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Auf dem Weg zum höchsten Punkt (fm:Dominanter Mann, 2708 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jun 27 2026 Gesehen / Gelesen: 101 / 65 [64%] Bewertung Teil: 9.50 (2 Stimmen)
Nach frischem Schneefall führt der gemeinsame Aufstieg zum Gipfel nicht nur über den Berg, sondern auch zu innerer Klarheit. Aus stiller Anziehung wird gegenseitiger Respekt. Am Ende gehen beide nicht mehr voraus oder hinterher, sondern denselben Weg.


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im Weg zu stehen.

Vor uns zog sich die Spur durch den unberührten Schnee. Zwei Reihen von Abdrücken. Nebeneinander. Nicht immer gleichmäßig. Nicht immer im selben Rhythmus. Aber immer in dieselbe Richtung. Früher hätte ich ihre Schritte beobachtet. Hätte darauf geachtet, ob ich mithalten konnte. Ob ich den richtigen Weg wählte. Nun bemerkte ich etwas anderes. Ich brauchte keinen Vergleich mehr. Keine Bestätigung. Nur den Mut, meinem eigenen Schritt zu vertrauen.

Irgendwann blieb sie erneut stehen. Diesmal sagte sie nichts. Sie deutete lediglich nach vorne. Der Grat lag direkt vor uns. Dahinter begann das letzte Stück. Der Abschnitt, den man von unten kaum erkennen konnte. Jener Teil des Aufstiegs, der aus der Ferne immer kürzer aussieht, als er tatsächlich ist.

Ich betrachtete den Weg vor uns. Den schmalen Streifen zwischen Himmel und Berg. Früher hätte mich dieser Anblick zögern lassen. Jetzt empfand ich etwas anderes. Eine stille Gewissheit. Nicht weil der Weg einfacher geworden war. Sondern weil ich aufgehört hatte, auf jemanden zu warten, der ihn für mich gehen würde. Zum ersten Mal seit Beginn des Aufstiegs hatte ich das Gefühl, nicht mehr nur zu folgen. Sondern meinen eigenen Platz auf diesem Weg einzunehmen.

Sie trat vor mich. So nah, dass ich die Entschlossenheit in ihren Augen erkennen konnte. „Weißt du“, sagte sie leise, während ihr Blick auf dem Gipfel kurz gerichtet war, „das Interessante am höchsten Punkt ist nicht die Aussicht.“

Ich sah sie an. „Nicht?“

Langsam schüttelte sie den Kopf. Ein herausforderndes Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Nein.“ Der Wind riss an unseren Jacken. „Das Interessante ist, wer den letzten Abschnitt wirklich gehen kann.“

Ich bemerkte den Unterton sofort. „Ist das deine Art zu testen, ob ich umdrehe?“

Ihr Lächeln wurde breiter. „Vielleicht.“

„Und wenn nicht?“

Sie hob eine Augenbraue. „Dann überrascht du mich.“

Für einen Moment sagte ich nichts. Dann trat ich an ihr vorbei und setzte meinen Fuß in die Spur, die zum Grat hinaufführte. Nicht hastig. Nicht demonstrativ. Einfach mit der Selbstverständlichkeit einer Entscheidung, die bereits gefallen war. Hinter mir blieb es still. Als ich mich umdrehte, stand sie noch immer dort. Zum ersten Mal wirkte sie nicht vollkommen souverän. „Kommst du?“, fragte ich ruhig.

Etwas flackerte in ihrem Blick auf. Überraschung. Neugier. Vielleicht auch die Erkenntnis, dass ihr kleines Spiel eine Antwort bekommen hatte. Sie schloss rasch zu mir auf. „Du bist heute ungewöhnlich entschlossen.“

„Vielleicht habe ich beschlossen, nicht mehr jede Herausforderung anzunehmen, die andere mir stellen.“

Sie musterte mich einen Moment. „Und was machst du stattdessen?“

Ich sah zum Grat hinauf. „Meinen eigenen Weg gehen.“

Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Lippen. „Klingt nach einer bequemen Antwort.“

Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Eher nach einer ehrlichen.“ Der Wind peitschte über den Grat und ließ den Schnee über die Oberfläche tanzen. „Wer immer nur auf die Herausforderungen anderer reagiert, läuft ihnen hinterher“, sagte ich schließlich. „Irgendwann muss man anfangen, eigene Ziele zu setzen.“

