie nicht gerade eine Frau gemeinsam gefickt, als wäre sie nicht ihre Kundin, ihre Lehrerin, die Ehefrau eines anderen Mannes.
Tina liegt allein auf der Liege. Die Musik spielt immer noch, dieses unbenennbare Stück mit den Streichinstrumenten. Das Licht ist das gleiche, diffus, warm. Der Geruch von Lavendel und Sandelholz mischt sich jetzt mit dem Geruch von Sex, von Sperma, von ihr selbst.
Langsam, mit Muskeln, die nicht mehr so recht funktionieren wollen, setzt sie sich auf. Ihre Beine zittern, als sie die Liege verlässt, ihre Füße finden den Boden, und sie steht, wackelig, wie nach einer langen Seereise, wie nach einem Unfall.
Sie zieht sich an. Das weiße Oberteil, das sie heute Morgen gewählt hat, der kurze Rock, die High Heels. Ihre Unterwäsche liegt woanders, vergessen, überflüssig, und sie zieht den Rock über ihre nackte Haut, spürt das Sperma, das aus ihr läuft, das ihre Innenseite der Oberschenkel beschmiert, das...
Sie steht vor dem Spiegel. Ihr Gesicht ist gerötet, verschwitzt, das Make-up verschmiert. Ihre Haare sind zerzaust, wild, ungekämmt. Sie sieht aus wie eine Frau, die gerade gefickt wurde, und sie weiß, dass sie es war, dass jeder, der sie sieht, es wissen wird, dass...
Scheiße. Das Wort kommt langsam, wie durch einen Nebel. Was habe ich getan. Ich verhüte nicht. Die Erkenntnis trifft sie wie ein Schlag in den Magen. Max und sie haben darüber gesprochen, irgendwann, vage, nie konkret, nie mit Verhütung, weil sie es nicht nötig hatten, weil sie...
Das darf nie wieder passieren.
Aber Gott, war das geil.
Der Gedanke folgt dem ersten, unwillkürlich, unwiderruflich. Sie spürt es noch, die Nachwirkungen, das Pulsieren zwischen ihren Beinen, das Gefühl der Fülle, der Ausdehnung, der...
Ihre Beine sind immer noch wackelig. Sie muss sich an der Wand abstützen.
Tina stützt sich mit einer Hand an der Wand ab, während sie den Weg zurück zur Lobby findet. Ihre Knie geben bei jedem Schritt leicht nach, als hätten sie das Gewicht einer Entscheidung zu tragen, die sie noch nicht ganz gefasst hat. Der Teppichboden fühlt sich unter ihren nackten Füßen anders an als zuvor – weniger wie ein luxuriöses Accessoire, mehr wie ein weicher, fast verzeihender Boden, der ihre wackelige Gangart auffängt.
Die Empfangsdame sitzt hinter ihrem glänzenden weißen Schreibtisch, die Fingerspitzen ruhen auf der Tastatur ihres Laptops. Ihr Haar ist immer noch perfekt glatt zurückgebunden, kein Strähnen hat sich gelöst, während Tinas eigene Frisur längst das Gefecht mit John und Tim verloren hat. Die Frau hebt den Blick, und ihre Mundwinkel zucken nach oben – nicht das freundliche Lächeln einer zufriedenen Servicekraft, sondern das Grinsen einer Person, die ein Geheimnis teilt, das nie ausgesprochen werden muss.
"Ich hoffe, die Massage hatte die erhofften Höhepunkte", sagt sie, und ihr Daumen trommelt ein rhythmisches Klacken auf die Tischplatte. Der Sound hallt im gedämpften Raum, ein Metronom für Tinas nachhängendes Herz.
Tina spürt, wie ihre Wangen wärmer werden, doch ihre Stimme bleibt erstaunlich fest. "Ja", sagt sie. "Sie hatte ihre Höhepunkte."
"Das freut mich." Die Empfangsdame neigt den Kopf, ein fast höfisches Gesten, das bei ihrer wissenden Miene absurd wirkt. "Ich hoffe, sie beehren uns bald wieder."
Tina greift nach ihrer Handtasche, die auf einem Stuhl neben dem Schreibtisch liegt. Ihre Finger zittern kaum merklich, als sie den Riemen über die Schulter schiebt. "Ich denke darüber nach", gibt sie zu, und die Worte klingen in ihren eigenen Ohren wie ein Geständnis, das sie noch nicht ganz versteht.
Die Empfangsdame nickt, und ihr Grinsen weitet sich um einen Hauch – nicht triumphierend, eher bestätigend, als hätte sie eine Wette gewonnen, die niemand abgeschlossen hatte. Tina dreht sich um, spürt den Blick der Frau zwischen ihren Schulterblättern wie eine Hand, die sanft nachdrückt.
Der rote Mini Cooper steht dort, wo sie ihn geparkt hat, die Lackierung fängt das späte Nachmittagslicht ein und wirft einen warmen Schein auf den nassen Asphalt. Tina sinkt auf den Fahrersitz, ihre Beine noch immer nicht ganz vertraut mit der Aufgabe, Gewicht zu tragen. Der Schlüssel rutscht ihr aus den Fingern, klirrt gegen das Lenkrad, bevor sie ihn ins Zündschloss steckt.
Der Motor springt an, ein vertrautes Summen, das Trost verspricht. Doch als Tina den Rückwärtsgang einlegt und aus der Parklücke gleitet, spürt sie es wieder – die Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln, die sich langsam durch den dünnen Stoff ihres Rocks frisst. Sie presst die Oberschenkel zusammen, als könnte sie das Unvermeidliche aufhalten, doch das Sperma von John und Tim läuft unbeirrt, sucht sich seinen Weg, tropft auf den Ledersitz unter ihr.
"Verdammt", flüstert sie, und ihre Hände umklammern das Lenkrad fester. "Was soll ich Max erzählen?"
