Eine Ehe und das Ende (fm:Sonstige, 1482 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jun 09 2026 | Gesehen / Gelesen: 96 / 81 [84%] | Bewertung Teil: 10.00 (1 Stimme) |
| Was macht Peter? Wie reagiert er auf Sabine und Joachim? Für NN: Das Handy von Claudia landete auf dem Bett im Schlafzimmer als sie sich umzog, sie war kurz im Bad, um ihre Handtücher wegzuräumen, da betrat Peter das Schlafzimmer. | ||
![]() Lustagenten: Singles wollen Poppen und Fremdgehen! |
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
Plötzlich hörte er ein dumpfes, heftiges Poltern aus dem Flur. In diesem ersten Augenblick des emotionalen Chaos konnte er das Geräusch überhaupt nicht zuordnen. Er dachte, Claudia hätte vielleicht vor Wut oder Verzweiflung einen Gegenstand umgeworfen. Er schloss die Tasche, atmete noch einmal tief durch, um sich zu wappnen, und ging schließlich aus dem Schlafzimmer, um die Wohnung zu verlassen.
Doch als er den Flur betrat, stockte ihm der Atem. Die Tasche entglitt seinen Fingern und fiel scheppernd zu Boden.
Da lag Claudia. Völlig regungslos, das Gesicht aschfahl, die Augen geschlossen. In einer Millisekunde war Peters gesamte Kälte wie weggewischt. Die Wut, der Stolz, die Eifersucht – all das war mit einem Schlag bedeutungslos.
Die nackte Angst um das Leben seiner Frau überrollte ihn. „Claudia!“, schrie er auf, stürzte zu ihr und ließ sich auf die Knie fallen. Er nahm ihren Kopf in seine Hände und spürte sofort eine warme, feuchte Stelle an ihrer Schläfe. Sie hatte sich den Kopf heftig gestossen, als sie umgefallen war.
Sie atmete nur ganz flach und reagierte auf keinerlei Rütteln oder Ansprechen. Sie war tief ohnmächtig.
Mit zitternden Fingern nestelte Peter sein Handy aus der Tasche und wählte den Notruf. Er verlangte mit brüchiger Stimme die Feuerwehr und bat dringend um einen Krankenwagen. „Meine Frau ist gestürzt, sie ist bewusstlos und blutet am Kopf, bitte beeilen Sie sich!“, rief er in den Hörer.
Während er den Anweisungen der Notrufzentrale folgte, tat er das Einzige, was er in diesem Moment tun konnte: Er legte ihre Beine hoch, um den Kreislauf zu stabilisieren, und hielt ihre Hand. Er drückte sie fest an sich, redete beruhigend auf sie ein, obwohl sie ihn nicht hören konnte, und strich ihr die roten Haare aus dem Gesicht.
In diesen quälenden Minuten des Wartens schossen Peter die Tränen in die Augen. Er sah seine Frau dort liegen, so zerbrechlich, und plötzlich holten ihn seine eigenen Worte wieder ein. Hast du dich heute Abend schon ficken lassen? Gott, wie hatte er nur so grausam sein können?
Die Worte waren zwar angesichts dessen, was er auf dem Video gesehen hatte, aus seiner Sicht nicht falsch gewesen – der Betrug war real und der Schmerz tief –, aber sie waren dennoch unfassbar hart, vielleicht zu hart gewesen. Er machte sich schreckliche Vorwürfe. Hatte er sie mit seiner emotionalen Kälte so sehr in die Enge getrieben, dass ihr Körper einfach kapituliert hatte?
War er schuld daran, dass sie jetzt hier lag? Die Reue fraß sich in seine Gedanken, während er panisch auf ihr Gesicht starrte und auf ein Zeichen von Leben hoffte. Doch Claudia kam einfach nicht zu sich.
Keine fünf Minuten später – für Peter fühlte es sich an wie eine Ewigkeit – ertönte das gellende Martinshorn in der Straße, und kurz darauf klingelte es stürmisch an der Wohnungstür.
Peter sprang auf und öffnete hastig die Tür. Ein Notfallarzt und zwei Sanitäter kamen mit schwerem medizinischem Equipment herein. Sie erfassten die Situation sofort. Der Arzt kniete sich direkt neben Claudia auf den Boden, leuchtete in ihre Pupillen, prüfte den Puls und die Atmung und betastete die Platzwunde am Kopf.
„Sie ist tief im Schockzustand“, stellte der Arzt mit ruhiger, aber bestimmter Stimme fest. Er drehte sich sofort zu den beiden Sanitätern um: „Nehmen Sie sie vorsichtig auf die Trage, wir müssen sie sofort ins Krankenhaus bringen. Keine Zeit verlieren.“ Während die Sanitäter die Trage bereitlegten und Claudia mit geübten Griffen fixierten, nannte der Arzt den Männern im raschen Tonfall verschiedene Medikamente, die ihr über einen bereits gelegten Zugang sofort intravenös verabreicht werden mussten, um den Kreislauf zu stabilisieren und den Schock zu bekämpfen.
Als Claudia schließlich transportbereit versorgt und sicher auf der Trage lag, richtete der Arzt seinen Blick auf Peter. Er sah den Mann an, der zitternd daneben stand, kreidebleich im Gesicht, die Augen voller Tränen und stierer Angst um seine Frau.
„Wie geht es Ihnen?“, fragte der Arzt mit spürbarem Mitgefühl. Peter schüttelte nur den Kopf, unfähig, ein klares Wort herauszubringen. Er hatte einfach nur schreckliche, lähmende Angst um Claudia. Alles andere war in diesem Moment ausgelöscht.
Der Arzt legte ihm kurz eine Hand auf die Schulter. „Sie haben einen Schock erlitten, das ist verständlich. Aber ich kann Ihnen sagen: Ihre erste Hilfe – die Beine hochzulegen und einfach bei ihr zu sein – war in dieser Situation das Beste, was Sie für Ihre Frau tun konnten.
Sie haben instinktiv völlig richtig gehandelt.“ Der Arzt blickte kurz zu den Sanitätern, die die Trage bereits in Richtung Flurausgang schoben, und wandte sich wieder an Peter: „Möchten Sie gleich mit uns im Rettungswagen ins Krankenhaus kommen?“
Peter zögerte keine Sekunde. Er nickte heftig. „Ja. Ja, sofort. Ich lasse sie nicht allein.“
Er schnappte sich nur seinen Schlüssel, ließ die gepackte Tasche mit den Klamotten einfach im Flur stehen und folgte dem medizinischen Team nach draußen. Gemeinsam stiegen sie in den großen Transporter.
Die Türen des Rettungswagens schlugen mit einem lauten Knall zu, das Blaulicht spiegelte sich in den Fensterscheiben der nächtlichen Straße, und mit aufheulender Sirene raste der Wagen los in Richtung Krankenhaus – während Peter im dunklen Innenraum des Transporters saß, Claudias kalte Hand hielt und hoffte, dass es ihr bald wieder besser geht.
*** Fortsetzung folgt ***
| Teil 2 von 2 Teilen. | ||
| vorheriger Teil | alle Teile anzeigen | |
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
Ayse1985 hat 26 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für Ayse1985, inkl. aller Geschichten Email: abacak799@gmail.com | |
|
Ihre Name: |
|