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Untreue - ein Remake zur Geschichte „Affaire“ von Marina572 (fm:Ehebruch, 1350 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Aug 19 2026 Gesehen / Gelesen: 197 / 146 [74%] Bewertung Teil: 9.29 (7 Stimmen)
Teil 3

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Da sie außer einem Kaffee Nichts wollte konnten sie sofort loslegen. Sie saßen sich wieder, wie bei ihrer ersten Aussprache lehrbuchmäßig gegenüber. Marina begann: „Voraussetzung einer Lösung ist absolute Ehrlichkeit und keine Tabus. Alles kommt zur Sprache. Siehst du das auch so?“ Sven nickte und fragte: „Darf ich anfangen?“ Als Marina nickte, suchte er Augenkontakt und fragte: „Warum hast du abgebrochen?“ „Ich hatte nie vor mit einem fremden Mann Sex zu haben“, antwortet sie, dabei hielt sie seinem Blick mühelos stand. „Habe ich richtig gehört, du wolltest nie Fremdbumsen?“ „Richtig ich wurde von dir auf diese Spur gesetzt und dann auf dieser Spur gehalten. Du hast nie wirklich hinterfragt ob ich das will.“ Sven schüttelte ungläubig den Kopf. Als Marina dann fragte: „Warum sollte ich Fremdbumsen?“ „Du wolltest Gleichziehen und dabei hast du unglaubliches gesagt“, kam empört zurück. „DAS stimmt nicht! Ich habe einen „angemessenen Ausgleich“ gefordert. Du hast dann sofort Fremdbumsen vorgeschlagen“, verbesserte sie ihn. „Ich gebe zu, ich habe zu Anfang zwei schwere Fehler gemacht. Ich habe gesagt, dass ich dich nicht mehr liebe und mit Scheidung gedroht. Allerdings ich war in einem Ausnahmezustand und unkontrolliert, dann fallen schnell voreilige Worte. Als ich dann deine Forderung, nur dein Bettzeug ins Gästezimmer zu bringen, akzeptierte war die Scheidung schon negiert.“ Sven konnte ihrem Blick nicht mehr standhalten. Er senkte den Kopf: „Deine Worte, ich liebe dich nicht mehr, verschwinde, versetzten mich in Panik. Ich sollte dich, das Wertvollste in meinem Leben verlieren. Diese Möglichkeit hob mich in einen Ausnahmezustand. Ich verlor meine Rationalität. In meinem Kopf war nur eins: Sie darf nicht gehen. Ich würde und will immer noch alles tun, um dich zu behalten.“ „DAS hättest du mir sagen müssen“, konterte sie. „Das habe ich versucht, aber du hast alles abgeblockt.“ „Das stimmt, aber ist dir klar warum ich das tat?“ fragte sie leicht aufgebracht. „Weil du es nicht wolltest, du wolltest mich leiden sehen“, kam verbissen zurück. „Falsch! Ich konnte deinen Bemühungen, deinen Worten, nicht glauben. Du wolltest, wie du eben wieder bestätigt hast, „das Wertvollste“ was du besitzt von einem Fremden benutzen lassen. Ob ich das wollte war dir egal. Hauptsache deine Schuld ist getilgt. Und DAS hat mich schwerer verletzt, wie dein Fremdgehen. Deshalb wurde ich immer zorniger und versuchte dich zu verletzen. Allerdings bot ich dir immer an es zu beenden. Du hättest nur sagen müssen ich will es nicht und ich hätte es sofort mit Freuden beendet!“ redete sich Marina in Wut. Wenn jetzt ein Mediator dabei gewesen wäre, hätte der sofort bemerkt, dass der gesamte Vorgang durch Denkfehler, nicht überdachten Worten, nicht richtig zuhören, Angst und Irrtum entstanden ist.

Marina merkte als Erste, dass sie so nicht an irgendein Ziel kommen. Sie provozierte Blickkontakt und sagte: „Dieses Labyrinth aus Missverständnissen und falschen Zuweisungen ist nicht mehr zu entwirren. Wir müssen einen anderen, für beide passenden Weg finden. Hast du eine Idee?“ „Ich bin mit allem zufrieden, was eine Trennung verhindert“, sagte Sven. „Nun eine Trennung möchte ich auch nicht unbedingt. Aber einen Neuanfang, den sehe ich als unausweichlich“, kam von ihr bestimmt zurück. „Dieser Neuanfang braucht ein tragfähiges Fundament. Bleibt die Frage: Ist das vorhanden“, fragte Marina. „Ich liebe dich, das steht unerschütterlich fest“, sagte Sven. „Tief im Inneren liebe ich dich auch noch, nur ist das genug für dich und für mich?“ lächelte Marina. „Wir lassen uns Zeit und versuchen das ganz vorsichtig herauszufinden“, schlug Sven vor, Marina schaute ihn nachdenklich an: „Wir haben uns in all den Jahren unseres Zusammenlebens gemeinsam viel aufgebaut. Uns verbindet sehr viel. Auch Liebe ist noch vorhanden. Ich denke alles Zusammen begründet, dass wir einen Neuanfang versuchen. Ob und wann du das Gästezimmer wieder verlässt, schauen wir mal, was die nächsten Tage bringen. Kannst du damit leben?“ „Ja, das ist viel mehr als ich erwartet habe“, strahlt Sven glücklich. Was aus ihnen wurde, ob es geklappt hat, DAS ist eine andere Geschichte.



Teil 3 von 3 Teilen.
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