Die Straßen des Rotlichtviertels gleiten an ihr vorbei, die roten Neonröhren erwachen früh, als hätten sie auf sie gewartet. Ihre Reflexe in den nassen Pflastersteinen erzeugen ein Zerrbild der Realität, eine Welt, die sich in sich selbst hineinwindet. Tina fährt schneller als erlaubt, bremst dann abrupt an einer roten Ampel, ihr Atem geht unregelmäßig.
"Er darf das nie erfahren", sagt sie laut, und ihre Stimme klingt hohl im geschlossenen Auto. "Niemals."
Doch unter diesem Gedanken, unter der Panik und dem berechnenden Planen, liegt etwas anderes. Ihr Körper erinnert sich – die Hände von zwei Männern gleichzeitig, das Gefühl von übermäßiger Fülle, der Moment, als Tim zum ersten Mal in sie eingedrungen war und sie gesehen hatte, wie sein Gesicht sich veränderte, von Unsicherheit zu einer Art wundernder Erkenntnis.
"Aber Gott", murmelt sie, und ihre Lippen bewegen sich fast unwillkürlich zu einem Lächeln. "Ich wurde noch nie so gut gefickt."
Die Ampel springt auf Grün. Tina fährt los, die Vorstadtstraßen öffnen sich vor ihr wie eine Einladung zurück in ihr anderes Leben. Doch ihr Körmod weigert sich, die Einladung anzunehmen. Ihre Hüften schieben sich unmerklich gegen den Sitz, ein rhythmisches Drängen, das sie erst bemerkt, als sie sich bewusst zur Ruhe zwingt.
Das Haus der Schulzes taucht vor ihr auf, modern und einladend, mit den großen Fenstern, die das letzte Tageslicht einfangen. Tina parkt in der Garage, schaltet den Motor aus, sitzt einen Moment lang reglos. Ihre Finger tasten über den Sitz unter ihr, finden die feuchte Stelle, die ihre Schuld dokumentiert. Sie zieht die Hand zurück, betrachtet die Finger, die im Halbdunkel der Garage kaum zu erkennen sind.
Dann steigt sie aus, ihre Beine fühlen sich fremd an, als gehörten sie jemand anderem. Der Weg zur Haustür ist kurz, doch jeder Schritt scheint sich zu dehnen, Zeit wird zu einem zähen Medium, durch das sie sich zwängen muss.
Max öffnet die Tür, bevor sie nach dem Schlüssel greifen kann. Er steht im Rahmen, die silberne Armbanduhr am Handgelenk fängt das Licht ein, sein dunkelblondes Haar sitzt noch ordentlich, obwohl der Tag fast vorbei ist. Seine Lippen finden ihre, ein Kuss, der liebevoll und vertraut ist, der Heimkehr bedeutet.
"Na, wie war es, Schatz?" fragt er, als sie sich lösen, seine Hand ruht an ihrer Taille, genau dort, wo der Rock endet und ihre Haut beginnt.
Tina spürt einen Moment der Leere, eine Lücke, in die die Wahrheit fallen könnte wie ein Stein ins Wasser. "Ich konnte nicht mit dem Vater heute reden", sagt sie, und ihre Stimme klingt fast normal, nur ein Hauch von Atemlichkeit, den sie als Müdigkeit verkaufen könnte.
Max zieht die Brauen zusammen, ein Ausdruck von leichtem Enttäuschung, doch seine Hand bleibt warm an ihrer Seite. "Aber hast du dich massieren lassen?"
"Ja." Das Wort kommt schneller als beabsichtigt, und Tina hasst sich einen Moment lang für die Eile, mit der sie es ausspricht. "Ja", wiederholt sie, langsamer diesmal. "Ich habe mich massieren lassen."
"War sie gut?"
"Ja." Tina schluckt, spürt den Geschmack von John und Tim noch immer in ihrem Mund, obwohl sie längst gespült hat. "Sehr gut."
Max mustert sie, sein Blick wandert über ihr Gesicht, ihre zerzausten Haare, die Art, wie sie sich leicht gegen den Türrahmen lehnt. "Du siehst auch ganz schön fertig aus, Schatz."
"Ich geh auch erstmal schnell duschen", sagt Tina, und ihre Hand bewegt sich zu ihrem Ausschnitt, zupft an einem nicht vorhandenen Fussel. "Ich klebe überall von dem Öl."
"Ja", sagt Max, und etwas in seinem Ton lässt sie innehalten. "Du siehst aus, als wärst du ganz schön ran genommen worden."
Tina spürt, wie ihr Puls einen Schlag aussetzt, dann wieder anspringt, schneller. "Ja", sagt sie, und das Wort trägt ein Gewicht, das Max nicht verstehen kann. "Ich wurde bei der Massage ganz schön ran genommen." Sie lächelt, ein schnelles Aufblitzen, das ihre Nervosität maskieren soll. "Und das ist noch nicht mal eine Lüge."
Max lacht, ein tiefes Geräusch, das den Raum zwischen ihnen mit Vertrautheit füllt. "Okay, Schatz, geh erstmal duschen."
Die Treppe fühlt sich steiler an als sonst, jeder Stufe ein kleiner Sieg über die Schwerkraft, die an ihren Gliedern zieht. Im Schlafzimmer lässt sie die Tür hinter sich fallen, lehnt sich einen Moment lang dagegen, die Augen geschlossen. Der Raum riecht nach Max – sein Rasierwasser, das er morgens aufträgt, der leichte Geruch von dem Buch, das er neben dem Bett liegen lässt.
Sie zieht sich aus, wirft die Kleidung nicht auf den Stuhl wie sonst, sondern sammelt sie bewusst in ihren Armen. Das weiße Oberteil, das den tiefen Ausschnitt hatte, der Rock, der jetzt Flecken trägt, die sie nicht erklären kann. Sie trägt alles ins Ankleidezimmer, wirft es in den Wäschekorb, doch dann zögert.