Sie hielt meinem Blick stand. „Und was für Ziele wären das?“

Ich wandte den Blick kurz zum Gipfel. „Die, die einem etwas abverlangen. Die einen zwingen, größer zu werden, als man gestern war.“

Für einen Augenblick sagte sie nichts. „Also Herausforderungen?“

„Ja“, antwortete ich ruhig. „Aber nicht nur für mich. Für uns.“

Zum ersten Mal wirkte sie überrascht. „Für uns?“

Ich nickte. „Jeder kann einen Weg gehen, den jemand anderes vorgibt. Interessant wird es erst, wenn man gemeinsam entscheidet, wie weit man gehen will.“

Keiner von uns sprach. Doch plötzlich fühlte sich der Gipfel nicht mehr wie ein Ziel an. Sondern wie der Anfang von etwas Neuem.

Für einen weiteren Augenblick trafen sich unsere Blicke. Länger als zuvor. Sie hatte geglaubt, die Richtung bestimmen zu müssen. Nun schien sie sich zu fragen, wohin der Weg führte, wenn ich ebenfalls begann, Entscheidungen zu treffen. Oder prüfen, ob ich meiner eigenen Entschlossenheit wirklich vertraute. Wir hielten den Blick des anderen stand. Ich sagte nichts. Zum ersten Mal hatte ich nicht das Bedürfnis, den Moment mit Worten zu füllen.

Ein schwaches Lächeln erschien auf ihren Lippen. „Du hast dich verändert.“

Ich erwiderte das Lächeln kaum merklich. „Vielleicht.“ Ich trat einen halben Schritt näher, nicht zufällig.

„Vielleicht?“

„Vielleicht habe ich einfach aufgehört, vor mir selbst zurückzuweichen.“

Etwas in ihrem Blick begann zu leuchten. Eine unsichtbare Spannung lag plötzlich zwischen uns. Fein wie ein Draht. Und doch deutlich genug, um jeden Augenblick mit neuer Intensität aufzuladen. Der Abstand zwischen uns war plötzlich kaum noch vorhanden. Ich hob eine Hand und strich ihr eine vom Wind gelöste Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie wich leicht zurück und ich hielt sie an ihrer Hand fest, um ihre Aufmerksamkeit wieder zurück auf mich zu lenken.

Sie sah auf unsere Hände. Dann wieder zu mir. Ein fragendes Lächeln lag auf ihren Lippen. „Was ist?“

Ich ließ ihren Blick nicht los. „Die ganze Zeit hast du Fragen gestellt.“

Eine Augenbraue hob sich. „Und?“

„Und die ganze Zeit hast du entschieden, wann du sie stellst.“

Für einen Moment sagte sie nichts. „Stört dich das?“

„Nein.“ Ich schüttelte den Kopf. „Aber ich glaube, du bist es gewohnt, die Richtung vorzugeben.“

Jetzt lächelte sie. „Vielleicht.“

„Dann habe ich eine Frage für dich.“

Neugier blitzte in ihren Augen auf. „Ich höre.“

Ich deutete auf den letzten Abschnitt des Weges. Auf die Spur, die sich über den Grat bis zum Gipfel zog. „Du redest immer davon, weiterzugehen.“

Sie folgte meinem Blick. „Ja.“

„Aber bist du auch bereit, dich führen zu lassen?“

Das Lächeln verschwand nicht. Doch zum ersten Mal fühlte sie sich herausgefordert. „Das kommt darauf an, von wem.“ Sie sah mich an, diesmal ohne diese alte Versuchung, den nächsten Satz als Herausforderung zu verkleiden. „Und jetzt?“

Ich ließ den Blick kurz über den Grat gleiten, dann zurück zu ihr. „Jetzt gehen wir weiter.“ Nicht als Frage. Nicht als Angebot. Als Richtung. Sie nickte. Kein Spiel mehr dazwischen. Keine Gegenfrage. Nur ein stilles Einverständnis, das schwerer wog als jede Herausforderung zuvor.

Ich setzte mich in Bewegung. Nicht um sie zu führen, sondern weil es nichts mehr gab, das uns hielt. Hinter mir hörte ich ihre Schritte. Klar. Gleichmäßig. Im Rhythmus des Windes. Sie folgte nicht, weil sie musste. Und ich ging nicht voraus, um sie mitzuziehen. Es war derselbe Schritt geworden.

