Konzert Teil 2 (fm:Ehebruch, 3850 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Cerar | ||
| Veröffentlicht: Aug 19 2026 | Gesehen / Gelesen: 170 / 145 [85%] | Bewertung Teil: 10.00 (1 Stimme) |
| In der Höhle des Löwen. Kati hat es geschafft, zur Garderobe des Künstlers vorzudringen. Doch was will sie eigentlich hier? Sie hat nur wenige Minuten, denn ihr Mann wartet im Auto auf dem Parkplatz. | ||
![]() Cherrizz: Erlebe AI Creators, die dich spüren, verstehen und überraschen |
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Teil2
Beim Eintreten steht Ron, nur mit einem Bademantel bekleidet, ein Ritual, das er schon damals bei Udo Jürgens abgekupfert hatte, mit dem Rücken zu ihnen mitten im Raum. „Hallo Ron“, spricht Kati ihn vorsichtig an. Es dauert einen Moment, doch dann hat er scheinbar begriffen, wer da hinter ihm die Garderobe betreten hat. „Kati!“, platzt es aus ihm heraus. Er ist mehr als überrascht von diesem unerwarteten Besuch und wirbelt herum, dabei ist es ihm völlig egal, dass der Bademantel nicht verschlossen und er sich so vollkommen nackt seinem Besuch präsentiert. „Ich fass' es nicht!“, stößt er hervor und geht eilig auf Kati zu, um sie zu umarmen. Die aber ist von diesem so nicht erwarteten Wiedersehen mit ihm völlig perplex und weicht zurück. Eine Umarmung – vielleicht. Aber doch nicht so!
„Du solltest dir erst mal etwas anziehen, Ron, meinst du nicht auch?“ sie dreht sich um und gibt ihm so Gelegenheit, sich herzurichten. Und er tut tatsächlich, was sie ihm angetragen hat, nicht aber ohne noch einen flotten Spruch folgen zu lassen: „Eigentlich schade, wir kennen uns doch lange genug und du musst doch keine Scham vor mir haben. - Okay, du kannst dich jetzt wieder umdrehen.“
Als sie sich vorsichtig ihm wieder zuwendet, hat er den Bademantel geschlossen und breitet seine Arme aus. Ein wenig zögerlich noch lässt sie es zu, dass Ron sie in seine Arme nimmt und beherzt drückt. Sie ist sich unsicher, ob sie damit nicht schon zu weit gegangen ist, indem sie ihn gewähren ließ. Doch sein weiteres Verhalten beruhigt sie. Er unternimmt nichts, was man als unangemessen bezeichnen müsste. Zwar betrachtet er sie wohlwollend abschätzend aus der Distanz, doch seine Wortwahl bleibt angenehm gewählt.
„Du siehst wie immer bezaubernd aus, als seist du überhaupt nicht älter geworden, Respekt. Wie bist du denn darauf gekommen, mich heute und hier besuchen zu wollen?“, und man merkt die ehrliche Neugier in ihm.
Irgendwie fühlt sich Kati mit einem Mal merkwürdig beklommen. Diese einfache und doch auch zu erwartende Frage bringt sie aus dem emotionalen Gleichgewicht. Wieso? Wieso hatte sie sich das denn eigentlich nie selbst gefragt. Auch Jan hatte sie das gefragt, als sie ihm eröffnete, dass sie Karten für Ron B.'s Konzert gekauft hatte und sie ihn gerne einmal kurz wiedersehen würde. Intuitiv spürte sie, dass sie jetzt schnell und bestimmt antworten musste, damit bei Ron kein falscher Eindruck entsteht. Sie wusste um seine Fähigkeit, andere Menschen zu durchschauen und entsprechend einzuschätzen. „Wenn ich ehrlich bin, ich kann es nicht einmal genau sagen. Ich dachte mir nur: wenn ich schon hier bin, könnte ich dir ja mal kurz Hallo sagen.“
„Hm, so,so. Bist du eigentlich noch mit diesem Jan verheiratet?“, fragte er sie und seine Stimme klang für sie mit einem Mal hinterhältig. „Ja, bin ich“, kam es prompt, vielleicht sogar aus Unsicherheit ein bisschen zu schnell von ihr. „Und ich muss mich beeilen. Es hat doch ziemlich lange gedauert, bis ich nach hier vorgedrungen bin und wir haben vereinbart, dass ich um Halb Elf am Parkplatz bin. Sonst muss ich am Ende noch zu Fuß nach Hause laufen.“ Und nach einer kleinen Pause fügte sie hinzu: „Also denn, Ron, war schön, dich mal wieder zu sehen.“ Sie drehte sich zur Tür und wollte schon losgehen, als Ron sie fast flehentlich und doch bestimmt ansprach: „Musst du nicht. Ich meine, du musst nicht zu Fuß nach Hause laufen. Ich werde dich fahren! Bitte bleib noch ein bisschen!“
„Nein Ron, du verstehst mich falsch, ich will mit meinem Mann nach Hause fahren, okay?“ antwortete sie. Doch als sie erneut aufbrechen wollte, wechselte Ron die Taktik. „Okay, dann hab' ich einen anderen Vorschlag. Lass uns zusammen etwas Essen gehen. Ich lade euch beide ein. Hier gibt es einen tollen Italiener ganz in der Nähe.“ Er merkte, dass es in Katis Kopf arbeitete und fügte deshalb noch schnell hinzu: „Komm, lass mich deinen Mann anrufen, das ist für dich unverfänglicher.“
Kati antwortete nicht direkt. Sie war sich unschlüssig, was das zu bedeuten hatte: „unverfänglich“.
Doch dann willigte sie schließlich ein. Warum eigentlich nicht? War doch eine nette Idee von Ron.
Klicken Sie hier für den Rest dieser Geschichte (noch 340 Zeilen)
| Teil 2 von 2 Teilen. | ||
| vorheriger Teil | alle Teile anzeigen | |
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
Cerar hat 3 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für Cerar, inkl. aller Geschichten Email: Cerar@gmx.net | |
|
Ihre Name: |
|