"Ich muss das nachher gleich waschen", murmelt sie, "bevor Max das Sperma sieht."
Die Worte hängen in der Luft, schwer und unverkennbar. Tina starrt auf den Haufen Stoff, sieht die dunkleren Stellen, die das Tageslicht einfängt. Sie dreht sich um, geht ins Bad, lässt das Bild hinter sich, doch die Erkenntnis bleibt.
Die Dusche ist ein Ritual, das sie sich gönnt. Sie dreht das Wasser warm, heißer als sonst, als könnte die Temperatur etwas auswaschen, das tiefer sitzt als Haut. Die ersten Tropfen treffen ihre Schultern, laufen in Bächen über ihre Brüste, ihre Hüften, sammeln sich in den Falten, die John und Tim hinterlassen haben.
Sie stellt sich unter den Strahl, lässt das Wasser ihr Gesicht überspülen. Ihre Hände ruhen an den Fliesen vor ihr, die Finger spreizen sich, finden Halt. Doch als sie die Augen schließt, sind sie wieder da – Johns Gesicht über ihrem, konzentriert und professionell selbst im Moment des Höchsten, Tims Augen, die sie ansahen, als würden sie sie zum ersten Mal wirklich sehen.
"Oh Gott", flüstert sie, und ihr Atem vermischt sich mit dem Dampf. "Diese fetten Schwänze."
Die Erinnerung kommt nicht als Bild, sondern als Gefühl – die Überdehnung, das Brennen, das schnell in etwas anderes umschlug. Ihre Hand gleitet von der Fliese, findet den Weg zwischen ihre Beine, berührt den Kitzler, der noch immer empfindlich ist, noch immer bereit.
"Wie geil der Sex war", murmelt sie, und ihre Stimme ist nur noch Atem. "Oh Gott, so geil wurde ich noch nie gefickt."
Ihre Finger kreisen, das Wasser läuft über ihre Hand, macht die Berührung gleitend, fast zu sanft. Sie braucht mehr, spürt die Leere, die John und Tim hinterlassen haben, eine Höhle, die gefüllt werden will.
Die andere Hand gleitet tiefer, drei Finger finden ihren Weg in ihre Möse, und sie spürt es sofort – das Sperma, das noch immer dort ist, trotz des Wassers, das unablässig nachspült. Es ist kühl geworden, klebrig, und als ihre Finger hineingleiten, wird es wieder warm, vermischt sich mit ihrer eigenen Feuchtigkeit.
"Oh geil", sagt sie laut, und das Wort hallt im kleinen Raum, ein Geständnis an niemanden außer sich selbst. Ihre Finger bewegen sich, stoßen gegen ihren G-Punkt, und sie spürt, wie ihre Knie nachgeben, wie sie sich mit dem Rücken gegen die Wand pressen muss, um nicht zu fallen.
"Oh Gott, ja", stöhnt sie, und der Sound wird vom Wasser verschluckt, verändert, wiedergeboren als Echo. Sie windet sich, ihre Hüften treten gegen die Luft, suchen Druck, finden ihn in ihrer eigenen Hand. Die Finger ihrer linken Hand kreisen schneller am Kitzler, während die rechten tiefer stoßen, einen Rhythmus finden, der nicht ihr eigener ist, sondern der von vorhin, von John und Tim, von der Art, wie sie abwechselnd in sie eingedrungen sind.
Der Orgasmus kommt nicht als Welle, sondern als Explosion, eine Detonation in ihrem Unterleib, die ihre Beine weich werden lässt, die sie sinken lässt, bis sie auf den gefliesten Boden kniet, das Wasser weiter über sie strömt, gleichgültig gegen ihre Nachbeben.
Sie sitzt da, die Stirn gegen die kühlen Fliesen gepresst, ihre Hände noch immer zwischen ihren Beinen, als könnten sie den Moment festhalten. Das Wasser wird langsam kälter, doch sie bewegt sich nicht, lässt es über sich laufen, bis sie zittert, bis die Kälte unerträglich wird.
Dann steht sie auf, greift nach dem Schwamm, beginnt das methodische Abwaschen. Seife auf den Körper, über die Brüste, die noch immer schwer sind von der Berührung der Männer, zwischen die Beine, wo sie sich gründlich einseift, als könnte sie die Spuren entfernen, obwohl sie weiß, dass sie das nicht will, nicht wirklich.
Das Handtuch ist groß, weich, ein Geschenk von Max zu irgendeinem Anlass, den sie vergessen hat. Sie wickelt sich hinein, fühlt sich klein, fast kindlich in der Fülle des Stoffs. Ihre Spiegelbild im dampfenden Spiegel zeigt eine Frau mit geröteter Haut, wirren Haaren, Augen, die zu hell sind für den späten Nachmittag.
Im Ankleidezimmer zieht sie sich an, wählt bewusst anders als zuvor. Eine enge Leggins, schwarz, die jeden Hüftschwung betont. Ein weißes Top, eng, die Brüste formend ohne sie zu verstecken. Sie schlüpft in die Badelatschen, die quietschend über den Boden gleiten, als sie zurück ins Bad geht, den Wäschekorb holt.
Die Waschküche ist ein funktionaler Raum, Maschinen und Regale, der Geruch von Waschmittel und Weichspüler. Tina sortiert die Kleidung bewusst, wirft das weiße Oberteil separat in die Maschine, als hätte es besondere Ansprüche. Sie stellt das Programm ein, beobachtet, wie das Wasser einströmt, die Blasen sich bilden, die Spuren verschwinden, die sie hinterlassen hat.
