Wie eine Entscheidung das Leben lenkt (fm:Romantisch, 1638 Wörter) | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 02 2026 | Gesehen / Gelesen: 2021 / 1697 [84%] | Bewertung Geschichte: 9.14 (36 Stimmen) |
| Monika und Peter sind ein Ehepaar, die ein fast schon langweiliges Leben führen | ||
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inhalieren und sie zu "bearbeiten", wie er es scherzhaft nannte.
Monika genoss die Blicke der jüngeren Männer am Beckenrand, doch sie waren ihr egal. In ihrem Kopf war nur Platz für Peter. Bis zu diesem einen Moment. "Monika? Monika! Sag mal, bist du das wirklich?"
Die Stimme schnitt durch das monotone Rauschen des Wassers. Monika hielt am Beckenrand inne, wischte sich das Wasser aus den Augen und sah hoch. Dort stand ein Mann. Er trug eine teure Designer-Badehose, sein Bauch war etwas runder geworden, aber das Gesicht... das Gesicht kannte sie. Ralf.
Eine Reise in die Vergangenheit
In einer Sekunde schrumpfte die Zeit zusammen. Monika war nicht mehr die 52-jährige Mutter und Ehefrau. Sie war wieder 17. Sie stand auf dem Schulhof, das Herz klopfte ihr bis zum Hals, wenn Ralf vorbeiging. Ralf war die "große Liebe" der Oberstufe gewesen - oder das, was man mit 17 dafür hielt. Er war der Star des Basketballteams, ein Draufgänger, ein Sprücheklopfer.
"Ralf?", rief sie zurück, ihre Stimme klang kühler, als sie sich fühlte. "Was machst du denn hier?"
Sie stieg aus dem Becken. Ralf nutzte die Gelegenheit schamlos aus. Sein Blick glitt langsam, fast schon unverschämt, über ihren nassen Körper. Er blieb an ihren Brüsten hängen, die sich unter dem Badeanzug deutlich abzeichneten, und wanderte weiter über ihre Hüften.
"Mensch, Monika... du hast dich ja kaum verändert. Wahnsinn", sagte er und grinste breit.
Monika wollte ihm förmlich die Hand geben, eine Geste der Distanz. Doch Ralf war schon immer jemand gewesen, der Grenzen ignorierte. Er überging ihre Hand und zog sie in eine enge Umarmung. Sein Körper fühlte sich fremd an, zu weich, zu fordernd. Er drückte sie fest an sich, und Monika spürte eine unangenehme Vertrautheit. Ralf roch nach einem schweren Aftershave, das sich mit dem Chlor vermischte.
Das verborgene Geheimnis
Während Ralf auf sie einredete - davon, wie erfolgreich er im Immobiliengeschäft sei und dass er gerade erst wieder in die Stadt gezogen war - rasten Monikas Gedanken.
Sie hatte Peter alles erzählt. Wirklich alles. Von ihren Affären vor ihrer Zeit, von ihren Ängsten, von jedem Detail ihrer Träume. Außer von Ralf. Nicht, weil es so bedeutend war, sondern weil es ihr peinlich war. Ralf war eine "Plaudertasche" gewesen, ein Angeber, der in der Oberstufe jedem erzählte, wen er flachgelegt hatte.
Und da war diese eine Nacht. Ein Schulparkplatz, die Fenster des Autos beschlagen. Sie waren jung, sie waren heiß aufeinander. Es war nie zum richtigen Sex gekommen, weil Monika damals noch nicht bereit war. Aber sie hatte es ihm mit der Hand besorgt. Sie erinnerte sich noch genau an das Gefühl, an seine Arroganz danach - und an die schiere Größe seines Glieds, die sie damals fast erschreckt hatte. Danach hatte sie ihn einfach sitzen lassen. Sie war gegangen, weil sie merkte, dass er sie nur als Trophäe sah. Er war sauer gewesen, hatte sie vor seinen Freunden schlechtgemacht.
