Dern Schein wahren ... solange es möglich ist (fm:Ältere Mann/Frau, 9264 Wörter) | ||
| Autor: Mr_Empire | ||
| Veröffentlicht: Jul 30 2026 | Gesehen / Gelesen: 685 / 545 [80%] | Bewertung Geschichte: 8.88 (8 Stimmen) |
| Theo muss erkennen, das seine Familie nicht so normal ist, wie er immer angenommen hat. Dies ist eine Leseprobe. Der Rest folgt in einem gewissen Zeitlichen Abstand. | ||
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„Gut“, sagt Egon leise. „Wenn du es wirklich wissen willst: Es hat letztes Jahr hier angefangen. Im Urlaub. Nach unserer Hochzeit, als deine Eltern auch hier waren …“
Ich höre Jenna an, dass sie gegen ihre Tränen ankämpft. „Also wirklich von Anfang an? Seit dem Beginn unserer Ehe?“
Egon, du Fuchs. Einerseits: alle Achtung, denke ich und mache meinem Bruder im Stillen ein Kompliment. Aber noch einmal: Wie kannst du Jenna, dieser wunderbaren Frau, so etwas antun? Nicht, dass ich leugnen könnte, dass Lissy eine wirklich bildhübsche Frau ist – und genau weiß, welche Wirkung sie auf Männer hat.
„Wie ist es passiert, Egon?“, fragt Jenna. Da die Tür nur angelehnt ist, kann ich nicht sehen, wo die beiden im Zimmer sind. Am Klang ihrer Stimme erahne ich lediglich, dass sie auf und ab geht.
„Wie meinst du das? Willst du wissen, wie es beim ersten Mal war? Oder … jedes Mal?“, fragt Egon zögernd.
„Nein. Nicht das.“ Jennas Stimme zittert leicht. „Ich will wissen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Was ist passiert, dass du mich so schnell vergessen hast und im Schoß einer anderen, von Mama gelandet bist?“ Ihre Anspannung wird mit jedem Wort deutlicher.
Ja, lass mal hören, wie du deine Schwiegermutter ins Bett bekommen hast. Nicht, dass ich das vorhätte, aber interessieren tut es mich schon. Ich verstehe mich selbst nicht. Warum kann ich nicht einfach gehen? Es ist eine Sache zwischen den beiden. Dann wird mir klar: Mein kleiner Bruder scheint etwas an sich zu haben, das Frauen schwach werden lässt – und ich will wissen, was es ist.
„Eins musst du mir glauben, Schatz“, sagt mein Bruder. „Ich habe das nie geplant.“ Auch seine Stimme zittert.
„Ich weiß nicht, ob ich dir gerade irgendetwas glauben kann, Egon“, sagt Jenna leise. „Ich will es. Wirklich. Aber nicht, bevor ich weiß, warum du mit Mama rumvögelst.“ In ihrer Stimme meine ich einen versöhnlichen Unterton zu hören. Offenbar will sie ihm am Ende glauben – oder hofft zumindest darauf.
Rumvögelst? Jenna, solche Worte hätte ich von dir nie erwartet, denke ich. Aber warum eigentlich? Sie ist dreiundzwanzig; in dem Alter spricht man eben Klartext.
„Wir waren eine Woche verheiratet“, beginnt Egon, „als ich nachts durchs Haus und den Garten gelaufen bin. Du weißt ja, wie schlimm meine Schlafprobleme damals waren. Irgendwann sah ich Licht in der Küche. Ich bin zum Fenster gegangen, weil ich wissen wollte, wer noch wach ist. Aber was ich dort gesehen habe … damit hatte ich nicht gerechnet.“ Egon stockt. Ich vermute, dass er Jenna ansieht und abwartet, ob er weitererzählen soll.
„Von meiner Position aus sah ich Susie auf der Kücheninsel sitzen. Ihr Bademantel stand offen; darunter trug sie nichts. Einen Moment lang blieb mein Blick an ihren vollen Brüsten hängen, bevor mich eine Bewegung zwischen ihren gespreizten Beinen ablenkte. Es war der Kopf meines Vaters. Der sie ausgiebig leckte“ fährt Egon fort.
Mein Verstand braucht einen Moment, um das Gehörte zu verarbeiten. Meine Susie? Das kann nicht sein. Wir sind uns absolut treu, dafür lege ich die Hand ins Feuer. Egon, versuch nicht, dein Fehlverhalten auf meine Frau abzuwälzen. Und Moment mal – Papa? Nein, nein, nein. So wenig ich Susie zutraue, mir untreu zu sein, so sicher bin ich, dass auch Papa Mama treu ist.
„Was sagst du da? Dein Vater – mein Schwiegervater – soll etwas mit meiner Schwägerin haben? Egon, bitte. Mach es nicht schlimmer, als es ist. Reicht es nicht, dass du und Mama unsere Familie beschämt?“, fragt Jenna.
Ja, genau, Jenna. Sag ihm, dass das undenkbar ist. Dass es einfach nicht sein kann. Ich bin froh, dass sie offenbar auf meiner Seite ist. Nicht nur, weil es für mich unvorstellbar ist – ich will es mir nicht einmal vorstellen müssen.
„Es war aber so. Während mein Vater sie leckte, hatte sie die Hand auf seinem Hinterkopf und zog ihn näher zu sich. Ich hörte sie durch das gekippte Fenster gedämpft stöhnen, das er sie erneut so lecken soll, wie nur er es könne.“ Egon fährt fort und erzählt Jenna, wie meine Frau mich – offenbar nicht zum ersten Mal – mit meinem Vater betrogen haben soll.
Nein, nein, nein, schreie ich innerlich. Wenn das stimmt, warum habe ich nie etwas bemerkt? Und vor allem: Warum sollte Susie das überhaupt tun?
„Ich konnte nicht anders, als den beiden zuzusehen – auch wenn ich mich im selben Moment dafür schämte. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas in mir steckt. Dann fragte mein Vater sie, ob Theo sie nicht so gut lecken könne. Ich sah ihr an, dass allein die Erwähnung seines Namens sie zusätzlich erregte. Sie antwortete stöhnend, dass er es könne, aber niemand so wie er.“
Ich höre die Worte und kann – will – sie dennoch nicht glauben. Noch nie hatte Susie mir gesagt oder auch nur angedeutet, dass sie mit unserem Sexleben unzufrieden sei. Doch genau danach klingt es gerade. Warum, Susie? Wenn du mir wirklich untreu bist – warum hast du nie mit mir darüber gesprochen, dass dir etwas fehlt?
„Mein Vater verwöhnte sie noch eine Weile, bevor er sich aufrichtete. Seine Frage, ob sie ihn wolle, war kaum ernst gemeint – und doch antwortete Susie sofort. Ja fick mich. Ich stand wie erstarrt da und konnte nicht glauben, was ich sah und hörte. Ich kenne Susie mein halbes Leben. Für mich waren sie und Theo immer ein perfektes Paar gewesen, genau wie meine Eltern. Nie hatte ich Streit oder Probleme bemerkt. Und dann sah ich, wie in beiden Beziehungen jemand den anderen betrog. Es war völlig surreal. Als mein Vater in sie eindrang, hörte ich Susie auf Keuchen.“ Egon macht erneut eine Pause.
Verdammt, erzähl weiter. Obwohl ich es eigentlich nicht hören will, löst seine Schilderung etwas in mir aus – etwas, womit ich nie gerechnet hätte. Ich merke, dass ich erregt werde. Wie kann mich die Beschreibung davon, dass Susie mich betrogen hat, erregen? Das darf doch nicht sein.