Dann geht sie zu Max ins Wohnzimmer. Er sitzt auf der Couch, ein Buch in den Händen, seine Brille auf der Nase, die er nur zum Lesen trägt. Er sieht auf, als sie eintritt, und sein Gesicht hellt sich auf, dieses Lächeln, das sie seit acht Jahren kennt, das sie vor drei Jahren geheiratet hat.
"Na, mein Engel", sagt er, und seine Stimme ist wie immer, warm und vertraut. "Alles gut?"
"Ja", sagt Tina, und sie setzt sich neben ihn, ihre Beine unter sich ziehend, den Körper seiner Wärme zuwendend. "Alles bestens."
Max legt das Buch beiseite, nicht ganz, nur so, dass er es wieder aufnehmen kann. "Warum konntest du nicht mit Tims Vater reden?"
Tina spürt, wie ihre Schultern sich anspannen, zwingt sie zur Entspannung. "Es hat nicht gepasst", sagt sie. "Er hatte einen Praktikanten dabei."
"Achso, verstehe." Max nickt, sein Blick wandert kurz zum Fenster, dann zurück zu ihr. "Dann probierst du es morgen nochmal?"
"Morgen", wiederholt Tina, und das Wort klingt in ihren Ohren wie eine Versprechen, das sie nicht gegeben hat. "Nochmal." Sie lächelt, ein langsames Aufziehen der Mundwinkel. "Aber eigentlich hast du recht. Vielleicht kann ich morgen mit ihm reden."
"Ja", sagt Max, und er greift nach seinem Buch, doch er öffnet es nicht. "Und du kannst dir nochmal eine Massage gönnen."
Tina spürt, wie ihr Puls sich beschleunigt, ein Schlag, dann zwei, bevor sie antwortet. "Noch eine?"
"Klar", sagt Max, und er klingt so überzeugt, so unbewusst von dem, was er da anbietet. "Ich gönn es dir. Du warst in letzter Zeit eh so verspannt."
Wenn du wüsstest, was du mir da gönnst, denkt Tina, und das Lächeln, das jetzt über ihr Gesicht zieht, ist echter als das vorherige, dunkler, geheimnisvoller. "Ja", sagt sie laut. "Klingt eigentlich gut. Du hast recht." Sie lehnt sich zurück, ihre Schultern berühren die Couchkissen. "Und wenn du das gönnst..."
"Klar, Schatz", sagt Max, und er öffnet sein Buch wieder, liest weiter, als hätten sie über Wetter oder Wochenendpläne gesprochen.
Tina sitzt einen Moment lang still, betrachtet sein Profil, die Art, wie sein Kiefer sich bewegt, wenn er konzentriert ist. Dann steht sie auf, ihre Badelatschen klappern gegen den Boden. "Ich geh jetzt Essen kochen."
Die Küche ist ihr Reich, hell und offen, mit der großen Arbeitsfläche, die Max ihr geschenkt hat, als sie eingezogen sind. Sie holt Gemüse aus dem Kühlschrank – Paprika, Zucchini, Zwiebeln – legt sie auf das Schneidebrett. Das Messer ist scharf, ein Geschenk von ihrer Mutter, und es gleitet durch das Gemüse mit befriedigender Präzision.
Doch ihre Gedanken gleiten woanders hin. Sie sieht das Gemüse nicht wirklich, sieht stattdessen Tims Gesicht, als er zum ersten Mal in sie eingedrungen ist, den Ausdruck von Überraschung und dann von etwas anderem, etwas, das sie nicht benennen kann. Ihre Hand legt das Messer beiseite, gleitet unter ihr Top, findet ihre Brust, massiert sie durch den Stoff.
Die Brustwarze wird hart unter ihrer Berührung, und sie spürt, wie ihre Hüften sich gegen die Arbeitsfläche pressen, ein unbewusstes Suchen nach Druck. Sie denkt an Johns Hände, wie sie ihre Brüste massiert haben, professionell und doch nicht, die Finger, die gezielt ihre empfindlichsten Stellen fanden.
Dann hört sie seine Schritte. Max' Schritte, die durch den Flur kommen, die Küche nähern. Ihre Hände ziehen sich zurück, greifen nach dem Messer, hacken das Gemüde weiter, schneller als nötig, die Bewegungen etwas zu grob.
"Was kochst du, Schatz?" fragt Max, und er setzt sich an den Esstisch, sein Buch immer noch in der Hand.
"Gemüsepfanne mit Hähnchen", sagt Tina, und ihre Stimme klingt fast normal, nur ein Hauch von Atemlichkeit, den sie als Anstrengung verkauft.
"Mmmh, lecker", sagt Max, und er öffnet sein Buch, liest, während sie kocht.
Das Hähnchenfleisch schneidet sie in Streifen, wirft sie in die heiße Pfanne, das Zischen des Fetts ein vertrauter Sound. Das Gemüse folgt, die Farben mischen sich, grün, rot, gelb, die Düfte steigen auf. Sie würzt, salz, pfeffer, ein Hauch Paprika, ihre Hände bewegen sich automatisch, während ihr Geist woanders ist.
Tim und John. Die Namen kreisen in ihrem Kopf wie die Brühe in der Pfanne. Sie denkt an die Art, wie Tim gezögert hat, bevor er sie berührte, und dann an die Art, wie er nicht mehr gezögert hat. An Johns Stimme, die Anweisungen gab, die selbst im Moment des Höchsten ruhig blieb.
Die Pfanne ist fertig, sie richtet zwei Teller an, die Farben auf dem Porzellan wie ein Gemälde, das niemand betrachtet. Sie trägt sie zu Max, stellt einen Teller vor ihm ab, setzt sich ihm gegenüber.
"Das sieht gut aus, Schatz", sagt Max, und er legt sein Buch beiseite, greift nach der Gabel.
"Danke", sagt Tina. "Lass es dir schmecken."