Der Grat lag offen vor uns. Schmal. Klar. Unerbittlich. Und zum ersten Mal fühlte sich der Weg nicht wie eine Prüfung an, sondern wie etwas, das bereits entschieden war. Ohne ein weiteres Wort stiegen wir weiter auf. Dem höchsten Punkt entgegen.

Ein schwaches Lächeln erschien auf ihren Lippen.„Du hast dich verändert.“

Ich ließ den Blick kurz auf ihr ruhen. Länger als zuvor.„Vielleicht.“

„Vielleicht?“

Ich trat einen halben Schritt näher, nicht zufällig. „Oder ich habe aufgehört, so zu tun, als würde ich nur folgen.“

Etwas in ihrem Blick veränderte sich. Kein klares Urteil, eher ein wachsendes Interesse – als würde sie neu abwägen, wie viel Raum sie mir noch ließ. Zwischen uns lag der Abstand nicht mehr wirklich im Schnee. Ich hob die Hand und strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.Langsam. Ohne Hast. Sie wich nicht sofort zurück. Erst als sie es tat, ließ ich sie nicht ganz los – meine Finger blieben an ihrer Hand, nicht fest, aber eindeutig genug, dass sie den Schritt zurück nicht ganz frei bestimmen konnte. Ihr Blick fiel darauf, dann wieder zu mir. „Was soll das?“

„Nichts.“

Ich hielt ihre Hand weiter. „Ich wollte nur sehen, ob du wirklich gehst, wenn du gehst.“

Ein kurzer Schatten von Lächeln – oder Herausforderung – huschte über ihr Gesicht. „Und?“

„Du gehst nicht, wenn du es wirklich willst.“

„Oder vielleicht bleibe ich nur, wenn ich es will.“

Ich nickte leicht, als würde ich das akzeptieren – tat es aber nicht sofort.

„Dann bist du es gewohnt, den Moment zu bestimmen.“

„Vielleicht.“

„Vielleicht.“ Ich wiederholte es leiser. Dann ließ ich ihre Hand immer noch nicht ganz los, sondern nur so weit, dass sie die Kontrolle darüber spüren musste. „Sag mir etwas.“

Neugier flackerte auf. „Was?“

Ich deutete nicht auf den Gipfel, sondern auf den schmalen Grat zwischen uns und dem letzten Abschnitt dahinter. „Wenn jemand anders den ersten Schritt macht – folgst du dann noch, oder drehst du dich um?“

Ihr Blick blieb kurz an mir hängen. Länger als nötig. „Das kommt darauf an, wer ihn macht.“

Ich lächelte kaum sichtbar. „Natürlich.“ Ein Moment Stille. Der Wind zog über den Grat, als würde er etwas Unausgesprochenes zwischen uns verschieben. Dann sagte ich ruhig: „Dann wirst du dich irgendwann entscheiden müssen, ob du führst oder gehst.“

Sie hob leicht das Kinn. „Und du?“

Ich ließ ihre Hand los. Langsam. Kontrolliert. Nicht als Verlust, sondern als Entscheidung. „Ich gehe nur noch, wenn es sich richtig anfühlt.“

„Oder wenn du es bestimmst?“

Ich sah sie an. „Vielleicht ist das kein Unterschied mehr.“

Für einen Moment sagte sie nichts. Dann trat sie einen halben Schritt nach vorn – genau in den Raum, den ich gerade verlassen hatte. Nicht zurückweichend. Nicht zustimmend. Aber auch nicht ausweichend.

„Du spielst ein gefährliches Spiel“, sagte sie leise.

Ich erwiderte ihren Blick. „Ich spiele gar nicht.“ Ein kurzer Moment Spannung, der sich nicht auflöste. Dann drehte ich mich zum Grat. Nicht um zu entkommen. Sondern um zu zeigen, dass ich nicht stehenbleibe. „Kommst du?“ Diesmal war es keine Frage mehr. Und hinter mir blieb es einen Augenblick still. Dann hörte ich ihre Schritte.

Der Grat lag hinter uns, ohne dass einer von uns es ausgesprochen hatte. Der letzte Schritt war nicht größer gewesen als die anderen. Und doch fühlte er sich anders an – als hätte der Berg nicht nachgegeben, sondern zugelassen, dass wir ihn nehmen. Das Gipfelkreuz stand vor uns, vom Wind gezeichnet, still in einer Klarheit, die nichts mehr zu verlangen schien. Wir blieben stehen. Keiner ging zuerst näher heran. Der Wind war ruhiger hier oben, aber nicht harmlos. Er zog an der Kleidung, als wolle er prüfen, ob sie wirklich angekommen waren – oder nur zu weit gegangen.