„Mein Vater forderte Susie auf, auszusprechen, was sie wollte, und sie tat es. Ich will das du mich erneut zu deiner machst. Mich hart und fest fickst. Gebannt sah ich weiter durchs Fenster, bis ich plötzlich spürte, wie sich jemand von hinten an mich drückte. Eine Hand glitt in meinen Schritt. Dann hörte ich eine vertraute Stimme: deine Mutter. Sie fragte, ob es nicht heiß und geil aussehe. Ich erschrak, drehte den Kopf und sah in ihre funkelnden Augen. Sie flüsterte mir fragend zu, wie es wohl sei, mit dem Schwiegersohn oder der Schwiegertochter zu schlafen. Dabei verstärkte sie ihren Druck auf meinen Schwanz. Ich versuchte noch, mich dagegen zu wehren, doch ihre Worte und ihre Nähe machten es mir immer schwerer.“ Im Zimmer ist es vollkommen still. Offenbar hört auch Jenna gebannt oder entsetzt zu.
Mein Herz schlägt wild. Ohne es bewusst zu steuern, habe ich meine Hose geöffnet. Meine Hand bewegt sich langsam vor und zurück über meinen knüppelharten Schwanz. Am unbegreiflichsten ist jedoch mein Verlangen, mehr zu hören. Was ist nur los mit mir? Wie kann mich die Schilderung davon, dass meine Frau mich mit meinem Vater betrogen hat, so erregen und nicht mehr loslassen? Ich finde keine Antwort. Ich weiß nur, dass ich den Rest hören will – nein, hören muss. Alles andere ist in diesem Moment nebensächlich: meine Ehe, die Folgen, der Umgang mit diesem Wissen. Jetzt zählt nur noch Egons Erzählung und mein eventuelles Kommen.
„Deine Mutter drückte sich von hinten an mich. Deutlich konnte ich ihre Brüste an mir spüren und flüsterte, sie wolle erleben, was mein Vater gerade erlebte. Den Reiz dieses Verbotenen. Ich wusste kaum noch, was ich zuerst begreifen sollte: das, was ich sah, oder das, was ich hörte. Sie schob sich langsam vor mich, zwinkerte mir zu und ging in die Hocke. Kurz darauf zog sie mir die Hose hinunter. Als ich spürte, wie sich ihre weichen Lippen über meine Eichel schoben, hatte ich endgültig verloren. Vorher hätte ich vielleicht noch eine Chance gehabt, das Ganze zu stoppen. Danach nicht mehr. Und ich kann dir sagen: Ich weiß, woher du so gut blasen kannst.“
„Soll mich das jetzt beruhigen? Willst du mir ernsthaft schmeicheln, indem du mir sagst, ich sei mindestens, beim blasen so gut wie Mama?“, höre ich Jenna aufgebracht fragen.
So, so – meine kleine Schwägerin ist also eine geborene Bläserin, schießt es mir durch den Kopf. Doch was soll ich mit dieser Information anfangen? Ich liebe Susie. Ich bin ihr treu. Und ihrer Mutter ebenfalls, setzt mein Verstand nach. Jetzt reicht es aber. Ich will hören, was Egon erzählt, und mir zugleich Erleichterung verschaffen – aber ich werde mir keine Affäre einreden.
„Natürlich nicht. Ich wollte damit nur sagen, dass du da in keiner Weise hinter ihr anstehst. Gut, wo war ich? Ach ja. In der Küche ging es auf der Kücheninsel weiter. Papa hielt Susie fest an den Hüften, während er immer wieder tief in sie stieß. Ihre Brust hob und senkte sich im Rhythmus seiner Bewegungen, und ihr Gesicht verzog sich mehr und mehr vor Lust. Dann fragte er sie, ob sie die Pille nehme – so, wie er es ihr gesagt habe. Ich begriff kaum, was ich da hörte. Papa bestimmte, ob sie verhütete. Susie antwortete stockend, ja, sie nehme sie. Theo glaube zwar, dass sie nicht verhüte, aber er wolle es so, damit er sich keine Gedanken machen müsse, wenn er tief in ihr kommt. Sie wand sich unter seinen Stößen, während sie sprach. Wieder nannte Papa sie sein braves Mädchen. Susie keuchte, sie gehöre Theo und liebe ihn, brauche aber beim Sex seine Führung. Dann flehte sie ihn an, sie weiter kräftig zu ficken, weil sie kurz davor sei zu kommen. Sie war inzwischen so laut, dass ich mich wunderte, warum niemand wach wurde und in die Küche kam. Plötzlich geschah etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: Papa entzog sich ihr. Susie sah ihn erschrocken an und flehte, nicht aufzuhören, sondern sie weiter zu ficken. Er sagte nur, sie wisse doch, dass kein Orgasmus umsonst sei. Langsam nickte sie und fragte, welchen Preis sie zahlen müsse.“
Ich erstarre mitten in der Bewegung. Meine Hand liegt noch immer fest um meinen Schwanz geschlossen, doch die Vorstellung, dass Susie verhütet, obwohl sie mir immer versichert hat, sie wolle ein Kind von mir, und dass sie bereit war, irgendeinen Preis zu zahlen, nur damit mein Vater sie zum Höhepunkt brachte, war einfach zu viel. Ich glaube es nicht, Susie. Nicht nur, dass du mich betrügst – sondern auch noch auf diese Art? Gespannt warte ich darauf, welchen Preis mein Vater meiner Frau abverlangen würde.
„Nun“, fuhr Egon fort, „du wirst den kompletten Urlaub über meinen Sohn – also deinen Ehemann – nicht an dich heranlassen. In dieser Zeit wirst du nur mir gehören. Deine Beine spreizen sich nur für mich. Hast du verstanden?“ Was für eine surreale Situation. Vor mir kniete deine Mutter, meine Schwiegermutter. Blies mich was mein Schwanz hergab, während in der Küche mein Vater seiner Schwiegertochter befahl, sich ihrem Mann für den Rest des Urlaubs zu verweigern. Warum mein Kopf trotz Lissys Blaskunst, nicht völlig aussetzte und ich das Geschehen in der Küche dennoch verfolgen konnte, weiß ich bis heute nicht. Auf jeden Fall wartete ich – genau wie mein Vater – auf Susies Antwort. Schließlich sagte sie leise, ja, sie werde sich diesen Urlaub nur von ihm ficken lassen, wenn er sie nun kommen lasse. Sie sah ihn dabei fest an, fast so, als besiegelten die beiden einen unsichtbaren Vertrag. Papa lachte leise auf und drang erneut in sie ein. Nur wenige Stöße später kamen sie gemeinsam. Wobei es so aussah, als ob Papa wohl jedes Mal genau auf ihren Punkt spritzte. Denn jedes Mal keuchte sie dann heiser auf. Danach sank Susie erschöpft auf die Kücheninsel zurück. Papa zog sich zurück, trat neben sie und befahl ihr, ihn sauber zu lutschen.
Ohne erkennbares Zögern tat sie es. Dann erinnerte er sie noch einmal an den Preis und daran, dass er es herausfinden würde, falls sie es nicht einhalten würde. Seine Stimme ließ keinen Widerspruch zu. Er gab ihr auch keine Gelegenheit zu antworten, sondern verließ sofort die Küche. Susie blieb noch ein oder zwei Minuten liegen, bevor sie sich aufraffte, von der Kücheninsel rutschte und den Bademantel schloss. Leise fragte sie, warum Theo nicht diese Dominanz haben könne, dann verließ auch sie die Küche. Kurz darauf erreichte auch deine Mutter ihr Ziel. So das ich in ihrem Mund kam. Sie schaute von unten zu mir auf und zeigte mir, bevor sie meine Sahne schluckte, wie diese auf ihrer Zunge schwamm. Danach richtete sie sich auf, sah mir fest in die Augen und sagte, das sei gut gewesen – für den Moment. Aber dabei werde es nicht bleiben. Das ich ihre Muschi auch noch lecken und ficken würde. Dann meinte sie, wir sollten langsam zu Bett gehen, bevor es hell werde. Nun weißt du, wie es dazu kam. Ich kann nur hoffen, dass du mir irgendwann verzeihen kannst und mir glaubst, dass ich es nie gewollt oder geplant habe“, beendet Egon seine Schilderung, während ich mich selbst nicht mehr zurückhalten kann.