Sie essen, und das Gespräch fließt wie immer – der Tag, die Schule, die Pläne für das Wochenende. Tina antwortet automatisch, lacht an den richtigen Stellen, nickt, wenn Max spricht. Doch unter dem Tisch, zwischen ihren Beinen, pulsiert etwas, ein Rhythmus, der nicht aufhört, der mit jedem Bissen, den sie nimmt, stärker wird.
Nach dem Essen ziehen sie sich auf die Couch zurück, jeder mit einem Buch, die traditionelle Abendroutine. Tina lehnt sich an Max, spürt seine Wärme, den vertrauten Geruch seines Deos. Er liest konzentriert, seine Brille auf der Nase, die Seiten, die er wendet, ein metronomisches Klicken.
Doch Tina kann nicht lesen. Die Buchstaben tanzen vor ihren Augen, bilden keine Worte, nur Formen, die an etwas anderes erinnern. Ihre Gedanken kehren zurück zu dem Massageraum, zu der Art, wie Tim sie angesehen hat, als es vorbei war, als ob er etwas verloren hätte, das er nicht benennen konnte.
Ihre Möse pulsiert, ein unregelmäßiger Schlag, der mit ihrem Herzschlag konkurriert. Sie spürt, wie sie feucht wird, die Leggins, die zu eng sind, zu viel Druck ausüben. Sie schiebt das Buch beiseite, nicht langsam, sondern mit einer Entschlossenheit, die sie selbst überrascht.
"Schatz", sagt sie, und ihre Stimme klingt anders, tiefer, rauer. "Gehen wir nach oben. Ich habe Lust auf dich. Jetzt."
Max sieht auf, seine Augen hinter den Gläsern blinzeln, als müsste er sich erst orientieren. Dann lächelt er, dieses Lächeln, das sie kennt, das Versprechen von Vertrautheit und Wärme. Er legt sein Buch beiseite, nimmt ihre Hand, seine Finger umschließen ihre.
"Nach oben", sagt er, und es ist keine Frage.
Die Treppe knarzt unter ihren Schritten, ein vertrautes Geräusch, das in der abendlichen Stille des Hauses deutlicher wird als sonst. Max geht voran, seine Hand gleitet über das glatte Geländer, während Tina dicht hinter ihm folgt. Die Luft im Obergeschoss trägt noch die Restwärme des Tages, gemischt mit dem frischen Duft der Wäsche, die sie morgens aufgehängt hat. Im Flur oben fällt das Licht der Deckenlampe warm auf die Holzdielen, wirft weiche Schatten an die Wände.
Im Schlafzimmer bleibt Max kurz stehen, seine Finger fummeln an den Knöpfen seines Hemdes. Tina schließt die Tür hinter sich, das leise Klicken des Schlosses unterbricht für einen Moment die Stille. Dann bewegt sie sich, und ihre Hände finden den Saum ihres engen Tops, ziehen es über ihren Kopf, bevor Max reagieren kann. Der Stoff fällt lautlos auf den Boden. Ihre Brüste schaukeln leicht beim Atmen, die großen, schweren Formen, die sie so selbstbewusst zur Schau trägt. Sie streift die Leggings herunter, Schritt für Schritt, bis sie nackt dasteht, die Haut noch warm von der Küchenarbeit, noch leicht feucht in den Beugungen ihrer Knie und Ellbogen.
Max' Finger erstarren am letzten Knopf seines Hemdes. Er atmet durch den Mund, seine Brust hebt sich sichtbar unter dem halb geöffneten Stoff. Tina geht auf ihn zu, ihre Hüften schwingen in dieser übertriebenen Weise, die sie gelernt hat, die sie weiß, wie sie ihn trifft. Sie berührt seine Hand, die noch am Hemd hängt, drückt sie sanft nach unten. Ihre Finger gleiten zu seinem Gürtel, öffnen die Schnalle mit einer flüssigen Bewegung, die an Routine erinnert, aber heute etwas Hastiges hat, etwas Ungeduldiges.
Die Hose sinkt zu Boden, zusammen mit der Boxershorts darunter. Sein Schwanz steht bereits halb, schlägt gegen seinen Bauch, als die Enthüllung ihn der kühleren Luft aussetzt. Tina sinkt vor ihm auf die Knie, die Knochen knacken leise auf dem Holzboden. Ihre Hände umfassen seine Oberschenkel, ihre Daumen streichen die Innenseiten, diesen empfindlichen Streifen Haut, der ihm immer einen leichten Zucken entlockt.
Sie leckt sich die Lippen, ein kurzer, sichtbarer Schimmer auf dem Unterlippe, bevor sie ihn in den Mund nimmt. Ihre Lippen schließen sich fest um die Basis, ihre Zunge drückt gegen die Unterseite, genau dort, wo sie den Puls spüren kann. Max stöhnt, ein tiefes, gedämpftes Geräusch, das aus seiner Brust zu kommen scheht. Seine Hände suchen Halt, finden die Kante der Kommode hinter ihm, seine Fingerkrallen weißen sich.
Tina bewegt den Kopf, langsam zuerst, dann schneller, ihre Wange streicht an seiner Innenseite, während sie ihn tiefer nimmt. Ihre Augen schließen sich nicht, sie beobachtet ihn, mustert sein Gesicht, die Art, wie sein Mund sich öffnet, wie seine Augenbrauen sich zusammenziehen. Sie spürt, wie er wächst in ihrem Mund, wie er härter wird, fester, bis er ihre Kehle berührt und sie leicht würgen muss, die Tränen in ihren Augen sich sammeln, die sie nicht wegblinzelt.
Ihre Hände wandern nach oben, umfassen seine Hoden, massieren sie sanft, dann fester, im Rhythmus ihrer Bewegungen. Max' Atem geht stoßweise, seine Hüften zucken unwillkürlich vor, treiben ihn tiefer in ihren Mund. Sie lässt es geschehen, kontrolliert den Würgereflex, ihre Finger krallen sich in seine Gesäßbacken, ziehen ihn näher, fordern mehr.
