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An Sandras Seite (Teil 04): Entscheidungen (fm:Cuckold, 5198 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Feb 01 2026 Gesehen / Gelesen: 2148 / 1766 [82%] Bewertung Teil: 9.39 (28 Stimmen)
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Dies ist die Fortsetzung der Geschichte: "An Sandras Seite (Teil 03): Geschäftsreise“

Überlegungen

„Sag mal…“, begann ich zögernd, „wie denkst denn du eigentlich – also ganz ehrlich – darüber? Und… was du in meiner Sammlung gesehen hast.“

Sandra wandte sich mir zu, legte den Kopf leicht schräg. Ihre Augen waren wach und klar.

„Du meinst über Cuckolding?“, fragte sie. Kein Lächeln. Kein Lachen. Nur diese ruhige, selbstverständliche Stimme, die mir sagte: Sie hatte sich längst Gedanken gemacht.

Ich nickte. Und sie sah mir einen Moment lang einfach nur ins Gesicht. Dann stellte sie ihr Glas auf den Tisch, und setzte sich mir frontal gegenüber.

„Ich denke“, sagte sie, während sie sich ihre Haare nach hinten strich, „dass es mich mehr beschäftigt hat, als ich mir anfangs eingestehen wollte.“

Sie hielt inne, ließ mich kurz zappeln.

„Die letzten Wochen haben bei mir viel freigelegt. Dinge, die wohl schon lange in mir geschlummert haben. Weißt du, ich war immer das brave Mädchen. Katholisch. Gewissenhaft. Monogam, selbstverständlich. Ich hatte gar keinen Raum, mir Fragen zu stellen. Und erst recht keine, die mit Sex zu tun hatten.“

Ich sah, wie sie sich mit den Händen über die Oberschenkel strich. Fast mechanisch. Sie sprach ruhig, aber da war ein Hauch von Glut unter der Oberfläche.

„Aber Maria… Maria hat mir gezeigt, dass wir Frauen nicht nur dürfen, sondern sollen. Dass wir sexuelle Wesen sind. Nicht weniger als Männer. Im Gegenteil.“

Ich wollte etwas sagen, aber sie hob die Hand. „Lass mich. Ich will dir erklären, was ich meine.“

Ich nickte. Mein Mund war trocken.

„Maria hat mir erklärt, dass Frauen sexuell eine völlig andere Kapazität haben. Dass es eigentlich keine Grenze gibt, außer der, die wir uns selbst setzen. Denk mal drüber nach: Die Welt ist voller Bordelle, in denen Frauen den ganzen Tag von Männern aller Größen und Formen genommen werden. Und nein – das ist keine Perversion, das ist Biologie. Diese Frauen sind nicht außergewöhnlich. Sie zeigen nur, was möglich ist.“

Sie sah mir tief in die Augen. Ihre Stimme war weich, aber bestimmt.

„Im Gegensatz dazu – Männer. Ein Mann ist schnell erschöpft. Reizüberflutet. Zufrieden. Und dann müde. Aber ich… Ich frage mich, wie es wäre, wenn es nicht nach fünf Minuten vorbei ist. Wenn ich nicht immer Rücksicht nehmen muss, weil du vielleicht schon am Ende bist.“

Ich spürte, wie mein Herz zu pochen begann. Es war kein Angriff, aber eine Wahrheit, die ich nicht leugnen konnte.

„Ich hab mir Pornos angeschaut. Ja, deine Sammlung. Aber nicht nur. Ich hab gesucht. Ich wollte wissen. Und weißt du was? Ich war fasziniert. Diese Männer, ihre Körper. So unterschiedlich. Die Stellungen. Die Energie. Manche sanft, manche roh. Ich fragte mich: Wie fühlt sich das an? Was kann ich noch erleben?“

Sie lehnte sich zurück. Ihre Knie berührten meine. Ihre Stimme wurde leiser.

„Ich liebe dich, Andreas. Du bist mein Zuhause. Mein Fels. Mein Anker. Aber ich will wissen, wie es ist, wirklich erfüllt zu sein. Maria hat gesagt: Wenn eine Frau sich entscheidet, ihre Sexualität zu leben, dann darf sie das. Sie muss es sogar. Sonst versteinert etwas in ihr.“

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