Was für eine verrückte Geschichte – falls sie wirklich wahr ist. Im Moment weiß ich nur eines mit Sicherheit: Egon hat Jenna mit ihrer Mutter Lissy betrogen. Ob das mit Susie und Papa stimmt, muss ich erst herausfinden. Mit diesen Gedanken schleiche ich zur Toilette, wasche mir die Hände und gehe nun wirklich zurück in unser Zimmer. Schon in der Tür sehe ich, dass Susie den Kampf gegen den Schlaf und das Warten verloren hat. Wenn das stimmt, was ich gerade gehört habe, mein Schatz … ja, was dann, Theo? Machst du ihr morgen eine Szene und sprichst sie offen darauf an? Oder versuchst du, durch gezielte, zweideutige Fragen die Wahrheit herauszufinden? Bevor ich einschlafe, finde ich keine Antwort.
Vor drei Minuten, im Zimmer von Jenna und Egon.
Langsam und vorsichtig schleicht Jenna zur angelehnten Tür. Jeder Schritt wirkt kontrolliert, doch ihre Hand zittert, als sie die Klinke berührt. Sie horcht, zieht die Tür einen Spalt auf. Nichts. Niemand ist zu sehen. Für einen Moment bleibt sie reglos stehen, als müsse sie sicher sein, wirklich allein mit Egon zu sein. Dann schließt sie die Tür und dreht sich zu ihrem Mann um. „Gut, er ist weg. Er hat jetzt etwas zum Arbeiten. Was er daraus macht, muss er entscheiden“, sagt sie. Ihre Stimme klingt ruhig, aber ihr Blick hält Egon fest wie eine Klinge.
„Willst du unsere Familien jetzt endgültig zerstören?“, fragt Egon leise.
„Ich?“, stößt Jenna hervor, und ein bitteres Lächeln zuckt über ihr Gesicht. „Ich glaube kaum, dass ich es bin, die unsere Familien zerstört hat, falls es so weit kommt. Immerhin war nicht ich diejenige, die in der Familie herumgevögelt hat.“ Sie bleibt an die Tür gelehnt, als brauche sie den Halt, doch ihre Augen funkeln vor Wut und Schmerz.
„Was hat meine Mutter eigentlich, was ich dir nicht geben kann? Eine Fotze und Titten habe ich schließlich auch“, fragt Jenna unverblümt. Die Worte kommen hart heraus, doch dahinter liegt etwas Brüchiges, etwas, das sie selbst kaum ertragen kann. Seit fast zwei Monaten weiß sie von der heimlichen Affäre ihrer Mutter mit ihrem Mann. Seit fast zwei Monaten zerbricht sie sich darüber den Kopf — und findet trotzdem keine Antwort, die nicht wehtut.
Egon blickt von der Matratze zu ihr auf. „Schatz, bitte glaub mir. Ich liebe nur dich. Dir allein gehört der Platz in meinem Herzen …“
„Was dich offenbar nicht davon abhält, deinen Schwanz in andere Mösen zu stecken. Gibt es neben Mama noch weitere?“, fällt Jenna ihm ins Wort. Ihre Stimme schneidet durch den Raum, doch in ihrem Blick liegt mehr als Wut. Er bohrt sich in seinen, suchend, flehend, verletzend zugleich. Hoffnung und Angst kämpfen darin gegeneinander: die Hoffnung, nur mit ihrer Mutter konkurrieren zu müssen, und die Angst, dass er allem nachstellt, was nicht schnell genug auf den Bäumen ist.
„Nein … natürlich nicht. Und wie gesagt: Ich wollte das alles nicht. Aber dann hat mich deine Mutter mit ihrem Mund und ihrer Vagina genauso verzaubert wie du“, versucht Egon sich zu rechtfertigen.
Jenna stößt sich von der Tür ab und macht zwei Schritte auf ihn zu. Ihre Beherrschung bekommt feine Risse. „Vagina“, spottet sie, und das Wort klingt wie ausgespuckt. „Du kannst nicht einmal Fotze, Möse, Muschi oder Bumsloch dazu sagen.“ Von oben sieht sie auf ihn hinab. Einen Moment lang wirkt sie, als wolle sie schreien, doch stattdessen senkt sie die Stimme. „Willst du weiterhin ihr Liebhaber sein — oder anders gesagt: meine Mutter als deine Geliebte behalten?“
Egon hat mit dieser Frage nicht gerechnet, erst recht nicht mit ihrer Schonungslosigkeit. Für einen Moment wirkt er, als suche er nach einem Ausweg, nach einem Wort, das weniger zerstört. Doch schließlich antwortet er nur leise: „Ja.“ Zwei schnelle Schritte, dann steht Jenna vor ihm. Der Schlag kommt so plötzlich, dass das Klatschen ihrer Hand im Raum nachhallt. „Dann sei gefälligst ein Mann und steh dazu“, sagt sie, und ihre Stimme bebt. „Willst du — oder willst du nicht? Und vor allem: Was willst du?“
„Ich will dich an meiner Seite. Aber auch deine Mutter zwischendurch. Sie lieben, sie ficken, ihre Brüste liebkosen“, erwidert Egon lauter. Auf seiner Wange zeichnen sich rote Striemen ab.
Jenna dreht sich leicht und geht zu ihrer Bettseite. Jeder Schritt wirkt schwerer als der vorige. „Gut, dann wäre das wenigstens geklärt“, sagt sie und lässt sich auf die Matratze sinken. Sie wendet sich ihm zu und sieht ihn lange an. In diesem Schweigen liegt alles, was zwischen ihnen zerbrochen ist. Egon weiß, dass er nichts tun kann. Jetzt muss Jenna eine Entscheidung treffen — für sich, für sie beide und für ihre Ehe. Also hält er ihrem Blick stand und wartet. „Wie war das eben? Jeder Orgasmus hat seinen Preis? Nun, mein Schatz: In deinem Fall haben unsere Ehe und Mama ihren Preis. Nur dann kann und werde ich dir verzeihen und nicht die Scheidung beantragen.“
Egon sieht sie mit offenem Mund an. Habe ich das gerade richtig gehört? Das kann doch nicht sein. „Wie meinst du das, Schatz? Du bist mein Ein und Alles.“
„Ganz einfach. Ich lasse dich und Mama rumvögeln, wie ihr wollt. Für dich heißt das: Dir stehen zwei Mösen zur Verfügung. Zwei, Egon. Meine und Mamas. Keine einzige mehr.“ Jenna macht eine bewusste Pause und beobachtet, wie es in seinem Kopf zu arbeiten beginnt.
Aber das ist doch genau das, was ich will: Jenna als meine Frau an meiner Seite und hin und wieder sinnlicher und verbotener Sex mit Lissy. Das ist doch kein Preis. Sein Blick klärt sich, als er seine Frau ansieht. „Was wäre der Preis? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles ist.“ Seine Frage ist leise; die Angst vor dem Unbekannten schwingt deutlich darin mit.
„Bist du wirklich so begriffsstutzig?“ Jennas Stimme wird leiser, und gerade das macht sie gefährlicher. „Was für dich gilt, gilt ab sofort auch für mich. Da ich im Moment keinen festen Partner habe — so wie du Mama hast — kann ich mir jederzeit holen, wen ich will. Ins Bett oder wohin auch immer. Kann ich meine Beine wolllustig spreizen und mich ficken lassen.“ Sie hält seinen Blick, als würde sie ihm jede Ausflucht nehmen. „Das ist der Preis, der jetzt über unserer Ehe schwebt. Akzeptiere und bezahle ihn, dann bleibe ich als deine Frau an deiner Seite. Verweigerst du ihn, gehe ich morgen zum Anwalt und beantrage die Scheidung.“ Jennas Stimme ist nicht kalt. Gerade deshalb trifft sie Egon so hart: Er hört darin keine Drohung, sondern eine Grenze.
Was geht hier verdammt noch mal vor? Ja, Jenna, ich habe Scheiße gebaut, aber das? Das geht zu weit. „Das kannst du doch nicht wirklich von mir verlangen. Schatz, das wäre ja im Grunde ein Freibrief“, stammelt Egon. Seine Stimme klingt dünn, beinahe fremd in seinen eigenen Ohren. Noch immer versucht er verzweifelt, das Gespräch in Bahnen zu lenken, in denen er die Situation vielleicht verändern kann — doch mit jedem Wort merkt er, wie wenig Kontrolle ihm geblieben ist.