Die Leidenschaft in ihrem Blasen hat etwas Verzweifeltes heute, etwas, das sie selbst nicht ganz benennen kann. Sie denkt kurz an John, an Tim, an die Hände, die heute über ihren Körper geirrt sind, die Schwänze, die in ihr waren, und sie bläst Max mit einer Intensität, die fast wie Wettstreit wirkt, wie Beweis, wie Besitzergreifung. Ihre Zunge kreist um die Spitze, leckt die Perle vorweg, die sich dort gebildet hat, schmeckt den salzigen Vorboten.
Max stöhnt ihren Namen, gezerrt, gebrochen. Seine Hand löst sich von der Kommode, streicht durch ihr Haar, nicht führend, nur berührend, als wolle er sich vergewissern, dass sie wirklich da ist. Tina spürt die Spannung in seinen Oberschenkeln, das Zittern der Muskeln, die sich anspannen vor dem nahenden Höhepunkt. Sie lässt ihn aus dem Mund gleiten, ihr Atem geht schwer, ihre Lippen rot und geschwollen.
„Jetzt fick mich", stöhnt sie, ihre Stimme rau, nicht erkennbar als ihre eigene. Sie steht auf, ihre Knie sind rot vom Boden, und geht zum Bett, wirft sich auf die Matratze, die unter ihrem Gewicht federt. Sie breitet die Beine, ihre Füße noch auf dem Boden, die Knie angezogen, die Schamlippen bereits feucht, geöffnet, bereit.
Max kommt auf sie zu, seine Hose noch um die Knöchel geschlungen, er stolpert kurz, bevor er sie abschüttelt. Seine Hände umfassen ihre Knie, drücken sie weiter auseinander, seine Finger graben sich in das weiche Fleisch ihres Innenschenkels. Er geht über sie, sein Schatten fällt auf ihre Brüste, die sich heben und senken in ihrer Hast.
Er dringt ein, langsam, genüsslich, wie er es immer tut, wie er es gelernt hat, sie zu nehmen. Tina spürt die Vertrautheit, die sanfte Dehnung, die sie kennt wie ihre eigene Hand. Aber heute, nach dem, was sie erlebt hat, fühlt es sich anders an. Kleiner. Weniger. Sie unterdrückt den Gedanken, presst die Lippen zusammen, spürt, wie Max tiefer kommt, bis er ganz in ihr ist, sein Becken gegen ihr Schambein presst.
„Schatz", flüstert er, sein Atem warm an ihrem Hals, „du bist so nass."
Sie will nicht darüber nachdenken, warum. Will nicht an John denken, an Tim, an das Sperma, das noch in ihr sein könnte, das Max jetzt vielleicht spürt. Sie dreht den Kopf, beißt sich auf die Lippe, ihre Hände finden seine Gesäßbacken, ziehen ihn tiefer, fordern mehr.
„Fick mich heute richtig hart", sagt sie, und ihre Stimme zittert nicht, klingt fest, fordernd. „Nicht so sanft. Ich brauche es heute anders."
Max zögert, sein Rücken versteift sich unter ihren Händen. Er kennt diese Bitte nicht, sie hat sie ihm nie gemacht. Aber dann spürt sie, wie er sich sammelt, wie seine Muskeln sich anspannen, wie er sich zurückzieht, fast ganz heraus, nur um wieder einzustoßen, härter diesmal, schneller.
Das Bett quietscht, ein Protest gegen die neue Gewalt der Bewegung. Tina stöhnt, nicht gespielt, nicht ganz echt, eine Mischung aus Befriedigung und etwas anderem, das sie nicht benennen will. Max findet einen Rhythmus, tiefe, harte Stöße, die sie im Rücken treffen, ihre Brüste wackeln mit jedem Impact, die Spitzen hart und aufrecht.
Sie schließt die Augen, versucht sich in das Gefühl zu versetzen, versucht die Bilder von heute zu verdrängen. Aber sie kommen, ungebeten, die Hände von John auf ihren Brüsten, die Finger von Tim in ihrem Haar, die Schwänze, die sie gefüllt haben, dicker, länger, härter. Sie spürt Max' 19 Zentimeter, seine 4 Zentimeter Durchmesser, die Zahlen, die sie kennt, die sie gemessen hat, die heute nicht ausreichen.
Max schwitzt, seine Stirn glänzt im Licht der Nachttischlampe, die sie nicht ausgemacht haben. Seine Atmung geht schwer, stoßweise, er konzentriert sich auf seine Bewegungen, auf die Tiefe, auf die Kraft, die sie verlangt hat. Aber Tina spürt die Lücke, die Kluft zwischen dem, was er gibt, und dem, was sie heute braucht, was sie heute erlebt hat, was ihr Körper nun erwartet, sucht, vermisst.
Sie öffnet die Augen, blickt an ihm vorbei zur Kommode, wo der Womanizer liegt, das lila Gehäuse, das sie gestern noch aufgeladen hat. Ihre Hand löst sich von seinem Gesäß, streckt sich aus, greift nach dem Gerät. Max bemerkt es nicht, zu sehr vertieft in seine Anstrengung, in den Versuch, ihr zu geben, was sie will.
Ihre Finger schließen sich um den Womanizer, finden den Schalter, drehen ihn auf höchste Stufe. Das leise Surren des Motors füllt den Raum, überdeckt fast das Quietschen des Bettes. Max hört es, versteht es nicht, zögert in seinen Bewegungen, aber Tina presst das Gerät bereits gegen ihren Kitzler, genau dort, wo ihre Schamlippen sich treffen, wo der empfindlichste Punkt pulsiert.
