Den Arsch verwettet… (fm:Partnertausch, 3896 Wörter) | ||
| Autor: Romjul2 | ||
| Veröffentlicht: Jul 30 2026 | Gesehen / Gelesen: 1217 / 1059 [87%] | Bewertung Geschichte: 9.32 (22 Stimmen) |
| Unter Freunden den Arsch zu verwetten kann manchmal erregende Folgen haben… | ||
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Es war ein lauer Sommerabend Ende Juli. Anna und Thomas, beide Mitte vierzig, standen vor der Haustür von Petra und Markus. Die beiden Paare kannten sich seit ewigen Zeiten. Anna und Petra waren schon im Kindergarten unzertrennlich gewesen, hatten zusammen die Schule durchlaufen, die Ausbildung, die ersten Wohnungen, die Hochzeiten und die Kinder. Die Männer waren irgendwann dazugekommen und hatten sich ebenfalls angefreundet, ohne je die enge Freundschaft der Frauen zu stören.
Petra öffnete die Tür. Sie war etwas voller geworden über die Jahre, weiche Rundungen an Hüften und Taille, aber sie hatte diese selbstverständliche, warme Ausstrahlung, die den Raum sofort füllte. Anna, schlanker und normal weiblich gebaut für ihr Alter, mit klaren Schultern und einer schmalen Taille, lachte und ließ sich in die herzliche Umarmung ziehen. „Endlich seid ihr da! Kommt rein, Markus hat schon den Grill angefeuert und den Wein geöffnet.“
Die Männer wirkten beide unauffällig normal: Thomas etwas größer und schlanker, Markus ein Stück breiter in den Schultern, beide mit dem typischen, unspektakulären Erscheinungsbild von Männern Mitte vierzig, die weder besonders trainiert noch vernachlässigt aussahen.
Im Wohnzimmer und auf der großen Terrasse herrschte die typische, unkomplizierte Stimmung, die sich nur einstellt, wenn man sich wirklich lange kennt. Niemand musste sich verstellen. Die Gespräche sprangen von den Kindern (beide Paare hatten Teenager) zu den neuesten Bürogeschichten, zu gemeinsamen Urlaubserinnerungen und zurück. Markus grillte Steaks und Gemüse, Thomas half mit dem Salat, die Frauen deckten den Tisch und lachten über alte Klassenfotos, die Petra irgendwo hervorgekramt hatte.
Der Abend zog sich behaglich hin. Es wurde gegessen, getrunken, geredet. Irgendwann, als die Teller leer waren und der zweite Rotwein kreiste, kam das Gespräch auf Filme. Es begann harmlos mit „Hast du den neuen Film von… schon gesehen?“ und murmelte sich dann in echtes Fachsimpeln hinein. Wer hatte welchen Regisseur wann entdeckt, welche Soundtrack-Entscheidung genial oder furchtbar war, welche Schauspielerin in den letzten Jahren überraschend gut geworden war.
Irgendwann sagte Markus, während er sich zurücklehnte und sein Glas drehte: „Apropos Schauspielerinnen – ich hab neulich wieder über Jennifer Aniston nachgedacht. Die Frau hat ja eine absurde Filmografie. Aber mal ehrlich: Weiß jemand von euch, in welchem Film sie 2002 die Rolle der Justine Last gespielt hat? Die verheiratete Frau, die in dem kleinen Laden anfängt und dann… na ja, die Geschichte mit dem jungen Typen.“
Anna setzte ihr Glas ab. Sofort. Ohne zu zögern. „The Good Girl. Ganz klar. Mit Jake Gyllenhaal. 2002. Sie spielt die Frau aus der Provinz, die im Kaufhaus jobbt und sich in den jüngeren Kollegen verliebt. Regie Miguel Arteta.“
Markus schüttelte langsam den Kopf. „Nee. Warte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht stimmt. Ich glaub, das war ein anderer Film. Irgendein Independent-Ding, aber nicht The Good Girl. The Good Girl war doch… irgendwas mit John C. Reilly, oder?“
Anna lachte kurz, aber es war kein unsicheres Lachen. „Markus, ich hab den Film mindestens dreimal gesehen. Einmal im Kino, zweimal später. Es ist The Good Girl. Justine Last. Kaufhaus. Jake Gyllenhaal als Holden. John C. Reilly ist der Ehemann. Hundertprozentig.“
Markus blieb dabei. „Ich wettere, dass du dich irrst. Ich hab das irgendwo gelesen oder gehört – vielleicht war es ‚The Object of My Affection‘ oder so was Ähnliches aus der Zeit. Oder ‚Picture Perfect‘. Aber Justine Last… das klingt mir nicht nach The Good Girl.“
Die Diskussion zog sich ein paar Minuten hin. Petra mischte sich ein, konnte sich aber auch nicht mehr genau erinnern. Thomas zuckte mit den Schultern und sagte, er kenne den Film sowieso nicht. Anna wurde immer bestimmter. Sie zählte Details auf: die Szene im Auto, die Kassen, den Regenschauer, den Schluss. Markus widersprach beharrlich, aber freundlich, mit dem typischen Grinsen eines Mannes, der sich nicht so leicht geschlagen geben will.
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