„Ach, aber ich soll dir einen Freibrief für Mama geben? Am besten noch zusehen, wie du sie vögelst? Nein, Egon. Entweder so oder gar nicht.“ Jenna setzt ihm die imaginäre Pistole auf die Brust. Die Wut, die sie so lange festgehalten hat, bricht sich nun Bahn: Wut über den Verrat, über die Demütigung, über zwei Menschen, denen sie vertraut hatte. Um ihren Worten noch mehr Wucht zu geben, fügt sie hinzu: „Wer weiß, vielleicht lasse ich dich ja mal zusehen, wie Benno oder Theo — oder beide — oder sonst wer mich durchzieht.“
Sein Kehlkopf hüpft deutlich, als er schluckt. „Wann bist du so herzlos geworden? So kenne ich dich nicht. So warst du nicht, als ich mich in dich verliebt habe.“
„Richtig, damals war ich nicht so. Damals hatte ich auch nicht meine eigene Mutter zur Konkurrentin.“ Für einen Moment bricht etwas in ihrer Stimme, doch sie zwingt sich weiterzusprechen. „Damals galt dein Blick nur mir. Du hast mich umworben, mir geschmeichelt und mir gezeigt, dass ich die Einzige für dich bin. Aber du hast dich verändert. Du hast die Liebe — zumindest die körperliche — zu einer anderen Frau gefunden. Und das hat auch mich verändert. Ich werde nicht das brave Frauchen am Herd spielen, das lächelt, während es innerlich verblutet. Ich liebe dich, Egon. Genau das macht es so unerträglich. Aber wenn ich dir vergeben soll, musst du mir etwas geben, das du nie für möglich gehalten hast. Etwas, wovor du vielleicht immer Angst hattest. Du musst mir, deiner Frau, meine sexuelle Freiheit zurückgeben, wenn du mich halten willst.“ Während Jenna spricht, schlüpft sie unter ihre Decke und schaltet die kleine Lampe auf ihrer Seite aus. In der Dunkelheit klingt ihre Stimme erschöpft, aber endgültig. „Ich verlange jetzt keine Entscheidung. Dafür bin ich zu müde. Aber wenn ich bis morgen Mittag keine Antwort habe, werte ich das als Entscheidung und suche mir einen Anwalt. Gute Nacht.“
Baff bleibt Egon sitzen. Der Schlag auf seiner Wange brennt längst nicht so sehr wie ihre Worte. Was hast du getan, du Vollidiot? Ist Lissy es wirklich wert, Jenna, die Liebe deines Lebens, zu verlieren? Nein, ganz sicher nicht. Aber kann sie das wirklich von mir verlangen? Oder doch? Bin ich am Ende selbst schuld? Sein Blick gleitet über die Decke zu seiner einschlafenden Frau. Sie liegt so nah und wirkt doch unerreichbar weit entfernt. „Ich liebe dich“, sagt er leise, kaum mehr als ein Hauch. Auf eine Antwort hofft er nicht. „Ich liebe dich auch“, hört er Jenna dennoch antworten, ebenso leise, aber gebrochen genug, dass es ihm die Kehle zuschnürt. Dann legt auch er sich hin. Obwohl seine Gedanken weiter rasen, übermannt ihn nach kurzer Zeit der Schlaf.
Kurz war die Nacht, doch unerbittlich endet auch diese.
Am nächsten Morgen wache ich auf. Etwas klopft tief in meinem Kopf, drängt nach vorn, doch die Müdigkeit hält es noch zurück. Neben mir bewegt sich Susie. Langsam sehe ich zu ihr hinüber, sehe die halb weggestrampelte Decke, ihren weißen BH, ihre vertraute Nähe. Ihre Brust hob und senkte sich im Rhythmus seiner Bewegungen, und ihr Gesicht verzog sich mehr und mehr vor Lust. Mich trifft die Erinnerung mit voller Wucht: das, was ich in der Nacht gehört hatte. Was ich nicht glauben kann. Nicht glauben will. Egon klang so sicher, und Jenna schien ihm zu glauben. Auch sein Verhältnis zu Lissy scheint Wirklichkeit zu sein. Aber konnte er wirklich so weit gehen? Konnte er sein eigenes Fehlverhalten rechtfertigen, indem er meine Ehe zerstört? Und nicht nur meine. Im schlimmsten Fall auch die unserer Eltern. Der Gedanke schnürt mir die Brust zu. Susie bewegt sich erneut und reißt mich aus der Spirale.
„Guten Morgen, Schatz“, haucht sie ruhig und leise, während sie näher zu mir rückt. Ihr Blick sucht meinen, und in ihm liegt diese vertraute Wärme, die mich sonst sofort beruhigt. Ihr scheint heute vorm Frühstücken erst nach einer Runde Frühgymnastik mit anschließendem leckeren Eiweißhaltigem Proteinshake zu sein.
Kann ich ihr so nah sein, während dieser Verdacht zwischen uns steht? Weiß ich überhaupt genug, um an ihr zu zweifeln? Alles, was ich habe, ist eine Erzählung. Vielleicht ist sie wahr. Vielleicht ist sie gelogen. „Morgen, Liebling“, bringe ich hervor, als Susie sich sanft an mich schmiegt. Ihre Nähe fühlt sich vertraut an, beinahe tröstlich, und gerade deshalb tut der Gedanke so weh. Warm drückt sich ihre Haut an die meine. In ihrem Blick erkenne ich Sehnsucht, Zuneigung und Liebe. Und dennoch lässt sie dies, auch einen anderen spüren? Susies warme, weiche Lippen verhindern ein weiteres grübeln. Sanft drängt ihre Zunge vor, fordert unnachgiebig Einlass. Zudem gleitet ihre Hand in meinen Schlüpfer und ergreift, ihren noch leicht schlafenden Freund.
Ich erwidere ihre Nähe, zunächst zögerlich, dann mit wachsender Sehnsucht. Susie zieht mich enger zu sich, als wolle sie alle Zweifel für einen Moment auslöschen. Tangotanzend lassen wir unseren Zungen freien Lauf. Susies Hand macht mir klar, das ihr heute kein ausgiebiges Vorspiel vorschwebt. Unser Atem vermischt sich, und für einen Augenblick scheint nur noch das zwischen uns zu existieren, was uns seit Jahren verbindet. Dann löst sie sich leicht von mir und sieht mich fest an. „Was ist denn heute los mit dir“ will ich von ihr wissen. Ihre Stimme ist leise, aber voller Erwartung. Mir in die Augen schauend, gleitet sie über mich und schiebt ihren Slip zur Seite. „Ich bin heute fruchtbar, Schatz“, sagt sie schließlich, und ihre Worte treffen mich unerwartet tief. „Ich will endlich Mutter werden. Mutter unseres Kindes.“
Das passt nicht zu Egons Version, das Dad ihr befohlen hat die Pille zu nehmen. Oder sagt sie es nur, um mich glauben zu lassen, das wir immer noch versuchen Eltern zu werden. Ihre Hände gleiten auf ihren Rücken. Keine zwei Sekunden später, ruht ihr BH auf dem Boden neben dem Bett. Ich versuche, die Stimmen der Nacht aus meinem Kopf zu verdrängen. Vielleicht war alles anders. Vielleicht hat Egon gelogen. Vielleicht zählt nur dieser Moment, in dem Susie mich ansieht, als gäbe es für sie nichts Wichtigeres als uns. Hör auf zu denken. Was war kannst du eh nicht mehr ändern. Wenn dann nur was noch kommt und wenn sie jetzt ein Kind von dir will, dann heißt das doch, das Egon sich das nur ausgedacht hat oder sie des Kinderwunsches die Affäre mit Dad beendet hat. Sie richtet sich auf, mit den Händen stützt sich Susie auf meiner Brust ab und beginnt sanft mit ihrem Becken zu kreisen. „Mach mich heute, jetzt, zum zweiten Mal in meinem Leben zur glücklichsten Frau der Welt“, flüstert sie. „Schenk mir unser Kind, Schatz.“ Ihre Stimme zittert leicht. Ich kann nicht sagen, ob vor Aufregung, Hoffnung oder Angst, dass es auch diesmal nicht klappt.
