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Glatte Haut, scharfe Absichten (fm:Ehebruch, 13690 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 24 2026 Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen)
Tina bereitet sich sorgfältig auf ein Treffen mit Tims Vater vor, indem sie sich rasiert, stylt und eine verführerische Garderobe wählt. Max bemerkt ihre Veränderung und spürt Eifersucht. Tina plant, Tims Vater in seinem Massage-Studio zu besuchen.

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Der Wecker riss sie beide aus dem Schlaf, ein schrilles, elektronisches Piepen, das durch das Schlafzimmer schoss wie ein unsichtbarer Pfeil. Max grunzt und rollt sich auf die Seite, seine Hand tastet über die Nachttischplatte, bis er den kleinen schwarzen Kasten erwischt und das Display berührt. Das Piepen verstummt abrupt. In der plötzlichen Stille hört er Tina neben sich atmen, langsam, noch nicht ganz wach, ihre Brust hebt und senkt sich unter der dünnen Sommerdecke.

Tina streckt sich, ihre Arme fahren über den Kopf, ihre Finger kräuseln sich gegen die Wand. Sie dreht den Kopf, ihre blauen Augen noch verschleiert vom Schlaf, und lächelt. Ohne ein Wort lehnt sie sich zu Max hinüber, ihre Lippen berühren seine, warm und weich, mit dem leichten Salzgeschmack der Nacht darauf. Ein Guten-Morgen-Kuss, der nichts von seiner Intimität verloren hat, auch nach acht Jahren Beziehung nicht.

„Ich geh ins Bad, mich frisch machen", murmelt sie gegen seinen Mund, ihre Stimme noch rau vom Schlaf. Sie schiebt die Decke zurück, ihre nackte Haut glänzt im Morgenlicht, das durch die halb geöffneten Jalousien fällt. Max sieht ihr nach, wie sie über den Teppich geht, ihre Hüften schwingen in diesem unverwechselbaren Rhythmus, den sie hat, selbst wenn sie müde ist.

Max setzt sich auf, reibt sich mit beiden Händen über das Gesicht, fährt durch sein kurzes, dunkelblondes Haar. Die Erinnerung an die vergangene Nacht liegt noch in seinen Gliedern, eine angenehme Schwere. Er steht auf, greift nach seinem Boxershort, der über der Stuhllehne hängt, und zieht ihn an. Dann geht er die Treppe hinunter, in die offene Wohnküche.

Die Küche empfängt ihn mit ihrem vertrauten Geruch – Holz, Kaffeemühle, das leichte Zitronenaroma des Reinigungsmittels, das Tina benutzt. Er geht zum Fenster, öffnet es einen Spalt, lässt die kühle Morgenluft herein. Der Garten liegt im Tau, der Pool spiegelt den blassen Himmel. Max dreht sich um und geht zur Kaffeemaschine, eine schwere, italienische Siebträgermaschine, die er sich vor zwei Jahren zum Geburtstag gegönnt hat. Er füllt Wasser ein, wägt das Kaffeepulver ab, drückt den Tamper mit genau dem richtigen Druck in den Siebträger. Das Ritual beruhigt ihn, jeden Morgen gleich, jeden Morgen neu.

Während die Maschine summt und das erste Braune in die Tasse läuft, deckt er den Frühstückstisch. Gläser für Orangensaft, die großen Tassen für den Kaffee, Teller, Besteck. Er holt die Butter aus dem Kühlschrank, den Honig, die Marmelade, die Tina mag. Das Brot liegt schon auf dem Brett, eine halbe Stange Dinkelbrot von gestern, noch frisch genug.

Oben hört er die Dusche laufen. Das Rauschen des Wassers durch die Rohre, dann das leise Surren des Ventilators im Bad. Max stellt zwei Tassen Kaffee auf den Tisch, setzt sich, nimmt einen Schluck. Der Geschmack breitet sich aus, bitter und komplex, wie er es mag.

Im Bad steht Tina vor der Toilette. Sie hat ihren Morgenrock über die Tür gehängt, ein kurzes, weißes Seidenteil, das sie nur selten trägt. Sie setzt sich, ihr Körper entspannt sich in der vertrauten Haltung, das Wasser fließt. Sie denkt an den Tag, der vor ihr liegt, an Tim, dessen Namen sie gestern Abend noch mit Max besprochen hat, an den Vater, den sie heute treffen wird. Ihre Finger zittern nicht, aber etwas in ihr spannt sich an, ein leises Vibrieren unter der Haut.

Sie spült, steht auf, geht zur Dusche. Der Spiegel über dem Waschbecken ist beschlagen, nur ihre verschwommene Silhouette darin. Sie zieht die Glastür auf, tritt unter die Dusche. Das Wasser ist warm, fast zu warm, genau wie sie es mag. Es prasselt auf ihre Schultern, läuft über ihre Brüste, ihre Hüften, ihre Beine. Sie dreht sich, lässt es über ihren Rücken laufen, über den Apfelpo, den Max so liebt.

Tina nimmt die Duschcreme, eine milchige Flüssigkeit in einer durchsichtigen Flasche, drückt eine große Menge in ihre Hand. Sie reibt sie zwischen den Handflächen, bis sie schäumt, dann streicht sie über ihren Körper. Arme, Schultern, Brüste, Bauch. Sie achtet auf keine bestimmte Reihenfolge, lässt die Hände gleiten, wo sie wollen. Das Schäumen ist beruhigend, die Bläschen auf ihrer Haut, das leichte Quietschen unter den Fingern.

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