„Oh ja", stöhnt sie, und diesmal ist es echt, diesmal ist es die Stimme, die er kennt, die er liebt, die er heute vermisst hat in ihren äußerungen. Ihr Rücken krümmt sich, ihre Hüften pressen sich nach oben, gegen das Gerät und gegen Max gleichzeitig, eine doppelte Berührung, die sie fast überfordert.
Max fickt weiter, tiefer, härter, wie sie es verlangt hat, aber seine Augen sind auf das Gerät gerichtet, auf ihre Hand, die es hält, auf die Art, wie es gegen sie presst. Er sagt nichts, fragt nicht, vielleicht aus Angst vor der Antwort, vielleicht aus dem Wissen, dass er es nicht hören will.
Tina windet sich unter ihm, ihre Beine umklammern seine Hüften, ziehen ihn tiefer, während ihre Hand das Gerät bewegt, kleine Kreise, dann festen Druck, dann wieder Kreise. Die Vibration durchdringt sie, nicht nur an der Oberfläche, sondern tief, in den Kern, wo Max' Schwanz sie füllt, wo die beiden Sensationen sich treffen, überlagern, verstärken.
Sie schreit, als der Orgasmus kommt, ein lautes, kehliges Geräusch, das aus ihr herausbricht, ungefiltert, ungezähmt. Ihr Körper verkrampft sich, ihre Muskeln ziehen sich zusammen, um Max herum, um das Gerät, ihre Zehen krallen sich, ihre Finger weißen sich am Womanizer. Es ist schnell, heftig, aber nicht befriedigend, nicht vollständig, wie ein Vorgeschmack auf etwas Größeres.
Max stößt weiter, seine Bewegungen werden unregelmäßig, sein Atem geht in Stößen. Er spürt die Kontraktionen um ihn herum, die nassen, pulsierenden Wellen, die ihn massieren. Aber Tina ist noch nicht fertig, noch nicht satt, noch nicht dort, wo sie hinwill.
„Härter", keucht sie, und ihre Stimme ist fast ein Flüstern, rau vom Schreien. „Hör nicht auf. Bitte. Ich brauche mehr."
Max gehorcht, seine Hüften arbeiten wie ein Kolben, tief, hart, schnell. Das Bett schlägt gegen die Wand, ein rhythmisches Hämmern, das durch das ganze Haus zu dringen scheint. Tina presst den Womanizer fester, dreht ihn leicht, findet den perfekten Winkel, den perfekten Druck.
Sie spürt den nächsten Orgasmus aufbauen, langsamer diesmal, aus den Tiefen kommend, eine Welle, die sich ansammelt, wächst, droht. Ihre Beine zittern, ihre Bauchmuskeln verkrampfen sich, sie beißt sich auf die Lippe, bis sie Blut schmeckt. „Oh fuck", stöhnt sie, „ja, härter, bitte, härter."
Max gibt alles, was er hat, seine Kraft, seine Ausdauer, seine Liebe in jedem Stoß. Aber Tina spürt es wieder, die Lücke, das Fehlende, das Andere. Sie denkt an John, wie er in sie eingedrungen ist, ohne Zögern, ohne Fragen, nur Tat. An Tim, wie er gezögert hat, dann aber losgelassen hat, seine Jugend, seine Ungeschicktheit, seine unbändige Energie.
Der Gedanke treibt sie über den Rand. Sie kommt, heftiger als zuvor, der Orgasmus eine Welle, die sie überspült, die sie zerstört und neu erschafft. Ihre Muskeln verkrampfen sich, lösen sich, verkrampfen sich wieder, in einem Rhythmus, den sie nicht kontrolliert. Und dann spürt sie es, die Flüssigkeit, die aus ihr strömt, nicht nur Feuchtigkeit, sondern Squirt, heiß, ungebändigt, die Matratze unter ihr durchnässend.
Max stößt noch einmal tief, hält den Stoß, seine Eier pressen sich gegen sie, sein Schwanz zuckt in ihrem pulsierenden Inneren. Er spritzt, sie spürt es, die warme Flut, die sich mit ihrer eigenen mischt, die füllt, was die anderen hinterlassen haben, oder vielleicht nur darüber legt, eine Schicht auf die nächste.
Er bricht über ihr zusammen, sein Gewicht drückt sie in die Matratze, sein Atem heiß an ihrem Hals. Sie liegen still, das Surren des Womanizers das einzige Geräusch, bis Tina den Schalter findet, ihn ausmacht, die Stille noch tiefer macht.
Max rollt sich von ihr ab, fällt auf die Seite, sein Schwanz gleitet aus ihr heraus, feucht, schlaff werdend. Er atmet noch schwer, seine Brust hebt und senkt sich, das silberne Armbanduhr blitzt im Licht. Er dreht den Kopf, sieht sie an, und sein Gesicht zeigt etwas, das Tina nicht lesen kann, nicht will.
„Du warst ja heute unersättlich, Schatz", sagt er, seine Stimme müde, aber warm, ohne Vorwurf, nur Feststellung.
Tina starrt an die Decke, die weiße Fläche mit der einfachen Lampe, die sie ausgesucht hat, als sie hier eingezogen sind. Sie spürt das Sperma von zwei Männern in sich, das ihre eigene Flüssigkeit, die Mischung, die aus ihr läuft, die Laken unter ihr befleckt.
„Ich hab das jetzt gebraucht, Schatz", sagt sie, und ihre Stimme klingt fremd in ihren Ohren, fern, wie aus einem anderen Raum. „Es war ein langer Tag."
Max nickt, seine Augen schließen sich bereits, die Müdigkeit überkommt ihn schnell, wie immer nach dem Sex. Er dreht sich auf die Seite, sein Rücken zu ihr, zieht die Decke über seine Schultern. Sein Atem wird gleichmäßig, tiefer, bis er schnarcht, leise, rhythmisch, ein Geräusch, das Tina normalerweise beruhigt.