Doch eines weiß ich: Ja, ich will dich zur Mutter machen, Liebling. Meine Hände finden ihre beide Ballons, nicht hastig, sondern mit einer Entschlossenheit, die aus all den widersprüchlichen Gefühlen in mir herausbricht. „Ja Spiel mit ihnen. Zeig mir das ich immer noch die Frau bin, in der du dich verliebt hast. Das ich für dich nach all den Jahren nicht weniger sexy bin“ stöhnt sie auf, als sie meine warmen Hände auf der Haut ihrer Brüste fühlt. Ich sehe sie an und spüre, wie sehr sie diese Bestätigung braucht. „Du bist die schönste und begehrenswerteste Frau der Welt, Liebling. Sollte ich dir je Anlass gegeben haben, daran zu zweifeln, dann glaube mir: Es gibt keine andere für mich.“
Susie nimmt meine Worte mit sichtbarer Erleichterung auf. Für einen Moment liegt zwischen uns nur Wärme, Verlangen und dieses zerbrechliche Vertrauen, das ich nicht verlieren will. Dann verändert sie ihre Haltung, als wolle sie mir ohne weitere Erklärungen zeigen, wie sehr sie diesen Augenblick sucht. „Dann komm … komm und fick mich. Mein kleiner Freund …“ kurz gleitet ihr Blick zwischen uns. „… kann es doch schon nicht mehr erwarten. Das konnte ich fühlen. Ich brauche dich jetzt.“ Dabei begibt sie sich auf alle Viere.
Oh, nichts lieber als das. Ich richte mich auf und begebe mich hinter sie. Susie sieht über ihre Schulter zu mir, voller Erwartung winkt sie mir dabei leicht mit dem Hintern zu. Eine Hand lege ich auf ihren Hintern, die andere dirigiert meinen Schwanz in die richtige Position. „Jahaaaa füll mich wieder aus“ keucht Susie als ihre Möse sich wieder über mich schiebt. „Ich liebe dich“, sage ich, ganz in ihr steckend. „Ich liebe dich dafür, dass du dieses Kind mit mir willst“ keucht Susie. Ich starte einen ruhigen Rhythmus, als wollte ich den Moment nicht überstürzen.
Eine Weile lässt Susie diese Behutsamkeit zu. Doch ihre Ungeduld wächst, getragen von Hoffnung, Sehnsucht und dem Wunsch, heute Mutter zu werden. „Hör auf zu spielen Schatz. Fick mich … fick mir den Verstand raus … und den Bauch voll“, stöhnt sie drängend. Beginnt damit mir ihren Hintern entgegen zu bocken. Ich gebe ihrem Wunsch nach, und der Raum füllt sich mit Atem, Wärme und dem leisen Geräusch wie Haut auf Haut klatscht. Gott was macht das Wissen, das wir heute besonders große Chancen haben nur aus ihr. So geil, ja fast schon notgeil, habe ich sie nur selten während unserer ganzen Zeit erlebt. Susie verliert sich immer mehr in diesem Moment, bis sie schließlich nachgibt, ihr Gesicht ins Kissen sinken lässt und ihren Orgasmus in einem überwältigen Laut hinein brüllt. Ihre Möse krampft um meinen Schwanz herum. Gibt mir das Gefühl in einem Schraubstock gefangen zu sein. Während alles um ihm herum zu vibrieren scheint.
Nach einer Weile dreht Susie sich wieder zu mir um. Ihre Augen schimmern, und in ihrem Blick liegt nicht nur Verlangen, sondern auch diese stille Hoffnung, die mich fast mehr berührt als alles andere. „Das war gut, Schatz …“, sagt sie leise. Ihre Hand gleitet zu ihrem Bauch. „… doch noch habe ich nichts in mir, der meinen Bauch aufkeimen lässt.“ Alles klar auf zu nächsten Runde.
Wortlos gleite ich nun über und zwischen ihre gespreizten Beine. Fühle ihre Hitze erneut meinen Schwanz umhüllen. Susie hält meinen Blick fest, und ihre Worte werden zu kleinen Bitten zwischen Atem und Nähe: fick mich – oder - mach mich glücklich – bums mich in den Himmel. Susie war schon immer direkt, aber so? Weshalb ich nun Vollgas gebe. Schließlich spüre ich, wie auch in mir alles auf diesen einen Wunsch zuläuft. „Gott Liebling, ich komme …. Jetzt“ stöhne ich hervor, während ich meinen Saft des Lebens, tief in sie hineinpumpe. „Ja komm … spritz … Gott jaa … ja ich fühl es … Oh Gott, das muss es sein“ stöhnt Susie überschwänglich. Sich windend und unter mir zuckend. Da sie selbst einen weiteren Orgasmus erlebt.
Erschöpft lasse ich mich auf sie sinken und spüre ihren rasenden Herzschlag dicht an meinem. Dann legen sich ihre Arme um meinen Nacken, und ich höre sie leise schluchzen. „Ich liebe dich, Schatz. Ich liebe dich so sehr.“ Ihre Umarmung wird fester, fast so, als müsse sie diese Worte mit jeder Bewegung bestätigen. Für einen Moment glaube ich ihr vollkommen. Vielleicht hat Egon gelogen. Vielleicht wollte er nur sich selbst schützen. Niemand kann jemanden so sehr lieben und ihn zugleich so hintergehen.
Ein paar Sekunden später gibt Susie mich wieder frei, und ich lege mich neben sie. „Ich liebe dich“, sage ich leise, „und ich kann nur hoffen, dass ich deinen Wunsch gerade erfüllen konnte.“ Ich blicke in ihre verschleierten Augen. „Ich liebe dich auch“, antwortet sie, „und daran wird sich nie etwas ändern. Selbst wenn es auch heute nicht geklappt haben sollte …“ Ihre Hand legt sich auf ihren Bauch und streicht sanft darüber. „Aber ich kann es nicht erklären. Irgendwie habe ich ein gutes Gefühl.“ Glücklich rückt sie näher an mich heran und schmiegt sich in meinen Arm. So bleiben wir noch eine Weile liegen, in dieser stillen Zweisamkeit, die vielleicht bald zu einer Dreisamkeit werden könnte.
Zur selben Zeit in der Küche
Magrit steht am Kühlschrank, als Lissy neben sie tritt. Durch das gekippte Fenster fällt weiches Morgenlicht in die Küche, und der Duft von frischen Brötchen, Kaffee und kalter Butter liegt in der Luft. „Kann ich dir helfen?“, fragt sie ruhig. „Das ist nett, Lissy“, antwortet Magrit und reicht ihr Butter und Aufschnitt. Lächelnd stellt Lissy beides auf den Frühstückstisch. Das leise Klirren von Tellern und Besteck begleitet ihre Bewegungen. „Tut gut, oder?“, wendet sie sich wieder an die Schwiegermutter ihrer Tochter. „Meinst du den Urlaub? Der tut immer gut“, erwidert Magrit. Lissy lacht kurz. „Stimmt. Ich meinte eher die momentane Ruhe. Sie ist wie die Ruhe vor dem Sturm.“ Nun muss auch Magrit lachen. „Da hast du recht. Lass sie uns genießen. Lange wird sie nicht anhalten.“ Verschwörerisch sehen die beiden einander an und decken weiter den Frühstückstisch.
Magrit sollte recht behalten. Keine fünf Minuten später füllt sich der Raum mit Leben. Schritte nähern sich über den Flur, Stühle scharren über den Boden, und Bennos Stimme, die ihres Mannes, mischt sich mit Franks, Lissys Mann, sowie den Stimmen von Egon und Jenna, während alle am Tisch Platz nehmen. Das helle Morgenlicht lässt die Küche plötzlich noch voller wirken.