Sie trat einen Schritt nach vorne. Langsam. „Also das ist es.“ Keine Freude. Keine Enttäuschung. Nur ein nüchterner Satz, der mehr Fragen offen ließ, als er beantwortete. Ich trat neben sie, ohne sie zu überholen. „Du hast es geschafft“, sagte sie nach einem Moment.

Ich sah kurz zum Gipfelkreuz, dann zu ihr. „Wir.“ Ein kurzer Blick zwischen uns. Nicht zustimmend. Nicht widersprechend. Eher abwartend.

Sie ging ein Stück näher an den Rand des Gipfels, dort wo der Abgrund begann, und ließ den Blick ins Tal fallen. „Unten sieht alles kleiner aus, als es sich angefühlt hat.“

Ich antwortete nicht sofort. Dann: „Vielleicht ist es nicht unten kleiner geworden.“

Sie drehte den Kopf leicht zu mir. „Sondern?“

Ich trat hinter sie, nicht nah genug, um sie einzuschränken – aber nah genug, dass sie es bemerkte. „Vielleicht sind wir nur weiter gegangen als vorher.“

Ein Lächeln, kaum sichtbar. „Oder du redest dir ein, dass es sich gelohnt hat.“

Ich ließ das stehen. Dann sagte ich ruhig: „Hast du dich eigentlich je gefragt, warum du immer die bist, die prüft, ob jemand bleibt?“

Der Wind wurde für einen Moment stärker. Sie drehte sich langsam zu mir um. „Und du?“

„Ich bleibe nicht.“ Pause. Die Luft zwischen uns veränderte sich sofort. Nicht kalt. Nicht warm. Irgendetwas dazwischen, das sich nicht einordnen ließ.

„Was soll das heißen?“, fragte sie leiser.

Ich sah sie an, ohne auszuweichen. „Dass ich nicht hier oben bin, um anzukommen.“

Ein Moment Stille. Dann ein kurzer Atemzug von ihr – kaum hörbar. „Sondern?“

Ich trat einen halben Schritt zurück, Richtung Abstieg. Nicht weg von ihr. Sondern aus der Mitte. „Um zu sehen, wer mir folgt, wenn es keinen Gipfel mehr gibt.“

Ihr Blick hielt mich fest. Zum ersten Mal nicht spielerisch.Nicht herausfordernd. Sondern direkt. „Und wenn ich nicht folge?“

Ich hielt ihren Blick. Länger als notwendig. „Dann bist du nie gefolgt.“ Ein Moment, der nicht kippen wollte. Keiner von uns bewegte sich. Das Gipfelkreuz stand zwischen uns, als wäre es plötzlich nicht mehr Ziel, sondern Grenze.

Dann machte sie einen Schritt nach vorne. Nicht zu mir. Nicht weg. Sondern genau in diese unklare Mitte zwischen uns. „Vielleicht“, sagte sie leise, „bin ich nie für das Ankommen gegangen.“

Ich sah sie an. Und zum ersten Mal war nicht klar, wer hier führt. Der Wind zog über den Gipfel. Und nichts daran fühlte sich wie Ende an.

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Liebe Leserinnen und Leser,

was ihr gerade gelesen habt, war der Anfang meiner realen Metamorphose.

Auf diesem Berg begann der Weg zu dem dominanten Mann, der ich heute bin. Ich lernte, dass wahre Führung nicht durch Lautstärke oder Kontrolle entsteht, sondern durch Klarheit, Verantwortung und die Bereitschaft, voranzugehen.

Diesen Weg gehe ich bis heute – gemeinsam mit meiner rothaarigen Maus. Nicht, weil sie folgen muss, sondern weil wir uns jeden Tag bewusst füreinander entscheiden.

Uns würde interessieren: Wie hat euch unsere Geschichte gefallen? Was hat euch berührt oder zum Nachdenken gebracht?

Und hättet ihr Interesse daran, wenn meine rothaarige Maus und ich künftig weitere – reale – Erfahrungen von unserem gemeinsamen Weg teilen? Über Dominanz und Hingabe, Leidenschaft und Vertrauen, über Herausforderungen, Wachstum und die Dynamik einer bewusst gelebten Beziehung?

Schreibt mir gerne eure Gedanken. Ich freue mich auf euer Feedback.



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