Es ist nicht alles Gold, was glänzt. (fm:Sonstige, 702 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Lamda74 | ||
| Veröffentlicht: Aug 24 2026 | Gesehen / Gelesen: 293 / 0 [0%] | Bewertung Teil: 9.50 (2 Stimmen) |
| Teil 4 | ||
Ersties, authentischer amateur Sex
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Als er bei Pia schellte war innerlich angespannt. Nach DEM Telefonat herrschte „Funkstille“. Er konnte nicht einschätzen wie der Empfang ausfallen wird. Der Türöffner summte und da stand sie. Sie sah heute besonders gut aus – und sie lächelte, zurückhaltend zwar, aber das Lächeln erreicht auch ihre Augen. Er entspannte sich etwas und sie gaben sich ein Begrüßungsküsschen. Als er begann: „Pia das Tele…“, legte sie ihm einen Zeigefinger auf die Lippen und schüttelte sachte den Kopf: „Gib mir die Brötchen, zieh die Jacke aus und komm frühstücken.“ Sie frühstückten fast gänzlich ohne Worte. Sie hatten zwar oft liebevollen Blickkontakt, aber die gesamte Stimmung war irgendwie „kompliziert“. Danach gingen sie mit einer Tasse Kaffee ins Wohnzimmer. Pia setzte sich wie immer aufs Sofa. Jens blieb stehen und als er dann fragte: „Soll ich dich in die Arme nehmen, oder möchtest du mich dabei anschauen?“, bekam Pias Fassade leichte Risse, „das Gefasste“ machte einer tiefen Unsicherheit Platz. Dann sagte sie leise: „Ich möchte dir dabei in die Augen schauen.“ Jens setzte sich ihr gegenüber in den Sessel und schaute sie traurig an: „Pia, es ist zwar schlimm, aber es ist nicht das Ende. Mir wurde vom Blutspendedienst mitgeteilt, dass ich HIV-positiv bin.“ Pia brauchte 5 Sekunden bis sie das Gehörte erfasst und begriffen hat. Ihre Gesichtszüge erstarrten, sie wurde schneeweiß, sie riss die Augen auf. Dann hob sie eine geballte Faust vor die Lippen, wie um einen Schrei zu stoppen. So saß sie sekundenlang versteinert, dann schüttelte sie langsam den Kopf und flüsterte erstickt: „Nein…nein…bitte…bitte…nicht.“ Jens sprang sofort auf und nahm sie in den Arm und wiegte sie langsam. Pia begann leise zu weinen und so saßen sie eine ganze Weile in inniger Umarmung auf dem Sofa.
Langsam beruhigte sich Pia. Sie lösten die innige Umarmung und Pia lehnte ihren Kopf an seine Schulter. „Und nun, wie geht es weiter“? fragte sich leise. „Ich werde lernen damit zu leben und wenn du bei mir bleibst, werden wir gemeinsam lernen damit zu leben“, antwortete Jens. Pia erstarrte, richtete sich dann energisch auf und funkelte ihn aufgebracht an: „Was meinst mit – wenn du bei mir bleibst – spinnst du! Ich liebe dich, ich werde dich wegen so „ein-bisschen-positiv“ nicht verlassen. Was denkst du von mir?“ „Pia ich liebe dich auch und würde, wenn es andersrum wäre, genau wie du handeln. Aber es ist ein sehr großzügiges „Geschenk“, dass du mir machst“ antwortete Jens ernst. „Ok DAS haben wir ja jetzt geklärt“, kam ärgerlich zurück.
Nach einem kurzem Augenblick fragte Pia dann: „Wie geht es weiter? Sollten wir nicht klären, wer dich wo infiziert hat?“ „Das habe ich schon versucht, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen“, war seine Antwort. „Ok, das ist ja zunächst auch unerheblich. Viel wichtiger ist, was ist mit uns, mit unserem Zusammenleben, mit unseren Zukunftsplänen?“ wollte Pia wissen. „Nun zunächst müssen wir beide einen sicheren HIV-Test machen um Klarheit zu haben, wer das Virus in sich trägt. Das machen wir sofort am Montag“, sagte Jens. „Wir wissen, dass du es hast, wie geht unser Zusammenleben weiter, wenn es dabei bleibt?“ wollte Pia wissen. „Nun für dich würde sich kaum etwas ändern“, erklärte Jens. „Dein Alltag wird sich nicht verändern. Eine Ansteckung im Alltagsleben ist ausgeschossen. Auch in einem gemeinsamen Haushalt ist alles unkritisch. Des Weiteren übertragen auch Speichel, Schweiß oder Tränen kein HIV. Nur beim Sex müssten Maßnahmen ergriffen werden“, erläuterte Jens weiter. „Was ist mit unserem Kinderwunsch“, fragte Pia. „Mein Sperma wird aufgereinigt und gewaschen und ist dann Virenfrei. So bearbeitet kann es dann zur künstlichen Befruchtung verwendet werden“, erklärte er. „Zudem die Medizin hat riesige Fortschritte gemacht. Durch moderne Medikamente kann das Virus, bei erfolgreicher Behandlung, unter die Nachweisgrenze gedrückt werden. Die Krankheit wird durch die Behandlung gestoppt, so dass ich eine normale Lebenserwartung habe. Du siehst, es ist eine schwere Krankheit, die aber behandelbar ist und dadurch ein fast normales Leben möglich bleibt. Allerdings das Virus ist für den Rest meines Lebens in meinem Körper“, fuhr er fort. Pias beruhigte sich zusehends, je mehr sie über die Krankheit erfuhr, umso zuversichtlicher wurde sie. Schließlich sagte sie: „Jens wir schaffen das, so ein bisschen HIV kann unserem Leben, unserer Liebe, nichts anhaben.“ Und so gingen sie am Montag zu einem sichern HIV-Test.
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