„Gibst du mir bitte die Butter?“, fragt Egon Lissy, bei der sie gerade steht. „Aber gern“, antwortet sie und reicht sie ihm.
„Was für ein wunderschöner Tag“, sagt Magrit und beißt in ihr Brötchen.
„Da hast du recht, Mama. Nur werden ihn offenbar nicht alle genießen“, sagt Egon. „Wieso denn nicht?“, hakt seine Mutter nach. „Weil zwei von uns wohl eine lange Nacht hatten und deshalb den Morgen verschlafen.“
„Du meinst wohl eher eine anstrengende Nacht, mein Sohn“, mischt sich Benno ein. „Zumindest hoffe ich das. Es wird Zeit, dass hier kleine Kinderfüßchen herumtapsen.“ „Ach ja, das wäre schön“, stimmt Magrit ihm sofort zu. „Oder werdet ihr …“ Benno sieht erst seinen Sohn, dann seine Schwiegertochter an. „… uns alle überraschen und uns noch vor den beiden zu glücklichen Großeltern machen?“
„Nun mal nicht so schnell. Die beiden haben noch Zeit“, sagt Frank und beißt in sein Brot.
„Was heißt Zeit? Wir waren, genau wie ihr, in ihrem Alter, als wir Eltern wurden. Das nötige Wissen sollte also vorhanden sein“, meint Benno mit einem leichten Grinsen zu Frank. „Schatz, bitte“, protestiert Magrit, offenbar bemüht, das Thema zu beenden. „Was denn, Schatz? Wir sind alle alt genug und außerdem verheiratet. Da darf man das ansprechen. Oder bekommt ihr beim Thema Sex etwa noch rote Ohren?“ Diesmal lässt er den Blick durch die ganze Runde schweifen.
„Ganz bestimmt nicht, lieber Schwiegerpaps. Mein Mann, also dein Sohn, weiß sehr genau, wo der Frosch die Locken hat. Oder besser ausgedrückt wie eine Muschi geleckt und gefickt werden muss.“ höre ich, während ich die Tür zur Küche öffne. Was geht denn hier ab? Seit wann reden wir so offen über Sex? Was ist das bloß für ein Urlaub dieses Jahr?
„Ah, schaut mal, wen es da aus dem Bett getrieben hat. Jenna hat uns gerade erzählt, dass Egon wohl ziemlich gut im Bett ist. Und wie ist es mit dir, Susie? Bist du mit den Qualitäten unseres anderen Sohnes ebenfalls zufrieden?“, begrüßt uns mein Vater. Meine Mutter weist ihn sofort zurecht. „Benno, Schatz. Das geht uns nun wirklich nichts an.“
Der Blick meines Vaters bleibt auf Susie ruhen. Zwischen Kaffeegeruch und dem leisen Kratzen eines Messers auf einem Brötchen scheint die Luft plötzlich schwerer zu werden. Was für eine Antwort erhoffst du dir? Dass sie sagt, ich sei im Gegensatz zu dir eine Niete im Bett? Wir setzen uns. Angespannte Stille breitet sich im Raum aus. Selbst Frank und Lissy scheinen auf die Antwort meiner Frau zu warten. Wie Geier kreisen sie über dieser Antwort, bereit, sich auf sie zu stürzen und sie zu verschlingen.
„Na komm, Susie. Als Mitgefangene dieser Familie – oder ebenfalls eingeheiratete Busenschwester – kannst du ruhig die Wahrheit sagen“, wendet sich Jenna an sie und zwinkert verschwörerisch. Susies Blick wandert von einem zum nächsten, bis er schließlich bei mir hängen bleibt. „Ich liebe meinen Mann. Und deshalb liebe ich auch das, was er mit mir im Bett anstellt“, sagt sie. Mein Herz schlägt wild, vor Erleichterung und Freude. „Mehr wollten wir doch gar nicht hören“, erwidert Jenna und zwinkert ihr noch einmal zu. Okay, damit ist das Thema wohl vom Tisch.
„Und warum habt ihr uns dann noch nicht längst zu Großeltern gemacht? Schießt mein Herr Sohn etwa mit Platzpatronen?“, lässt mein Vater nicht locker. Platzpatronen? Könnte es sein, dass meine Schwimmer nicht stark genug sind, um ihr Ziel zu erreichen? „Ich begriff kaum, was ich da hörte. Papa bestimmte, ob sie verhütete. Susie antwortete stockend, ja, sie nehme sie. Theo glaube zwar, dass sie nicht verhüte.“ Wenn diese Erinnerung stimmt, dann weißt du es am besten. Erneut baut sich Anspannung in mir auf. Nun sitze ausgerechnet ich am gespanntesten da und warte auf ihre Antwort.
„Ich bin mir sicher, dass es weder an Theo noch an mir liegt. Unsere Zeit dafür war einfach noch nicht reif“, antwortet Susie und sieht meinen Vater direkt an. Dieser Blick. Dauert er nicht länger als nötig? Dann wendet sie sich Jenna zu. „Und wie ist es bei euch? Also in Bezug auf Kinderwunsch, meine ich.“
„Egon hatte im letzten Jahr ziemlich viel um die Ohren und musste öfter außer Haus arbeiten. Deshalb blieb uns weniger Zeit, uns um die Kinderplanung zu kümmern – zumindest weniger, als mir lieb gewesen wäre“, erklärt Jenna in die Runde. Interessante Formulierung, kleine Schwägerin. Das mit deiner Mutter als „außer Haus arbeiten“ zu bezeichnen. Vorsichtig lasse ich meinen Blick durch die Runde gleiten.
„Also so geht das nicht, Egon. Seine Frau vernachlässigt man nicht. Sonst kommen Frauen am Ende noch auf dumme Gedanken oder geraten auf Abwege“, tadelt mein Vater meinen Bruder. Sofort sehe ich zu Susie. Gab es Zeiten, in denen ich vielleicht nicht genug für sie da war? Hat das zur Affäre mit meinem Dad geführt? Oder ist es ein riesiger Zufall, dass er das gerade sagt und damit, ohne es zu wissen, Egons Lüge stützt? Susie bemerkt meinen Blick und lächelt mir sanft zu. Ich lächle zurück und spüre, wie meine Sinne sich schärfen. Ich versuche, jeden Blick und jede Geste wahrzunehmen. Alles zu analysieren.
Mama steht auf, nimmt ihren Teller und stellt ihn auf die Arbeitsfläche neben der Spüle. Das Porzellan klackt leise auf der Platte. Frank tut es ihr gleich. Als er sich neben sie stellt, berühren sich ihre Hände, etwas länger wie nötig? Verdammt, Junge, beruhige dich. Jetzt beginnst du schon, Affären zu erfinden – oder sie finden zu wollen. Frank sagt etwas zu Mama. Wegen des Stimmengewirrs am Tisch und der Entfernung verstehe ich nicht, was. Es muss etwas Lustiges sein, denn Mama lacht und sieht ihn direkt an. Das Sonnenlicht, das durch das Fenster fällt, zeichnet helle Streifen auf ihre Gesichter. Dieser Blick, genau wie eben bei Dad und Susie. So lang, so intensiv sollte er doch nicht sein. Schluss damit, Theo. Mach es nicht schlimmer, als es vielleicht schon ist. Mama ist Dad auf jeden Fall treu und versteht sich einfach nur gut mit Frank.
Nach und nach beenden alle das Frühstück. Draußen liegt ein warmer, sonniger Tag über dem Garten; durch die offene Tür dringen der Geruch von Gras, Erde und aufgeheizten Steinplatten herein. Also beschließen alle, den Tag auf den Liegen oder im Pool zu verbringen. Kurz darauf ziehen sie sich um. Alle Frauen außer Magrit erscheinen in Bikinis im Garten. Magrit trägt einen Badeanzug, die Männer nur Badehosen.
