Mittleres Management Teil2 (fm:Ehebruch, 3589 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Cerar | ||
| Veröffentlicht: Aug 14 2026 | Gesehen / Gelesen: 171 / 146 [85%] | Bewertung Teil: 9.00 (2 Stimmen) |
| Semiaralltag mit Überraschungen. | ||
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Der nächste Morgen begann für Elke mit einer handfesten Überraschung. Sie war pünktlich um 7:30 Uhr aufgestanden, hatte sich geduscht, angezogen und geschminkt, um dann gegen 8:45 Uhr zum Frühstücksbüffet zu gehen, was übrigens sowohl für das Auge wie auch für den hungrigen Magen ein echtes Highlight darstellte. Dann hatte sie noch einmal kurz ihr Zimmer aufgesucht, das Make-up ein wenig gerichtet und die Kleidung, ein schwarzer, nicht allzu kurzer Rock mit einer weißen, ziemlich hochgeschlossenen Bluse und den Blazer vom Vorabend darüber, überprüft; so war sie im Seminarraum aufgeschlagen. Der Raum relativ groß und mit bequem gepolsterten Stühlen, in Reihen à 7 ausgestattet. Vorne befand sich eine etwa 50 cm hohe Bühne, auf der mittig ein Rednerpult stand. Da es keine festgelegte Sitzordnung gab, wählte Elke sich einen noch freien Platz in der zweiten Reihe aus. Etwas später, es war bereits kurz vor 10:00 Uhr, kurz vor Veranstaltungsbeginn, schaute sie sich einmal um, doch sie kannte bzw. erkannte keinen der anderen Teilnehmer, auch nicht Eric, den Holländer von gestern Abend.
Um Punkt 10:00 wurden die Türen geschlossen und ein Mann um die 50 in dunkelblauem Anzug betrat das Podium. Er begrüßte die Teilnehmer und erklärte ihnen kurz den Ablauf des heutigen Tages, anschließend würden sie in Gruppen zu je 10 Personen aufgeteilt, die dann je nach Thematik, von einem der Teamleiter unterrichtet werden, wobei ein Lehrer auch jeweils eine der Gruppen als verantwortlicher Teamleiter zu betreuen hat. Diese betraten nun nach und nach die Bühne und wurden vom Veranstalter vorgestellt, sowie die Namen derer, die in die jeweilige Gruppe gehören.
Elke staunte nicht schlecht, als ihr Tischnachbar vom Vorabend, Erik van der Dyke, gleich als erster aufgerufen wurde und obendrein als der fachliche Leiter aller Gruppen bezeichnet wurde. Und, als ob das alles noch nicht genug wäre, wurde ausgerechnet sie als Mitglied in seiner Gruppe aufgerufen.
Sie war viel zu perplex, um die Situation in ihrer vollen Tragweite zu überschauen und saß minutenlang regungslos auf ihrem Platz, während auch die anderen Teamleiter vorgestellt wurden und die Teilnehmer ihren Gruppen zugeordnet wurden.
In ihrem Kopf spielten sich die unterschiedlichsten Szenarien ab. War es für sie gut oder schlecht, dass sie diesen Mann bereits gestern Abend kennengelernt hatte? War er vielleicht nachtragend ob ihres Verhaltens? Verlachte er sie insgeheim? War sie für ihn eine kleine, dumme, hinterwäldnerische Landpomeranze? Sollte sie unter diesen Umständen überhaupt das Seminar fortsetzen?
Die Entscheidung wurde ihr abgenommen. Eric kam vom Podium herunter und ging zu ihrem Platz. „Hallo Elke! Ich freue mich, dich in alter Frische wieder zu sehen. Und viel mehr noch: dass du in meiner Gruppe bist. Komm, wir müssen zu den anderen. Schließlich wollen wir doch alle früh fertig werden und pünktlich zum Mittagessen kommen. Das ist nämlich hervorragend hier.“
Elke war erleichtert. Eric schien wirklich erfreut, sie zu sehen. Sie musste also nicht befürchten, dass er sie zu ihrem Nachteil für ihr Verhalten quasi abstrafen würde. Sie folgte ihm in den Seminarraum und die erste Sitzung begann.
Als erstes wurden alle Teilnehmer von Eric aufgefordert, sich untereinander zu duzen und, wenn es nicht ausdrücklich angesagt wird, englisch zu sprechen. Das war für Elke kein Problem. Sie beherrschte Englisch sehr gut, und nur bei einigen Fachausdrücken musste sie nachfragen. Prompt bekam sie denn auch nach einigen Minuten ein anerkennendes Lob von Eric.
Nachdem alle Teilnehmer sich und ihren Tätigkeitsbereich ausführlich vorgestellt hatten, begann Eric mit dem Schulungsprogramm. Als erstes stand Weisungsbefugnis auf dem Programm, also die zukünftige neue Position in der Führungsstruktur des Konzerns. Dann war es bereits Mittag.
Als Elke im Restaurant erschien, musste sie enttäuscht feststellen, dass Eric bereits an einem voll besetzten Tisch saß und sich dort angeregt mit drei anderen, weiblichen Kolleginnen unterhielt. Sie prüfte sich selbst: hatte sie etwa insgeheim gehofft, Eric habe nur darauf gewartet, sie an seinen Tisch zu bitten? War sie vielleicht sogar
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