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Ein Doktor in Not (fm:Sonstige, 10881 Wörter)

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Veröffentlicht: Jul 25 2026 Gesehen / Gelesen: 442 / 342 [77%] Bewertung Geschichte: 9.69 (13 Stimmen)
Ein guter Arzt wird fast in den Knast gebracht. Er erhält unerwartet Hilfe und findet seine Berufung und sein Glück. Nicht alle Frauen sind Schlampen und das findet er raus und verliebt sich in eine Gute.


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Langsam hören die Kopfschmerzen auf meinen Schädel zu spalten und das Zittern der Hände ist nicht mehr so schrecklich, obwohl sie immer noch etwas geschwollen sind und ich den Daumen der rechten Hand kaum und wenn doch nur mit großen Schmerzen bewegen kann.

Ich liege auf der eigentlich zu harten Pritsche und schaue an die Decke. Was soll ich in einer Zelle sonst Anderes machen. Ja, ich habe es wohl endgültig vermasselt. Noch eine angebliche Straftat, dabei habe ich mit der Schlägerei nicht angefangen, aber wie soll ich das beweisen. Es ist wie mit den anderen angeblichen Straftaten. Keiner glaubt mir, alle sagen, ich wäre schuld und müsse streng bestraft werden.

Wenn ich meine Unschuld nicht beweisen kann und die Ankläger, ich meine nicht den Staatsanwalt sondern meine angeblichen Freunde und der Rest der Familie und der Verwandtschaft, der mir noch geblieben ist, sich durchsetzen, verbringe ich lange Zeit hinter den sogenannten schwedischen Gardinen und zwar sehr lange. Ansatzweise habe ich gehört, dass der Staatsanwalt prüft, ob es auch Mord sein könnte, zumindest versuchter Mord.

Bis gestern Abend war ich noch auf freiem Fuß. Ja, bis in der Bar mein Alkoholkonsum zu hoch und nach der anhaltenden Provokation meine Zündschnur zu kurz war und ich meinen „besten“ Freund fast tot geschlagen habe. Er hatte zwar den ersten Schlag, aber wer würde mir schon glauben. Wer glaubt schon einem suspendierten Stationsarzt, der unter dem Verdacht steht, einen Patienten falsch behandelt zu haben, ihm falsche Medikamente gegeben zu haben, so dass der Patient ins Koma fiel und um sein Leben kämpft. Ich weiß, dass ich ein solches Medikament nie verschrieben oder gegeben habe, aber was nützt mein Wissen schon. Ich war der verantwortliche Arzt, der Chef der Station.

Da liege ich nun, ein 32 Jahre alter Arzt, der bisher die Station für Inneres des städtischen Krankenhauses geleitet hat, der noch verheiratet ist, dem aber schon die Papiere zugestellt wurden, mit denen eine Härtefallscheidung eingeleitet wurde, und der sich seiner Nochfrau und unserer gemeinsamen Wohnung nicht mehr nähern darf. Hinzu kommt, dass ich keinen Zugriff mehr auf unsere Konten habe und mir daher auch nur einen Pflichtverteidiger leisten kann. Auch wenn ich noch über einen mir zustehenden Teil der nicht unerheblichen Konten verfügen könnte, hätte ich doch keinen guten Anwalt verpflichten können, denn in unserer Stadt und dem Umkreis war Keiner bereit, einen so schlimmen Menschen zu verteidigen. Außerdem würde das die so geliebten Erfolge bei der Verteidigung schmälern, denn einen solchen Fall kann man doch nicht gewinnen. Oder?

Ich weiß, ich habe aufgegeben. Da ich nicht arbeiten durfte, habe ich mich gehen lassen und etwas gemacht, was ich nie wirklich gemocht habe. Ich habe mein letztes Geld für Alkohol ausgeben, mich mehr als einmal fast zu Tode gesoffen und konnte die Welt nicht mehr verstehen. Alles, was mir etwas bedeutet, war auf dem Weg in den Abgrund.

Meine Job, den ich liebte und den ich trotz aller schwierigen Bedingungen mit Herz und Verstand, vielleicht auch etwas Talent, ausgeübt habe, meine von mir geliebte Frau, mit der ich seit fast 8 Jahren verheiratet bin.

Meine Freundschaft mit einem Mann, den ich seit Kindesbeinen kenne, mit dem ich während der Schule und des Studiums eng befreundet war und der sich als die Schlange in meinem Garten herausstellte. Selbst in der Zeit, in der wir im gleichen Krankernhaus arbeiteten und auch in Konkurrenz standen, hätte ich nie gedacht, dass er mir meine Frau nehmen würde. Aber es war leider so und ich hatte es nie gesehen, nicht den kleinsten Hinweis. Der Spruch „Liebe macht blind“ traf auf mich voll zu.

Etwas habe ich aus den letzten Ausfällen gelernt, ich werde den Alkohol zukünftig meiden wie der Teufel das Weihwasser. In der Nacht konnte ich kaum schlafen und so war ich am Morgen bestimmt nicht gut drauf, aber was machte das schon, wenn man in der Zelle sitzt und nur grübeln kann.

Unterbrochen wurde ich durch einen der Justizvollzugsbeamten, der mir mitteilte, dass mein Anwalt da ist und auf mich wartet. Was sollte denn das? Ich glaube nicht, dass mein Pflichtverteidiger an einem Sonnabend und noch dazu um diese Zeit mir einen Besuch abstattet. Nun gut, ich

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