Bis auf Mama und Frank gehen wir alle direkt in den Pool. Das Wasser ist herrlich erfrischend und riecht leicht nach Chlor. Sonnenlicht bricht sich auf der Oberfläche und tanzt in hellen Flecken über die Fliesen. Da der Pool nur knapp zehn Meter lang und fünf Meter breit ist, kommt man sich bei sechs Personen zwangsläufig in die Quere. Für mich wird es dadurch schwerer zu unterscheiden, ob eine Berührung beabsichtigt oder zufällig ist. Gut, Kopf ausschalten und einfach das kühle Wasser genießen. Der Kopf läuft ohnehin schon zu heiß. Kaum habe ich den Gedanken gefasst, tauche ich unter. Das Rauschen des Wassers verschluckt für einen Moment alle Stimmen. Ich versuche, mein überhitztes Haupt abzukühlen und das Gehörte wenigstens kurz zu vergessen.
„Du, Lissy, dein Mann flirtet gerade mit mir“, ruft Mama plötzlich von ihrer Liege. Sofort richten sich alle Blicke auf sie und Frank, der sich auf die Liege neben ihr gesetzt hat. „So? Schatz, was muss ich da hören? Appetit holen und so? Aber doch nicht in der Familie, oder?“ In Lissys Stimme schwingt ein Unterton mit, der eher Vertrauen als Eifersucht verrät. Als wüsste sie genau, dass er ihr nicht fremdgeht und es auch nicht vorhat. „Soll ich dir sagen, was dein Mann zu mir gesagt hat?“, hakt Mama nach. „Gerne. Das würde mich sehr interessieren. Zumal ich dann erfahre, ob mein Schatz das Flirten noch draufhat“, höre ich Lissy lachen und kann es kaum fassen. „Er meinte, ich würde von uns vieren als Einzige eindeutig zu viel Stoff am Leib tragen.“
Einen Moment lang ist alles still. Nur ein leichter Wind streicht über den Pool, kräuselt die Wasseroberfläche und trägt den Duft von Sonnencreme herüber, während wir gespannt auf Lissys Reaktion warten. Dann löst sich die Spannung. „Da hat er allerdings recht. Du bist die Einzige mit Badeanzug. Dabei brauchst du dich wirklich nicht zu verstecken.“ Diesmal antwortet Mama nicht sofort. „Das ist lieb, aber so jung bin ich nun auch nicht mehr. Mein Körper erst recht nicht.“ „Unsinn, Magrit. Außerdem sind wir hier unter uns“, erwidert Lissy lachend. „Ich glaube kaum, dass dir hier jemand was wegschaut oder sich über die eine oder andere Falte lustig macht.“ „Du meinst also, in unserer Runde wäre das okay?“, fragt Mama. Ungläubig verfolge ich das Gespräch. „Ja, genau das meine ich“, bestätigt Lissy.
Mama erhebt sich. Dann bin ich mal gespannt, wie weit sie diesen Scherz treiben will. „Ich habe aber ein Problem. Ich besitze keinen Bikini mehr.“ Während sie spricht, löst sie den Badeanzug so weit, dass klar wird: Sie nimmt Lissys Bemerkung ernster, als ich erwartet hätte. Oh, Oben Ohne, Mama. Nicht schlecht. Da bin ich ehrlich, das hätte ich jetzt nicht von dir erwartet. Aber du kannst es immer noch tun. Mein Kompliment ist still aber ehrlich gemeint. Die Stimmung kippt nicht, bleibt aber auf eine Weise ausgelassen, die mich zugleich amüsiert und verunsichert. Zu meiner Überraschung behält meine Mutter den Badeanzug nicht wie ein Bikinihöschen an. Als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, schiebt sie den Stoff weiter hinunter, bis er zu Boden fällt und sie aus ihm heraustritt. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder lieber wegsehen soll.
„Wow, nahtlose Bräune“, ruft Jenna neben mir und lacht. Kurz darauf folgt sie meiner Mutter und schon fliegt ihr Oberteil auf den Rasen am Rand des Pools. Ich träume. Das alles kann nur ein Traum sein. Oder haben alle einen Hitzeschlag bekommen? Ich versuche, einen lockeren Spruch zu machen, doch er klingt unbeholfener, als beabsichtigt. „Na nahtlos ist das aber nicht.“ Jenna dreht den Kopf zu mir, ihr Blick bleibt einen Moment zu lange an mir hängen. „Keine Sorge …“, sagt sie lachend. „… du bekommst schon noch deine Gelegenheit, zum Spannen. Mein Höschen folgt wenn ich aus dem Wasser steige. Dann kannst du dir die süße Pussy deiner kleinen Schwägerin bestimmt mal genauer anschauen. Kleiner Perversling von Schwager.“ Trotz der Kälte des Wasser, habe ich das Gefühl das es mir Heiß den Rücken hinabläuft. „So, so war das doch …“ beginne ich zu stammeln und suche hilfesuchend Susies Blick. Diese lacht nur und zuckt mit den Schultern, während ihr Oberteil sich zu dem von Jenna gesellt. „Gleiches Recht für alle“, sagt sie, als wäre das die normalste Sache der Welt. „Apropos gleiches Recht“, ruft Jenna, „wie sieht es denn bei den Herren aus? Mit nahtloser Bräune?“
„Da hat Jenna nicht ganz unrecht“, ruft Mama. „Wenn wir schon blankziehen, dürfen die Herren ruhig auch Haut zeigen.“ Haut zeigen, Mama? Aus mehreren Richtungen ertönt Gelächter, dazu ein spielerisches Klatschen und Rufen. Dad steigt aus dem Pool, tut so, als müsse er sich erst in Szene setzen, und verbeugt sich übertrieben theatralisch. Der Garten füllt sich mit Gegröle. Frank steht inzwischen zwischen den Liegen, ebenfalls nackt. Wenn Mama wollte, bräuchte sie nur mit dem Mund zu schnappen, so dicht hängt sein Schwanz fast vor ihrem Gesicht. Egon und ich sehen uns an. Er zuckt nur mit den Schultern und zieht sich unter Wasser seine Hose aus. Ich bleibe vorerst im Wasser und frage mich, wann genau dieser Tag die Kontrolle verloren hat.
Jenna, wo ist Jenna eigentlich hin? Das Ganze hat mich offenbar mehr abgelenkt, als ich dachte. Plötzlich steht sie hinter mir und hält mir triumphierend ein nasses Stück Stoff vor die Nase. „Damit du siehst, dass ich halte was ich sage“ sagt sie provokant. Ihre Nähe bringt mich aus dem Konzept, mehr noch als ihre Worte. Denn sie schiebt sich so dicht an mich, das ich fühle wie sich ihre Titten an meinen Rücken schmiegen. Auch wenn Jenna zwar mehr in mein Ohr flüstert, kann ich erkennen das Susie das winken mit ihrem Höschen, vor meinem Gesicht, nicht entgeht. Ich spüre, wie mir eine Antwort im Hals stecken bleibt.
Das alles kann doch gar nicht sein. Wieder suche ich Susies Blick. Schmunzelt sie etwa? Als könnte sie meine Gedanken lesen, verzieht sie die Lippen zu einem beruhigenden Lächeln. Ich bilde mir ein, darin ein „Alles gut“ zu erkennen. Aber wie kann alles gut sein? Merkt denn keiner, dass hier heute irgendetwas vollkommen aus dem Ruder läuft? Gleichzeitig wirkt niemand beunruhigt. Im Gegenteil: Die anderen scheinen diese seltsame Leichtigkeit geradezu zu genießen. Ich dagegen bin vollkommen überfordert.
