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Das Leben hat seine eigene Art, Entscheidungen zu treffen (fm:Sonstige, 5147 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Sep 01 2026 Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen)
Verlust und seine Folgen

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Jonas

Totenstille. In Elviras Augen sah ich Schreck und absolutes Entsetzen. Dann wandte sie sich dem Mann zu. „Ja, ich komme gleich“, stammelte sie. „Ich spreche gerade mit Jonas. Warte bitte draußen.“

Elvira

Gut gelaunt sah ich meinen Mann auf dem Bildschirm. Als ich ihm dann leider mitteilte, dass es mir sehr leidtäte, ich nicht am Freitag nach Hause kommen könne, sah ich, wie sein Gesicht erstarrte, sein Blick wurde leer. In diesem Moment war Thomas hereingekommen und sagte etwas von Pizza, Wein und Küche. Und Thomas trug nur den Bademantel, den ich ihm gegeben hatte.

Da wurde mir plötzlich klar, was hier gerade geschah und wie das aussehen musste. Ich wandte mich Thomas zu und schickte ihn hinaus. Als ich wieder auf den Bildschirm sah, war dieser dunkel.

Jonas hatte aufgelegt.

Hektisch versuchte ich die Verbindung wieder herzustellen, keine Antwort. Ich griff nach meinem Handy, rief ihn an, auch hier nichts. Als ich gerade dabei war, ihm eine WhatsApp zu schicken, bekam ich von ihm die Nachricht, die mir den Atem raubte.

„Auch eine Art, Gespräche zu führen. Na, wenn es dich weiterbringt, will ich deiner Karriere nicht weiter im Weg stehen. Mach dir keinen Stress, lass dich genüsslich ficken. Zeit hast du genug, ich erwarte dich hier nicht mehr.“

Ich glaube, ich habe minutenlang auf diese Nachricht gestarrt und sie immer und immer wieder gelesen. Konnte, wollte nicht glauben, was Jonas da geschrieben hatte. Erst war ich wie paralysiert, dann fassungslos und schließlich nur noch wütend. Und aus dieser Wut heraus schrieb ich ihm zurück.

„Na schön, wenn du unbedingt davon ausgehst, dass ich hier fremdficke, dann soll es so sein. Also werde ich meinen Spaß haben.“

Thomas und Sabine hörten mich weinen, steckten den Kopf zur Tür herein und fragten: „Alles in Ordnung?“ Nachdem ich ihnen alles erzählt und Jonas’ Nachricht sowie meine Antwort gezeigt hatte, sahen sie mich fassungslos an.

„Sag mal, hast du sie noch alle?“, kam es von Thomas. „Zieh dich sofort an, pack deine Sachen und fahr nach Hause. An seiner Stelle hätte ich die Situation vermutlich auch falsch verstanden. Seine Antwort war hart – aber deine? Was sollte das? Bist du verrückt? Los, ich melde dich für morgen krank, und du bringst das gefälligst wieder in Ordnung.“

Keine halbe Stunde später saß ich im Wagen Richtung Heimat. Meine Gedanken kreisten nur um Jonas, meinen Mann, und darum, wie die Situation für ihn gewirkt haben musste. Was dachte er jetzt wohl? Und dann meine Antwort auf seine Nachricht – um Gottes willen. Plötzlich durchzuckte mich ein weiterer Gedanke, der mich nicht mehr los ließ: Was, wenn er mir nicht glaubte, sondern nur dem Anschein vertraute?

Jede Minute dieser Fahrt war unerträglich.

Als ich mitten in der Nacht ankam, hatte ich schon beim Aufschließen eine düstere Vorahnung. Ich rief nach ihm, schaltete überall das Licht ein – Schlafzimmer, Wohnzimmer, nichts. Dann kam ich in die Küche und da saß er, im Dunkeln, still, regungslos.

Jonas

Bum. Tja, jetzt war es also so weit. Irgendwie hatte ich es kommen sehen. So konnte es ja auf Dauer nicht funktionieren. Meine Nachricht an sie war nur das, was ich hatte kommen sehen. Sie ließ sich fremdficken und ihre Antwort bestätigte mir das nur noch. Ich saß noch eine Weile regungslos da und starrte auf den dunklen Bildschirm. Meine Welt war zerbrochen.

Elvira versuchte, mich zu erreichen – per Skype, Handy, WhatsApp. Ich

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