Heute nicht. Heute liegt sie still, starrt an die Decke, spürt die Feuchtigkeit unter ihr, die Kühle, die einsetzt, wo vorher Wärme war. Ihr Körper ist müde, erschöpft, aber ihr Geist rast, kreist um denselben Gedanken, den sie den ganzen Abend verdrängt hat, seit sie das Studio verlassen hat.
Morgen. Das Massage-Studio. Tim und John.
Sie dreht den Kopf, sieht Max' Rücken, die sanfte Kurve seiner Wirbelsäule unter der Decke. Er weiß nichts, ahnt nichts, oder doch? Seine Bemerkung am Morgen, die Warnung, sich nicht verführen zu lassen, war das Zufall, oder mehr?
Sie schüttelt den Kopf, winzig, gegen das Kissen gedrückt. Es spielt keine Rolle. Was zählt, ist, was sie will, was ihr Körper verlangt, was sie heute erlebt hat und wieder erleben will.
Sie stellt sich vor, wie sie morgen dort hingeht, wie sie die Tür öffnet, den Glockenton hört, Johns Gesicht sieht, dieses Lächeln, das er nur ihr zeigt. Tim, der aus dem Hintergrund auftaucht, die Augen groß, die Hände zitternd, bereit zu lernen, bereit, sie zu berühren.
Sie spürt es wieder, die Schwänze, die Größe, die Härte, die Tiefe. Max' 19 Zentimeter sind genug für ein normales Leben, für eine normale Ehe, für normale Tage. Aber heute hat sie etwas anderes erlebt, etwas, das sie nicht mehr vergessen kann, nicht mehr missen will.
„Wenn ich dort bin", flüstert sie in den Raum, zu niemandem, zu sich selbst, „werde ich wieder mit ihnen ficken. Und ja, ich will es. Ich will ihre großen Schwänze wieder spüren."
Die Worte hängen in der Luft, schwerer als der Feuchtigkeitsgeruch, schwerer als Max' Schnarchen. Sie schließen die Augen, seht das Bild vor sich, wie sie auf der Massageliege liegt, die Hände auf ihrem Körper, die Schwänze in ihr, die Orgasmasen, die sie hatte, die sie wieder haben will.
„Oh ja", murmelt sie, und ihre Hand gleitet unter die Decke, findet ihre noch feuchte Scham, berührt sich selbst, sanft, kaum merklich. „Ich werde hingehen. Morgen. Oder übermorgen. Bald."
Die Müdigkeit überkommt sie langsam, wie ein Nebel, der aus den Ecken des Raumes kriecht. Ihre Finger verharren, bewegen sich nicht mehr, nur ruhen auf sich selbst, ein Versprechen, eine Verpflichtung.
Sie denkt an Max, an ihre Ehe, an das Leben, das sie gebaut haben. Es bedeutet ihr etwas, das weiß sie, fühlt sie in den seltenen Momenten der Klarheit. Aber es bedeutet nicht genug, nicht heute, nicht nach dem, was sie erlebt hat.
Der Schlaf kommt, zögerlich, wie ein Gast, der nicht sicher ist, ob er willkommen ist. Tina lässt ihn herein, ihre Gedanken werden wirrer, die Bilder verschwimmen, John und Tim und Max, alle ineinander, alle in ihr, alle eins.
Der letzte Gedanke, bevor sie einnickt, ist ein Versprechen an sich selbst, halb gebildet, halb vergessen: Sie wird hingehen. Sie wird es wieder tun. Sie wird nicht aufhören können, nicht wollen, nicht dürfen.
Und dann ist sie weg, die Atem tiefer, der Mund leicht geöffnet, das Haar verstrubbelt auf dem Kissen. Neben ihr schnarcht Max weiter, unbewusst, zufrieden, gehört zu haben, zu haben, was er will.
Das Haus liegt still in der Nacht, nur das leise Surren des Kühlschranks unten, das gelegentliche Knacken der Balken, die sich mit der Temperatur ändern. Irgendwo draußen heult ein Hund, weit weg, aus einer anderen Welt.
Tina träumt, und in ihrem Traum liegt sie auf der Massageliege, aber die Hände, die sie berühren, gehören zu niemandem und jedem, zu Max und John und Tim und anderen, zu Schülern, die sie nicht kennt, zu Fremden, die sie begehrt. Sie lächelt im Schlaf, ein kleines, geheimes Lächeln, das niemand sieht, das niemand verstehen würde, selbst wenn.
Der Mond steht hoch am Fenster, wirft sein kaltes Licht auf das Bett, auf die beiden Körper, die darin liegen, getrennt durch Zentimeter, durch Welten, durch das, was sie wissen und nicht wissen, was sie teilen und was sie verbergen.
Morgen wird ein neuer Tag sein, mit neuen Entscheidungen, neuen Möglichkeiten, neuen Versuchungen. Tina wird aufwachen, wird Kaffee kochen, wird mit Max frühstücken, wird so tun, als wäre alles normal, als wäre sie dieselbe Frau, die gestern aufgestanden ist.
Aber sie wird es nicht sein. Sie wird nie mehr dieselbe sein. Die Tür, die sie heute geöffnet hat, lässt sich nicht wieder schließen. Sie weiß es, im Schlaf weiß sie es, fühlt es in ihrem Körper, in ihrer Haut, in diesem tiefen, unstillbaren Verlangen, das sie geweckt hat und das nicht mehr schlafen will.
Der Traum verändert sich, wird diffuser, unwirklicher. Sie schwimmt in Wärme, in Flüssigkeit, in einem Meer aus Berührungen, aus Lust, aus Möglichkeiten. Und dann ist sie weg, ganz weg, der Schlaf tief und schwarz und ohne Erinnerung.
Bis morgen. Bis zum Wecker. Bis zum nächsten Tag, der kommen wird, der kommen muss, der alles verändern wird, oder nichts, oder alles auf einmal.
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