Mittlerweile bin ich allein im Pool. Alle anderen haben sich zu den Liegen begeben und machen es sich dort gemütlich. Die gewohnte Pärchen Ordnung stellt sich wieder her: meine Eltern, dann Egon und Jenna, daneben Susie, eine freie Liege, schließlich Frank und Lissy. Anscheinend beruhigt sich alles wieder. Oder habe ich überreagiert? Ich versuche, mich zu sammeln. Doch genau in diesem Moment winkelt Jenna scheinbar zufällig die Beine etwas an und wirft mir einen Blick zu, der alles andere als zufällig wirkt. Schenkt sie mir gerade Bewusst einen Blick auf ihre, wie sagte sie Pussy? Verschämt wende ich mich ab, schwimme noch ein paar Bahnen und verlasse schließlich den Pool. Statt zu den Liegen zu gehen, gehe ich ein Stück weiter in den Garten, dorthin, wo meine Eltern eine Bank aufgestellt haben, um die Aussicht zu genießen. Kann das wirklich sein, das Jenna gerade absichtlich ihre schönen Beinen gespreizt hat. Damit ich sie mir anschauen konnte?
Auf der Bank sitzend atme ich erst einmal tief ein und aus. Hier hinten ist es ruhiger. Aus der Ferne dringen nur gedämpftes Lachen und das Summen einzelner Insekten zu mir herüber. Die Luft riecht nach warmem Holz und trockenem Gras. Ich muss das alles erst einmal für mich sortieren. Habe ich das diese Nacht geträumt? Zwischen Jenna und Egon ist nichts an Spannung zu erkennen. Das würde auch bedeuten, dass Susie nichts mit Dad hat oder Egon mit Lissy. Gut, ich will das so …
Ein Geräusch hinter mir reißt mich aus meinen Gedanken. Vorsichtig tritt Jenna an die Bank. „Darf ich mich zu dir setzen?“ Mit einem Kopfnicken gebe ich ihr meine Zustimmung. „Danke, Theo. Was ist mit dir los? Ich hatte dich eigentlich viel lockerer in Erinnerung“, sagt sie mit ruhiger Stimme. „Keine Ahnung. Heute ist einfach ein komischer Tag.“ Jenna sieht mich direkt an. „Warum? Niemand tut hier etwas, was er nicht will. Du bist doch das beste Beispiel dafür.“ „Das stimmt zwar, aber du hast trotzdem …“ Ich breche ab, weil mir selbst nicht klar ist, wie ich den Satz beenden soll.
Jenna grinst. Auf ihrer Haut glitzern kleine Wassertropfen im Licht, während hinter uns das leise Klatschen des Pools gegen den Beckenrand zu hören ist. „Ich habe dich nur ein bisschen provoziert“, gesteht sie. Dieses Luder hat es bewusst getan! „Soll das heißen …“ Weiter komme ich nicht, denn Jenna legt mir einen Finger auf die Lippen. „Alles gut. Das bleibt zwischen uns beiden. Ich glaube nicht, dass irgendwer sonst mitbekommen hat, das ich mein Versprechen aus dem Pool, das du meine kleine Schnecke dir mal anschauen darfst erfüllt habe.“ Sie lacht leise. „Ich gehe besser zurück, bevor uns noch jemand ein Tête-à-Tête andichtet.“ Damit erhebt sie sich und geht. Wie soll das alles weitergehen? Sollen wir morgen einfach so tun, als wäre nichts gewesen? Schweigend bleibe ich auf der Bank sitzen und starre auf das glitzernde Wasser des Sees, der knapp einen Kilometer entfernt liegt. Kurz drehe ich den Kopf nach hinten. Jennas Hintern ist der absolute Blickfang für mich. Knackig-Rund geformt und zweimal habe ich den Eindruck, während des Schrittes ihre Muschi erkennen zu können.
Ich stehe auf und gehe bis ans Ende des Gartens. Durch ein kleines Türchen verlasse ich ihn und trete auf die Wiese, die zwischen Haus und See liegt. Das Gras kitzelt kühl und weich unter meinen nackten Füßen. Hinter mir verklingen die Stimmen aus dem Garten, werden mit jedem Schritt leiser, bis nur noch gedämpftes Lachen und fernes Wasserplätschern übrig bleiben. Vor mir raschelt der Wind durch die Halme. Im Moment will ich einfach nur allein sein. Ganz allein, ohne dass sich wieder jemand zu mir gesellt.
Die Einsamkeit und Ruhe tun gut. Der See kommt näher und schimmert zwischen den Bäumen hindurch, als würde er mich locken. Aus dem Schilf dringt ein leises Rascheln, irgendwo platscht etwas ins Wasser, und über der Oberfläche sirren Insekten in der warmen Luft. Soll ich noch eine Runde schwimmen? Einfach mal so, ohne irgendwelche Überraschungen? Doch ich entscheide mich dagegen und folge weiter dem Weg.
Irgendwo zwitschern Vögel in den Ästen der Bäume. Blätter rauschen leise, eine Amsel schimpft kurz auf, dann übernimmt wieder das gleichmäßige Zirpen der Grillen. Am Ufer schwappt das Wasser sanft gegen Steine und Wurzeln. Normalität, wie wohltuend sich diese doch anfühlen kann. Mit jedem Schritt wird mir das deutlicher. Weil der See in knapp einer Stunde umrundet ist und ich mir noch ein wenig mehr von dieser Normalität bewahren will, verlangsame ich meine Schritte.
Auf einmal kommen mir zwei junge Frauen, schätzungsweise Anfang zwanzig entgegen. Gegen mich scheinen die beiden in ihren dünnen Summerkleidern fast Overdresst. Zehn Meter sind wir noch ungefähr voneinander entfernt, als ich höre wie die eine zur anderen sagt: hm, nicht schlecht oder was meinst du?
Gut ich sehe nicht schlecht aus. Aber das ich eine solche Wirkung auf so viel jüngere Frauen noch habe, hätte ich nicht mehr erwartet. Aber natürlich schmeichelt es mir. Mit einem leichten Kopfnicken Grüße ich die beiden im Vorbeigehen.
„Hallo“, spricht mich eine der jungen Frauen an. „Hätten wir vielleicht eine Chance? Uns ist gerade nach ein bisschen Abwechslung.“ Abwechslung? Meine innere Stimme meldet sich sofort und nicht gerade hilfreich zu Wort. Stell dich nicht dümmer an, als du bist. Ich brauche einen Moment, um zu begreifen, dass die beiden tatsächlich mit mir flirten und ohne Umschweife fragen, ob ich sie ficken will. „Wir wären auch wirklich dankbar und entgegenkommend …“, sagt ihre Freundin und deutet mit einem kurzen Blick auf meine Hand, „… falls der Ring an Ihrem Finger das zulässt.“
Chancen bei mir? Natürlich hättet ihr diese, wenn ich Frei wäre. Oder habe ich nicht das Recht darauf? Vielleicht, aber dafür müsste ich wissen ob Egons Geschichte wahr ist. „Ich fühle mich sehr geschmeichelt ….“, antworte ich den beiden. „… aber dieser Ring ist ein Versprechen. Eines, dass ich nicht einfach brechen kann.“ Die Enttäuschung in ihren Gesichtern ist nicht zu übersehen, doch sie wirkt eher verspielt als verletzt. „Das ist zwar nicht das, was wir hören wollten“, beginnt die erste. Ihre Freundin legt ihr die Hand auf den Arm. „Aber es ist auch schön. Es zeigt, dass es noch Männer gibt, die Treue ernst nehmen.“ Ihr Blick wandert wieder zu mir. „Falls Sie es sich doch anders überlegen: Wir sind noch etwas über eine Woche hier. Ein Stück weiter führt ein kleiner Weg zu unserem Zelt.“ „Vielen Dank für das Angebot“, sage ich und lächle vorsichtig. „Man soll schließlich niemals nie sagen.“
Ich muss zugeben, dass mir dieses kurze Gespräch guttut. Nicht, weil ich vorhabe, das Angebot anzunehmen, sondern weil es mir zeigt, dass ich noch wahrgenommen werde. Mit diesem widersprüchlichen, aber unerwartet angenehmen Gefühl schlendere ich weiter und erreiche den erwähnten Weg, welcher zu einem fast Versteckten Zelt führt. Okay hier kann ich euch finden. Wenn ich euch finden will. Ein breites Grinsen legt sich auf mein Gesicht und weicht erst wieder als ich das Türchen zu unserem Garten erreiche.
ENDE der Leseprobe und ersten Episode
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