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Süßes Geheimnis nach Feierabend (fm:Selbstbefriedigung, 3095 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Aug 29 2026 Gesehen / Gelesen: 179 / 143 [80%] Bewertung Teil: 10.00 (2 Stimmen)
Svenja kommt erschöpft nach Hause, duscht, denkt an Jens’ letztes Spiel und holt ihr Geschenk. Sie bekommt ihr benötigte Entspannung und macht eine völlig neue Erfahrung…Viel Spaß beim lesen.

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© Jenssvenja Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Svenja starrte auf den Bildschirm und hasste jeden einzelnen Pixel darauf. Der Tag hatte um halb acht mit einer Teams-Besprechung begonnen, die eigentlich zwanzig Minuten dauern sollte und sich über eineinhalb Stunden hinzog. Danach der Anruf einer unzufriedenen Kundin, die ihre eigene Unfähigkeit als Versäumnis der Firma verkaufte. Dann die Mail von der Geschäftsleitung mit der freundlichen Bitte, den Monatsbericht „möglichst noch heute“ fertigzustellen. Als ob sie nichts anderes zu tun hätte.

Um halb elf schmerzte ihr der Nacken. Um zwölf hatte sie den dritten Kaffee getrunken und immer noch kein richtiges Mittagessen gehabt – nur einen trockenen Müsliriegel, den sie zwischen zwei Excel-Tabellen in sich hineingeschoben hatte. Die Kollegin aus dem Nachbarbüro kam dreimal herein, um „kurz“ etwas zu klären, und jedes Mal blieb sie länger als nötig. Der Drucker hakte. Das System stürzte einmal ab. Und gegen vier Uhr nachmittags stellte jemand fest, dass die Zahlen vom Vormonat fehlerhaft waren und dringend korrigiert werden mussten.

Svenja spürte, wie sich die Anspannung in ihren Schultern festsetzte, wie ein unsichtbarer Ring um ihren Kopf. Ihre Augen brannten. Der Bildschirm flackerte in dem künstlichen Bürolicht, und draußen war es schon dunkel, obwohl der Winter noch Monate entfernt war. Sie hasste diese Tage. Die Tage, an denen die Arbeit sie auffraß und nichts übrig ließ außer Erschöpfung und dem dumpfen Wunsch, einfach nur nach Hause zu kommen und niemanden mehr sehen zu müssen.

Als sie endlich den Computer herunterfuhr, war es kurz nach sieben. Die anderen waren längst weg. Das Großraumbüro lag still und unfreundlich im restlichen Neonlicht. Svenja packte ihre Tasche, zog den Mantel über die Bluse, die sich den ganzen Tag an ihre Haut geklebt hatte, und verließ das Gebäude. Draußen schlug ihr die kühle Abendluft entgegen. Sie atmete tief ein, doch die Erleichterung blieb aus. Der Weg zum Auto fühlte sich länger an als sonst. Die Parkplatzbeleuchtung flackerte. Irgendwo quietschte ein Reifen.

Der Heimweg war der übliche Stau. Rote Ampeln. Ein Bus, der sich vor sie setzte und bei jeder Haltestelle ewig brauchte. Svenja trommelte mit den Fingern auf dem Lenkrad, drehte das Radio an, drehte es wieder aus. In ihrem Kopf kreisten noch die Zahlen, die Mails, die Stimme der Kundin. An Jens dachte sie kaum. Nur kurz, ganz am Rande: Hoffentlich ist er später da. Dann war der Gedanke schon wieder weg, verdrängt von der nächsten roten Ampel und dem dumpfen Druck hinter den Augen.

Als sie endlich in die Einfahrt bog und den Motor abstellte, saß sie noch einen Moment still. Die Hände am Lenkrad. Der Kopf an die Kopfstütze gelehnt. Einfach nur atmen. Dann stieg sie aus, schloss das Auto ab und ging zur Haustür. Der Schlüssel fand das Schloss im zweiten Versuch. Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss, und für einen Moment stand sie einfach nur im Flur und genoss die Stille.

Zuhause.

Sie stellte die Tasche ab, zog die Schuhe aus und blieb barfuß auf dem kühlen Boden stehen. Die Wohnung roch nach nichts Besonderem – nach dem Tag, den sie hinter sich gelassen hatte. Svenja ging ins Wohnzimmer, griff zum Lautsprecher und schaltete die Playlist ein, die sie für genau solche Abende hatte. Leise, instrumentale Musik. Kein Text, keine Stimmen. Nur warme, fließende Klänge, die sich in den Raum legten wie eine Decke.

Sie ging ins Schlafzimmer, zog die Bluse aus, den Rock, den BH, der den ganzen Tag eingeschnitten hatte. Stattdessen griff sie zu der alten, weichen Jogginghose und dem übergroßen Hoodie, den Jens ihr vor zwei Jahren geschenkt hatte. Der Stoff war ausgewaschen und angenehm auf der Haut. Sie band die Haare zu einem lockeren Knoten, wusch sich im Bad kurz das Gesicht und betrachtete sich im Spiegel. Blass. Müde. Die Augen leicht gerötet. „Reicht“, murmelte sie zu sich selbst.

Zurück im Wohnzimmer begann sie aufzuräumen. Nicht gründlich, nicht perfekt – nur genug, damit die Unordnung nicht weiter auf ihr lastete. Die Tasse von gestern in die Spülmaschine. Die Decke auf dem Sofa zurechtgezogen. Ein paar Briefe vom Esstisch genommen und auf den Sideboard gelegt. Die Schuhe im Flur gerade gerückt. Jede kleine Handlung war ein bewusster Schritt weg vom Büro, weg von den Zahlen, weg von der Anspannung. Die Musik spielte weiter. Svenja atmete tiefer.

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