Dieses Detail hatte sie Peter verschwiegen. Es schien nie wichtig genug. Doch jetzt, wo Ralf vor ihr stand, spürte sie eine Gefahr.
Die Falle schnappt zu
"Wir müssen unbedingt einen Kaffee trinken gehen, Monika", sagte Ralf und hielt sie noch immer an den Oberarmen fest. "Komm, ich fahr dich nach Hause. Dann kann ich auch gleich mal sehen, wer der Glückliche ist, der dich abgekriegt hat." Ein eiskalter Schauer lief Monika über den Rücken. Nein. Niemals darf er Peter treffen. Sie kannte Ralf. Er würde keine fünf Minuten brauchen, um eine anzügliche Bemerkung zu machen. Er würde von damals anfangen, er würde Peter gegenüber den "Überlegenen" spielen. Peter, der so ehrlich und aufrichtig war, würde Ralfs Prahlerei nicht verstehen. Und wenn Ralf erst einmal anfing zu erzählen...
Monika merkte, dass sie Ralf nicht so einfach loswerden würde. Er war wie ein Terrier, der sich in ein Bein verbissen hatte. Er wollte Bestätigung. Er wollte sehen, was aus dem Mädchen geworden war, das ihn damals stehengelassen hatte. In seinen Augen blitzte etwas Räuberisches auf. Ralf war damals gekränkt worden, und Monika spürte, dass er diese alte Rechnung noch immer offen hatte. Er sah in ihr nicht die alte Schulfreundin, sondern eine Eroberung, die ihm noch fehlte.
"Heute passt es nicht mit dem Nachhausefahren", sagte sie schnell, ihre Kung-Fu-Disziplin half ihr, die Panik in ihrer Stimme zu verbergen. "Aber... lass uns morgen einen Kaffee trinken. In der Stadt."
Sie wusste, es war ein Fehler. Aber es war der einzige Weg, ihn von ihrer Haustür, von ihrem Peter, fernzuhalten.
Ralf grinste. Ein wissendes, triumphierendes Grinsen. "Morgen. Um vier. Ich freu mich drauf, Monika. Wir haben viel nachzuholen."
Monika sah ihm nach, wie er sich mit wiegendem Gang in Richtung Duschen entfernte. Das Wasser an ihrem Körper fühlte sich plötzlich eiskalt an. Sie hatte einen Termin mit einem Geist vereinbart, den sie besser hätte ruhen lassen.
Die Rückkehr nach Hause
Als Monika abends in die Wohnung kam, war Peter bereits da. Er hatte frische Blumen mitgebracht - ein kleiner Gruß, den er oft machte, wenn er einen guten Tag mit vielen Trinkgeldern hatte.
"Hey, mein Schatz", sagte er und zog sie in seine Arme. Er roch nach Taxi, nach Straße und nach dem vertrauten Duft von Peters Haut. "Wie war das Schwimmen?"
Monika schmiegte sich an ihn. Sie liebte diesen Mann mehr als alles andere. Sein Gesicht war gezeichnet von ehrlicher Arbeit, seine Augen strahlten eine Ruhe aus, die Ralf niemals besitzen würde.
"Gut", log sie leise. "Anstrengend, aber gut."
Peter strich ihr über den Rücken und seine Hand wanderte tiefer, suchte die Wärme ihres Körpers. Doch Monika war heute nicht ganz bei der Sache. Der Schatten von Ralf stand wie eine unsichtbare Wand zwischen ihnen. Sie wusste, dass sie Peter morgen belügen müsste, um zu diesem Treffen zu gehen. Und das war ein Gefühl, das sie in 25 Jahren Ehe noch nie gehabt hatte.
Sie sah Peter an, der gerade davon erzählte, dass sie am Wochenende vielleicht mal wieder ins Theater gehen könnten - ein neues Stück im Ohnsorg-Theater. Sie nickte, lächelte, aber in ihrem Kopf hallten die Worte von Ralf nach. Der Krieg zwischen ihrer glücklichen Gegenwart und der schmutzigen Vergangenheit hatte gerade erst begonnen.
*** Fortsetzung folgt ***
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